Vor 10 Jahren: Nach 36 Jahren Warten – Von der Tropfsteinhöhle in die Zukunft (Update 12.12.2019)

Werbung

30.09.1973 Verlängerung Neuperlach Nord - Neuperlach Zentrum
M/m-Zug der Linie 24 fährt am 30.09.1973 auf der Heinrich-Wieland-Straße vom Tal in der Ständlerstraße in Richtung Neuperlach Nord (die Verlängerungsstrecke nach Neuperlach Zentrum war zwei Tage zuvor eröffnet worden!). Es ist gleichzeitig der Eröffnungstag der Umleitungsstrecke durch die Hechtseestraße!), Fotograf: Peter Wagner. Mit freundlicher Genehmigung der Freunde des Münchner Trambahnmuseums e. V.

1973 fanden die letzten Trambahneröffnungen in München statt, am 28.09.1973 wurde dabei die Verlängerungsstrecke der Tram 24 von Neuperlach Nord nach Neuperlach Zentrum in Betrieb genommen und zwei Tage später die Umleitungsstrecke der Tram 24 über Ramersdorf/Kirchseeoner Straße/Hechtseestraße.

Danach wurde nie wieder eine Trambahnneubaustrecke in München eröffnet, sieht man einmal von einigen Reaktivierungen stillgelegter Strecken ab. Bis gestern. Da wurde die Tram 23 eröffnet (ursprünglich als „Kasernentram“ bezeichnet, das sie zur ehemaligen Funkkaserne fährt; die Endhaltestelle „Schwabing Nord“ hieß in den Planungen zunächst „Funkkaserne West“). Der Südteil der Strecke (Münchner Freiheit bis Parzivalplatz) ist übrigens auch „nur“ eine Reaktivierung einer ehemals stillgelegten Strecke (unter anderem befuhr diesen mal die Linie 23!). Auch auf dem Nordteil fuhren schon mal Züge – wenngleich es Güterzüge waren. Richtig neu sind schienenmäßig eigentlich nur wenige Meter zwischen Parzivalplatz und Heckscherstraße.

Dem Spektakulären der Strecke tut dies keinen Abbruch: An der Münchner Freiheit wird in einer Art Tropfsteinhöhe gewendet. Der Mittlere Ring wird per Tram 23 in Schwabing Nord quert, die ebenso eine bemerkenswerte architektonische Leistung ist.

Die folgenden Fotos entstanden durchgehend am Eröffnungstag:

Tram 23 an der Münchner Freiheit
M-Wagen 2412 als Tram 23 am Eröffnungstag in der Tropfsteinhöhle an der Münchner Freiheit (12.12.2009) © Thomas Irlbeck
Tram 23 in Schwabing Nord
M-Wagen 2412 als Tram 23 in Schwabing Nord (12.12.2009) © Thomas Irlbeck
Tram 23 auf der Tragseilbrücke über den Mittleren Ring
M-Wagen 2412 Tram 23 auf der Schrägseilbrücke über den Mittleren Ring (12.12.2009) © Thomas Irlbeck
Tropfsteinhöhe an der Münchner Freiheit
Die Wartehalle an der Endstation Münchner Freiheit wirkt wie eine „Tropfsteinhöhe“ (12.12.2009) © Thomas Irlbeck
Tropfsteinhöhe an der Münchner Freiheit
„Tropfsteinhöhe“ (12.12.2009) © Thomas Irlbeck
Tram 23 an der Münchner Freiheit
M-Wagen 2412 als Tram in der Tropfsteinhöhle an der Münchner Freiheit (12.12.2009) © Thomas Irlbeck
Tram 23 an der Domagkstraße
M-Wagen 2412 als Tram 23 an der Haltestelle „Domagkstraße“ (12.12.2009) © Thomas Irlbeck
Tram 23 an der Münchner Freiheit
S-Wagen 2301 (Variobahn, Stadler) als Tram 23 an der Münchner Freiheit (12.12.2009) © Thomas Irlbeck
Tram 23 an der Münchner Freiheit
S-Wagen 2301 (Variobahn, Stadler) als Tram 23 an der Münchner Freiheit (12.12.2009) © Thomas Irlbeck
Tram 23 in Schwabing Nord
R-Wagen 2208 als Tram 23 in Schwabing Nord (12.12.2009) © Thomas Irlbeck

Weitere Bilder zum Bau und zur Eröffnung der Strecke gibt es im flickr-Album zur Tram 23 – hier klicken

Infos zur Trambahn in Neuperlach auf Neuperlach.org – hier klicken

Historische Bilder der Trambahn nach Neuperlach auf flickr – hier klicken

Neues aus Neuperlach – kleine Nachrichten aus den großen Häusern (Folge 1)

Werbung

Update: „Life“ eröffnet am 09.09.09 um 09 Uhr

Das neue Einkaufszentrum an der Albert-Schweitzer-Straße „Life“ eröffnet am 09.09.09 um 09 Uhr. 93 % der Flächen sind bereits vermietet. Ins life kommen: Aldi, Rewe Vollsortiment, Metzgerei Vinzenz Murr, Bio-Markt ALNATURA, Bäckerei Traublinger, eine Natursaftbar, eine Espressobar, Vodafone Mobilfunk, eine Apotheke, ein Blumenladen, ein Friseur, eine Reinigung, ein Reisebüro, ein Schlüsseldienst, ein Schreibwarengeschäft, der Mode-Discounter Ernsting’s family sowie dm Drogeriemarkt. Mit weiteren Anbietern werden noch Gespräche geführt. Quelle: Hallo, Ausgabe Ramersdorf-Perlach, vom 09.07.09.

Bäume weg

Am Karl-Marx-Ring 3-21 sollen 57 Bäume gefällt werden. Grund: Erneuerung eines Tiefgaragendachs sowie der Bau von Rampen als Zugang zu den Hochhäusern am Karl-Marx-Ring 3 und 5 für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Nur 17 Bäume sollen nachgepflanzt werden. Der Bezirksausschuss stimmte den Fällungen bereits zu, das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 07.07.2009, Seite 41 (Stadtausgabe)

Kinderkrippe kommt

Die Kinderkrippe an der Quiddestraße 35a kann nun gebaut werden, die Finanzierung ist gesichert. Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 07.07.2009, Seite 42 (Stadtausgabe)

Nach über 30 Jahren: Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes in Sicht

Zur Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes wurde nun ein Grundsatz- und Eckdatenbeschluss gefällt. Damit sind die Voraussetzung für den Start eines Wettbewerb zur Bebauung geschaffen. Seit mehr als drei Jahrzehnten laufen bereits Planungen und Diskussionen zur Bebauung des derzeit als Parkplatz genutzten Areals. Nun sollen ein Bürgerzentrum (unter anderem mit Volkshochschule, Stadtbibliothek und dem FestSpielHaus), Kneipen, Restaurants, Läden, Hotels und Wohnungen entstehen. Eine Umwandlung der Thomas-Dehler-Straße in eine Fußgängerzone wird geprüft. Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 06.07.2009, Seite 52 (Stadtausgabe)

Dünja ist da!

Das Internet- und Telefonlokal Dünja ist von der Ollenhauerstraße in das Marx-Zentrum, umgezogen. Die neuen Räume im Peschelanger 7 sind bereits geöffnet.

Verlängerung der Ständlerstraße mal wieder diskutiert

Bedrohte Idylle: Auf dieser Trasse würde die Verlängerung der Ständlerstaße verlaufen (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Auf dem „Verkehrsforum München Ost“ wurde mal wieder eine Verlängerung der Ständlerstraße ins Spiel gebracht. Damit soll die Putzbrunner Straße entlastet werden. Quelle: Südost-Kurier, 01.07.2009

Einstürzende Neubauten

Werbung

„Pavillon – Schräge Wände“ des Künstlers Kay Winkler an der Ständlerstraße (07.05.2009) © Thomas Irlbeck

Zugegeben, „einstürzende Neubauten“ gibt es in Neuperlach nicht. Bis auf ein paar marode Balkone in schwindelerregender Höhe ist Neuperlach noch stabil. Der Titel ist also ein Eye Catcher, der neugierig machen soll. Ein Trick. Obwohl, die Installation von Kay Winkler könnte durchaus „Einstürzende Neubauten“ heißen, tut sie aber nicht.

Mehr Kunst gibt es in der Rubrik Kunst von Neuperlach.org, die in Anbetracht der vielen Kunstinstallationen in Neuperlach immer noch viel zu klein ist.

Update: Langsam füllt sich die Kunstrubrik. Ein paar weitere wichtige Installationen wurden aufgenommen:

Blaue Spirale
„Die blaue Spirale“ von Louis Constantin, 1972 gebaut, 2001 an der Heinrich-Wieland-Straße auf der alten Trambahntrasse der Linie 24 installiert (17.05.2009) © Thomas Irlbeck
„Stahlskulptur“ von Alfred Aschauer, 1970 gebaut, steht vor dem AOK-Gebäude am Friedrich-Engels-Bogen 6, (17.05.2009) © Thomas Irlbeck

Mehr Fotos in höherer Auflösung gibt’s hier: http://www.flickr.com/photos/wolkenkratzer

Warum aus einer Fotorekonstruktion ein Unfallfoto wurde

Werbung

Eigentlich war ich heute unterwegs, um den Standort eines alten Fotos zu rekonstruieren*. Ich war auf der Suche der alten Trambahnschleife Neuperlach Nord. Ein Foto zeigt sie angeblich und ich suchte die Stelle, an der es entstanden sein könnte.

Ziemlich genau an der richtigen Stelle angekommen − es ging noch um vermutlich höchstens 20 Meter −, musste ich feststellen, dass sich dort eben ein Unfall ereignet hatte. Die Fotos habe ich trotzdem gemacht, aber ich habe mich nicht auffällig lange am Unfallort aufgehalten. Und dann doch nur auf die Unfallautos draufgehalten.

Unfall an der Ständlerstraße/Ecke Heinrich-Wieland-Straße. Ein Gaffer will ich eigentlich keiner sein… (05.05.2009) © Thomas Irlbeck
… Genau diese Stelle wollte ich aber ohnehin heute fotografieren. Aber ob mir das jemand abnimmt? (05.05.2009) © Thomas Irlbeck

* Die Geschichte glaubt mir keiner, aber genau so war es.

Neues Einkaufszentrum „Life“

Werbung

Die Bauarbeiten am neuen Einkaufszentrum „Life“ an der Albert-Schweitzer-Straße, welches das Plett-Zentrum ersetzt, laufen auf Hochtouren. Höchste Zeit, das mit einem Foto zu dokumentieren:

Es tut sich was am  „Life“ (06.09.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Das frühere Ladenzentrum des Plett-Zentrum, das im Westflügel des Baus untergebracht war, steht noch. Es ist in einem desaströsen Zustand und dient nur noch als Durchgang zur Fußgängerbrücke über die Ständlerstraße:

Nicht totzukriegen, obwohl es schon toter ist als tot: das Plett-Zentrum am 06.09.2008. Foto: Thomas Irlbeck

Nur ein paar Schritte von den Baumaschinen entfernt wartet der abbruchreife Ayinger Hof, der zum früheren Plett-Zentrum gehörte, begierig auf die Abrissbirne. Doch wann sie ihn in durch Zerlegung in seine Einzelteile erlösen wird, ist noch völlig unklar. Denn der Westflügel des Plett-Zentrum bleibt erst einmal wegen abweichender Eigentumsverhältnisse stehen.

Der traurige Rest der Gaststätte „Ayinger Hof“ im Plett-Zentrum am 06.09.2008. Foto: Thomas Irlbeck

Auch die Räume der ehemaligen Stadtbibliothek stehen leer und sind im Verfall begriffen. Sie wurden nach dem Umzug der Stadtbibliothek ins Quidde-Zentrum noch einige Zeit vom Gebrauchtwarenhaus Weißer Rabe genutzt, das aber auch inzwischen (Anfang 2007) das Plett-Zentrum verlassen hat:

Die ehemaligen Räume der Stadtbibliothek im Plett-Zentrum (06.09.2008). Foto: Thomas Irlbeck