Waldtrudering: Auf einem Waldgrundstück müssen sämtliche Eschen gefällt werden! (Update 10.07.2019)

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Eschen-Fällen Jagdhornstraße
Bild 1 (04.07.2019): Die heimlichen Stars sind die auf den ALB abgerichteten Spürhunde. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Eschen-Fällen Jagdhornstraße – Map
Bild 2: In dem Waldgebiet müssen alle Eschen gefällt werden. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Auf dem Waldgrundstück an der Jagdhornstraße, Ecke Otto-Lederer-Weg, in Waldtrudering müssen sämtliche Eschen gefällt werden (das berichtet die Süddeutsche Zeitung). Das bedeutet, dass fast alle Bäume der Säge zum Opfer fallen. Nur rund 5 % der Bäume sind anderen Baumarten zuzurechnen, sie versucht man zu erhalten. Grund dafür ist das Eschentriebsterben, das durch den Pilz Falsches Weißes Stengelbecherchen (Hymenoscyphus pseudoalbidus) ausgelöst wird. Dieser Pilz breitet sich über den Blattstiel in die Zweige und weiter in den Stamm aus. Als Folge kommt die Wasserversorgung des Baumes zum Erliegen, und der Baum stirbt ab.

Schlimmer: Die Bäume werden dann von einem zweiten Pilz befallen, der eine selektive Weißfäule hervorruft und die Wurzeln zerstört. Der Baum ist schließlich derart instabil, dass er zur enormen Gefahr wird. Nicht nur Äste können sich selbstständig machen, die Bäume können auch umstürzen, vor allem, wenn ein Sturm aufkommt. Die Eschen auf dem Grundstück sind bereits schwer geschädigt oder gar abgestorben. Sie sind nicht mehr zu retten.

Das Aus für die Eschen

Laut Aussage des Försters haben die hiesigen Eschen keine Abwehrstoffe gegen den eingeschleppten Pilz. Es könnte hunderte, gar tausende  Jahre dauern, bis neuen Eschenpopulationen natürliche Resistenzen dagegen aufgebaut hätten. Daher gingen viele Experten davon aus, dass der komplette alte Bestand an Eschen in wenigen Jahren Geschichte ist.

Andere Baumarten seien nicht von diesem Pilz betroffen. Entsprechend würden Eschenwälder durch andere Arten ersetzt – durch den Menschen oder auch auf natürlichem Weg.

Das Gebiet liegt auch noch in der ALB-Quarantänezone

Jetzt kommt es noch dicker: Das Grundstück liegt zudem größtenteils in der Quarantänezone des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB). Daher muss das Holz durch Spürhunde (siehe Bild 1), die speziell auf den ALB trainiert sind, untersucht werden. Befallenes Holz wird kleingehäckselt und zusätzlich verbrannt, um möglichst sämtliche Individuen des Laubholzbockkäfers zu vernichten.

Spürhunde die heimlichen Stars

Die Hunde sind die heimlichen Stars. Ohne ihren Geruchssinn und ihre Lernfähigkeit hätte sich der Asiatischen Laubholzbockkäfers wahrscheinlich bereits viel weiter ausgebreitet.

Das Waldgebiet ist übrigens Landschaftsschutzgebiet. Damit ist keine Bebauung möglich. Das sage ich explizit, um Gerüchten oder Verschwörungstheorien, hier könnte irgendetwas getrickst worden sein, um Bauland zu generieren, vorzugreifen. Für die gefällten Bäume wird es Ersatzbepflanzungen geben, für die 3 Jahre Zeit besteht.

Eschen-Fällen Jagdhornstraße
Bild 3 (04.07.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Eschen-Fällen Jagdhornstraße
Bild 4 (04.07.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Eschen-Fällen Jagdhornstraße
Bild 5 (04.07.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Eschen-Fällen Jagdhornstraße
Bild 6 (04.07.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Eschen-Fällen Jagdhornstraße
Bild 7 (04.07.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Eschen-Fällen Jagdhornstraße
Bild 8 (04.07.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Eschen-Fällen Jagdhornstraße
Bild 9 (04.07.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Update 08.07.2019

Häckseln von Holz vor Ort, bei dem der Verdacht besteht, es ist vom ALB befallen. Nach dem Häckseln geht der Holzabfall in die Verbrennungsanlage.

Eschen-Fällen Jagdhornstraße
Bild 10 (08.07.2019) © Thomas Irlbeck
Eschen-Fällen Jagdhornstraße
Bild 11 (08.07.2019) © Thomas Irlbeck
Eschen-Fällen Jagdhornstraße
Bild 12 (08.07.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Update 10.07.2019

Viel steht hier nicht mehr.

Eschen-Fällen Jagdhornstraße
Bild 13 (10.07.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Piederstorfer: Anzeichen für baldigen Abriss mehren sich (Update 08.03.2018)

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An unserem Piederstorfer Kieswerk mehren sich die Anzeichen für einen baldigen Abriss. Das Werkstor wurde entfernt und durch einen Bauzaun ersetzt. Am danebenliegenden Feld werden offenbar Grundwasser-Probebohrungen vorgenommen. Lange wird es wohl nicht mehr dauern, dann kommt die Abrissbirne, und die Arbeiten für den Bau von Wohnhochhäusern für 3.000 Menschen werden beginnen.

Kieswerk Piederstorfer
Bild 1: Das Gelände aus der Ferne betrachtet. Links sind Wohnhäuser am Karl-Marx-Ring zu sehen (28.01.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 2 (28.01.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 3 (28.01.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 4: Das Werkstor wurde durch einen Bauzaun ersetzt (28.01.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 5 (28.01.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 6: Auch auf dem Werksgelände ist weiter hinten ein Bauzaun zu erkennen (28.01.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 7: Probebohrungen. Im Hintergrund Wohnhäuser … (28.01.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 8: … am Karl-Marx-Ring (28.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 30.01.2018

heute gab es weitere bauvorbereitende Maßnahmen. Am Kieswerk wurden die Bäume von einem Bagger herausgerissen. Über die Grundwasserbohrungen habe ich ja bereits berichtet, sie wurden heute fortgesetzt. Lesereinsendung von Sylvia Deufel, vielen Dank für die eindrucksvollen Fotos!

Kieswerk Piederstorfer
Bild 9 (30.01.2018). Foto: Sylvia Deufel
Kieswerk Piederstorfer
Bild 10 (30.01.2018). Foto: Sylvia Deufel

Update 31.01.2018

Heute waren wieder bauvorbereitende Maßnahmen zu beobachten. Der Acker, der hier zu sehen ist, wird auch komplett bebaut. Es wird sich hier sehr, sehr viel ändern. 1.300 Wohnungen entstehen, das ist etwas mehr als die Größenordnung 2 × Marx-Zentrum.

Kieswerk Piederstorfer
Bild 11 (31.01.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 12: Das Graffito (rechts) gibt es weiter unten noch in größeren Darstellungen (31.01.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 13 (31.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 01.02.2018

Das Piederstorfer darf noch einmal ein Schneekleid anlegen.

Kieswerk Piederstorfer
Bild 14 (01.02.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 15 (01.02.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 16 (01.02.2018) © Thomas Irlbeck

Update 05.02.2018

Wie ich bereits am 31.01. zeigte, wurde unser kurz vor dem Abriss befindliche Kieswerk Piederstorfer mit einem Graffiti versehen („Duck“). Bislang unveröffentlichte Bilder vom 28.01. zeigen außerdem Graffiti auf der anderen Gebäudeseite, die ich aber auch heute nicht zeige. Schauen wir uns lieber das Kieswerk in heute entstandenen Aufnahmen von der Niederalmstraße aus an, in verschiedenen Ansichten und auch mit dem Duck-Graffiti!

Kieswerk Piederstorfer
Bild 17 (05.02.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 18 (05.02.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 19 (05.02.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 20 (05.02.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 21 (05.02.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 22 (05.02.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 23 (05.02.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 24 (05.02.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 25: Weiterhin vor dem Gelände mit dem Kieswerk Piederstorfer, aber jetzt ein Schwenk Richtung Heizwerk Perlach und die Häuser am Annette-Kolb-Anger (05.02.2018) © Thomas Irlbeck

Update 08.03.2018

Es wurden weitere bauvorbereitende Maßnahmen durchgeführt. Dabei wurden Bäume gefällt und Sträucher entfernt. Bäume, die erhalten werden können, wurden durch Holzzäune gesichert.

Kieswerk Piederstorfer
Bild 26 (08.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 27 (08.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 28 (08.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 29 (08.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 30 (08.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 31 (08.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 32 (08.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 33 (08.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 34 (08.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 35 (08.03.2018) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 36 (08.03.2018) © Thomas Irlbeck

Schlag den Kahl – alle Bäume weg und ratet mal, was als Ersatz „gebaut“ wurde

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Einen ganz besonderen Kahlschlag hat man sich am Karl-Marx-Ring, Ecke Gerhart-Hauptmann-Ring, genauer an der grünen Brücke, die das Graf-Zentrum mit dem Sudermann-Zentrum verbindet., geleistet. Vor einer Wohnanlage hat man sämtliche Bäume geopfert. Ein Verdacht scheint sich zu bestätigen. Doch, der Reihe nach: Vor einiger Zeit sah es hier noch so aus, wie es die Vogelperspektive von Bing zeigt (im Bild unten in der Mitte, am linken Ende der geschwungenen Brücke), nämlich schön grün.

Am 8. März dieses Jahres sind die Bäume verschwunden, nur noch die Stümpfe sind zu sehen (Foto links). Am 22. März sieht es so aus, als würde man dort eine Baustellenzufahrt oder einen breiten Fußweg errichten (Foto Mitte). Doch auch damals spekulierte ich schon, es entstünde eine Feuerwehrzufahrt bzw. die zugewachsene Feuerwehrzufahrt würde wiederhergestellt. Heute bestätigte sich das mit der Feuerwehrzufahrt (rechtes Foto).

Bäume gefällt Karl-Marx-Ring/Gerhart-Hauptmann-Ring
Bäume weg (08.03.2013) © Thomas Irlbeck
Bäume gefällt Karl-Marx-Ring/Gerhart-Hauptmann-Ring
Bäume weg, was entsteht denn da? (22.03.2013) © Thomas Irlbeck
Bäume gefällt Karl-Marx-Ring/Gerhart-Hauptmann-Ring
Brandschutz durch Feuerwehrzufahrt (15.04.2013) © Thomas Irlbeck

Der Grund für das Fällen der Bäume bleibt aber Spekulation. Laut eines Anwohners waren die Bäume krank und mussten daher weichen. Möglich, aber unwahrscheinlich, dass sämtliche Bäume gleichzeitig so schwer krank sind. Ich habe einen anderen Verdacht: Die Bäume standen immer schon nahe am Haus, Feuerwehrfahrzeuge konnten die Zufahrt wegen der inzwischen mächtigen Bäume sicherlich gar nicht mehr oder nur noch mit Mühe befahren. Man hätte die Bäume massiv an der Hausseite beschneiden können, dann wäre der Weg eventuell wieder frei gewesen. Möglicherweise reichte dies der Brandschutzdirektion aber nicht. Wie gesagt, ich habe keine näheren Informationen, daher sind auch andere Gründe denkbar. Die Wiederherstellung der Feuerzufahrt durch eine amtliche Anweisung scheint mir am plausibelsten zu sein. Wer weiß mehr? Schade auf jeden Fall, dass unser grünes Neuperlach an einigen Stellen wieder grau wird.

Plett-Zentrum: Zu fällen einen schönen Baum, braucht’s eine halbe Stunde kaum …

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Zu fällen einen schönen Baum,
braucht’s eine halbe Stunde kaum.
Zu wachsen, bis man ihn bewundert,
braucht er, bedenk‘ es, ein Jahrhundert.

Eugen Roth

Neues Plett-Zentrum (Modell)
Das Modell des neuen Plett-Zentrum (Einfärbung durch Neuperlach.org). Quelle: KSP JÜRGEN ENGEL ARCHITEKTEN GmbH. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Paulus2 Immobilien GmbH

Ein neues Wohn- und Gewerbezentrum soll an der Plettstraße 19 entstehen (Neuperlach.org berichtete), die Wohnungsnot ein klein wenig gelindert werden.

Derzeit steht noch die Ruine des alten Plett-Zentrum, genauer noch der Westteil. Neuen Plänen ist oft die Natur im Weg. So auch hier. Für das Grundstück ist es ein Neuanfang, für die Bäume das Ende. Unzählige Bäume wurden heute als bauvorbereitende Maßnahme geopfert.

Die obige Abbildung zeigt als Erinnerung ein Modell des neuen Plett-Zentrum (blau eingefärbt, die anderen Gebäude stehen bereits).

Nun die Bilder von heute:

Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
Man schaue genau hin: Auch ein Fahrrad wurde offenbar „gefällt“ (22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
Das also ist der Ayinger Hof (22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck

Zum Vergleich, so sah es noch letztes Jahr aus:

Plett-Zentrum
(11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
(11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
(11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
(11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
(11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
(11.08.2011) © Thomas Irlbeck