Wendelstein oder Schein?

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Ein Blick von meiner Loggia in München Neuperlach Richtung Alpen. Wie soll man bei dem herrlichen Alpenpanorama arbeiten? Das ist Ablenkung pur.

Wendelstein zum Greifen nahe. Neuperlach liegt fast in den Alpen (16.04.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Mir wird es langsam zu bunt!

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Nachdem man die Kräne am Pflegeheim Neuperlach schon vor Urzeiten abmontiert hat, ist es Zeit, wieder einen neuen aufzustellen. Zur „Begrünung“ des Daches ist die Begründung. Leider ist das Wetter flau, die Farben lasch, die Atmosphäre trüb. Ein Griff zur richtigen Brille macht die triste Welt der großen Arbeitsmaschinen aber bunt. Gewissermaßen der „Bunt der Ehre der Kranführer“.

Was für eine Brille der da wohl aufhat? (16.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Und so sieht das Ergebnis am Sonntag=Sonne aus. Wann das Dach nun wirklich grün wird? (19.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck

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Dachbegrünung Nahaufnahme vom Vortag (18.04.2009).

Keine Haarspalterei: Um Haaresbreite (Bilderstrecke)

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Eng geht es derzeit hier zu. Sehr eng. Denn das Pflegeheim wird an das Fernwärmenetz angeschlossen und entsprechend die Straße für acht Wochen „geöffnet“. Die freundlichen Baustellenleute haben einen Slalomkurs eingerichtet, damit die Löcher im Boden umfahren werden können.

Siehe hierzu:

Was rollt denn da von vorne an? Ein schicker MVG-Gelenkbus der Linie 197 Innenring. Ob das mal gut geht? (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck
Beim Slalomfahren ist höchste Präzision angesagt. Wenn der Bagger nicht da stünde, wäre alles einfacher (15.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Jetzt geht es wirklich um die sprichwörtlichen Millimeter. Aber die Barke bleibt stehen (15.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Aus verschiedenen Perspektiven … (15.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
… wird erkennbar … (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck
… wie eng es hier zugeht (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck
An der Seite hätte kaum noch eine Briefmarke Platz. Der Mischer lädt hier nichts ab, der will nur durch. Aber wie, wenn es hier so eng ist wie in der U-Bahn zur Wiesn-Zeit? (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck

Autobushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen verlegt

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Fahrgäste müssen umdenken: Im Rahmen des Anschlusses des Pflegeheim Neuperlach an das Fernwärmenetz der SWM wurde die Autobushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen der Linie 197 Innenring und der Nachtlinie N45 heute nach Süden verlegt. Die Kraftbusse der MVG halten jetzt die nächsten rund acht Wochen unmittelbar nach der Kreuzung Karl-Marx-Ring/Friedrich-Engels-Bogen.

Die Haltestelle Friedrich-Engels-Bogen der Linie 197 Außenring ist nicht betroffen.

Trotz auffälliger Beschilderung warten immer wieder Fahrgäste an der aufgehobenen Haltestelle. Eine Fahrgästin (ja, ich weiß, das Wort gibt’s gar nicht) musste ich erst lange überreden, bevor sie sich auf den Weg zur Ersatzhaltestelle machte.

Das sieht nicht gut aus (07.04.2009). Vom 07.04.2009 an halten hier rund acht Wochen keine Omnibusse mehr. Foto: Thomas Irlbeck

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Die Ersatzhaltestelle ist für viele noch ungewohnt (07.04.2009).

Dort, wo sonst die schicken Gelenkbusse der MVG halten, um Hinz und Kunz zur Untergrundbahn zu kutschieren, wird nun eine ganz andere Art der Beförderung vorbereitet – der Transport von Wärme, damit es Opa Friedrich Franz in seinem neuen Pflegeheim auch richtig schön warm hat (07.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Das Pflegeheim Neuperlach steht kurz vor dem Anschluss an das Fernwärmenetz (10.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Gier nach Neuem

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Alles neu (03.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Eine neue Kamera, ein neues Wetter und ein neugieriger Blick von der hauseigenen Dachterrasse (nicht neu) sind die Ingredienzen für ein Lichtkunstbild aus Neuperlach hinüber zu den Nachbarn des SZ-Verlags in Zamdorf (SV-Hochhaus rechts oben im Bild). Deren Haus (es ist brandneu) misst 99,95 Meter. In der Bildmitte oben das Hypo-Haus (114 Meter). Im Vordergrund übrigens das Ärztehaus im Marx-Zentrum und – angeschnitten – das Bürohaus Peschelanger (rechts), das die Gesetze der Optik bricht.

Etwas im Schilde führen

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In Deutschland gibt es viele Schilder. Nun gibt es ein weiteres. Ein schönes Schild hat da die AOK an ihrem Parkplatzende fast unmittelbar vor meinem Haus aufgestellt.

Würde man das Schild auch ohne den erklärenden Text verstehen?

Hier trifft man sich (31.03.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Hanns-Seidel-Platz: Parken mit Haken

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Seit längerem gibt es Pläne, für das Parkieren am Hanns-Seidel-Platz Geld zu nehmen. Vorerst bleibt das Parkieren aber nun doch kostenlos. Das berichtet „Hallo“ in seiner heutigen Ausgabe „Ramersdorf-Perlach“. Fast hätte es eine Einigung der Stadt München mit dem Bayerischen Roten Kreuz gegeben, das als Bewirtschafter aufgetreten wäre. Doch nun sucht man einen Generalbetreiber, der ab 2010 die Zuständigkeit für sämtliche städtischen Parkplätze erhalten soll. Die Polizei hatte zwischenzeitlich sogar gefordert, den Parkplatz gegen das Befahren zu sperren, da der Platz verwahrlost sei und in der Nacht Autorennen stattfinden würden und auch schon Camper gesehen worden seien. Wegen des Parkdrucks sei dies dem Bürger aber kaum zu vermitteln.

Quelle: Hallo vom 26.03.2009, Ausgabe „Ramersdorf-Perlach“, Seite 1 und 4.

Wer ist für eine Parkgebühr, wer dagegen?

Da der Platz ohnehin mittelfristig bebaut wird, hat es sich hier in wenigen Jahren ohnehin ausgeparkt. Siehe hierzu: Tausend Mal geparkt – 30 Jahre nichts passiert

Der Hanns-Seidel-(Park)platz. Noch ist hier das Parkieren kostenlos. Diiese Möglichkeit wird einfrig genutzt, vor allem zum Einkaufen im pep. Aber wohl nicht mehr lange. Und bebaut werden soll der Platz ja auch mittelfristig, spätestens dann ist das Parkieren hier nur noch in den Geschichtsbüchern nachzulesen (Archivfoto). Foto: Thomas Irlbeck

Warum in Neuperlach bald „Klassitscheskie Kotlety“ auf den Tisch kommen

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Am 17. März eröffnet der Mix Markt im Quidde-Zentrum (Neuperlach.org berichtete, siehe Warum Wiederauferstehung auch ohne Rollsteig funktioniert).

Update: stadtneurotiker.org hat einen sehr gelungenen Erfahrungsbericht zum Mix Markt veröffentlicht.

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Impressionen von der baldigen Mix Markt-Eröffnung (11.03.2009).

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Die russischen Wurzeln des Mix Markt bleiben nicht im Verborgenen (11.03.2009).

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Hier sieht alles schon sehr fortgeschritten aus (11.03.2009).

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Vom Tellerwäscher zum Millionär

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Zumindest fast, zumindest vielleicht. Wo bekommt man schon ein fertig eingerichtetes Reisebüro zum Schnäppchenpreis? Einen Hundeparkplatz gibt’s auch dazu. Mit dem Geldverdienen kann es dann gleich losgehen. Gesehen im Marx-Zentrum, Peschelanger 13.

Ein Reisebüro mit allem Drum und Dran … (10.03.2009). Foto: Thomas Irlbeck
… für lau (10.03.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Noch mehr Leere

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Die Leerstände im Marx-Zentrum nehmen weiter zu. Das Bekleidungsgeschäft NKD („Niedrig Kalkuliert Discount“) schließt. Damit gibt es in Kürze im Marx-Zentrum keine Bekleidung mehr zu kaufen. Früher drehte man hier seine Bahnen im Hallenbad des Marx-Zentrum. Später wurde das Hallenbad in eine Judoschule umgewandelt. Dann kam der Betonmischer und das Becken wurde zubetoniert. Es entstanden zwei neue Ladengeschäfte, darunter der NKD. Nun geht auch dieses unter wie ein Bleigürtel im Wasser.

Der NKD im Marx-Zentrum schließt (18.01.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Relaunch am Kiosk

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Nach vielen Jahren Leerstand hat er nun wieder geöffnet, der Kiosk an der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Ecke Karl-Marx-Ring (Neuperlach.org berichtete, siehe Wie Phönix aus der Asche – der Kiosk am Karl-Marx-Ring öffnet bald wieder und Bildungsoffensive am Kiosk), der nun „Kiosk Martina“ heißt. In einem frisch renoviertem, freundlichen Verkaufsraum steht Antonio hinterm Tresen. Ein neues Konzept soll die Kasse zum Klingeln bringen. Neben Zeitungen, Getränken und Süßigkeiten zum Mitnehmen bietet Antonio auch kleinere warme Mahlzeiten und Kaffee an. MVG-Fahrscheine und die Lotto/Toto-Annahme sollen in Kürze dazukommen.

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Top 3 der Fußfallen und Langsamfahrstellen, die einen zur Raserei bringen

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Dumm gelaufen. Hier läuft nichts wie geschmiert, derjenige, der sich das ausgedacht hat, hat vermutlich ein Rad los. Im Folgenden werden die dümmsten Stellen für Fußgänger und Radler in Neuperlach präsentiert.

Platz 1 – Aufgespießt: die Schranke für Schlanke am Überweg Kurt-Eisner-Straße

Schön lang ist die Schranke, damit nur noch Schlanke durchpassen. Vermutlich sollen hier nicht nur Pkws an der Durchfahrt gehindert werden, sondern auch Radler ausgebremst werden. Damit hier niemand zu schnell durchradelt, hat man noch einmal eigens ein paar Zentimeter Rohr an die Schranke vorne drangeschweißt, damit die radelnden Raser am Lenker order Fahrradkorb sicher an der Schranke hängenbleiben. Der Durchgang ist so schmal, dass besonders vollschlanke Personen, überbreite Kinderwägen oder Rollstühle zum Teil kaum mehr durchpassen. Diese geniale Idee verdient 10 von 10 Punkten.

Durch dieses Nadelöhr müssen Fußgänger und Radler, wenn sie über das Neuperlacher Fußwegsystem Richtung U-Bahn Quiddestraße wollen oder von dieser kommen. Bei breiten Kinderwägen oder Rollstühlen kann dies schnell knapp werden. Links und rechts an der Schranke vorbei geht es auch, man muss aber dann über den Rasen, den man bestimmt nicht betreten darf. Außerdem ist es hier (zwischen Mülleimer und Stange) auch nicht viel breiter (11.01.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Die Schranke für Schlanke in voller Pracht (11.01.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Platz 2 – Zutritt nur für Astronauten: die Mondlandschaft im Marx-Zentrum

Als Park und Spielplatz war sie geplant, die riesengroße Dachterrasse auf der Mittelinsel im Marx-Zentrum. Die ersten Jahre war sie das auch, sie war noch mehr, der Stolz des Marx-Zentrum. Heute sind aber die Aufgänge mit Gittern zugesperrt, das Dach zur Mondlandschaft verkommen. Da immer wieder Personen das Dach betraten, hat man in den vergangenen Jahren in mehreren Etappen immer mächtigere Gitter angeschraubt. Viele Bewohner haben einen Blick ins Grüne. Bewohner im Marx-Zentrum haben dagegen einen Blick auf einen hässlichen Steinbruch. Dieser architektonische Wahnsinn reicht noch für 9,99 Punkte.

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Platz 3 – Nur für Katzen: dunkler Durchgang Plettstraße <–> pep

Tagsüber nicht schön anzuschauen, aber man sieht was. Nachts ist er es hier zappenduster, was den Vorteil hat, dass man nicht nur nichts sieht, sondern auch das Hässliche nicht mehr zu Gesicht bekommt (Archivfoto). Foto: Thomss Irlbeck

Zum pep geht es hier, und wieder zurück. Theoretisch. Leider hat man offenbar beim Ausräumen des ehemaligen Plett-Zentrum, das nur noch als Durchgang fungiert, auch die Lampen mitgenommen, denn die Betonruine ist nun völlig unbeleuchtet. Wer nicht zufällig eine Katze ist, kann den Durchgang bei Dunkelheit kaum noch benutzen. Dabei wollen viele diesen Durchgang benutzen, um im pep einzukaufen. Dem im näher gelegenen Quidde-Zentrum gibt es ja keine Lebensmittel mehr. Die Alternativroute führt über die Brücke der Albert-Schweitzer-Straße, was einen schönen Umweg bedeutet. Das ist 9,98 Punkte wert.

Ein gutes neuperliges Jahr 2009!

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Neuperlach.org bedankt sich bei den treuen Fans! 2009 wird Neuperlach.org noch perliger und spritziger!

Das erste (leider etwas unscharfe) Foto des neuen Jahres mit Silvester-Impressionen aus Neuperlach (01.01.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Warum es falsch ist, das Halten von Lasteneseln in Wohnungen zu verbieten

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Der Vorhang im Rewe Quidde-Zentrum ist unten – für immer. Erst laufen, dann kaufen ist nun das Motto – oder: so weit die Füße tragen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag erinnern von außen nur noch die grün-roten Streifen daran, dass hier vor wenigen Tagen noch das Kühlregal summte und das Geschäft brummte (26.12.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Aus und vorbei, der Rewe im Neuperlacher Quidde-Zentrum ist für immer dicht. Er öffnet wie angekündigt nach Weihnachten nicht mehr. Eine schöne Bescherung, denn im Quidde-Zentrum gibt es nun keine frischen Lebensmittel mehr. Und Dosen sind auch keine Lösung, zumal es die dort nun auch nicht mehr gibt.

Wem die in der Nähe befindlichen, aber außerhalb des Quidde-Zentrum befindlichen Discounter Lidl und Penny nicht ausreichen, der kann nun den langen Fußmarsch bis zum Rewe im Marx-Zentrum antreten (rund 20 Minuten). Danach geht es retour (Sie werden es nicht glauben, noch einmal 20 Minuten). Schade, dass die meisten Hausverwaltungen in Neuperlach das Halten eines Lastenesels in der Etagenwohnung strengstens untersagen. Erst voraussichtlich im kommenden Herbst gibt es wieder einen Rewe in der näheren Umgebung – im „Life“ an der Albert-Schweitzer-Straße (siehe auch Update etwas weiter unten).

Was aber wird aus dem Quidde-Zentrum? Mit einem Schreibwarengeschäft, einem Konditor, einer Apotheke, einer Stadtbibliothek, einem Frisör und einer Stadtsparkasse kann das Quidde-Zentrum noch viel bieten, aber keine wirkliche Nahversorgung mehr leisten. Macht bald im Quidde-Zentrum der Letzte das Licht aus?

Frohes Fest

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Ich wünsche allen Besuchern des Neuperlach-Blogs ein frohes Fest, ein paar geruhsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Krippe © Ruth Rudolph / Pixelio
Mit dem legendären Weihnachtsbaum am Rockefeller Center können wir hier in Neuperlach nicht mithalten. Bei uns ist alles kleiner und bescheidener. Der offizielle Weihnachtsbaum in unserer Einkaufserlebniswelt Marx-Zentrum strahlt dennoch (23.12.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Lichtspiele

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(Bilder entfernt)

Die Renovierung des Bürogebäudes am Peschelanger 3 (am Marx-Zentrum in München Neuperlach) neigt sich dem Ende. Früher war hier die Burger King-Zentrale untergebracht. Seitdem steht das Haus in weiten Teilen leer.

Nun wirbt eine riesengroße Tafel für neue Mieter. Ob das lichtdurchflutete Haus ohne Schatten bald neue Mieter findet?

Gibt es nicht eigentlich nicht das geflügelte Wort: „Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten“? Ist somit die Werbetafel in sich widersprüchlich?

Bildungsoffensive am Kiosk

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Der Kiosk an der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Karl-Marx-Ring steht vor der Wiedereröffnung (siehe auch Wie Phönix aus der Asche).Vieles wird neu sein, so auch der Name, in Zukunft trifft man sich am „Kiosk Martina“.

Erstaunlich ist die Wandlung von der Trinker- und Spielerbude zum intellektuellen Tempel. Zwar wird man hier vermutlich auch in Zukunft noch Alkoholika kaufen und Lottoscheine ausfüllen können, aber man darf das natürlich nicht mehr so laut sagen. Der Zeitgeist verbietet dies, zumal man sich mit den „Spirituosen“ nur die Leber kaputtmacht und selbst von „Lotto/Toto“ spielsüchtig werden kann. Daher mussten diese Begriffe und die vier Brauereilogos weichen und wurden durch Begriffe aus der „Weltliteratur“ ersetzt − „Münchner Merkur“ statt Schnaps, „Süddeutsche Zeitung“ statt Lotto.

(Bilder entfernt)

Wie Phönix aus der Asche – der Kiosk am Karl-Marx-Ring öffnet bald wieder

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Bereits von Anfang an war er fester Bestandteil von Neuperlach – der Kiosk an der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Karl-Marx-Ring. Er war für die Neuperlacher eine gern genutzte Möglichkeit, nach Ladenschluss oder am Sonntag ein paar Dinge einzukaufen, hatte er doch täglich bis 20:00 geöffnet (man erinnere sich daran, dass bis 1996 die Geschäfte Montag bis Freitag spätestens um 18:30 schließen mussten).

Am Kiosk war die ersten Jahre immer viel Betrieb zu beobachten, kein Wunder, befand sich doch die Trambahnhaltestelle „Karl-Marx-Ring“ direkt vor dem Kiosk. Auch das nur wenige Meter entfernte Schulzentrum Nord mit dem Werner-von-Siemens-Gymnasium und der „Orientierungsstufe“ brachte ausgabefreudige Kundschaft, wenngleich Letztere sich zumindest in den Schulpausen gegen die eiserne Hausordnung hinwegsetzen musste, um in den Genuss des Kioskeinkaufs zu gelangen, verbietet diese doch strengstens (wohl aus Versicherungsgründen), das Schulgelände innerhalb der Schulzeit zu verlassen.

Als 1980 die Trambahn stillgelegt wurde, lief das Geschäft offenbar nicht mehr so gut. Zwar gab es als würdigen Ersatz die U-Bahn, doch deren nächste Haltestelle „Quiddestraße“ ist knapp fünf Gehminuten entfernt. Laufkundschaft von der U-Bahn verirrte sich kaum zum Kiosk.

Wohl als Folge dessen wurden die Verkaufszeiten reduziert, fortan legte man am Dienstag einen Ruhetag ein. Dann aber kam die Schließung, die per Schild mit „privaten Gründen“ begründet wurde. Der Kiosk verfiel zusehends.

Doch jetzt wird der Kiosk saniert, und die Neuperlacher dürfen sich auf eine baldige Wiedereröffnung freuen. Ob das Geschäft allerdings so gut laufen wird? Das Schulzentrum Nord ist nämlich wegen Renovierung derzeit geschlossen. Allerdings sind in Neuperlach Nord und Ost entscheidende Möglichkeiten eines kleinen Einkaufs am Sonntag weggefallen. Die Tankstelle am Karl-Marx-Ring 48 etwa wurde im Juli dieses Jahres geschlossen und abgerissen (siehe Bericht in der Rubrik „Historisches“). Es gibt zwar eine weitere Tankstelle an der Quiddestraße, die aber für diejenigen, die im Nordosten oder Osten von Neuperlach wohnen (z.B. im Marx-Zentrum), zu weit entfernt ist, um wirklich attraktiv zu sein.

Daher ist sicher ein gewisses Potenzial da. Allerdings kann der Kiosk keinen Ersatz für einen kleinen Laden leisten, wie ihn die Tankstelle am Karl-Marx-Ring bot, dazu dürfte der Lagerplatz für ein umfangreiches Warensortiment zu klein sein. Auch muss man davon ausgehen, dass der Kiosk weiterhin nur bis 20:00 öffnen wird, die Tankstelle war hier mit 22:00 erheblich großzügiger.

Deutschland Schilderwald

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In Deutschland ist alles per Schilder geregelt. Selbst der öffentlich verbürgte Durchgang wird mit einem Schild vor Eindringlingen (Besucher, Postboten, Tiere) abgesichert. Vielleicht hält sich ja jemand dran.

Ein schönes Schild vor einer noch schöneren Wohnanlage in Neuperlach (18.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Weitere Schildersünden gibt es auf neuperlach.info

Ein Dach über dem Kopf

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Das Pflegeheim Neuperlach am Friedrich-Engels-Bogen steht kurz vor dem Richtfest. Der Aufbau des Tonnendachs hat bereits begonnen.

Pflegeheim Neuperlach aus über 20 Metern Höhe gesehen. Noch steigt man Ihnen hier aufs Dach, denn der Aufbau desselbigen ist im vollen Gange (01.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Ansicht vom Karl-Marx-Ring. Von der unmittelbar hinter dem Bau liegenden Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62, immerhin 9 Stockwerke hoch, ist fast nichts mehr zu sehen (02.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Noch eine Ansicht vom Kal-Marx-Ring (02.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Das könnte auch irgendwo in Schwabing sein, so eng, wie es hier zugeht (02.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck