Autobushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen zurückverlegt

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Acht Wochen sollte die provisorische Bushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen Bestand haben, die am 7. April eingerichtet wurde. Provisorisch bedeutet hier, dass keine Unterstellmöglichkeit für den Regenfall vorgesehen war. Gedauert hat es dann leider doch fast doppelt solange. Wir erinnern uns, die Verlegung war notwendig geworden, da das derzeit noch im Bau befindliche Pflegeheim Neuperlach ans Fernwärmenetz angeschlossen wurde.

Seit heute halten die modernen taubenblauen MVG-Busse der Linien 197 Innenring und N45 endlich wieder regulär am Friedrich-Engels-Bogen.

Warum mich das Taxi zum Sonne fressenden Hund brachte

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Der Begriff „Taxameter“ (und damit auch das Wort „Taxi“) kommt aus dem Lateinischen (taxare=im Wert abschätzen). Denn das Taxameter schätzt ab, was ich löhnen muss. Manchmal ist dies ganz schön viel, aber es ist gerecht, wie wir noch erfahren werden © P. Kirchhoff / Pixelio

Als ich jüngst einen guten Bekannten darauf hinwies, dass mir das Taxi für den täglichen Gebrauch zu teuer sei und speziell das Zusehen-Müssen, wie der EUR-Wert auf dem Taxameter raufgezählt wird, bei mir fast einen Herzinfarkt verursachen würde, erwiderte er, ich wäre beim Taxi aber pingelig, die Damen und Herren verdienten doch nur, wenn ich fahren würde.

Ich konterte dann, dass die Taxilenker schon eine Grundgebühr nehmen würden, obgleich sie mich noch keinen Meter bewegt hätten. Daraufhin klärte mich der Bekannte auf, dass die Tarife der Taxen von der Stadt vorgeschrieben seien. Die übliche Grundgebühr gehöre dazu. Argumentiert werde hier mit der Anfahrt zum Kunden, auch wenn es sich um „Einsteiger“ an einem Taxistand handele.

Nur war und ist mir das alles durchaus bekannt. Der Bekannte konnte dies nicht unbedingt wissen, vielleicht auch deshalb, da ich mich mit dem Ausdruck „die Taxilenker nehmen“ schwammig ausgedrückt hatte. Dass der Bekannte ehemaliger Taxilenker ist, spielte vielleicht auch eine Rolle, dass er ein wenig in die Konkretisierung und Rechtfertigung hineinging.

Für die Ungenauigkeit der Sprache gibt es viele weitere Beispiele:

Blätter bewegen sich z.B. nicht im Wind, sie werden eher durch den Wind bewegt. Einen Motor oder Muskeln haben sie ja nicht.

Die Sonne geht nicht auf oder unter. Stattdessen führt die Erddrehung dazu, dass wir uns aus dem Bereich, in dem wir Blickkontakt zur Sonne haben, hinaus- oder in diesen hineinbewegen. Aber wer drückt dies schon so aus?

Die Sonne versinkt im Meer. Oder etwa doch nicht? © Wilhelm Suhr / Pixelio

Die Sonne verschwindet oder versteckt sich auch nicht hinter den Wolken, sie macht ja das nicht selbst. Als Stern hat sie ja kein Düsentriebwerk, mit dem sie mal schnell irgendwohin fliegt. Vielmehr werden die Wolken durch den Wind so bewegt, dass sie – von unserem Standpunkt betrachtet – vor die Sonne geschoben werden und damit den direkten Sichtkontakt zur ihr einschränken oder unterbinden.

Wenn wir schon beim vermeintlichen Verschwinden der Sonne sind: Die Chinesen sprachen im Rahmen der Sonnenfinsternis gestern sogar davon, dass ein Hund die Sonne verschlingen will. Daher müsste man ihn durch Krach vertreiben. So sagt es zumindest die Legende. In diesem Fall ist es keine Ungenauigkeit der Sprache, sondern der Hund existiert schlicht nicht. Entsprechend kann er aktiv nicht irgendwas wollen, schon gar nicht die Sonne fressen. Außerdem ist sie viel zu heiß und viel zu groß.

Aber das hier Geschriebene trägt nicht viel dazu bei, die Genauigkeit der Sprache zu erhöhen. Dafür ist es selbst viel zu ungenau. Wer in aller Welt sind z.B. die Chinesen? Alle Chinesen ja wohl kaum.

Neues aus Neuperlach – kleine Nachrichten aus den großen Häusern (Folge 1)

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Update: „Life“ eröffnet am 09.09.09 um 09 Uhr

Das neue Einkaufszentrum an der Albert-Schweitzer-Straße „Life“ eröffnet am 09.09.09 um 09 Uhr. 93 % der Flächen sind bereits vermietet. Ins life kommen: Aldi, Rewe Vollsortiment, Metzgerei Vinzenz Murr, Bio-Markt ALNATURA, Bäckerei Traublinger, eine Natursaftbar, eine Espressobar, Vodafone Mobilfunk, eine Apotheke, ein Blumenladen, ein Friseur, eine Reinigung, ein Reisebüro, ein Schlüsseldienst, ein Schreibwarengeschäft, der Mode-Discounter Ernsting’s family sowie dm Drogeriemarkt. Mit weiteren Anbietern werden noch Gespräche geführt. Quelle: Hallo, Ausgabe Ramersdorf-Perlach, vom 09.07.09.

Bäume weg

Am Karl-Marx-Ring 3-21 sollen 57 Bäume gefällt werden. Grund: Erneuerung eines Tiefgaragendachs sowie der Bau von Rampen als Zugang zu den Hochhäusern am Karl-Marx-Ring 3 und 5 für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Nur 17 Bäume sollen nachgepflanzt werden. Der Bezirksausschuss stimmte den Fällungen bereits zu, das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 07.07.2009, Seite 41 (Stadtausgabe)

Kinderkrippe kommt

Die Kinderkrippe an der Quiddestraße 35a kann nun gebaut werden, die Finanzierung ist gesichert. Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 07.07.2009, Seite 42 (Stadtausgabe)

Nach über 30 Jahren: Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes in Sicht

Zur Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes wurde nun ein Grundsatz- und Eckdatenbeschluss gefällt. Damit sind die Voraussetzung für den Start eines Wettbewerb zur Bebauung geschaffen. Seit mehr als drei Jahrzehnten laufen bereits Planungen und Diskussionen zur Bebauung des derzeit als Parkplatz genutzten Areals. Nun sollen ein Bürgerzentrum (unter anderem mit Volkshochschule, Stadtbibliothek und dem FestSpielHaus), Kneipen, Restaurants, Läden, Hotels und Wohnungen entstehen. Eine Umwandlung der Thomas-Dehler-Straße in eine Fußgängerzone wird geprüft. Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 06.07.2009, Seite 52 (Stadtausgabe)

Dünja ist da!

Das Internet- und Telefonlokal Dünja ist von der Ollenhauerstraße in das Marx-Zentrum, umgezogen. Die neuen Räume im Peschelanger 7 sind bereits geöffnet.

Verlängerung der Ständlerstraße mal wieder diskutiert

Bedrohte Idylle: Auf dieser Trasse würde die Verlängerung der Ständlerstaße verlaufen (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Auf dem „Verkehrsforum München Ost“ wurde mal wieder eine Verlängerung der Ständlerstraße ins Spiel gebracht. Damit soll die Putzbrunner Straße entlastet werden. Quelle: Südost-Kurier, 01.07.2009

Doppelt verwechselt irritiert besser

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Rechnungen machen Freude. Zumindest den Rechnungsstellern, wenn alles korrekt läuft (Archivbild) © Andreas Morlok / Pixelio

Vor ein paar Wochen erhielt ich eine Rechnung, die ich ein, zwei Tage später beglich. Doch jetzt bekomme ich eine Mahnung. Ich kontrolliere noch einmal alles: Kontonummer, Bankleitzahl, Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Betrag. Alles korrekt. Das Geld wurde auch nicht von der Bank zurückgebucht.

Ich schaue mir die Rechnung noch einmal genauer an. Recht dick kommt sie daher, aber ich betrachtete damals nur die Titelseite genauer, der Rest ist doch ohnehin nur eine öde Auflistung. Doch, stopp, die dritte und vierte Seite gehört gar nicht mehr zu meiner Rechnung, stelle ich nun fest. Es ist die Rechnung an einen anderen Kunden. Der Betrag ist ein anderer, der Kunde hat einen anderen Nachnamen und wohnt ganz wo anders, nicht mal in München. Nur der Vorname ist gleich.

Klar, dieser Kunde konnte seine Rechnung ja kaum bezahlen, da er vermutlich keine Rechnung erhielt. Es wäre nun die normalste Sache der Welt, diesen Kunden zu mahnen. Doch, warum bekomme ich eine Mahnung – mit dem Betrag meiner Rechnung, die ich bezahlt habe? Wie kann man etwas doppelt auf dieselbe Art und Weise verwechseln? Oder gibt es doch eine Verbindung zu dem anderen Kunden? Ich finde keine.

Ein Anruf beim Rechnungssteller ergibt zunächst nur die Zusage, man werde dies überprüfen. Nach ein paar Tagen erfahre ich, sie hätten nun festgestellt, dass ich damals tatsächlich bezahlt hatte.

Doch diese anscheinend doppelter Verwechslung verstehe ich nach wie vor nicht. Wenn man versehentlich zwei Rechnungen in einen Umschlag packt, mag dies ja erklärbar sein. Der Rest ist es aber nicht. Wer kennt die Lösung?

Ein Licht geht auf

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Vorher: Nachts vor dem Haus. Hier sieht nicht mal mehr eine Katze nach dem Augenarztbesuch etwas (05.07.2009) © Thomas Irlbeck

Seit Monaten sind die Straßenlaternen auf dem Fußweg quer zu meinem Haus defekt. Das Problem wurde reklamiert, aber es tat sich nur insofern etwas, dass nun auch die Lampen auf dem Weg längs zum Haus, die noch ein wenig Licht gaben, um sich einigermaßen orientieren zu können, außer Betrieb gegangen sind. Nun ist es vor dem Haus gänzlich dunkel. Nun kam jemand auf die Idee, eine Behelfslaterne vor dem Eingangsportal zu errichten. Strom per Verlängerungsschnur aus dem Keller geholt, Behelfslampe an das Regenabflussrohr montiert – fertig. Manchmal können Lösungen so einfach sein.

Nachher: Eine Behelfslampe weist den Weg zum schönen Wohnhaus (06.07.2009) © Thomas Irlbeck
Aus der Nähe: Schön ist sie nicht, aber hilfreich (06.07.2009) © Thomas Irlbeck
Nachts sieht das so aus (05.07.2009).  © Thomas Irlbeck

Was nicht passt, wird passend gemacht

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Adapter dienen zur Verbindung nicht zusammenpassender Teile. Baustellenhütchen sind wegen ihrer konischen und damit variablen, anpassenden Form die besten Adapter. Problem gelöst, geht doch, das Wasser läuft dahin, wo es hin soll.

Adapter gesehen am Pflegeheim Neuperlach (04.07.2009) © Thomas Irlbeck

Verhüllt, verpackt, verrückt – was es alles nicht nicht gibt

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Nicht so wichtig wie ein bekanntes Gebäude in einer ebenso bekannten Stadt, das von einem bekannten Verpackungskünstler eingepackt wurde, aber eben auch eingepackt (30.06.2009) © Thomas Irlbeck

Im Internet gibt es alles, und flickr spiegelt das ebenso wider. Entsprechend existiert natürlich eine Gruppe für verpackte Objekte.

Der Gruppenadministrator sprach mich auf eines meiner Fotos an, nun steuere ich noch ein paar weitere bei, etwa dieses hier.

Ein wenig mehr vom Haus (30.06.2009) © Thomas Irlbeck

Wie grausam kann Werbung sein? – Oder: „Warum springt Fernsehglas eigentlich nicht?“

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Diese Windschutzscheibe lässt sich auch mit patentierter Technologie wohl eher nicht mehr reparieren (Archivbild) © Günter Havlena / Pixelio

Ein paar Tage war es verdächtig ruhig. Nein, ich meine nicht irgendwelche Neuperlacher Baustellen vor dem Haus, sondern die Ruhe in den Werbeblöcken. Die äußerst nervige Carglass-TV-Werbung lief nicht mehr. Doch nun geht der Horror weiter, die Spots wurden offenbar wieder für jeden Werbeblock gebucht. „Carglass repariert – Carglass tauscht aus“ brummt es aus den armen Lautsprechern. Was machen sie nun, reparieren sie oder tauschen sie aus? Ich kapiere es mal absichtlich nicht, ich will es auch nicht kapieren, weder absichtlich noch unabsichtlich. Ein thermischer Schock und die Scheibe könne reißen, heißt es. Wäre es vielmehr nicht richtig, dass in diesem Sommer bislang thermische Schocks eher ausgeblieben sind? Aber ich habe in dem Dauerspot gelernt, dass Klimaanlagen nicht nur wie bekannt der Umwelt schaden, sondern auch vorgeschädigtes Autoglas bersten lassen. Klimaanlagen sind so gesehen (durch die Windschutzscheibe, solange sie noch da ist) glasklar wahre Glaskiller.

Fernsehen wird durch Carglass erst so richtig grausam, manchmal wäre ein springendes Glas ganz angenehm, zumindest wenn es das vom Fernseher wäre.

Ab nächster Woche: Ratatazong, ratatazong – weg ist der Beton (eigentlich: Balkon) [Update]

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Seit Mai letztes Jahres habe ich eine Baustelle vor dem Haus, das Pflegeheim Neuperlach wird errichtet. Dies brachte und bringt Lärm und andere Unannehmlichkeiten mit sich, etwa temporär nicht benutzbare Wege. Immerhin achten die Baggerfahrer penibel darauf, dass kein Fußgänger eine Schaufel an den Kopf kriegt. Da wird dann garantiert die Schaufel in die richtige Richtung geschwenkt, wenn ein Fußgänger seinen Gang machen will.

Nun aber neigt sich der Bau dem Ende zu. Im Herbst wird wohl Eröffnung sein. Doch es wäre ja langweilig, wenn sich der Bauphase vor dem Haus wieder eine ruhige, saubere Zeit anschließt. Konsequenterweise wird ab Montag nächste Woche eine Betonsanierung im Haus durchgeführt, die voraussichtlich sechs Wochen dauern wird.

Fotos folgen, wenn es dann losgeht. Vorerst gibt es zur Einstimmung ein Archivbild:

Ein Gerüst. Hat mit dem Text oben nicht viel zu tun. Aber ohne Bild ist es langweilig © RainerSturm / Pixelio

Nun aber ein aktuelles Bild mit einem Lagebericht vom Pflegeheim vor dem eigenen Wohnhaus:

(Bild entfernt)

Was schwebt denn hier ins Pflegeheim? Die Pflegeheim-Arbeiten neigen sich dem Ende zu wie die Neigung dieses Kranes. Lärm und Dreck gehen dafür nun im eigenen Wohnhaus los (23.06.2009).

Update

Nun geht es los:

(Bild entfernt)

Seilzug für Gerüstaufbau (29.06.2009) © Thomas Irlbeck

Kunst oder künstlich? Bei Fritz Roth hat es sich ausgequetscht

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Eine Art Minimuseum, … (12.06.2009) © Thomas Irlbeck
… wo es keiner erwartet (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Vor einiger Zeit hatte ich vollmundig verkündet, fast ganz Neuperlach sei eine einzige Kunstausstellung. Ob die folgenden Objekte, die ich heute mit meinem Objektiv fixierte, Kunst oder nur künstlich sind, mag der Betrachter selbst entscheiden. Es sind auf jeden Fall faszinierende Technikrelikte, die man in einer Art dauerhaften Freiluftausstellung im alten Quetschwerk Fritz Roth in Neuperlach (Putzbrunner Straße) bewundern kann.

Zur Anfahrt per ÖPNV: Am besten fährt man mit dem Autobus M55 oder 198 bis zur Haltestelle „Gefilde“ und läuft dann am Waldrand entlang Richtung Kieswerk. Die Objekte muss man sich aber selbst zusammensuchen – das Ganze ist kein offizielles Museum!

Entsprechend muss man sich nicht erst am Eingang anstellen, bis man … (12.06.2009) © Thomas Irlbeck
zu diesem Kurzhobler vorgelassen wird. Wann an dieser wohl das letzte Mal Schichtende war? (12.06.2009) © Thomas Irlbeck
Die Feldbahn erfüllt nun einen anderen Zweck – als Blumenkübel. (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Diese und weitere Bilder zu permanenten Freiluftausstellungen in Neuperlach in höherer Auflösung gibt es hier

Wann kommt der 197er? Neue DFI-Anzeige im Test

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Praktisch sind sie, die DFI (Dynamische Fahrgast-Information)-Anzeigen im Münchener Bus- und Trambahnnetz. Verraten sie einem doch, dass man den Bus mal wieder verpasst hat und bei bestehendem 20-Minutentakt schlappe 19 Minuten warten muss. Aber im Ernst, sie sind schon wirklich nützlich, da sich Faule nicht nur das Nachschauen im Fahrplan sparen, sondern auch fleißige Fahrplanleser bei Verspätungen unterrichtet werden.

Doch leider sind bislang nur besonders stark frequentierte Haltestellen damit ausgestattet. Mit einer neuen DFI-Sparversion könnte sich das ändern. Diese wird derzeit an der Haltestelle „Borstei“ getestet. Das berichten die „Tramgeschichten“. Doch m.E. überzeugt sie nicht. Die Anzeige ist weit kleiner, es handelt sich um eine LCD-Segment-Anzeige, keine LED-Anzeige, und es wird nur ein Fahrzeug gleichzeitig (im Wechsel) angezeigt. Die Lesbarkeit dürfte um einiges schlechter sein als bei den derzeit eingesetzten LED-Anzeigen.

Doch, lest selbst:

Zum Artikel auf Tramgeschichten

Man könnte allenfalls sagen: „Besser als gar keine Anzeige“. Die es bei der folgenden Haltestelle (nicht) gibt. Diese Haltestelle ist besonders spartanisch: Derzeit halten hier wegen Bauarbeiten auch keine Busse.

Derzeit ist die Neuperlacher Bushaltetstelle Friedrich-Engels-Bogen ganz tot (Ersatzhaltestelle ist aber vorhanden). Wird man nach ihrer Wiedereröffnung eines Tages dynamisch darüber unterrichtet, dass der nächste Autobus mal wieder Verspätung hat? Die neue Spar-DFI-Anzeige könnte es möglich machen. Vielleicht hat die MVG aber auch das Geld für die normale und erheblich bessere LED-Ausgabe. Foto (Archivfoto): Thomas Irlbeck

Ramersdorf – Perlach hat gewählt

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Europawahl 2009

Ergebnis Stadtbezirk 16 – Ramersdorf – Perlach

CSU: 37,3 %

SPD: 18,4 %

Grüne: 15,7 %

FDP: 11,0 %

Freie Wähler: 3,5 %

Linke: 3,7  %

ÖDP: 1,9 %

Bayernpartei: 1,2 %

Tierschutzpartei: 1,1 %

Piratenpartei: 1,1 %

REP: 1,0 %

Weitere Parteien <1 %: siehe Quelle

Stand: 07.06.2009, 22:13:30

Quelle:muenchen.de (Seite nicht mehr verfügbar)

Na, was wählen wir denn? (Archivbild / kein Bild von der heutigen Europawahl) © Alexander Hauk – www.alexander-hauk.de / Pixelio

O.k., zugegeben, das Bild eben hat mit der Europawahl nichts zu tun. Untersuchungen haben aber ergeben, dass bebilderte Artikel häufiger gelesen werden und mehr Werbeklicks bringen – und damit mehr Geld in die Kasse spülen. Daher also das Bild.

Aber, nun gut, ich habe ein weiteres Bild, das jetzt etwas mehr die Europawahl berührt. Zur Europawahl durfte ich nämlich heute meine Stimme an der Schule abgeben, an der diese Skulptur hängt. Kein Scherz und keine Lüge, auch wenn es der Lügenbaron ist, den hier vor langer Zeit mal jemand an die Mauer geschraubt hat:

Münchhausen
„Münchhausen“, Bronzeskulptur, 1971 von Marlene Neubauer-Woerner geschaffen (Aufnahme vom 21.05.2009) © Thomas Irlbeck

Gezwitscherte Hochstapeleien

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So, Neuperlach.org zwitschert nun auch – unter dem Namen Neuperlach –, wenngleich es dort Hochstapeln heißt.

Nach einigen Anfangsschwierigkeiten läuft das Plugin in der linken Navigationsleiste nun (hoffentlich) einwandfrei!

Wenn ich in Zukunft was Interessantes oder Langweiliges in Neuperlach oder irgendwo anders erlebe, seid ihr fast live dabei!

Update: Noch ein JavaScript-Fehler für den Internet Explorer (8) beseitigt (der dazu führte, das gar keine Meldungen angezeigt werden). Jetzt sollte es funzen.

Jetzt wird gezwitschert – da hoch droben (Archivfoto) © Peashooter / Pixelio

Warum Essen gefährlich ist und wie man der Praxisgebühr in der Breitschaftspraxis entkommt

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Essen ist gefährlich. Aber nicht nur für die schlanke Linie, sondern man kann sich auch verletzen. Einmal nicht gescheit aufgepasst, und in meiner Zunge klafft eine Wunde. Nachdem es immer weiter blutet, probiere ich es mit einer Kompresse. Aber, alles drücken hilft nichts, jetzt sind zwei Stunden vergangen und es sprudelt munter weiter wie aus einer neu entdeckten Wasserquelle. Also muss ich was tun. Natürlich ist Sonntag, prima, wenn man mal was hat, dann hat man es grundsätzlich außerhalb der Sprechzeiten der Praxen.

Aber wofür gibt es eine Bereitschaftspraxis im Klinikum Neuperlach? Nun gut, ist begebe mich dorthin. Als Erstes erfahre ich, dass einer der angestellten Ärzte meines Hausarztes dort heute Sprechstunde hat. Man kennt sich, aber der entscheidende Vorteil ist, dass ich die Praxisgebühr nicht bezahlen muss. In diesem einen speziellen Fall, bei dem zufällig jemand von der Hausarztpraxis Bereitschaft und man die Praxisgebühr bereits beim Hausarzt entrichtet hat, entfällt selbige. Komische Regelung. Doch leider kann der Herr Doktor nichts für mich tun. Die Zunge müsse per Laser verödet werden, das könne er aber hier nicht machen, meint der Arzt. Er schickt mich in ein Spital ins Münchner Zentrum. Neuperlach kann nicht helfen.

(Bild entfernt)

Im Spital. Hier komme ich nicht weiter (24.05.2009).

In dem zentralen Spital werde ich nun behandelt, nachdem ich die Praxisgebühr bezahlt habe. Aber die Laserung tut weh, nach jedem Laserpunkt rollt sich meine Zunge wieder ein. So geht das nicht gescheit, kaum ist eine Stelle zu, blutet es aus einer anderen. Nun betäubt die Ärztin die Zunge und setzt Laserpunkt neben Lasterpunkt. Auf ganze Linie. Ich spüre nichts. Endlich ist die Blutung gestoppt. Noch zehn Minuten Beobachtung, dann darf ich wieder heim. Für heute habe ich genug vom Essen.

(Bild entfernt)

Im zweiten Spital, nun im Herzen Münchens. Ob man mir hier helfen kann? (24.05.2009)

Was das Hochparterre mit dem Lügenbaron Münchhausen verbindet

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Barrierefreiheit mal anders. Gesehen an einem Wohnhaus am Karl-Marx-Ring (21.05.2009) © Thomas Irlbeck

Auf das Hochparterre wird heute in vielen neu gebauten Wohnhäusern verzichtet. Nicht wegen der Barrierefreiheit, sondern wohl eher deshalb, um bei der erlaubten Bebauungshöhe eine zusätzliche Etage unterbringen zu können. Es geht also nur ums liebe Geld.

Dabei waren früher Wohnhäuser ohne Hochparterre typische Arme-Leute-Häuser, die besseren Häuser hatten Hochparterre. Schließlich schützt das Hochparterre vor neugierigen Blicken vom Bürgersteig in die Zimmer.

Neuperlach ist ja, wie hier immer wieder gepredigt wurde, architektonisch gar nicht so schlecht. Folglich ist das Hochparterre hier – im „anderen“ München – weit verbreitet. Doch wie kommen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen in ihre Wohnungen, wenn es erst ein paar Stufen zu erklimmen gilt?

Ganz einfach: Ein zusätzliche Fahrstuhl muss eingebaut werden, der die ersten 1,50 Meter überwindet. Mit dem Stemmeisen wird ein Teil vom Eingang weggeschlagen (frei nach Torfrock: Ratatazong, ratatazong – weg ist der Beton), dann kommt der freundliche Monteur und errichtet die Vertikalbeförderungseinrichtung.

Münchhausen
„Münchhausen“, Bronzeskulptur, 1971 von Marlene Neubauer-Woerner geschaffen, gesehen an der Außenfassade der Grundschule an der Max-Kolmsperger-Straße (21.05.2009) © Thomas Irlbeck

Es geht übrigens auch anders: Man kann Häuser bauen, die Hochparterre haben, und dennoch den normalen Fahrstuhl so konstruieren, dass er sowohl im normalen Parterre als auch im Hochparterre hält. Dazu braucht man natürlich einen (zusätzlichen) Eingang auf Straßenhöhe. Auch braucht die Fahrstuhlkabine konstruktionsbedingt zwei Türen.

Ein ebenso ungewöhnliches Beförderungsmittel hat der berühmte Lügenbaron Münchhausen gewählt. Er lässt sich auf einer Kanonenkugel aus einer belagerten Festung herausschießen. Das Haus mit dem Rollstuhlaufzug und die Münchhausen-Skulptur sind übrigens nur wenige Meter voneinander entfernt. Sie verbindet damit mehr als nur die Entscheidung für ein spezielles Beförderungsmittel.

Mehr Kunst gibt es in der Kunst-Rubrik von Neuperlach.org.

A Walk in the Park

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Kaum ist es mal ein wenig wärmer, geht es zu im Ostpark wie am Hauptbahnhof.

Einige fahren, andere liegen, andere laufen, andere stehen, andere sitzen und alle sind auf diesem einen Rasen (17.05.2009) © Thomas Irlbeck
Auf dem Ostpark-Hügel oben ergibt sich ein anderes Bild. Der Föhn meint es gut mit uns, die Alpen thronen über schwerem Stahlbeton (17.05.2009) © Thomas Irlbeck

Mehr Fotos in höherer Auflösung gibt’s hier: http://www.flickr.com/photos/wolkenkratzer

Aus eins mach zwei – Georg-Brauchle-Haus erhält Erweiterungsbau

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Das Altenheim Georg-Brauchle-Haus an der Staudingerstraße am Ostpark wird erweitert. In einem Anbau mit sieben Etagen finden 38 zusätzliche Wohneinheiten Platz. Die Grundsteinlegung war bereits am 21. April. Schon im Sommer 2010 soll dieser „Haus Ramersdorf“ (der aber in Neuperlach steht) genannte Erweiterungsbau fertiggestellt sein.

Erweiterung Georg-Brauchle-Haus (17.05.2009) © Thomas Irlbeck
Bautafel (17.05.2009) © Thomas Irlbeck
Am bestehenden Eingangstrakt wird rechts angestückelt  (17.05.2009) © Thomas Irlbeck
Das wird ganz schön laut für die Bewohner, sie wohnen quasi in der Baustelle (17.05.2009) © Thomas Irlbeck
Der „Wolff“ ist das gewöhnt (17.05.2009) © Thomas Irlbeck

Einstürzende Neubauten

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„Pavillon – Schräge Wände“ des Künstlers Kay Winkler an der Ständlerstraße (07.05.2009) © Thomas Irlbeck

Zugegeben, „einstürzende Neubauten“ gibt es in Neuperlach nicht. Bis auf ein paar marode Balkone in schwindelerregender Höhe ist Neuperlach noch stabil. Der Titel ist also ein Eye Catcher, der neugierig machen soll. Ein Trick. Obwohl, die Installation von Kay Winkler könnte durchaus „Einstürzende Neubauten“ heißen, tut sie aber nicht.

Mehr Kunst gibt es in der Rubrik Kunst von Neuperlach.org, die in Anbetracht der vielen Kunstinstallationen in Neuperlach immer noch viel zu klein ist.

Update: Langsam füllt sich die Kunstrubrik. Ein paar weitere wichtige Installationen wurden aufgenommen:

Blaue Spirale
„Die blaue Spirale“ von Louis Constantin, 1972 gebaut, 2001 an der Heinrich-Wieland-Straße auf der alten Trambahntrasse der Linie 24 installiert (17.05.2009) © Thomas Irlbeck
„Stahlskulptur“ von Alfred Aschauer, 1970 gebaut, steht vor dem AOK-Gebäude am Friedrich-Engels-Bogen 6, (17.05.2009) © Thomas Irlbeck

Mehr Fotos in höherer Auflösung gibt’s hier: http://www.flickr.com/photos/wolkenkratzer

Rätsel um die Trambahnschleife Neuperlach Nord ist keines mehr

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Ein anstrengender Tag liegt hinter mir, an dem ich das Rätsel um die Trambahnschleife Neuperlach Nord nun endlich zu 99,9 % lösen konnte. Es bleiben aber noch Fragen.

Den ganzen Bericht gibt es hier nachzulesen:

Auf den Spuren der Schleife Neuperlach Nord und ein Besuch im MVG-Museum

Die Streitereien dort bitte einfach überlesen.

Herausgekommen ist viel. 🙂

Im Archiv des MVG-Museums gelang der Fotobeweis.

Die Schleife lag oben in der Heinrich-Wieland-Straße, also nicht im Tal unten an der Ständlerstraße. Die Position ist leicht südöstlich von der ehemaligen Haltestelle Neuperlach Nord aus gesehen, dort wo die Abfahrt zur Ständlersraße beginnt. Das Gelände ist noch weitgehend erhalten. Die Schienen dürften etwa an der Stelle, an der sich heute die im Nichts liegenden Kanaldeckel befinden, vorbeigeführt haben.

Nun aber zwei Fotos von der Schleife:

M/m-Zug der Linie 11 im Hinterstellgleis der Wendeschleife Neuperlach Nord. Trambahnzüge konnten in das Hinterstellgleis nur rückwärts  einfahren, nachdem din der Schleife gewendet wurde. Das Hinterstellgleis wurde ursprünglich gebaut, um außerhalb der Hauptverkehrszeit Beiwagen abzustellen. Blick ist stadtauswärts. Foto ist vom 12.09.1970 (dem Eröffnungstag der Schleife!). Fotograf: Peter Wagner. Mit freundlicher Genehmigung der Freunde des Münchner Trambahnmuseums e. V.
P/p-Zug der Line 29 wendet in Neuperlach Nord. Das Gleis in der Mitte ist das Hinterstellgleis. Die einzige Weiche der gesamten Schleife befindet sich hinter dem Betrachter. Blick ist stadtauswärts. Foto ist vom 12.09.1970 (dem Eröffnungstag der Schleife!). Fotograf: Peter Wagner. Mit freundlicher Genehmigung der Freunde des Münchner Trambahnmuseums e. V.

Diese Fotos und viele weitere von der Neuperlach Tram gibt es in hoher Auflösung auf flickr. Einfach hier klicken!

Bücher mit vielen Trambahnbildern, auch solchen von der Tram Neuperlach, gibt es im InterTram Fachbuchverlag zu kaufen!

Empfohlen seien hier:

Münchens J-Wagen
Münchens M-Wagen
Münchens P-Wagen

Die fast metergenaue Rekonstruktion gelang schließlich durch eine alte Luftbildaufnahme von 1973.

Luftbildausschnitt Neuperlach Nord 01.08.1973

Die Schleife ist in der Karte ganz unten zu sehen.

Vielen Dank an „Gwamperte 8er“ aus dem Eisenbahnforum für die Zurverfügungstellung der Luftbildaufnahme und den damit verbundenen Einsatz!