Finale

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Phönix Schildaufstellung
Noch ein bisschen Erde rein – fertig! (07.10.2009) © Thomas Irlbeck

Einer der letzten finalen Akte bei der Errichtung eines Gebäudes ist die Aufstellung eines Hinweisschildes, damit man auch den Eingang findet. Die Leuchtreklame am Pflegeheim Neuperlach hängt ja schon (Neuperlach.org berichtete). Heute wiederum wurde nun das Schild am Eingang montiert. Das Schild gibt an, hier befinden sich der Eingang (wie überraschend) und die Anlieferzone für die schöne Küche.

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Pflegeheim Leuchtreklame
Jetzt hat das Heim einen weithin sichtbaren Namen, denn etwas Werbung muss sein (21.09.2009) © Thomas Irlbeck

Nach Auskunft der Pflegeheimleitung sind die ersten Bewohner vor ein paar Tagen ins neue PHÖNIX Seniorenzentrum Neuperlach eingezogen. Auch wenn hier und da noch gearbeitet wird und die offizielle Eröffnungsfeier noch aussteht, ist das Heim bereits betriebsfähig. Heute wurde das Namensschild in Gestalt einer großen Leuchtreklame angebracht. Das muss natürlich festgehalten werden.

Der letzte Feinschliff an dem schönen Reklameschild (21.09.2009) © Thomas Irlbeck
Fertig (22.09.2009) © Thomas Irlbeck
Ganz nahe (22.09.2009) © Thomas Irlbeck

Volles Rohr

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Ein Holzstab stützt das Rohr. Es soll ja schließlich nicht einknicken (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Heute habe ich mal wieder am Pflegeheim Neuperlach (es öffnet 16.09.2009 seine Pforten) fotografiert. Die Küche befindet sich im Souterrain des Hauses. Ein mächtiges Rohr mit integrierter Filteranlage schlängelt sich unter der Eingangsbrücke nach oben, um Luft anzusaugen.

Nachdem dieses Rohr bereits auf flickr für Beachtung gesorgt hat, habe ich das Rohr einmal von einigen Blickwinkeln aufgenommen und ein paar andere Dinge im nahen Umfeld für die Nachwelt festgehalten.

Diese und weitere Bilder vom Pflegeheim gibt es in höherer Auflösung auch auf flickr – einfach hier klicken

Das Rohr glänzt, es bezieht aber offenbar derzeit noch Stütze. Es sieht mächtig aus, das Rohr. Immerhin kocht man selbst und für 150 Bewohner plus Personal reicht eine Dunstabzugshaube vom Discounter nun mal nicht aus.

Am Rohr (05.09.2009) © Thomas Irlbeck
Kein Periskop (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Ein U-Boot-Periskop verbirgt sich nicht in diesem Rohr, auch wenn das schöne Objekt aus der Tiefe kommt:

Die Fenster spiegeln auch sehr schön (05.09.2009) © Thomas Irlbeck
Der Innenhof nähert sich seiner Fertigstellung (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Der Innenhof wird offenbar komplett eingezäunt. Schade, offen sähe es besser aus.

Vorbereitung zur Einfriedung des Innenhofs (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Die schönen Kinder-Malereien auf der Wand im Hintergrund, die noch vom alten Kindergarten respektive 6-Eck stammen, hat man nun übermalt:

Die Wand wurde in Grau übermalt (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Auf diesem älteren Foto sieht man noch die schönen Malereien:

Die Malereien sind inzwischen Geschichte (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Ein Teich wäre idyllischer gewesen als ein Brunnen. Aber der Teich wurde aus Sicherheitsgründen verworfen. Aber ein Designer-Brunnen kann ja auch was Schönes sein, selbst wenn er sehr klein ausfällt:

Kein Teich, aber ein Brunnen führt ja auch Wasser (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Besichtigung im neuen Pflegeheim Neuperlach

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Die Zimmer haben weit heruntergezogene Fenster, quasi als Ersatz für Balkone, denn die fehlen (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Seit Mai letzten Jahres wird das Pflegeheim „Phönix Seniorenzentrum Neuperlach“ vor meinem Haus hochgezogen. Ich komme dauernd dran vorbei, alle Fenster meiner Wohnung zeigen den Bau, er dominiert folglich den Alltag. Da will man doch auch mal wissen, wie es innen aussieht, natürlich noch vor der offiziellen Eröffnung und bevor die ersten Bewohner einziehen.

Gestern war es dann so weit. Die Pflegedienstleitung erwartet mich schon vor dem Eingang. Die Heimleiterin und der Architekt stoßen dazu. Nun geht es los.

Als Erstes fällt mir auf, dass das Heim innen viel bunter ist als außen. Jedes Stockwerk hat eine Leitfarbe. Nun aber ist so ein Heim einfach ein Heim. Vielleicht wenig spektakulär, aber ein paar Besonderheiten und Interessantes gibt es dann doch im Laufe dieses Berichts.

In einer Wohneinheit integriertes Badezimmer (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Ich schaue mir zunächst eine der Wohneinheiten an. Die Bewohner bringen ihre Möbel mit – Ausnahmen sind lediglich Bett und Nachtkästchen. Entsprechend sind derzeit die Zimmer einfach leer. Aber gewissermaßen „bunt leer“.

Jede Wohneinheit (sprich Zimmer) hat ein angegliedertes Bad. Natürlich barrierefrei und auch generell gut geeignet für Menschen mit körperlichen Einschränkungen.

In der großzügigen Lounge, die sich in jedem Stockwerk findet, sollen alle Bewohner die Mahlzeiten einnehmen. Nur in Ausnahmefällen gibt es das Essen aufs Zimmer.

Lounge mit Stationsküche (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Die Mahlzeiten werden in einer eigenen Großküche im Souterrain bereitet. Hier wird derzeit noch gebaut und daher kein Zutritt gewährt. Also leider keine Fotos. Dafür wird mal ein Blick in den Innenhof geworfen. In diesem wird nun doch kein Teich installiert, aber ein Brunnen. Die Brücke, welche die Souterrain-Abgrabung überspannt, und damit für den Innenhofeingang fundamental wichtig ist, fehlt noch.

Der Innenhof mit Brunnen in Vorbereitung (im Bild unten leicht rechts). Der Eingang (links) kann in Ermangelung der fehlenden Brücke noch nicht benutzt werden, es sei denn, man möchte auf unsanfte Art die Abgrabung kennen lernen (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Demenzkranke laufen gerne im Kreis, und von Medizinern wird dies im Allgemeinen unterstützt. Bedingt durch der U-Form des Gebäudes kann innen kein „richtiger“ Rundkurs angelegt werden. Aber dafür draußen. Denn zur geschlossenen Demenzabteilung gehört ein eigener kleiner Erlebnisgarten mit integriertem Rundkurs. Dort soll noch ein Bereich mit Beeten angelegt werden, in dem die Kranken dann selbst garteln können. Das Bild zeigt im rechten Bereich einen Ausschnitt des Erlebnisgartens.

Blick auf eine der drei Terrassen sowie auf den Erlebnisgarten der Demenzabteilung mit dem Rundkurs (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Schön ist, dass man die bunt bemalte Mauer des alten Kindergartens bzw. des Jugendheims 6-Eck erhalten hat. Sie ist jetzt ein Teil des Erlebnisgartens. Wie ich erfahre, soll die Mauer aber neu gestrichen werden. Die schönen Bilder werden verschwinden. Schade.

So haben die Bewohner – die ersten ziehen am 16. September ein – nichts von diesen Malereien. Aber ein Heim, das innen bunter ist und geräumiger wirkt, als es das Grau außen nahe legt.

Die Besichtigung neigt sich nun dem Ende. Ich stelle noch diverse Fragen, obwohl ich während der Besichtigung schon so viel gefragt habe. Was hier noch erwähnenswert ist: Entgegen vieler Presseberichte wird die Cafeteria sich nicht nach außen öffnen, also keine Gaststättenkonzession erhalten. Sie ist exklusiv für die Heimbewohner und ihre Besucher da. Eine Beatmungsstation wird nicht realisiert. Aber ein Bereich mit jungen Pflegebedürftigen unter 60.

Weitere Bilder von der Besichtigung und auch noch einmal die hier gezeigten Bilder in höherer Auflösung gibt es auf flickr. Einfach hier klicken!

Zur offiziellen Website Phönix Haus Neuperlach

Neues aus Neuperlach – kleine Nachrichten aus den großen Häusern (Folge 2)

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Update: Pflegeheim Neuperlach öffnet im September

Das Pflegeheim Neuperlach am Friedrich-Engels-Bogen 4 wird wie geplant Ende August fertiggestellt. Die ersten Bewohner ziehen am 16. September ein.

Fahrbahnsanierung auf dem Karl-Marx-Ring

Vom 03.08.2009 bis Mitte September finden auf dem Karl-Marx-Ring Fahrbahnsanierungen statt. Betroffen sind die Kreuzungsbereiche Oskar-Maria-Graf-Ring, Kafkastraße, Ständlerstraße und Hugo-Lang-Bogen. Entsprechend ist mit kurzfristigen einberaumten Einschränkungen (etwa Reduzierung von Fahrstreifen) zu rechnen. Auch die MVG-Buslinien müssen zum Teil umgeleitet werden. In Einzelfällen können einzelne Haltestellen tageweise gar nicht angefahren werden.

SVN feiert 40-Jähriges

Der SVN ist 40 geworden. Aus einem spontan gegründeten Verein, der am Anfang viel improvisieren musste (am Anfang existierte nicht mal ein Sportanlage, sodass man einen Acker provisorisch in ein Fußballfeld umwandelte), ist  inzwischen der zweitgrößte Breitensportverein Münchens geworden. Das 40-Jährige wird mit einem großen Sommerfest am 1. August ab 16.00 Uhr auf der SVN-Tennisanlage an der Staudingerstraße (Nähe Eisstadion) gefeiert: Quelle: Münchner Wochenanzeiger vom 28.07.2009

Autobushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen zurückverlegt

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Acht Wochen sollte die provisorische Bushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen Bestand haben, die am 7. April eingerichtet wurde. Provisorisch bedeutet hier, dass keine Unterstellmöglichkeit für den Regenfall vorgesehen war. Gedauert hat es dann leider doch fast doppelt solange. Wir erinnern uns, die Verlegung war notwendig geworden, da das derzeit noch im Bau befindliche Pflegeheim Neuperlach ans Fernwärmenetz angeschlossen wurde.

Seit heute halten die modernen taubenblauen MVG-Busse der Linien 197 Innenring und N45 endlich wieder regulär am Friedrich-Engels-Bogen.

Was nicht passt, wird passend gemacht

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Adapter dienen zur Verbindung nicht zusammenpassender Teile. Baustellenhütchen sind wegen ihrer konischen und damit variablen, anpassenden Form die besten Adapter. Problem gelöst, geht doch, das Wasser läuft dahin, wo es hin soll.

Adapter gesehen am Pflegeheim Neuperlach (04.07.2009) © Thomas Irlbeck

Ab nächster Woche: Ratatazong, ratatazong – weg ist der Beton (eigentlich: Balkon) [Update]

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Seit Mai letztes Jahres habe ich eine Baustelle vor dem Haus, das Pflegeheim Neuperlach wird errichtet. Dies brachte und bringt Lärm und andere Unannehmlichkeiten mit sich, etwa temporär nicht benutzbare Wege. Immerhin achten die Baggerfahrer penibel darauf, dass kein Fußgänger eine Schaufel an den Kopf kriegt. Da wird dann garantiert die Schaufel in die richtige Richtung geschwenkt, wenn ein Fußgänger seinen Gang machen will.

Nun aber neigt sich der Bau dem Ende zu. Im Herbst wird wohl Eröffnung sein. Doch es wäre ja langweilig, wenn sich der Bauphase vor dem Haus wieder eine ruhige, saubere Zeit anschließt. Konsequenterweise wird ab Montag nächste Woche eine Betonsanierung im Haus durchgeführt, die voraussichtlich sechs Wochen dauern wird.

Fotos folgen, wenn es dann losgeht. Vorerst gibt es zur Einstimmung ein Archivbild:

Ein Gerüst. Hat mit dem Text oben nicht viel zu tun. Aber ohne Bild ist es langweilig © RainerSturm / Pixelio

Nun aber ein aktuelles Bild mit einem Lagebericht vom Pflegeheim vor dem eigenen Wohnhaus:

(Bild entfernt)

Was schwebt denn hier ins Pflegeheim? Die Pflegeheim-Arbeiten neigen sich dem Ende zu wie die Neigung dieses Kranes. Lärm und Dreck gehen dafür nun im eigenen Wohnhaus los (23.06.2009).

Update

Nun geht es los:

(Bild entfernt)

Seilzug für Gerüstaufbau (29.06.2009) © Thomas Irlbeck

Einstürzende Neubauten

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„Pavillon – Schräge Wände“ des Künstlers Kay Winkler an der Ständlerstraße (07.05.2009) © Thomas Irlbeck

Zugegeben, „einstürzende Neubauten“ gibt es in Neuperlach nicht. Bis auf ein paar marode Balkone in schwindelerregender Höhe ist Neuperlach noch stabil. Der Titel ist also ein Eye Catcher, der neugierig machen soll. Ein Trick. Obwohl, die Installation von Kay Winkler könnte durchaus „Einstürzende Neubauten“ heißen, tut sie aber nicht.

Mehr Kunst gibt es in der Rubrik Kunst von Neuperlach.org, die in Anbetracht der vielen Kunstinstallationen in Neuperlach immer noch viel zu klein ist.

Update: Langsam füllt sich die Kunstrubrik. Ein paar weitere wichtige Installationen wurden aufgenommen:

Blaue Spirale
„Die blaue Spirale“ von Louis Constantin, 1972 gebaut, 2001 an der Heinrich-Wieland-Straße auf der alten Trambahntrasse der Linie 24 installiert (17.05.2009) © Thomas Irlbeck
„Stahlskulptur“ von Alfred Aschauer, 1970 gebaut, steht vor dem AOK-Gebäude am Friedrich-Engels-Bogen 6, (17.05.2009) © Thomas Irlbeck

Mehr Fotos in höherer Auflösung gibt’s hier: http://www.flickr.com/photos/wolkenkratzer

Mir wird es langsam zu bunt!

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Nachdem man die Kräne am Pflegeheim Neuperlach schon vor Urzeiten abmontiert hat, ist es Zeit, wieder einen neuen aufzustellen. Zur „Begrünung“ des Daches ist die Begründung. Leider ist das Wetter flau, die Farben lasch, die Atmosphäre trüb. Ein Griff zur richtigen Brille macht die triste Welt der großen Arbeitsmaschinen aber bunt. Gewissermaßen der „Bunt der Ehre der Kranführer“.

Was für eine Brille der da wohl aufhat? (16.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Und so sieht das Ergebnis am Sonntag=Sonne aus. Wann das Dach nun wirklich grün wird? (19.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck

(Bild entfernt)

Dachbegrünung Nahaufnahme vom Vortag (18.04.2009).

Keine Haarspalterei: Um Haaresbreite (Bilderstrecke)

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Eng geht es derzeit hier zu. Sehr eng. Denn das Pflegeheim wird an das Fernwärmenetz angeschlossen und entsprechend die Straße für acht Wochen „geöffnet“. Die freundlichen Baustellenleute haben einen Slalomkurs eingerichtet, damit die Löcher im Boden umfahren werden können.

Siehe hierzu:

Was rollt denn da von vorne an? Ein schicker MVG-Gelenkbus der Linie 197 Innenring. Ob das mal gut geht? (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck
Beim Slalomfahren ist höchste Präzision angesagt. Wenn der Bagger nicht da stünde, wäre alles einfacher (15.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Jetzt geht es wirklich um die sprichwörtlichen Millimeter. Aber die Barke bleibt stehen (15.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Aus verschiedenen Perspektiven … (15.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
… wird erkennbar … (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck
… wie eng es hier zugeht (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck
An der Seite hätte kaum noch eine Briefmarke Platz. Der Mischer lädt hier nichts ab, der will nur durch. Aber wie, wenn es hier so eng ist wie in der U-Bahn zur Wiesn-Zeit? (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck

Autobushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen verlegt

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Fahrgäste müssen umdenken: Im Rahmen des Anschlusses des Pflegeheim Neuperlach an das Fernwärmenetz der SWM wurde die Autobushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen der Linie 197 Innenring und der Nachtlinie N45 heute nach Süden verlegt. Die Kraftbusse der MVG halten jetzt die nächsten rund acht Wochen unmittelbar nach der Kreuzung Karl-Marx-Ring/Friedrich-Engels-Bogen.

Die Haltestelle Friedrich-Engels-Bogen der Linie 197 Außenring ist nicht betroffen.

Trotz auffälliger Beschilderung warten immer wieder Fahrgäste an der aufgehobenen Haltestelle. Eine Fahrgästin (ja, ich weiß, das Wort gibt’s gar nicht) musste ich erst lange überreden, bevor sie sich auf den Weg zur Ersatzhaltestelle machte.

Das sieht nicht gut aus (07.04.2009). Vom 07.04.2009 an halten hier rund acht Wochen keine Omnibusse mehr. Foto: Thomas Irlbeck

(Bild entfernt)

Die Ersatzhaltestelle ist für viele noch ungewohnt (07.04.2009).

Dort, wo sonst die schicken Gelenkbusse der MVG halten, um Hinz und Kunz zur Untergrundbahn zu kutschieren, wird nun eine ganz andere Art der Beförderung vorbereitet – der Transport von Wärme, damit es Opa Friedrich Franz in seinem neuen Pflegeheim auch richtig schön warm hat (07.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Das Pflegeheim Neuperlach steht kurz vor dem Anschluss an das Fernwärmenetz (10.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Etwas im Schilde führen

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In Deutschland gibt es viele Schilder. Nun gibt es ein weiteres. Ein schönes Schild hat da die AOK an ihrem Parkplatzende fast unmittelbar vor meinem Haus aufgestellt.

Würde man das Schild auch ohne den erklärenden Text verstehen?

Hier trifft man sich (31.03.2009). Foto: Thomas Irlbeck

So nah und doch so fern – aus einer Baustelle werden zwei

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Das ist ein Heizkraftwerk. Das steht zwar nicht in Neuperlach und auch nicht in München, aber man kann ja nicht immer Neuperlach-Bilder zeigen, oder ja? © Volker Zintgraf / Pixelio

Nein, es geht nicht um das Telefon (in Anspielung auf einen Song von Kraftwerk), sondern um Fernwärme und eine Baustelle in der Nähe. Gestern flatterte ein Papierflieger (weniger deutsch auch Flyer genannt) in meinen Briefkasten, der mich auf eine zusätzliche Baustelle aufmerksam macht. Konkret wird das im Bau befindliche Pflegeheim Neuperlach ans Fernwärmenetz angeschlossen. Schließlich sollen es die zukünftigen Bewohner mollig warm haben, und der alte fahrbare Elektroheizkörper von Onkel Fritz ist keine Alternative für das feine Fernwärmenetz der Stadtwerke München. Zum Anschluss muss der Karl-Marx-Ring auf Höhe des Friedrich-Engels-Bogen „geöffnet“ werden. Naturgemäß erfordern Arbeiten an Fernwärmerohren wegen der hohen Betriebstemperatur (130 Grad) eine sehr spezielle Bauweise.

Daher dauern die in der KW 14 (ab 30.03.) beginnenden Arbeiten auch satte 8 Wochen. In dieser Zeit sind die Fahrspuren am Karl-Marx-Ring auf Höhe des Friedrich-Engels-Bogen (und auch ein paar Meter in beide Richtungen weiter) nur eingeschränkt benutzbar bzw. werden verschwenkt. Die Häuserzufahrten und Hauseingänge bleiben durch noch zu errichtende Behelfsbrücken erreichbar.

Update: Ich habe noch den erwähnten Flyer hinzugefügt. Die dort abgedruckte Skizze zeigt fast metergenau, wo die Operation genau stattfindet. Es lässt sich erahnen, welche Zufahrten betroffen sein werden.

Der erwähnte Flyer. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der SWM
Der erwähnte Flyer. Besonders interessant ist hier die Skizze, die zeigt, wo die Rohre genau verlegt werden. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der SWM

Ein Dach über dem Kopf

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Das Pflegeheim Neuperlach am Friedrich-Engels-Bogen steht kurz vor dem Richtfest. Der Aufbau des Tonnendachs hat bereits begonnen.

Pflegeheim Neuperlach aus über 20 Metern Höhe gesehen. Noch steigt man Ihnen hier aufs Dach, denn der Aufbau desselbigen ist im vollen Gange (01.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Ansicht vom Karl-Marx-Ring. Von der unmittelbar hinter dem Bau liegenden Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62, immerhin 9 Stockwerke hoch, ist fast nichts mehr zu sehen (02.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Noch eine Ansicht vom Kal-Marx-Ring (02.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Das könnte auch irgendwo in Schwabing sein, so eng, wie es hier zugeht (02.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Verzählt?

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Baustelle Pflegeheim Neuperlach (19.10.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Das ist doch fast ein Hochhaus, oder? Mit 6, 7 oder 8 Etagen? Nein, das ist das zukünftige Pflegeheim Neuperlach am Friedrich-Engels-Bogen, das 4 Stockwerke (=5 Etagen) erhalten wird. Es sieht auf dem Foto nach mehr aus, da das Gebäude ein Souterrain mit Abgrabung aufweist (sodass der Eindruck einer weiteren überirdischen Etage entsteht).

Außerdem sind die Abstände zwischen den einzelnen Plattformen des Baugerüstes geringer als zwischen den eigentlichen Etagen, was wiederum mehr Etagen vortäuscht, als tatsächlich vorhanden ist.

Wie auch immer: Der Bau wirkt recht klobig und eigentlich auch recht hoch. Viel höher wird er aber nicht mehr, jetzt kommt im Ostflügel noch das Dach drauf, ein Schrägdach mit geringer Neigung. Dem Westflügel (ganz rechts) fehlt noch die oberste Etage.

Baufortschritt Pflegeheim Neuperlach

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So soll das Pflegeheim mal aussehen. Bauskizze von Bautafel abfotografiert (05.10.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Neuperlach bekommt ein Pflegeheim. Das ist für den einen oder anderen sich nichts mehr Neues, dennoch kurz die Rahmendaten: Es wird von der Phönix-Gesellschaft betrieben und derzeit auf dem ehemaligen 6-Eck-Grundstück am Friedrich-Engels-Bogen 4 errichtet. Das Heim wird 150 Plätze bieten und erhält 5 Etagen (4 Stockwerke) oder wird – anders ausgedrückt – 16 Meter hoch. Die Bauarbeiten begannen im Mai dieses Jahres, die Eröffnung ist für den Spätsommer oder Herbst 2009 vorgesehen.

Da das Grundstück mit 4.400 m² eher klein ist, wird sich die Größe der Grünflächen in Grenzen halten. Ausgleich werden drei Terrassen schaffen, zwei sind über das erste Stockwerk zugänglich und eine über das zweite. Im Erdgeschoss ist eine Demenzabteilung vorgesehen. Zum Schutz der Pflegebedürftigen wird ein Teil des Grundstücks eingezäunt, erlaubt ist eine Zaunhöhe von maximal 1,80 Metern.

Die folgenden Fotos dokumentieren den Baufortschritt:

Pflegeheim 27.10.2008
Ein letzter Blick in das vierte Stockwerk des Westflügels, bevor auch hier die Betondecke gegossen wird. Webcam am 27.10.2008
Baufortschritt. Im linken Teil des Bildes wird bereits am 3. Stockwerk gearbeitet (23.09.2008). Foto: Thomas Irlbeck
So langsam verdeckt das Pflegeheim unerbittlich alles dahinter Stehende, dabei ist die maximale Höhe noch gar nicht erreicht (05.10.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Auf dem Ostflügel fehlt jetzt nur noch das Dach. Webcam am 11.10.2008
Baufortschritt Pflegeheim Neuperlach. Im Ostflügel wird bereits am obersten, dem 4. Stockwerk gearbeitet (05.10.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Baufortschritt Pflegeheim Neuperlach. Im Ostflügel fehlt jetzt nur noch das 4. Stockwerk und das Dach – ein Schrägdach mit maximal 15 Grad Neigung (27.09.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Kritik am Standort

Erholungs- und Grünflächen nicht im ausreichenden Maße vorhanden – ÖPNV-Anbindung nicht optimal

Auf dem Ostflügel fehlt immer noch das Dach, der Westflügel (im Bild ganz rechts) holt langsam auf. Deutlich erkennbar auf dem Ostflügel ist der Fahrstuhlmaschinenraum (19.10.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Den Standort werden sicher viele nicht als besonders optimal betrachten. Menschen im hohen Alter (das durchschnittliche Alter wird bei 82 Jahren liegen) wollen in aller Regel ein ruhiges Umfeld mit viel Grün. Doch die zur Heimanlage vorgesehenen Grünflächen sind in ihrer Größe wie erwähnt recht bescheiden und reichen für einen Spaziergang nicht aus. Entsprechende Erholungsflächen (Park, Wald etc.) zur Kompensation fehlen aber unmittelbar vor dem Haus. Das Haus ist umgeben von direkt am Haus vorbeilaufenden Straßen, von mehreren Hochhausblöcken mit Wohnungen und einem AOK-Verwaltungsgebäude. All das schließt fast nahtlos an das Pflegeheim an. Selbst für eine eigentlich notwendige lückenlose Feuerwehrumfahrmöglichkeit war kein Platz auf dem Pflegeheimgrundstück. Dennoch konnten die Sicherheitsauflagen für den Brandfall durch Kombinationen mehrerer Maßnahmen erfüllt werden.

Zum beliebten Naherholungsgebiet im Münchner Südosten, dem Ostpark, der das vermutlich bevorzugte Ausflugsziel der Heimbewohner sein wird, sind es mit dem Auto knapp 5 Minuten, zu Fuß aber bereits um die 20. Dies ist zu weit für die Heimbewohner, sie dürften daher für einen Spaziergang oder eine Ausfahrt im Park darauf angewiesen sein, dass sie ihre Angehörigen mit dem Auto abholen.

Ein unmittelbarer U-Bahnanschluss ist nicht vorhanden, wodurch sich keine optimale Erreichbarkeit des Heims für Besucher und auch das Personal ergibt. Zur U-Bahnstation Quiddestraße benötigt man zu Fuß gut 10 Minuten (alle Angaben bei eher flotter Gehweise). Immerhin verkehrt eine Ringbuslinie (197), mit der sich die U-Bahnstation und auch der Ostpark bequem erreichen lassen. Montag bis Freitag bis ca. 20:00 fährt der Bus im 10-Minuten-Takt. Die Haltestelle des Innenrings der Buslinie liegt direkt vor dem Heim, zur Haltestelle des Außenrings sind es ebenso nur wenige Meter, wobei man zu Letzterem gefahrlos über eine Fußgängerbrücke gelangt. Mit dem Auto ist das Heim dagegen sehr gut erreichbar. Auch wenn für Personal und Besucher insgesamt nur 19 Parkplätze auf dem Heimgelände vorgesehen sind, dürfte es keine Parkprobleme geben, da sich in unmittelbarer Umgebung genügend weitere Parkplätze befinden. Einkaufsmöglichkeiten sind im Marx-Zentrum vorhanden, das in fast unmittelbarer Nähe liegt.

Lärmpegel grenzwertig

Auch der Lärmpegel lässt einige Fragen aufwerfen. Denn der 4-spurige Karl-Marx-Ring führt unmittelbar am Ostflügel des Heims vorbei. Zwar herrscht dort kein extrem starker Verkehr, aber Verkehrslärm ist dennoch zu verzeichnen. Das Gebäude ist jedoch in U-Form mit Innenhof angelegt und nach Norden ausgerichtet, sodass der Verkehrslärm weitgehend abgeschirmt wird. Nördlich bildet der Wohnblock der Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62 den Abschluss und schließt die Schalldämmungskette nach Norden. Wenigstens stellt der Karl-Marx-Ring kein Unfallrisiko für die Pflegebedürftigen dar, vorausgesetzt die bereits erwähnte Fußgängerbrücke wird bei der Querung benutzt.

Umliegende Anwohner zum Teil unzufrieden

Der Bau des Pflegeheims wurde nur möglich, da die Stadt München einer Nutzungsänderung zugestimmt hat. Erlaubt war nämlich nur eine kirchliche Nutzung. Mieter und Eigentümer, die in unmittelbarer Umgebung des Grundstücks eingezogen sind, konnten nicht unbedingt davon ausgehen, dass hier einmal ein Pflegeheim gebaut wird. Ursprünglich stand auf dem Grundstück nur ein kleiner Flachbau, das erwähnte 6-Eck – eine kleine Jugendeinrichtung mit einem kleinen Kindergarten im selben Gebäude. Gerade in den unteren Stockwerken ist zu befürchten, dass die Bewohner in Zukunft weniger Sonne haben werden. Auch wird die Lärmbelastung steigen, z.B. durch nächtliche Notarzteinsätze, durch Anlieferverkehr etc. Die Verkehrsbelastung am Friedrich-Engels-Bogen wird durch das Pflegeheim voraussichtlich um 30 Prozent steigen. All dies führt dazu, dass ein Wertverlust der Wohnungen nicht auszuschließen ist.

Bei aller Kritik muss aber der Pflegenotstand berücksichtigt werden. Es müssen dringend Heime gebaut werden und es kann nicht immer eine Traumumgebung gefunden werden.