Frohes Fest

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Ich wünsche allen Besuchern des Neuperlach-Blogs ein frohes Fest, ein paar geruhsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Das verschneite Pflegeheim (21.12.2009) © Thomas Irlbeck

Hinter Schloss und Riegel – aber nur noch von 18-8 Uhr

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Alles begann damit, dass sich die Eigentümer der Neuperlacher Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62 über rücksichtslose Ruhestörer und Spritzenwerfer beklagten, die den Weg an der Nordseite der Wohnanlage benutzten und ihnen nachts den Schlaf raubten. Laut Bebauungsplan ist dieser Weg für die Allgemeinheit als Durchgang freizuhalten. Außerdem definiert der Bebauungsplan Neuperlach als Stadtteil der offenen Wege, sodass man sich ungehindert von A nach B bewegen kann. Zäune kommen dort nur bei bestimmten Gemeinbedarfsflächen vor, z.B. bei Schulen. Andernorts sind Zäune nicht zulässig.

Dennoch errichtete die Eigentümergemeinschaft Mitte Mai 2007 einen Zaun mit abschließbarem Tor an der Westseite des Weges. Dieser wurde nachträglich von der Lokalbaukommission genehmigt, obwohl an dieser Stelle kein Zaun zulässig ist. Seitdem haben nur noch die Anwohner der Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62 mit ihrem Schlüssel freien Durchgang. Für die anderen, die z.B. vom Marx-Zentrum zur Bushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen möchten, bedeutet die Maßnahme einen Umweg.

Nach vielfachen Protesten wurde die Genehmigung widerrufen und der Rückbau des Zaunes angeordnet. Die Eigentümergemeinschaft wollte sich nicht damit abfinden und legte Rechtsmittel ein. Nun fand man einen Kompromiss. Der Zaun darf bleiben, das Tor soll aber für zunächst ein halbes Jahr von 8:00 bis 18:00 für die Allgemeinheit offen bleiben.

Dieser Kompromiss ist meines Erachtens halb gar. Als wenn kein relevanter Fußgängerverkehr mehr nach 18:00 stattfinden würde. Die Geschäfte im Marx-Zentrum schließen z.B. weitgehend um 20:00. Und auch nach 20:00 hört das gesellschaftliche Leben nicht auf.

Außerdem ist zu befürchten, dass ein Präzedenzfall geschaffen wird. In Zukunft könnte das Beispiel Schule machen und alle Eigentümer, die sich gestört fühlen, irgendwelche Zäune errichten und sich dabei berufen, dass an der Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62 ja eine Genehmigung erteilt worden sei, und gleiches Recht für alle einfordern. Das Motto wäre: sich mit Zäunen abschotten und die Augen schließen. Wenn die Probleme nicht mehr vor der eigenen Haustüre stattfinden, sind sie aus der Welt.

Die Drogenabhängigen und Partygänger benutzen halt jetzt den zweiten Weg, den Südweg, was vor allem die Bewohner in der besagten Wohnanlage freut, die ihre Schlafzimmer Richtung Süden haben. Das sind nämlich auch eine ganze Menge. Problem verschoben und gelöst. Oder etwa doch nicht?

Das Tor (12.01.2010) © Thomas Irlbeck

Quelle:

Zeitungsartikel aus dem Münchner Merkur vom 03.12.2009 zum Kompromiss mit der Lösung 8:00-18:00 Uhr

„Behindertenlift“

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So ein Aufzug (oder ein ähnlicher) wird wohl bald an meinem Haus errichtet. Auf dem Bild ist ein Wohnhaus in der Nähe zu sehen (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Heute erhielt ich ein Schreiben von meinem Verwalter. Unter anderem wurde ich darüber informiert, dass in meinem Haus am rückwärtigen Eingang ein „Behindertenlift“ eingebaut werden solle. Dieser soll die ersten ca. 1,50 Meter zwischen Erdgeschoss und Hochparterre überbrücken und damit eine Barrierefreiheit herstellen. Der Begriff „Behindertenlift“ wird in den nachfolgenden Ausführungen des Verwalterschreibens durchgehend weiterverwendet.

Vor einiger Zeit empfahl mir ein Internetbekannter, dass man nicht mehr „Behinderter“ sagen sollte. Es hieße jetzt „Mensch mit Mobilitätseinschränkungen“. Recht hat er. Denn damit steht der Mensch wieder im Vordergrund und wird nicht auf seine Einschränkung reduziert. Der Bekannte kritisierte seinerseits noch mal die Terminologie, als eine Zeitung den Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl sprachlich in einen „Behindertenstuhl“ (Seite nicht mehr verfügbar) setzte. Warum spricht mein Verwalter nicht einfach von einem „Rollstuhlaufzug“?

Finale

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Phönix-Wegweiser montiert
Bild 2: Noch ein bisschen Erde rein – fertig! (07.10.2009) © Thomas Irlbeck

Einer der letzten finalen Akte bei der Errichtung eines Gebäudes ist die Aufstellung eines Hinweisschildes, damit man auch den Eingang findet. Die Leuchtreklame am Pflegeheim Neuperlach hängt ja schon (Neuperlach.org berichtete). Heute wiederum wurde nun das Schild am Eingang montiert. Das Schild gibt an, hier befinden sich der Eingang (wie überraschend) und die Anlieferzone für die schöne Küche.

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Pflegeheim Leuchtreklame
Jetzt hat das Heim einen weithin sichtbaren Namen, denn etwas Werbung muss sein (21.09.2009) © Thomas Irlbeck

Nach Auskunft der Pflegeheimleitung sind die ersten Bewohner vor ein paar Tagen ins neue PHÖNIX Seniorenzentrum Neuperlach eingezogen. Auch wenn hier und da noch gearbeitet wird und die offizielle Eröffnungsfeier noch aussteht, ist das Heim bereits betriebsfähig. Heute wurde das Namensschild in Gestalt einer großen Leuchtreklame angebracht. Das muss natürlich festgehalten werden.

Der letzte Feinschliff an dem schönen Reklameschild (21.09.2009) © Thomas Irlbeck
Fertig (22.09.2009) © Thomas Irlbeck
Ganz nahe (22.09.2009) © Thomas Irlbeck

Neues aus Neuperlach – kleine Nachrichten aus den großen Häusern (Folge 2)

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Update: Pflegeheim Neuperlach öffnet im September

Das Pflegeheim Neuperlach am Friedrich-Engels-Bogen 4 wird wie geplant Ende August fertiggestellt. Die ersten Bewohner ziehen am 16. September ein.

Fahrbahnsanierung auf dem Karl-Marx-Ring

Vom 03.08.2009 bis Mitte September finden auf dem Karl-Marx-Ring Fahrbahnsanierungen statt. Betroffen sind die Kreuzungsbereiche Oskar-Maria-Graf-Ring, Kafkastraße, Ständlerstraße und Hugo-Lang-Bogen. Entsprechend ist mit kurzfristigen einberaumten Einschränkungen (etwa Reduzierung von Fahrstreifen) zu rechnen. Auch die MVG-Buslinien müssen zum Teil umgeleitet werden. In Einzelfällen können einzelne Haltestellen tageweise gar nicht angefahren werden.

SVN feiert 40-Jähriges

Der SVN ist 40 geworden. Aus einem spontan gegründeten Verein, der am Anfang viel improvisieren musste (am Anfang existierte nicht mal ein Sportanlage, sodass man einen Acker provisorisch in ein Fußballfeld umwandelte), ist  inzwischen der zweitgrößte Breitensportverein Münchens geworden. Das 40-Jährige wird mit einem großen Sommerfest am 1. August ab 16.00 Uhr auf der SVN-Tennisanlage an der Staudingerstraße (Nähe Eisstadion) gefeiert: Quelle: Münchner Wochenanzeiger vom 28.07.2009

Autobushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen zurückverlegt

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Acht Wochen sollte die provisorische Bushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen Bestand haben, die am 7. April eingerichtet wurde. Provisorisch bedeutet hier, dass keine Unterstellmöglichkeit für den Regenfall vorgesehen war. Gedauert hat es dann leider doch fast doppelt solange. Wir erinnern uns, die Verlegung war notwendig geworden, da das derzeit noch im Bau befindliche Pflegeheim Neuperlach ans Fernwärmenetz angeschlossen wurde.

Seit heute halten die modernen taubenblauen MVG-Busse der Linien 197 Innenring und N45 endlich wieder regulär am Friedrich-Engels-Bogen.

Neues aus Neuperlach – kleine Nachrichten aus den großen Häusern (Folge 1)

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Update: „Life“ eröffnet am 09.09.09 um 09 Uhr

Das neue Einkaufszentrum an der Albert-Schweitzer-Straße „Life“ eröffnet am 09.09.09 um 09 Uhr. 93 % der Flächen sind bereits vermietet. Ins life kommen: Aldi, Rewe Vollsortiment, Metzgerei Vinzenz Murr, Bio-Markt ALNATURA, Bäckerei Traublinger, eine Natursaftbar, eine Espressobar, Vodafone Mobilfunk, eine Apotheke, ein Blumenladen, ein Friseur, eine Reinigung, ein Reisebüro, ein Schlüsseldienst, ein Schreibwarengeschäft, der Mode-Discounter Ernsting’s family sowie dm Drogeriemarkt. Mit weiteren Anbietern werden noch Gespräche geführt. Quelle: Hallo, Ausgabe Ramersdorf-Perlach, vom 09.07.09.

Bäume weg

Am Karl-Marx-Ring 3-21 sollen 57 Bäume gefällt werden. Grund: Erneuerung eines Tiefgaragendachs sowie der Bau von Rampen als Zugang zu den Hochhäusern am Karl-Marx-Ring 3 und 5 für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Nur 17 Bäume sollen nachgepflanzt werden. Der Bezirksausschuss stimmte den Fällungen bereits zu, das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 07.07.2009, Seite 41 (Stadtausgabe)

Kinderkrippe kommt

Die Kinderkrippe an der Quiddestraße 35a kann nun gebaut werden, die Finanzierung ist gesichert. Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 07.07.2009, Seite 42 (Stadtausgabe)

Nach über 30 Jahren: Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes in Sicht

Zur Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes wurde nun ein Grundsatz- und Eckdatenbeschluss gefällt. Damit sind die Voraussetzung für den Start eines Wettbewerb zur Bebauung geschaffen. Seit mehr als drei Jahrzehnten laufen bereits Planungen und Diskussionen zur Bebauung des derzeit als Parkplatz genutzten Areals. Nun sollen ein Bürgerzentrum (unter anderem mit Volkshochschule, Stadtbibliothek und dem FestSpielHaus), Kneipen, Restaurants, Läden, Hotels und Wohnungen entstehen. Eine Umwandlung der Thomas-Dehler-Straße in eine Fußgängerzone wird geprüft. Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 06.07.2009, Seite 52 (Stadtausgabe)

Dünja ist da!

Das Internet- und Telefonlokal Dünja ist von der Ollenhauerstraße in das Marx-Zentrum, umgezogen. Die neuen Räume im Peschelanger 7 sind bereits geöffnet.

Verlängerung der Ständlerstraße mal wieder diskutiert

Bedrohte Idylle: Auf dieser Trasse würde die Verlängerung der Ständlerstaße verlaufen (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Auf dem „Verkehrsforum München Ost“ wurde mal wieder eine Verlängerung der Ständlerstraße ins Spiel gebracht. Damit soll die Putzbrunner Straße entlastet werden. Quelle: Südost-Kurier, 01.07.2009

Ein Licht geht auf

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Vorher: Nachts vor dem Haus. Hier sieht nicht mal mehr eine Katze nach dem Augenarztbesuch etwas (05.07.2009) © Thomas Irlbeck

Seit Monaten sind die Straßenlaternen auf dem Fußweg quer zu meinem Haus defekt. Das Problem wurde reklamiert, aber es tat sich nur insofern etwas, dass nun auch die Lampen auf dem Weg längs zum Haus, die noch ein wenig Licht gaben, um sich einigermaßen orientieren zu können, außer Betrieb gegangen sind. Nun ist es vor dem Haus gänzlich dunkel. Nun kam jemand auf die Idee, eine Behelfslaterne vor dem Eingangsportal zu errichten. Strom per Verlängerungsschnur aus dem Keller geholt, Behelfslampe an das Regenabflussrohr montiert – fertig. Manchmal können Lösungen so einfach sein.

Nachher: Eine Behelfslampe weist den Weg zum schönen Wohnhaus (06.07.2009) © Thomas Irlbeck
Aus der Nähe: Schön ist sie nicht, aber hilfreich (06.07.2009) © Thomas Irlbeck
Nachts sieht das so aus (05.07.2009).  © Thomas Irlbeck

Verhüllt, verpackt, verrückt – was es alles nicht nicht gibt

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Nicht so wichtig wie ein bekanntes Gebäude in einer ebenso bekannten Stadt, das von einem bekannten Verpackungskünstler eingepackt wurde, aber eben auch eingepackt (30.06.2009) © Thomas Irlbeck

Im Internet gibt es alles, und flickr spiegelt das ebenso wider. Entsprechend existiert natürlich eine Gruppe für verpackte Objekte.

Der Gruppenadministrator sprach mich auf eines meiner Fotos an, nun steuere ich noch ein paar weitere bei, etwa dieses hier.

Ein wenig mehr vom Haus (30.06.2009) © Thomas Irlbeck

Ab nächster Woche: Ratatazong, ratatazong – weg ist der Beton (eigentlich: Balkon) [Update]

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Seit Mai letztes Jahres habe ich eine Baustelle vor dem Haus, das Pflegeheim Neuperlach wird errichtet. Dies brachte und bringt Lärm und andere Unannehmlichkeiten mit sich, etwa temporär nicht benutzbare Wege. Immerhin achten die Baggerfahrer penibel darauf, dass kein Fußgänger eine Schaufel an den Kopf kriegt. Da wird dann garantiert die Schaufel in die richtige Richtung geschwenkt, wenn ein Fußgänger seinen Gang machen will.

Nun aber neigt sich der Bau dem Ende zu. Im Herbst wird wohl Eröffnung sein. Doch es wäre ja langweilig, wenn sich der Bauphase vor dem Haus wieder eine ruhige, saubere Zeit anschließt. Konsequenterweise wird ab Montag nächste Woche eine Betonsanierung im Haus durchgeführt, die voraussichtlich sechs Wochen dauern wird.

Fotos folgen, wenn es dann losgeht. Vorerst gibt es zur Einstimmung ein Archivbild:

Ein Gerüst. Hat mit dem Text oben nicht viel zu tun. Aber ohne Bild ist es langweilig © RainerSturm / Pixelio

Nun aber ein aktuelles Bild mit einem Lagebericht vom Pflegeheim vor dem eigenen Wohnhaus:

(Bild entfernt)

Was schwebt denn hier ins Pflegeheim? Die Pflegeheim-Arbeiten neigen sich dem Ende zu wie die Neigung dieses Kranes. Lärm und Dreck gehen dafür nun im eigenen Wohnhaus los (23.06.2009).

Update

Nun geht es los:

(Bild entfernt)

Seilzug für Gerüstaufbau (29.06.2009) © Thomas Irlbeck

Was das Hochparterre mit dem Lügenbaron Münchhausen verbindet

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Barrierefreiheit mal anders. Gesehen an einem Wohnhaus am Karl-Marx-Ring (21.05.2009) © Thomas Irlbeck

Auf das Hochparterre wird heute in vielen neu gebauten Wohnhäusern verzichtet. Nicht wegen der Barrierefreiheit, sondern wohl eher deshalb, um bei der erlaubten Bebauungshöhe eine zusätzliche Etage unterbringen zu können. Es geht also nur ums liebe Geld.

Dabei waren früher Wohnhäuser ohne Hochparterre typische Arme-Leute-Häuser, die besseren Häuser hatten Hochparterre. Schließlich schützt das Hochparterre vor neugierigen Blicken vom Bürgersteig in die Zimmer.

Neuperlach ist ja, wie hier immer wieder gepredigt wurde, architektonisch gar nicht so schlecht. Folglich ist das Hochparterre hier – im „anderen“ München – weit verbreitet. Doch wie kommen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen in ihre Wohnungen, wenn es erst ein paar Stufen zu erklimmen gilt?

Ganz einfach: Ein zusätzliche Fahrstuhl muss eingebaut werden, der die ersten 1,50 Meter überwindet. Mit dem Stemmeisen wird ein Teil vom Eingang weggeschlagen (frei nach Torfrock: Ratatazong, ratatazong – weg ist der Beton), dann kommt der freundliche Monteur und errichtet die Vertikalbeförderungseinrichtung.

Münchhausen
„Münchhausen“, Bronzeskulptur, 1971 von Marlene Neubauer-Woerner geschaffen, gesehen an der Außenfassade der Grundschule an der Max-Kolmsperger-Straße (21.05.2009) © Thomas Irlbeck

Es geht übrigens auch anders: Man kann Häuser bauen, die Hochparterre haben, und dennoch den normalen Fahrstuhl so konstruieren, dass er sowohl im normalen Parterre als auch im Hochparterre hält. Dazu braucht man natürlich einen (zusätzlichen) Eingang auf Straßenhöhe. Auch braucht die Fahrstuhlkabine konstruktionsbedingt zwei Türen.

Ein ebenso ungewöhnliches Beförderungsmittel hat der berühmte Lügenbaron Münchhausen gewählt. Er lässt sich auf einer Kanonenkugel aus einer belagerten Festung herausschießen. Das Haus mit dem Rollstuhlaufzug und die Münchhausen-Skulptur sind übrigens nur wenige Meter voneinander entfernt. Sie verbindet damit mehr als nur die Entscheidung für ein spezielles Beförderungsmittel.

Mehr Kunst gibt es in der Kunst-Rubrik von Neuperlach.org.

Mir wird es langsam zu bunt!

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Nachdem man die Kräne am Pflegeheim Neuperlach schon vor Urzeiten abmontiert hat, ist es Zeit, wieder einen neuen aufzustellen. Zur „Begrünung“ des Daches ist die Begründung. Leider ist das Wetter flau, die Farben lasch, die Atmosphäre trüb. Ein Griff zur richtigen Brille macht die triste Welt der großen Arbeitsmaschinen aber bunt. Gewissermaßen der „Bunt der Ehre der Kranführer“.

Was für eine Brille der da wohl aufhat? (16.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Und so sieht das Ergebnis am Sonntag=Sonne aus. Wann das Dach nun wirklich grün wird? (19.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Dachbegrünung Nahaufnahme vom Vortag (18.04.2009).

Keine Haarspalterei: Um Haaresbreite (Bilderstrecke)

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Eng geht es derzeit hier zu. Sehr eng. Denn das Pflegeheim wird an das Fernwärmenetz angeschlossen und entsprechend die Straße für acht Wochen „geöffnet“. Die freundlichen Baustellenleute haben einen Slalomkurs eingerichtet, damit die Löcher im Boden umfahren werden können.

Siehe hierzu:

Was rollt denn da von vorne an? Ein schicker MVG-Gelenkbus der Linie 197 Innenring. Ob das mal gut geht? (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck
Beim Slalomfahren ist höchste Präzision angesagt. Wenn der Bagger nicht da stünde, wäre alles einfacher (15.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Jetzt geht es wirklich um die sprichwörtlichen Millimeter. Aber die Barke bleibt stehen (15.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Aus verschiedenen Perspektiven … (15.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
… wird erkennbar … (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck
… wie eng es hier zugeht (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck
An der Seite hätte kaum noch eine Briefmarke Platz. Der Mischer lädt hier nichts ab, der will nur durch. Aber wie, wenn es hier so eng ist wie in der U-Bahn zur Wiesn-Zeit? (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck

Autobushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen verlegt

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Fahrgäste müssen umdenken: Im Rahmen des Anschlusses des Pflegeheim Neuperlach an das Fernwärmenetz der SWM wurde die Autobushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen der Linie 197 Innenring und der Nachtlinie N45 heute nach Süden verlegt. Die Kraftbusse der MVG halten jetzt die nächsten rund acht Wochen unmittelbar nach der Kreuzung Karl-Marx-Ring/Friedrich-Engels-Bogen.

Die Haltestelle Friedrich-Engels-Bogen der Linie 197 Außenring ist nicht betroffen.

Trotz auffälliger Beschilderung warten immer wieder Fahrgäste an der aufgehobenen Haltestelle. Eine Fahrgästin (ja, ich weiß, das Wort gibt’s gar nicht) musste ich erst lange überreden, bevor sie sich auf den Weg zur Ersatzhaltestelle machte.

Das sieht nicht gut aus (07.04.2009). Vom 07.04.2009 an halten hier rund acht Wochen keine Omnibusse mehr. Foto: Thomas Irlbeck

(Bild entfernt)

Die Ersatzhaltestelle ist für viele noch ungewohnt (07.04.2009).

Dort, wo sonst die schicken Gelenkbusse der MVG halten, um Hinz und Kunz zur Untergrundbahn zu kutschieren, wird nun eine ganz andere Art der Beförderung vorbereitet – der Transport von Wärme, damit es Opa Friedrich Franz in seinem neuen Pflegeheim auch richtig schön warm hat (07.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Das Pflegeheim Neuperlach steht kurz vor dem Anschluss an das Fernwärmenetz (10.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck

So nah und doch so fern – aus einer Baustelle werden zwei

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Das ist ein Heizkraftwerk. Das steht zwar nicht in Neuperlach und auch nicht in München, aber man kann ja nicht immer Neuperlach-Bilder zeigen, oder ja? © Volker Zintgraf / Pixelio

Nein, es geht nicht um das Telefon (in Anspielung auf einen Song von Kraftwerk), sondern um Fernwärme und eine Baustelle in der Nähe. Gestern flatterte ein Papierflieger (weniger deutsch auch Flyer genannt) in meinen Briefkasten, der mich auf eine zusätzliche Baustelle aufmerksam macht. Konkret wird das im Bau befindliche Pflegeheim Neuperlach ans Fernwärmenetz angeschlossen. Schließlich sollen es die zukünftigen Bewohner mollig warm haben, und der alte fahrbare Elektroheizkörper von Onkel Fritz ist keine Alternative für das feine Fernwärmenetz der Stadtwerke München. Zum Anschluss muss der Karl-Marx-Ring auf Höhe des Friedrich-Engels-Bogen „geöffnet“ werden. Naturgemäß erfordern Arbeiten an Fernwärmerohren wegen der hohen Betriebstemperatur (130 Grad) eine sehr spezielle Bauweise.

Daher dauern die in der KW 14 (ab 30.03.) beginnenden Arbeiten auch satte 8 Wochen. In dieser Zeit sind die Fahrspuren am Karl-Marx-Ring auf Höhe des Friedrich-Engels-Bogen (und auch ein paar Meter in beide Richtungen weiter) nur eingeschränkt benutzbar bzw. werden verschwenkt. Die Häuserzufahrten und Hauseingänge bleiben durch noch zu errichtende Behelfsbrücken erreichbar.

Update: Ich habe noch den erwähnten Flyer hinzugefügt. Die dort abgedruckte Skizze zeigt fast metergenau, wo die Operation genau stattfindet. Es lässt sich erahnen, welche Zufahrten betroffen sein werden.

Der erwähnte Flyer. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der SWM
Der erwähnte Flyer. Besonders interessant ist hier die Skizze, die zeigt, wo die Rohre genau verlegt werden. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der SWM

Relaunch am Kiosk

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Nach vielen Jahren Leerstand hat er nun wieder geöffnet, der Kiosk an der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Ecke Karl-Marx-Ring (Neuperlach.org berichtete, siehe Wie Phönix aus der Asche – der Kiosk am Karl-Marx-Ring öffnet bald wieder und Bildungsoffensive am Kiosk), der nun „Kiosk Martina“ heißt. In einem frisch renoviertem, freundlichen Verkaufsraum steht Antonio hinterm Tresen. Ein neues Konzept soll die Kasse zum Klingeln bringen. Neben Zeitungen, Getränken und Süßigkeiten zum Mitnehmen bietet Antonio auch kleinere warme Mahlzeiten und Kaffee an. MVG-Fahrscheine und die Lotto/Toto-Annahme sollen in Kürze dazukommen.

(Bilder entfernt)

Lichtspiele

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(Bilder entfernt)

Die Renovierung des Bürogebäudes am Peschelanger 3 (am Marx-Zentrum in München Neuperlach) neigt sich dem Ende. Früher war hier die Burger King-Zentrale untergebracht. Seitdem steht das Haus in weiten Teilen leer.

Nun wirbt eine riesengroße Tafel für neue Mieter. Ob das lichtdurchflutete Haus ohne Schatten bald neue Mieter findet?

Gibt es nicht eigentlich nicht das geflügelte Wort: „Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten“? Ist somit die Werbetafel in sich widersprüchlich?

Bildungsoffensive am Kiosk

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Der Kiosk an der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Karl-Marx-Ring steht vor der Wiedereröffnung (siehe auch Wie Phönix aus der Asche).Vieles wird neu sein, so auch der Name, in Zukunft trifft man sich am „Kiosk Martina“.

Erstaunlich ist die Wandlung von der Trinker- und Spielerbude zum intellektuellen Tempel. Zwar wird man hier vermutlich auch in Zukunft noch Alkoholika kaufen und Lottoscheine ausfüllen können, aber man darf das natürlich nicht mehr so laut sagen. Der Zeitgeist verbietet dies, zumal man sich mit den „Spirituosen“ nur die Leber kaputtmacht und selbst von „Lotto/Toto“ spielsüchtig werden kann. Daher mussten diese Begriffe und die vier Brauereilogos weichen und wurden durch Begriffe aus der „Weltliteratur“ ersetzt − „Münchner Merkur“ statt Schnaps, „Süddeutsche Zeitung“ statt Lotto.

(Bilder entfernt)

Wie Phönix aus der Asche – der Kiosk am Karl-Marx-Ring öffnet bald wieder

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Bereits von Anfang an war er fester Bestandteil von Neuperlach – der Kiosk an der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Karl-Marx-Ring. Er war für die Neuperlacher eine gern genutzte Möglichkeit, nach Ladenschluss oder am Sonntag ein paar Dinge einzukaufen, hatte er doch täglich bis 20:00 geöffnet (man erinnere sich daran, dass bis 1996 die Geschäfte Montag bis Freitag spätestens um 18:30 schließen mussten).

Am Kiosk war die ersten Jahre immer viel Betrieb zu beobachten, kein Wunder, befand sich doch die Trambahnhaltestelle „Karl-Marx-Ring“ direkt vor dem Kiosk. Auch das nur wenige Meter entfernte Schulzentrum Nord mit dem Werner-von-Siemens-Gymnasium und der „Orientierungsstufe“ brachte ausgabefreudige Kundschaft, wenngleich Letztere sich zumindest in den Schulpausen gegen die eiserne Hausordnung hinwegsetzen musste, um in den Genuss des Kioskeinkaufs zu gelangen, verbietet diese doch strengstens (wohl aus Versicherungsgründen), das Schulgelände innerhalb der Schulzeit zu verlassen.

Als 1980 die Trambahn stillgelegt wurde, lief das Geschäft offenbar nicht mehr so gut. Zwar gab es als würdigen Ersatz die U-Bahn, doch deren nächste Haltestelle „Quiddestraße“ ist knapp fünf Gehminuten entfernt. Laufkundschaft von der U-Bahn verirrte sich kaum zum Kiosk.

Wohl als Folge dessen wurden die Verkaufszeiten reduziert, fortan legte man am Dienstag einen Ruhetag ein. Dann aber kam die Schließung, die per Schild mit „privaten Gründen“ begründet wurde. Der Kiosk verfiel zusehends.

Doch jetzt wird der Kiosk saniert, und die Neuperlacher dürfen sich auf eine baldige Wiedereröffnung freuen. Ob das Geschäft allerdings so gut laufen wird? Das Schulzentrum Nord ist nämlich wegen Renovierung derzeit geschlossen. Allerdings sind in Neuperlach Nord und Ost entscheidende Möglichkeiten eines kleinen Einkaufs am Sonntag weggefallen. Die Tankstelle am Karl-Marx-Ring 48 etwa wurde im Juli dieses Jahres geschlossen und abgerissen (siehe Bericht in der Rubrik „Historisches“). Es gibt zwar eine weitere Tankstelle an der Quiddestraße, die aber für diejenigen, die im Nordosten oder Osten von Neuperlach wohnen (z.B. im Marx-Zentrum), zu weit entfernt ist, um wirklich attraktiv zu sein.

Daher ist sicher ein gewisses Potenzial da. Allerdings kann der Kiosk keinen Ersatz für einen kleinen Laden leisten, wie ihn die Tankstelle am Karl-Marx-Ring bot, dazu dürfte der Lagerplatz für ein umfangreiches Warensortiment zu klein sein. Auch muss man davon ausgehen, dass der Kiosk weiterhin nur bis 20:00 öffnen wird, die Tankstelle war hier mit 22:00 erheblich großzügiger.