Extremes Panorama – Das Glück kommt von oben, aber ist es da oben auch?

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Nicht erst Reinhard Mey erkannte, dass Probleme mit zunehmender Höhe immer nichtiger und kleiner erscheinen. Ob jedoch Menschen, die mit Fernblick wohnen, tatsächlich glücklicher sind, das müsste man wohl noch überprüfen. Ausschließen möchte ich es jedenfalls nicht.

Benno Steuernagel-Gniffke hat ein Wahnsinns-Panorama hergestellt, von dem ich auch die zugrundeliegenden Einzelbilder zeige.

Zunächst das eigentliche Panorama, das mit mehrfachem Klick in mehreren Stufen vergrößert werden kann:

Panorama Neuperlach
Extrem-Panorama (01.07.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Das originale Panorama hat eine Auflösung von sagenhaften 29.744 × 2.800 Pixel. Da mein System keine so hohe Auflösung zulässt, habe ich die Originalauflösung auf flickr gestellt und hier verlinkt: https://www.flickr.com/photos/wolkenkratzer/48170970712/sizes/o/

Zwei weitere Ergebnisse aus der Reihe, ein nicht so extremes Panorama und ein schöner Hintergrundausschnitt:

Panorama Neuperlach Einzelbild
Häuser am Annette-Kolb-Anger (01.07.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Frauenkirche und Riesenrad im Werksviertel-Mitte (01.07.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Einzelbilder

Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 1/16. Im Vordergrund: Häuser am Annette-Kolb-Anger. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 2/16. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 3/16. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 4/16. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 5/16. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 6/16. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 7/16. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 8/16. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 9/16. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 10/16. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 11/16. Ganz rechts schleicht sich das Marx-Zentrum rein. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 12/16. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 13/16. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 14/16. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 15/16. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Panorama Neuperlach Einzelbild
Teil 16/16. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Piederstorfer: Verhallt – Abrissarbeiten gestartet (Update 09.04.2018)

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Eine Halle heißt Halle, weil sie quasi eine Hülle bildet. Mit Valerie Haller hat es also nichts zu tun, ebenso wenig mit Hölle. Fehlt die Hülle, dann ist eine Halle keine Halle mehr, sondern nur noch ein Gerippe. Geschehen so bei unserem Kieswerk Piederstorfer. Wie berichtet, verschwindet das Kieswerk und es entsteht im Dreieck zwischen Graf-Zentrum/Handwerkerhof, dem Heizwerk Perlach (Ende Ständlerstraße) und dem Alexisweg ein neues Quartier mit rund 1.300 Wohnungen für 3.000 Menschen.

Schon seit Wochen laufen Vorbereitungen für den Abriss der zum Kieswerk gehörenden Gebäude. Inzwischen wurden die große Halle, die Garage und die Silos abgerissen. Vielen Dank an Benno Steuernagel-Gniffke für die Fotos!

Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 1 (23.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 2 (23.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 3 (23.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 4 (23.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 5 (23.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 6 (23.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 7 (23.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 8 (23.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 9 (23.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 10 (23.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 11: Förderband mit irritierenden Größenverhältnissen.  Im Hintergrund Wohnhäuser am Oskar-Maria-Graf-Ring (23.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 12 (23.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 13: Viel ist nicht mehr von der Halle übrig. Im Hintergrund sieht man bei genauem Blick das Marx-Zentrum (23.03.2018) © Thomas Irlbeck

Rückblick auf die Halle  (Januar 2018)

Kieswerk Piederstorfer
Bild 14 (31.01.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 15 (31.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 26.03.2018

Das Gerippe der Halle wurde heute dem Erdboden gleichgemacht. Vielen Dank an Benno Steuernagel-Gniffke für die Fotos!

Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 16 (26.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 17 (26.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 18 (26.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 19: Blick aus meinem Arbeitszimmer (Telefoto). Da war mal eine Halle (26.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 27.03.2018

Der Abriss wird fortgesetzt. Jetzt müssen auch die gemauerten Häuser so langsam daran glauben.

Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 20 (27.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 21 (27.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 22 (27.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 23 (27.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 24 (27.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 25 (27.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 26 (27.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 27: Das eigentliche Quetschwerk ist äußerlich noch intakt (27.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 28 (27.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 28.03.2018

Die Garage wurde abgerissen. Siehe Bild 24 für einen Vergleich vorher/nachher.

Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 29 (28.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 30 (28.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 31 (28.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 32: Im Hintergrund Wohnhochhäuser am Annette-Kolb-Anger (28.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 33: Im Hintergrund das Marx-Zentrum (28.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 34 (28.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 35 (28.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 29.03.2018

Der Abriss geht weiter. Heute sind die Silos gefallen. Siehe Bild 3 für den Unterschied.

Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 36: Die Silos wären hier in der Bildmitte zu sehen, stünden sie noch (29.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 37: Hier liegen sie. Nein, das sind keine Raketen (29.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Auch aus der Ferne wird klar, dass da jetzt etwas fehlt:

Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 38 (29.03.2018) © Thomas Irlbeck

Ein Vergleichsbild von 2017 zeigt den Unterschied:

Piederstorfer & Alpen im Herbst
Bild 39 (05.10.2017) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 40: Noch ein Panorama von den Überresten der Garage (29.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Update 04.04.2018

Heute wurde der Schuppen neben dem Verwaltungsgebäude abgerissen. Vielen Dank an Benno Steuernagel-Gniffke für das starke Foto!

Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 41 (04.04.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Update 05.04.2018

Der Abriss geht weiter.

Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 42 (05.04.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 43 (05.04.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 44 (05.04.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 45 (05.04.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Update 06.04.2018

Es geht nun dem eigentlichen Quetschwerk an den Kragen. Die Förderbänder wurden beseitigt, in der Wand klafft nun ein großes Loch. Spätestens jetzt ist die Idylle hinüber.

Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 46 (06.04.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 47 (06.04.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 48 (06.04.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 49 (06.04.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 50 (06.04.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 51 (06.04.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Hier ein Vergleichsbild von 2017, da war zumindest optisch alles noch alles komplett:

Kieswerk Piederstorfer
Bild 52: Vor einem Jahr war die Welt noch in Ordnung (02.04.2017) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 53: Im Hintergrund das Mercure-Hotel (06.04.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 54: Zum Gelände gehörte auch ein Tennisplatz. Das sind … (06.04.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 55: … die traurigen Reste davon (06.04.2018) © Thomas Irlbeck

Update 09.04.2018

Der Abriss am Kieswerk geht weiter. Heute wurden Grundwasserbohrungen direkt auf dem Hauptgelände vor dem eigentlichen Quetschwerk durchgeführt.

Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 56 (09.04.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 57 (09.04.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 58 (09.04.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 59: Die abmontierten Silos. Rechts lugt ist ein Teil des Marx-Zentrum hervor (09.04.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer – Abriss
Bild 60: Sind das wirklich Silos oder nicht doch afrikanische Hütten (09.04.2018)? Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Bebauung am Piederstorfer: Anwohner müssen Kröte schlucken

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Kieswerk Piederstorfer
Bild 1: Krötenzaun am Alexisweg (16.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Das neue Quartiere Piederstorfer wird Neuperlach Nordost/Ost verändern wie nie zuvor. 1.300 Wohnungen für 3.000 Menschen werden hier bis 2028 entstehen, auch werden immerhin zwei echte Hochhäuser entstehen. Der erste Bauabschnitt wird natürlich schon weit früher fertig. Viele werden ihren Blick auf Grün, Felder und Wald verlieren, auch wenn das neue Quartier natürlich keine graue Betonwüste wird, sondern wiederum begrünt wird. Auch konnten viele Bäume erhalten werden. Sie sollen in einen Quartierspark integriert werden, der auch einen Hochseilgarten erhalten wird.

Dennoch: Der Straßenverkehr wird zunehmen, auch wenn man die Anwohner einbezogen hat und nun dafür sorgt, dass zumindest der Verkehr in den bestehenden Wohnstraßen nicht explodiert. So wird das neue Wohngebiet auch über die Ständlerstraße eine direkte Zufahrt erhalten, der Verkehr muss also nicht ausschließlich durch die schmale Niederalmstraße und andere Straßen in Trudering rollen. Dazu kommen Einschränkungen und Lärm während der Bauphase. So etwas lässt sich freilich nicht vermeiden.

Noch ist es dort vergleichsweise ruhig. Genießen wir noch die letzten Gnadentage (oder Gnadenmonate?) unseres Kieswerks Piederstorfer. Einen konkreten Abrisstermin habe ich noch nicht, aber da bereits einige Vorbereitungen getroffen wurden, gilt es als fast sicher, dass noch dieses Jahr abgerissen wird.

Krötenweg

Benno Steuernagel-Gniffke hat drei sehr schöne Fotos geschossen. Vielen Dank! Auf einem ersten Bild ist ein Krötenweg zu sehen. Jetzt bekommt die Überschrift eine doppelte Bedeutung.

Kieswerk Piederstorfer
Bild 2: Mit Holzzäunen geschützte Bäume, im Hintergrund das Marx-Zentrum (links) und die anschließende Wohnanlage am Karl-Marx-Ring (16.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Kieswerk Piederstorfer
Bild 3: Grundwasser-Probebohrungen am neuen Quartier – kurz vor der Ständlerstraße. Der Karl-Marx-Ring läuft hier quer, man kann ihn nur erahnen. Im Hintergrund: Häuser am Annette-Kolb-Anger (16.03.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Beton brutal

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So toll Beton auch ist, er nutzt sich ab. Er verschmutzt, Flechten, Moose und Schimmel setzen sich an. Weit gefährlicher sind jedoch die berüchtigten Betonabplatzungen. Diese entstehen, wenn Wasser eindringt und dadurch der Bewehrungsstahl rostet. Beim Rosten dehnt er sich aus, der ummantelnde Beton kann dabei regelrecht abgesprengt werden. Auch diese düsteren Stellen zeige ich. Die Fotos sind bei der Anfertigung der Aufnahmen des spektakulären Loggia-Schadens am Annette-Kolb-Anger entstanden. Die in dieser Fotoreihe gezeigten Schäden sind noch nicht dramatisch, aber schön sieht das Ganze auch nicht mehr aus.

Beton düster
Bild 1 (23.12.2017) © Thomas Irlbeck
Beton düster
Bild 2 (23.12.2017) © Thomas Irlbeck
Beton düster
Bild 3 (23.12.2017) © Thomas Irlbeck
Beton düster
Bild 4 (23.12.2017) © Thomas Irlbeck
Beton düster
Bild 5 (23.12.2017) © Thomas Irlbeck
Beton düster
Bild 6 (23.12.2017) © Thomas Irlbeck

Einstürzende Neubauten? Spektakulärer Schaden an einer Wohnanlage in Neuperlach Ost (Update 05.03.2018)

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Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 1: Das sieht nicht gut aus. Man wundert sich, dass alles oben geblieben ist (20.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 2 (Illustration) lässt erahnen, was hier für Kräfte am Werk waren. Mehr dazu im Text (23.12.2017)

In dieser Wohnanlage am Annette-Kolb-Anger in Neuperlach Ost habe ich einmal gewohnt. Im 9. Stockwerk. Nun gibt es hier einen spektakulären Schaden, vermutlich durch einen Sturm: Die augenscheinlich nachträglich angebrachten Glasvordächer zweier Loggien (oder Doppel-Loggia) wurden zerstört, zwei Betonstreben herausgerissen sowie das Flachdach beschädigt.

Man wundert sich, dass die beiden Streben nicht heruntergekracht sind, denn sie liegen jeweils nur noch auf einer Seite auf, auf der anderen werden sie offenbar nur noch durch die Metallstreben des (zerstörten) Vordaches gehalten. Wobei „aufliegen“ so eine Sache ist, zumindest die Strebe der rechten Loggia liegt auf einer Stelle auf, an der sie nicht hingehört. Untypisch für schweren Beton befindet sie sich nun auf einer deutlich höheren Position als vorher. Eine der Streben wurde durch zwei farbige Gurte notdürftig stabilisiert.

Man kann hier spekulieren: Das Vordach könnte im Sturm wie ein Segel gewaltigen Kräften ausgesetzt und dadurch angehoben worden sein. Da das Dach an den Betonstreben montiert ist, hat es Letztere offenbar ebenso angehoben und durch den Hebeleffekt herausgerissen. Die Streben sind wahrscheinlich nur aufgelegt sowie teilweise an ihren den Abschlüssen in Bohrungen innerhalb der Betonfassaden geschoben. Sie halten somit durch ihr Eigengewicht und den damit verbundenen Reibungswiderstand.

Ein Absperrband (Bild 3) soll verhindern, dass man sich dem Gebäude zu stark nähert, denn die Absturzgefahr dürfte kaum gebannt sein.

Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 3: In der Totalen sieht es eher unspektakulär aus. Nur bei genauerem Hinsehen wird klar, was hier passiert ist (siehe rote Markierung oben). Unten ist ein Absperrband zu erkennen (20.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 4: Die linke herausgehobene Strebe wurde offenbar durch diese beiden Gurte stabilisiert (20.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 5: Die rechte Strebe scheint auch nur noch am seidenen Faden zu hängen (20.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 6 (20.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 7: Genauer hat es die rechte Strebe offenbar so angehoben (im Sturm?), dass das rechte Ende auf dem Dach zum Aufliegen kam und sich dort verhakt hat (20.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 8: Detail rechte Strebe, rechter Abschluss. Die Strebe hat es hier regelrecht … (23.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 9: … herausgerissen, man sieht rechts die Aussparung, in der sie mal drin war. Nur an diesen Abschlüssen sind die Streben nicht nur auf die Träger aufgelegt, sondern in eine Aussparung horizontal reingeschoben und damit eigentlich fixiert – auch gegen ein einfaches Anheben. Doch nachdem es die Strebe herausgerissen hat, wurde sie offenbar gewaltig angehoben und sie ist dann auf das Flachdach heruntergekracht. Dabei wurde die Metallummantelung des Flachdachrandes beschädigt. Das legt die Vermutung nahe, dass die Streben sehr schwer und aus massivem Beton sind (23.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 10: Detail (23.12.2017) © Thomas Irlbeck

Update 25.01.2018

Zur Schadensbehebung wurde nun ein Gerüst aufgebaut:

Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 11 (25.01.2018) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 12 (25.01.2018) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 13 (25.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 05.03.2018

Das Gerüst ist abgebaut, die Reparatur erst einmal abgeschlossen. Man hat das Dach entfernt und die Balken wieder an ihrer ursprünglichen Stelle eingehakt. Ein Balken war offenbar nicht mehr zu retten. Er fehlt nun einfach und es ist ein Loch in der Wand. Hoffentlich wird der Balken später noch ergänzt. Dafür spricht, dass der Einschub selbst repariert und nicht etwa zugespachtelt wurde (Bild 16).

Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 14 (05.03.2018) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 15: Der Schaden wurde repariert, aber spätstens in der Vergrößerung wird klar, dass ein Balken fehlt (05.03.2018) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 16: Reparierter Einschub, aber der Balken fehlt (05.03.2018) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 17 (05.03.2018) © Thomas Irlbeck

Frühe Kinderfreuden in Neuperlach Ost (um 1975)

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Stemplingeranger 1975
Bild 1: Am Stemplingeranger (um 1975). Foto: Sabine Kroesen

Zwei Kinder lachen und genießen ihre Pionierzeit in Neuperlach. Das Bild stammt wie auch das Foto mit den beiden Eis schleckenden Kindern vor dem Marx-Zentrum-Rohbau von Sabine Kroesen. Vielen Dank für diesen herrlichen und lebendigen Schnappschuss! Laut Fotografin ist das Bild sehr wahrscheinlich 1975 entstanden. Wir sind hier am Eck Oskar-Maria-Graf-Ring/Stemplingeranger und blicken Richtung Karl-Marx-Ring. Die Häuser im Hintergrund (linker und mittlerer) Bildteil gehören zum Annette-Kolb-Anger, das Haus ganz rechts ist ein Zeilenhaus mit Anschrift Stemplingeranger.

Trafohäuschen und Sitzmauer als Hinweisgeber

Bei der Nachstellung des Bildes waren das Trafohäuschen, die Sitzmauer und der Fußweg im rechten Bildteil eine große Hilfe. All drei sind zwar noch vorhanden, aber der Ort ist dennoch kaum wiederzuerkennen. Die Pergola ist verschwunden, und der starke Bewuchs nimmt fast die ganze Sicht, speziell auf die Häuser am Annette-Kolb-Anger, die nun praktisch vollständig vom typischen Neuperlacher Grün verdeckt sind.

Nachstellung Stemplingeranger 1975
Bild 2: Die Stelle ist heute Kaum wiederzuerkennen. Nur das Trafohäuschen, die Sitzmauer, der Fußweg und teilweise noch das Zeilenhaus im Hintergrund liefern einen Hinweis (21.09.2017) © Thomas Irlbeck

Um die Gemeinsamkeit besser herauszuarbeiten, darf eine Detailansicht auf Trafohäuschen und Sitzmauer nicht fehlen:

Nachstellung Stemplingeranger 1975, Detail
Bild 3: Diese charakteristische Stelle gibt den Hinweis, dass der Fotostandpunkt des Originalbildes mit höchster Wahrscheinlichkeit gefunden wurde (21.09.2017) © Thomas Irlbeck

Aber auch eine Totale, bei der man mehr von dem Zeilenhaus sieht, darf nicht fehlen:

Nachstellung Stemplingeranger 1975, Totale
Bild 4: Das Zeilenhaus in der Totalen (21.09.2017) © Thomas Irlbeck

Da das Originalbild nach langer Lagerung einen extremen Rotstich entwickelt hat und dort praktisch keine Farben mehr erkennbar sind  – außer Rot und Weiß versteht sich –, habe ich die Farben rekonstruiert. Da das Foto leider in einem sehr schlechten Zustand ist, gelang dies nicht nicht vollständig. Daher lege ich noch eine Schwarzweißversion bei, die vielleicht etwas natürlicher wirkt:

Stemplingeranger 1975, S/W
Bild 5: Schwarzweißversion des Originalbildes. Foto: Sabine Kroesen

Und nicht zuletzt zeige ich noch eine Montage des Originalfotos mit der Nachstellung, die einen besseren Vergleich von damals und heute ermöglichen soll:

Stemplingeranger 1975, Original und Nachstellung
Bild 6: Original und Nachstellung

Elf Jahre Unterschied

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Gestern bei dem herrlichen Wetter machte ich ein paar Aufnahmen vom Hügel am Ostpark. Es war viel Betrieb da oben. Ein Herr fragte mich, ob ich mich denn da auskennen würde. Ich sagte leichtfertig ja. Er wollte aber wissen, welche Berge zu sehen seien. Ich dachte, er wollte die Neuperlacher Häuser zugeordnet haben. Nur den Wendelstein erkannte ich, den konnte er ab er selbst lokalisieren.

Alle Aufnahmen, auch z.B. die Aufnahme des Marx-Zentrum mit der Penthouse-Wohnung oder des Wendelstein mit den Häusern am Gerhart-Hauptmann-Ring, Ecke Annette-Kolb-Anger, entstanden vom selben Standpunkt aus.

Ostpark-Panorama
Ostpark-Panorama (08.11.2013) © Thomas Irlbeck
Ostpark-Panorama
Marx-Zentrum mit der Penthouse-Wohnung (08.11.2013) © Thomas Irlbeck
Ostpark-Panorama
Wer erkennt das Marx-Zentrum? (08.11.2013) © Thomas Irlbeck
Ostpark-Panorama
Ostpark-Panorama (08.11.2013) © Thomas Irlbeck
Ostpark-Panorama
Der Wendelstein thront über den Häusern (08.11.2013) © Thomas Irlbeck
Ostpark-Panorama
Ostpark-Panorama (08.11.2013) © Thomas Irlbeck

Die Namen der Berge ermitteln

Um die Frage nach den Namen der Berge zu beantworten, ist diese beschriftete Grafik sehr hilfreich:

Alpenpanorama vom Münchner Olympiaberg
Alpenpanorama vom Münchner Olympiaberg. Foto: Bbb / Lizenz siehe: Wikipedia

Wichtig: Die Grafik kann durch mehrfaches Anklicken immer weiter vergrößert werden, sodass schließlich die Namen lesbar werden. Um innerhalb der gezoomten Grafik nach links und rechts zu blättern, in die graue Titelleiste der Grafik klicken und bei gedrückt gehaltener Maustaste die Maus in die gewünschte Richtung bewegen.

Aussicht auf einen Turm?

Leider ist der Blick nicht mehr so gut wie in der Anfangszeit des Ostpark, denn der Bewuchs wird immer höher. Bereits vor ein paar Jahren wurde schon einmal ein Aussichtsturm gefordert. Die Idee ist aber wohl viel zu progressiv für das konservativste Millionendörfchen der Welt, sodass daraus natürlich nichts wurde. Es gibt also keine Aussicht auf einen Turm, um wieder mehr Aussicht zu haben.

Ostpark-Panorama
Ostpark-Panorama (01.01.2003). Foto: J. W.
Ostpark-Panorama
Ostpark-Panorama (02.11.2013). Foto: J. W.

Ein Vergleich einer Aufnahme vom 01.01.2003 mit einer aktuellen lässt erahnen, wie der Bewuchs zugenommen hat. Dabei war 2003 auch schon viel zugewachsen. Die beiden Aufnahmen wurden freundlicherweise von J. W. zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

1975 war noch „schöne Aussicht“

Ostpark-Hügel 1975
Ostpark-Hügel 1975. Aus dem Video von Peter Wahrendorff
Ostpark-Hügel 1975
Ostpark-Hügel 1975. Aus dem Video von Peter Wahrendorff

Noch weiter zurückgegangen: 1975 war der Blick vom Hügel noch frei. Das linke Bild zeigt den Aussichtshügel, von dem die obigen Bilder entstanden sind. Das rechte Bild ist ein Panorama von dem Aussichtshügel aus. Zwar geht der Blick in eine andere Richtung, aber man kann gut erahnen, dass die Sicht ungehindert gewesen ist. Die Bilder stammen aus dem Video „Altes aus Neuperlach“ von Peter Wahrendorff. → Video anschauen

TÜV knapp verfehlt (Das besondere Fahrzeug, Folge 1)

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Autowrack
Autowrack (06.06.2013) © Thomas Irlbeck

Schon 2012 habe ich dieses herrliche Fahrzeug fotografiert – mit dem Smartphone. Nun steht dieses Automobil immer noch auf einem Parkplatz einer imposanten Wohnanlage in Neuperlach Ost. Da musste ich natürlich noch mal mit dem richtigen Fotoapparat ran.

Autowrack
An der HU … (06.06.2013) © Thomas Irlbeck
Autowrack
… ist der Wagen offenbar nur knapp vorbeigeschrammt (06.06.2013) © Thomas Irlbeck
Autowrack
Autowrack (06.06.2013) © Thomas Irlbeck, rechtes Foto: Georg Schwalbach / Lizenz CC BY-NC 2.0

Zu den übrigen Folgen „Das besondere Fahrzeug“

Münchner Geschichten in Neuperlach

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Drei tolle Szenen mit seltenen Bildern aus dem alten Neuperlach (1974). Das Video stammt aus der legendären Serie „Münchner Geschichten“ (Regie: Helmut Dietl und Herbert Vesely), Episode 5 („Ein Ziel im Leben“).

  • Ab 23:15: Therese Giehse vor dem Neuperlach Mobile (Raumspindel Space Churn) am Verwaltungsgebäude der Neuen Heimat und vor der Sonnenuhr (jeweils Plett-Zentrum).
  • Ab 1:06:46: Therese Giehse fährt mit dem Autobus (eigentlich Linie 97, im Video aber Linie S) vom Friedrich-Engels-Bogen auf dem Karl-Marx-Ring Richtung Südost und steigt an der Haltestelle Oskar-Maria-Graf-Ring aus. Die Bauarbeiten laufen dort noch.
  • Ab 1:15:35: Wir befinden uns weiterhin in der Episode 5. Therese Giehse und Günther Maria Halmer besichtigen ein Apartment in Neuperlach, das sehr wahrscheinlich in einem Wohnblock am Annette-Kolb-Anger liegt. Der Blick von der Loggia geht Richtung Bert-Brecht-Allee (links), Fritz-Erler-Straße (Hintergrund) und auf den Rohbau der LVA (rechts).

(Link: YouTube)