Volles Rohr

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Ein Holzstab stützt das Rohr. Es soll ja schließlich nicht einknicken (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Heute habe ich mal wieder am Pflegeheim Neuperlach (es öffnet 16.09.2009 seine Pforten) fotografiert. Die Küche befindet sich im Souterrain des Hauses. Ein mächtiges Rohr mit integrierter Filteranlage schlängelt sich unter der Eingangsbrücke nach oben, um Luft anzusaugen.

Nachdem dieses Rohr bereits auf flickr für Beachtung gesorgt hat, habe ich das Rohr einmal von einigen Blickwinkeln aufgenommen und ein paar andere Dinge im nahen Umfeld für die Nachwelt festgehalten.

Diese und weitere Bilder vom Pflegeheim gibt es in höherer Auflösung auch auf flickr – einfach hier klicken

Das Rohr glänzt, es bezieht aber offenbar derzeit noch Stütze. Es sieht mächtig aus, das Rohr. Immerhin kocht man selbst und für 150 Bewohner plus Personal reicht eine Dunstabzugshaube vom Discounter nun mal nicht aus.

Am Rohr (05.09.2009) © Thomas Irlbeck
Kein Periskop (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Ein U-Boot-Periskop verbirgt sich nicht in diesem Rohr, auch wenn das schöne Objekt aus der Tiefe kommt:

Die Fenster spiegeln auch sehr schön (05.09.2009) © Thomas Irlbeck
Der Innenhof nähert sich seiner Fertigstellung (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Der Innenhof wird offenbar komplett eingezäunt. Schade, offen sähe es besser aus.

Vorbereitung zur Einfriedung des Innenhofs (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Die schönen Kinder-Malereien auf der Wand im Hintergrund, die noch vom alten Kindergarten respektive 6-Eck stammen, hat man nun übermalt:

Die Wand wurde in Grau übermalt (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Auf diesem älteren Foto sieht man noch die schönen Malereien:

Die Malereien sind inzwischen Geschichte (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Ein Teich wäre idyllischer gewesen als ein Brunnen. Aber der Teich wurde aus Sicherheitsgründen verworfen. Aber ein Designer-Brunnen kann ja auch was Schönes sein, selbst wenn er sehr klein ausfällt:

Kein Teich, aber ein Brunnen führt ja auch Wasser (05.09.2009) © Thomas Irlbeck

Schreib dich nicht ab – wie früher (nicht) abgeschrieben wurde

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Laut Fotograf sehen wir hier den originalen Crystal Lake aus Freitag, der 13. Teil 1. Dieser liegt in North Jersey, dem nördlichen Teil des US-Bundesstaats New Jersey. Foto: road_less_trvled / Lizenz siehe: flickr

Es ist eine gähnend langweilige, da allgemein bekannte Erkenntnis, dass es im Internet nahezu alles zu finden gibt. Die Recherchemöglichkeiten wissen Schüler zu schätzen, so lassen sich die Hausaufgaben mit einigem Geschick aus diversen Quellen so „abschreiben“, dass allenfalls nur noch vage Ähnlichkeiten zu Wikipedia & Co erkennbar bleiben. Auf diese Weise werden die Hausaufgaben gerettet und man kann sich wichtigeren Dingen widmen.

Das Problem des Abschreibens gab es aber auch früher schon. Man schrieb halt die Hausarbeiten in der Klasse untereinander ab. Um dem einen Riegel vorzuschreiben ähhh… vorzuschieben, führten Lehrerinnen zum Teil individuelle Hausaufgaben ein. So bekam z.B. jeder Schüler bei einer Buchinterpretation eigene zu bearbeitende Teilkapitel im Buch. Das war eine Art unüberwindbarer Kopierschutz. Jetzt musste ich mich in meiner Schulzeit tatsächlich mit diversen „seltsamen“ Büchern beschäftigen. Dabei sah ich (natürlich war ich inzwischen 18) lieber Filme wie „Freitag, der 13. Teil x von y“. Diese Filme sind natürlich ganz schlimm und niveaulos und fast alle indiziert oder sogar beschlagnahmt. Also nichts für Kinderaugen!

Neuperlach kann nur mit dem Baggersee (Rothsee) im Truderinger Wald dienen. Ein Camp gibt es dort auch nicht (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Es ist eine Binsenweisheit, dass man auch über solche Filmreihen seit Jahren alles im Internet finden kann. Da sich Neuperlach.org mehr um die Schönheit der Welt kümmert (z.B. durch Veröffentlichung schöner Fotos der schönsten Hochhäuser in Neuperlach), soll es hier bei einem schönen Foto von einem originalen Filmschauplatz – ja, hierzu passend gibt es z.B. bei flickr unzählige Alben und Gruppen – belassen werden.

So leicht wird man neureich

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Gewinnen kann so schön sein © Rainer Sturm / Pixelio

Ich bin ein richtiger Glückspilz. Denn ich gewinne praktisch täglich in Gewinnspielen. Einmal zählte ich sogar an einem Tag zehnmal zu den Gewinnern. An zehn meiner verschiedenen E-Mail-Adressen ging fast gleichzeitig eine Gewinnmeldung ein – dank unterschiedlicher Losnummern gewann ich tatsächlich laut der Gewinn-E-Mail jeweils schlappe 2 Millionen EUR. Das Beste: Die teuren Lose hatte ich nicht mal gekauft und trotzdem alles abgeräumt. Denn die Onlinelotterien sind wahre Freunde – sie losen einfach unter Trillionen von E-Mail-Adressen die Gewinner aus, sodass ein Loskauf erst gar nicht notwendig wird.

Auch heute erhielt ich wieder eine Gewinn-Mail. Ich hätte die Chance auf einen Gewinn von 25 EUR, heißt es. Nun bin ich doch ein wenig enttäuscht wegen der Höhe des Gewinns.

Nessie und die Sonnenblume

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Sonnenblume (28.08.2009) © Thomas Irlbeck

In der nachrichtenarmen Zeit AKA Sommerloch holt man ganz gerne Nessie aus seinem Loch Ness. Ich begnüge mich mit der Aufnahme einer Sonnenblume, die ich gestern im Mangfalltal schoss.

Hier klicken für Album mit diesem und weiteren Fotos in höherer Auflösung aus dem Mangfalltal

Hier klicken für dazugehörige Diashow

Neuperlach ist überall (2)

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Edeka Peschel
Edeka Peschel (24.08.2009) © Thomas Irlbeck

Der Peschelanger ist eine der bekanntesten Straßen in Neuperlach, schließlich haben das Ärztehaus und viele Geschäfte des Marx-Zentrum eine Adresse am Peschelanger. Benannt ist der Peschelanger nach Max Peschel, der unter anderem Direktor der Landesversicherungsanstalt Oberbayern und Mitglied des Bayerischen Landtags für die SPD von 1928 bis 1933 und nach dem Zweiten Weltkrieg war.

Aber es gibt nicht nur den Peschelanger. Denn in Ebersberg steht der Edeka Peschel. Der hat wahrscheinlich mit Max Peschel nicht viel zu tun, aber eine schöne Namensverbindung ist nun mal da.

Update 24.11.2017

Diese Namensverbindung erhält acht Jahre später eine neue, sehr nette Facette: Rewe im Marx-Zentrum schließt Ende November 2017 – Nachfolger: Edeka

Kunst-liches am Inn

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Permanente Kunstausstellungen gibt es natürlich in Neuperlach, aber auch z.B. in Wasserburg am Inn.

Diashow von der ganzen Tour zeigen – hier klicken

Direkt am Inn steht dieses … (24.08.2009) © Thomas Irlbeck
… aber auch dieses und … (24.08.2009) © Thomas Irlbeck
… … dieses Kunstwerk (24.08.2009) © Thomas Irlbeck

Neuperlach ist überall (1)

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Im Ort „Hochhaus“ ist das höchste Wohnhaus offenbar zwei Geschosse plus die Satellitenantenne auf dem Dach hoch. Gesehen in der Nähe von Wasserburg am Inn.

"Hochhaus", wo bist du? (24.08.2009) © Thomas Irlbeck

Höher als Neuperlach erlaubt

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Der Skyline Tower München an der Domagkstraße wird 23 Geschosse hoch (23.08.2009) © Thomas Irlbeck

In Neuperlach gibt es viele Hochhäuser, in Schwabing (Nord) werden es immer mehr.

Am  Skyline Tower wird noch gebaut. Wegen des vom Altoberbürgermeister Georg Kronawitter initiierten Bürgerentscheids darf er nicht höher als die Frauenkirche werden und muss daher unterhalb der 100-Meter-Grenze bleiben.

Diashow von der ganzen Tour zeigen – hier klicken

Die in der Nähe befindlichen Highlight Towers sind das derzeit zweithöchste Haus in München (nur das Uptown in Moosach ist mit 146 Metern noch höher).

Die Highlight Towers an der Schenkendorfstraße sind 126 und 113 Meter hoch, was 33 bzw. 28 Geschossen entspricht. Sie dürfen stehen bleiben, obwohl sie die Frauenkirche in der Höhe schlagen (23.08.2009) © Thomas Irlbeck
Die Highlight Towers mit der Tragseilbrücke im Vordergrund, über die bald die neue Tram 23 (erster Trambahnneubau in München seit rund 35 Jahren!) rollen wird (23.08.2009) © Thomas Irlbeck

Reise ins Märchenland

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Märchenland
Das ist Wolfratshausen,genauer die Loisach. Es sieht aus wie im Märchenland. Kein Wunder, Dr. Stoiber und der Märchenwald sind nicht weit weg (19.08.2009) © Thomas Irlbeck

Am Mittwoch gönnte ich mir eine kleine Bildungsreise ins „Ausland“. Mit dem Rad ging es von Neuperlach nach Starnberg, dann weiter nach Wolfratshausen und wieder zurück in die Heimat.

Diashow von der ganzen Tour anschauen – hier klicken

Zur Website „Märchenwald Wolfratshausen“

Dem Müll eine Abfuhr erteilen

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Der Müll stapelt sich fast bis zur Decke (17.08.2009) © Foto: Thomas Irlbeck

Sofas werden offenbar neuerdings vierfach (!) verpackt, dafür nehmen die freundlichen Spediteure die Verpackung nicht mehr mit. Das führt dann dazu, dass aus den ehemals gemütlichen Räumen eine Messie-Wohnung wird. Dazu braucht es jetzt kein Messie-Syndrom mehr, eine Bestellung im Onlinemöbelhaus ist nun völlig ausreichend und zielführend. Dabei geht es nur um die Verpackung eines einzigen Möbelstücks.

Ein seltener Gast in Neuperlach

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Am 14. August (ab ca. 21.45 Uhr) bis 16. August (Betriebsschluss) und am Sonntag, 23. August (ganztägig) wurden bzw. werden zwischen den U-Bahnhöfen Kreillerstraße und Moosfeld Stromkabel verlegt. Daher fand bzw. findet zwischen den U-Bahnhöfen Innsbrucker Ring und Messestadt Ost nur ein eingleisiger Betrieb mit 20-Minuten-Takt statt.

Laut Beobachtung von Domi fuhren die „überschüssigen“ Züge der U2 heute bis Neuperlach Zentrum oder am Abend sogar bis Neuperlach Süd – im 20-Minuten-Takt. Damit gab die U2, die früher ganztägig nach Neuperlach rollte, ein kurzes Gastspiel in ihrer alten Heimat. Ein Beweisfoto hat Domi mitgeliefert.

(Bild entfernt)

Gastspiel in Neuperlach. Die U2 am heutigen Sonntag im U-Bahnhof Quiddestraße (16.08.2009, 15:48:37).

Besichtigung im neuen Pflegeheim Neuperlach

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Die Zimmer haben weit heruntergezogene Fenster, quasi als Ersatz für Balkone, denn die fehlen (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Seit Mai letzten Jahres wird das Pflegeheim „Phönix Seniorenzentrum Neuperlach“ vor meinem Haus hochgezogen. Ich komme dauernd dran vorbei, alle Fenster meiner Wohnung zeigen den Bau, er dominiert folglich den Alltag. Da will man doch auch mal wissen, wie es innen aussieht, natürlich noch vor der offiziellen Eröffnung und bevor die ersten Bewohner einziehen.

Gestern war es dann so weit. Die Pflegedienstleitung erwartet mich schon vor dem Eingang. Die Heimleiterin und der Architekt stoßen dazu. Nun geht es los.

Als Erstes fällt mir auf, dass das Heim innen viel bunter ist als außen. Jedes Stockwerk hat eine Leitfarbe. Nun aber ist so ein Heim einfach ein Heim. Vielleicht wenig spektakulär, aber ein paar Besonderheiten und Interessantes gibt es dann doch im Laufe dieses Berichts.

In einer Wohneinheit integriertes Badezimmer (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Ich schaue mir zunächst eine der Wohneinheiten an. Die Bewohner bringen ihre Möbel mit – Ausnahmen sind lediglich Bett und Nachtkästchen. Entsprechend sind derzeit die Zimmer einfach leer. Aber gewissermaßen „bunt leer“.

Jede Wohneinheit (sprich Zimmer) hat ein angegliedertes Bad. Natürlich barrierefrei und auch generell gut geeignet für Menschen mit körperlichen Einschränkungen.

In der großzügigen Lounge, die sich in jedem Stockwerk findet, sollen alle Bewohner die Mahlzeiten einnehmen. Nur in Ausnahmefällen gibt es das Essen aufs Zimmer.

Lounge mit Stationsküche (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Die Mahlzeiten werden in einer eigenen Großküche im Souterrain bereitet. Hier wird derzeit noch gebaut und daher kein Zutritt gewährt. Also leider keine Fotos. Dafür wird mal ein Blick in den Innenhof geworfen. In diesem wird nun doch kein Teich installiert, aber ein Brunnen. Die Brücke, welche die Souterrain-Abgrabung überspannt, und damit für den Innenhofeingang fundamental wichtig ist, fehlt noch.

Der Innenhof mit Brunnen in Vorbereitung (im Bild unten leicht rechts). Der Eingang (links) kann in Ermangelung der fehlenden Brücke noch nicht benutzt werden, es sei denn, man möchte auf unsanfte Art die Abgrabung kennen lernen (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Demenzkranke laufen gerne im Kreis, und von Medizinern wird dies im Allgemeinen unterstützt. Bedingt durch der U-Form des Gebäudes kann innen kein „richtiger“ Rundkurs angelegt werden. Aber dafür draußen. Denn zur geschlossenen Demenzabteilung gehört ein eigener kleiner Erlebnisgarten mit integriertem Rundkurs. Dort soll noch ein Bereich mit Beeten angelegt werden, in dem die Kranken dann selbst garteln können. Das Bild zeigt im rechten Bereich einen Ausschnitt des Erlebnisgartens.

Blick auf eine der drei Terrassen sowie auf den Erlebnisgarten der Demenzabteilung mit dem Rundkurs (11.08.2009) © Thomas Irlbeck

Schön ist, dass man die bunt bemalte Mauer des alten Kindergartens bzw. des Jugendheims 6-Eck erhalten hat. Sie ist jetzt ein Teil des Erlebnisgartens. Wie ich erfahre, soll die Mauer aber neu gestrichen werden. Die schönen Bilder werden verschwinden. Schade.

So haben die Bewohner – die ersten ziehen am 16. September ein – nichts von diesen Malereien. Aber ein Heim, das innen bunter ist und geräumiger wirkt, als es das Grau außen nahe legt.

Die Besichtigung neigt sich nun dem Ende. Ich stelle noch diverse Fragen, obwohl ich während der Besichtigung schon so viel gefragt habe. Was hier noch erwähnenswert ist: Entgegen vieler Presseberichte wird die Cafeteria sich nicht nach außen öffnen, also keine Gaststättenkonzession erhalten. Sie ist exklusiv für die Heimbewohner und ihre Besucher da. Eine Beatmungsstation wird nicht realisiert. Aber ein Bereich mit jungen Pflegebedürftigen unter 60.

Weitere Bilder von der Besichtigung und auch noch einmal die hier gezeigten Bilder in höherer Auflösung gibt es auf flickr. Einfach hier klicken!

Zur offiziellen Website Phönix Haus Neuperlach

Die Feuerbeschau – oder „Was es mit dem Wohnzimmer eines Mehrfamilienhauses auf sich hat“

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Ganz so schön war die Kakteen- und Pflanzenausstellung in meinem Hausflur nicht. Aber man mag mir verzeihen, dass ich hier nur ein Bild zur Illustration bringe und nicht die reale Pflanzensammlung festgehalten habe. Denn was weg ist, kann man ja nur noch eher schlecht fotografieren © Simone Krüger / Pixelio

Hausflure in Mehrfamilienhäusern sind mehr als sterile Zugänge zu den schönen Wohnungen und Apartments. Oft werden sie liebevoll eingerichtet und mit Kakteen, Kunst, Kitsch und Krempel bestückt. Einige Bewohner nutzen den Hausflur als verlängerten Wohnungsflur und stellen alles ab, was in der Wohnung keinen Platz hat oder unerwünscht ist (etwa Kinderwagen, Schuhschrank, Fahrräder, hässliche Pflanzen, Schwiegermutter).

Jedes Stockwerk hat seinen eigenen Stil. Man könnte den Stockwerken sogar Namen geben. Da gibt es das Stockwerk mit der „ständigen Kakteenausstellung“, die einen Besuch im Botanischen Garten überflüssig macht, das „Kunststockwerk“ mit einer riesengroßen, sehr attraktiven Skulptur oder das Chaosstockwerk mit dem hässlichen Schuhschrank und dem Fahrradersatzteillager.

In die Wohnungen kann man nicht so ohne Weiteres reinschauen. Aber der Hausflur ist für jeden einsehbar. Er ist gewissermaßen das Wohnzimmer des Mehrfamilienhauses.

Nun aber hat die Idylle ein Ende. Per Schreiben vom Hausverwalter werden alle Bewohner aufgefordert, sämtliche Gegenstände aus den Hausfluren und dem Treppenhaus zu entfernen. Eine von der Branddirektion durchgeführte Feuerbeschau hätte nämlich ergeben, dass die abgestellten Gegenstände § 22 und § 24 der „Verordnung über die Verhütung von Bränden“ widersprechen würden. Nur die Fußabstreifer dürfen bleiben, sonst muss alles raus. Nicht entfernte Gegenstände würden sonst zwangsentsorgt werden. O.k., Sicherheit geht vor!

Nun ist es so weit, die Frist ist abgelaufen. Mein Haus ist kaum mehr wiederzuerkennen. Jedes Stockwerk sieht jetzt gleich aus. Die wunderschöne Skulptur, die für mich ein Hinweis war, dass ich im richtigen Stockwerk bin, in dem sich der Zugang zum Dachboden befindet, ist weg. Die ständige Kakteenausstellung ist für immer geschlossen, das verrostete Fahrrad aus dem Treppenhaus wohl beim „Eisen Karl“ zur Entsorgung.

Alles ist nun so beliebig und steril. Manches ist zu Recht auf dem Müll, anderes vermisse ich. Mein Haus hat nun kein „Wohnzimmer“ mehr.

Update 03.08.2009: Heute wurde mir per Hausverwalter-Schreiben mitgeteilt, dass man noch nicht so ganz zufrieden sei. Es seien immer noch Pflanzen u.a. in den Fluren abgestellt. „Nur auf fahrbaren nicht brennbaren Untersätzen“ aufgestellte Pflanztöpfe seien „bis auf jederzeitigen Widerruf geduldet“. Im nächsten Satz wechselt der Brief das Thema, denn eigentlich sollte es ja um die Feuerbeschau gehen. Es heißt, „Verunreinigungen durch diese Pflanzen“ seien „von den jeweiligen Besitzern zu entfernen“. Schön, dass man das Thema Schmutz damit gleich miterledigt. Problem erkannt, reagiert und beseitigt.

Neues aus Neuperlach – kleine Nachrichten aus den großen Häusern (Folge 2)

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Update: Pflegeheim Neuperlach öffnet im September

Das Pflegeheim Neuperlach am Friedrich-Engels-Bogen 4 wird wie geplant Ende August fertig gestellt. Die ersten Bewohner ziehen am 16. September ein.

Fahrbahnsanierung auf dem Karl-Marx-Ring

Vom 03.08.2009 bis Mitte September finden auf dem Karl-Marx-Ring Fahrbahnsanierungen statt. Betroffen sind die Kreuzungsbereiche Oskar-Maria-Graf-Ring, Kafkastraße, Ständlerstraße und Hugo-Lang-Bogen. Entsprechend ist mit kurzfristigen einberaumten Einschränkungen (etwa Reduzierung von Fahrstreifen) zu rechnen. Auch die MVG-Buslinien müssen zum Teil umgeleitet werden. In Einzelfällen können einzelne Haltestellen tageweise gar nicht angefahren werden.

SVN feiert 40-Jähriges

Der SVN ist 40 geworden. Aus einem spontan gegründeten Verein, der am Anfang viel improvisieren musste (am Anfang existierte nicht mal ein Sportanlage, sodass man einen Acker provisorisch in ein Fußballfeld umwandelte), ist  inzwischen der zweitgrößte Breitensportverein Münchens geworden. Das 40-Jährige wird mit einem großen Sommerfest am 1. August ab 16.00 Uhr auf der SVN-Tennisanlage an der Staudingerstraße (Nähe Eisstadion) gefeiert: Quelle: Münchner Wochenanzeiger vom 28.07.2009

Was Billigpapier aus dem Discounter mit mangelndem Mut bei der Architektur zu tun hat

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Hochhaus in Seoul. Foto: saucy_pan / Lizenz siehe: flickr

Hochhäuser sind generell schön, können aber auch ungewöhnlich und avantgardistisch sein. Manche Städte haben den Mut. München gehört bislang nicht dazu, das Motto ist Mutmangel. Dagegen macht es Seoul vor.

Einige Teile des nächsten Prachtexemplars scheinen flacher als das billige dünne Schreibpapier aus dem Discounter zu sein. Das Haus hält aber noch, was es verspricht, es hält. Auch hier wird es nichts mit den einstürzenden Neubauten. Einstürzen tut hier nur die konservative Grundhaltung, dass alles nach Schema F gebaut sein muss.

Einflüsse aus Seoul gibt es in Neuperlach wohl nur an der Ständlerstraße. Der Künstler dieses Meisterwerks, Jai-Young Park, wurde in Seoul geboren. Ich würde mir wünschen, wenn man Jai-Young Park auch auf so manches in München neu zu errichtendes Hochhaus loslassen würde. Mehr zu diesem Kunstwerk und generell zum Thema Kunst in der Rubrik Kunst (auch über die obere Navigationsleiste erreichbar).

Hochhäuser in Seoul. Foto: saucy_pan / Lizenz siehe: flickr
„Nur der Mensch ist der Ort der Bilder“ des Künstlers Jai-Young Park an der Kreuzung Ständlerstraße/Heinrich-Wieland-Straße (13.05.2009) © Thomas Irlbeck

Autobushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen zurückverlegt

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Acht Wochen sollte die provisorische Bushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen Bestand haben, die am 7. April eingerichtet wurde. Provisorisch bedeutet hier, dass keine Unterstellmöglichkeit für den Regenfall vorgesehen war. Gedauert hat es dann leider doch fast doppelt solange. Wir erinnern uns, die Verlegung war notwendig geworden, da das derzeit noch im Bau befindliche Pflegeheim Neuperlach ans Fernwärmenetz angeschlossen wurde.

Seit heute halten die modernen taubenblauen MVG-Busse der Linien 197 Innenring und N45 endlich wieder regulär am Friedrich-Engels-Bogen.

Warum mich das Taxi zum Sonne fressenden Hund brachte

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Der Begriff „Taxameter“ (und damit auch das Wort „Taxi“) kommt aus dem Lateinischen (taxare=im Wert abschätzen). Denn das Taxameter schätzt ab, was ich löhnen muss. Manchmal ist dies ganz schön viel, aber es ist gerecht, wie wir noch erfahren werden © P. Kirchhoff / Pixelio

Als ich jüngst einen guten Bekannten darauf hinwies, dass mir das Taxi für den täglichen Gebrauch zu teuer sei und speziell das Zusehen-Müssen, wie der EUR-Wert auf dem Taxameter raufgezählt wird, bei mir fast einen Herzinfarkt verursachen würde, erwiderte er, ich wäre beim Taxi aber pingelig, die Damen und Herren verdienten doch nur, wenn ich fahren würde.

Ich konterte dann, dass die Taxilenker schon eine Grundgebühr nehmen würden, obgleich sie mich noch keinen Meter bewegt hätten. Daraufhin klärte mich der Bekannte auf, dass die Tarife der Taxen von der Stadt vorgeschrieben seien. Die übliche Grundgebühr gehöre dazu. Argumentiert werde hier mit der Anfahrt zum Kunden, auch wenn es sich um „Einsteiger“ an einem Taxistand handele.

Nur war und ist mir das alles durchaus bekannt. Der Bekannte konnte dies nicht unbedingt wissen, vielleicht auch deshalb, da ich mich mit dem Ausdruck „die Taxilenker nehmen“ schwammig ausgedrückt hatte. Dass der Bekannte ehemaliger Taxilenker ist, spielte vielleicht auch eine Rolle, dass er ein wenig in die Konkretisierung und Rechtfertigung hineinging.

Für die Ungenauigkeit der Sprache gibt es viele weitere Beispiele:

Blätter bewegen sich z.B. nicht im Wind, sie werden eher durch den Wind bewegt. Einen Motor oder Muskeln haben sie ja nicht.

Die Sonne geht nicht auf oder unter. Stattdessen führt die Erddrehung dazu, dass wir uns aus dem Bereich, in dem wir Blickkontakt zur Sonne haben, hinaus- oder in diesen hineinbewegen. Aber wer drückt dies schon so aus?

Die Sonne versinkt im Meer. Oder etwa doch nicht? © Wilhelm Suhr / Pixelio

Die Sonne verschwindet oder versteckt sich auch nicht hinter den Wolken, sie macht ja das nicht selbst. Als Stern hat sie ja kein Düsentriebwerk, mit dem sie mal schnell irgendwohin fliegt. Vielmehr werden die Wolken durch den Wind so bewegt, dass sie – von unserem Standpunkt betrachtet – vor die Sonne geschoben werden und damit den direkten Sichtkontakt zur ihr einschränken oder unterbinden.

Wenn wir schon beim vermeintlichen Verschwinden der Sonne sind: Die Chinesen sprachen im Rahmen der Sonnenfinsternis gestern sogar davon, dass ein Hund die Sonne verschlingen will. Daher müsste man ihn durch Krach vertreiben. So sagt es zumindest die Legende. In diesem Fall ist es keine Ungenauigkeit der Sprache, sondern der Hund existiert schlicht nicht. Entsprechend kann er aktiv nicht irgendwas wollen, schon gar nicht die Sonne fressen. Außerdem ist sie viel zu heiß und viel zu groß.

Aber das hier Geschriebene trägt nicht viel dazu bei, die Genauigkeit der Sprache zu erhöhen. Dafür ist es selbst viel zu ungenau. Wer in aller Welt sind z.B. die Chinesen? Alle Chinesen ja wohl kaum.

Neues aus Neuperlach – kleine Nachrichten aus den großen Häusern (Folge 1)

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Update: „Life“ eröffnet am 09.09.09 um 09 Uhr

Das neue Einkaufszentrum an der Albert-Schweitzer-Straße „Life“ eröffnet am 09.09.09 um 09 Uhr. 93 % der Flächen sind bereits vermietet. Ins life kommen: Aldi, Rewe Vollsortiment, Metzgerei Vinzenz Murr, Bio-Markt ALNATURA, Bäckerei Traublinger, eine Natursaftbar, eine Espressobar, Vodafone Mobilfunk, eine Apotheke, ein Blumenladen, ein Friseur, eine Reinigung, ein Reisebüro, ein Schlüsseldienst, ein Schreibwarengeschäft, der Mode-Discounter Ernsting’s family sowie dm Drogeriemarkt. Mit weiteren Anbietern werden noch Gespräche geführt. Quelle: Hallo, Ausgabe Ramersdorf-Perlach, vom 09.07.09.

Bäume weg

Am Karl-Marx-Ring 3-21 sollen 57 Bäume gefällt werden. Grund: Erneuerung eines Tiefgaragendachs sowie der Bau von Rampen als Zugang zu den Hochhäusern am Karl-Marx-Ring 3 und 5 für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Nur 17 Bäume sollen nachgepflanzt werden. Der Bezirksausschuss stimmte den Fällungen bereits zu, das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 07.07.2009, Seite 41 (Stadtausgabe)

Kinderkrippe kommt

Die Kinderkrippe an der Quiddestraße 35a kann nun gebaut werden, die Finanzierung ist gesichert. Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 07.07.2009, Seite 42 (Stadtausgabe)

Nach über 30 Jahren: Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes in Sicht

Zur Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes wurde nun ein Grundsatz- und Eckdatenbeschluss gefällt. Damit sind die Voraussetzung für den Start eines Wettbewerb zur Bebauung geschaffen. Seit mehr als drei Jahrzehnten laufen bereits Planungen und Diskussionen zur Bebauung des derzeit als Parkplatz genutzten Areals. Nun sollen ein Bürgerzentrum (unter anderem mit Volkshochschule, Stadtbibliothek und dem FestSpielHaus), Kneipen, Restaurants, Läden, Hotels und Wohnungen entstehen. Eine Umwandlung der Thomas-Dehler-Straße in eine Fußgängerzone wird geprüft. Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 06.07.2009, Seite 52 (Stadtausgabe)

Dünja ist da!

Das Internet- und Telefonlokal Dünja ist von der Ollenhauerstraße in das Marx-Zentrum, umgezogen. Die neuen Räume im Peschelanger 7 sind bereits geöffnet.

Verlängerung der Ständlerstraße mal wieder diskutiert

Bedrohte Idylle: Auf dieser Trasse würde die Verlängerung der Ständlerstaße verlaufen (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Auf dem „Verkehrsforum München Ost“ wurde mal wieder eine Verlängerung der Ständlerstraße ins Spiel gebracht. Damit soll die Putzbrunner Straße entlastet werden. Quelle: Südost-Kurier, 01.07.2009

Doppelt verwechselt irritiert besser

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Rechnungen machen Freude. Zumindest den Rechnungsstellern, wenn alles korrekt läuft (Archivbild) © Andreas Morlok / Pixelio

Vor ein paar Wochen erhielt ich eine Rechnung, die ich ein, zwei Tage später beglich. Doch jetzt bekomme ich eine Mahnung. Ich kontrolliere noch einmal alles: Kontonummer, Bankleitzahl, Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Betrag. Alles korrekt. Das Geld wurde auch nicht von der Bank zurückgebucht.

Ich schaue mir die Rechnung noch einmal genauer an. Recht dick kommt sie daher, aber ich betrachtete damals nur die Titelseite genauer, der Rest ist doch ohnehin nur eine öde Auflistung. Doch, stopp, die dritte und vierte Seite gehört gar nicht mehr zu meiner Rechnung, stelle ich nun fest. Es ist die Rechnung an einen anderen Kunden. Der Betrag ist ein anderer, der Kunde hat einen anderen Nachnamen und wohnt ganz wo anders, nicht mal in München. Nur der Vorname ist gleich.

Klar, dieser Kunde konnte seine Rechnung ja kaum bezahlen, da er vermutlich keine Rechnung erhielt. Es wäre nun die normalste Sache der Welt, diesen Kunden zu mahnen. Doch, warum bekomme ich eine Mahnung – mit dem Betrag meiner Rechnung, die ich bezahlt habe? Wie kann man etwas doppelt auf dieselbe Art und Weise verwechseln? Oder gibt es doch eine Verbindung zu dem anderen Kunden? Ich finde keine.

Ein Anruf beim Rechnungssteller ergibt zunächst nur die Zusage, man werde dies überprüfen. Nach ein paar Tagen erfahre ich, sie hätten nun festgestellt, dass ich damals tatsächlich bezahlt hatte.

Doch diese anscheinend doppelter Verwechslung verstehe ich nach wie vor nicht. Wenn man versehentlich zwei Rechnungen in einen Umschlag packt, mag dies ja erklärbar sein. Der Rest ist es aber nicht. Wer kennt die Lösung?

Ein Licht geht auf

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Vorher: Nachts vor dem Haus. Hier sieht nicht mal mehr eine Katze nach dem Augenarztbesuch etwas (05.07.2009) © Thomas Irlbeck

Seit Monaten sind die Straßenlaternen auf dem Fußweg quer zu meinem Haus defekt. Das Problem wurde reklamiert, aber es tat sich nur insofern etwas, dass nun auch die Lampen auf dem Weg längs zum Haus, die noch ein wenig Licht gaben, um sich einigermaßen orientieren zu können, außer Betrieb gegangen sind. Nun ist es vor dem Haus gänzlich dunkel. Nun kam jemand auf die Idee, eine Behelfslaterne vor dem Eingangsportal zu errichten. Strom per Verlängerungsschnur aus dem Keller geholt, Behelfslampe an das Regenabflussrohr montiert – fertig. Manchmal können Lösungen so einfach sein.

Nachher: Eine Behelfslampe weist den Weg zum schönen Wohnhaus (06.07.2009) © Thomas Irlbeck
Aus der Nähe: Schön ist sie nicht, aber hilfreich (06.07.2009) © Thomas Irlbeck
Nachts sieht das so aus (05.07.2009).  © Thomas Irlbeck