Wendelstein oder Schein?

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Ein Blick von meiner Loggia in München Neuperlach Richtung Alpen. Wie soll man bei dem herrlichen Alpenpanorama arbeiten? Das ist Ablenkung pur.

Wendelstein zum Greifen nahe. Neuperlach liegt fast in den Alpen (16.04.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Mir wird es langsam zu bunt!

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Nachdem man die Kräne am Pflegeheim Neuperlach schon vor Urzeiten abmontiert hat, ist es Zeit, wieder einen neuen aufzustellen. Zur „Begrünung“ des Daches ist die Begründung. Leider ist das Wetter flau, die Farben lasch, die Atmosphäre trüb. Ein Griff zur richtigen Brille macht die triste Welt der großen Arbeitsmaschinen aber bunt. Gewissermaßen der „Bunt der Ehre der Kranführer“.

Was für eine Brille der da wohl aufhat? (16.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Und so sieht das Ergebnis am Sonntag=Sonne aus. Wann das Dach nun wirklich grün wird? (19.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck

(Bild entfernt)

Dachbegrünung Nahaufnahme vom Vortag (18.04.2009).

Was ein Frosch im Kerkerteich mit der Entlassung einer Regensburger Buslenkerin zu tun hat

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Bei meinem letzten Qi Gong-Kurs im benachbarten Stadtteil Fasangarten waren nicht alle so aufmerksam wie sonst. Ein Frosch hatte sich vor dem Fenster im Übungskerker (der im Suterraine liegt) eingenistet. Hier zeigten einzelne Teilnehmer „wie lieb“-Gefühle und schauten aus dem Fenster statt auf den Übungsleiter.

Ähnliche Gefühle hatte die Regensburger Autobusfahrerin Christina Pommerel (46). Bei einem Stopp sah sie einen Frosch auf der Straße sitzen. Da ihr Job Beförderung ist, half sie dem Frosch, der sich dann doch als Kröte herausstellte, mithilfe eines Stück Kartons auf die andere Straßenseite. Ein Fahrgast fand das gar nicht lustig und schwärzte die Busfahrerin bei ihrem Arbeitgeber an. Christina Pommerel musste nun eine ganz dicke Kröte schlucken, da ihr Arbeitgeber sie kurzerhand vom Dienst freistellte. Sie sei nicht für den Job geeignet, da sie die falschen Prioritäten setze. Dabei fährt Christina Pommerel doch schon zwölf Jahre für den Regionalbus Ostbayern (RBO). Pommerel will nun um ihren Job kämpfen – erste Signale, dass der Arbeitgeber einlenkt, gibt es bereits. Die Busfahrerin muss aber wohl Einsicht zeigen, dann hat sie Chancen, dass sie wieder hinters Steuer darf.

Quelle: Abendzeitung vom 15.04.2009, Onlineausgabe (Seite nicht mehr verfügbar)

Kommentar: Wenn jemand zwölf Jahre fährt und nicht für den Job geeignet sein soll, dann müsste dies doch früher auffallen, oder? Lasst Pommerel ans Steuer zurück!

Sei kein Frosch … (Archivfoto) © Klausi / Pixelio
… hilf mir über die Straße (Archivfoto) © Gerd Altmann (geralt) / Pixelio

Keine Haarspalterei: Um Haaresbreite (Bilderstrecke)

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Eng geht es derzeit hier zu. Sehr eng. Denn das Pflegeheim wird an das Fernwärmenetz angeschlossen und entsprechend die Straße für acht Wochen „geöffnet“. Die freundlichen Baustellenleute haben einen Slalomkurs eingerichtet, damit die Löcher im Boden umfahren werden können.

Siehe hierzu:

Was rollt denn da von vorne an? Ein schicker MVG-Gelenkbus der Linie 197 Innenring. Ob das mal gut geht? (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck
Beim Slalomfahren ist höchste Präzision angesagt. Wenn der Bagger nicht da stünde, wäre alles einfacher (15.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Jetzt geht es wirklich um die sprichwörtlichen Millimeter. Aber die Barke bleibt stehen (15.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Aus verschiedenen Perspektiven … (15.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
… wird erkennbar … (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck
… wie eng es hier zugeht (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck
An der Seite hätte kaum noch eine Briefmarke Platz. Der Mischer lädt hier nichts ab, der will nur durch. Aber wie, wenn es hier so eng ist wie in der U-Bahn zur Wiesn-Zeit? (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck

„Was soll’s denn kosten?“ Samstags-Flohmärkte gehen auf LVA-Parkplatz weiter

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Kunst oder Krempel? So ähnlich könnte es bald auf dem LVA-Parkplatz ausschauen (Archivfoto) © wrw / Pixelio

Der Neuperlacher Samstags-Flohmarkt ist gerettet. Das berichtet „Hallo“ in seiner heutigen Ausgabe „Ramersdorf-Perlach“. Die Flohmärkte des Bürgerkreises Neuperlach finden jetzt allerdings auf dem LVA-Parkplatz an der Fritz-Schäffer-Straße statt. Das erste Mal am 11. April von 6:45 bis 16:00 Uhr.

Quelle: Hallo vom 09.04.2009, Ausgabe „Ramersdorf-Perlach“, Seite 1.

Siehe hierzu: Flohmärkte auf Hanns-Seidel-Platz verboten

Autobushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen verlegt

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Fahrgäste müssen umdenken: Im Rahmen des Anschlusses des Pflegeheim Neuperlach an das Fernwärmenetz der SWM wurde die Autobushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen der Linie 197 Innenring und der Nachtlinie N45 heute nach Süden verlegt. Die Kraftbusse der MVG halten jetzt die nächsten rund acht Wochen unmittelbar nach der Kreuzung Karl-Marx-Ring/Friedrich-Engels-Bogen.

Die Haltestelle Friedrich-Engels-Bogen der Linie 197 Außenring ist nicht betroffen.

Trotz auffälliger Beschilderung warten immer wieder Fahrgäste an der aufgehobenen Haltestelle. Eine Fahrgästin (ja, ich weiß, das Wort gibt’s gar nicht) musste ich erst lange überreden, bevor sie sich auf den Weg zur Ersatzhaltestelle machte.

Das sieht nicht gut aus (07.04.2009). Vom 07.04.2009 an halten hier rund acht Wochen keine Omnibusse mehr. Foto: Thomas Irlbeck

(Bild entfernt)

Die Ersatzhaltestelle ist für viele noch ungewohnt (07.04.2009).

Dort, wo sonst die schicken Gelenkbusse der MVG halten, um Hinz und Kunz zur Untergrundbahn zu kutschieren, wird nun eine ganz andere Art der Beförderung vorbereitet – der Transport von Wärme, damit es Opa Friedrich Franz in seinem neuen Pflegeheim auch richtig schön warm hat (07.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Das Pflegeheim Neuperlach steht kurz vor dem Anschluss an das Fernwärmenetz (10.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Warum Flexibilität nur beim Yoga gut ist

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Katzen bringen von Natur aus die fürs Yoga erforderliche Flexibilität mit. Dafür können Katzen keine Daumenkinos benutzen (Archivfoto) © Ilona Glöckel / Pixelio

Heute ging es wie fast jede Woche mal wieder zum Qi Gong-Kurs. Dieser findet im benachbarten Stadtteil Fasangarten statt. Moment, geht’s hier nicht um Neuperlach? O.k., eigentlich schon, aber man muss ja auch mal seine Perspektive erweitern. Seit einiger Zeit baut der Qi Gong-Lehrer auch eine Yoga-Übung in den Kurs ein. Vor ein paar Tagen las ich in einem Programmierbuch (!), dass Flexibilität zwar beim Yoga nützlich sei. In der Programmierung könne jedoch übertriebene Flexibilität schädlich sein. Hahaha, ein wirklich guter Witz.

Gier nach Neuem

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Alles neu (03.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Eine neue Kamera, ein neues Wetter und ein neugieriger Blick von der hauseigenen Dachterrasse (nicht neu) sind die Ingredienzen für ein Lichtkunstbild aus Neuperlach hinüber zu den Nachbarn des SZ-Verlags in Zamdorf (SV-Hochhaus rechts oben im Bild). Deren Haus (es ist brandneu) misst 99,95 Meter. In der Bildmitte oben das Hypo-Haus (114 Meter). Im Vordergrund übrigens das Ärztehaus im Marx-Zentrum und – angeschnitten – das Bürohaus Peschelanger (rechts), das die Gesetze der Optik bricht.

Etwas im Schilde führen

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In Deutschland gibt es viele Schilder. Nun gibt es ein weiteres. Ein schönes Schild hat da die AOK an ihrem Parkplatzende fast unmittelbar vor meinem Haus aufgestellt.

Würde man das Schild auch ohne den erklärenden Text verstehen?

Hier trifft man sich (31.03.2009). Foto: Thomas Irlbeck

So nah und doch so fern – aus einer Baustelle werden zwei

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Das ist ein Heizkraftwerk. Das steht zwar nicht in Neuperlach und auch nicht in München, aber man kann ja nicht immer Neuperlach-Bilder zeigen, oder ja? © Volker Zintgraf / Pixelio

Nein, es geht nicht um das Telefon (in Anspielung auf einen Song von Kraftwerk), sondern um Fernwärme und eine Baustelle in der Nähe. Gestern flatterte ein Papierflieger (weniger deutsch auch Flyer genannt) in meinen Briefkasten, der mich auf eine zusätzliche Baustelle aufmerksam macht. Konkret wird das im Bau befindliche Pflegeheim Neuperlach ans Fernwärmenetz angeschlossen. Schließlich sollen es die zukünftigen Bewohner mollig warm haben, und der alte fahrbare Elektroheizkörper von Onkel Fritz ist keine Alternative für das feine Fernwärmenetz der Stadtwerke München. Zum Anschluss muss der Karl-Marx-Ring auf Höhe des Friedrich-Engels-Bogen „geöffnet“ werden. Naturgemäß erfordern Arbeiten an Fernwärmerohren wegen der hohen Betriebstemperatur (130 Grad) eine sehr spezielle Bauweise.

Daher dauern die in der KW 14 (ab 30.03.) beginnenden Arbeiten auch satte 8 Wochen. In dieser Zeit sind die Fahrspuren am Karl-Marx-Ring auf Höhe des Friedrich-Engels-Bogen (und auch ein paar Meter in beide Richtungen weiter) nur eingeschränkt benutzbar bzw. werden verschwenkt. Die Häuserzufahrten und Hauseingänge bleiben durch noch zu errichtende Behelfsbrücken erreichbar.

Update: Ich habe noch den erwähnten Flyer hinzugefügt. Die dort abgedruckte Skizze zeigt fast metergenau, wo die Operation genau stattfindet. Es lässt sich erahnen, welche Zufahrten betroffen sein werden.

Der erwähnte Flyer. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der SWM
Der erwähnte Flyer. Besonders interessant ist hier die Skizze, die zeigt, wo die Rohre genau verlegt werden. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der SWM

Hanns-Seidel-Platz: Parken mit Haken

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Seit längerem gibt es Pläne, für das Parkieren am Hanns-Seidel-Platz Geld zu nehmen. Vorerst bleibt das Parkieren aber nun doch kostenlos. Das berichtet „Hallo“ in seiner heutigen Ausgabe „Ramersdorf-Perlach“. Fast hätte es eine Einigung der Stadt München mit dem Bayerischen Roten Kreuz gegeben, das als Bewirtschafter aufgetreten wäre. Doch nun sucht man einen Generalbetreiber, der ab 2010 die Zuständigkeit für sämtliche städtischen Parkplätze erhalten soll. Die Polizei hatte zwischenzeitlich sogar gefordert, den Parkplatz gegen das Befahren zu sperren, da der Platz verwahrlost sei und in der Nacht Autorennen stattfinden würden und auch schon Camper gesehen worden seien. Wegen des Parkdrucks sei dies dem Bürger aber kaum zu vermitteln.

Quelle: Hallo vom 26.03.2009, Ausgabe „Ramersdorf-Perlach“, Seite 1 und 4.

Wer ist für eine Parkgebühr, wer dagegen?

Da der Platz ohnehin mittelfristig bebaut wird, hat es sich hier in wenigen Jahren ohnehin ausgeparkt. Siehe hierzu: Tausend Mal geparkt – 30 Jahre nichts passiert

Der Hanns-Seidel-(Park)platz. Noch ist hier das Parkieren kostenlos. Diiese Möglichkeit wird einfrig genutzt, vor allem zum Einkaufen im pep. Aber wohl nicht mehr lange. Und bebaut werden soll der Platz ja auch mittelfristig, spätestens dann ist das Parkieren hier nur noch in den Geschichtsbüchern nachzulesen (Archivfoto). Foto: Thomas Irlbeck

Warum man in Neuperlach bald unter der Reisschale einkauft

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Die Süddeutsche Zeitung berichtet über das neue Nahversorgungszentrum „Life“ an der Albert-Schweitzer-Straße, das nach Feng-Shui-Prinzipien gebaut wird (20.03.2009, S. 41, Stadtausgabe) . Am 26. März ist Richtfest, im September oder Oktober klingelt die Kasse erstmals unter der Reisschale.

Weitere Berichte auf Neuperlach.org direkt oder indirekt zum „Life“:

Schön hässlich oder hässlich schön? Bucholtz ärgert sich über OB Udes Neuperlach-Kritik

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Grünen-Fraktionschef Guido Bucholtz hat sich über Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) geärgert. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Ude wurde in der Sendung „Kontrovers“ im Bayerischen Rundfunk befragt, warum von der Wohnungsbaugesellschaft Gewofag Luxuswohnungen in Neuhausen gebaut würden. Ude habe dann sinngemäß geantwortet „… solche Wohnungen könne man doch nicht im Hasenbergl oder Neuperlach bauen“.

Der Bezirksausschuss will nun Ude die Schönheit Neuperlachs bei einer Kulturdult am 19. Juli präsentieren. Doch von Udes Büro kam bereits eine Absage, Ude habe im Juli keine Termine mehr frei.

Kommentar: Da sollte man darüber stehen. Immerhin erwähnte Ude Neuperlach im Bayerischen Rundfunk. Medienpräsenz – kommt es nicht darauf alleine an? Und was spielt es überhaupt eine Rolle, was die anderen sagen? Es gibt jede Menge Neuperlacher, die Neuperlach schön finden. Weil Neuperlach auch schöne Flecken hat. Weil Neuperlach praktische Seiten hat. Und weil auch architektonische Dekadenz ihren Reiz haben kann. Das zählt. Was die Kulturdult angeht – wenn Ude keine Zeit hat, vielleicht liest der Herr Oberbürgermeister ja regelmäßig Neuperlach.org und lernt nun so die Vorzüge Neuperlachs kennen. Was finden die Leser von Neuperlach.org an Neuperlach schön oder weniger schön? Ich bin auf die Antworten gespannt.

Das ist weniger schön, das alte Plett-Zentrum, das noch als Durchgang von der Plettstraße zum pep dient. Schön Wasser von oben und eine schauerlich-schöne Gruselatmosphäre sind inklusive (Archivfoto). Foto: Thomss Irlbeck

Warum in Neuperlach bald „Klassitscheskie Kotlety“ auf den Tisch kommen

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Am 17. März eröffnet der Mix Markt im Quidde-Zentrum (Neuperlach.org berichtete, siehe Warum Wiederauferstehung auch ohne Rollsteig funktioniert).

Update: stadtneurotiker.org hat einen sehr gelungenen Erfahrungsbericht zum Mix Markt veröffentlicht.

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Impressionen von der baldigen Mix Markt-Eröffnung (11.03.2009).

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Die russischen Wurzeln des Mix Markt bleiben nicht im Verborgenen (11.03.2009).

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Hier sieht alles schon sehr fortgeschritten aus (11.03.2009).

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Vom Tellerwäscher zum Millionär

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Zumindest fast, zumindest vielleicht. Wo bekommt man schon ein fertig eingerichtetes Reisebüro zum Schnäppchenpreis? Einen Hundeparkplatz gibt’s auch dazu. Mit dem Geldverdienen kann es dann gleich losgehen. Gesehen im Marx-Zentrum, Peschelanger 13.

Ein Reisebüro mit allem Drum und Dran … (10.03.2009). Foto: Thomas Irlbeck
… für lau (10.03.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Warum Wiederauferstehung auch ohne Rollsteig funktioniert − Mix Markt eröffnet im Quidde-Zentrum

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So etwas wird es auch weiterhin im Quidde-Zentrum nicht geben © segovax / Pixelio

Kritiker halten das Quidde-Zentrum für tot und nicht überlebensfähig. Schließlich war in den späten 1960er-Jahren das Wort „barrierefrei“ noch weithin unbekannt. Man hielt es für ausreichend, ein kleines Ladenzentrum zu bauen, bei dem man vom Parkplatz aus über eine halsbrecherische Treppe für Schwindelfreie zu den Geschäften gelangt. Reinhold Messner-Feeling inklusive. Doch heute will man, wenn es schon nicht ebenerdig geht, mit dem Einkaufwagen per spektakulärem Rollsteig unter einer Glaskuppel und neben einem Springbrunnen zu den Klängen entspannender Easy Listening-Musik zum Automobil transportiert werden, um den Wocheneinkauf zu verstauen. Doch den Rollsteig muss man sich beim Quidde-Zentrum dazu denken. Und die traurige Wahrheit: Auch der Rest muss weiterhin der Vorstellungskraft entspringen.

Und da dies alles nicht so recht funktioniert, war es mit dem Weggang des Rewe Ende letzten Jahres dann vorbei mit frischen Lebensmitteln im Quidde-Zentrum (Neuperlach.org berichtete).

Vor kurzem sah es im Quidde-Zentrum noch so aus. Ein Supermarkt, der gerade entrümpelt wird. Foto (Handycam): Thomas Irlbeck

Die Wohnungs- und Siedlungsbau Bayern GmbH (WSB) hat sich dafür eingesetzt, dass für die Nahversorgung wieder ein Supermarkt ins Quidde-Zentrum einzieht. Ihr will nun ein Coup gelungen sein, mit dem niemand mehr gerechnet hat. Und tatsächlich: Dem Quidde-Zentrum wird wieder Leben eingehaucht. Am 17. März öffnet eine Filiale des auf osteuropäische Lebensmittel spezialisierten Supermarktkette Mix Markt in den alten Rewe-Räumen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.

15 bis 20 Prozent der Waren, die außerhalb des frischen Angebots in dieser Filiale verkauft werden, müssen jedoch in Deutschland hergestellt sein. Die WSB hat es vertraglich geregelt.

Wenn die Kunden das neue Konzept annehmen, dann funktioniert Einkaufen auch ohne Rollsteig. Und sogar ohne verkaufsfördernde Bigband- und James Last-Musik.

Zusätzlich zum Mix Markt öffnet die Diakonie Hasenbergl einen Secondhand-Laden im Quidde-Zentrum.

Quelle: Süddeutsche Zeitung, „Die Wiederbelebung des Quidde-Zentrum“

Zähne zusammenbeißen und sich auf den Zahn fühlen lassen

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Noch ist nicht alles draußen, aber der größte Teil. Ein Zahn mit drei Wurzeln ist halt nicht mal ebenso in der Kaffeepause entfernt (03.03.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Es sind die schönen Dinge im Leben, die begeistern. Z.B. der Besuch beim Zahnarzt zur Weisheitszahnextraktion. Fast 2,5 Stunden mühte sich der Neuperlacher Zahnarzt mit seinem funkelnden Werkzeug ab, bis der Zahn draußen und die Wunde zu war. Kurzerhand schnitt er den Zahn in mehrere Teile.

Ein großer Teil des Zahns ist auf dem Foto zu sehen. Zum Zeitpunkt, als das Foto geschossen wurde, war noch ein Teil vom Zahn im Mund, wie eine spätere Röntgenaufnahme offenbarte. Der Zahnarzt legte noch einen Zahn zu und konnte den fehlenden Teil auch noch aus der Wunde rausfischen. Es muss ja alles seine Ordnung haben.

Tausend Mal geparkt – 30 Jahre nichts passiert

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Hanns-Seidel-(Park)platz. Teer, nichts als Teer, und werktags viele, viele Automobile, dort wo schon längst das Stadtteilzentrum von Neuperlach, quasi der Marienplatz des Teils von München, das nie ein Tourist zu Gesicht bekommt, stehen sollte (Archivfoto). Foto: Thomas Irlbeck

Seit rund 30 schlappen Jahre wird die Bebauung des „vorübergehend“ als Parkplatz genutzten Areals am Hanns-Seidel-Platz geplant. Noch dieses Jahr soll ein Architektenwettbewerb stattfinden. Wohnungen, Büros, Läden, Gastronomie und Bürgerhaus sollen dort entstehen. Grünen-Fraktionschef Guido Bucholtz will aber mehr, er würde ganz gerne sehen, wenn das neue Areal nicht durch die breite Thomas-Dehler-Straße vom pep getrennt bleibt. Stattdessen soll die Thomas-Dehler-Straße zur Fußgängerzone werden und der Verkehr auf die umliegenden Straßen verteilt werden. Ein Prüfungsantrag wurde bereits vor eineinhalb Jahren gestellt, ohne Ergebnis, aber bei der gesamten Planungszeit eher ein Wimpernschlag.

Wenn das Resultat positiv ausfallen sollte, könnte die Fußgängerzone als optionales Element in den Wettbewerb zur Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes integriert werden.

Wer ist für eine „Fuzo“ (Fußgängerzone), wer ist dagegen?

Das Perlacher Tor darf nicht Platz für neuen Namen machen

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Der Platz vor dem Haupteingang des pep wird keinen eigenen Namen erhalten und bleibt Teil der Thomas-Dehler-Straße. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach wollte den Platz „Perlacher-Tor-Platz“ nennen. Der Kommunalausschuss lehnte dies aber nun ab und begründet dies unter anderem mit Kosten und Unannehmlichkeiten, da das pep und auch einige unmittelbar in der Nähe angesiedelten Betriebe eine neue Adresse bekommen würden. Außerdem werden Stadttore üblicherweise nicht nach dem Ort benannt, wo das Tor steht, sondern nach dem Ort, an den die Straße unter dem Tor führt. Das Sendlinger Tor steht z.B. nicht im Stadtteil Sendling, sondern in der Münchner Altstadt.

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 19.02.2009, Seite 59, Stadtausgabe

pep Haupteingang (Archivfoto). Ist das ein Tor und führt dieses nach Perlach? Sicher nicht so ganz direkt, denn es steht ja schon in Perlach. Wohin das Tor führt, ist aber entscheidend für den Namen des Platzes, auf dem das Tor steht. Foto: Rufus46 / Lizenz siehe: Wikipedia

Noch ein Nachtrag, der sich auf die Kommentare hier bezieht.

Otto Schlichtmeier (DaCG/ÖDP) hatte laut dem Zeitungsbericht moniert, dass der „Perlacher-Tor-Platz“ in öffentlichen Verzeichnissen nicht zu finden sei. Beim „Wochenende der Nationen“ zum 850. Geburtstag der Stadt München hätten zahlreiche Gäste den Veranstaltungsort „Perlacher-Tor-Platz“ nicht ausfindig machen können. Deshalb hat er sich für eine offizielle Benennung des Platzes eingesetzt.

Kommentar: Mit Verlaub, ich weiß nicht, wer auf die Idee gekommen ist, den Veranstaltungsort in irgendwelchen Schreiben und in Presseveröffentlichungen als „Perlacher-Tor-Platz“ auszuweisen. Hätte man geschrieben, der Veranstaltungsort wäre die Thomas-Dehler-Straße vor dem Haupteingang am pep, dann hätte das jeder ganz leicht gefunden, denn den pep-Haupteingang kennt so gut wie jeder im Münchner Osten.

Übrigens hat Schlichtmeier laut dem Zeitungsartikel festgestellt, dass die Bezeichnung „Perlacher-Tor-Platz“ bei den Besuchern gut ankommen würde. Nun ja, man sieht an den Kommentaren, offenbar bei vielen aber auch nicht. Ich bin gegen eine Umbenennung. Unabhängig von der vorhandenen oder auch nicht vorhandenen Ästhetik dieses torähnlichen Eingangs eines Einkaufszentrums schafft solch ein künstlicher Name nur zusätzliche Verwirrung. Im Sprachgebrauch heißt das ohnehin alles „pep“, das Einkaufszentrum wird als Synonym für alles verwendet, was bis zu rund drei Fußminuten vom pep entfernt ist. Man fährt mit der U-Bahn zum pep, keiner fährt mit der U-Bahn nach „Neuperlach Zentrum“. Man besucht das Kulturhaus am „pep“, nicht am Hanns-Seidel-Platz. Usw. usf.

Flohmärkte auf Hanns-Seidel-Platz verboten

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Jeder Neuperlacher kennt den Flohmarkt auf dem Hanns-Seidel-Platz. Seit 23 Jahren veranstaltet der Bürgerkreis Neuperlach dort samstägliche Flohmärkte. Doch nun wurde dem Verein die Gemeinnützigkeit aberkannt. Damit gibt es keine Genehmigung vom Kreisverwaltungsreferat München mehr. Der erste Flohmarkt des Jahres, der für den 7. Februar anberaumt war, fiel schon mal aus. Der Bürgerkreis will kämpfen.

Quelle: Südost-Kurier Perlach – Giesing – Ramersdorf vom 11.02.2009, Seite 1

Schnee, Ödnis, Langeweile und vielleicht der nächste Rundkurs für die Langlauf-Meisterschaften statt Trödel, Opas Grammophon, Omas angelaufener Schmuck und Fritzchens vergilbte Comics. Hier, an dieser Stelle des Hanns-Seidel-Platzes, fand der Flohmarkt immer statt (12.02.2009). Foto (Handycam): Thomas Irlbeck