Eli’s: Neue Pizzeria bei uns im Marx-Zentrum!

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Eli's Ärztehaus
Bild 1 (16.11.2019) © Thomas Irlbeck

Diese Räume sind für mich etwas Besonderes. Denn 1976 eröffnete hier im Peschelanger 11 (Ärztehaus) Neuperlachs erstes Theater, das legendäre TiK (Theater in der Kreide)! Natürlich habe ich dort – als kleiner Bub – auch Theaterstücke gesehen. Nach dem Ende des TiK waren hier vor allem nichtöffentliche Lokale und Clubs ansässig. Es hatten also nur Mitglieder Zutritt.

Längst Geschichte, aber nie vergessen: das legendäre TiK (Theater in der Kreide)

Wir Eigentümer der Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62 wurden als Nachbarn über die Nutzungsänderung der Räume informiert. Dabei war es in unserer Eigentümerversammlung zu einer grotesken Szene gekommen. Eine Dame erhob sich und hielt ein Plädoyer gegen die Änderung. Sie befürchtete, dass sich in einem Mitgliederlokal Salafisten versammeln, die wer weiß was planen könnten. Ich unterbrach sie und wies darauf hin, dass das Gegenteil der Fall sei. Das Lokal werde nicht zu einem Mitgliedertreff, sondern werde vielmehr für die Allgemeinheit geöffnet. Es gäbe also mehr öffentliche Kontrolle, nicht weniger. Der Irrtum konnte dann aufgeklärt werden, die Dame hatte sich verlesen. Konsequenterweise haben wir dann auf einen Einspruch verzichtet und die Änderung konnte in Kraft treten.

Mit der Pizzeria haben wir im Marx-Zentrum erstmals drei Speiselokale – ein Novum.

Das Eli’s hat Di–Do von 18 Uhr bis 4 Uhr geöffnet, Fr–So von 18 Uhr bis 5 Uhr. Montag ist Ruhetag. Die Angaben sind in dem Flyer zu finden, den ich gestern im Briefkasten fand. Die großzügigen Öffnungszeiten bringen ein bisschen Großstadtflair in unsere verschlafene Stadt. Das Lokal hat seit dem 26. Oktober geöffnet.

Zum Angebot: Eine Pizza Margherita kostet 5,50 Euro, eine Pizza Tonno 7,50 Euro.

Ziemlich einmalig dürfte sein, dass Polizeibeamte, Sanitäter, Spitalpersonal sowie die Feuerwehr 20 Prozent Rabatt erhalten.

Wir wünschen dem Betreiber viel Erfolg!

Eli's Ärztehaus
Bild 2 (16.11.2019) © Thomas Irlbeck
Eli's Ärztehaus
Bild 3 (16.11.2019) © Thomas Irlbeck

Fahrbahnsanierung auf dem Karl-Marx-Ring (11.06. bis 02.08.2019) – Verlegung Bushaltestelle (Update 24.09.2019)

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Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 1: Die Behelfhaltestellenschilder stehen schon! Rechts das Home Base (05.06.2019) © Thomas Irlbeck

Update 14.08.2019: Neue Haltestellen eröffnet!

Auf dem Karl-Marx-Ring wird zwischen Heinrich-Wieland-Straße und Peschelanger eine Fahrbahnsanierung durchgeführt. Zudem wird die Bushaltestelle „Peschelanger“ der Ringbusline 197 und der Nachtlinie N45 barrierefrei umgebaut. Dauer: 11.06.2019 bis 02.08.2019. Dabei wird die genannte Haltestelle vorübergehend auf Höhe des Peschelanger verlegt (und wird damit ihrem Namen gerechter). Die Busse halten dann gegenüber dem Studentenwohnheim Home Base. Ob die Haltestellenverlegung die gesamte Bauphase umschließt, wird man noch sehen.

Quelle: Baustellenjahresübersicht – Baustellen im Stadtgebiet

Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 2: Die Behelfshaltestellenschilder stehen schon! Hier der Innenring (05.06.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 3: Die Behelfshaltestellenschilder stehen schon! Hier der Außenring (05.06.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 4 (01.06.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 5 (01.06.2019) © Thomas Irlbeck

Kurt-Eisner-Straße ist Sackgasse! (Update 13.06.2019)

Die Kurt-Eisner-Straße ist nun Sackgasse, sie endet direkt vor dem Karl-Marx-Ring (Kurt-Eisner-Straße 1). Nur Fußgänger und Radler können passieren. Ausweichen: über den Friedrich-Engels-Bogen oder das andere Ende der Kurt-Eisner-Straße (am Mercure-Hotel).

An der Behelfshaltestelle „Peschelanger“ wurde eine Fußgängerampel aufgestellt.

Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 6: Die Kurt-Eisner-Straße endet vor dem Karl-Marx-Ring (13.06.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 7: Wie Vorgängerbild, nur mit etwas mehr Abstand (13.06.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 8: Auf dem Karl-Marx-Ring (13.06.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 9: Auf dem Karl-Marx-Ring – hier geht es nicht mehr nach rechts in die Kurt-Eisner-Straße (13.06.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 10: Dito, auf dem Karl-Marx-Ring – hier geht es nicht mehr nach rechts in die Kurt-Eisner-Straße (13.06.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 11: Kurz vor der ursprünglichen Bushaltestelle „Peschelanger“ (13.06.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 12: Dito, Kurz vor der ursprünglichen Bushaltestelle „Peschelanger“ (13.06.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 13: An der ursprünglichen Bushaltestelle „Peschelanger“ (13.06.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 14: Vor der Behelfshaltestelle „Peschelanger“ (13.06.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 15: An der Behelfshaltestelle „Peschelanger“ (13.06.2019) © Thomas Irlbeck

(Link: YouTube)

Update 14.07.2019

Die Bauarbeiten dienen auch dazu, den 197er schneller zu machen.

Erst einmal zum Stand: Derzeit sind die inneren beiden Fahrspuren gesperrt, der Verkehr wird über die andere Seite des Karl-Marx-Rings geleitet. Pro Fahrtrichtung steht entsprechend nur noch eine Fahrspur zur Verfügung.

>Thema Beschleunigung: Die neuen Bushaltestellen werden um ca. 50 Meter gegenüber den bisherigen versetzt: beim Innenring Richtung Kurt-Eisner-Straße, beim Außenring Richtung Peschelanger. Dadurch soll der 197er schneller werden. Denn bislang musste er nicht nur an der Haltestelle, sondern auch noch zusätzlich an der roten Fußgängerampel anhalten. Nun fallen beide Haltepositionen zusammen. Für Fahrgäste des Innenrings wird aber nun der Fußweg ins Marx-Zentrum und ins Ärztehaus etwas weiter.

Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 16: Der auf die andere Seite des Grünstreifens umgeleitete Verkehr schwenkt hier wieder zurück (14.07.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 17: In der Bildmitte leicht rechts wird die neue versetzte Haltestelle „Peschelanger“ für den Außenring erkennbar, die sich jetzt näher am Peschelanger befindet (14.07.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 18: Gesperrte Fahrbahn. Die neue Position der Haltestelle „Peschelanger“ für den Innenring ist klein zu erkennen  (14.07.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 19: Näher dran an der nun versetzten Haltestelle „Peschelanger“ für den Innenring, die jetzt näher an der Kurt-Eisner-Straße liegt (14.07.2019) © Thomas Irlbeck

Die Haltestelle „Peschelanger“ wird durch die Verlegung zumindest für den Innenring noch mehr eine Haltestelle „Kurt-Eisner-Straße“, als es bereits früher der Fall war. Das ist auch der Grund dafür, dass die Haltestelle früher gar nicht Peschelanger hieß. Nachzulesen hier: Peschelanger/Marx-Zentrum: Auf der Suche nach dem Schweigerweg

Update 14.08.2019

Die neue Haltestelle Peschelanger wurde eröffnet, der provisorische Halt auf Höhe des Home Base stillgelegt und die Behelfsampel auf Höhe des Peschelanger abgebaut.

Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 20: Neue Haltestelle „Peschelanger“, Außenring (14.08.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 21: Neue Haltestelle „Peschelanger“, Innenring (14.08.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 22: Neue Haltestelle „Peschelanger“, Innenring – noch etwas behelfsmäßig, aber barrierefrei (14.08.2019) © Thomas Irlbeck
Fahrbahnsanierung Karl-Marx-Ring
Bild 23: Neue Haltestelle „Peschelanger“, Innenring (14.08.2019) © Thomas Irlbeck

Update 24.09.2019

Die neue Haltestelle „Peschelanger“, Innenring, im Einsatz. Leider gibt es kein Wartehäuschen und keinen Abfahrtsmonitor mehr. Ich hoffe, die werden noch nachgerüstet.

Neue Bushaltestelle Peschelanger
Bild 24: Neue Haltestelle „Peschelanger“, Innenring (24.09.2019) © Thomas Irlbeck
Neue Bushaltestelle Peschelanger
Bild 25: Neue Haltestelle „Peschelanger“, Innenring (24.09.2019) © Thomas Irlbeck
Neue Bushaltestelle Peschelanger
Bild 26: Neue Haltestelle „Peschelanger“, Innenring (24.09.2019) © Thomas Irlbeck

Zeugen vergangenen Lebens

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Zeugen vergangenen Lebens – Apotheke im Marx-Zentrum
Zeugen vergangenen Lebens – Apotheke im Marx-Zentrum (10.11.2018)

„Zeugen vergangenen Lebens“: Ich habe es immer schon gespürt, schon einmal gelebt zu haben. Gesehen an der „Apotheke im Marx-Zentrum“ im Ärztehaus (Peschelanger 11), viele dürften es ohnehin an der Spiegelung erkennen. Mehr zum Thema beim Reinkarnations-Hypnotiseur eures Vertrauens.

Das Foto ist schon älter, knapp über einen Monat. Ursprünglich hatte ich das Foto zunächst auf Facebook gepostst. Dort wurde es wegen Verletzung der Gemeinschaftsstandards zurückgewiesen. Eine weitere Begründung gab es nicht. Ich erkenne keine Gründe, warum das Foto nicht zulässig sein könnte. Habt ihr eine Idee?

Zeugen vergangenen Lebens – Apotheke im Marx-Zentrum – zensiert
Damit der Artikel auf Facebook mit einem Vorschaubild erscheint, habe ich das gebastelt

Medizinzentrum Neuperlach – ein nie realisiertes Projekt

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Bürohaus Peschelanger 3
Es gab Pläne, das Bürohaus Peschelanger 3 zu einem Medizinzentrum umzubauen (Archivfoto von 2012) © Thomas Irlbeck

Eine hochinteressante Geschichte! Unser Bürohaus am Peschelanger 3 wurde bekanntlich abgerissen und durch das Studierendenwohnheim Home Base ersetzt. Was mir noch nicht bekannt war, es gab Pläne, das Gebäude zu erhalten und zu einem Medizinzentrum umzubauen. 20 Facharztpraxen sollten unterkommen, im Erdgeschoss ein Tagescafé. Im Inneren sollte ein Innenhof entstehen, das Dachgeschoss aufgestockt werden. Der Platz für den Innenhof war vorhanden, da die früheren Großraumbüros eine Raumtiefe aufwiesen. Unter dem Link findet sich ein Modell des umgebauten Gebäudes, weitere Pläne, etwa zur Raumaufteilung, und eine kleine textliche Beschreibung des Projektes. Was meint ihr, wäre das „Medizinzentrum Neuperlach“ die bessere Wahl gewesen oder seid ihr mit dem Home Base zufrieden?

Zur Beschreibung Medizinzentrum Neuperlach

Automatische Türe: Ärztehaus im Marx-Zentrum noch moderner

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Unser Ärztehaus im Marx-Zentrum ist noch moderner geworden. Am Montag habe ich beobachtet, wie damit begonnen wurde, eine automatische Schiebetüre einzubauen. Für Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist dies eine Erleichterung. Auch kriegt man keine Tür mehr draufgeschlagen; das laute Zuhauen der Türe entfällt auch. Am Eingang des Ärztehauses befinden sich seit der letzten Renovierung vor ein paar Jahren ästhetischere Schilder (Bild 3). Weiter oben, beim Zugang zum Wohnahaus Peschelanger 7 (früher war da die Apotheke, heute ist ein ambulanter Pflegedienst ansässig), haben die alten Schilder überlebt (Bild 4).

Ärztehaus im Marx-Zentrum
Bild 1: Automatische Schiebetüre. Nicht nur für Leute  im Rollstuhl oder am Rollator ist das eine Erleichterung (23.06.2018) © Thomas Irlbeck
Ärztehaus im Marx-Zentrum
Bild 2: Automatische Schiebetüre (23.06.2018) © Thomas Irlbeck
Ärztehaus im Marx-Zentrum
Bild 3: Moderne Praxisschilder im Eingangsbereich (23.06.2018) © Thomas Irlbeck
Ärztehaus im Marx-Zentrum
Bild 4: Alte Praxisschilder am Zugang zum Wohnahus Peschelanger 7 (23.06.2018) © Thomas Irlbeck

Sonnenlichtblick am Marx-Zentrum

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Einfach ein spontaner Schnappschuss vor dem Marx-Zentrum mit der schwachen Januar-Sonne als Begleiter.

Sonnenlichtblick
Sonnenlichtblick. Das Parkhaus (unten) und Ärztehaus (graues Gebäude rechts oberhalb des Parkhauses) am Peschelanger sind auch zu sehen (28.01.2018) © Thomas Irlbeck

Vom Rohbau zum rohen Bau – das frühe Marx-Zentrum um 1973!

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Marx-Zentrum Rohbau
Bild 1: Das Marx-Zentrum noch teilweise im Rohbau. Um 1973 herum. Foto: Sabine Kroesen

Heute darf ich ein sehr interessantes, durchaus sensationelles Foto präsentieren: das Marx-Zentrum, das sich noch im Bau befindet. Solche Bilder aus den Anfangszeiten Neuperlachs sind sehr rar. Vielen Dank an Sabine Kroesen, die das Bild eingeschickt und mir erlaubt hat, es hier zu zeigen.

Das frühe Marx-Zentrum

Das Foto ist in der Parkanlage am Karl-Marx-Ring entstanden. Wir sehen hier das frühe Marx-Zentrum, das teilweise noch im Rohbau ist. Ein roher Bau ist das Marx-Zentrum aber auch heute noch, wegen seiner von vielen als gnadenlos, rau und düster empfundenen Architektur. Tatsächlich haben sich die Architekten  für schwarze Fassadenplatten entschieden, um ein Schiefergebirge nachzuahmen. Die Bewohner sehen es ohnehin anders. Viele lieben das Marx-Zentrum und wohnen dort gerne. Die Wohnungen sind gut ausgestattet, und die gelungene Mischung aus Wohnen und Einkaufen nebst gastronomischen Angeboten hat sich bewährt.

Marx-Zentrum Rohbau beschriftet
Bild 2: Mit Beschriftung, ein Klick macht groß. Die Zahlen entsprechen den Hausnummern am Peschelanger. Ausnahme: 19 ist an der Max-Kolmsperger-Straße

Wir betrachten nun das Bild von links nach rechts. Ganz links ist das äußerlich bereits fertiggestellte Bürohaus am Peschelanger 3 zu sehen (das inzwischen abgerissen und durch das Studentenwohnheim Home Base) ersetzt wurde. In der Bildmitte lugt ein Teil des Ärztehauses am Peschelanger 11 hervor. Im Hintergrund steht das Haus Peschelanger 7, in dem anfangs eine Apotheke beherbergt war (heute ist es ein ambulanter Pflegedienst). Beide sind noch im Rohbaustadium. Äußerlich fertig ist dagegen das Haus Max-Kolmsperger-Straße 19 mit seiner mächtigen Atelierwohnung ganz oben. Vor dem Haus ist beim genaueren Hinsehen auch noch ein Kran zu erkennen. Ganz rechts schließlich präsentiert sich das Haus Peschelanger 8, in dem heute ein Rewe ansässig ist. Der erste Pächter der Ladenräume war der Deutsche Supermarkt.

Zeitliche Einschätzung des Fotos

Home Base
Bild 3: Nach Abriss des Bürohauses sah es hier im September 2015 so aus. Sonst ist hier fast alles wie auf dem historischen Foto geblieben © Thomas Irlbeck

Im November 1973 war laut Chronik das erste Haus im Marx-Zentrum bezugsfertig. Im Herbst 1974 bin ich ins Marx-Zentrum gezogen, genauer in den Peschelanger 12, Stockwerk 4. Nach meiner Erinnerung waren damals auch die Häuser Peschelanger 7, 9 und 11 (Ärztehaus) zumindest äußerlich fertig. Nur die Läden waren noch nicht eröffnet, befanden sich aber bereits im Innenausbau. Offiziell eingeweiht wurde das Marx-Zentrum dann im Juni 1975.

Somit sollte das Foto etwa 1973 entstanden sein. Es scheint Herbst zu sein, es könnte also Herbst 1973 sein. Es bleibt aber ein größerer Unsicherheitsfaktor. Wer glaubt, es genauer oder besser zu wissen, der darf sich gerne melden. Ich bin sehr gespannt!

Was gehört eigentlich zum Marx-Zentrum?

Marx-Zentrum Rohbau Ausschnitt
Bild 4: Weil es so schön ist: Peschelanger 7 (Hintergrund) und 11 mit „vorläufigem“ Sichtbeton in einer Detailvergrößerung

Interessanterweise gehört auch das bereits erwähnte Bürohaus am Peschelanger 3 zum Marx-Zentrum, wie es ein alter Architektenplan (Kochta und Buddeberg) beweist, der für jeden Teil des Marx-Zentrum einen nummerierten Bauabschnitt ausweist. Ebenso zeigt dieser Plan, dass auch die Eigentumswohnanlage Karl-Marx-Ring 52 bis 62 (mit fast identischem Baustil und ebenso einer Fassade mit schwarzen, asbesthaltigen Eternitplatten) als Bestandteil des Marx-Zentrum gebaut wurde, wenngleich diese früher fertiggestellt (1971) und etwa 20 Jahre später zumindest verwaltungsrechtlich vom Marx-Zentrum abgeteilt wurde.

Man könnte sagen: Alles, was in dieser Gegend eine sehr dunkle Fassade hat (beim Bürohaus Peschelanger 3 war es ein ziemlich dunkles Braun), ist dem „Marx-Zentrum“ zuzurechnen. Aber das stimmt nicht so ganz, da das Ärztehaus am Peschelanger 11 sowie auch das Haus Max-Kolmsperger-Straße 11 (das ist das Haus mit dem Schreibwarenladen), die beide ebenso zum Marx-Zentrum gehören, in anderen Farben gehalten sind. Beim Ärztehaus ist es ein helleres Grau. Beim Haus Max-Kolmsperger-Straße 11 dominiert ebenso ein helleres Grau, aber es gibt auch größere gelbe Flächen, und beim Dachaufbau treten dann doch wieder die schwarzen Eternitplatten in Erscheinung. Die Architekten haben also ihr Schiefergebirge zumindest ganz oben auf dem Gipfel nicht vergessen.

Bestechende Idee: Ein neuer Laden im Marx-Zentrum (Update 07.05.2017)

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Andy's Tattoostudio, Marx-Zentrum
Bild 1: Die Sonne kann unbarmherzig stechen. Aber das hat mit diesem neuen Laden im Marx-Zentrum nichts zu tun (23.04.2017) © Thomas Irlbeck
Andy's Tattoostudio, Marx-Zentrum
Bild 2: Im Hintergrund das Haus mit der 1,12-Millionen-Euro-Wohnung (23.04.2017) © Thomas Irlbeck

1974 bin ich ins Marx-Zentrum gezogen, inzwischen wohne ich am Marx-Zentrum. Ich habe ja schon viel gesehen im Marx-Zentrum, aber solch einen Laden hatten wir hier noch nicht. Die Außenreklame von „Andy’s Tattoostudio“ auf der Mittelinsel sticht sofort ins Auge. Am 02. Mai eröffnet der Laden als Nachfolger des M-net-Shops, der aufgab.

Das Problem von Tätowierungen ist ja, dass irgendwann alle Quadratzentimeter der Haut mit Tätowierungen versehen sind. Theoretisch würden dadurch irgendwann die Kunden ausgehen. Nur dadurch, dass Menschen durch Geburten hinzukommen, entstehen neue Flächen für Kunstwerke. Natürlich erst dann, wenn die Leute ein geeignetes Alter erreichen, um sich tätowieren zu lassen.

Manche bereuen ja ihre Tätowierungen. Passenderweise befindet sich gleich gegenüber im Ärztehaus ein Hautarzt, der Entfernungen von Tätowierungen anbietet. Das ist kein Scherz. Auch mit neuesten Lasertechniken ist eine Entfernung weiterhin problematisch. Das Weglasern ist nicht billig, es sind meist mehrere Sitzungen notwendig, und nicht immer ist das Ergebnis hundertprozentig. Daher: Vorher überlegen, ob man ein bestimmtes Motiv „für immer“ auf der Haut haben will.

Auf alle Fälle wir wünschen dem Betreiber ein bestechendes Geschäft!

Update 07.05.2017

Leider hat der Laden, kaum war er eröffnet, schon wieder wegen Krankheit geschlossen. Wir wünschen gute Besserung!

Andy's Tattoostudio, Marx-Zentrum
Bild 3 (07.05.2017)

Der Laden hat inzwischen wieder geöffnet.

Substitutionspraxis im Marx-Zentrum: Wachmann feuert mit Gaspistole auf Patient (Update 11.01.2013)

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Peschelanger/Zum Ärztehaus
Hier geht es zum Ärztehaus, die Tafeln im Bild links deuten unzweifelhaft darauf hin. In einer der Praxen kommt es leider immer wieder zu unschönen Vorfällen (Archivbild) © Thomas Irlbeck

In einer Arztpraxis im Neuperlacher Marx-Zentrum, in der auch Drogensubstitution durchgeführt wird, kam es am Samstag, den 30. Juni 2012 erneut zu einem Zwischenfall mit Verletzten. Das berichten der Münchner Merkur und die Abendzeitung München. Um kurz vor 10 Uhr warteten im Treppenhaus des Ärztehauses etwa 15 Patienten auf ihre Versorgung. Einer von ihnen, ein 40-Jähriger, ist alkoholkrank und wollte die Praxis wegen eines Alkoholtests aufsuchen. Zu diesem Zeitpunkt war er laut Bericht völlig nüchtern (Update: ein später erschienener Bericht spricht dagegen von 1,6 Promille). Aus ungeklärten Umständen geriet der Mann in Streit mit einem 26-jährigen Wachmann. Letzterer fühlte sich in der außer Kontrolle geratenen Lage so bedroht, dass er mit seiner Gaspistole auf den 40-Jährigen feuerte. Letzterer wurde wegen des Reizgases noch aggressiver, woraufhin es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam. Der 40-Jährige hat neben Augenreizungen eine Platzwunde und Abschürfungen zu beklagen, der Wachmann diverse Kratzer. Weitere Patienten wurden durch das Reizgas ebenso an den Augen verletzt. Als Polizei und Feuerwehr eintrafen, hatte sich die Lage entspannt, die Verletzten wurden zu diesem Zeitpunkt bereits in der Praxis versorgt. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung.

Vorfälle dieser Art kommen in Verbindung mit der Substitutionspraxis immer wieder vor. Letztes Jahr gab es dort sogar einen SEK-Einsatz, bei dem man anfangs sogar von Geiselnahme ausging. Ein vorher abgewiesener Patient hatte sich mit einer Pistole bewaffnet Zutritt zur Praxis verschafft und forderte seine Methadondosis ein. Der Arzt flüchtete über eine Festleiter aufs Dach, eine ebenfalls im Sprechzimmer befindliche Patientin konnte ihm wegen Höhenangst nicht folgen. Verletzt wurde damals niemand, der Täter kam in die Psychiatrie nach Haar. Der Arzt wurde über eine Drehleiter vom Dach gerettet. Die Pistole entpuppte sich später als Schreckschusswaffe.

Update

Der Prozess hat nun vor dem Münchner Amtsgericht begonnen. Der Wachmann steht wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht. Er beruft sich auf Notwehr, er sei von dem Patienten angegriffen worden. Bericht der Münchner Abendzeitung

Bemerkung: Im Bericht der Münchner Abendzeitung heißt es, der Vorfall wäre am Samstag, den 20. Juni 2012 gewesen. Der 20. Juni war aber kein Samstag. Daher sollte der 30. Juni richtig sein.

SEK-Einsatz in Arztpraxis im Marx-Zentrum (4. Update)

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In einer Arztpraxis im Neuperlacher Marx-Zentrum gab es am Samstag einen SEK-Einsatz. Ein 51-Jähriger betrat die allgemeinärztliche Praxis im 4. Stockwerk des Ärztehauses im Marx-Zentrum. Diese Praxis führt auch Drogensubstitution durch. Mit einer Pistole bedrohte er die anwesenden Assistentinnen und Patienten. Der Arzt war zu diesem Zeitpunkt mit einer Patientin im Sprechzimmer. Der Täter trommelte an die Türe. Diese Situation nutzten zwei Assistentinnen und drei Patienten zur Flucht. Arzt und Patientin verbarrikadierten sich im Sprechzimmer und setzten einen Notruf ab. Die Polizei ging von einer Geiselnahme aus und schickte ein Sondereinsatzkommando zum Tatort. Zunächst konnte der Arzt mit der am Haus fest angebrachten Feuerleiter aufs Dach flüchten. Die Patientin wollte ihm wegen Höhenangst nicht folgen. Statt dessen unternahm sie den Versuch, mit dem Täter ins Gespräch zu kommen. Der Täter schilderte die in seinen Augen ausweglose Situation. Er drohte mehrfach mit Selbstmord und legte es offenbar darauf an, vom SEK erschossen zu werden. Die Patientin konnte den Täter durch das Gespräch beruhigen.

Daraufhin wirkte der Psychologische Dienst der Polizei auf den Täter ein. Nach einem längeren Gespräch wurde der Täter gegen 14:30 vom SEK überwältigt. Er blieb unverletzt. Die Patientin war kurz zuvor per Drehleiter gerettet worden. Die Rettung des Arztes vom Dach erfolgte ebenfalls per Drehleiter.

Bei der Waffe handelte es sich um eine Schreckschusspistole. Zu dem Motiv des Täters heißt es, er brauchte dringend eine Methadondosis und wollte diese vom Arzt erpressen bzw. Rache wegen einer verweigerten Methadondosis üben. Der Täter wurde in die Psychiatrie in Haar eingewiesen.

Quelle:

tz: SEK-Einsatz in Münchner Arztpraxis

Fotos vom Einsatz gibt es bei der Quelle, in einem Bericht der Abendzeitung und auf der Facebook-Seite Marx-Zentum. Die Abendzeitung zeigt dabei auch die Rettung des auf das Dach geflüchteten Arztes.

(Bild entfernt)

SEK-Einsatz im Marx-Zentrum (19.11.2011)

Hintergrundinfo

Die Substitutionspraxis im Marx-Zentrum sorgt immer wieder für Missmut bei Anwohnern, Kunden im Ladenzentrum und Gewerbetreibenden. Zwar gibt der absolut überwiegende Teil der betreuten Drogenabhängigen keinen Anlass für Beschwerden. Diverse, auch größere Vorkommnisse waren jedoch der Auslöser dafür, dass bereits mehrfach ein Umzug der Praxis gefordert wurde. Erst im Juni dieses Jahres gab es einen Raubüberfall auf die Substitutionspraxis, bei dem zwei Täter den Vorratsschrank, in dem Betäubungsmittel gelagert werden, leerten. Eine Arzthelferin wurde bedroht und gefesselt. Laut damaligem Zeitungsbericht war mindestens einer der Täter ein Patient der Praxis.

Der SEK-Einsatz am Samstag wird wieder für neue Diskussionen sorgen. Die meisten Politiker sind aber der Meinung, dass ein Umzug das Problem nicht beseitigen, sondern nur verlagern würde. Es wurde auch schon einmal die Idee aufgebracht, die Methadonausgabe ins Klinikum Neuperlach zu verlagern. Dieser Vorschlag wurde aber ebenfalls abgelehnt.

4. Update (Montag 1:00)

Der Tatverlauf wird inzwischen etwas anders dargestellt, entsprechend wurde der Artikel überarbeitet.

Ins Blut übergegangen – wenn nicht nur der Arzt gewechselt wird (und was das alles mit der Mark zu tun hat)

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In Neuperlach gibt es mehrere Ärztehäuser. Wie in einem vollklimatisierten Einkaufszentrum kann man die verschiedenen Fachabteilungen wechseln, ohne sich Kälte und Regen auszusetzen. Hier links im Bild: das Ärztehaus im Marx-Zentrum. Statt der Kasse am Ausgang gibt eine eingebaute Apotheke, um den Arztbesuch erfolgreich abzuschließen (Archivbild). Foto: Thomas Irlbeck

Im Leben gibt es immer mal wieder Schnitte. Speziell auch dann, wenn es um Medizin geht. Seit 35 Jahren bin ich in derselben Neuperlacher Allgemeinarztpraxis Patient. Schon als etwa 10-Jähriger wurde ich dort betreut. Nun aber habe ich den Arzt gewechselt. Es ist ein komisches Gefühl, da gewisse Dinge einfach immer schon so waren. Manchmal vollzieht sich aber Erstaunliches.

CDU/CSU und FDP sind auf einmal nicht mehr vorbehaltlos für Kernkraft, sondern nun eher gegen Atomkraft. Der Vorsitzende der Freien Deutschen Partei ist plötzlich nicht mehr laut, humorlos, arrogant und selbstgefällig, sondern leise, witzig, freundlich, Bauchredner, Findelkind und Arzt, um den Kreis wieder zu schließen.

Helmut Kohl
Helmut Kohl. Vater der Einheit, des Euro und des Saumagens. Nicht nur das Denkmal, sondern auch dessen Dekoration hat Risse bekommen. Foto: springfeld / Lizenz siehe: flickr

Oft ist eine Zäsur hart. Lange Zeit kann man den Wechsel kaum glauben. Als der Dicke nach 16 Jahren weg war, mussten sich viele Leute immer wieder frühmorgens zwicken. Kein Traum: Der Pfälzer hatte tatsächlich den Thron freigemacht. Dabei wollte doch Kohl Hauptstadt bleiben (so ein Titel des Titanic-Magazins). Zehn Jahre Guidomobil an der Spitze sind auch eine Menge, wenngleich das „mobil“ schon längst Vergangenheit ist und nur der erste Namensbestandteil unherreist, innen FDP-Chef und außen Minister. Nicht immer schafft ein Oldie den Absprung rechtzeitig. Gelegentlich muss dem Alten nachgeholfen werden. Manche Dinge verschwinden aber auch von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt. Die Polaroid-Kamera ist ein Beispiel dafür, das sich technisch überlebt hat, aber dennoch so viele Fans hat, dass Wiederauferstehungen angestrebt werden. Auch der Commodore 64 soll wieder mal reaktiviert werden, wenngleich mit erheblich besseren technischen Merkmalen als anno dazumal ausgestattet werden. Solche Retro-Reinkarnationen geben nicht nur einen gewissen Halt in einer sich stetig in immer schnellerem Wandel befindlichen Welt, sondern holen vor allem alte Erinnerungen hervor, als die Welt scheinbar noch in Ordnung war. Aber nur scheinbar – 1982, als der Commodore 64 auf den Markt gebracht wurde, wurde eine andere, bereits erwähnte Marke eingeführt: die kohlsche Endloskanzlerschaft, einschließlich geistig-moralischer Wende, der später die Abschaffung der geliebten Mark folgte und noch später eine Kanzlerin aus der Ucker-Mark. Auch Helmut Mark-Wort mit seinen markigen „Fakten, Fakten, Fakten“ verschwand aus dem FOCUS. Dabei war er eine Institution, da sein Blättchen laut Marketing schneller auf den Punkt kam.

Die Mark äh Macht der Gewohnheit wird dann gewaltig, wenn erst einmal etwas in Fleisch und Blut übergegangen ist. Ich werde wohl mitzählen müssen, wie oft ich den gewohnten Weg nehmen und dann fast oder ganz in meiner alten Allgemeinarztpraxis landen werde. In solchen Fällen einer bis ins Mark peinlichen Situation wünscht man sich eine Tarnkappe. Deren Erfindung (Prototypen gibt es bereits) wird der nächste große Schnitt (Schritt) sein. Schnittig!

Was am Krankheitssystem nicht gesund ist – oder „Immer der Reihe nach“

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Wegen einer Erkrankung, die hier nicht weiter von Belang ist, muss ich seit knapp 20 Jahren alle 2 bis 3 Wochen, bei schwankenden Werten auch schon mal jede Woche oder zweimal die Woche, zur Blutuntersuchung bei einem Neuperlacher Arzt. Die eigentliche Blutabnahme dauert dank meiner guten Venen nur wenige Sekunden. Klar, dass ich nicht einfach so beim Arzt auftauchen kann, dieser alles stehen und liegen lässt, um mir schnell Blut abzunehmen. Also heißt es erst einmal beim Empfang anstellen. Vor mir in der Schlange laufen die unterschiedlichsten Diskussionen. Einer muss ins Spital und braucht eine OP-Vorbereitung. Der andere will ein Rezept. Da das gewünschte Medikament aber nicht in seiner Krankenakte verzeichnet ist,gibt es da ein Problem. Er soll zunächst in die Sprechstunde, will aber nicht. Bei der nächsten Patientin gibt es gewisse Sprachschwierigkeiten. Neuperlach ist halt international. Bei allen, die auch zur Blutuntersuchung möchten, zähle ich mit. Ich weiß, dass sich meine Wartezeit mit jedem gleichgesinnten Patienten um 10 bis „nach oben offen“ Minuten erhöhen wird, je nach Venenzustand, Neurosen oder Hang zu Ohnmachtsanfällen. Bei jedem zusätzlichen Blutabnahmewunsch verschlechtert sich meine Laune. Endlich bin ich dran. Nein, nicht zur Blutabnahme, sondern beim Vorsprechen am Tresen. Man schickt mich in den Wartebereich. Die Stühle dort sind hart, aber erst nach einer Stunde schmerzt der Allerwerteste. Endlich werde ich aufgerufen. Unter einer Stunde komme ich selten raus, manchmal sind es zwei, der Rekord war mal drei einhalb. Und das für einen kurzen Pieks.

Arzt
So sieht ein Arzt des Vertrauens aus. Foto: aeu04117 / Lizenz siehe: flickr

Mir ist klar, dass ein solches Prozedere sein muss, denn es kann für niemand eine Extrawurst geben. Doch der Rest ist ärgerlich. Um 16:45 des gleichen Tages erwartet man mich, um das Ergebnis abzuholen. Doch oft weiß man erst einmal gar nicht, um was es geht. Ich weise darauf hin, dass das Labor die Ergebnisse per Fax sendet. Es wird nach dem Fax geforscht. Eine Polarforschung ist auch aufwändig. Oft werde ich dann noch einmal für eine halbe Stunde oder eine Stunde in den Wartebereich verfrachtet, weil ja alles der Reihe nach gehen muss.

Blutuntersuchung
Das Blut wird fachmännisch im Labor untersucht. Foto: MikeBlyth / Lizenz siehe: flickr

Viel sinnvoller wäre es, wenn mir der Arzt in aller Ruhe das Ergebnis telefonisch oder per E-Mail mitteilen würde. Wer jetzt meint, dies wäre zu unsicher, dem sei gesagt, auch in einem persönlichen Gespräch vor Ort kann es zu Verwechslungen und Missverständnissen kommen. Ein Zeitgewinn wäre für den Arzt durchaus vorhanden, er könnte alle Mitteilungen in einem Arbeitsschritt versenden und dabei alles noch einmal kontrollieren. Der Stress wäre weg. Für mich wäre der Zeitvorteil sehr groß und es wäre nicht der gesamte Tag verplant. Ich bräuchte abends nur ganz gemütlich die entsprechende E-Mail öffnen. Versuche, das auf telefonischer Weise zu erledigen, gab es. Doch leider hat sich dies überhaupt nicht bewährt, sodass ich nun wieder die Praxis persönlich aufsuche. Auch ein Wechsel des Arztes würde wohl nichts bringen, da es nicht unwahrscheinlich ist, dass alles noch schlechter werden würde, und ich mit dem Arzt an sich ja sehr zufrieden bin. Daher werde ich auch in Zukunft immer wieder hören „Der Nächste bitte“, aber meist wird ein anderer gemeint sein und ich darf weiter warten. Das Beispiel zeigt aber, dass vieles an der Organisation in Arztpraxen optimiert werden und auch ein Einsatz neuer Medien – wenngleich E-Mail wahrlich nicht mehr wirklich neu ist – die Effizienz erhöhen und den Stress reduzieren könnte. Und Stress ist ja bekanntlich ungesund.