Neuperlacher Bushaltestelle Sudermannallee: Wieder eine Barriere weniger

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Baustellen-Ticker: Die Bushaltestelle Sudermannallee (55, 197, 198), die in der Kafkastraße liegt, wird noch bis inklusive zum 14. Dezember 2018 barrierefrei umgebaut. Um die Busbedienung des Quartiers im Neuperlach Osten aufrechtzuerhalten, wurden zwei provisorische Haltestellen ein Stück Richtung Fritz-Erler-Straße entfernt eingerichtet. Nach dem Umbau dürfen sich Besucher der beliebten Kirche St. Philipp Neri, Schülerinnen und Schüler der Grundschule an der Kafkastraße, Kunden des Sudermann-Zentrum sowie natürlich die Anwohner freuen.

Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 1 mit St. Philip Neri im Hintergrund. Hier war mal eine Haltestelle. Alle Bilder sind an der Kafkastraße entstanden  (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 2: Ersatzhaltestelle Richtung Neuperlach Zentrum (rechts, im Hintergrund die Grundschule an der Kafkastraße) (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 3: Ersatzhaltestelle Richtung Neuperlach Zentrum, näher dran (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 4: Ersatzhaltestelle Richtung Klinikum Neuperlach (links) (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 5: Hier war mal eine Haltestelle, hier ist noch eine Telefonsäule (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 6: Viel Material!  (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 7: Das Scbild macht auf die Fahrbahnverschwenkung aufmerksam (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 8: Provisorisches Haltestellenschild Richtung „Klinikum Neuperlach“ (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 9: Provisorisches Haltestellenschild Richtung „Neuperlach Zentrum“ (10.11.2018) © Thomas Irlbeck

Qwählereien im Großformat – Landtagswahl 2018 in Bayern (Update 30.09.2018)

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Am 14. Oktober ist Landtagswahl in Bayern. Wie auch zur Bundestagswahl 2017 werden hier einige Wahlplakate vorgestellt, die so in Neuperlach zu finden sind.

Die SPD und der Wohnungsbau

Die SPD versucht sich in einem emotionalen Thema, dem Wohnungsbau, und greift die CSU direkt an. Früher war es eher üblich, den Gegner namentlich nicht zu erwähnen. Das Wahlplakat mit dem für Werbung eher sperrigen, fast gewagten Satz fällt auf und prägt sich ein, wenngleich man sich den genauen Wortlaut kaum merken kann, die Botschaft aber schon. Es klingt aber auch ein wenig hilflos, ein wenig nach „mimimi“, finde ich. Grundlage für die Wahlwerbung ist dieser schwere Vorwurf: Hat Söder (CSU) 32000 landeseigene Wohnungen an Spekulanten verscherbelt, Geldwäsche ermöglicht  und dabei selber Provision abkassiert?

Wahlplakat SPD
SPD-Wahlplakat

Die CSU und ihre Bilanz

Wahlplakat CSU
CSU-Wahlplakat

Hier könnte man natürlich polemisch sagen, nicht gebaute Wohnungen (Unnützwiese) sind keine Glanzleistung. Natürlich gibt es auch die andere Seite, die nicht will, dass jedes letzte Fleckchen zugebaut wird. „Erhalt von Traditionen“ ist sehr unscharf, was ist damit gemeint? Die neue Vorschrift, Kruzifixen in Amtsstuben anzubringen? Anwohnerschutz bei Großprojekten sollte selbstverständlich sein, barrierefreie S-Bahnhöfe sind die Umsetzung einer EU-Vorschrift..Die starke Bilanz überzeugt nicht, aber die CSU darf sich trösten, die Wahlplakate der anderen Parteien sind auch meist nicht viel besser.

SPD, 2. Versuch

Wahlplakat SPD
SPD-Wahlplakat

Die SPD darf noch mal, bevor die anderen Parteien dürfen. Der Spruch „Zukunft im Kopf, Bayern im Herzen“ ist offenbar die sozialdemokratische Adaption des christsozialen Klassikers „Laptop und Lederhose“.

Bayern soll unabhängig werden!

Wahlplakat Bayernpartei
Wahlplakat der Bayernpartei

Nix wie raus! Es ist nicht das erste Mal, dass die Bayernpartei mit einem Schild wirbt, das wir bald an den bayerischen Außengrenzen sehen werden – zumindest nach den Vorstellungen der Bayernpartei. Bereits 2011 habe ich darüber berichtet, dass die Bayernpartei Stimmen für ein Volksbegehren zum Ausstieg Bayerns aus der Bundesrepublik sammelt.  So ganz überzeugt scheinen die Bayern aber nicht zu sein. Zwar haben die Initiatoren beliebig viel Zeit, um die 25.000 Unterschriften zu sammeln. Aber es zieht sich quälend lange hin. 2011 war man bei über 5.000 Unterschriften, jetzt, 2018, steht der Zähler bei 7050. Dabei wären die 25.000 nur die erste Hürde, die noch vergleichsweise einfach zu  überspringen ist. Vorsichtig gesagt, das wird nichts!

Keine Alternative

Wahlplakat ÖDP
ÖDP-Wahlplakat

Das Wortspiel mit Alternative, mit dem sich hier die ÖDP versucht, ist aber schon ziemlich abgedroschen. Die Aussage soll wohl sein, dass es keine Alternative zur ÖDP und zum Klimaschutz gebe, aber die Anspielung auf die AfD ist sicherlich beabsichtigt. Früher brachte man beim Begriff Alternative kaum Rechtspopulisten in Verbindung, vielmehr bezeichnete man die Grünen üblicherweise als Alternative. Die Grünen in Hamburg hießen gar bis 2012 „Grün-Alternative Liste“ (GAL). Ich wünschte, es gäbe Alternativvorschläge für dieses Wahlplakat, die besser sind.

Handysucht versus Netzausbau

Wahlplakat ÖDP
ÖDP-Wahlplakat

Andere Parteien versprechen den Netzausbau, da wirkt dieses Plakat der ÖDP fast schon rückwärtsgewandt. Aber Handysucht ist dennoch ein Thema. Was sagen aber die ÖDP-Dokumente dazu? Obwohl ich eine ganze Zeit lang gesucht habe, habe ich zum Thema Handysucht nicht so besonders viel gefunden. Im Dokument 132 Gründe, ÖDP zu wählen“, findet sich immerhin dieser Passus:

Die Kinder brauchen motorische und sinnliche Erfahrung und Teamarbeit mit echten Menschen, nicht mit Computern. Wir fordern:

  • ein verstärktes Gewicht auf lebenskundliche Fächer wie Hausarbeit, Werken und
    Theaterunterricht zu legen.
  • den völligen Verzicht auf Smartphone und PC mindestens bis zur siebten Jahrgangsstufe.
  • in höheren Jahrgangsstufen einen wohldosierten Einsatz, z. B. als Rechercheinstrument.

Andere Punkte zum Thema Mobilfunk im selben Dokument betreffen die Strahlung, die von Mobilfunkgeräten ausgeht. Hier einige Auszüge:

Die von Staat und Industrie propagierte Sorglosigkeit im Umgang mit Mobilfunkstrahlung ist fahrlässig und gefährlich.

Die bisherige Freistellung von Sendeanlagen von der Baugenehmigungspflicht (10 m-Freigrenze) ist abzuschaffen.

Grenzwerte dürfen nicht nur auf die thermische Wirkung hochfrequenter Strahlung begrenzt werden. Forschung nach strahlungsarmen Alternativen der mobilen Kommunikation muss gefördert werden.

Ist das Thema nun aber ein Knaller oder ist es das Gegenmodell zu „Laptop und Lederhose“, also weniger Laptop und mehr analoges Leben? Ich persönlich möchte mein Smartphone und das Internet keinesfalls missen. Aber wenn man in die U-Bahn, in Cafés und auf Parkbänke schaut, dann fällt auf: Alle starren sie auf ihr Display, kommuniziert wird digital, selbst wenn der Kommunikationspartner am selben Tisch sitzt. Auch Selbstgespräche verlaufen immer häufiger digital. Würde man zehn Jahre in die Vergangenheit reisen, wäre man verblüfft ob der weit aufrechteren Körperhaltung.

Die Piratenpartei

Wahlplakat Piraten
„Neustart Bayern“ ist immerhin eine IT-Analogie. Einen abgestürzten Windows-Rechner kriegt man mit einem Neustart wieder flott … „100 MBIT“ haben übrigens längst alle. Nur nicht pro Sekunde.
Wahlplakat Piraten
Der eigentlich sehr konservative „Heimat“-Begriff auf piratanisch
Wahlplakat Piraten
Jawohl, die Piratenpartei gibt es noch. Die Wahlplakate sind nicht etwa von der letzten Wahl übrig geblieben, auch wenn sie etwas ramponiert ausschauen

Die Plakate der Piratenpartei halte ich für eine Enttäuschung. Das war einmal eine ganz kreative, innovative Partei. Gerade das Sicherheits-/Freiheits-Plakat (mit einem abgedroschenen, leicht doppeldeutigen Spruch, den man auch schon bei anderen Parteien gesehen hat) und der Versuch, auch noch den konservativen Heimatbegriff irgendwie zu besetzen, sind gescheitert. Das ureigene Thema, der Netzausbau, wird brav, aber völlig witzlos abgehandelt. Das bleibt nicht im Gedächtnis! Und nicht einmal, dass nichts im Gedächtnis bleibt, bleibt im Gedächtnis.

Freie Wähler

Wahlplakat Freie Wähler
Wahlplakat der Freien Wähler

Eher begrenzte Aussagekraft hat das Wahlplakat der Freien Wähler. „Wählt uns“ sagen sie, ein Kreuz ist vorgegeben. Immerhin ist es kein vorgeschriebenes Kreuz, das in Amtsstuben aufzuhängen ist.

Was wollen eigentlich die Freien Wähler? Da eine Koalition der CSU mit den Freien Wählern eine nicht unwahrscheinliche Konstellation ist, ist die Frage nicht ganz unberechtigt. Da zumindest dieses Plakat eher wenig verrät, hier ein paar Punkte aus dem Wahlprogramm:

    • Vermeidung von Diesel-Fahrverboten
    • Keine dritte Startbahn am Flughafen Franz Josef Strauß
    • Mehr Grün in den Städten statt rigoroser
      Nachverdichtung
    • Mittelfristiger Kohleausstieg, kein Rütteln am
      geplanten Atomausstieg bis 2023
    • Ganztagsschule ausbauen
    • Mehr Sportunterricht
    • Bargeld erhalten
    • Einwanderungsgesetz für eine qualifizierte
      Zuwanderung
    • Sachleistungen für Asylbewerber statt Geldleistungen
    • Freifunkbewegung fördern
    • Erbschaftssteuer abschaffen
    • Gentechnikfreies Bayern

Bündnis 90/Die Grünen

Wahlplakat Grüne
Wahlplakat der Grünen
Wahlplakat Grüne
Wahlplakat der Grünen
Wahlplakat Grüne
Wahlplakat der Grünen

Die Aussagen sind klar: Menschen, Fahrräder und Bienen sollen Platz finden, aber doch keine Autos. Besonders kreativ oder ins Gedächtnis einbrennend sind die Wahlplakate allerdings nicht.

Die Linke

Wahlplakat Die Linke
Wahlplakat der Partei „Die Linke“

Obgleich die Vokabel Umverteilung längst eine negative Besetzung erfahren hat, wirbt die Partei „Die Linke“ damit. In den Umfragen liegt die Partei „Die Linke“ derzeit bei ca. 4 %.

FDP

Wahlplakat FDP
Wahlplakat FDP

Gut, es ist eine Metapher für das Unverbrauchte. Aber wir stellen uns einmal vor, ein Mann würde wie ein Auto riechen! Immerhin: Der Spruch des FDP-Plakats bleibt sehr gut hängen, daher ist das Wahlplakat eines der besseren.

Weitere Plakate folgen.

Perlach: Der noch nicht ganz barrierefreie Schattenbahnhof

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S-Bahnhof Perlach
Bild 1: Das Gebäude am Stephensonplatz 1 steht unter Denkmalschutz, was aber kaum davon ablenkt, wie marode es wirkt (27.05.2018) © Thomas Irlbeck

In Perlach gibt es gleich zwei S-Bahnhöfe: den kombinierten U-/S-Bahnhof Neuperlach Süd sowie den S-Bahnhof Perlach. Letzterer liegt ein Stück abseits vom Zentrum Perlachs, dem Pfanzeltplatz. Es gibt in Bahnhofsnähe Wohnbebauung und Gewerbe, aber ein stark frequentierter Bahnhof oder gar ein Umsteigeknotenpunkt war er nie, obwohl der Bahnhof auch mit einer Buslinie (Linie 196) verbunden ist. Diese erschlie0t sowohl die Gebiete südlich des Bahnhofs bis nach Neuperlach Süd (Endstation) als auch den nördlichen Teil bis nach Neuperlach Zentrum (wiederum Endstation). Der Pfanzeltplatz wird erstaunlicherweise dabei nicht bedient (was aber wahrscheinlich an den teilweise zu engen und verkehrsberuhigten Straßen liegt), was den Bahnhof jetzt für die Leute, die in der Gegend um den Pfanzeltplatz wohnen, nicht gerade attraktiver macht.

Zum Begriff  aus der Überschrift: Schattenbahnhof ist natürlich ein Begriff aus der Modelleisenbahn. Er wurde hier dennoch gewählt, da der Begriff doch irgendwie treffend ist. Denn der Bahnhof Perlach liegt gewissermaßen im Schatten seines großen Bruders Neuperlach Süd und er ist auch ein wenig versteckt – so wie ein „echter“ Schattenbahnhof.

S-Bahnhof Perlach
Bild 2 (27.05.2018) © Thomas Irlbeck

Vor knapp über einem Jahr hat man angefangen, den Bahnhof barrierefrei umzubauen. Dadurch sollte er attraktiver und etwas aus seinem Schattendasein befreit werden. Doch die Arbeiten sind noch nicht beendet. Die Fahrstühle sind zwar eingebaut, aber noch mit einem Bretterverschlag versperrt.

Das Bahnhofsgebäude macht einen sehr heruntergekommenen Eindruck. Dabei war es einmal ein sehr schönes Gebäude, wenn man historische Fotos heranzieht. 1904 wurde das Jugendstilgebäude errichtet, es steht unter Denkmalschutz. Immerhin gibt es inzwischen einen behelfsmäßigen Imbiss in Gestalt eines Anhängers, der im Bahnhofsgebäude postiert ist. Der Kühlschrank steht neben dem Wagen. Alles wirkt sehr provisorisch. Der Imbiss hat heute, es ist Sonntagmittag, geschlossen. Kein Wunder, denn man sieht hier kaum eine Menschenseele. Es gibt also keine Masse an Perlachern, die hier in die S-Bahn steigen, um zum Wandern ins herrliche Mangfalltal zu fahren oder für kulturelle Aktivitäten Richtung Münchner Innenstadt.

S-Bahnhof Perlach
Bild 3: Eingang (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 4: Eingang (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 5: Imbisswagen im Bahnhofsinneren (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 6: Packstation gegenüber dem Imbisswagen. Bemerkenswert ist die Dachkonstruktion ohne Zwischendach (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 7: Die Zugänge zu den Fahrstühlen sind noch gesperrt. Hier der Zugang zum Lift 1, der die Bahnhofsoberfläche mit der Unterführung verbindet  (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 8: Vom Bahnsteig aus gesehen gibt es freie Sicht auf Lift 1 (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 9: Lift 1 in der Unterführung (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 10: Lift 2, der die Unterführung mit dem Bahnsteig verbindet (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 11: Lift 2 an der Bahnsteigoberfläche (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 12 (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 13 (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 14 (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 15 (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 16 (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 17 (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 18: Das gehört dringend saniert (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 19: Auf der Südseite wurde auf einen Lift verzichtet, dafür wurde eine Rampe errichtet, welche die Oberfläche mit der Unterführung (und auf diese Weise mit dem Lift zum Bahnsteig) verbindet (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 20: Die Rampe (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 21: Die Unterführung von der Rampe aus gesehen (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 22 (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 23: An der Ostseite des Bahnsteigs (27.05.2018) © Thomas Irlbeck
S-Bahnhof Perlach
Bild 24: Dito, Ostseite (27.05.2018) © Thomas Irlbeck

Ende Geländer am LAO – Es geht endlich weiter an der Rampe (Update 16.07.2018)

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LAO Rampe
Bild 1: Das LAO mit der noch gesperrten Rampe (links). Endlich wird das Geländer montiert (29.01.2018) @ Thomas Irlbeck

Lange Zeit war Pause an der Baustelle der neuen, flacheren Rampe am LAO (Leben am Ostpark). Die neue Rampe soll den Zugang zur Brücke endlich barrierefrei machen, sodass sie von allen Menschen und nicht nur Sportlern benutzt werden kann (Neuperlach.org berichtete). In Zukunft können auch Menschen, die einen Kinderwagen oder Rollator mitführen, im Rollstuhl unterwegs oder nicht schwindelfrei sind, vom LAO zur Brücke gelangen und umgekehrt. Die alte Rampe, die mit ca. 65 % Steigung so manche Bergbahn schlägt, wird dann obsolet und kann abgebaut werden. Die Verbindung von Neuperlach Mitte (pep/Stadtbibliothek/Allianz) zum Plett-Zentrum (LAO, Life) wird damit erheblich verbessert, Umwege über die verkehrsreiche Albert-Schweitzer-Straße entfallen.

Nun endlich ist die Winterpause vorbei. Es fehlt eigentlich nur noch das Geländer sowie wohl noch die letzte Asphaltschicht. Ersteres ist das heutige Thema. Es wurde damit begonnen, das Geländer zu montieren. Montage am Montag quasi. E scheint optisch schnell zu gehen, der Bauarbeiter konnte aber nicht sagen, wann mit der Freigabe der Rampe zu rechnen ist.

Großartige Presse zur Dokumentation des Ereignisses war nicht anwesend, obwohl die ursprüngliche Rampen-Fehlplanung längst ein lokalpolitischer Aufreger ist. Es war zwar eine Person mit offenbar professioneller Fotoausrüstung zu sehen, die aber wohl nur die Baustelle passierte, ohne Aufnahmen zu machen.

Im Anschluss zeige ich hier eine Reihe von Bildern vom Baufortschritt.

LAO Rampe
Bild 2: Das erste angelieferte Geländerelement (29.01.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 3 (29.01.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 4: Positionierung eines Geländerelements (29.01.2018) @ Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 5 (29.01.2018) @ Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 6 (29.01.2018) @ Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 7 (29.01.2018) @ Thomas Irlbeck

Wer es noch nicht kennt, hier noch ein Archivbild von der bestehenden Rampe, so wie sie auch heute noch genutzt werden muss. Da die Rampe in die Feuerwehreinfahrt hineinragt, war sie gleich in mehrfache Weise eine Fehlplanung.

LAO Rampe
Bild 8: Bestehende Treppe mit Rampe (01.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update 30.01.2018

Ein Großteil des Geländers steht schon.

LAO Rampe
Bild 9 (30.01.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 10 (30.01.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 11 (30.01.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 12 (30.01.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 13: Zaunverhau (30.01.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 14: Bestehende Rampe (30.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 31.01.2018

Wie zu sehen ist, ist die Rampe immer noch ein Stückchen von der Freigabe entfernt.

LAO Rampe
Bild 15 (31.01.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 16 (31.01.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 17 (31.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 02.02.2018

Im Vergleich zu Mittwoch erkenne ich keine Fortschritte. Heute Mittag habe ich keine Arbeiter gesehen. Dazu ein Bild:

LAO Rampe
Bild 18 (02.02.2018) © Thomas Irlbeck

Update 08.02.2018

Es sind Fortschritte erkennbar, aber noch sind längst nicht überall die Geländer sowie die in verschiedenen Höhen vorgesehenen Handläufe montiert. Also, noch Geduld! Der BER wurde auch nicht an einem Tag erbaut!

LAO Rampe
Bild 19 (08.02.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 20 (08.02.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 21 (08.02.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 22 (08.02.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 23 (08.02.2018) © Thomas Irlbeck

Update 15.03.2018

Heute habe ich erstmals wieder Arbeiter gesehen. Es geht weiter.

LAO Rampe
Bild 24 (15.03.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 25 (15.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 17.03.2018

Die Rampe hat nun ihren finalen Asphaltbelag erhalten, ebenso wurden die letzten Geländerstücke montiert. Optisch ist fast alles fertig. Aber eben nur fast. Derzeit muss man noch die alte Treppe benutzen, denn die Rampe ist noch per Bauzaun abgesperrt. Wir dürfen aber wohl auf eine Eröffnung nächste Woche hoffen.

LAO Rampe
Bild 26 (17.03.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 27 (17.03.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 28 (17.03.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 29 (17.03.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 30 (17.03.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 31 (17.03.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 32 (17.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 22.03.2018

Sich zu Ende neigen. Die vielen Wintereinbrüche haben bewirkt, dass die neue Rampe am LAO immer noch nicht eröffnet werden konnte. Heute wurde heute wieder am Geländer der Rampe gearbeitet.

LAO Rampe
Bild 33 (22.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 24.03.2018

Zwar wurden die Arbeiten diese Woche fortgesetzt, aber die Rampe ist immer noch nicht freigegeben.

LAO Rampe
Bild 34 (24.03.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 35: Noch fehlendes Geländerstrück (24.03.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 36 (24.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 30.03.2018

In den letzten Tagen wurde wieder an der Rampe gearbeitet. Optisch ist die Rampe samt Geländer nun weitestgehend fertiggestellt. Aber sie ist immer noch nicht freigegeben und weiterhin durch Bauzäune abgesperrt.

LAO Rampe
Bild 37: Die Rampe ist immer noch gesperrt (30.03.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 38 (30.03.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 39 (30.03.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 40 (30.03.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 41 (30.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 18.04.2018

In den letzten Tagen wurde immer wieder phasenweise an der LAO-Rampe gearbeitet, am Mittwoch-Nachmittag war die Rampe aber immer noch gesperrt. Dafür wurden am LAO eine ganze Reihe an Zäunen aufgestellt. Manche erscheinen sinnvoll. Einer soll verhindern, dass v.a. Kinder in den Life-Ladehof laufen und dort vom Lkw erwischt werden. Ein anderer Zaun soll verhindern, dass Leute außerhalb des Fußwegs die Life-Tiefgarageneinfahrt überqueren. Diese Kanalisierung ist wohl eine gute Idee. Aber der Zaun reicht zumindest bis an die äußerste Kante des Fußweg-Randsteins (Foto). Ich hoffe, dass das noch verbessert wird. Ich kann nicht ausschließen, dass hier v.a. im Dunkeln ein Fußgänger oder Radfahrer hängen bleibt und sich verletzt.

LAO Zaun
Bild 42 (17.04.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Zaun
Bild 43 (17.04.2018): Life-Tiefgarageneinfahrt (Bildmitte, rechts) © Thomas Irlbeck

Update 30.04.2018

Am Freitag, den 30.04.2018, ca. 16:30, war die Rampe immer noch gesperrt.

Update 02.05.2018

Die unendliche Geschichte soll am Mittwoch endlich ein Happy End finden. Seit Wochen ist die neue Rampe am LAO fertiggestellt, doch freigegeben wurde sie bis heute nicht. Dennoch benutzen immer wieder Leute die Rampe und zwängen sich am Bauzaun vorbei. Die Bauzaunelemente werden immer wieder zurückgestellt, um ein Betreten der Rampe zu verhindern. Offenbar aber verschieben Passanten die Elemente wieder, um sich Zutritt zu verschaffen. Ein auf den ersten Blick berechtigtes Interesse, wenn jemand mit einem Rollstuhl durch will, denn die alte Rampe ist nicht rollstuhltauglich. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass die Benutzung der Rampe derzeit noch verboten ist. An den Bauzäunen sind eindeutige Schilder.

Wie mir von verantwortlicher Seite heute gesagt wurde, soll die Abnahme und Freigabe der Rampe nun am Mittwoch, den 9. Mai, erfolgen. Hoffentlich klappt es!

LAO Rampe
Bild 44 (02.05.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 45 (02.05.2018): © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 46 (02.05.2018) © Thomas Irlbeck

Update 09.05.2018

Heute am sehr frühen Nachmittag fand wie angekündigt der Versuch statt, die neue Rampe am LAO freizugeben. Ich durfte die Rampe Rollstuhl schiebend passieren. Diese Fahrt wurde in einer Weise kommentiert, die ich förderlich für die Freigabe bewerte. Am späten Nachmittag dann die Enttäuschung: Die Rampe ist immer noch gesperrt. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass etwas der Abnahme im Wege stand. Vielleicht müssen ja jetzt nur noch die Bauzaunelemente abgeholt werden.

Update 14.05.2018

Zwei Bauzaunelemente sind um 180 Grad umgeklappt, sodass die Rampe derzeit benutzt werden kann, auch  mit einem etwas breiteren Gefährt. Allerdings befinden sich nach wie vor Schilder auf dem Bauzaun, die ein Betreten der Baustelle verbieten. Streng genommen darf man diese „Baustelle“ also nicht passieren.

Update 17.05.2018

Endlich geschafft! Die Rampe ist offiziell freigegeben, der Bauzaun wurde entfernt. In den letzten Wochen war die Rampe bereits faktisch offen, da meistens eine Lücke im Zaun war. Offiziell benutzen darf man die Rampe aber erst seit heute!

LAO Rampe
Bild 47 (17.05.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 48 (17.05.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 49 (17.05.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 50 (17.05.2018) © Thomas Irlbeck

Update 10.06.2018

Der Zaun wurde immer noch nicht gekürzt. Siehe auch unter Bild 42 und 43. Die nun angebrachten Plastikfähnchen als Warnung sind nicht überzeugend, da man diese im Dunkeln kaum sehen dürfte. Eine mögliche Verletzungsgefahr bleibt.

LAO Zaun
Bild 51 (10.06.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Zaun
Bild 52 (10.06.2018) © Thomas Irlbeck

Update 16.07.2018

Die raue Endkante des Zauns hat nun einen richtigen Abschluss bekommen. Die Verletzungsgefahr dürfte sich nun reduziert haben. Ich will keinesfalls wegen ein paar Zentimeter rumnörgeln. Aber meines Erachtens hätte der Zaun hier bis zu dem letzten Erdpfosten gekürzt werden müssen. Ich habe noch keinen Weg und keine Straße gesehen, bei denen ein Zaun über den gesamten Randstein geht. Der Randstein und ein paar Zentimeter Toleranz gehören meiner Meinung nach zum Weg/zur Straße noch dazu. Speziell wenn man schräg anfährt, kann man hier vermutlich auf dem Rad mit dem Fahrradkorb immer noch böse hängenbleiben.

LAO Zaun
Bild 53 (16.07.2018) © Thomas Irlbeck
LAO Zaun
Bild 54 (16.07.2018) © Thomas Irlbeck

Kreuzung Quiddestraße jetzt ohne Radampeln, dafür mit kurzen Radspuren (Update 11.01.2018)

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Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 1: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadteinwärts – auf einem kurzen Stück Fahrradspur auf der Fahrbahn und per Autoampel (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Zum Update 11.01.2018 – Linksabbiegen für Radfahrer

Die Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße wurde saniert und umgebaut. Vor allem wurden die Bushaltestellen durch eine Anhebung von wenigen Zentimetern nun wirklich barrierefrei (Neuperlach.org berichtete). Ferner wurden die Haltestellenbereiche verlängert, damit das Ein- und Aussteigen aus den Buszügen nicht mehr stellenweise über behelfsmäßige Gehwegplatten erfolgen muss.

Aber auch für Radfahrer hat sich einiges geändert. So gibt es nun für drei der vier möglichen Fahrtrichtungen keine Fahrradampeln mehr, auch keine kombinierten Ampelscheiben für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Stattdessen ist nun die Autoampel auch für Fahrradfahrer das Maß aller Dinge. Der letzte Teil vor der Ampel ist als – sehr kurze – Fahrradspur realisiert. Auch der noch vorhandene Radweg wurde weit näher an der Fahrbahn herangeführt.

Nur wer vom Schulzentrum Nord kommt und Richtung Plettstraße fährt, hat noch seinen Radweg bis zur Kreuzung und auch seine Fahrradampel, die übrigens hier wirklich eine echte Fahrrad- und keine Kombiampel ist.

Die Regelung mit dem kurzen Stück Fahrradspur vor der Kreuzung hat eine Reihe von Vorteilen, aber auch einige Nachteile:

Die Vorteile:

  • Die Wahrscheinlichkeit, beim Geradeausfahren von einem rechtsabbiegenden Lkw- oder Busfahrer übersehen zu werden, wird reduziert. Denn die Radspur ist ja direkt auf der Fahrbahn. Natürlich kann ein Radler weiterhin vor der Ampel im toten Winkel stehen, aber zumindest bei der Anfahrt eines Lkw oder Busses Richtung Ampel wird ein Radfahrer vom Fahrer besser gesehen, da sich der Radler quasi vor dem eigenen Fahrzeug befindet und nicht irgendwo rechts in einem ggf. verdeckten und schlecht einsehbaren Radweg.
  • Auch darf ein Radler noch weiter bei Grün über die Kreuzung, solange es die Autos noch dürfen. Die kombinierten Fußgänger-/Radampeln schalten dagegen schon weit früher auf Rot um, weil sie von Fußgängergeschwindigkeit ausgehen, obwohl Radler ja schneller sind. Ferner wird eine Gelbphase realisiert, über die die kombinierten Fußgänger-/Radampeln nicht verfügen.
  • Ein Stopp auf dem Mittelstreifen, sollte die zweite kombinierte Fußgänger-/Radampel während der Überquerung auf Rot umschalten, entfällt. Die Anzahl der Ampeln, die passiert werden müssen, speziell beim Linksabbiegen, geht damit stark zurück.

Die Nachteile:

  • Wer als Radfahrer nach rechts abbiegen will, darf dies nicht mehr bei Rot. Früher war dies möglich, da die Radwege einen Kurvenbereich nach rechts vor der Ampel besaßen.
  • Viele Fahrradfahrer fühlen sich auf dem Radstreifen so nah am motorisierten Verkehr unsicher und unwohl. Allerdings ist der Radstreifen hier extrem kurz gehalten, sodass sich die Einschränkungen in engen Grenzen halten sollten.

Quermöglichkeit 1

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 2: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadteinwärts – Phase 1 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 3 (der Vollständigkeit halber, entspricht dem Eingangsbild): Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadteinwärts – Phase 2 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Quermöglichkeit 2

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 4: Überquerung der Albert-Schweitzer-Straße auf der Quiddestraße Richtung Schulzentrum Nord – Phase 1 von 3 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 5: Überquerung der Albert-Schweitzer-Straße auf der Quiddestraße Richtung Schulzentrum Nord – Phase 2 von 3 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 6: Überquerung der Albert-Schweitzer-Straße auf der Quiddestraße Richtung Schulzentrum Nord – Phase 3 von 3. Die Fußgänger haben hier schon Rot, Autos und Radler dürfen noch schnell rüber (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Quermöglichkeit 3

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 7: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadtauswärts – Phase 1 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 8: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadtauswärts – Phase 2 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 11.01.2018: Linksabbiegen für Radfahrer

Linksabbiegende Radfahrer finden nach Überquerung am Kreuzungsende einen kleinen, auf der Fahrbahn aufgemalten Bereich mit Linkspfeil, an dem zu warten ist (in Bild 9 mit Rahmen hervorgehoben). Der Haken ist, an diesem Bereich sieht man die Autoampel nicht (bzw. nach Drehen des Kopfes nur von hinten), da sie hier faktisch schon überquert ist,  aber man hat das Linksabbiegesignal (in Bild 9 ebenfalls mit Rahmen hervorgehoben). Nun kann man warten, bis das Linksabbiegesignal leuchtet (und damit die Endphase der Grünphase eingeläutet wurde) oder man orientiert sich an der Fußgängerampel, an der man dann sehen kann, dass der Querverkehr Grün bekommt. So gesehen gibt es zwei Zeiträume, in denen die Radler sicher nach links über die Kreuzung kommen – ob beide gesetzlich erlaubt sind, das mag ich nicht zu beurteilen. Ganz ideal und stimmig scheint mir das alles nicht zu sein, aber schauen wir einmal, wie sich das bewährt und ob die Vorteile überwiegen.

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 9: Links abbiegen für Radfahrer. Die Autoampel liegt hinter dem Fotostandpunkt und ist daher für Wartende nicht zu sehen. Es bleiben zur Orientierung nur das Linksabbiegesignal (roter Rahmen) sowie die Fußgängerampeln (09.01.2018) © Thomas Irlbeck

Quiddestraße: Barrierefreier (Update 18.12.2017)

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Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 1 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck

Umbau der Bushaltestelle „Quiddestraße“. Hier zu sehen ist die Haltestelle für die Linie 197 „Außenring“. Der Einstiegsbereich wurde etwas angehoben, damit man noch „barrierefreier“ ein- und aussteigen kann. Kinderwagen oder Rollator schiebende Menschen freuen sich.

Ferner wurde/wird auch sonst alles erneuert, auch das Wartehäuschen, Ampeln und mehr. Bald kann man hier wieder ein- und aussteigen. Derzeit halten die Busse ein paar Meter entfernt Richtung Schulzentrum Nord, das man im Hintergrund schwach erkennen kann.

Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 2 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update (04.11.2017)

Die provisorische, ein paar Meter Richtung Karl-Marx-Ring versetzte Haltestelle des 197 Innenring live erlebt:

Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 3 (04.11.2017) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 4 (04.11.2017) © Thomas Irlbeck

Nett, Google+ hat die beiden Fotos so zusammengeklebt, dass der Eindruck entsteht, unser 197er würde nun alle 30 Sekunden verkehren:

Bushaltestelle Quiddestraße
Der Beitrag bei Google+

Update 18.12.2017

Die neue Bushaltestelle der Busringlinie 197 ist für beide Fahrtrichtungen in Betrieb gegangen. Jetzt kann wirklich barrierefrei in die Buszüge ein- und ausgestiegen werden. Der Monitor mit den Busabfahrtszeiten ist auch wieder in Betrieb.

Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 5 (18.12.2017) © Thomas Irlbeck

Was ist das für 1 Life? Ein sichereres! Umbau einer gefährlichen Kreuzung (Update 19.12.2017)

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Übergang vor Life
Bild 1: Vor dem Einkaufszentrum „Life“: Es ist die vielleicht verkehrsmäßig gefährlichste Stelle in Neuperlach. Der hier zu sehende neue aufgepflasterte Fußgängerbereich und weitere Maßnahmen sollen die Sicherheit erhöhen (26.10.2017) © Thomas Irlbeck

Es ist eine Zeit gekommen, da steht die Sonne tiefer, die Schatten werden länger. Das führt dazu, dass der Fotograf sich schnell mal selbst aufnimmt (Foto 1), wenngleich es nur ein Schatten seiner selbst ist.

Nicht länger, sondern kürzer und vor allem weniger gefährlich soll der Übergang hier vor dem Einkaufszentrum Life werden. Wer sein Paket im Life abholt oder aufgibt (die meisten Neuperlacher werden dieses Vergnügen haben), wer Postbank-Kunde ist oder im Life einkauft, dem dürfte diese Kreuzung bekannt sein, und zwar im negativen Sinn, denn die Kreuzung ist nicht ungefährlich. Nun wird die Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Siegfried-Mollier-Straße endlich umgebaut, die Arbeiten sind schon weit fortgeschritten.

Mehrere Maßnahmen für mehr Sicherheit und mehr Komfort

Der Fußgängerübergang wird im Nordbereich der Kreuzung durch einen neu angelegten, aufgepflastertem Bereich mit abgesenkter Bordsteinkante auf einem ehemaligen Teil des Parkstreifens verbessert, wie Foto 1 zeigt. Laut eines älteren Zeitungsberichtes soll auch eine Fußgängerampel installiert werden, die meines Erachtens dringend erforderlich ist. Denn die Kreuzung ist wegen des hohen Verkehrsaufkommens und der unzähligen Abbiegemöglichkeiten für den motorisierten Verkehr (man beachte die ganzen Ein- und Ausfahrten vor dem Life und dem Parkplatz vor dem Bürohaus an der Albert-Schweitzer-Straße, dazu die Tiefgaragenzufahrt in der Siegfried-Mollier-Straße) nicht nur für ältere und Kinderwagen schiebende Menschen ein Ärgernis. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen und Fast-Unfällen. Man kann daher nur hoffen, dass die Ampel nun auch wirklich kommt.

Die Haltestellenbereiche (Haltestelle „Siegfried-Mollier-Straße“; Buslinien 139, 192, 199, N79) werden auch neu gestaltet. In Zukunft steigt man als Busfahrgast nicht mehr auf dem Radweg ein und aus, sondern auf einem aufgepflastertem Streifen zwischen Radweg und Fahrbahn (Bild 2 und 3), der aber sehr schmal ausfällt. Wer mit Rollator ein- oder aussteigt, dürfte halb auf dem Radweg stehen. Konflikte zwischen Radfahrern und Fahrgästen sind entsprechend weiter vorprogrammiert. Radfahrer müssen natürlich warten, wenn der Bus hält und Fahrgäste ein- oder aussteigen möchten, aber das steht leider nur auf dem Papier.

Fahrgaststreifen vor dem Life
Bild 2: Neu gestaltete Haltestelle zum barrierefreien Ein- und Aussteigen (25.10.2017) © Thomas Irlbeck
Fahrgaststreifen vor dem Life
Bild 3: Detail Fahrgaststreifen (25.10.2017) © Thomas Irlbeck

Wie es aussieht, wird sich zumindest im Südbereich der Kreuzung an der eigentlichen Verkehrsführung und der Anzahl der Fahrspuren nichts ändern (Bild 4). Wer auf der Höhe des Life die Albert-Schweitzer-Straße passiert, um die stadteinwärtige Bushaltestelle zu erreichen will, dürfte weiter gefährlich leben. Hier sollte jeder den kleinen Umweg über den Nordbereich in Kauf nehmen. Auch die U-Bahn-Unterführung Quiddestraße noch ein Stück weiter nördlich ist eine gute und sichere Passiermöglichkeit, wenngleich sie halt noch ein paar Meter mehr bedeutet – und auch ein Treppensteigen, was mit Kinderwagen oder Rollator kaum zumutbar ist.

Viele Fahrstreifen vor dem Life
Bild 4: Die Fahrbahn bleibt auf Höhe des Life sehr breit (25.10.2017) © Thomas Irlbeck

Fazit: Die Verkehrssituation vor dem Life wird für Fußgänger und Radfahrer verbessert, aber wird wohl nicht wirklich optimal werden.

Kommentar zu einem ehemals vorbildlichen Verkehrssystem: Neuperlach wurde als Auto- und Fußgänger-/Fahrradfahrer-/Kinder-freundliche „Stadt in der Stadt“ geplant und gebaut. Der Autoverkehr und der Fußgängerverkehr wurden getrennt, das geschaffene Fußwegsystem mit seinen vielen Brücken und Unterführungen ist (war) vorbildlich. Nach dem Abriss des Plett-Zentrum wurde das Fußwegsystem leider unterbrochen und nie wieder ganz hergestellt. Im Gegenteil: Die Kreuzung vor dem Life wurde zur wohl verkehrsmäßig gefährlichsten Stelle – nicht nur wegen des gestiegenen Verkehrsaufkommens, sondern da man auch noch einige zusätzliche Ein- und Ausfahrten hinzugebaut hat. Entsprechend ist die Kreuzung sehr unübersichtlich geworden, es wird in alle möglichen Richtungen (nicht immer ganz legal) abgebogen, irgendwo dazwischen stehen die Fußgänger, die da auch rüber möchten. Jetzt endlich wird nachgebessert. Aber es wird nicht alles korrigiert werden. Der alte, großzügige Fußweg zwischen Life und LAO fehlt weiterhin, es bleibt nur die Nutzung des Parkplatzes (mit der Thermometer-Uhr), der neue, aber schmale Fußweg am Life entlang oder die viel zu schmale Passage längs des Bürohauses an der Albert-Schweitzer-Straße.

Update 18./19.12.2017

Die Arbeiten wurden nun weitgehend abgeschlossen. Leider wurde keine Fußgängerampel realisiert. Das Überqueren der Albert-Schweitzer-Straße wird durch die Aufpflasterungen auf den Parkstreifen etwas vereinfacht (Foto). Es müssen aber weiterhin drei Fahrstreifen überquert werden. Im dichten Verkehr ist es aber nicht immer ganz einfach, eine Lücke zu finden. Da wäre mehr drin gewesen!

Viele Fahrstreifen vor dem Life
Bild 5: Nur eine kleine Verbesserung – das ist in keinem Verhältnis zum Aufwand (18.12.2017) © Thomas Irlbeck

Der Blick Richtung Bushaltestellen. Neu ist, man darf auch von dem Parkplatz des Bürohauses Albert-Schweitzer-Straße nicht mehr nach links abbiegen, siehe durchgezogene Linie. Mal sehen, wie viele sich daran halten und ob dies wirklich zu einer Entschärfung der Kreuzung beiträgt. Heute war das Ergebnis jedoch nüchtern. Vier Autos fuhren aus dem Bürohaus-Parkplatz raus und alle bogen verbotswidrig nach links ab und fuhren über die durchgezogene Linie.

Viele Fahrstreifen vor dem Life
Bild 6: Durchgezogene Linie. Nun darf aus keinem der Parkplätze (rechte Seite) mehr nach links abgebogen werden (18.12.2017) © Thomas Irlbeck

Ramponierte Barrierefreiheit am LAO – jetzt wird nachgebessert (Update 24.01.2018)

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LAO Rampe
Bild 1: Die viel zu steile Rampe (01.10.2017) © Thomas Irlbeck

Die Fußgängerbrücke zwischen dem LAO (Leben am Ostpark, im Volksmund wegen der vier an Sprungschanzen erinnernden Gebäudebestandteile auch als (Vier-)Schanzenhaus bekannt) und der Allianz-Versicherung hat eine wichtige Funktion. Sie stellt eine Verbindung her zwischen der Gegend um das Plett-Zentrum (Einkaufszentrum Life, Bürohaus Albert-Schweitzer-Straße, Quiddestraße (U-Bahn)) und der anderen Straßenseite der Ständlerstraße Richtung pep und Stadtteilbibliothek.

Flach ist nur bei Witzen schlecht!

Die Treppe mit integrierter Rampe zur Brücke wurde aber viel zu steil gebaut (Neuperlach.org berichtete), was zur massiven Kritik führte. Mit dem Rollstuhl ist sie unbezwingbar, aber es haben auch viele mit Kinderwagen und Fahrrad (schiebend, versteht sich) ihre Schwierigkeiten, speziell, wenn es nass und glatt ist. Manche haben Angst oder es fehlt ihnen einfach die Kraft. Denn gefühlt geht es da fast senkrecht rauf, tatsächlich sind es aber „nur“ etwa 65 %, was aber natürlich dennoch viel zu steil ist. Denn empfohlen sind für Rollstuhl-fähige Rampen maximal 6 % Steigung. Von Barrierefreiheit ist man hier also weit entfernt.

Schildbürgerstreich mit Warnschild

Die Rampe ist so gefährlich, dass sogar ein Warnschild angebracht wurde und eine mächtige Umlaufsperre, damit jeder schön abgebremst wird und da nicht versehentlich runterfährt. Ich kenne selbst Leute, die haben beim Runterschieben ihres Fahrrades die Kontrolle verloren, wodurch das Rad die Treppe runtergekracht ist. Unfälle, bei denen es nicht nur Sachschaden, sondern auch Verletzungen gibt, sind zumindest nicht auszuschließen.

Bauarbeiten laufen bereits

Nun aber wird hier nachgebessert und eine weit weniger steile Rampe nachgerüstet. Die Bauarbeiten laufen bereits. Da die neue Rampe quer zur bestehenden verläuft und damit das breite LAO-Grundstück ausreizt, wird sie weitaus weniger steil ausfallen. Warum nicht gleich, muss man sich fragen.

LAO Rampe
Bild 2: Schildbürgerstreich mit ausnahmsweise berechtigtem Schildern: Nicht ohne Grund wird hier gewarnt (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 3: Die Abhilfe naht. Die Rampe ist bereits im Bau. Da sie quer zur bestehenden Rampe angelegt wird, kann sie weit flacher verlaufen (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 4 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 5 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 6 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 7 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update (14.10.2017)

Es geht rasch voran. Die Geh- und Fahrbahnen der Rampe lassen sich bereits erahnen.

LAO Rampe
Bild 7 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 8 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 9 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 10 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update 31.10.2017

LAO Rampe
Bild 11 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 12 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 13 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 14 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 15 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update 14.12.2017

Die neue, flachere Rampe am LAO ist nun asphaltiert und steht kurz vor der Fertigstellung. Derzeit muss man noch die alte Rampe bemühen, doch schon in den nächsten Tagen soll die neue Rampe freigegeben werden. Ein schönes Weihnachtsgeschenk nicht nur für alle Neuperlacher!

LAO Rampe
Bild 16 (14.12.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 17 (14.12.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 18 (14.12.2017) © Thomas Irlbeck

Update 27.12.2017

Leider hat es nicht geklappt mit dem Weihnachtsgeschenk. Die Rampe ist noch nicht freigegeben. Es fehlt vor allem noch das Geländer. Derzeit muss noch die alte Rampe benutzt werden.

Update 24.01.2018

Leider gibt es immer noch keine Freigabe der Rampe. Die Arbeiten ruhen, optisch hat sich nichts mehr getan.

Bahnhof Perlach wird barrierefrei – Stand der Bauarbeiten

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Der Bahnhof Perlach wird derzeit barrierefrei ausgebaut. Es werden Fahrstühle eingebaut und die Bahnsteige angehoben. Die Arbeiten starteten Ende April 2017. Der Betrieb geht weiter, allerdings ist derzeit nur ein Gleis befahrbar. Die Fotos zeigen den aktuellen Stand.

Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 1 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 2 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 3 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 4 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 5 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 6 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 7 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 8 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 9 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck

Nach nur drei Jahren – Rollstuhllift soll wieder weg

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Einbau des Rollstuhllifts 2010 (Archivbild). Nach nur knapp über drei Jahren soll der Rollstuhllift demontiert und entsorgt werden. Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung der Monteure (29.04.2010) © Thomas Irlbeck

Vor etwas mehr als drei Jahren wurde in meinem Haus ein Rollstuhllift eingebaut (Neuperlach.org berichtete). Damit wird die Treppe zum Hochparterre überwunden und der Zugang zu den Wohnungen barrierefrei. Bezahlt wurden Anschaffung, Einbau und Wartung von Herrn N., einem Eigentümer, der große körperliche Einschränkungen beim Laufen hatte. Nur die Stromkosten wurden von der Eigentümergemeinschaft übernommen. Das Nutzungsrecht für den Lift erhielt ausschließlich Herr N.

Im Januar dieses Jahres verstarb Herr N. tragischerweise. Die Erbin hat nun angeboten, den Rollstuhllift der Eigentümergemeinschaft kostenfrei zu überlassen. Nur Wartungs- und Instandhaltungskosten seien von der Eigentümergemeinschaft zu tragen.

Für mich war klar, dass man den Lift übernehmen sollte. Zum Entsorgen ist er zu schade und es ist gut, wenn er da ist – für alle Fälle. Bei der gestrigen Eigentümerversammlung war der Rollstuhllift ein Tagesordnungspunkt. Die Verwalterin mahnt mit Recht, dass jeder von uns einmal auf den Rollstuhl angewiesen sein könnte.

Dennoch entwickelt sich eine sehr negative Stimmung im Saal gegen den Rollstuhllift. Ein Eigentümer weist darauf hin, dass der Rollstuhllift so gut wie nie verwendet worden und daher sinnlos sei. Dem wird entgegnet, dass Herr N. ihn sehr wohl benutzt habe – zumindest in den letzten Monaten, in denen er im Rollstuhl gesessen sei und nicht mehr auf Krücken gehen konnte. Der Eigentümer kontert, der Lift wäre an der falschen Hausseite eingebaut worden – nämlich am Hintereingang und nicht am Vordereingang.

Der Einbau des Rollstuhllifts schreitet voran (Archivbild von 2010) © Thomas Irlbeck

Ich erwidere, dass es nicht anderes möglich gewesen sei, da nach der Türe des Haupteingangs (Südseite) im Flur noch einmal ein paar Stufen kämen. Die Fahrstühle wären so nicht barrierefrei zu erreichen gewesen. Der Hintereingang (Nordseite) ist dagegen höher und man steht nach dem Öffnen der Türe schon niveaugleich vor den Fahrstühlen.

Außerdem ist ja die Tiefgarage auf der Nordseite der Wohnanlage, die Südseite wäre noch weniger unpraktisch. Der Eigentümer beschreibt, wie umständlich der Rollstuhllift für Herrn N. gewesen sei. Aus der Tiefgarage habe Herr N. die normale Autorampe nach oben fahren müssen, da es sonst nur Treppen nach oben gebe. Dort sei er aber dann am anderen Ende der Wohnanlage rausgekommen und habe über die Lieferzufahrt quasi wieder zurückfahren müssen.

Ein anderer Eigentümer ruft „Wir übernehmen den Rollstuhllift nicht“ und muss sich belehren lassen, dass darüber alle Eigentümer abzustimmen hätten. Von verschiedenen Eigentümern wird auf die nicht geringen Wartungskosten hingewiesen. Außerdem könnte es ja mal gesetzliche Änderungen geben und dann müssten Sicherheitseinrichtungen für viel Geld nachgerüstet werden. Aufhänger dafür waren die Fahrstühle der Wohnanlage, die erst vor kurzem ausgetauscht wurden und jetzt mit einem Kabinenabrutschschutz versehen werden müssen.

Die Plattform wird mal testweise aufgeklappt (Archivbild von 2010) © Thomas Irlbeck

Für mich ist das nicht überzeugend. Hin und wieder sehe ich einen Mann (Bewohner oder Besucher?), der im Rollstuhl sitzt und, da er keinen Schlüssel für den Lift besitzt, in einer strapaziösen und langwierigen Prozedur von seiner Begleiterin die Treppe „hinaufgestützt“ wird. Im Saal ist aber niemand, der nicht mehr Treppensteigen kann. Viele Eigentümer sind allerdings bereits jenseits der 70, da kann man nicht erwarten, dass es mit dem Laufen für alle Ewigkeit so gut funktionieren wird.

Dann kommt es, wie ich es vor Beginn der Versammlung nicht erwartet hatte. Mit gewaltiger Mehrheit wird der Antrag auf die kostenfreie Übernahme abgelehnt. Ich stimme mit „Ja“, aber ich bin fast der Einzige, der sich für die Übernahme ausspricht.

Nun wird der Rollstuhllift also demontiert und entsorgt. Es sei denn, es meldet sich noch jemand, der bereit ist, den Rollstuhllift in Eigenregie und auf eigene Betriebskosten zu übernehmen.

Einen heben

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Die Monteure wirken routiniert. Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung der Monteure (29.04.2010) © Thomas Irlbeck

In meinem Haus wurde heute ein Rollstuhllift eingebaut, der dem Haus zur Barrierefreiheit verhilft und die ersten 7 Stufen=rund 1,50 Meter vom Erdgeschoss zum Hochparterre überbrückt. Die Hausverwaltung sprach abwertend, mindestens aber unüberlegt von einem Behindertenlift (Neuperlach.org berichtete, ist aber auch nicht besser, wie die Überschrift beweist). Die Anzahl der Fahrstühle erhöht sich auf damit im Haus auf vier. Neben diesem neuen Lift gibt es noch zwei normale Personenfahrstühle sowie einen Lastenaufzug.

Passt alles? (29.04.2010) © Thomas Irlbeck
Die Plattform wird mal testweise aufgeklappt (29.04.2010) © Thomas Irlbeck

„Behindertenlift“

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So ein Aufzug (oder ein ähnlicher) wird wohl bald an meinem Haus errichtet. Auf dem Bild ist ein Wohnhaus in der Nähe zu sehen (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Heute erhielt ich ein Schreiben von meinem Verwalter. Unter anderem wurde ich darüber informiert, dass in meinem Haus am rückwärtigen Eingang ein „Behindertenlift“ eingebaut werden solle. Dieser soll die ersten ca. 1,50 Meter zwischen Erdgeschoss und Hochparterre überbrücken und damit eine Barrierefreiheit herstellen. Der Begriff „Behindertenlift“ wird in den nachfolgenden Ausführungen des Verwalterschreibens durchgehend weiterverwendet.

Vor einiger Zeit empfahl mir ein Internetbekannter, dass man nicht mehr „Behinderter“ sagen sollte. Es hieße jetzt „Mensch mit Mobilitätseinschränkungen“. Recht hat er. Denn damit steht der Mensch wieder im Vordergrund und wird nicht auf seine Einschränkung reduziert. Der Bekannte kritisierte seinerseits noch mal die Terminologie, als eine Zeitung den Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl sprachlich in einen „Behindertenstuhl“ (Seite nicht mehr verfügbar) setzte. Warum spricht mein Verwalter nicht einfach von einem „Rollstuhlaufzug“?

Was das Hochparterre mit dem Lügenbaron Münchhausen verbindet

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Barrierefreiheit mal anders. Gesehen an einem Wohnhaus am Karl-Marx-Ring (21.05.2009) © Thomas Irlbeck

Auf das Hochparterre wird heute in vielen neu gebauten Wohnhäusern verzichtet. Nicht wegen der Barrierefreiheit, sondern wohl eher deshalb, um bei der erlaubten Bebauungshöhe eine zusätzliche Etage unterbringen zu können. Es geht also nur ums liebe Geld.

Dabei waren früher Wohnhäuser ohne Hochparterre typische Arme-Leute-Häuser, die besseren Häuser hatten Hochparterre. Schließlich schützt das Hochparterre vor neugierigen Blicken vom Bürgersteig in die Zimmer.

Neuperlach ist ja, wie hier immer wieder gepredigt wurde, architektonisch gar nicht so schlecht. Folglich ist das Hochparterre hier – im „anderen“ München – weit verbreitet. Doch wie kommen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen in ihre Wohnungen, wenn es erst ein paar Stufen zu erklimmen gilt?

Ganz einfach: Ein zusätzliche Fahrstuhl muss eingebaut werden, der die ersten 1,50 Meter überwindet. Mit dem Stemmeisen wird ein Teil vom Eingang weggeschlagen (frei nach Torfrock: Ratatazong, ratatazong – weg ist der Beton), dann kommt der freundliche Monteur und errichtet die Vertikalbeförderungseinrichtung.

Münchhausen
„Münchhausen“, Bronzeskulptur, 1971 von Marlene Neubauer-Woerner geschaffen, gesehen an der Außenfassade der Grundschule an der Max-Kolmsperger-Straße (21.05.2009) © Thomas Irlbeck

Es geht übrigens auch anders: Man kann Häuser bauen, die Hochparterre haben, und dennoch den normalen Fahrstuhl so konstruieren, dass er sowohl im normalen Parterre als auch im Hochparterre hält. Dazu braucht man natürlich einen (zusätzlichen) Eingang auf Straßenhöhe. Auch braucht die Fahrstuhlkabine konstruktionsbedingt zwei Türen.

Ein ebenso ungewöhnliches Beförderungsmittel hat der berühmte Lügenbaron Münchhausen gewählt. Er lässt sich auf einer Kanonenkugel aus einer belagerten Festung herausschießen. Das Haus mit dem Rollstuhlaufzug und die Münchhausen-Skulptur sind übrigens nur wenige Meter voneinander entfernt. Sie verbindet damit mehr als nur die Entscheidung für ein spezielles Beförderungsmittel.

Mehr Kunst gibt es in der Kunst-Rubrik von Neuperlach.org.