Volles Rohr

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Ein Holzstab stützt das Rohr. Es soll ja schließlich nicht einknicken (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Heute habe ich mal wieder am Pflegeheim Neuperlach (es öffnet 16.09.2009 seine Pforten) fotografiert. Die Küche befindet sich im Souterrain des Hauses. Ein mächtiges Rohr mit integrierter Filteranlage schlängelt sich unter der Eingangsbrücke nach oben, um Luft anzusaugen.

Nachdem dieses Rohr bereits auf flickr für Beachtung gesorgt hat, habe ich das Rohr einmal von einigen Blickwinkeln aufgenommen und ein paar andere Dinge im nahen Umfeld für die Nachwelt festgehalten.

Diese und weitere Bilder vom Pflegeheim gibt es in höherer Auflösung auch auf flickr – einfach hier klicken

Das Rohr glänzt, es bezieht aber offenbar derzeit noch Stütze. Es sieht mächtig aus, das Rohr. Immerhin kocht man selbst und für 150 Bewohner plus Personal reicht eine Dunstabzugshaube vom Discounter nun mal nicht aus.

Am Rohr (05.09.2009) © Thomas Irlbeck
Kein Periskop (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Ein U-Boot-Periskop verbirgt sich nicht in diesem Rohr, auch wenn das schöne Objekt aus der Tiefe kommt:

Die Fenster spiegeln auch sehr schön (05.09.2009) © Thomas Irlbeck
Der Innenhof nähert sich seiner Fertigstellung (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Der Innenhof wird offenbar komplett eingezäunt. Schade, offen sähe es besser aus.

Vorbereitung zur Einfriedung des Innenhofs (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Die schönen Kinder-Malereien auf der Wand im Hintergrund, die noch vom alten Kindergarten respektive 6-Eck stammen, hat man nun übermalt:

Die Wand wurde in Grau übermalt (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Auf diesem älteren Foto sieht man noch die schönen Malereien:

Die Malereien sind inzwischen Geschichte (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Ein Teich wäre idyllischer gewesen als ein Brunnen. Aber der Teich wurde aus Sicherheitsgründen verworfen. Aber ein Designer-Brunnen kann ja auch was Schönes sein, selbst wenn er sehr klein ausfällt:

Kein Teich, aber ein Brunnen führt ja auch Wasser (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Schreib dich nicht ab – wie früher (nicht) abgeschrieben wurde

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Laut Fotograf sehen wir hier den originalen Crystal Lake aus Freitag, der 13. Teil 1. Dieser liegt in North Jersey, dem nördlichen Teil des US-Bundesstaats New Jersey. Foto: road_less_trvled / Lizenz siehe: flickr

Es ist eine gähnend langweilige, da allgemein bekannte Erkenntnis, dass es im Internet nahezu alles zu finden gibt. Die Recherchemöglichkeiten wissen Schüler zu schätzen, so lassen sich die Hausaufgaben mit einigem Geschick aus diversen Quellen so „abschreiben“, dass allenfalls nur noch vage Ähnlichkeiten zu Wikipedia & Co erkennbar bleiben. Auf diese Weise werden die Hausaufgaben gerettet und man kann sich wichtigeren Dingen widmen.

Das Problem des Abschreibens gab es aber auch früher schon. Man schrieb halt die Hausarbeiten in der Klasse untereinander ab. Um dem einen Riegel vorzuschreiben ähhh… vorzuschieben, führten Lehrerinnen zum Teil individuelle Hausaufgaben ein. So bekam z.B. jeder Schüler bei einer Buchinterpretation eigene zu bearbeitende Teilkapitel im Buch. Das war eine Art unüberwindbarer Kopierschutz. Jetzt musste ich mich in meiner Schulzeit tatsächlich mit diversen „seltsamen“ Büchern beschäftigen. Dabei sah ich (natürlich war ich inzwischen 18) lieber Filme wie „Freitag, der 13. Teil x von y“. Diese Filme sind natürlich ganz schlimm und niveaulos und fast alle indiziert oder sogar beschlagnahmt. Also nichts für Kinderaugen!

Neuperlach kann nur mit dem Baggersee (Rothsee) im Truderinger Wald dienen. Ein Camp gibt es dort auch nicht (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Es ist eine Binsenweisheit, dass man auch über solche Filmreihen seit Jahren alles im Internet finden kann. Da sich Neuperlach.org mehr um die Schönheit der Welt kümmert (z.B. durch Veröffentlichung schöner Fotos der schönsten Hochhäuser in Neuperlach), soll es hier bei einem schönen Foto von einem originalen Filmschauplatz – ja, hierzu passend gibt es z.B. bei flickr unzählige Alben und Gruppen – belassen werden.

Nessie und die Sonnenblume

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Sonnenblume (28.08.2009) © Thomas Irlbeck

In der nachrichtenarmen Zeit AKA Sommerloch holt man ganz gerne Nessie aus seinem Loch Ness. Ich begnüge mich mit der Aufnahme einer Sonnenblume, die ich gestern im Mangfalltal schoss.

Hier klicken für Album mit diesem und weiteren Fotos in höherer Auflösung aus dem Mangfalltal

Hier klicken für dazugehörige Diashow

Neuperlach ist überall (2)

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Edeka Peschel
Edeka Peschel (24.08.2009) © Thomas Irlbeck

Der Peschelanger ist eine der bekanntesten Straßen in Neuperlach, schließlich haben das Ärztehaus und viele Geschäfte des Marx-Zentrum eine Adresse am Peschelanger. Benannt ist der Peschelanger nach Max Peschel, der unter anderem Direktor der Landesversicherungsanstalt Oberbayern und Mitglied des Bayerischen Landtags für die SPD von 1928 bis 1933 und nach dem Zweiten Weltkrieg war.

Aber es gibt nicht nur den Peschelanger. Denn in Ebersberg steht der Edeka Peschel. Der hat wahrscheinlich mit Max Peschel nicht viel zu tun, aber eine schöne Namensverbindung ist nun mal da.

Update 24.11.2017

Diese Namensverbindung erhält acht Jahre später eine neue, sehr nette Facette: Rewe im Marx-Zentrum schließt Ende November 2017 – Nachfolger: Edeka

Kunst-liches am Inn

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Permanente Kunstausstellungen gibt es natürlich in Neuperlach, aber auch z.B. in Wasserburg am Inn.

Diashow von der ganzen Tour zeigen – hier klicken

Direkt am Inn steht dieses … (24.08.2009) © Thomas Irlbeck
… aber auch dieses und … (24.08.2009) © Thomas Irlbeck
… … dieses Kunstwerk (24.08.2009) © Thomas Irlbeck

Neuperlach ist überall (1)

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Im Ort „Hochhaus“ ist das höchste Wohnhaus offenbar zwei Geschosse plus die Satellitenantenne auf dem Dach hoch. Gesehen in der Nähe von Wasserburg am Inn.

"Hochhaus", wo bist du? (24.08.2009) © Thomas Irlbeck

Höher als Neuperlach erlaubt

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Der Skyline Tower München an der Domagkstraße wird 23 Geschosse hoch (23.08.2009) © Thomas Irlbeck

In Neuperlach gibt es viele Hochhäuser, in Schwabing (Nord) werden es immer mehr.

Am  Skyline Tower wird noch gebaut. Wegen des vom Altoberbürgermeister Georg Kronawitter initiierten Bürgerentscheids darf er nicht höher als die Frauenkirche werden und muss daher unterhalb der 100-Meter-Grenze bleiben.

Diashow von der ganzen Tour zeigen – hier klicken

Die in der Nähe befindlichen Highlight Towers sind das derzeit zweithöchste Haus in München (nur das Uptown in Moosach ist mit 146 Metern noch höher).

Die Highlight Towers an der Schenkendorfstraße sind 126 und 113 Meter hoch, was 33 bzw. 28 Geschossen entspricht. Sie dürfen stehen bleiben, obwohl sie die Frauenkirche in der Höhe schlagen (23.08.2009) © Thomas Irlbeck
Die Highlight Towers mit der Tragseilbrücke im Vordergrund, über die bald die neue Tram 23 (erster Trambahnneubau in München seit rund 35 Jahren!) rollen wird (23.08.2009) © Thomas Irlbeck

Reise ins Märchenland

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Märchenland
Das ist Wolfratshausen,genauer die Loisach. Es sieht aus wie im Märchenland. Kein Wunder, Dr. Stoiber und der Märchenwald sind nicht weit weg (19.08.2009) © Thomas Irlbeck

Am Mittwoch gönnte ich mir eine kleine Bildungsreise ins „Ausland“. Mit dem Rad ging es von Neuperlach nach Starnberg, dann weiter nach Wolfratshausen und wieder zurück in die Heimat.

Diashow von der ganzen Tour anschauen – hier klicken

Zur Website „Märchenwald Wolfratshausen“

Dem Müll eine Abfuhr erteilen

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Der Müll stapelt sich fast bis zur Decke (17.08.2009) © Foto: Thomas Irlbeck

Sofas werden offenbar neuerdings vierfach (!) verpackt, dafür nehmen die freundlichen Spediteure die Verpackung nicht mehr mit. Das führt dann dazu, dass aus den ehemals gemütlichen Räumen eine Messie-Wohnung wird. Dazu braucht es jetzt kein Messie-Syndrom mehr, eine Bestellung im Onlinemöbelhaus ist nun völlig ausreichend und zielführend. Dabei geht es nur um die Verpackung eines einzigen Möbelstücks.

Besichtigung im neuen Pflegeheim Neuperlach

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Die Zimmer haben weit heruntergezogene Fenster, quasi als Ersatz für Balkone, denn die fehlen (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Seit Mai letzten Jahres wird das Pflegeheim „Phönix Seniorenzentrum Neuperlach“ vor meinem Haus hochgezogen. Ich komme dauernd dran vorbei, alle Fenster meiner Wohnung zeigen den Bau, er dominiert folglich den Alltag. Da will man doch auch mal wissen, wie es innen aussieht, natürlich noch vor der offiziellen Eröffnung und bevor die ersten Bewohner einziehen.

Gestern war es dann so weit. Die Pflegedienstleitung erwartet mich schon vor dem Eingang. Die Heimleiterin und der Architekt stoßen dazu. Nun geht es los.

Als Erstes fällt mir auf, dass das Heim innen viel bunter ist als außen. Jedes Stockwerk hat eine Leitfarbe. Nun aber ist so ein Heim einfach ein Heim. Vielleicht wenig spektakulär, aber ein paar Besonderheiten und Interessantes gibt es dann doch im Laufe dieses Berichts.

In einer Wohneinheit integriertes Badezimmer (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Ich schaue mir zunächst eine der Wohneinheiten an. Die Bewohner bringen ihre Möbel mit – Ausnahmen sind lediglich Bett und Nachtkästchen. Entsprechend sind derzeit die Zimmer einfach leer. Aber gewissermaßen „bunt leer“.

Jede Wohneinheit (sprich Zimmer) hat ein angegliedertes Bad. Natürlich barrierefrei und auch generell gut geeignet für Menschen mit körperlichen Einschränkungen.

In der großzügigen Lounge, die sich in jedem Stockwerk findet, sollen alle Bewohner die Mahlzeiten einnehmen. Nur in Ausnahmefällen gibt es das Essen aufs Zimmer.

Lounge mit Stationsküche (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Die Mahlzeiten werden in einer eigenen Großküche im Souterrain bereitet. Hier wird derzeit noch gebaut und daher kein Zutritt gewährt. Also leider keine Fotos. Dafür wird mal ein Blick in den Innenhof geworfen. In diesem wird nun doch kein Teich installiert, aber ein Brunnen. Die Brücke, welche die Souterrain-Abgrabung überspannt, und damit für den Innenhofeingang fundamental wichtig ist, fehlt noch.

Der Innenhof mit Brunnen in Vorbereitung (im Bild unten leicht rechts). Der Eingang (links) kann in Ermangelung der fehlenden Brücke noch nicht benutzt werden, es sei denn, man möchte auf unsanfte Art die Abgrabung kennen lernen (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Demenzkranke laufen gerne im Kreis, und von Medizinern wird dies im Allgemeinen unterstützt. Bedingt durch der U-Form des Gebäudes kann innen kein „richtiger“ Rundkurs angelegt werden. Aber dafür draußen. Denn zur geschlossenen Demenzabteilung gehört ein eigener kleiner Erlebnisgarten mit integriertem Rundkurs. Dort soll noch ein Bereich mit Beeten angelegt werden, in dem die Kranken dann selbst garteln können. Das Bild zeigt im rechten Bereich einen Ausschnitt des Erlebnisgartens.

Blick auf eine der drei Terrassen sowie auf den Erlebnisgarten der Demenzabteilung mit dem Rundkurs (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Schön ist, dass man die bunt bemalte Mauer des alten Kindergartens bzw. des Jugendheims 6-Eck erhalten hat. Sie ist jetzt ein Teil des Erlebnisgartens. Wie ich erfahre, soll die Mauer aber neu gestrichen werden. Die schönen Bilder werden verschwinden. Schade.

So haben die Bewohner – die ersten ziehen am 16. September ein – nichts von diesen Malereien. Aber ein Heim, das innen bunter ist und geräumiger wirkt, als es das Grau außen nahe legt.

Die Besichtigung neigt sich nun dem Ende. Ich stelle noch diverse Fragen, obwohl ich während der Besichtigung schon so viel gefragt habe. Was hier noch erwähnenswert ist: Entgegen vieler Presseberichte wird die Cafeteria sich nicht nach außen öffnen, also keine Gaststättenkonzession erhalten. Sie ist exklusiv für die Heimbewohner und ihre Besucher da. Eine Beatmungsstation wird nicht realisiert. Aber ein Bereich mit jungen Pflegebedürftigen unter 60.

Weitere Bilder von der Besichtigung und auch noch einmal die hier gezeigten Bilder in höherer Auflösung gibt es auf flickr. Einfach hier klicken!

Zur offiziellen Website Phönix Haus Neuperlach

Was Billigpapier aus dem Discounter mit mangelndem Mut bei der Architektur zu tun hat

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Hochhaus in Seoul. Foto: saucy_pan / Lizenz siehe: flickr

Hochhäuser sind generell schön, können aber auch ungewöhnlich und avantgardistisch sein. Manche Städte haben den Mut. München gehört bislang nicht dazu, das Motto ist Mutmangel. Dagegen macht es Seoul vor.

Einige Teile des nächsten Prachtexemplars scheinen flacher als das billige dünne Schreibpapier aus dem Discounter zu sein. Das Haus hält aber noch, was es verspricht, es hält. Auch hier wird es nichts mit den einstürzenden Neubauten. Einstürzen tut hier nur die konservative Grundhaltung, dass alles nach Schema F gebaut sein muss.

Einflüsse aus Seoul gibt es in Neuperlach wohl nur an der Ständlerstraße. Der Künstler dieses Meisterwerks, Jai-Young Park, wurde in Seoul geboren. Ich würde mir wünschen, wenn man Jai-Young Park auch auf so manches in München neu zu errichtendes Hochhaus loslassen würde. Mehr zu diesem Kunstwerk und generell zum Thema Kunst in der Rubrik Kunst (auch über die obere Navigationsleiste erreichbar).

Hochhäuser in Seoul. Foto: saucy_pan / Lizenz siehe: flickr
„Nur der Mensch ist der Ort der Bilder“ des Künstlers Jai-Young Park an der Kreuzung Ständlerstraße/Heinrich-Wieland-Straße (13.05.2009) © Thomas Irlbeck

Was nicht passt, wird passend gemacht

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Adapter dienen zur Verbindung nicht zusammenpassender Teile. Baustellenhütchen sind wegen ihrer konischen und damit variablen, anpassenden Form die besten Adapter. Problem gelöst, geht doch, das Wasser läuft dahin, wo es hin soll.

Adapter gesehen am Pflegeheim Neuperlach (04.07.2009) © Thomas Irlbeck

Verhüllt, verpackt, verrückt – was es alles nicht nicht gibt

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Nicht so wichtig wie ein bekanntes Gebäude in einer ebenso bekannten Stadt, das von einem bekannten Verpackungskünstler eingepackt wurde, aber eben auch eingepackt (30.06.2009) © Thomas Irlbeck

Im Internet gibt es alles, und flickr spiegelt das ebenso wider. Entsprechend existiert natürlich eine Gruppe für verpackte Objekte.

Der Gruppenadministrator sprach mich auf eines meiner Fotos an, nun steuere ich noch ein paar weitere bei, etwa dieses hier.

Ein wenig mehr vom Haus (30.06.2009) © Thomas Irlbeck

Kunst oder künstlich? Bei Fritz Roth hat es sich ausgequetscht

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Eine Art Minimuseum, … (12.06.2009) © Thomas Irlbeck
… wo es keiner erwartet (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Vor einiger Zeit hatte ich vollmundig verkündet, fast ganz Neuperlach sei eine einzige Kunstausstellung. Ob die folgenden Objekte, die ich heute mit meinem Objektiv fixierte, Kunst oder nur künstlich sind, mag der Betrachter selbst entscheiden. Es sind auf jeden Fall faszinierende Technikrelikte, die man in einer Art dauerhaften Freiluftausstellung im alten Quetschwerk Fritz Roth in Neuperlach (Putzbrunner Straße) bewundern kann.

Zur Anfahrt per ÖPNV: Am besten fährt man mit dem Autobus M55 oder 198 bis zur Haltestelle „Gefilde“ und läuft dann am Waldrand entlang Richtung Kieswerk. Die Objekte muss man sich aber selbst zusammensuchen – das Ganze ist kein offizielles Museum!

Entsprechend muss man sich nicht erst am Eingang anstellen, bis man … (12.06.2009) © Thomas Irlbeck
zu diesem Kurzhobler vorgelassen wird. Wann an dieser wohl das letzte Mal Schichtende war? (12.06.2009) © Thomas Irlbeck
Die Feldbahn erfüllt nun einen anderen Zweck – als Blumenkübel. (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Diese und weitere Bilder zu permanenten Freiluftausstellungen in Neuperlach in höherer Auflösung gibt es hier

Was das Hochparterre mit dem Lügenbaron Münchhausen verbindet

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Barrierefreiheit mal anders. Gesehen an einem Wohnhaus am Karl-Marx-Ring (21.05.2009) © Thomas Irlbeck

Auf das Hochparterre wird heute in vielen neu gebauten Wohnhäusern verzichtet. Nicht wegen der Barrierefreiheit, sondern wohl eher deshalb, um bei der erlaubten Bebauungshöhe eine zusätzliche Etage unterbringen zu können. Es geht also nur ums liebe Geld.

Dabei waren früher Wohnhäuser ohne Hochparterre typische Arme-Leute-Häuser, die besseren Häuser hatten Hochparterre. Schließlich schützt das Hochparterre vor neugierigen Blicken vom Bürgersteig in die Zimmer.

Neuperlach ist ja, wie hier immer wieder gepredigt wurde, architektonisch gar nicht so schlecht. Folglich ist das Hochparterre hier – im „anderen“ München – weit verbreitet. Doch wie kommen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen in ihre Wohnungen, wenn es erst ein paar Stufen zu erklimmen gilt?

Ganz einfach: Ein zusätzliche Fahrstuhl muss eingebaut werden, der die ersten 1,50 Meter überwindet. Mit dem Stemmeisen wird ein Teil vom Eingang weggeschlagen (frei nach Torfrock: Ratatazong, ratatazong – weg ist der Beton), dann kommt der freundliche Monteur und errichtet die Vertikalbeförderungseinrichtung.

Münchhausen
„Münchhausen“, Bronzeskulptur, 1971 von Marlene Neubauer-Woerner geschaffen, gesehen an der Außenfassade der Grundschule an der Max-Kolmsperger-Straße (21.05.2009) © Thomas Irlbeck

Es geht übrigens auch anders: Man kann Häuser bauen, die Hochparterre haben, und dennoch den normalen Fahrstuhl so konstruieren, dass er sowohl im normalen Parterre als auch im Hochparterre hält. Dazu braucht man natürlich einen (zusätzlichen) Eingang auf Straßenhöhe. Auch braucht die Fahrstuhlkabine konstruktionsbedingt zwei Türen.

Ein ebenso ungewöhnliches Beförderungsmittel hat der berühmte Lügenbaron Münchhausen gewählt. Er lässt sich auf einer Kanonenkugel aus einer belagerten Festung herausschießen. Das Haus mit dem Rollstuhlaufzug und die Münchhausen-Skulptur sind übrigens nur wenige Meter voneinander entfernt. Sie verbindet damit mehr als nur die Entscheidung für ein spezielles Beförderungsmittel.

Mehr Kunst gibt es in der Kunst-Rubrik von Neuperlach.org.

A Walk in the Park

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Kaum ist es mal ein wenig wärmer, geht es zu im Ostpark wie am Hauptbahnhof.

Einige fahren, andere liegen, andere laufen, andere stehen, andere sitzen und alle sind auf diesem einen Rasen (17.05.2009) © Thomas Irlbeck
Auf dem Ostpark-Hügel oben ergibt sich ein anderes Bild. Der Föhn meint es gut mit uns, die Alpen thronen über schwerem Stahlbeton (17.05.2009) © Thomas Irlbeck

Mehr Fotos in höherer Auflösung gibt’s hier: http://www.flickr.com/photos/wolkenkratzer

Aus eins mach zwei – Georg-Brauchle-Haus erhält Erweiterungsbau

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Das Altenheim Georg-Brauchle-Haus an der Staudingerstraße am Ostpark wird erweitert. In einem Anbau mit sieben Etagen finden 38 zusätzliche Wohneinheiten Platz. Die Grundsteinlegung war bereits am 21. April. Schon im Sommer 2010 soll dieser „Haus Ramersdorf“ (der aber in Neuperlach steht) genannte Erweiterungsbau fertig gestellt sein.

Erweiterung Georg-Brauchle-Haus (17.05.2009) © Thomas Irlbeck
Bautafel (17.05.2009) © Thomas Irlbeck
Am bestehenden Eingangstrakt wird rechts angestückelt  (17.05.2009) © Thomas Irlbeck
Das wird ganz schön laut für die Bewohner, sie wohnen quasi in der Baustelle (17.05.2009) © Thomas Irlbeck
Der „Wolff“ ist das gewöhnt (17.05.2009) © Thomas Irlbeck

Einstürzende Neubauten

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„Pavillon – Schräge Wände“ des Künstlers Kay Winkler an der Ständlerstraße (07.05.2009) © Thomas Irlbeck

Zugegeben, „einstürzende Neubauten“ gibt es in Neuperlach nicht. Bis auf ein paar marode Balkone in schwindelerregender Höhe ist Neuperlach noch stabil. Der Titel ist also ein Eye Catcher, der neugierig machen soll. Ein Trick. Obwohl, die Installation von Kay Winkler könnte durchaus „Einstürzende Neubauten“ heißen, tut sie aber nicht.

Mehr Kunst gibt es in der Rubrik Kunst von Neuperlach.org, die in Anbetracht der vielen Kunstinstallationen in Neuperlach immer noch viel zu klein ist.

Update: Langsam füllt sich die Kunstrubrik. Ein paar weitere wichtige Installationen wurden aufgenommen:

Blaue Spirale
„Die blaue Spirale“ von Louis Constantin, 1972 gebaut, 2001 an der Heinrich-Wieland-Straße auf der alten Trambahntrasse der Linie 24 installiert (17.05.2009) © Thomas Irlbeck
„Stahlskulptur“ von Alfred Aschauer, 1970 gebaut, steht vor dem AOK-Gebäude am Friedrich-Engels-Bogen 6, (17.05.2009) © Thomas Irlbeck

Mehr Fotos in höherer Auflösung gibt’s hier: http://www.flickr.com/photos/wolkenkratzer

Wendelstein oder Schein?

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Ein Blick von meiner Loggia in München Neuperlach Richtung Alpen. Wie soll man bei dem herrlichen Alpenpanorama arbeiten? Das ist Ablenkung pur.

Wendelstein zum Greifen nahe. Neuperlach liegt fast in den Alpen (16.04.2008). Foto: Thomas Irlbeck