Das Leben ist eine Baustelle. Zwei weitere Kreuzungen in Neuperlach Nord werden saniert (Update 09.11.2018)

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Noch mehr Baustellen: Die Kreuzungen Quiddestraße/Plettstraße/Staudingerstraße sowie Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße (diese: 03.09. bis 12.11) werden saniert. Lesereinsendung von Hanns Edel, vielen Dank!

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 1: Auf der Heinrich-Wieland-Straße vor dem Gervais-Danone-Haus. Die Heinrich-Wieland-Straße muss sogar zeitweise gesperrt werden (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 2: An der Heinrich-Wieland-Straße – die provisorische Betonsockel-Ampel verrät, was kommt (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 3: Vor dem Schulzentrum Nord (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 4: Dito (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 5: Blick von der Brücke des Schulzentrum Nord Richtung Westen. An der Brücke ganz hinten entsteht die zweite Baustelle (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 6: Dito. Die Ampel scheint zu schweben, ein netter Effekt (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 7: Baustellenkreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße, Blick Richtung Osten (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 8: Baustellenkreuzung Quiddestraße/Staudingerstraße/Plettstraße. Die Vorboten in Gestalt von provisorischen Betonsockel-Ampeln sind schon zu sehen (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 9: Dito (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 10: Kreuzung Quiddestraße/Staudingerstraße/Plettstraße mit der Agip-Tankstelle (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 11: Blick von der blauen Brücke an der Plettstraße Richtung Osten, im Hintergrund die Brücke des Schulzentrum Nord, dahinter die Baustellenkreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße. Ganz unten verläuft übrigens quer die Albert-Schweitzer-Straße (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 10: Dito, aber jetzt Blick Richtung Westen auf die Baustellenkreuzung Quiddestraße/Staudingerstraße/Plettstraße (19.08.2018). Foto: Hanns Edel

Update 30.08.2018

Während der Sanierung der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Quiddestraße/Karl-Marx-Ring wird die Haltestelle „Karl-Marx-Ring“ der Buslinie 197 Innenring (ausdrücklich nur diese Fahrtrichtung) und N45 zur Kurt-Eisner-Straße verlegt:

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 11: Auf dem Karl-Marx-Ring, kurz vor der Kreuzung Kurt-Eisner-Straße, Blick Richtung Marx-Zentrum (30.08.2018). Foto: Lesereinsendung
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 12: Dito  (30.08.2018). Foto: Lesereinsendung

Update 02.09.2018

Am 03.09. um 7 Uhr geht es los!

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 13: Die Bushaltestelle „Karl-Marx-Ring“ der Buslinie 197 Außenring wird zur Mensa verschoben (02.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 14: Auf dem Mittelstreifen der Heinrich-Wieland-Straße sind derzeit Baumaschinen und Material gelagert (02.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier KreuzungenNeuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 15: Das außer Betrieb gehende Wartehäuschen Karl-Marx-Ring Innenring wurde seinen Sitzplätzen beraubt (02.09.2018) © Thomas Irlbeck

Update 04.09.2018

Auf den Baucontainer haben sie „etwas“ geschrieben:

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 16 (04.09.2018) © Thomas Irlbeck

Das Buswartehäuschen an der Haltestelle „Karl-Marx-Ring“ (197 Innenring, N45) ist nun ganz verschwunden:

>Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 17 (04.09.2018) © Thomas Irlbeck

Update 09.09.2018

Wie berichtet, wird die Heinrich-Wieland-Straße im Kreuzungsbereich Karl-Marx-Ring/Quiddestraße während der Sanierungsarbeiten komplett gesperrt. Damit die Straße zumindest noch sinnvoll als Sackgasse genutzt werden kann, wurden zwei Wendeschleifen eingerichtet (eine in der Nähe des Gervais-Danone-Hauses, die andere ein paar Meter Richtung Michaelikapelle).

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 18: Wendeschleife in der Nähe des Gervais-Danone-Hauses (09.09.2018) Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 19: Zweite Wendeschleife – auf der anderen Seite der Kreuzung (09.09.2018). Foto: Frauke Baumann

Update 10.09.2018

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 20: Kreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße: Die Ampeln wurden abmontiert (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 21: Momentan braucht man sie auch kaum mehr, denn ein Abbiegen in die Heinrich-Wieland-Straße ist nicht mehr möglich – weder stadtein- noch stadtauswärts (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 22: Absperrung Heinrich-Wieland-Straße (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 23: Wendeschleife Heinrich-Wieland-Straße. Zur Orientierung: Der Kiosk ist links – außerhalb des Fotos (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 24: Kabelträger (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 25: Die Bushaltestelle „Karl-Marx-Ring“ der Linien 197 Innenring und N4 wurde zur Kurt-Eisner-Straße vorgezogen. Damit den Fußgängern dort das Überqueren der Straße erleichtert wird, hat man eine Behelfsampel aufgestellt (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 26: Die erwähnte provisorische Bushaltestelle „Karl-Marx-Ring“ 197 Innenring/N45 (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann

Update 11.09.2018

Das ist nicht so wirklich optimal! An der Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Bajuwarenstraße/Heinrich-Wieland-Straße (zur Orientierung, die Michaelikapelle ist dort) sollte man vielleicht mal das Schild Ständlerstraße überkleben. Denn so biegen dauernd Autofahrer nach links in die Heinrich-Wieland-Straße ab, obwohl es hier baustellenbedingt gar nicht mehr zur Ständlerstraße geht – allenfalls noch in Gestalt einer Ehrenrunde durch die Wendeschleife.

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 27: Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Bajuwarenstraße/Heinrich-Wieland-Straße (11.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 28: Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Bajuwarenstraße/Heinrich-Wieland-Straße (11.09.2018) © Thomas Irlbeck

Update 21.09.2018

Blick zur zweiten Kreuzungsbaustelle an die Suuadfingerstraße/Quiddestraße/Plettstraße. Es gilt eine Einbahnregelung für die Staudingerstraße.

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 29 (21.09.2018). Foto: Lesereinsendung
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 30 (21.09.2018). Foto: Lesereinsendung

Update 31.10.2018

Der Umbau der Kreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße nähert sich dem Ende. Das Wartehaus der Bushaltestelle Karl-Marx-Ring findet sich nun nahe an der Fahrbahn und nicht mehr abseits, so soll es sein! Die neuen Fahrbahnmarkierungen wurden bereits angebracht.

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 31: Noch außer Betrieb – die neue Bushaltestelle Karl-Marx-Ring Innenring  (31.10.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 32: dito (31.10.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 33: Heinrich-Wieland-Straße. Links – außerhalb des Fotos – kann man sich den Kiosk dazudenken (31.10.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 34 : Kreuzung mit dem Schulzentrum Nord im Hintergrund (31.10.2018) © Thomas Irlbeck

Update 09.11.2018

Die Kreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße vor dem Schulzentrum Nord und dem Kiosk wurde gestern wieder freigegeben. Für Radler entfällt ein etwaiger Halt auf der Mittelinsel. Möglich wird dies durch den Umstand, dass die Radspur auf Höhe der Mittelinsel direkt auf der Fahrbahn verläuft, sowie durch die eigene Radampel.

Es gibt wieder die ganz alten Radampeln mit drei Lampen, die nun aber höher montiert sind. Damit können sie auch von Autofahrern gut gesehen werden, denn auch ein Autofahrer muss wissen, ob ein Radler momentan fahren darf oder nicht. Der Radfahrer bekommt durch das Aufschauen aber Nackenstarre.

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 35 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 36 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 37 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 38 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 39: Neue Bushaltestelle „Karl-Marx-Ring“ Innenring  (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 40 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 41 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck

So sah es da übrigens früher aus (vgl. mit Bild 35!). Radfahrer mussten u.U. auf der sehr schmalen Mittelinsel anhalten, denn es mussten zwei Ampeln hintereinander beachtet werden. Das ist jetzt eine Verbesserung!

Neuperlach Ampeln
Bild 42 (Archivbild von 2012) © Thomas Irlbeck

Kreuzung Quiddestraße jetzt ohne Radampeln, dafür mit kurzen Radspuren (Update 11.01.2018)

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Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 1: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadteinwärts – auf einem kurzen Stück Fahrradspur auf der Fahrbahn und per Autoampel (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Zum Update 11.01.2018 – Linksabbiegen für Radfahrer

Die Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße wurde saniert und umgebaut. Vor allem wurden die Bushaltestellen durch eine Anhebung von wenigen Zentimetern nun wirklich barrierefrei (Neuperlach.org berichtete). Ferner wurden die Haltestellenbereiche verlängert, damit das Ein- und Aussteigen aus den Buszügen nicht mehr stellenweise über behelfsmäßige Gehwegplatten erfolgen muss.

Aber auch für Radfahrer hat sich einiges geändert. So gibt es nun für drei der vier möglichen Fahrtrichtungen keine Fahrradampeln mehr, auch keine kombinierten Ampelscheiben für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Stattdessen ist nun die Autoampel auch für Fahrradfahrer das Maß aller Dinge. Der letzte Teil vor der Ampel ist als – sehr kurze – Fahrradspur realisiert. Auch der noch vorhandene Radweg wurde weit näher an der Fahrbahn herangeführt.

Nur wer vom Schulzentrum Nord kommt und Richtung Plettstraße fährt, hat noch seinen Radweg bis zur Kreuzung und auch seine Fahrradampel, die übrigens hier wirklich eine echte Fahrrad- und keine Kombiampel ist.

Die Regelung mit dem kurzen Stück Fahrradspur vor der Kreuzung hat eine Reihe von Vorteilen, aber auch einige Nachteile:

Die Vorteile:

  • Die Wahrscheinlichkeit, beim Geradeausfahren von einem rechtsabbiegenden Lkw- oder Busfahrer übersehen zu werden, wird reduziert. Denn die Radspur ist ja direkt auf der Fahrbahn. Natürlich kann ein Radler weiterhin vor der Ampel im toten Winkel stehen, aber zumindest bei der Anfahrt eines Lkw oder Busses Richtung Ampel wird ein Radfahrer vom Fahrer besser gesehen, da sich der Radler quasi vor dem eigenen Fahrzeug befindet und nicht irgendwo rechts in einem ggf. verdeckten und schlecht einsehbaren Radweg.
  • Auch darf ein Radler noch weiter bei Grün über die Kreuzung, solange es die Autos noch dürfen. Die kombinierten Fußgänger-/Radampeln schalten dagegen schon weit früher auf Rot um, weil sie von Fußgängergeschwindigkeit ausgehen, obwohl Radler ja schneller sind. Ferner wird eine Gelbphase realisiert, über die die kombinierten Fußgänger-/Radampeln nicht verfügen.
  • Ein Stopp auf dem Mittelstreifen, sollte die zweite kombinierte Fußgänger-/Radampel während der Überquerung auf Rot umschalten, entfällt. Die Anzahl der Ampeln, die passiert werden müssen, speziell beim Linksabbiegen, geht damit stark zurück.

Die Nachteile:

  • Wer als Radfahrer nach rechts abbiegen will, darf dies nicht mehr bei Rot. Früher war dies möglich, da die Radwege einen Kurvenbereich nach rechts vor der Ampel besaßen.
  • Viele Fahrradfahrer fühlen sich auf dem Radstreifen so nah am motorisierten Verkehr unsicher und unwohl. Allerdings ist der Radstreifen hier extrem kurz gehalten, sodass sich die Einschränkungen in engen Grenzen halten sollten.

Quermöglichkeit 1

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 2: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadteinwärts – Phase 1 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 3 (der Vollständigkeit halber, entspricht dem Eingangsbild): Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadteinwärts – Phase 2 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Quermöglichkeit 2

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 4: Überquerung der Albert-Schweitzer-Straße auf der Quiddestraße Richtung Schulzentrum Nord – Phase 1 von 3 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 5: Überquerung der Albert-Schweitzer-Straße auf der Quiddestraße Richtung Schulzentrum Nord – Phase 2 von 3 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 6: Überquerung der Albert-Schweitzer-Straße auf der Quiddestraße Richtung Schulzentrum Nord – Phase 3 von 3. Die Fußgänger haben hier schon Rot, Autos und Radler dürfen noch schnell rüber (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Quermöglichkeit 3

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 7: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadtauswärts – Phase 1 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 8: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadtauswärts – Phase 2 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 11.01.2018: Linksabbiegen für Radfahrer

Linksabbiegende Radfahrer finden nach Überquerung am Kreuzungsende einen kleinen, auf der Fahrbahn aufgemalten Bereich mit Linkspfeil, an dem zu warten ist (in Bild 9 mit Rahmen hervorgehoben). Der Haken ist, an diesem Bereich sieht man die Autoampel nicht (bzw. nach Drehen des Kopfes nur von hinten), da sie hier faktisch schon überquert ist,  aber man hat das Linksabbiegesignal (in Bild 9 ebenfalls mit Rahmen hervorgehoben). Nun kann man warten, bis das Linksabbiegesignal leuchtet (und damit die Endphase der Grünphase eingeläutet wurde) oder man orientiert sich an der Fußgängerampel, an der man dann sehen kann, dass der Querverkehr Grün bekommt. So gesehen gibt es zwei Zeiträume, in denen die Radler sicher nach links über die Kreuzung kommen – ob beide gesetzlich erlaubt sind, das mag ich nicht zu beurteilen. Ganz ideal und stimmig scheint mir das alles nicht zu sein, aber schauen wir einmal, wie sich das bewährt und ob die Vorteile überwiegen.

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 9: Links abbiegen für Radfahrer. Die Autoampel liegt hinter dem Fotostandpunkt und ist daher für Wartende nicht zu sehen. Es bleiben zur Orientierung nur das Linksabbiegesignal (roter Rahmen) sowie die Fußgängerampeln (09.01.2018) © Thomas Irlbeck

Quiddestraße: Barrierefreier (Update 18.12.2017)

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Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 1 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck

Umbau der Bushaltestelle „Quiddestraße“. Hier zu sehen ist die Haltestelle für die Linie 197 „Außenring“. Der Einstiegsbereich wurde etwas angehoben, damit man noch „barrierefreier“ ein- und aussteigen kann. Kinderwagen oder Rollator schiebende Menschen freuen sich.

Ferner wurde/wird auch sonst alles erneuert, auch das Wartehäuschen, Ampeln und mehr. Bald kann man hier wieder ein- und aussteigen. Derzeit halten die Busse ein paar Meter entfernt Richtung Schulzentrum Nord, das man im Hintergrund schwach erkennen kann.

Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 2 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update (04.11.2017)

Die provisorische, ein paar Meter Richtung Karl-Marx-Ring versetzte Haltestelle des 197 Innenring live erlebt:

Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 3 (04.11.2017) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 4 (04.11.2017) © Thomas Irlbeck

Nett, Google+ hat die beiden Fotos so zusammengeklebt, dass der Eindruck entsteht, unser 197er würde nun alle 30 Sekunden verkehren:

Bushaltestelle Quiddestraße
Der Beitrag bei Google+

Update 18.12.2017

Die neue Bushaltestelle der Busringlinie 197 ist für beide Fahrtrichtungen in Betrieb gegangen. Jetzt kann wirklich barrierefrei in die Buszüge ein- und ausgestiegen werden. Der Monitor mit den Busabfahrtszeiten ist auch wieder in Betrieb.

Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 5 (18.12.2017) © Thomas Irlbeck

Was ist das für 1 Life? Ein sichereres! Umbau einer gefährlichen Kreuzung (Update 19.12.2017)

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Übergang vor Life
Bild 1: Vor dem Einkaufszentrum „Life“: Es ist die vielleicht verkehrsmäßig gefährlichste Stelle in Neuperlach. Der hier zu sehende neue aufgepflasterte Fußgängerbereich und weitere Maßnahmen sollen die Sicherheit erhöhen (26.10.2017) © Thomas Irlbeck

Es ist eine Zeit gekommen, da steht die Sonne tiefer, die Schatten werden länger. Das führt dazu, dass der Fotograf sich schnell mal selbst aufnimmt (Foto 1), wenngleich es nur ein Schatten seiner selbst ist.

Nicht länger, sondern kürzer und vor allem weniger gefährlich soll der Übergang hier vor dem Einkaufszentrum Life werden. Wer sein Paket im Life abholt oder aufgibt (die meisten Neuperlacher werden dieses Vergnügen haben), wer Postbank-Kunde ist oder im Life einkauft, dem dürfte diese Kreuzung bekannt sein, und zwar im negativen Sinn, denn die Kreuzung ist nicht ungefährlich. Nun wird die Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Siegfried-Mollier-Straße endlich umgebaut, die Arbeiten sind schon weit fortgeschritten.

Mehrere Maßnahmen für mehr Sicherheit und mehr Komfort

Der Fußgängerübergang wird im Nordbereich der Kreuzung durch einen neu angelegten, aufgepflastertem Bereich mit abgesenkter Bordsteinkante auf einem ehemaligen Teil des Parkstreifens verbessert, wie Foto 1 zeigt. Laut eines älteren Zeitungsberichtes soll auch eine Fußgängerampel installiert werden, die meines Erachtens dringend erforderlich ist. Denn die Kreuzung ist wegen des hohen Verkehrsaufkommens und der unzähligen Abbiegemöglichkeiten für den motorisierten Verkehr (man beachte die ganzen Ein- und Ausfahrten vor dem Life und dem Parkplatz vor dem Bürohaus an der Albert-Schweitzer-Straße, dazu die Tiefgaragenzufahrt in der Siegfried-Mollier-Straße) nicht nur für ältere und Kinderwagen schiebende Menschen ein Ärgernis. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen und Fast-Unfällen. Man kann daher nur hoffen, dass die Ampel nun auch wirklich kommt.

Die Haltestellenbereiche (Haltestelle „Siegfried-Mollier-Straße“; Buslinien 139, 192, 199, N79) werden auch neu gestaltet. In Zukunft steigt man als Busfahrgast nicht mehr auf dem Radweg ein und aus, sondern auf einem aufgepflastertem Streifen zwischen Radweg und Fahrbahn (Bild 2 und 3), der aber sehr schmal ausfällt. Wer mit Rollator ein- oder aussteigt, dürfte halb auf dem Radweg stehen. Konflikte zwischen Radfahrern und Fahrgästen sind entsprechend weiter vorprogrammiert. Radfahrer müssen natürlich warten, wenn der Bus hält und Fahrgäste ein- oder aussteigen möchten, aber das steht leider nur auf dem Papier.

Fahrgaststreifen vor dem Life
Bild 2: Neu gestaltete Haltestelle zum barrierefreien Ein- und Aussteigen (25.10.2017) © Thomas Irlbeck
Fahrgaststreifen vor dem Life
Bild 3: Detail Fahrgaststreifen (25.10.2017) © Thomas Irlbeck

Wie es aussieht, wird sich zumindest im Südbereich der Kreuzung an der eigentlichen Verkehrsführung und der Anzahl der Fahrspuren nichts ändern (Bild 4). Wer auf der Höhe des Life die Albert-Schweitzer-Straße passiert, um die stadteinwärtige Bushaltestelle zu erreichen will, dürfte weiter gefährlich leben. Hier sollte jeder den kleinen Umweg über den Nordbereich in Kauf nehmen. Auch die U-Bahn-Unterführung Quiddestraße noch ein Stück weiter nördlich ist eine gute und sichere Passiermöglichkeit, wenngleich sie halt noch ein paar Meter mehr bedeutet – und auch ein Treppensteigen, was mit Kinderwagen oder Rollator kaum zumutbar ist.

Viele Fahrstreifen vor dem Life
Bild 4: Die Fahrbahn bleibt auf Höhe des Life sehr breit (25.10.2017) © Thomas Irlbeck

Fazit: Die Verkehrssituation vor dem Life wird für Fußgänger und Radfahrer verbessert, aber wird wohl nicht wirklich optimal werden.

Kommentar zu einem ehemals vorbildlichen Verkehrssystem: Neuperlach wurde als Auto- und Fußgänger-/Fahrradfahrer-/Kinder-freundliche „Stadt in der Stadt“ geplant und gebaut. Der Autoverkehr und der Fußgängerverkehr wurden getrennt, das geschaffene Fußwegsystem mit seinen vielen Brücken und Unterführungen ist (war) vorbildlich. Nach dem Abriss des Plett-Zentrum wurde das Fußwegsystem leider unterbrochen und nie wieder ganz hergestellt. Im Gegenteil: Die Kreuzung vor dem Life wurde zur wohl verkehrsmäßig gefährlichsten Stelle – nicht nur wegen des gestiegenen Verkehrsaufkommens, sondern da man auch noch einige zusätzliche Ein- und Ausfahrten hinzugebaut hat. Entsprechend ist die Kreuzung sehr unübersichtlich geworden, es wird in alle möglichen Richtungen (nicht immer ganz legal) abgebogen, irgendwo dazwischen stehen die Fußgänger, die da auch rüber möchten. Jetzt endlich wird nachgebessert. Aber es wird nicht alles korrigiert werden. Der alte, großzügige Fußweg zwischen Life und LAO fehlt weiterhin, es bleibt nur die Nutzung des Parkplatzes (mit der Thermometer-Uhr), der neue, aber schmale Fußweg am Life entlang oder die viel zu schmale Passage längs des Bürohauses an der Albert-Schweitzer-Straße.

Update 18./19.12.2017

Die Arbeiten wurden nun weitgehend abgeschlossen. Leider wurde keine Fußgängerampel realisiert. Das Überqueren der Albert-Schweitzer-Straße wird durch die Aufpflasterungen auf den Parkstreifen etwas vereinfacht (Foto). Es müssen aber weiterhin drei Fahrstreifen überquert werden. Im dichten Verkehr ist es aber nicht immer ganz einfach, eine Lücke zu finden. Da wäre mehr drin gewesen!

Viele Fahrstreifen vor dem Life
Bild 5: Nur eine kleine Verbesserung – das ist in keinem Verhältnis zum Aufwand (18.12.2017) © Thomas Irlbeck

Der Blick Richtung Bushaltestellen. Neu ist, man darf auch von dem Parkplatz des Bürohauses Albert-Schweitzer-Straße nicht mehr nach links abbiegen, siehe durchgezogene Linie. Mal sehen, wie viele sich daran halten und ob dies wirklich zu einer Entschärfung der Kreuzung beiträgt. Heute war das Ergebnis jedoch nüchtern. Vier Autos fuhren aus dem Bürohaus-Parkplatz raus und alle bogen verbotswidrig nach links ab und fuhren über die durchgezogene Linie.

Viele Fahrstreifen vor dem Life
Bild 6: Durchgezogene Linie. Nun darf aus keinem der Parkplätze (rechte Seite) mehr nach links abgebogen werden (18.12.2017) © Thomas Irlbeck

Ampelkoalition: Radfahrer sehen rot, nichts ist im grünen Bereich

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Radampel, neuer Typ
Radampel, ganz neuer Typ. Rotsehen reicht aus, wer braucht schon Grün? Gesehen an der Kreuzung Carl-Wery-Straße/Otto-Hahn-Ring in Neuperlach Süd. Mehr dazu weiter unten im Text (26.02.2017) © Thomas Irlbeck

Radfahren in München ist immer noch ein Abenteuer.  Die Stadt München lässt sich immer wieder etwas einfallen. Eigentlich bin ich ein Anhänger von Fahrradspuren, die auf der normalen Fahrbahn angelegt werden. Dort wird man von Rechtsabbiegern nicht so schnell übersehen und man kann Tempo machen, ohne von Fußgängern und Hunden behindert zu werden. Allerdings sind von den angelegten Radspuren viele ständig durch Falschparker, auch durch Lieferverkehr (ganz übel in der Rosenheimer Straße!), unterbrochen. Da kann man sich dann nicht einmal so einfach vorbeizwängen, da man rechts den hohen Randstein hat und links die normale(n) Fahrspur(en) mit meist starkem Verkehr. Dann werden aber auch inzwischen immer mehr Fahrradstraßen angelegt.

Die neuen Radampeln

Relativ neu sind die Fahrradampeln, die nun nicht mehr an der Haltelinie stehen, sondern an der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung. Sie haben immerhin den Vorteil, dass man wie bei den alten Radampeln jetzt wieder nur eine einzige Ampel hat, um über die Kreuzung zu kommen, und nicht wie bei den kombinierten Fußgänger-/Radampeln bis zu drei oder vier, was mehrfaches Anhalten bedeuten kann. Den neuen Radampeln fehlt im Unterschied zu den alten Radampeln aber ein Gelb. Meist werden nun diese neuen Radampeln verbaut, aber längst nicht immer. Und es gibt noch genug Kreuzungen, an denen man auf dem viel zu schmalen Mittelstreifen anhalten muss, da dort ja eine kombinierte Fußgänger-/Radampel Rot signalisieren kann. An manchen Stellen muss man zumindest theoretisch sein Rad querstellen, damit es nicht den Querverkehr behindert.

Große Radampel
Große Radampel an der Kreuzung Berg-am-Laim-Straße/Leuchtenbergring (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Auch werden manchmal noch Fahrradampeln verbaut, die doch wieder an der Haltelinie vor der Kreuzung stehen. Eine seltene Form ist dabei die Form der Fahrradampel, die so groß wie die Autoampel ausfällt (Foto links).

Der Vorteil der neuen Radampeln an der gegenüberliegenden Seite ist, dass diese vom Autoverkehr besser oder überhaupt gesehen werden können. Autofahrer sollten ja nicht nur auf die eigenen Ampeln achten, sondern auf die separaten Ampeln anderer Verkehrsteilnehmer. Beim Abbiegen ist es ja wichtig zu wissen, dass der Radverkehr noch Grün hat.

Neuperlach Süd: Die unvollständige Ampel

Was wir hier in Neuperlach Süd sehen (Bild ganz oben), ist eine solche neue Radampel. Nun ja, wir sehen sie – und sehen sie nicht. Zumindest nicht den entscheidenden grünen Teil. Das Bild ist von der Warteposition auf dem Radweg entstanden – ohne Tricks. Ein echtes Problem besteht hier aber nicht. Zwar kann man die grüne Leuchtscheibe kaum sehen, aber wenn das rote Licht ausgeht, weiß man, dass Grün sein muss. Auch wenn man einen Meter weiter links oder rechts wartet, wird die Sache schon besser sichtbar, wenngleich man dann nicht mehr vorschriftsmäßig hält.

Das Kreuz mit der Kreuzung oder: „Ampel-Gehampel“

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München will gerne Radlhauptstadt sein. In der Hauptstadt müsste folglich viel für Radfahrer getan werden. Das wird es, aber oft nicht zum Wohle der Radfahrer. Manchmal glaubt man, es scheint die Rache von Bürokraten zu sein, was da so ausgetüftelt wird. Es werden hier drei Beispiele vorgestellt.

Beispiel 1: Ostbahnhof – Kreuzung ohne Anleitung


Größere Ansicht

Hier will man eigentlich als Radfahrer nur geradeaus fahren. Im StreetView-Bild bedeutet es, vom Bildrand rechts zum Bildrand links zu fahren. Doch die Radverkehrsführung macht zwei Kurven. Vor der ersten Kurve kommt man erst einmal an einer Radampel vorbei (im Bild ziemlich weit rechts, fast verdeckt von der Fußgängerin im gelben Kittel). Die Stelle wirkt irritierend. Ein Schild lässt das ausschließliche Rechtsabbiegen zu, ausgenommen sollen nach dem Aufdruck nur städtische Busse sein. Die Radverkehrsführung geht aber nach links. Klar, das Schild gilt nicht für Radfahrer, auch wenn ein eindeutiger Text fehlt. Es stellt sich hier die Frage, ob man als Radfahrer überhaupt rechts abbiegen darf. Geradeaus durch den Busbahnhof fahren darf man nicht, da ja per Schild nur städtische Busse nicht rechts abbiegen müssen, was bedeutet, sie dürfen als einzige geradeaus fahren. Ausgenommen sind natürlich auch noch Ufos im Landeanflug mit einem Bruttogewicht von maximal 42 Tonnen.

Gründe, warum auch das Abbiegen nach rechts für Radfahrer erlaubt sein sollte, sind folgende:

Es handelt sich um eine normale Straße, keine Autostraße und keine Autobahn. Hier verbietet es auch kein Schild, ganz im Gegenteil, es entsteht durch das Rechtsabbiege-Gebotschild eher der Eindruck, man müsse rechts abbiegen. Der benutzungspflichte Radweg ist außerdem viel zu weit weg, um als fahrbahnbegleitend zu gelten.

Dagegen spricht, dass eine Radverkehrsführung auch benutzt werden muss, wenn sie vorhanden ist. Und diese Führung erlaubt nur das Abbiegen nach links, da die Linien auf der Fahrbahn und ein baulicher Schlenker am Radwegende die Richtung quasi vorgeben. Zudem ist die bindende Radampel nur für das Linksabbiegen geschaltet. Ob es erlaubt ist, den benutzungspflichtigen Radweg in angemessenem Abstand vor der Ampel zu verlassen und auf der Fahrbahn zu fahren, bleibt unklar. Es spricht vieles dafür, da man nur dadurch der vorgeschriebenen Radverkehrsführung entgehen kann. Es ist z.B. legal, wenn ein Radfahrer vom Radweg auf die Fahrbahn wechselt, um sich auf einer Linksabbiegespur einzuordnen, wenn die folgende Kreuzung keine Radverkehrsführung hat, die ein Abbiegen nach links zulässt. Vorsichtig gesagt, muss man also hier auf der Fahrbahn fahren, wenn man rechts abbiegen will. Natürlich darf man dann aber nicht die Radampel beachten, da diese ja für das Abbiegen nach links signalisiert ist, sondern die Autoampel, die eben für den Rechtsabbiegeverkehr geschaltet ist.

Es gibt übrigens hier drei Ampelphase, wobei in jeder Phase nur exakt eine der drei Ampeln (Auto, Fahrrad, Fußgänger) Grün zeigt, die jeweils anderen signalisieren Rot.

In einer Phase haben die Autos Grün und dürfen rechts abbiegen.

In einer weiteren Phase haben die Fußgänger Grün und queren die Fahrbahn, im Übrigen fast exakt in derselben Richtung wie die Radfahrer. Fußgänger und Radfahrer wechseln hier quasi die Seiten. Es ist sehr selten, dass Radfahrer und Fußgänger völlig separate Ampelphasen haben, zumal sie sich wie erwähnt in etwa der gleichen Richtung bewegen. Zwar mag das gut gedacht und logisch sein, aber bei den meisten Kreuzungen kommen sich Fußgänger und Radfahrer durchaus in die Quere, ohne dass sie Ampelphasen trennen.

In der dritten Phase haben die Radfahrer Grün und queren die Fahrbahn, um dann fast unmittelbar vor der nächsten Radampel zu stehen (im Bild ganz links). An dieser zweiten Radampel hat es vor ein paar Tagen einen schweren Unfall gegeben. Ein Radfahrer hat das Rotlicht dieser zweiten Radampel missachtet. Es kam zu einer Kollision mit einem Linienbus. Der Bus fuhr dabei über ein Bein des Radfahrers, wodurch der Radfahrer mit einer Unterschenkelfraktur ins Spital kam. Ein Problem ist sicherlich hier, dass viele Radfahrer nach einem Anfahren bei Grün nicht damit rechnen, sofort vor der nächsten Ampel zu stehen. Ob das hier eine Rolle gespielt hat, bleibt unklar. Natürlich muss man als Verkehrsteilnehmer immer genau schauen und so langsam fahren, dass man eine Verkehrsführung verstehen kann. Das spricht aber nicht dagegen, bei der Realisierung von Kreuzungen und Radwegen irritierende Konstellationen so weit wie möglich zu vermeiden.

An der Kreuzung fällt ferner noch auf, dass die Radampel von Fußgängern oft verdeckt sein dürfte. Sie ist zwar erfreulich niedrig angebracht, was Radfahrern an sich entgegenkommt, aber befindet sich in einigem Abstand zur Haltelinie und ausgerechnet an einer Stelle, wo Fußgänger immer wieder davorstehen. Diese Kreuzung ist zum Fürchten.

Beispiel 2: Michaelibad – Kreuzung mit Anleitung

Michaelibad Radampel
Am Michaelibad ist die Radelwelt in Ordnung (27.07.2012) © Thomas Irlbeck

Jetzt aber mal zur Abwechslung etwas in der Abteilung „Lob darf es auch mal geben“. Diese Kreuzung am Michaelibad (Heinrich-Wieland-Straße/Bad-Schachner-Straße kreuzen St.-Michael-Straße/Hofangerstraße) verfügt über Radampeln. Man muss folglich nicht auf der Mittelinsel bei Rot anhalten, auf der es hier auch keinen baulichen Wartebereich gibt. Durch die Verwendung eigener Radampeln wird berücksichtigt, dass Radfahrer eine höhere Geschwindigkeit als Fußgänger aufweisen, sodass Radler nicht wie bei den schrecklichen Fußgängerampeln mit Radpiktogramm in der Streuscheibe, die leider weitestgehend Standard geworden sind, den Fußgängern gleichgesetzt werden.

Folglich darf man hier dank lobenswerter Umsetzung als Radler noch über die Straße, auch wenn es ein Fußgänger zeitlich nicht mehr sicher schaffen würde.

Zudem wird mit einem Schild erklärt, wie man die Kreuzung richtig befährt, um als Radfahrer links abzubiegen. Selbst wenn man hier zügig vorbeifährt, erkennt man, wie es funktioniert.

Beispiel 3: Neuperlach – Wartepflicht, auch wenn der Platz fehlt

Neuperlach Ampeln
Hier in Neuperlach Nord hat es nur für eine praxsisfremde Lösung gereicht (27.07.2012) © Thomas Irlbeck

Jetzt aber wieder ein negatives Beispiel. Wir befinden uns in Neuperlach. Das alleine ist noch nicht negativ. Aber an dieser Stelle, an der sich die Heinrich-Wieland-Straße mit der Quiddestraße und dem Karl-Marx-Ring kreuzt, gibt es die berüchtigten kombinierten Streuscheiben für Radfahrer und Fußgänger. Es gibt folglich Situationen, bei denen auf der Mittelinsel, die hier sehr schmal ist, bei Rot angehalten werden muss. Damit keine Zweifel bestehen, dass im Falle einer roten zweiten Ampel tatsächlich zu stoppen ist, weist eine frisch aussehende Wartelinie auf den Umstand hier. Das ist also eine relativ neue Markierung, obwohl die Stadt schon längst erkannt hat (haben sollte), dass schmale Mittelinsel nicht zum Anhalten für Radfahrer geeignet sind.

Wer hier wartet, steht mit dem Vorderrad auf der Mittelinsel und mit dem Hinterrad auf der Fahrbahn. Wie sich das mit einem Fahrradgespann verhält, kann man sich vorstellen, möchte es aber lieber nicht. In den Fahrradanhängern werden ja bekanntlich oft Kleinkinder transportiert. Daher: Mangelhaft! Bringt doch hier wieder eine richtige Radampel an!

Nicht dasselbe in Grün: Fahrradampeln bei den Oranjes

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Foto: J.E. / Lizenz: Public Domain

Auch wenn bei dem Thema Fahrradampeln bzw. deren Abschaffung inzwischen etwas die Luft raus ist, soll eine interessante Aufnahme aus Holland nicht zurückgehalten werden. Die Fahrradampeln, die hier zu sehen sind, sind gleich doppelt vorhanden. Auf Radfahrerhöhe und noch mal als Maxiausgabe erhöht angebracht, damit sie auch die Fahrer der Automobile gut einsehen können. Genau dies war ja wohl einer der Knackpunkte in München. Aber die Lösung hier dürfte nicht ganz billig sein. Wenn so etwas wirklich mehr Sicherheit bringt, wäre das Geld aber gut angelegt.

Ampelkoalition für Fahrradfahrer

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Eine aussterbende Gattung: die Radampel. Foto: braunjaguar / Lizenz siehe: flickr

Praktisch waren sie, die alten Fahrradampeln. Tiefer angebracht als die Fußgängerampeln zeigten sie in Radfahrersichthöhe ihre Leuchtsignale, sodass man keine Verrenkungen machen musste, speziell wenn man auf dem Rennrad saß (oder eher lag?). Doch die praktischen Radampeln sind inzwischen weitgehend verschwunden. Stattdessen hat man nun meist die Fußgängerampeln mit einem zusätzlichen Symbol versehen, sodass diese neben einem Männchen auch ein Radsymbol zeigen.

Das Kopfheben ist aber nicht das eigentliche Ärgernis. Schlimmer wiegt, dass man gleich zwei Ampeln beachten muss, wenn die Querstraße einen Mittelstreifen hat, denn auf dem Mittelstreifen herrscht auch eine Ampel über den Verkehr. Entsprechend muss nun auf dem Mittelstreifen angehalten werden, falls die erste kombinierte Fußgänger-/Fahrradampel noch Grün zeigte, die Ampel auf dem Mittelstreifen aber inzwischen auf Rot umschaltete. Die Ampeln sind so konstruiert, dass ein Fußgänger bei normalem Schritttempo noch gut rüberkommt, wenn die Ampel in dem Moment auf Rot umschaltet, in dem die Straße betreten wird. Ein Radfahrer ist schneller, er bräuchte eine andere, tolerantere Signalisierung. Manche Mittelstreifen sind so schmal, kaum breiter als eine Radlänge, dass ein Radfahrer hier schon eine regelrechte Punktlandung hinlegen muss, um exakt auf dem Mittelstreifen zum Stehen zu kommen. Die Regelung provoziert Rotlichtverstöße, die früher keine gewesen wären.

Die neuen „Rad“-Ampeln setzen Radfahrer mit Fußgängern gleich (05.06.2010) © Thomas Irlbeck

Auch ist es ärgerlich, dass es manche Schaltungen gibt, bei denen man bei Grün losfährt und dann dennoch am Mittelstreifen bei Rot stoppen muss, obwohl der Querverkehr schon längst Rot hat. Zwar dauert die Pause nur ein paar Sekunden, aber ein Halt ist dennoch nicht schön, wenn man gerade ein wenig in Schwung gekommen ist. Auch solche Ampeln sind auf Fußgänger zugeschnitten. Bis diese den Mittelstreifen erreicht haben, zeigen sie Grün.

Daher will ich meine alten schönen Fahrradampeln zurück! Ich fordere eine Ampelkoalition für Fahrradfahrer.