Einkaufszentrum Life: Nägel mit Köpfen (Update)

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Bald kann sich frau im Life solche Nägel machen lassen. Foto: B_Zedan / Lizenz siehe: flickr

Als Ersatz für die Espresso-Bar, die Anfang des Jahres aufgegeben hat (Neuperlach.org berichtete), hat nun die Crêperie Prestige ihre Pforten im Einkaufszentrum Life geöffnet. Neben der bretonischen Form des Pfannkuchens gibt es dort auch Eis, Eiskaffee, Milchshakes und mehr. Samstag Nachmittag gab es zwar ein umfassendes kulinarisches Angebot – doch eines war noch Mangelware: die Gäste.

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Der neue Gastrobetrieb im Life – die Crêperie Prestige (18.07.2010)

Als Ersatz für die Saftbar, die aufgeben musste, kommt nun doch kein Döner-Stand. Stattdessen werden dort nun Nägel mit Köpfen gemacht, ein Nagelstudio wird das Life bereichern. Am 18.07. hat das Nagelstudio noch nicht geöffnet, in den Räumlichkeiten wird noch gefeilt.

Update vom 24.07.2010: Das Nagelstudio hat eröffnet.

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Das Nagelstudio mit einer der ersten Kundinnen (24.07.2010)

Bad(en in) Tölz

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Bad Tölz
Stadt, Land, Fluss (07.07.2010) © Thomas Irlbeck

Gebadet habe ich nicht in Tölz, aber mit dem Fahrrad bin ich hingefahren (und auch wieder zurück). Ein Aufstieg auf den (kleinen) Kalvarienberg durfte nicht fehlen.

Zum Fotoalbum Bad Tölz

Diashow Bad Tölz anschauen

Die heiße Idee des Architekten

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Wir schreiben die 1960er-Jahre. Es gibt noch keinen Klimawandel, zumindest weiß man weniger als nichts darüber, und das Wort war auch noch nicht erfunden. Ein Architekt sitzt gerade an einem Hochhaus-Wohnblock. Er ahnt wahrscheinlich nicht einmal, dass er gerade im Begriff ist, diejenigen Häuser zu konstruieren, die später einmal von der Allgemeinheit zu den hässlichsten im Münchner Osten gerechnet werden und die wegen ihrer trostlosen Kulisse gerne für Krimis und Fernsehfilme gebucht werden. Damit man die Häuser später nicht einmal mit einer modischen Farbe streichen kann, versieht er sie mit Myriaden kleiner schwarzer Platten, die mit noch mehr Schrauben festgehalten werden. Die Platten erwiesen sich als Glücksgriff, da sie den sauren Regen abhalten, entsprechend beschränkten sich Betonsanierungen bislang vor allem auf die „kachellosen“ Bereiche, etwa die Loggien.

Auch hinsichtlich der Energieeffizienz war der Architekt durchaus seiner Zeit voraus. Den Räumen, die als Schlafzimmer vorgesehen sind, spendierte er keine Außenwand, sondern eine riesige Glasfront nach Süden. Die Idee dahinter war wahrscheinlich, dass selbst in den Wintermonaten die Räume sich an Sonnentagen so stark aufheizen, dass man auf das Aufdrehen der Heizungen oft verzichten kann. Abends sind die Räume dann noch ausreichend warm.

2.450 Watt in der Sauna gegen die Sauna (09.07.2010) © Thomas Irlbeck

Es gibt hier aber zwei Probleme: Moderne Fenster haben noch eine weit bessere Energieausbeute. Wer also die Fenster gegen neue ausgetauscht hat, der hat es noch wärmer – vielleicht auch zu warm. Dann werden die Räume aber auch gerne als Kinderzimmer oder Arbeitszimmer genutzt. Auch wenn ich manchmal noch kindisch bin, nutze ich den Schlafraum für Letzteres. Selbst im Winter erreicht man tagsüber schon mal 30 Grad Innentemperatur – ohne Heizung versteht sich.  Im Hochsommer sind Temperaturen weit oberhalb der 30 Grad keine Seltenheit. Im übrigen Teil der Wohnung ist es ein paar Grad kälter. Der Grund ist einfach: Das Wohnzimmer hat kleinere Fenster und ist dafür größer.

Wie auch immer, bei Backofentemperaturen kann keiner einen kühlen Kopf bewahren. Anders ausgedrückt, ist das Arbeiten in einer echten Sauna sicher angenehmer. Auch wenn es ökologisch nicht korrekt ist, kühlt seit ein paar Jahren eine mobile Klimaanlage den Raum auf ca. 24 Grad herunter. Viel mehr (weniger) schafft auch sie nicht. Klimaanlage aufgestellt, Schlauch aus dem leicht geöffneten Fenster gehängt, Fensterspalt mit Spezialfolie isoliert – fertig. Die Geräuschentwicklung ist hoch, zum Radiohören etwa muss man das Gerät abschalten, sonst versteht man Dinge, die nie gesagt wurden. Der Raum heizt sich dann aber sehr schnell wieder auf, also beschränkt man sich auf das Wesentliche.

Wer andere Ideen zur Raumkühlung hat, die ökologisch verträglicher sind, dem sei gesagt, dass sie vom Genehmigungsverfahren hochproblematisch sind.

Ein paar Mal macht es Knick (09.07.2010) © Thomas Irlbeck
Einen Raum kann man nicht kühlen, sondern ihm nur Wärme entziehen. Die hier herausströmende Abluft könnte man durchaus zum Haare föhnen benutzen. Im Hochsommer sind die Haare allerdings auch ohne Föhn sofort trocken (09.07.2010) © Thomas Irlbeck

Nicht dasselbe in Grün: Fahrradampeln bei den Oranjes

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Foto: J.E. / Lizenz: Public Domain

Auch wenn bei dem Thema Fahrradampeln bzw. deren Abschaffung inzwischen etwas die Luft raus ist, soll eine interessante Aufnahme aus Holland nicht zurückgehalten werden. Die Fahrradampeln, die hier zu sehen sind, sind gleich doppelt vorhanden. Auf Radfahrerhöhe und noch mal als Maxiausgabe erhöht angebracht, damit sie auch die Fahrer der Automobile gut einsehen können. Genau dies war ja wohl einer der Knackpunkte in München. Aber die Lösung hier dürfte nicht ganz billig sein. Wenn so etwas wirklich mehr Sicherheit bringt, wäre das Geld aber gut angelegt.

Was wirklich wichtig ist – oder „Der brennende Lieferwagen“

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In der Totalen und …(11.06.2010) © Thomas Irlbeck

Monty Python erklärte uns mal, wie wichtig es ist, nicht gesehen zu werden. Allerdings gilt nicht erst seit dem digitalen Zeitalter, dass wenn man etwas sieht, es wichtig ist, eine Kamera dabei zu haben. So geriet heute ein Lieferwagen in de Nähe von Metro in Brunnthal in Brand. Während der Löscharbeiten durfte nicht vergessen werden, ein paar mal aufs Knöpfchen zu drücken.

… näher dran (11.06.2010) © Thomas Irlbeck
Und es geht noch näher (11.06.2010) © Thomas Irlbeck

Update: Wie der Münchner Merkur berichtet, fing der Wagen eines Handwerkers aus dem Landkreis Dachau zu stottern und zu qualmen an. Der Fahrer hielt den Wagen am Straßenrand an. Sekunden später schlugen Flammen aus dem Motorraum. Die von ihm alarmierte Feuerwehr konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Der Fahrer blieb zum Glück unverletzt, sein Fahrzeug konnte aber, wie die Bilder unschwer erkennen lassen, nicht mehr gerettet werden.

Die besten 3 Arten, Radfahrer zu ärgern – oder „Gute(r) Rad(politik) ist teuer“

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Vor kurzem berichtete Neuperlach.org über die Abschaffung der Fahrradampel. Fahrradfahrer werden damit den Fußgängern gleichgesetzt, da nun die ursprünglichen Fußgängerampeln mit kombinierten Fußgänger-/Radfahrer-Leuchtscheiben versehen werden. Ob die damit verbundenen Einschränkungen durch einen Sicherheitsgewinn kompensiert werden können, bleibt fraglich.

Radfahrer sehen sich aber auch ganz anderen Gängelungen und Problemen ausgesetzt. Sie sind, ohne es zu wissen, Teil eines Spiels mit dem Titel „Die besten 3 Arten, Radfahrer zu ärgern“.

Maßnahme 1: Die Anti-Radfahrer-Baustelle

Diese Maßnahme ist sehr beliebt und kommt bei Bauarbeiten aller Art zur Anwendung. Das Prinzip ist denkbar einfach: Mittels eines profanen Schildes zwingt man den Radfahrer zum Absteigen. Jetzt kann man den Radler quälen. Er hat nun seinen Drahtesel über eine möglichst lange Strecke zu schieben oder zu tragen. Den anderen Mitspielern (Autofahrer) mutet man dies nicht zu. Ich persönlich habe noch keine Baustelle gesehen, an der Autofahrer ihr Automobil schieben oder gar tragen mussten.

Maßnahme 2: Die 5-Minuten-Kreuzung

Und schon wieder heißt es schieben. Wollten wir nicht eigentlich fahren? (05.06.2010) © Thomas Irlbeck

Diese Maßnahme ist besonders effektiv, da sie eine Dauereinrichtung ist. Radfahrer haben sich ja daran gewöhnt, dass sie bei Kreuzungen, die sowohl beim Längs- als auch beim Querverkehr einen Radweg aufweisen, beim Linksabbiegen gleich bis zu zweimal bei Rot warten müssen. Linksabbiegeampeln sind den Autofahrern vorbehalten. Bei einem U-Turn muss man sogar bis zu dreimal warten. Aber wer macht schon einen U-Turn? Außerdem sind die Radfahrer viel zu schlau und schieben ihr Rad einfach auf der Fußgängerfurt über die Straße. Dann muss für einen U-Turn höchstens einmal gewartet werden, was übrigens völlig legal ist. Also muss was anderes her, um den Radfahrer zur Weißglut zu bringen. Die Spielerfinder hatten dabei eine geniale Idee. Wie wäre es, eine Kreuzung so zu konstruieren, dass beim Linksabbiegen gleich drei Ampeln zu beachten sind und ggf. separat gewartet werden muss (wenn man die Ampeln auf den Mittelinseln noch mitzählt (die Radampeln wurden ja abgeschafft), werden es noch entsprechend mehr).

Aber wie meistert man diese Herausforderung? Das geht doch gar nicht, oder? Doch mit viel Mühe und exzessiver Planungsarbeit gelang die Konstruktion einer solchen Kreuzung. Eigentlich ist es eine normale Kreuzung, bei der aber als zusätzliche Maßnahme der Radweg so geführt wird, dass er noch im Kreuzungsbereich endet, und zwar so, dass dieser noch eine überflüssige, schikanöse Kurve nach links macht (sodass der Radfahrer quasi doch einen U-Turn hinlegen muss), deren Ende dann von einer Ampel markiert wird.

Da dies ein wenig schwierig auszudrücken ist, soll eine Bildanleitung helfen:

Wir sind von links gekommen (haben gerade an der Ampel gewartet) und wollen nun geradeaus fahren, in Richtung des Hochhauses im Hintergrund. Dazu heißt es aber zunächst, ein zweites Mal an der Ampel zu warten (05.06.2010) © Thomas Irlbeck
Doch nun endet der Radweg dergestalt, dass man rechts auf die Fahrbahn abbiegen muss. Das wird einem durch ein weiteres (drittes) Warten an der Ampel versüßt. Wohlgemerkt ging es nur darum, an dieser Neuperlacher Kreuzung nach links abzubiegen! (05.06.2010) © Thomas Irlbeck

Schnell können bei ordnungsgemäßer Benutzung der Kreuzung 5 Minuten Wartezeit zusammenkommen. Vorbeidüsende Autos, welche der Linksabbiegespur folgen, dienen als weitere Maßnahme, den Radfahrer zu ärgern und Rotlichtverstöße zu provozieren.

Maßnahme 3: Der Plötzlich-da-Radweg

Da es viel zu einfach ist, entweder auf der Fahrbahn zu rollen oder auf dem baulich gut sichtbaren Radweg, haben sich die Spielerfinder für eine weitere Maßnahme entschieden. Diese besteht darin, Radwegabschnitte einzustreuen, die sich an den unmöglichsten und an besonders schwer einsehbaren Stellen befinden. Das Ziel liegt darin, den ortsunkundigen, zunächst auf der Fahrbahn rollenden Radler kaum eine Chance zu lassen, einen beginnenden Radweg rechtzeitig zu entdecken. Primär will man erreichen, dass er benutzungspflichtige Radwege entweder übersieht (und einen Verkehrsverstoß begeht) oder aber diese im allerletzten Moment entdeckt, sodass er zu einem sehr gefährlichen Abbiegemanöver genötigt wird (und damit ebenfalls einen Verkehrsverstoß begeht). Um noch ein wenig nachzutreten, sind diese Radwegstücke in aller Regel kurvig, zugeparkt und von spielenden Kindern belagert. Zudem weisen sie meist nur eine sehr geringe Länge auf, sodass ein Radfahrer, der gerade noch die Kurve (im wörtlichen Sinne) bekommen hat, sich nicht wirklich freuen kann, da es gleich wieder heißt, auf die Fahrbahn zurück zu müssen, freilich mit weiterem Gefährdungspotenzial, da er nun wieder eine Lücke im motorisierten Verkehr finden muss.

Auch dieser Radweg muss natürlich benutzt werden, aber wie? Foto: wolfgangs / Lizenz siehe: flickr

Es soll am Ende der Gedanke haften bleiben, dass es auf der Fahrbahn für die wenigen Meter viel sicherer gewesen wäre und man sich mehrere riskante Manöver erspart hätte (wenngleich dies nicht legal wäre). Das ist aber noch längst nicht alles, denn der Radfahrer soll ja richtig geärgert werden. Als besonderes Überraschungsmoment und ebenfalls extrem effektive Maßnahme beginnt daher nach wenigen Metern Fahrbahn erneut ein Radweg, der ebenso schlecht einsehbar ist und abermals die Eigenschaft eines „Un-Radweges“ hat. Ziel ist es, dass auch ein langsam fahrender, hochkonzentrierter Biker bei seiner Tour mindestens einen benutzungspflichtigen Radweg übersieht und somit wenigstens einen Verkehrsverstoß begeht.

Um nun keinen falschen Eindruck zu erwecken: München ist nicht die schlechteste Stadt für Radler. Man tut wirklich viel Positives für die Radfahrer. Allerdings scheinen die Städteplaner gelegentlich nicht „Mensch ärgere dich nicht!“ zu spielen, sondern „Mensch, ärgere den Radfahrer!“.

Pfingstmontag-Ausflug

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Der erste Ausflug mit dem Radl führte zur Isar. Da dies mit Neuperlach eher wenig zu tun hat, darf ein weiteres Lichtbild vom schönen Quidde-Zentrum nicht fehlen, denn auch hier führte die Route durch.

Isar & St. Maximilian (24.05.2010) © Thomas Irlbeck
Bald wird das Quidde-Zentrum mit der Abrissbirne bearbeitet (24.05.2010) © Thomas Irlbeck

Der Schlüssel zum Erfolg? Neue Entwicklungen im „Life“

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Die Außenarchitektur des Einkaufszentrums Life ist bekanntlich spektakulär. Im Inneren gibt es auch viel zu sehen – oder auch nicht mehr (Neuperlach.org berichtete). Inzwischen ist nun auch der Schlüssel- und Schuhdienst verloren gegangen. Als Ersatz für die aufgegebene Saftbar ist ein Döner-Stand in Vorbereitung. Der Nachfolger der stillgelegten Espresso-Bar wird eine Crêperia. Dort wird des demnächst die leckere bretonische Form des Pfannkuchens geben. Den Platz des ehemaligen Reisebüros hat das Bekleidungsgeschäft „G&M Mode“ eingenommen, das bereits geöffnet hat. Ferner gibt es noch drei weitere Leerstände, die seit der Life-Eröffnung noch unbesetzt sind.

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Schlüssel verloren oder Schuhe kaputt? Hier kann man Ihnen nicht mehr helfen (08.05.2010)

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Vorher sah es hier so aus (Archivfoto)

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Früher trank man hier seinen Espresso, demnächst wird es hier Crêpes geben (08.05.2010)

Leckere Crêpes. Bald im "LIfe". Foto: stu_spivack / Lizenz siehe: flickr

Einen heben

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Die Monteure wirken routiniert. Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung der Monteure (29.04.2010) © Thomas Irlbeck

In meinem Haus wurde heute ein Rollstuhllift eingebaut, der dem Haus zur Barrierefreiheit verhilft und die ersten 7 Stufen=rund 1,50 Meter vom Erdgeschoss zum Hochparterre überbrückt. Die Hausverwaltung sprach abwertend, mindestens aber unüberlegt von einem Behindertenlift (Neuperlach.org berichtete, ist aber auch nicht besser, wie die Überschrift beweist). Die Anzahl der Fahrstühle erhöht sich auf damit im Haus auf vier. Neben diesem neuen Lift gibt es noch zwei normale Personenfahrstühle sowie einen Lastenaufzug.

Passt alles? (29.04.2010) © Thomas Irlbeck
Die Plattform wird mal testweise aufgeklappt (29.04.2010) © Thomas Irlbeck

Mailights

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Ein paar Impressionen kurz vor dem Mai. Die Leerstände weiten sich dagegen aus. Wie berichtet, hat nun auch der Schlecker aufgegeben. Der Laden (rechts im Bild) ist schon weitestgehend ausgeräumt.

Blühende Landschaften (29.04.2010) © Thomas Irlbeck
Leerstände im Marx-Zentrum. Mitte: Ex-NKD, Rechts: Ex-Schlecker (29.04.2010) © Thomas Irlbeck

Das Pflegeheimchen hat ein Maibäumchen bekommen:

Maibäumchen (29.04.2010) © Thomas Irlbeck

Vulkanausbruch

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So schön kann Neuperlach leuchten (27.04.2010) © Jörg Lutz

Nein, ein Vulkanausbruch ist hier nicht zu sehen, aber der Ostparksee mit beleuchteter Fontäne und aufgehendem Mond. Jörg Lutz ist dieses phantastische Foto gelungen. Vielen Dank!

Ab in die Mitte – Neuperlach bekommt ein Zentrum

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Hanns-Seidel-Platz Siegerentwurf
Siegerentwurf Hanns-Seidel-Platz – Bürgerzentrum © Formfest – Daniel C. Wolf

Ich wohne seit 1974 in Neuperlach und bis heute hat mein Stadtteil kein richtiges Zentrum. Klar, es gibt das pep und die U-Bahnstation Neuperlach Zentrum, aber ein beträchtlicher Teil von dem, das man als Zentrum bezeichnen könnte, ist bis heute ein riesiges Teerfeld, das als Parkplatz genutzt wird. Quasi das Mittelfeld von Neuperlach. Dieser Mitte-lose Zustand soll nun endlich beendet werden. Für das Zentrum muss natürlich was Besonders her, kein Mittelmaß. Mittels eines Ideenwettbewerbs wurden kreative Köpfe bemüht, Neuperlach eine neue, würdige Mitte zu verpassen. Inzwischen wurde ein Sieger ermittelt, es ist der Entwurf des Münchner Planungs- und Architekturbüros Spacial Solutions (in Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten Brandhoff & Voss):

Video abspielen: Hier klicken

Bis Freitag, den 23.04., war im Foyer des Referats für Stadtplanung und Bauordnung (das im „Hochhaus“ an der Blumenstraße Nähe Sendlinger Tor untergebracht ist) eine Ausstellung mit dem Siegerentwurf sowie mit weiteren Entwürfen der Mitbewerber zu sehen, die es nicht bis ganz vorne geschafft haben. Man hat ja nicht immer Zeit, und so kam es, dass ich diese Ausstellung fast in letzter Minute besuchte.

Zu sehen sind schöne Modelle sowie jede Menge Tafeln mit Plänen, Texten und Grafiken. Zum Glück erlaubte mir der freundliche Pförtner, obwohl ich ihn gerade bei der Brotzeit störte, meine Kamera auszupacken und die Modelle für die Nachwelt festzuhalten. Bilder sprechen für sich, also zeige ich zunächst einmal den Sieger aus zwei Perspektiven:

Der Siegerentwurf. Zur Orientierung. Das (bestehende) Wacker-Gebäude ist hier hinten zu sehen, der Blick geht Richtung Nordost (22.04.2010) © Thomas Irlbeck
Der Siegerentwurf aus einer anderen Perspektive. Das Wacker-Gebäude findet sich nun links, der Blick ist Richtung Ost mit leichtem südlichen Einschlag (22.04.2010) © Thomas Irlbeck

Den Entwurf zeichnet viel Grün aus (mehr als doppelt so viel wie die Vorgabe), inspiriert wurden die Planer dabei vom Central Park. So viel New York schlägt sich in den Gebäuden aber nicht nieder, man begnügt sich mit einem einzigen Hochhaus, das unspektakuläre 40 Meter misst (was 12 Stockwerken entspricht), dafür aber auf Stelzen steht und so dem Marktplatz einen partiellen Regenschutz gewährt. Generell wird ein Mix aus Wohnungen, Büros, Läden, einem Hotel (im Süden der Anlage), Läden sowie einem Bürgerhaus geschaffen. Die Gebäude haben mit Ausnahme des Hochhauses 6 bis 7 Geschosse. Der Zugang der neuen Mitte ist direkt über das Sperrengeschoss des U-Bahnhofs Neuperlach Zentrum möglich.

Siegerentwurf Hanns-Seidel-Platz
Siegerentwurf Hanns-Seidel-Platz – Begrünter Innenhof (1). Im Hintergrund links ist das Hochhaus auf Stelzen zu sehen. Die Mitte in der Mitte ist grün © Formfest – Daniel C. Wolf. Mit freundlicher Genehmigung von Spacial Solutions
Hanns-Seidel-Platz Siegerentwurf
Siegerentwurf Hanns-Seidel-Platz – Begrünter Innenhof (2) © Formfest – Daniel C. Wolf. Mit freundlicher Genehmigung von Spacial Solutions

Die Jury begründete ihre Wahl so (Auszug):

Das städtebauliche und landschaftsplanerische Konzept setzt sich mit Ort und dem Maßstab von Neuperlach auseinander und bildet mit der ruhigen Höhenentwicklung und der Fassung  der Straßenräume einen wohltuenden Kontrast zum heterogenen Umfeld.  Der Arbeit gelingt es, mit großer Selbstverständlichkeit die stadträumlichen Bezüge der Umgebung aufzunehmen, die funktionalen Anforderungen zu erfüllen und eine „Insel des Schutzes“ im Inneren mit hoher differenzierter Aufenthaltsqualität auszubilden. Bemerkenswert ist  die hohe stadträumliche Durchlässigkeit auf Grund einer regelhaften Baustruktur bei gleichzeitig wirkungsvollem Lärmschutz und der geschickten Anordnung des Marktplatzes direkt am Übergang zum PEP und am Zugang zur U-Bahn. Die Akzentuierung durch ein Hochhaus an dieser Stelle mit ca. 40 m ist gelungen und leitet die Besucher in das Zentrum hinein.  Der südliche Abschluss weitet den städtebaulichen Raum, reagiert wohltuend auf die Struktur des Bürohauses gegenüber und stellt richtige Fußgängerbezüge her. Das Bürgerzentrum im Norden an der zentralsten Stelle liegt richtig und gliedert durch seine Sonderform auch die südliche Begrenzung des Hanns-Seidel-Platzes (Busbahnhof). Die übrigen Nutzungen, wie Einzelhandel, Büro, Wohnen und Kindertagesstätte sind grundsätzlich schlüssig angeordnet. […] Die Umsetzung des Projektes in einzelnen Bauabschnitten ist möglich. Insgesamt stellt die Arbeit eine speziell für diesen Ort entwickelte Lösung dar, mit großem Potenzial für eine neue, außergewöhnliche Mitte in Neuperlach.[…] Um einen deutlichen Abstand des ersten Ranges zu den weiteren Plätzen zu dokumentieren, entschied die Jury […] keinen zweiten Preis zu vergeben, und zwei dritte Preise […] zu verteilen. […]

Quelle: Goldmann Public Relations, Jurybegründung zum Wettbewerbsentwurf des Münchner Architektur- und Planungsbüros Spacial Solutions GmbH

Kommentar

Als Fan spektakulärer Bauten trifft der Entwurf nur teilweise meinen Geschmack. Das wirklich Typische für Neuperlach sind Hochhäuser. So hätte ein echter Wolkenkratzer eher das Zentrum markiert und das „Neuperlachige“ ausgedrückt. Mehr als 100 Meter wären zwar nicht drin gewesen, da sich die Stadt weiterhin an ein Bürgerbegehren halten will, das Hochhäuser ausschließt, die höher als die Münchner Frauenkirche sind. Da ändert auch die Tatsache nichts daran, dass das Bürgerbegehren formal längst nicht mehr bindend ist, da es bereits 2004 stattfand. Aber 100 Meter wären weit mehr als die jetzigen 40 Meter. Neuperlach hat jetzt schon Häuser zu bieten, die sich höher gen Himmel strecken, das höchste Gebäude kommt immerhin auf 17 Stockwerke, aber es wurde in einer Zeit gebaut, als man noch auf Wohnhochhäuser setzte.

Ein Entwurf eines Mitbewerbers hat sich immerhin an ein 78 Meter hohes Hochhaus herangetraut, das mit einer für die Allgemeinheit zugänglichen Aussichtsplattform einen sicher interessanten Ausblick ermöglicht hätte. Ich vermisse auch eine weitergehendere Verschmelzung mit dem pep, was z.B. mit einer Überbauung der Thomas-Dehler-Straße möglich gewesen wäre. Das heißt mittels einer Art überdachten Brücke oder eines echten Gebäudes, der Individualverkehr würde dann gewissermaßen im Erdgeschoss passieren. Man muss allerdings berücksichtigen, dass die Vorgaben die Möglichkeiten der Architekten einengten. Genauer waren ein „Bürgerzentrum, eine multifunktionale Marktfläche, Büro-, Gewerbe-, Dienstleistungs- und Einzelhandelsflächen, öffentliche Grünflächen sowie ein eigenes Konzept für Wohnbebauung“ vorgeschrieben, ein Korsett, dem sich nicht entziehen kann, und der Lärmschutz muss auch berücksichtigt werden, die Erschließung, der Anteil an Freiflächen und mehr.

Eine Art „Neuperlach World“ mit Rekord-Wolkenkratzern oder die „hängenden Gärten von Neuperlach“ schieden so gesehen durch dieses Pflichtenheft aus. Vielleicht wäre eine vertikale Stadt im Stadtteil auch dem Stadtviertel, dessen Ruf nicht der Beste ist, nicht angemessen. Die stiefmütterliche Behandlung Neuperlachs schlägt sich auch dergestalt nieder, dass man die Bebauung trotz einiger Anläufe im Grunde genommen über Jahrzehnte hat schleifen lassen. Anderes war wichtiger. Man könnte im Herzen Neuperlachs sicher eine der Hauptattraktionen von München realisieren, aber sie würde wahrscheinlich nicht zum Stadtteil passen. Jetzt schon stehen viele Büros in München leer, also dürfen nicht zu viele neue her, und Luxuswohnungen wollen die Millionäre und Milliardäre offenbar nicht in Neuperlach kaufen, auch wenn sie dann über dem Stadtteil thronen würden. Schade.

Noch müssen wir ohnehin ein wenig warten, die Baumaschinen werden wahrscheinlich erst in drei Jahren anrücken, vorausgesetzt, dass es keine weiteren Verzögerungen mehr gibt. Aber noch mal will ich keine 40 Jahre warten.

Update: Alle ausgestellten Modelle (das heißt die prämierten und angekauften Entwürfe) sind nun online auf meinem flickr-Auftritt.

Update 01.02.2014: Die Pläne sind nicht mehr aktuell. Ich werde in Kürze über die neuen Pläne berichten.

Geteilt wie einen Kuchen …

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… hat man das Gebäude an der Albert-Schweitzer-Straße, das aus dem Verwaltungsbau der Neuen Heimat und dem Plett-Zentrum bestand. Der verbleibende Teil – das eigentliche Plett-Zentrum – steht noch und man sieht, dass hier ohne Rücksicht auf Verluste ein Gebäude einfach auseinander geschnitten wurde. Nicht nur die Trennstelle sieht so hässlich aus. Das Gebäude dient nur noch als Durchgang zum pep, und auch dieser Durchgang ist marode und alles andere als schön anzusehen. Ruinenatmosphäre und „Einstürzende Neubauten“-Feeling in einem Stadtteil, der an anderen Stellen so schön ist bzw. sein könnte. Wie es aussieht, werden die Neuperlacher noch lange mit diesem vergammelten Kuchenstück leben müssen, denn bis jetzt ist man über Gedankenspiele noch nicht so recht rausgekommen. Ursprüngliche Pläne, hier ein Sport- und Spielzentrum hinzusetzen, wurden verworfen.

Das alte Plett-Zentrum. Einfach in zwei Teile geteilt (14.03.2010) © Thomas Irlbeck
Der einzige Zweck der Ruine ist der Durchgang zum pep (14.03.2010) © Thomas Irlbeck

Stimmung für Olympia 2018 – so nah wie Neuperlach den Alpen ist!

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Die Bildersektion ist mal wieder angewachsen wie die Alpenkulisse bei Föhnwetter. Vielen Dank an Jörg Lutz für die Genehmigung, die phantastischen Bilder zu zeigen!

Extrem-Alpenpanorama. Das Bild ist durch einen weiteren Klick ggf. ein weiteres Mal vergrößerbar! © Jörg Lutz
Graf-Zentrum mit Alpenpanorama © Jörg Lutz
Marx-Zentrum mit Alpenpanorama © Jörg Lutz

Weitere Bilder: Zur Bildersektion geht es hier

Polnische Tram=TramPolin

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Aus der Reihe „Zufällig vor der Haustüre gesehen und mit dem zufällig mitgenommenen Knipser festgehalten“. Ein etwas marode wirkendes Trampolin. Schön.

Heißt nur so, ist aber keine Tram aus Polen. Ein Trampolin (25.02.2010) © Thomas Irlbeck

Abgeleitet wurde der Begriff wohl vom italienischen „trampoli“=“Stelzen“. Viel mehr ist nicht gesichert bzw. nur Spekulation.

Hanns-Seidel-Platz: Fußgängerzone light?

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Der Hanns-Seidel-Platz soll bekanntlich bebaut werden – Büros, Wohnungen, Läden, das Bürgerzentrum und mehr sollen entstehen. Seit rund schlappen 30 Jahren laufen bereits Gedankenspiele, wenn nicht sogar Planungen. Dumm nur, dass die vierspurige Thomas-Dehler-Straße zwischen dem Einkaufszentrum pep und dem Hanns-Seidel-Platz liegt. Ein Wechsel der Straßenseite bedeutet für den Bürger derzeit, auf das Knöpfchen der Fußgängerampel zu drücken und lange zu warten, bis das Ämpelchen für kurze Zeit Grün für die Fußgänger gibt, oder das Sperrengeschoss der U-Bahn zu benutzen (aber bitte nicht geradeaus durchlaufen, wenn man nicht im Besitz einer gültigen, gegebenenfalls entwerteten MVV-Fahrkarte ist, denn dabei passiert man einen Bereich, der eine solche voraussetzt, sondern per Slalom dem U-Bahn-Zugang ausweichen). In Zukunft werden noch viel mehr Leute die Thomas-Dehler-Straße überqueren, denn dann spielt sich das (kulturelle, Geschäfts- usw.) Leben nicht nur im pep und seinem Vorplatz ab, sondern auch im zunehmenden Maße auf dem Hanns-Seidel-Platz.

Der Bezirksausschuss möchte den Bereich am Hanns-Seidel-Platz komplett zur Fußgängerzone umbauen lassen, selbst die Busse müssten dann weichen. Die Zufahrt zum Busbahnhof wäre dann nur noch von östlicher Seite über die Fritz-Erler-Straße möglich. Für die Buslinien entstehen Umwege von rund 300 Metern.

Dem Planungsreferat der Stadt München gehen diese Pläne zu weit, das Verkehrsaufkommen des Individualverkehrs und der Buslinien sei zu hoch. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe (15.02.2010, Seite 57, Stadtausgabe). Daher macht die Behörde nun zwei eigene Vorschläge:

  • Rückbau der Thomas-Dehler-Straße zwischen Fritz-Schäffer-Straße und Von-Knoeringen-Straße (das ist der Bereich von Höhe der „Deutschen Rentenversicherung“ (früher: LVA) bis zum südlichsten Teil des Parkplatzes auf dem Hanns-Seidel-Platz) auf einen Fahrstreifen pro Richtung und Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h.
  • Sperrung der Thomas-Dehler-Straße auf Höhe des pep-Vorplatzes bis zum südlichen Teil des Marktplatzes. Der Bereich wird Fußgängerzone, eine Busspur verbleibt. Der übrige Teil der Thomas-Dehler-Straße wird auf einen Fahrstreifen pro Richtung zurückgebaut.

Das Planungsreferat präferiert die erste Variante, da die zweite Variante einen Lärmschutz für die Fritz-Erler-Straße und den Hanns-Seidel-Platz erforderlich machen würde.

Kommentar

Alle drei Vorschläge scheinen mir alles andere als ideal zu sein. Je nach Vorschlag ist die Querungsmöglichkeit der Thomas-Dehler-Straße weiterhin nicht optimal oder aber der Linienbus- und Individualverkehr werden zu stark behindert, gegebenenfalls erhöhen sich auch die Fahrzeiten der Linienbusse. Es müssen meines Erachtens auch innovative Lösungen einbezogen werden, die an einer völlig anderen Stelle ansetzen.

Denkbar ist eine überdachte Brücke, über die man z.B. vom ersten Stockwerk des pep auf den Hanns-Seidel-Platz wechseln kann und idealerweise dann direkt in eines der neuen Gebäude oder einen erhöht angelegten Vorplatz gelangt. Natürlich muss auch außerhalb der Ladenöffnungszeiten alles gut erreichbar und lukrativ sein, etwa durch Belebung des östlichen Ende der Brücke durch gastronomische Betriebe und kulturelle Einrichtungen.

Alternativ zur überdachten Brücke wäre auch ein Überbauen der Thomas-Dehler-Straße denkbar, die Straße wird dabei erhalten, aber im Bereich des pep-Vorplatzes bebaut. Der Verkehr fließt dann durch eine Gebäudedurchfahrt. Das Gebäude selbst dient dann als komfortable Querungsmöglichkeit für Fußgänger und viel mehr, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wenn ohnehin der Hanns-Seidel-Platz im großen Stil bebaut wird, sollte so etwas „drin“ sein. Man kann auch ja mal ein wenig größer denken. Natürlich könnte die Statik hier ein Problem sein, wegen des darunter liegenden U-Bahntunnels, das muss auch alles berücksichtigt werden. Man sollte aber eine bessere Lösung als die bislang zur Diskussion stehenden Ideen realisieren können.

Marx-Zentrum: Zwangsversteigerung, Ladensterben, Substitutionspraxis

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Schreibwarengeschäft in der Max-Kolmsperger-Straße 11. Es ist eines der ältesten Geschäfte in Neuperlach überhaupt (13.02.2010) © Thomas Irlbeck

Das Neuperlacher Marx-Zentrum hat leider nicht den besten Ruf. Vieles ist in der Presse sicher negativer dargestellt, als es tatsächlich ist, aber gewisse Probleme lassen sich nicht leugnen.

Schon als kleiner Bub habe ich ab 1974 (!) im Marx-Zentrum-Schreibwarengeschäft eingekauft. Dieses eröffnete kurz nachdem ich ins Marx-Zentrum einzog. Hier hat sich halb Neuperlach eingedeckt, vor allem die Schüler des Werner-von-Siemens-Gymnasiums, schon einmal deshalb, weil es nur wenig Alternativen gab. Das pep kam z.B. erst 1980 hinzu. Wer was Spezielleres brauchte, das nicht im Marx-Zentrum-Schreibwarengeschäft zu finden war, dem blieb nur eine Fahrt mit der Tram in die Innenstadt.

Nun wird das Ladengeschäft zwangsversteigert, der Eigentümer ist verschuldet. Die Zwangsversteigerung fand bereits statt, da aber niemand das geforderte Mindestgebot abgab, wird die Versteigerung nun mit reduziertem Mindestgebot wiederholt.

Der Laden hat im Erdgeschoss eine Nutzfläche von 82,22 m². Im Keller gibt es noch mal Lagerräume mit einer Nutzfläche von 66,75 m² dazu (13.02.2010) © Thomas Irlbeck

Im Exposé, das für das Amtsgericht München erstellt wurde, wird das Objekt in der Max-Kolmsperger-Straße 11 näher beschrieben. Hier wird das Objekt natürlich nicht werbewirksam abgebildet, sondern neutral dargestellt. So kommt man auch an den negativen Punkten nicht vorbei. Dabei heißt es:

Lagenachteile: durch soziale Randgruppen (Methadonpraxis in nächster Nähe; „flexible Jugendhilfe“)

Gemeint ist mit der „Methadonpraxis“ eine Allgemeinarztpraxis im Ärztehaus (Peschelanger 11), die übrigens seit einiger Zeit nicht mehr Methadon, sondern das verwandte Eptadon ausgibt, das laut einem an der Praxis ausgehängten Infoblatt eine Reihe von Vorteilen aufweist.

Der Zustand ist laut Exposé „gut bis mittel“, die Ausstattung eine „mittlere und zweckmäßige“.

Aber damit sind wir hier noch nicht am Ende mit den schlechten Nachrichten: Der NKD, der schon einmal eine Schließung ankündigte, dann aber wieder zurücknahm, schließt nun wohl tatsächlich. Am 19.03.2010 soll Schluss sein. Vorher findet noch eine „große Versteigerung“ statt.

NKD: Diese Filiale wird laut Aushang geschlossen (13.02.2010) © Thomas Irlbeck
Vorher kann man noch was ersteigern (13.02.2010) © Thomas Irlbeck

Einen bereits existierenden Leerstand gibt es im Peschelanger 8. Früher war hier mal über Jahrzehnte hinweg eine Reinigung zu finden, der Nachfolgeladen konnte sich nicht halten.

Leerstand im Peschelanger 8 (13.02.2010) © Thomas Irlbeck

Schöne Aussicht – Turmbau im Ostpark?

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Steht bald ein solcher Aussichtsturm auf einem der Ostpark-Hügel? Es sind nicht gut aus für die Idee © Echino / Pixelio

Der Ostpark in Neuperlach mit seinen Aussichtshügeln ist ein beliebter Naherholungsort. Doch ein Anwohner beklagt nun, dass die Panoramasicht zunehmend durch die immer höher wachsenden Bäume behindert wird. Daher müssten die Bäume beschnitten oder ein Aussichtsturm gebaut werden. Das berichtet „Hallo“ in der dieswöchigen Ausgabe Ramersdorf-Perlach (11.02.2010, Seite 1). Das Baureferat ist von einem Aussichtsturm aus planungsrechtlicher und finanzieller Sicht nicht begeistert. Es werde aber regelmäßige Korrekturschnitte durchgeführt, für Baumfällungen sehe man aber keinen Anlass.

Ein solches Panorama-Bild vom Ostpark-Hügel gelang letztes Jahr noch. Aber der Alpenblick wird immer mehr durch den Baumbewuchs beeinträchtigt (Archivfoto) © Thomas Irlbeck
Der Ostpark ist zu jeder Jahreszeit sehr beliebt, auch ohne Panoramablick (Archivfoto) © Thomas Irlbeck

Hanns-Seidel-Platz: Gratis Parken bis zum Ende

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Das Parken auf dem Hanns-Seidel-Platz bleibt wahrscheinlich kostenlos. Guido Bucholtz von den Grünen hatte bereits vor zweieinhalb Jahren einen Antrag auf Parkraumbewirtschaftung gestellt. Doch das Kommunalreferat kann ihm kaum Hoffnung machen. Bewirtschafter wollten langfristige Verträge und der Architekturwettbewerb zur Bebauung des Platzes laufe bereits. In ein paar Jahren sollen die Bauarbeiten beginnen, dann ist der Parkplatz ohnehin Geschichte.

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 02.02.2010, Seite 42, Stadtausgabe

Der Hanns-Seidel-Platz im September 1980. Damals hätte wohl keiner gedacht, dass der Platz 2010 immer noch unbebaut sein wird. Fotograf: Peter Bauer. Mit freundlicher Genehmigung der Freunde des Münchner Trambahnmuseums e. V.
So sieht der Hanns-Seidel-Platz heute aus. Das Gelände ist ein riesiger Parkplatz, auf dem man kostenlos seinen fahrbaren Untersatz parken kann. Das wird wohl die nächsten Jahre auch so bleiben (02.02.2010) © Thomas Irlbeck

Und noch einmal ist der Hanns-Seidel-Platz zu sehen, jetzt in einem Video:

(Link: YouTube)