Die Maikäfersiedlung wird immer kleiner (Update 17.06.2018)

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Die Maikäfersiedlung, in der Nähe des Michaelibad gelegen, wird immer kleiner. Immer mehr der veralteten Gebäude, die von 1936 bis 1939 erbaut wurden, werden abgerissen. Werfen wir einen Blick auf die Baustelle, auf der Neues entsteht, aber auch auf noch bewohnte Häuser.

Maikäfersiedlung
Bild 1: Maikäfersiedlung am Eck Bad Schachener Straße/Krumbadstraße (22.08.2017) © Thomas Irlbeck
Maikäfersiedlung
Bild 2 (22.08.2017) © Thomas Irlbeck
Maikäfersiedlung
Bild 3 (22.08.2017) © Thomas Irlbeck

Hier werden 91 Wohnungen mit GWG-Hausverwaltung und Arztpraxis gebaut:

Maikäfersiedlung
Bild 4: Baustelle am Eck Bad Schachener Straße/Echardinger Straße (22.08.2017) © Thomas Irlbeck
Maikäfersiedlung
Bild 5 (22.08.2017) © Thomas Irlbeck
Maikäfersiedlung
Bild 6 (22.08.2017) © Thomas Irlbeck

Update 16.06.2018

Maikäfersiedlung
Bild 7: Immer noch eine charmante Siedlung, und es ist noch viel übrig (16.06.2018) © Thomas Irlbeck
Maikäfersiedlung
Bild 8 (16.06.2018) © Thomas Irlbeck
Maikäfersiedlung
Bild 9 : Die neuen Häuser (16.06.2018) © Thomas Irlbeck
Maikäfersiedlung
Bild 10 (16.06.2018) © Thomas Irlbeck
Maikäfersiedlung
Bild 11 (16.06.2018) © Thomas Irlbeck
Maikäfersiedlung
Bild 12 (16.06.2018) © Thomas Irlbeck
Maikäfersiedlung
Bild 13 (16.06.2018) © Thomas Irlbeck
Maikäfersiedlung
Bild 14 (16.06.2018) © Thomas Irlbeck

Update 17.06.2018 – Nicht immer korrekte Begriffsverwendung „Maikäfersiedlung“

Wie mir ein Leser mitteilte, wurde der südliche Teil der Siedlung, also südlich der Bad-Schachener-Straße – und damit die Häuser, die hier zu sehen sind, ursprünglich nicht als Maikäfersiedlung bezeichnet, sondern als „Siedlung an der Haldenseestraße“. Diese Häuser, die bereits zu Ramersdorf gehören,  sind auch etwas später entstanden – in den 1940er-Jahren. Erst offenbar viel später hat man es dann nicht mehr so genau genommen und beide Siedlungen sind begrifflich teilweise verschmolzen. Das mag auch daran liegen, dass die Siedlungen nebeneinanderliegen und auch zumindest der Häuser unmittelbar an der Bad-Schachener-Straße auf beiden Seiten den gleichen Architekturstil haben (inzwischen eher hatten).

Auch die Lokalpresse schrieb zumindest in den letzten Jahren meist Maikäfersiedlung auch für den südlichen Teil. Das Gleiche gilt für Neubauplanungen aus der jüngeren Vergangenheit. In den Karten wird das gesamte Areal mit beiden Siedlungen meist als Maikäfersiedlung bezeichnet. Die Bayerische Staatszeitung hat es dagegen in einem Artikel von 2017 korrekt notiert.

 

Marx-Zentrum eingerahmt von den Telekom Ten Towers

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Marx-Zentrum eingerahmt von Telekom Ten Towers
Bild 1: Eingerahmtes Marx-Zentrum (28.05.2017). Foto: Lesereinsendung

Was für ein geniales Bild, das auf dem Olympiaberg entstand: Die „Telekom Ten Towers“ am Leuchtenbergring in Berg am Laim mit ihren verbindenden Brücken scheinen gezielt so errichtet worden zu sein, dass sie das Marx-Zentrum exakt einrahmen. Lesereinsendung, vielen Dank!

Marx-Zentrum eingerahmt von Telekom Ten Towers
Bild 2: Detail

Noch ein paar Bilder aus dem Olympiapark:

Olympiapark
Bild 3: Olympiaturm mit „Schutznetz (28.05.2017). Foto: Lesereinsendung

Im Marx-Zentrum hängt ein Taubennetz, das nur von diesem Netz am Olympiaturm übertroffen wird. Wegen einer Instandhaltungsarbeiten des Turmschafts wird/wurde ein Gerüst errichtet. Das Netz dient der Sicherheit der Arbeiter.

Olympiapark
Bild 4: Olympiaturm Detail (28.05.2017). Foto: Lesereinsendung
Olympiapark
Bild 5: Bungalows und Hochhäuser im Olympiadorf/Olympiazentrum (28.05.2017). Foto: Lesereinsendung

Wohnen in Berg am Laim: Fast wie auf Malle

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In unserem Nachbarstadtteil Berg am Laim, südlich der S-Bahn-Unterführung (Haltestelle Berg am Laim), entstehen an der Hermann-Weinhauser-Straße Wohnhäuser, die an eine Hotelanlage auf Mallorca erinnern. Mal etwas ganz anderes für München und weg von der derzeitigen Einheitsarchitektur mit weißen Quadern, die als einzige Attraktion eine leicht schwankende Breite ihrer Schießschartenfenster haben. Das hier hat zumindest Stil, es geht also!

Hermann-Weinhauser-Straße
Bild 1 (01.04.2017). Foto: J. W.
Hermann-Weinhauser-Straße
Bild 2 (01.04.2017). Foto: J. W.
Hermann-Weinhauser-Straße
Bild 3 (01.04.2017). Foto: J. W.

Griechische Schule: Ein BER in München (Update 31.05.2018)

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Griechische Schule
Bild 1: Dauerbaustelle der Griechischen Schule in München (01.04.2017). Foto: J. W.

Der BER-Flughafen ist nichts dagegen. Zumindest was die Bauzeit betrifft. Denn die Griechische Schule in unserem Nachbarstadtteil Berg am Laim an der Hachinger-Bach-Straße 14a (einige Quellen sagen abweichend Hausnummer 19) wird voraussichtlich nie fertig werden. 2001 übernahmen die Griechen das Grundstück, das neben dem Michaeli-Gymnasium liegt. Aber erst 2014 begannen nach langen bürokratischen Querelen und Stillständen endlich die Bauarbeiten. Im Juni 2016 sollte der Rohbau stehen, aber der Bau ist bis heute nur wenig über das Erdgeschoss hinausgekommen (Fotos). Da Griechenland sämtliche Fristen überschritten hat, gehört das Grundstück nun wieder der Stadt München. Die Stadt will das Gebäude nun abreißen, was aber nun an einem Schloss scheitert. Den Schlüssel dazu wollen die Griechen nicht rausrücken. Die Griechen sagen, sie hätten das Grundstück so lange in ihrer Hand gehabt, dass es weiterhin zu ihrem Hoheitsgebiet zähle.

Sogar der Bis-vor-kurzem-Außenminister Frank-Walter Steinmeier wurde eingeschaltet, der daraufhin den Griechen als Ersatz das Gelände der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein am Leuchtenbergring angeboten hat.

Quelle: Griechische Schule – Bauruine wird zum Krisengebiet (Abendzeitung, 02.02.2017)

Update April/Mai 2017

Nun drohen die Griechen mit dem Äußersten: vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu gehen. Die Stadt München widerspricht der Auffassung der Griechen, das wäre griechisches Hoheitsgebiet, denn es handle sich nicht um ein Botschafts- oder Konsulatsgelände.

Streit um Bauruine – Griechenland droht, München vor den Internationalen Gerichtshof zu zerren (Focus, 24.04.2017)

Griechische Schule
Bild 2 (03.05.2017) © Thomas Irlbeck
Griechische Schule
Bild 3 (03.05.2017) © Thomas Irlbeck
Griechische Schule
Bild 4 (03.05.2017) © Thomas Irlbeck
Griechische Schule
Bild 5 (03.05.2017) © Thomas Irlbeck
Griechische Schule
Bild 6 (03.05.2017) © Thomas Irlbeck
Griechische Schule
Bild 7 (03.05.2017) © Thomas Irlbeck
Griechische Schule
Bild 8 (03.05.2017) © Thomas Irlbeck
Griechische Schule
Bild 9 (03.05.2017) © Thomas Irlbeck
Griechische Schule
Bild 10 (03.05.2017) © Thomas Irlbeck
Griechische Schule
Bild 11 (03.05.2017) © Thomas Irlbeck

Update 31.05.2018

Nach knapp über einem Jahr habe ich die Baustelle erneut besucht. Es wurde weder weitergebaut noch die Ruine abgerissen. Nur der Himmel ist blauer, weiter Veränderungen sind nicht erkennbar.

Griechische Schule
Bild 12 (31.05.2018) © Thomas Irlbeck
Griechische Schule
Bild 13 (31.05.2018) © Thomas Irlbeck
Griechische Schule
Bild 14 (31.05.2018) © Thomas Irlbeck
Griechische Schule
Bild 15 (31.05.2018) © Thomas Irlbeck
Griechische Schule
Bild 16 (31.05.2018) © Thomas Irlbeck
Griechische Schule
Bild 17 (31.05.2018) © Thomas Irlbeck
Griechische Schule
Bild 18 (31.05.2018) © Thomas Irlbeck

Artikel vom 06.05.2018 aus dem Merkur zum Thema:

Für die Griechen läuft das letzte Ultimatum zu ihrem Schulbau in Berg am Laim. Stimmen sie nicht bis Juni einer gemeinsamen Nutzung des rund 17.300 Quadratmeter großen Grundstücks zu, wird die Stadt auf Herausgabe des Grundstücks klagen.

Villa in Baumkirchen (Das historische Haus, Folge 14)

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Villa am Tomannweg 3
Villa am Tomannweg 3 (23.02.2017) © Thomas Irlbeck

Unser heutiges historisches Haus ist eine herrliche Villa am Tomannweg im Stadtteil Baumkirchen, der zum Stadtbezirk Berg am Laim gehört. Das Gebäude, der Gartenpavillon (rechts im Bild) und die Vorgarteneinfriedung stehen unter Denkmalschutz. Der Bayerische Denkmal-Atlas weiß zu dem Gebäude Folgendes zu berichten:

Villa, zweigeschossiger Walmdachbau mit Zwerchhausrisaliten und polygonalem Erkerturm mit Zwiebelhaube, in Formen der deutschen Renaissance, von Georg Giunin, 1901; Gartenpavillon, Holzkonstruktion mit Zeltdach und Turmaufsatz, gleichzeitig; Vorgarten-Einfriedung, Pfeilgitterzaun und verputzte Mauer, gleichzeitig.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Kaufland erklärt Unabhängigkeit

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Jeder Neuperlacher kennt das Kaufland im pep. In Berg am Laim an der Berg-am-Laim-Straße 117 wird gerade ein zweites Kaufland gebaut. Das liegt übrigens sehr nahe am Prima Markt (siehe Ausweichquartier für Mix Markt-Freunde). Mit dem Bau soll die „Zentrumsmeile“ von Berg am Laim attraktiver werden. Bereits 2015 soll Eröffnung sein. Die Erschließung per Öffis erfolgt durch das Trämli 19, Haltestelle Schlüsselbergstraße.

Kaufland Berg am Laim
Bautafel (05.09.2014) © Thomas Irlbeck
Kaufland Berg am Laim
Baustelle (05.09.2014) © Thomas Irlbeck

Ausweichquartier für Mix Markt-Freunde

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Prima Markt
Prima Markt in Berg am Laim (05.09.2014) © Thomas Irlbeck
Prima Markt
Prima Markt in Berg am Laim (05.09.2014) © Thomas Irlbeck

Ende 2011 schloss der Mix Markt im Quidde-Zentrum wegen bevorstehendem Abriss seine Pforten. Doch bis heute steht das Quidde-Zentrum, ein Abrisstermin steht immer noch nicht verbindlich fest. Prinzipiell hätte der Mix Markt also bleiben können, wenngleich das ehemalige Ladenlokal des Mix Markt inzwischen so marode ist, dass er von der WSB nicht mehr vermietet wird. Zwar soll der Mix Markt in den geplanten Neubau des Quidde-Zentrum zurückkehren, aber wann dies der Fall sein wird, ist noch unklar. Da die Neubaupläne noch einmal überarbeitet werden, kommt es zu diesen Verzögerungen.

Prima Markt
Die Architektur erinnert ein klein wenig an Neuperlach (05.09.2014) © Thomas Irlbeck

Freunde russischer und osteuropäischer Spezialitäten müssen auf den Prima Markt in der Schlüsselbergstraße in Berg am Laim ausweichen. Dieser ist zwar akzeptabel durch das Trämli 19 angebunden (gleichnamige Haltestelle), das aber erst am Ostbahnhof eine Schnittstelle zur Neuperlacher U5 hat. Alternativ kann man mit dem Autobus 195, der durch Neuperlach kurvt, zur St.-Veit-Straße fahren und dann dort in den 19er hüpfen.

Auch wird der Prima Markt nicht von allen Mix Markt-Freunden als gleichwertig betrachtet, was das Warenangebot angeht.

Wer den Prima Markt besucht, hat immerhin durch den nebenstehenden Wohnblock etwas Hochhaus-Atmosphäre (Foto).

Luftschutzbau Nr. 7 – Mystische Orte (Teil 10)

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Hochbunker Josephsburg
Luftschutzbau Nr. 7 in der Sonnwendjochstraße in Josephsburg/Berg am Laim (06.02.2013) © Thomas Irlbeck

Ein Bunker hat aufgrund seiner enormen Festigkeit etwas Bewahrendes, Schützendes, etwas Ewiges. Gleichzeitig tangiert er aber immer auch das Endliche, denn er ist unauflöslich mit den Schrecken des Krieges verbunden, mit dem Vergänglichen, dem Tod. Speziell Hochbunker alter Bauart verkörpern etwas Geheimnisvolles, Mystisches. Kaum mehr als einen Steinwurf von Neuperlach entfernt steht er, der Hochbunker an der Sonnwendjochstraße, Ecke Waldstraße. Die offizielle Adresse lautet Sonnwendjochstraße 54c. Vom Bunker blickt man auf die Heinrich-Wieland-Straße, den Ostpark. Der Standort indes gehört zum Stadtteil Josephsburg und damit zu Berg am Laim.

1941 wurde der Bunker als „Luftschutzbau Nr. 7“ (im Folgenden kurz als „Nr. 7“ bezeichnet) nach Plänen von Karl Meitinger (* 1882; † 1970) errichtet, einem Münchener Architekten und Baubeamten, der sich für weitere Hochbunker wie den bekannten Hochbunker an der Blumenstraße, aber auch für diverse Schwimmbäder (Städtisches Männerfreibad in der Schyrenstraße, Frauenfreibad in den Isarauen, Nordbad …) und völlig andere Arten von Bauten, etwa Wohnanlagen, verantwortlich zeichnet.

Markant ist der achteckige Grundriss von Nr. 7, ebenso die monumentale Freitreppe. Der Stil folgt der Tradition des spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Wehrbaus. Vier Geschosse hat der turmähnliche Bau, die mit einem Zeltdach abschließen. Inzwischen steht Nr. 7 unter Denkmalschutz. Der Hochbunker ist derzeit nahezu leer und für die Allgemeinheit nicht zugänglich.

Es gibt noch zahlreiche weitere Hochbunker in München. Wikipedia listet 19 noch existierende Bauten auf. Die meisten stehen einfach leer, so wie auch Nr. 7. Manche Hochbunker werden für kulturelle Zwecke genutzt, etwa Kunstausstellungen oder als Musik- und Theaterschule. Der Hochbunker an der Claude-Lorrain-Straße in Giesing wurde gar zu einem Wohnhaus umgebaut. Wohnen hinter 2,40 Meter dicken Wänden (das ist normalerweise die Raumhöhe!), das gibt es. Nur zwei Hochbunker sind noch als Schutzbauten (in der Schleißheimerstraße und in der Blumenstraße) vorgesehen, eine Rolle, die sie hoffentlich nie mehr ausfüllen müssen.

Hochbunker Josephsburg
Bild 2 (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
Hochbunker Josephsburg
Bild 3 (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
Hochbunker Josephsburg
Bild 4 (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
Hochbunker Josephsburg
Bild 5 (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
Hochbunker Josephsburg
Bild 6 (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
Hochbunker Josephsburg
Bild 7 (06.02.2013) © Thomas Irlbeck

Anfahrt

Umgebungskarte Hochbunker
Umgebungskarte Hochbunker. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Mit dem ÖPNV erreicht man den Hochbunker am besten per Tram 19 oder Autobus 195 an der Haltestelle St.-Veit-Straße.

Die GPS-Koordinaten des Hochbunkers lauten 48.120833, 11.645278.

Über Neuperlach ins Schwarze Meer: Der Hachinger Bach – Mystische Orte (Teil 8)

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Hachinger Bach Unterbiberg
Der Hachinger Bach bei Unterbiberg (06.10.2012) © Thomas Irlbeck

Auf der Suche nach mystischen Orten in Neuperlach werden wir nun das erste Mal einen Ort finden, der tatsächlich (auch) in Neuperlach liegt und nicht haarscharf daneben. Genau genommen ist es kein Ort, sondern vielmehr ein linienförmiges Gebilde: der Hachinger Bach. An seinem Verlauf gibt es eine ganze Reihe mystischer Orte. Auch als Ort der Ruhe ist der Bach an vielen Stellen mindestens eine Kraftzone. Da auch Taufrituale an Gewässern durchgeführt werden, hat ein Gewässer grundsätzlich einen gewissen mystischen Charakter. Zudem ranken sich noch Sagen und Legenden um den Hachinger Bach, dazu später mehr. Schließlich soll noch ein Experiment den Bach „erfahrbar“ machen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Ansichtskarte Hachinger Tal
Ansichtskarte Hachinger- und Gleißental aus der Vogelperspektive (um 1909). Urheber: unbekannt, Lizenz: Public Domain

Zunächst einmal das Wichtigste: Der Hachinger Bach fließt durch Oberhaching, Taufkirchen, Unterhaching, Unterbiberg, Perlach und dann eben auch Neuperlach. Gleich hinter Neuperlach taucht dann der Bach in den Untergrund ab, worauf später noch näher eingegangen wird. Letztlich fließt der Bach über seine Folgegewässer ins Schwarze Meer.

Ein Bach ohne eindeutige Quelle – und mit ungewöhnlicher Mündung

Das zwölf Kilometer lange Gewässer beginnt in einer ehemaligen Gletscherabflussrinne zwischen Deisenhofen und Oberhaching. Dabei zeigt sich die erste Besonderheit, der Hachinger Bach hat keine eindeutige Quelle. Die Stelle, wo der Hachinger Bach in Erscheinung tritt, liegt in einem Bereich, in dem das vom Deininger Weiher ausgehende Gleißental zum Hachinger Tal wird. Auf einer Länge von rund 100 Metern tritt stetig mehr Grundwasser aus dem Boden, sodass der Boden immer mehr Feuchtigkeit aufweist, bis tatsächlich eine sichtbare Wasserrinne und damit der Bach entsteht. Da das Grundwasser ständigen Schwankungen unterworfen ist, lässt sich kein genauer Quellpunkt ausmachen. Um zu verhindern, dass das Bachbett ganz trocken fallen kann, wurde neben einem Parkweg ein Rohr installiert, das Wasser einleitet. Die Wassermenge steigt im weiteren Bachverlauf an – durch Grundwassereintritt und Zuflüsse wie den Entenbach in Taufkirchen.

Doch nördlich von Unterhaching ist der Bach in Gefahr, da die Flinzschicht, die das Wasser hält und den Bach vor einem Versickern bewahrt, stark abfällt. Ebenso sinkt das Grundwasser. Doch die Schlammablagerungen, die der Bach selbst geschaffen hat, verschonen ihn vor diesem Schicksal. Dadurch versickerte der Bach nicht mehr wie ursprünglich irgendwo kurz nach Unterhaching in der Münchner Schotterebene, sondern schaffte es noch bis zu einer Stelle, die nördlich des heutigen Ostparks liegt. Doch heute ist alles anders. Der Bach unterquert nach dem Ostpark noch die Heinrich-Wieland-Straße und hat dann noch 120 Gnadenmeter an der Oberfläche, bevor er seit 1933 in einem Einlaufbauwerk mit automatischem Schmutzrechen abtaucht. Neben dem Einlaufbauwerk wurde ein Versickerungsbecken angelegt, das bei Hochwasser Überschwemmungen verhindern soll.

Jetzt wird es unterirdisch

Der Bach fließt ab dem Einlaufbauwerk unterirdisch durch ein profanes Betonrohr bis zum so genannten Hüllgraben, einem künstlich angelegten Kanal, der am Zamdorfer Gleisdreieck beginnt. Von dort geht es oberirdisch weiter zum sogenannten Abfanggraben, der zwischen Johanneskirchen und Aschheim liegt. Dieser führt schließlich zum Mittlere-Isar-Kanal westlich von Neufinsing. Letzterer fließt dann bei Tiefenbach, westlich von Landshut, in die Isar. Diese wiederum mündet bekanntlich in die Donau und diese fließt noch „bekannlicher“ ins Schwarze Meer.

Renaturierung

Der Bach wurde wie viele Gewässer auch an vielen Stellen begradigt. Auch heute noch fließt er an manchen Stellen schnurgerade, oft sogar in einer kanalähnlichen Betonrinne. An einigen Stellen, etwa in einem Teilabschnitt in Unterbiberg, wurde aber inzwischen eine Renaturierung durchgeführt. Inwieweit diese Renaturierungen gelungen sind, zeigen die Fotos weiter unten.

Nach oben kommen!

Forderungen, den Hachinger Bach auch in Berg am Laim, wo er ja unterirdisch fließt, an die Oberfläche zu holen, gibt es immer wieder. Man hat auch eine vorbereitende Maßnahme durchgeführt und vom Einlaufbauwerk bis zum Pavillon der U-Bahn-Station Josephsburg ein Bachbett angelegt. Doch dieses ist bis heute ungenutzt. Update: 2014 soll es nun so weit sein und der Bach hier offengelegt werden.

Legende

Früher versiegte die Quelle des Baches rund alle sieben Jahre, um dann ein Jahr später wieder aufzutauchen. Dafür und auch für das Versickern des Bachs hatte man damals keine Erklärungen. Entsprechend entstanden einige Sagen, in denen dafür dem Teufel die Verantwortung dafür gegeben wurde. Ferner ist eine Sage bekannt, in der von einem Erbschaftsstreit um eine Mühle am Bach zwischen zwei Söhnen die Rede ist. Da sich die Söhne nicht einigen konnten, soll Gott höchstpersönlich die Quelle zum Versiegen gebracht haben, um die Mühle vorübergehend sinnlos zu machen.

Wortherkunft

Der Name Hachinger Bach leitet sich von Hacho ab, einem Bajuwaren, der zwischen dem 5. und dem 8. Jahrhundert Siedlungen entlang des Bachlaufs errichtete.

Das Experiment – Entlang am Hachinger Bach

In dem angekündigten Experiment möchte ich den gesamten Hachinger Bach mit dem Fahrrad abfahren und auch das ominöse Wasserrohr an der Quelle lokalisieren. Der Grundgedanke ist, dass wenn ich nach Deisenhofen auf der normalen Straße fahre, ich möglicherweise gar nichts finde, da das Wasserrohr gut versteckt und der Bachverlauf unklar sein könnten. Also fange ich lieber auf der sicheren Seite an (im wahrsten Wortsinne!), das heißt beim Einlaufbauwerk am Michaelibad. Von dort aus taste ich mich gewissermaßen zum anderen Ende der Schnur. Meine selbst gesetzte Vorgabe ist, möglichst immer am Ufer zu fahren, zumindest aber in Sichtnähe zum Bach. An Stellen, wo der Bach durch Privatgrundstücke fließt, sind Ausnahmen möglich, aber zu weit sollte ich mich nicht vom Bach wegbewegen. Alle Bilder sind übrigens in der Reihenfolge streng von der Mündung in Richtung Quelle angeordnet. Der Blick wechselt aber mitunter und geht mal in die eine und mal die andere Richtung (je nachdem, was es zu sehen gibt und auch um Gegenlichtaufnahmen möglichst zu vermeiden). Das Experiment kann beginnen. Werde ich die Aufgabe meistern und am Ende vor dem erwähnten Rohr stehen?

Noch ein Hinweis: In dem nachfolgenden Text mag man mir verzeihen, dass ich den Verlauf Richtung Quelle beschreibe und dabei immer mal wieder die Formulierungen der „Bach unterquert, schlängelt sich (oder ähnlich)“ verwende, obwohl das ja dann quasi flussaufwärts wäre. Natürlich kann selbst der Hachinger Bach nicht Richtung Quelle und auch nicht bergauf fließen. Aber es ließe sich anders nur sehr kompliziert ausdrücken, daher diese sprachliche Ungenauigkeit.

Das Einlaufbauwerk

Hachinger Bach Einlaufbauwerk
Der Hachinger Bach verschwindet im Einlaufbauwerk (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Josephsburg
Das kurze oberirdische Stück des Bachs in Josephsburg (06.10.2012) © Thomas Irlbeck

Ich starte am Einlaufbauwerk, das sich an der Kampenwandstraße befindet. Das Kleine Brauhaus Wilder Mann ist hier ganz in der Nähe. Das Gelände mit dem Einlaufbauwerk ist eingezäunt und durch Bewuchs nur schlecht einsehbar. Lediglich den Bach sieht man deutlich verschwinden, der dann auf der anderen Seite nicht mehr auftaucht und sich unterirdisch auf seine Reise gen Norden begibt. In dem kurzen Stück zwischen Einlaufbauwerk und Heinrich-Wieland-Straße hat der Bach immerhin ein würdevolles Bett.

Im Ostpark

Heinrich-Wieland-Straße
Der Bach überquert die Heinrich-Wieland-Straße. Hier ein Blick auf das kurze Stück (Blick nach Norden), das der Bach hier noch bis zum Einlaufbauwerk hat (06.10.2012) © Thomas Irlbeck

Nachdem der Bach die Heinrich-Wieland-Straße unterquert hat (Bild links), geht es ziemlich idyllisch durch den Ostpark. Es gibt diverse Brücken, auch Stellen, wo man nur mit Mühe auf einem kleinen Trampelpfad dem Gewässer folgen kann. Aber es lohnt sich. Ich zeige einfach mal einige der schönsten und typischsten Stellen. Bei einigen Bildern kann man kaum glauben, sich im künstlich angelegten Ostpark zu befinden. Es lohnt sich aber, die offensichtlichen Wege zu verlassen und dem Bach haut-, besser wassernah zu folgen.

Hachinger Bach Ostpark
Der Ostpark: So künstlich angelegt … (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Ostpark
… sieht der Park hier gar nicht aus (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Ostpark
Im Ostpark: Eine der vielen Brücken über den Bach (06.10.2012) © Thomas Irlbeck

In Neuperlach West

Nachdem der Hachinger Bach die Staudingerstraße unterquert hat, fließt er am Adolf-Baeyer-Damm durch Neuperlach West. Das Ufer ist hier schön grün angelegt, aber das Ufer ist nicht so natürlich und wild wie im Ostpark. Hier steht jedoch das Erholungserlebnis der Bürger im Vordergrund, so führen an einer Stelle z.B. Betonstufen runter zum Bach (siehe die ersten drei Bilder). Unter der Ständlerstraße verlässt der Bach schließlich Neuperlach (letztes Bild).

Hachinger Bach Neuperlach West
Der Hachinger Bach in Neuperlach West (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Neuperlach West
Hier führen Stufen runter zum Ufer (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Neuperlach West
Die Stufen nun von der anderen Seite (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Neupelach West
Hier lässt es sich wirklich gut aushalten (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Neupelach West
Auch das gibt es: eine der winzigen Inseln (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Neuperlach West
Hier unterquert der Bach die Ständlerstraße (06.10.2012) © Thomas Irlbeck

Perlach – hier ist die Zeit stehen geblieben

St. Michael, Perlach
St. Michael am Pfanzeltplatz. Foto: Rufus46 / Lizenz siehe: Wikipedia

Nach der Ständlerstraße schlängelt sich das Bächlein durch Perlach, also gewissermaßen Altperlach. Hier findet sich ein extrem abwechslungsreicher Verlauf. Es gibt wilde Stellen, aber auch gezähmte, bei denen der Bach fast schon trostlos in einer schnurgeraden Betonrinne dahinplätschert. Auffällig sind die vielen Brücken, von denen manche speziell nur für den Zugang von Einfamilienhäusern gebaut wurden. Einige der Brücken sind sehr simpel, andere aufwändiger und auch mit schwerem Gerät befahrbar.

St. Paulus Perlach
St. Paulus in der Nähe vom Pfanzeltplatz ist die älteste evangelische Kirche Münchens. Foto: Donaulustig at de.wikipedia / Lizenz siehe: Wikipedia

Die Häuser weisen meist sehr dörflichen Charakter auf, aber auch Neubauarchitektur, die verdächtig nach Einheitsarchitektur von der Stange aussieht, hat sich stellenweise breit gemacht. Einöde wechselt sich mit belebten Stellen ab. Das Zentrum ist natürlich der Pfanzeltplatz, wo auch ein Marktplatz und die meisten Läden angesiedelt sind. Viele der Geschäfte haben ihren ursprünglichen Charakter behalten, bei manchen scheint die Zeit in den 1960er-Jahren stehen geblieben zu sein.

Am Pfanzeltplatz treffen wir auch auf den ersten echten mystischen Ort, die 1728 errichtete barocke römisch-katholische Pfarrkirche St. Michael (siehe Bild links). Etwas weiter stadtauswärts – der Sebastian-Bauer-Straße folgend – kommen wir noch einmal an einer Kirche und damit an einem weiteren wirklichen mystischen Ort vorbei, der evangelisch-lutherischen St.-Paulus-Kirche (siehe Bild rechts).Es ist keine Kirche wie jede andere, es ist vielmehr die älteste evangelische Kirche Münchens. Sie wurde 1849 nach Plänen des Architekten Georg Friedrich Ziebland (* 1800; † 1873) gebaut. Von ihm stammen unter anderem auch die Staatlichen Antikensammlungen am Königsplatz.

Unter den S-Bahn-Gleisen verlässt der Bach schließlich das eigentliche Perlach. Jetzt geht es weiter durch Perlach Süd (nicht zu verwechseln mit Neuperlach Süd!).

Hachinger Bach Perlach
Eine natürlich wirkenden Stelle mit Insel (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Perlach
Hier wirkt der Bach arg kanalmäßig eingezwängt (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hofangerstraße Perlach
Hier in Perlach fühlt man sich noch fast wie auf dem Dorf (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Pfanzeltplatz Markt
Pfanzeltplatz mit Marktplatz (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Perlach
Besonderes Haus am Bach (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Perlacher Hof, Perlach
Der Perlacher Hof – natürlich – in Perlach (06.10.2012) © Thomas Irlbeck

Perlach Süd – Idylle und eine geheimnisvolle Kapelle

Obwohl es in Perlach Süd ein Gewerbegebiet gibt, befinden sich am Bach die vielleicht idyllischsten Punkte überhaupt. Der Bach fließt dabei westlich der Unterbiberger Straße und parallel zu ihr. Am Ufer führt ein einfacher Pfad. An einigen Punkten läuft der Bach fast schon spektakulär durch Privatgrundstücke und ganz nah an Privathäusern vorbei. Es gibt viel zu entdecken – interessante Brücken, ein Baumhaus und ganz besonders geformte Bäume.

Am südlichsten Zipfel von Perlach kann ein weiterer echter mystischer Ort bestaunt werden, eine Kapelle gleich neben dem Bach. Leider ist „bestaunen“ schon fast zu viel versprochen, denn das Gotteshaus steht auf einem nicht zugänglichen, eingefriedeten Privatgrundstück. Das Wohnhaus und die Einrichtungen um das Haus herum machen nicht mehr den frischsten, ja fast schon einen verlassenen Eindruck. Dem Besucher bleibt leider nur ein Blick auf die Kapelle (siehe letztes Bild). Vielleicht weiß ja einer der Neuperlach.org-Leser mehr über die Kapelle.

Hachinger Bach Perlach Süd
Jetzt wird es ziemlich privat (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Perlach Süd
Noch mal sehr privat (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinge Bach Perlach Baumhaus
Eine Brücke und ein Baumhaus (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Perlach
Baumhaus und Brücke aus der Nähe (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach in Perlach Süd
Jetzt wird es wirklich ländlich (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach in Perlach Süd
Der Hachinger Bach in Perlach Süd (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Perlach Süd
Zäune sind doch keine Hindernisse für einen Bach! (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Perlach
Ein ganz besonderer Baum (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Perlach Süd
Auch Brücken der einfachsten Art verbinden (06.12.2012) © Thomas Irlbeck
Kapelle am Hachinger Bach
Kapelle am Hachinger Bach (06.10.2012) © Thomas Irlbeck

Unterbiberg

Nun führt der Bachverlauf mich nach Unterbiberg, einem Ortsteil von Neubiberg. Hier hat der Bach richtig viel Platz. Es gibt einen Park und große Felder und es ist alles nicht so zugewachsen. Das erleichtert es auch, Bilder zu machen, die nicht wie die bisherigen den Bach vor einem eher unruhigen, grünen Hintergrund zeigen. Als Erstes komme ich an der Grundschule Unterbiberg vorbei, ein sehr farbenfrohes Gebäude, das bezeichnenderweise an der Straße „Am Hachinger Bach“ liegt. Als Nächstes führt mich mein Weg an der barocken römisch-katholischen Kirche St. Georg vorbei, dem bereits vierten mystischen Ort. Das dürfte rekordverdächtig für diese Reihe auf Neuperlach.org sein! Der Bau von St. Georg wurde 1725 begonnen und rund 20 Jahre später abgeschlossen. Der Friedhof ist übrigens noch viel älter, etwa 600 Jahre. Kurz hinter St. Georg verlasse ich den bebauten Teil von Unterbiberg. Nun wird es zunächst auf ein paar Metern fast so was wie wildromantisch, wenn man mal über die steinerne schnurgerade Kanalrinne hinwegsieht. Etwas weiter hinten wird der Bach begradigt über riesige Felder geführt. Hier sind noch keine Baumaschinen angerückt, um eine Neubausiedlung aus dem Boden zu stampfen, immerhin. Der Bach ist Hauptakteur in der Szenerie, ein Blick zurück auf St. Georg darf nicht fehlen. Nur das Rauschen der A8 im Hintergrund trübt die Stimmung.

Bald nähert sich der Bachverlauf der Autobahn. Und der Bach fließt unter der Autobahn durch. Das wäre eigentlich nicht schlimm, doch das Tunnelbauwerk hat nur einen engen Notdurchgang. Natürlich weiß ich, dass es noch andere Unter-/Überquerungsmöglichkeiten in der Nähe gibt, aber ich will ja direkt dem Bach folgen. Nur mit Mühe schaffe ich es, mein Rad in den schmalen Tunnel mit den scharfen abknickenden Mauern einzufädeln. Zum Glück leide ich nicht unter Klaustrophobie. Das gerade Stück lege ich sogar fahrend zurück, am Ende muss ich das Rad wieder ausfädeln. Geschafft!

Hachinger Bach Grundschule Unterbiberg
Die Grundschule Unterbiberg am Hachinger Bach (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Unterbiberg
Der Hachinger Bach in Unterbiberg (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach St. Georg Unterbiberg
St. Georg in Unterbiberg (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Unterbiberg
Unterbiberg: Hier wird es fast wildromantisch (06.10.2012)
Hachinger Bach Unterbiberg
Südlich von Unterbiberg, Blick zurück auf St. Georg (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Unterbiberg
Unterbiberg, im Hintergrund die A8 (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Unterbiberg
Begradigter Hachinger Bach in Unterbiberg (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach
Kurz vor der Autobahnunterführung ein Blick zurück (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Autobahn A8 Unterführung
Nicht vertrauenerweckend, aber da „muss“ ich durch (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Autobahn A8 Unterführung
Unterführung unter der A8: Bequem ist was anderes (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Autobahn A8 Unterführung
Schon etwas knapp (06.10.2012) © Thomas Irlbeck

Unterhaching

Nach der unbequemen Tunnel-Tour bin ich nun auf der anderen Seite, die zu Unterhaching gehört. Hier führt der Bach erstmals durch einen Ort, wo sich der Name des Baches auch im Ortsnamen findet. Doch die Freude währt nur kurz, der Bach verschwindet nach wenigen Metern in einem sehr gut eingezäunten Grundstück. Da geht es endgültig nicht mehr weiter, auch nicht so einfach an der Seite vorbei. Ich schaue mich ein wenig um. Ich befinde mich auf einem riesigen Parkplatz, auf dessen Ende das Geothermiekraftwerk Unterhaching liegt. Über den Parkplatz komme ich zu einer Hauptstraße, der Biberger Straße. Würde ich dieser folgen, würde ich sicherlich bald wieder auf den Bach treffen. Doch mir läuft die Zeit davon. Viel zu lange habe ich für die vielen Fotostopps gebraucht. Auch schlägt das Wetter nun so langsam um.

Hachinger Bach Autobahn A8 Unterführung
Unterführungsbauwerk für Schlanke: Da kam ich … (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Autobahn A8 Unterführung
… tatsächlich raus. Jetzt aber weiter! (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Unterhaching
Hier geht’s nicht mehr weiter. Und nun? (06.10.2012) © Thomas Irlbeck
Hachinger Bach Geothermiekraftwerk Unterhaching
Endstation Geothermiekraftwerk Unterhaching (06.10.2012) © Thomas Irlbeck

Fazit

Das Projekt Wasserrohr-Lokalisierung ist daher erst einmal gescheitert, aber gesehen habe ich dennoch eine Menge Interessantes. Einen mystischen Ort auf Neuperlacher Gebiet habe ich allerdings, wenn man strengste Maßstäbe anlegt, wieder nicht gefunden, es sei denn, man lässt den Bach als Ganzes durchgehen, wie ich es am Anfang angedeutet habe. Aber es wird sicherlich eines Tages noch einen 9. Teil der Serie geben. Dann werden die Karten neu gemischt.

Am Ende noch ein kleines Zuckerl:

Das Michaeli-Gymnasium hat gleich zweimal einen Bezug zum Hachinger Bach

Michaeli-Gmynasium
Michaeli-Gmynasium. Foto: Rufus46 (de) / Lizenz siehe: Wikipedia

Das 1971 gegründete staatliche Michaeli-Gymnasium im Stadtteil Josephsburg, der zum Stadtbezirk Berg am Laim gehört, liegt nicht nur in der Nähe des Hachinger Bachs, genauer an dem erwähnten Einlaufbauwerk, sondern hat auch eine passende postalische Adresse. Man würde sich für eine Schule von Weltruf, die rund 1.300 Schüler und rund 100 Lehrkräfte beheimatet, einen Straßennamen wie etwa Heinrich-Mann-Straße oder Albert-Einstein-Allee wünschen, doch der Betonbau liegt an der Hachinger-Bach-Straße 25. Mit etwas Augenzwinkern betrachtet nimmt der verniedlichende Name dem renommierten Gymnasium etwas von seinem Weltstadtflair. Aber München ist ja vielleicht gar keine Weltstadt, sondern eher ein Weltdorf und durch den Straßennamen wird die Schule wiederum etwas Besonderes. Sicherlich wird schon der eine oder andere mit angelsächsischen Wurzeln die Adresse falsch als „Häjtschinger Bach“ ausgesprochen haben.

Eine weitere Eigenheit des Gebäudes ist, dass man aus Gründen der Kostenersparnis das gleichzeitig im Stadtteil Fürstenried entstandene Thomas-Mann-Gymnasium nach exakt den gleichen Bauplänen errichtetet hat. Ähnliches findet man auch in Neuperlach – auch dort sehen sich die meisten Schulen zum Verwechseln ähnlich, etwa die Grundschule am Karl-Marx-Ring, die Grundschule an der Kafkastraße und (früher, vor dem Umbau) die Wilhelm-Röntgen-Realschule an der Klabundstraße. Effizienz ist alles.

Quellen