Relaunch am Kiosk

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Nach vielen Jahren Leerstand hat er nun wieder geöffnet, der Kiosk an der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Ecke Karl-Marx-Ring (Neuperlach.org berichtete, siehe Wie Phönix aus der Asche – der Kiosk am Karl-Marx-Ring öffnet bald wieder und Bildungsoffensive am Kiosk), der nun „Kiosk Martina“ heißt. In einem frisch renoviertem, freundlichen Verkaufsraum steht Antonio hinterm Tresen. Ein neues Konzept soll die Kasse zum Klingeln bringen. Neben Zeitungen, Getränken und Süßigkeiten zum Mitnehmen bietet Antonio auch kleinere warme Mahlzeiten und Kaffee an. MVG-Fahrscheine und die Lotto/Toto-Annahme sollen in Kürze dazukommen.

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Top 3 der Fußfallen und Langsamfahrstellen, die einen zur Raserei bringen

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Dumm gelaufen. Hier läuft nichts wie geschmiert, derjenige, der sich das ausgedacht hat, hat vermutlich ein Rad los. Im Folgenden werden die dümmsten Stellen für Fußgänger und Radler in Neuperlach präsentiert.

Platz 1 – Aufgespießt: die Schranke für Schlanke am Überweg Kurt-Eisner-Straße

Schön lang ist die Schranke, damit nur noch Schlanke durchpassen. Vermutlich sollen hier nicht nur Pkws an der Durchfahrt gehindert werden, sondern auch Radler ausgebremst werden. Damit hier niemand zu schnell durchradelt, hat man noch einmal eigens ein paar Zentimeter Rohr an die Schranke vorne drangeschweißt, damit die radelnden Raser am Lenker order Fahrradkorb sicher an der Schranke hängenbleiben. Der Durchgang ist so schmal, dass besonders vollschlanke Personen, überbreite Kinderwägen oder Rollstühle zum Teil kaum mehr durchpassen. Diese geniale Idee verdient 10 von 10 Punkten.

Durch dieses Nadelöhr müssen Fußgänger und Radler, wenn sie über das Neuperlacher Fußwegsystem Richtung U-Bahn Quiddestraße wollen oder von dieser kommen. Bei breiten Kinderwägen oder Rollstühlen kann dies schnell knapp werden. Links und rechts an der Schranke vorbei geht es auch, man muss aber dann über den Rasen, den man bestimmt nicht betreten darf. Außerdem ist es hier (zwischen Mülleimer und Stange) auch nicht viel breiter (11.01.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Die Schranke für Schlanke in voller Pracht (11.01.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Platz 2 – Zutritt nur für Astronauten: die Mondlandschaft im Marx-Zentrum

Als Park und Spielplatz war sie geplant, die riesengroße Dachterrasse auf der Mittelinsel im Marx-Zentrum. Die ersten Jahre war sie das auch, sie war noch mehr, der Stolz des Marx-Zentrum. Heute sind aber die Aufgänge mit Gittern zugesperrt, das Dach zur Mondlandschaft verkommen. Da immer wieder Personen das Dach betraten, hat man in den vergangenen Jahren in mehreren Etappen immer mächtigere Gitter angeschraubt. Viele Bewohner haben einen Blick ins Grüne. Bewohner im Marx-Zentrum haben dagegen einen Blick auf einen hässlichen Steinbruch. Dieser architektonische Wahnsinn reicht noch für 9,99 Punkte.

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Platz 3 – Nur für Katzen: dunkler Durchgang Plettstraße <–> pep

Tagsüber nicht schön anzuschauen, aber man sieht was. Nachts ist er es hier zappenduster, was den Vorteil hat, dass man nicht nur nichts sieht, sondern auch das Hässliche nicht mehr zu Gesicht bekommt (Archivfoto). Foto: Thomss Irlbeck

Zum pep geht es hier, und wieder zurück. Theoretisch. Leider hat man offenbar beim Ausräumen des ehemaligen Plett-Zentrum, das nur noch als Durchgang fungiert, auch die Lampen mitgenommen, denn die Betonruine ist nun völlig unbeleuchtet. Wer nicht zufällig eine Katze ist, kann den Durchgang bei Dunkelheit kaum noch benutzen. Dabei wollen viele diesen Durchgang benutzen, um im pep einzukaufen. Dem im näher gelegenen Quidde-Zentrum gibt es ja keine Lebensmittel mehr. Die Alternativroute führt über die Brücke der Albert-Schweitzer-Straße, was einen schönen Umweg bedeutet. Das ist 9,98 Punkte wert.

Bei Frost geöffnet

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Es ist kalt in Neuperlach. Sehr kalt. Dies ist nichts Ungewöhnliches, aber es muss etwas getan werden, damit das schöne frische Gemüse keine Frostbeulen bekommt. Also, rein damit in den warmen Laden. Jetzt aber, wo vor dem Laden alles leer und tot ist, denken die Leute, Onkel Güls Laden reiht sich ein in die anderen Leerstände des Marx-Zentrum. Die Lösung ist einfach: Ein Schild muss her. Ein Blatt vom Whiteboard abgerissen, den Filzer gezückt und mit viel Schwung die Botschaft geschrieben. Jetzt wissen wir es, es gibt noch offene Läden im Marx-Zentrum. Über die kleineren Rechtschreib- und Grammatikfehler sehen wir einmal hinweg.

„Sämtliche Obst- und Gemüsesorten sind im Laden drin“ … (10.01.2009). Foto: Thomas Irlbeck
… denn hier sind sie nicht (10.01.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Ein gutes neuperliges Jahr 2009!

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Neuperlach.org bedankt sich bei den treuen Fans! 2009 wird Neuperlach.org noch perliger und spritziger!

Das erste (leider etwas unscharfe) Foto des neuen Jahres mit Silvester-Impressionen aus Neuperlach (01.01.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Warum es falsch ist, das Halten von Lasteneseln in Wohnungen zu verbieten

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Der Vorhang im Rewe Quidde-Zentrum ist unten – für immer. Erst laufen, dann kaufen ist nun das Motto – oder: so weit die Füße tragen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag erinnern von außen nur noch die grün-roten Streifen daran, dass hier vor wenigen Tagen noch das Kühlregal summte und das Geschäft brummte (26.12.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Aus und vorbei, der Rewe im Neuperlacher Quidde-Zentrum ist für immer dicht. Er öffnet wie angekündigt nach Weihnachten nicht mehr. Eine schöne Bescherung, denn im Quidde-Zentrum gibt es nun keine frischen Lebensmittel mehr. Und Dosen sind auch keine Lösung, zumal es die dort nun auch nicht mehr gibt.

Wem die in der Nähe befindlichen, aber außerhalb des Quidde-Zentrum befindlichen Discounter Lidl und Penny nicht ausreichen, der kann nun den langen Fußmarsch bis zum Rewe im Marx-Zentrum antreten (rund 20 Minuten). Danach geht es retour (Sie werden es nicht glauben, noch einmal 20 Minuten). Schade, dass die meisten Hausverwaltungen in Neuperlach das Halten eines Lastenesels in der Etagenwohnung strengstens untersagen. Erst voraussichtlich im kommenden Herbst gibt es wieder einen Rewe in der näheren Umgebung – im „Life“ an der Albert-Schweitzer-Straße (siehe auch Update etwas weiter unten).

Was aber wird aus dem Quidde-Zentrum? Mit einem Schreibwarengeschäft, einem Konditor, einer Apotheke, einer Stadtbibliothek, einem Frisör und einer Stadtsparkasse kann das Quidde-Zentrum noch viel bieten, aber keine wirkliche Nahversorgung mehr leisten. Macht bald im Quidde-Zentrum der Letzte das Licht aus?

Frohes Fest

Ich wünsche allen Besuchern des Neuperlach-Blogs ein frohes Fest, ein paar geruhsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Krippe © Ruth Rudolph / Pixelio
Mit dem legendären Weihnachtsbaum am Rockefeller Center können wir hier in Neuperlach nicht mithalten. Bei uns ist alles kleiner und bescheidener. Der offizielle Weihnachtsbaum in unserer Einkaufserlebniswelt Marx-Zentrum strahlt dennoch (23.12.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Lichtspiele

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Die Renovierung des Bürogebäudes am Peschelanger 3 (am Marx-Zentrum in München Neuperlach) neigt sich dem Ende. Früher war hier die Burger King-Zentrale untergebracht. Seitdem steht das Haus in weiten Teilen leer.

Nun wirbt eine riesengroße Tafel für neue Mieter. Ob das lichtdurchflutete Haus ohne Schatten bald neue Mieter findet?

Gibt es nicht eigentlich nicht das geflügelte Wort: „Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten“? Ist somit die Werbetafel in sich widersprüchlich?

Bildungsoffensive am Kiosk

Der Kiosk an der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Karl-Marx-Ring steht vor der Wiedereröffnung (siehe auch Wie Phönix aus der Asche).Vieles wird neu sein, so auch der Name, in Zukunft trifft man sich am „Kiosk Martina“.

Erstaunlich ist die Wandlung von der Trinker- und Spielerbude zum intellektuellen Tempel. Zwar wird man hier vermutlich auch in Zukunft noch Alkoholika kaufen und Lottoscheine ausfüllen können, aber man darf das natürlich nicht mehr so laut sagen. Der Zeitgeist verbietet dies, zumal man sich mit den „Spirituosen“ nur die Leber kaputtmacht und selbst von „Lotto/Toto“ spielsüchtig werden kann. Daher mussten diese Begriffe und die vier Brauereilogos weichen und wurden durch Begriffe aus der „Weltliteratur“ ersetzt − „Münchner Merkur“ statt Schnaps, „Süddeutsche Zeitung“ statt Lotto.

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Voll abgedreht

Man glaubt es kaum: Das Marx-Zentrum ist älter als „Der Alte“. Siegfried Lowitz alias Kriminalhauptkommissar Köster ging 1977 mit dem „Alten“ erstmals auf Sendung, das Marx-Zentrum öffnete bereits 1975. Die Fahrzeugflotte des „neuen Alten“ parkt vor dem Penny (10.12.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Das Marx-Zentrum in Neuperlach ist diese Woche mal wieder großes Kino angesagt (siehe dazu auch unter „Daaa wohnst du?“ – Bald nur noch Heile-Welt-Produktionen im TV?) . Eine neue spannende Folge der beliebten ZDF-Krimiserie „Der Alte“ steht auf dem Programm, sagt der Drehplan. Kriminalhauptkommissar Herzog alias Walter Kreye schlägt sich wie immer mit Mord und Totschlag herum. Der Tod kommt halt mörderisch gut. Aber wer war’s? Kein Problem, ich lös‘ den Fall auf jeden Fall. Das Ende der Story ist mal wieder voll abgedreht.

Ein Bewohner hatte den Finger am Abzug und schoss mit der Digicam – treffsicher:

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In dieser Fotoserie … (12.12.2008).

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… dreht sich alles um den Drehort, der sich auf der Anlieferzone des Penny … (12.12.2008).

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… vor dem Peschelanger 9 befindet. Nun wer steht denn da?  Michael Brandner spielt in dieser Folge vom Alten mit (12.12.2008).

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Gut getroffen (12.12.2008).

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Ein Taxi scheint in dieser Folge auch eine Rolle zu spielen (12.12.2008).

Kinderfahrrad von Fußgängerbrücke am Hanns-Seidel-Platz auf Straße geworfen

Unbekannte haben am Dienstag gegen 20:30 ein Kinderfahrrad von der Fußgängerbrücke am Neuperlacher Hanns-Seidel-Platz auf die Fritz-Erler-Straße geworfen. Eine 36-jährige Autofahrerin fuhr in diesem Moment stadtauswärts auf der Fritz-Erler-Straße und konnte gerade noch rechtzeitig bremsen. Ein folgender 32-jähriger Motorradfahrer schafft es ebenfalls, sein Fahrzeug rechtzeitig zum Stillstand zu bringen. Einem weiteren folgenden Autofahrer gelang dies nicht. Er fuhr auf das Motorrad auf schob dieses samt Fahrer auf den Wagen der 36-Jährigen auf. Alle drei blieben dabei zum Glück unverletzt, es entstand nur leichter Sachschaden.

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 11. Dezember 2008, Seite 57, Stadtausgabe

Was für Hirnverbrannte machen so was? Das Fahrrad ist offenbar gezielt auf die Straße geworfen worden, sodass es m.E. letztlich nur als Mordversuch gesehen werden kann.

„Daaa wohnst du?“ – Bald nur noch Heile-Welt-Produktionen im TV?

Im Neuperlacher Marx-Zentrum werden häufig TV-Serien und Spielfilme gedreht. Die mächtige schwarze Hochhausfestung scheint eine Faszination auf die Regisseure auszuüben.

Doch meist wird das Marx-Zentrum ins schlechte Licht gerückt und als heruntergekommene Kriminalitätsfestung präsentiert. Oft wird noch nachgeholfen und die Häuser werden noch etwas „nachbearbeitet“. Die RTL/ORF-Comedy-Serie  „Arme Millionäre“ mit Sky du Mont etwa wurde hier gedreht.

Laut einem Eigentümer vom Marx-Zentrum wurde in einer Eigentümerversammlung bereits gefordert, dass in Zukunft keine Drehgenehmigung mehr erteilt werden soll, wenn das Marx-Zentrum negativ dargestellt wird. Es sollen schon Leute dumm angesprochen worden sein, wenn ihre Wohntempel im TV gesichtet wurden, „Daaa wohnst du?“. Aber es darf gefragt werden, ob die künstlerische Freiheit nicht vorgeht. Und was überhaupt „positiv“ oder „negativ“ ist. Ist das nicht alles auch subjektiv?

Wie Phönix aus der Asche – der Kiosk am Karl-Marx-Ring öffnet bald wieder

Bereits von Anfang an war er fester Bestandteil von Neuperlach – der Kiosk an der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Karl-Marx-Ring. Er war für die Neuperlacher eine gern genutzte Möglichkeit, nach Ladenschluss oder am Sonntag ein paar Dinge einzukaufen, hatte er doch täglich bis 20:00 geöffnet (man erinnere sich daran, dass bis 1996 die Geschäfte Montag bis Freitag spätestens um 18:30 schließen mussten).

Am Kiosk war die ersten Jahre immer viel Betrieb zu beobachten, kein Wunder, befand sich doch die Trambahnhaltestelle „Karl-Marx-Ring“ direkt vor dem Kiosk. Auch das nur wenige Meter entfernte Schulzentrum Nord mit dem Werner-von-Siemens-Gymnasium und der „Orientierungsstufe“ brachte ausgabefreudige Kundschaft, wenngleich Letztere sich zumindest in den Schulpausen gegen die eiserne Hausordnung hinwegsetzen musste, um in den Genuss des Kioskeinkaufs zu gelangen, verbietet diese doch strengstens (wohl aus Versicherungsgründen), das Schulgelände innerhalb der Schulzeit zu verlassen.

Als 1980 die Trambahn stillgelegt wurde, lief das Geschäft offenbar nicht mehr so gut. Zwar gab es als würdigen Ersatz die U-Bahn, doch deren nächste Haltestelle „Quiddestraße“ ist knapp fünf Gehminuten entfernt. Laufkundschaft von der U-Bahn verirrte sich kaum zum Kiosk.

Wohl als Folge dessen wurden die Verkaufszeiten reduziert, fortan legte man am Dienstag einen Ruhetag ein. Dann aber kam die Schließung, die per Schild mit „privaten Gründen“ begründet wurde. Der Kiosk verfiel zusehends.

Doch jetzt wird der Kiosk saniert, und die Neuperlacher dürfen sich auf eine baldige Wiedereröffnung freuen. Ob das Geschäft allerdings so gut laufen wird? Das Schulzentrum Nord ist nämlich wegen Renovierung derzeit geschlossen. Allerdings sind in Neuperlach Nord und Ost entscheidende Möglichkeiten eines kleinen Einkaufs am Sonntag weggefallen. Die Tankstelle am Karl-Marx-Ring 48 etwa wurde im Juli dieses Jahres geschlossen und abgerissen (siehe Bericht in der Rubrik „Historisches“). Es gibt zwar eine weitere Tankstelle an der Quiddestraße, die aber für diejenigen, die im Nordosten oder Osten von Neuperlach wohnen (z.B. im Marx-Zentrum), zu weit entfernt ist, um wirklich attraktiv zu sein.

Daher ist sicher ein gewisses Potenzial da. Allerdings kann der Kiosk keinen Ersatz für einen kleinen Laden leisten, wie ihn die Tankstelle am Karl-Marx-Ring bot, dazu dürfte der Lagerplatz für ein umfangreiches Warensortiment zu klein sein. Auch muss man davon ausgehen, dass der Kiosk weiterhin nur bis 20:00 öffnen wird, die Tankstelle war hier mit 22:00 erheblich großzügiger.

Der Nachtbus kommt an Werktagen zurück

Bushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen (rechts ist ansatzweise die Baustelle des zukünftigen Pflegeheim Neuperlach zu sehen). Hier wird der Nachtbus N45 in Zukunft auch an Werktagen halten (24.11.2008). Foto (Handycam): Thomas Irlbeck

Obwohl der Stadtteil immerhin 55.000 Einwohner hat, waren die Neuperlacher bislang werktags nachts auf das Taxi oder den eigenen Pkw angewiesen. Lediglich an Wochenenden verkehrte ein Nachtbus. Zwar startete der Nachtbus (damals N95) vor 14 Jahren mit einem täglichen Betrieb, wurde aber wegen zu geringen Fahrgastzahlen dann nach lediglich zwei Jahren auf einen reinen Wochenendbetrieb umgestellt.

Doch nun wird dem nicht gerade weltstädtisch anmutenden Zustand ein Ende bereitet, denn mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember schließt der Nachtbus N45 wieder die nächtliche Lücke an Werktagen. Immerhin alle 60 Minuten − in den Nächten Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag sowie in den Nächten vor einem Feiertag gar alle 30 Minuten − verkehrt die Buslinie N45 vom Ostbahnhof nach Waldperlach.

Am Linienweg ändert sich nichts. Stadtauswärts fährt der Bus einen Teil des 197er-Innenrings ab und bedient damit die Neuperlacher Haltestellen Holzwiesenstraße, Nawiaskystraße, Staudingerstraße, Plettstraße, Quiddestraße, Karl-Marx-Ring, Peschelanger, Friedrich-Engels-Bogen, Hugo-Lang-Bogen, Oskar-Maria-Graf-Ring, Krankenhaus Neuperlach und Tribulaunstraße.

Stadteinwärts nimmt der N45 einen kürzeren Linienweg ohne „Neuperlach-Runde“ und orientiert sich in etwa am M55, ohne aber einen Abstecher nach Neuperlach Zentrum zu machen.

Hier der konkrete Linienweg:

N45 stadtauswärts
Ostbahnhof
Orleansstraße
Kustermannpark
Anzinger Straße
Karl-Preis-Platz
Ramersdorf
Diakon-Kerolt-Weg
Woferlstraße
Weddigenstraße
Pfanzeltplatz
Wilhelm-Hoegner-Straße
Holzwiesenstraße
Nawiaskystraße
Staudingerstraße
Plettstraße
Quiddestraße
Karl-Marx-Ring
Peschelanger
Friedrich-Engels-Bogen
Hugo-Lang-Bogen
Oskar-Maria-Graf-Ring
Krankenhaus Neuperlach
Tribulaunstraße
Gefilde
Eulenspiegelstraße
Waldheimplatz
Waldperlach
N45 stadteinwärts
Waldperlach
Waldheimplatz
Eulenspiegelstraße
Gefilde
Friedhof Perlach
Wilhelm-Hoegner-Straße
Pfanzeltplatz
Weddigenstraße
Woferlstraße
Diakon-Kerolt-Weg
Ramersdorf
Karl-Preis-Platz
Anzinger Straße
Orleansstraße
Ostbahnhof

„Hypnose statt Hefeteig“ – oder „5 – 4 – 3 – 2 – 1“

Trance statt Trauben. So kann es gehen © Rike / Pixelio

Heute ist für mich Premiere. Ich gehe zu einem Hypnotiseur. Zu einem Hypnosecoach1 genau genommen. Sicher aus Neugier. Sicher auch, weil ich mir die Lösung gewisser Probleme verspreche. Wie kam es dazu? N., der freundliche Verkäufer aus in einem Neuperlacher Lebensmittelgeschäft2, erzählt mir, dass er eine Ausbildung zum Hypnotiseur begonnen und die erste entscheidende Prüfung bestanden habe und nun Hypnose anbiete, z.B. zur Raucherentwöhnung, Gewichtsreduzierung, Motivationssteigerung und Stressreduktion. Neugierig, wie ich bin, bekunde ich mein Interesse.

N. empfängt mich. Seine Räume liegen direkt an einer der lautesten Straßen im Stadtbezirk Ramersdorf/Perlach. Dennoch ist es sehr ruhig, da sämtliche Fenster in den Innenhof hinausgehen. Wir reden zunächst ausführlich. N. erzählt viel über sich. Wie er zur Hypnose kam. Aufgrund eigener Probleme habe er nach einer Internetrecherche die Hypnose als Therapieform entdeckt und sie habe ihn regelrecht hypnotisch angezogen. Und sie habe bei ihm sehr erfolgreich funktioniert.

Ich lerne etwas über die Funktionsprinzipien der Hypnose. Dass in tiefer Trance ein Zugang zum Unterbewusstsein möglich sei. Dort könnten Suggestionen gegeben werden, die auch nach der Hypnose noch wirksam seien. Etwa die Ängste abbauen oder die das Verlangen nach Suchtmittel reduzieren. Wir reden auch über eine Show-Hypnosesendung im TV. Ich erfahre, dass sich die Show-Hypnotiseure gezielt geeignete Charaktere aus dem Publikum aussuchen, die nur darauf erpicht sind, sich unter dem Erwartungsdruck des Publikums in eine gewisse Rolle hineinversetzen zu lassen. Mit seriöser Hypnose habe dies jedenfalls nicht viel gemein. Bei einer Hypnose könne der Hypnotiseur keinesfalls volle Kontrolle über den Hypnotisanden3 gewinnen und nichts von ihm verlangen, was dieser nicht selbst wolle. Auch könne der Hypnotisand die Hypnose selbst jederzeit abbrechen, wenn ihm danach sei.

Ein schönes Muster, das zwar mit meiner Hypnoseerfahrung nichts zu tun hat, aber ein wenig bebildern muss man die Artikel ja schließlich auch © marika / Pixelio

Genug geredet. Jetzt geht es zur Sache. Ich liege auf der Couch und konzentriere mich auf einen Stift. Der Hypnotiseur zählt rückwärts von 5 bis 1. Meine Augenlider würden immer schwerer werden, so N. Dann bei 1 fallen meine Augen zu. Oder schließe ich diese selbst, weil der Hypnotiseur das von mir fordert und ich es auch will? Ich weiß es nicht. Ich spüre aber eine gewaltige Energie, die sich immer weiter aufbaut. Ich fühle mich völlig wach, aber der Verstand scheint zu ruhen und meine Probleme haben auf einmal ihre wahre Bedeutung gewonnen – die in der Bedeutungslosigkeit liegt. Dennoch habe ich das Gefühl, ich könne jederzeit aufstehen. Das Gefühl ist angenehm. Ich bin im Hier und Jetzt und doch in einer anderen Welt. Die Suggestionen klingen überzeugend. Aber ich nehme die Worte weniger stark wahr als die Energie, die sie ausstrahlen. Nach 40 Minuten, die mir eher wie zehn vorkamen, fängt der Hypnotiseur von 1 an zu zählen. Bei 5 schlage ich die Augen wieder auf.

N. bietet an, nächste Woche weiterzumachen. Ich stimme zu – aber nicht wie hypnotisiert, sondern aus Überzeugung.

1 Dieser darf im Unterschied zum (therapeutischen) Hypnotiseur keine heilenden Tätigkeiten ausführen, sondern praktiziert die Hypnose als eine Art „Lebensberatung“ an Gesunden. Hier im Text wird aber allgemein von „Hypnotiseur“ gesprochen.
2 Ein wenig Neuperlach-Bezug ist natürlich da, wir sind ja hier in einem Neuperlach-Blog.
3 Die Person, die hypnotisiert wird

Unterirdisch

Das „München U-Bahn-Album“ von Florian Schütz ist erschienen. Während sich andere U-Bahnbücher primär mit der Geschichte, den Fahrzeugen und Linienführungen auseinandersetzen, konzentriert sich Schütz vor allem auf die Bahnhöfe, die er in Gestalt von sehr gelungenen Farbfotos (rund 400) und zugehörigen textlichen Beschreibungen, die in Deutsch und Englisch abgedruckt sind, vorstellt.

Natürlich dürfen auch die Neuperlacher U-Bahnhöfe nicht fehlen. Der Autor verrät nicht nur bei diesen Bahnhöfen der U5 Süd, was sich die Planer und Architekten dabei gedacht haben und warum die Bahnhöfe so aussehen, wie sie aussehen. So erfährt man auch das eine oder andere interessante Detail, das vielleicht sogar so manchem U-Bahnspezialisten noch nicht bekannt war.

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Florian Schütz
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Deutschland Schilderwald

In Deutschland ist alles per Schilder geregelt. Selbst der öffentlich verbürgte Durchgang wird mit einem Schild vor Eindringlingen (Besucher, Postboten, Tiere) abgesichert. Vielleicht hält sich ja jemand dran.

Ein schönes Schild vor einer noch schöneren Wohnanlage in Neuperlach (18.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Weitere Schildersünden gibt es auf neuperlach.info

Neuer Fahrplan ab dem 14.12.2008: U5 wird verstärkt

Wer hat sich nicht schon über die volle U5 geärgert, in der es beim morgendlichen Wechsel vom 5- auf den 10-Minutentakt besonders kuschlig wird? Nun reagiert die MVG darauf. Zum Fahrplanwechsel am 14.12.2008 wird der 5-Minuten-Takt montags bis freitags auf der ganzen Linie bis ca. 9.30 h ausgedehnt (Richtung Laimer Platz um 30 Minuten, Richtung Neuperlach Süd um 10 Minuten).

Quelle: MVV-Kundenzeitschrift conTakt, Seite 3 (Seite nicht mehr verfügbar)

U-Bahn in München (Archivfoto) © Marco Barnebeck (Telemarco) / Pixelio

Ein Dach über dem Kopf

Das Pflegeheim Neuperlach am Friedrich-Engels-Bogen steht kurz vor dem Richtfest. Der Aufbau des Tonnendachs hat bereits begonnen.

Pflegeheim Neuperlach aus über 20 Metern Höhe gesehen. Noch steigt man Ihnen hier aufs Dach, denn der Aufbau desselbigen ist im vollen Gange (01.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Ansicht vom Karl-Marx-Ring. Von der unmittelbar hinter dem Bau liegenden Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62, immerhin 9 Stockwerke hoch, ist fast nichts mehr zu sehen (02.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Noch eine Ansicht vom Kal-Marx-Ring (02.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Das könnte auch irgendwo in Schwabing sein, so eng, wie es hier zugeht (02.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Rewe im Quidde-Zentrum macht zum Jahresende dicht – beginnt jetzt das große Sterben der Ladenzentren?

Das „Life“ ist noch im Bau (Archivbild vom 06.09.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Am 20. Dezember verlässt Rewe das Quidde-Zentrum, da man in das neue Nahversorgungszentrum „Life“ an der Albert-Schweitzer-Straße umzieht. Der Haken dabei ist, dass das „Life“ erst im kommenden Sommer oder Herbst seine Pforten öffnet. Den am 31. Dezember auslaufenden Mietvertrag für das Quidde-Zentrum wollte Rewe aber offenbar nicht noch einmal verlängern.

Was mit dem Supermarkträumen im Quidde-Zentrum passiert, ist noch nicht entschieden, ein Nachmieter ist jedenfalls noch keiner gefunden.

Für die Bewohner in Neuperlach Nordwest verschlechtert sich damit die Versorgung mit Produkten des täglichen Bedarfs deutlich. Ihnen bleibt nur der weite Weg zum nächsten Rewe (Marx-Zentrum oder Sudermann-Zentrum) oder ins pep.

So lobenswert die Schaffung des „Life“ ist, darf nicht vergessen werden, dass das Konzept Neuperlachs eines von Sub-Ladenzentren ist, welche die fußläufige Nahversorgung sicherstellen sollen. Zwar sind die Subzentren trotz Konkurrenz des pep nie ausgestorben, doch jetzt ergibt sich die Situation, dass das Quidde-Zentrum ab Jahresende wohl keinen Supermarkt (und auch nichts Vergleichbares) mehr aufweisen wird (früher waren im Quidde-Zentrum sogar zwei Supermärkte ansässig, aber der Edeka ist längst Geschichte). In der näheren Umgebung gibt es nur einen Discounter (Penny an der Quiddestraße), der aber auf Grund des kleineren Sortiments eines Discounters kein vollständiger Ersatz ist. Ergänzung vom 17.11.2008 (nach Hinweis von „Rob“): Außerdem gibt es in der Nähe des Quidde-Zentrum eine LIDL-Filiale.

Man kann nur hoffen, dass das „Life „nicht zur weiteren Schließung von Geschäften in den Subzentren, vor allem dem Marx-Zentrum, führen wird. Im Marx-Zentrum stehen bereits jetzt einige Läden leer. Wer näher am „Life“ wohnt, könnte in Zukunft dieses Einkaufszentrum bevorzugen und das Marx-Zentrum links liegen lassen.

Stromschlag in Neuperlach (Eigenerfahrung an 230 Volt)

Gefahr durch elektrischen Strom (Archivfoto) © Hans-Peter Reichartz / Pixelio

Vor ein paar Tagen machte ich Bekanntschaft mit dem elektrischen Strom. In einer frisch renovierten Wohnung im Neuperlacher Nordwesten, dem ersten fertiggestellten Teilabschnitt der „Entlastungsstadt Perlach“, öffnete ich eine neu installierte Spülmaschine und berührte die Innen-Edelstahlverkleidung, woraufhin ich sauber eine gewischt bekam.

Ein Test ergab, dass auf der Innen-Edelstahlverkleidung der Spülmaschine nicht der Schutzleiter, sondern die Phase angeschlossen war! Der Fehler war mit dem Phasenprüfer schnell gefunden. Dieser glimmte nicht nur beim Berühren der der Spülmaschinen-Edelstahlverkleidung, sondern bereits beim Schutzkontakt der Steckdose. Entsprechend war auch auf dem Steckdosen-Schutzkontakt die Phase drauf. Auch ein Berühren der Steckdose hätte folglich zu einem elektrischen Schlag geführt. Die Verkabelung der Steckdose war unauffällig und augenscheinlich richtig – grün/gelb war am Schutzkontakt der Steckdose angeschlossen, blau und schwarz als Nullleiter und Phase an den eigentlichen Stromleitern. Der Fehler muss irgendwo weiter in den Tiefen der Wohnung liegen. Die Korrektur sieht vorerst so aus, dass die Steckdose „falsch“ verkabelt wurde, um den Fehler auszugleichen. Die Steckdose ist jetzt funktional in Ordnung, der Fehler nur noch optischer Natur.

Die Spülmaschine hat alles gut überstanden. Ich ebenso, aber wenn ich keine Schuhe mit Gummisohlen angehabt oder/und nasse Hände gehabt hätte, hätte es „aus“ sein können.

Nachdem schon einige drauf eingefallen sind, stelle ich das noch deutlicher raus: Das Bild hat mit dem Vorfall nichts direkt zu tun, es dient nur der Illustration. Zu Fotografieren hätte es zwar was gegeben, aber ich hatte keine Kamera dabei und auch mein Handy hat keine Cam.