Neues vom alten Plett-Zentrum

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Noch steht das alte Plett-Zentrum. Die zusehends verfallende Ruine dient nur noch als Durchgang zum pep und als nicht offizieller Treffpunkt junger Leute zum Alkoholkonsum. Wie Neuperlach.org berichtete, ist als Ersatz ein 8-geschossiger Gebäudekomplex mit Läden, Büros, Kitas und Wohnungen geplant. Eigentlich wurde der Abriss des maroden Baus schon für Ostern dieses Jahres erwartet. Doch es ist nichts aufgehoben, die Planungen laufen auf Hochtouren. Wie aus einer „Nachbarausfertigung des Vorbescheides für das Bauvorhaben“ der Stadt München hervorgeht, die Neuperlach.org vorliegt, hat die Stadt München keine Einwände gegen die geplante Nutzung. Es wird aber darauf hingewiesen, dass man keinen Bedarf für einen Kindergarten sehe, wohl aber für eine Kita. Das Planungsreferat bewertet ferner auch die geplanten Läden als kritisch, es seien keine „offenen Umsatzpotenziale mehr vorhanden“. Es wird darauf hingewiesen, dass die Läden zwar die Nord-Süd-Wegeverbindung (sprich die Verbindung Plettstraße – pep) aufwerteten, aber dies nur „eine Möglichkeit“ sei (Hervorhebung von Neuperlach.org). Wie nicht anders zu erwarten, wird dieser Verbindungsweg rund um die Uhr für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen (alles andere wäre auch eine Zumutung) und barrierefrei nach DIN 18040-1 ausgeführt.

Neues Plett-Zentrum (Modell)
Das Modell des neuen Plett-Zentrum (blaue Darstellung; die hellen Gebäude bestehen bereits; Einfärbung durch Neuperlach.org). Quelle: KSP JÜRGEN ENGEL ARCHITEKTEN GmbH. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Paulus2 Immobilien GmbH. Im rechten unteren Bereich ist das Einkaufszentrum Life zu sehen, rechts der bestehende Büro- und Ladenkomplex an der Albert-Schweitzer-Straße. Ebenso zu sehen: Wohnhäuser an der Plettstraße (ganz links sowie links oben)

Die Sonnenuhr auf dem Vorplatz wird verlagert, hier weist die Stadt darauf hin, dass dies „vor Ort mit der Bevölkerung einvernehmlich geregelt werden sollte“.

Da noch keine Baugenehmigung vorliegt, ist der genaue Baubeginn (und damit auch wohl der Abriss des alten Plett-Zentrum) noch offen. Es besteht aber Anlass zur Hoffnung, dass der morbide Bröckelbau bald dem Erdboden gleich gemacht wird.

Das alte Plett-Zentrum. Der Zustand ist … (Archivbild) © Thomas Irlbeck
… eine Katastrophe (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Plett-Zentrum wird platt gemacht

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Neues Plett-Zentrum (Modell)
Das Modell des neuen Plett-Zentrum (blaue Darstellung; die hellen Gebäude bestehen bereits; Einfärbung durch Neuperlach.org). Quelle: KSP JÜRGEN ENGEL ARCHITEKTEN GmbH. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Paulus2 Immobilien GmbH. Im rechten unteren Bereich ist das Einkaufszentrum Life zu sehen, rechts der bestehende Büro- und Ladenkomplex an der Albert-Schweitzer-Straße. Ebenso zu sehen: Wohnhäuser an der Plettstraße (ganz links sowie links oben)

Fast jeder Neuperlacher kennt den Bau zwischen der Albert-Schweitzer-Straße und der Plettstraße, der früher mal die Neue Heimat und das Ladenzentrum Plett-Zentrum beherbergte. Ein großer Teil des Baus wurde abgerissen und durch das Einkaufszentrum Life ersetzt, das 2009 eröffnet wurde. Der Teil, in dem die Läden des Plett-Zentrum sowie die Stadtbibliothek und der Ayinger Hof untergebracht waren, steht bis heute. Wobei steht noch wortbeschönigend ist. Längst ist der Bau eine Ruine und dient im Wesentlichen nur noch als Zugang zu einer Fußgängerbrücke, die über die Ständlerstraße führt. Diese Verbindung wird gerne genutzt, um zum Einkaufszentrum pep zu gelangen. Auch muss der Bau für eine Nebennutzung herhalten – oft trifft sich hier eine Gruppe junger Leute zum Biertrinken und für vermutlich nicht immer intellektuelle Unterhaltungen. Der Zustand des Baus ist katastrophal, alle Läden sind mit Brettern zugenagelt und von der Decke tropft das Wasser. Immerhin hat man nach Protesten eine Behelfsbeleuchtung angebracht, sodass der Weg auch im Dunkeln wieder vernünftig passierbar ist.

Nun aber soll der Zustand bald ein Ende haben. Wie der Südost-Kurier Perlach – Giesing – Ramersdorf vom 16.02.2011 berichtet, hat die Paulus2 Immobilien GmbH das Grundstück erworben und plant einen Gebäudekomplex mit Läden, Büros, Kitas und Wohnungen. Bis zu sieben Stockwerke (acht Geschosse) hoch werden die einzelnen Gebäudeteile. Diese Abstufung schafft einen weicheren Übergang zum recht flachen Einkaufszentrum Life mit seinen zwei Geschossen. Das Modell gibt eine Vorstellung vom neuen Bau:

Das Erdgeschoss ist für Läden und die Kitas vorgesehen, Stockwerk 1 für Büros und Gewerbe und die Stockwerke 2 bis 7 für Wohnungen (8.000 qm Gesamtfläche), die übrigens nicht mit Balkonen, sondern mit Terrassen ausgestattet werden. Aber auch der Vorplatz mit der Sonnenuhr soll umgestaltet werden. Den Planungen zufolge wird er begrünt und mit einem Spielplatz ergänzt. Die Sonnenuhr bleibt. Die Zufahrt zum Gebäudekomplex ist über die Albert-Schweitzer-Straße vorgesehen.

Noch dieses Jahr soll die Ruine abgerissen werden, Anfang 2013 soll der neue Bau bezugsfertig sein.

Kommentar

Da Wohnraum in München dringend benötigt wird, ist es zu begrüßen, dass man nun eine Mischnutzung mit hohem Wohnanteil realisiert. Auch Kitas werden gebraucht. Kritischer sind die geplanten Läden zu sehen. Denn im Einkaufszentrum Life stehen bis heute noch einzelne Läden leer. Auch ist in der Umgebung bereits heute eher ein Überangebot an Einkaufsmöglichkeiten vorhanden, allen voran das pep, das nur wenige Fußminuten entfernt ist. Entsprechend ist zu hoffen, dass noch Marktlücken gefunden werden und sich Ladengeschäfte etablieren können. Denn von leer stehenden Räumlichkeiten haben mindestens die ruinengeplagten Anwohner inzwischen genug.

Das alte Plett-Zentrum. Der Zustand ist eine Katastrophe (Archivbild) © Thomas Irlbeck
Der einzige Zweck der Ruine ist der Durchgang zum pep (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Einen heben, Teil 2

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Die Bewohner eines Neuperlacher Wohnhauses an der Plettstraße hat es hart getroffen. Der (einzige) Fahrstuhl ist wegen des Einbaus neuer Türen leider für 2-3 Wochen außer Betrieb. Das bedeutet den schweißtreibenden Aufstieg im Hochsommer. Bis zu 8 Stockwerke sind zu bewältigen. Derzeitiger Running Gag im Haus: Kommst du noch mal mit runter?

Die Pfeile gehen schon mal in die richtige Richtung (11.07.2010) © Thomas Irlbeck

Aber nach dem Einbau wird der Fahrstuhl Mehrwert bieten. Die neuen Teleskoptüren sind einfach schöner und vor allem praktischer als die alten Drehtüren.

Steinbruchstücke vom Einbau (11.07.2010) © Thomas Irlbeck

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Geteilt wie einen Kuchen …

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… hat man das Gebäude an der Albert-Schweitzer-Straße, das aus dem Verwaltungsbau der Neuen Heimat und dem Plett-Zentrum bestand. Der verbleibende Teil – das eigentliche Plett-Zentrum – steht noch und man sieht, dass hier ohne Rücksicht auf Verluste ein Gebäude einfach auseinander geschnitten wurde. Nicht nur die Trennstelle sieht so hässlich aus. Das Gebäude dient nur noch als Durchgang zum pep, und auch dieser Durchgang ist marode und alles andere als schön anzusehen. Ruinenatmosphäre und „Einstürzende Neubauten“-Feeling in einem Stadtteil, der an anderen Stellen so schön ist bzw. sein könnte. Wie es aussieht, werden die Neuperlacher noch lange mit diesem vergammelten Kuchenstück leben müssen, denn bis jetzt ist man über Gedankenspiele noch nicht so recht rausgekommen. Ursprüngliche Pläne, hier ein Sport- und Spielzentrum hinzusetzen, wurden verworfen.

Das alte Plett-Zentrum. Einfach in zwei Teile geteilt (14.03.2010) © Thomas Irlbeck
Der einzige Zweck der Ruine ist der Durchgang zum pep (14.03.2010) © Thomas Irlbeck

Ausgespielt – Investor zieht Pläne zurück

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Bis zu 120 Geldspielautomaten hätten aufgestellt werden sollen. Daraus wird nun nichts © Stihl024 / Pixelio

Das alte Plett-Zentrum neben dem Einkaufszentrum Life wird nun doch nicht durch ein Sport- und Spielzentrum mit Geldspielautomaten, Bowlingbahn, Internetcafé und Fitnessstudio ersetzt (Neuperlach.org berichtete), der Investor hat seine Pläne zurückgezogen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe (27.11.2009, Seite 45, Stadtausgabe). Da es derzeit keinen weiteren Interessenten gibt, könnte das ruinenartige Gebäude somit noch jahrelang als Schandfleck bestehen bleiben. Derzeit dient das heruntergekommene Gebäude nur noch als Durchgang zum Einkaufszentrum pep. Günther Dichtl (SPD), Bauausschuss-Vorsitzender des Bezirksausschusses 16, würde auf dem Areal gern ein Nahbereichszentrum mit zusätzlichen Mietwohnungen oder/und Altenbetreuung sehen. Dies erlaubt aber der derzeitig gültige Bebauungsplan nicht.

Spiel- und Sportzentrum als Ersatz für altes Plett-Zentrum?

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Das alte Plett-Zentrum ist seit Jahren zur Ruine verkommen – alle Läden stehen leer, der Beton bröckelt, es tropft wie in der besten Tropfsteinhöhle. Nur noch als Durchgang zum pep scheint der Bau eine Existenzberechtigung zu haben.

Nun soll das abbruchreife Gebäude einem Spiel- und Sportzentrum weichen. In dem neuen Zentrum sollen Bowlingbahnen, sechs bis zehn Spielhallen mit jeweils zwölf Glücksspielautomaten, ein Internetcafé und ein Fitnessstudio Platz finden. Ein Vorantrag auf den Bau wurde bereits gestellt. Die Lokalbaukommission will das Vorhaben aber verhindern, da sich Wohngebäude in unmittelbarer Nähe befinden würden und die verkehrliche Anbindung zu schlecht sei. Das Problem aber ist, dass der derzeit gültige Bebauungsplan ein Spiel- und Sportzentrum erlaubt, selbst ein Bordell wäre zulässig.

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 12.11.2009, Seite S2, Stadtausgabe.

Nicht mehr ganz aktuell ist dieses Bild aus dem Archiv. Das Plett-Zentrum war bereits vor über einem Jahr in einem absolut desolaten Zustand © Thomas Irlbeck
Ein etwas neueres Bild vom alten Plett-Zentrum (im Vordergrund, rechts). Im Hintergrund das neue Einkaufszentrum Life (09.09.2009) © Thomas Irlbeck

Top 3 der Fußfallen und Langsamfahrstellen, die einen zur Raserei bringen

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Dumm gelaufen. Hier läuft nichts wie geschmiert, derjenige, der sich das ausgedacht hat, hat vermutlich ein Rad los. Im Folgenden werden die dümmsten Stellen für Fußgänger und Radler in Neuperlach präsentiert.

Platz 1 – Aufgespießt: die Schranke für Schlanke am Überweg Kurt-Eisner-Straße

Schön lang ist die Schranke, damit nur noch Schlanke durchpassen. Vermutlich sollen hier nicht nur Pkws an der Durchfahrt gehindert werden, sondern auch Radler ausgebremst werden. Damit hier niemand zu schnell durchradelt, hat man noch einmal eigens ein paar Zentimeter Rohr an die Schranke vorne drangeschweißt, damit die radelnden Raser am Lenker order Fahrradkorb sicher an der Schranke hängenbleiben. Der Durchgang ist so schmal, dass besonders vollschlanke Personen, überbreite Kinderwägen oder Rollstühle zum Teil kaum mehr durchpassen. Diese geniale Idee verdient 10 von 10 Punkten.

Durch dieses Nadelöhr müssen Fußgänger und Radler, wenn sie über das Neuperlacher Fußwegsystem Richtung U-Bahn Quiddestraße wollen oder von dieser kommen. Bei breiten Kinderwägen oder Rollstühlen kann dies schnell knapp werden. Links und rechts an der Schranke vorbei geht es auch, man muss aber dann über den Rasen, den man bestimmt nicht betreten darf. Außerdem ist es hier (zwischen Mülleimer und Stange) auch nicht viel breiter (11.01.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Die Schranke für Schlanke in voller Pracht (11.01.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Platz 2 – Zutritt nur für Astronauten: die Mondlandschaft im Marx-Zentrum

Als Park und Spielplatz war sie geplant, die riesengroße Dachterrasse auf der Mittelinsel im Marx-Zentrum. Die ersten Jahre war sie das auch, sie war noch mehr, der Stolz des Marx-Zentrum. Heute sind aber die Aufgänge mit Gittern zugesperrt, das Dach zur Mondlandschaft verkommen. Da immer wieder Personen das Dach betraten, hat man in den vergangenen Jahren in mehreren Etappen immer mächtigere Gitter angeschraubt. Viele Bewohner haben einen Blick ins Grüne. Bewohner im Marx-Zentrum haben dagegen einen Blick auf einen hässlichen Steinbruch. Dieser architektonische Wahnsinn reicht noch für 9,99 Punkte.

(Bilder entfernt)

Platz 3 – Nur für Katzen: dunkler Durchgang Plettstraße <–> pep

Tagsüber nicht schön anzuschauen, aber man sieht was. Nachts ist er es hier zappenduster, was den Vorteil hat, dass man nicht nur nichts sieht, sondern auch das Hässliche nicht mehr zu Gesicht bekommt (Archivfoto). Foto: Thomss Irlbeck

Zum pep geht es hier, und wieder zurück. Theoretisch. Leider hat man offenbar beim Ausräumen des ehemaligen Plett-Zentrum, das nur noch als Durchgang fungiert, auch die Lampen mitgenommen, denn die Betonruine ist nun völlig unbeleuchtet. Wer nicht zufällig eine Katze ist, kann den Durchgang bei Dunkelheit kaum noch benutzen. Dabei wollen viele diesen Durchgang benutzen, um im pep einzukaufen. Dem im näher gelegenen Quidde-Zentrum gibt es ja keine Lebensmittel mehr. Die Alternativroute führt über die Brücke der Albert-Schweitzer-Straße, was einen schönen Umweg bedeutet. Das ist 9,98 Punkte wert.

Neues Einkaufszentrum „Life“

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Die Bauarbeiten am neuen Einkaufszentrum „Life“ an der Albert-Schweitzer-Straße, welches das Plett-Zentrum ersetzt, laufen auf Hochtouren. Höchste Zeit, das mit einem Foto zu dokumentieren:

Es tut sich was am  „Life“ (06.09.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Das frühere Ladenzentrum des Plett-Zentrum, das im Westflügel des Baus untergebracht war, steht noch. Es ist in einem desaströsen Zustand und dient nur noch als Durchgang zur Fußgängerbrücke über die Ständlerstraße:

Nicht totzukriegen, obwohl es schon toter ist als tot: das Plett-Zentrum am 06.09.2008. Foto: Thomas Irlbeck

Nur ein paar Schritte von den Baumaschinen entfernt wartet der abbruchreife Ayinger Hof, der zum früheren Plett-Zentrum gehörte, begierig auf die Abrissbirne. Doch wann sie ihn in durch Zerlegung in seine Einzelteile erlösen wird, ist noch völlig unklar. Denn der Westflügel des Plett-Zentrum bleibt erst einmal wegen abweichender Eigentumsverhältnisse stehen.

Der traurige Rest der Gaststätte „Ayinger Hof“ im Plett-Zentrum am 06.09.2008. Foto: Thomas Irlbeck

Auch die Räume der ehemaligen Stadtbibliothek stehen leer und sind im Verfall begriffen. Sie wurden nach dem Umzug der Stadtbibliothek ins Quidde-Zentrum noch einige Zeit vom Gebrauchtwarenhaus Weißer Rabe genutzt, das aber auch inzwischen (Anfang 2007) das Plett-Zentrum verlassen hat:

Die ehemaligen Räume der Stadtbibliothek im Plett-Zentrum (06.09.2008). Foto: Thomas Irlbeck