Vermisstenfall Maria und Tatiana Gertsuski – Presse spekuliert über mögliches Motiv (Update 21.08.2019)

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Maria Gertsuski
Vermisst: Maria Gertsuski (41) …

Am 13.07.2019 verschwanden die 41-jährige Maria Gertsuski und ihre 16 Jahre alte Tochter Tatiana. Beide sind russische Staatsbürgerinnen. Mutter und Tochter sollen ihre Wohnung in der Ottobrunner Straße in Ramersdorf gegen 14 Uhr verlassen habe, um das Neuperlacher Einkaufszentrum pep aufzusuchen. Im pep kamen sie aber offenbar nie an. Seither gelten sie als vermisst.

Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass der „neue“ Ehemann Roman H. (44) von Maria Gertsuski (die beiden sind seit einem Jahr verheiratet) seine Frau im Affekt getötet hat. Um die Tat zu vertuschen und die einzige Zeugin zu beseitigen, soll der Tatverdächtige seine Stieftochter ermordet haben.

Polizei such Zeugen! Sie im Bericht weiter unten

Roman H., ein Deutsch-Russe aus St. Petersburg, hat die beiden als vermisst gemeldet und sich dann bei der Befragung in Widersprüche verwickelt. Seitdem verweigert er die Aussage und sitzt nach seiner Festnahme am 21.07.2019 in Untersuchungshaft.

Tatiana Gertsuski
… und ihre Tochter Tatiana (16)

Die Ermittler glauben, dass der Tatverdächtige die Leichen im Truderinger Wald versteckt hat. Der Wald befindet sich rund zehn Autominuten von der Wohnung entfernt. Laut Zeitungsberichten (von der Polizei nicht bestätigt) sollen ein oder mehrere Zeugen dort eines der beiden Autos der Familie oder/und den Täter gesehen haben, was möglicherweise einer der Gründe dafür ist, warum die Ermittler sich auf dieses Gebiet konzentriert haben und immer noch konzentrieren. Auch soll die Familie einen Zweitwohnsitz in der Nähe des Truderinger Waldes besitzen.

Der Wald wurde bereits mehrfach von einem Großaufgebot an Einsatzkräften der Polizei durchkämmt, die Großteile des Gebietes Schulter an Schulter unter Einsatz von Stangen und Schaufeln  durchkämmt haben. Auch Leichensuchhunde sowie Hubschrauber mit Wärmebildkameras kamen zum Einsatz. Doch die Leichen wurden bis jetzt nicht gefunden.

Roman H.
Tatverdächtiger Roman H. (44)

Inzwischen hat die Polizei im Truderinger Wald eine Schmutzfangmatte und einen Teppich gefunden, die aus der Wohnung der Familie stammen, wie auf einer Pressekonferenz der Polizei am 13.08.2019 mitgeteilt wurde. Auf diesen Gegenständen wurden Blutspuren gefundenen. Ein DNA-Test ergab, es ist Blut von den beiden Vermissten. Damit gibt es praktisch keine Hoffnung mehr, dass die beiden Frauen noch leben.

Die Schmutzfangmatte wurde von der Polizei gezeigt, der Teppich wird aus ermittlungstaktischen Gründen unter Verschluss gehalten.

Die Polizei sucht weiter nach Zeugen. Speziell Spaziergänger sind gefragt, die Verdächtiges im Truderinger Wald beobachtet haben.

Schmutzfangmatte mit Blutspuren
Schmutzfangmatte mit Blutspuren. Auch wenn sie hier auf einem Weg gezeigt wird, wurde sie im Dickicht in der Nähe des Weges gefunden
Biotop/Rothsee
Truderinger Wald. Hier der Baggersee mit Biotop (Rothsee). Die Polizei nimmt an, dass die beiden Leichen hier im Wald liegen (09.08.2019) © Thomas Irlbeck

Zeugenaufruf der Polizei

Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, sich mit Hinweisen in dem Fall an die Polizei zu wenden. Sollten Sie in dem genannten Suchgebiet verdächtige Wahrnehmungen machen, verständigen Sie bitte umgehend eine Polizeidienststelle.

Zeugenaufruf:
Wir bitten Personen, die ab Freitag, 12.07. Beobachtungen, insbesondere im Bereich der Ottobrunner Straße 31 und im sogenannten Truderinger Forst nördlich der Putzbrunner Straße, gemacht haben, sich umgehend mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder auch mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Quelle: Polizeipräsidium München

Pkw der Vermissten
Pkw der Vermissten, ein Hyundai i30
Pkw des Tatverdächtigen
Pkw des Tatverdächtigen, ein VW Tiguan
Pkw des Tatverdächtigen
Pkw des Tatverdächtigen, weitere Ansicht

Mögliches Motiv des Ehemanns (Update 20.08.2019)

Wie die tz berichtet, die sich auf einen Bericht in der „Bild“ beruft, gibt es ein mögliches Motiv des Ehemanns. So sei Maria Gertsuski finanziell gut gestellt gewesen, daher könnte das Motiv hier Habgier lauten. Ferner wird berichtet, dass auch in der Wohnung Blutspuren entdeckt worden seien. Die Leichen wurden immer noch nicht gefunden.

Suche nach Leichen soll in Kürze fortgesetzt werden (Update 21.08.2019)

Der Focus spekuliert unter Berufung auf eine enge Freundin der Familie, es soll eine Trennung des Ehepaars im Raum gestanden haben, was ein mögliches Motiv des Tatverdächtigen gewesen sein könnte. Ferner berichtet das Blatt, dass die Suche nach den Leichen in Kürze fortgesetzt werden soll. Weitere Angaben dazu gibt es nicht.

Ausstellung über Waldperlach vor dem Wahllokal an der Gänselieselschule

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Kiesgrube Roth; Panorama von Süd-Ost; Friedrich-Panzer-Weg
Bild 1: Kiesgrube Roth: Panorama von Süd-Ost (Standpunkt: Friedrich-Panzer-Weg)

Zur Bundestagswahl am Sonntag, den 24. September 2017, wird im Eingangsbereich der Grundschule an der Gänselieselstraße 33 eine kleine Bilderausstellung zur lokalen Geschichte und zu Aktivitäten in Waldperlach gezeigt. Auf dem Weg zu den Wahllokalen können sich die Wähler über das „Besondere“ in Waldperlach informieren.

Die ehemalige Kiesgrube Roth ist ein Biotop geworden und kann als „Wohnzimmer“ von Waldperlach bezeichnet werden. Viele seltene Pflanzen und Tiere können da wieder beobachtet werden.

Die Entstehung der Münchner Schotterebene mit der Kiesgewinnung im Münchner Osten wird ausführlich dargestellt.

Den „Himmel über Waldperlach“ zeigt eine Fotoimpression. Waldperlach kann bei jedem Wetter schön sein!

Bis 1930 war Perlach eine selbstständige Gemeinde, und die Siedlung Waldperlach entstand ab 1912 auf dem Gemeindegebiet. Mit einem Rückblick auf die Handwerker von Perlach im 20. Jahrhundert wird die wirtschaftliche Bedeutung des ehemaligen Dorfes dargestellt.

Die Schule macht in einer Schautafel auf ihre Aufgaben und auf das kulturelle Engagement aufmerksam.

Kiesgrube Roth; Panorama von Süd-Ost; Friedrich-Panzer-Weg
Bild 2: Kiesgrube Roth, Standpunkt wie Bild 1

Dem Biotop in der Kiesgrube Roth droht das Aus (Update 17.09.2017)

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Baggersee
Der Baggersee (Rothsee) in der ehemaligen Kiesgrube Fritz Roth (Archivbild von 2009) © Thomas Irlbeck

Die ehemalige Kiesgrube Fritz Roth im Truderinger Wald gleich hinter dem Graf-Zentrum ist nicht nur für Neuperlacher ein beliebtes Naherholungsgebiet. Die Kiesgrube selbst ist schon seit rund 30 Jahren außer Betrieb. Geblieben ist der Baggersee (Rothsee), entstanden ist ein wertvolles Biotop. Diesem droht nun die Zerstörung. Das berichtet „Hallo Ramersdorf/Perlach/Berg am Laim“ in der Ausgabe vom 11. Januar 2017.

Das Problem ist der Baggersee. Dieser liegt im Wasserschutzgebiet und dessen Wasser fließt in den Versorgungsbrunnen des Förderwerks Trudering. Bei Bedarfsspitzen trägt er damit zur Trinkwasserversorgung bei. Würde nun der See verunreinigt, etwa durch Entsorgung von Abfällen, würde das Grundwasser in Mitleidenschaft gezogen werden. Es müssten dann die Eigentümer der Kiesgrube haften, wenn sich der Verursacher nicht feststellen ließe. Das Risiko wollen die Eigentümer nicht tragen. Daher haben sie bereits 2013 einen Antrag auf Verfüllung des Baggersees gestellt. Damit würde das Biotop zerstört werden. Ein Zaun könnte den See schützen, ist aber bisher an der Genehmigung bzw. an den Kosten gescheitert. Die Stadt könnte das Grundstück übernehmen, aber auch hier gibt es bislang keine Fortschritte bei den Gesprächen.

Quetschwerk Fritz Roth
Idylle in der ehemaligen Kiesgrube (Archivbild von 2014) © Thomas Irlbeck

Kommentar: Ein Zaun wäre wohl das kleinere Übel. An dem See wird gegrillt und auch übernachtet, diese Leute will man wohl weghaben, da auch dadurch eine Vermüllung und eine Verunreinigung des Sees drohen. Bislang soll es aber keine bedenklichen Vorfälle gegeben haben, es ist alles hypothetisch. Der Zaun würde das Biotop retten, aber er könnte auch den Freizeitwert des Sees reduzieren, da Wasser und wohl auch Ufer nicht mehr zugänglich wären.

Update: Kiesgrube wird vorerst nicht verfüllt (17.09.2017)

Wie „Hallo“ in seiner Ausgabe vom 13.09.2017 berichtet, wird die Kiesgrube vorerst nicht verfüllt. Die Eigentümer der Kiesgrube haben ihren Antrag auf Auffüllung des Baggersees  zurückgezogen. Das Thema Trinkwasserschutz bleibt aber aktuell. Eine Einzäunung des Baggersees ist vorerst auch nicht zu erwarten.

Das Haus am alten Kieswerk Fritz Roth (Das historische Haus, Folge 11)

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Wohnhaus Kieswerk Fritz Roth
Bild 1 (01.11.2016) © Thomas Irlbeck
Wohnhaus Kieswerk Fritz Roth
Bild 2 (01.11.2016) © Thomas Irlbeck

Unser heutiges Objekt befindet sich an der Einfahrt zur ehemaligen Kiesgrube Fritz Roth. Diese liegt gleich hinter dem Graf-Zentrum, etwas versteckt im Truderinger Wald. Das Gebiet gehört bereits zu Waldperlach.

Die Kiesgrube war über 40 Jahre in Betrieb und wurde mehrmals nach Osten vergrößert, Anfang der 1980er-Jahre kam dann das Aus. Heute ist das Gebiet der Kiesgrube mit dem Baggersee, dem Rothsee an der östlichen Grenze, als wertvolles Biotop anerkannt. Viele Neuperlacher und Waldperlacher gehen hier gerne spazieren. Wem der Ostpark zu künstlich erscheint, findet hier mehr Natur, auch wenn die Kiesgrube letztendlich ja auch etwas künstlich Geschaffenes ist.

In der näheren Umgebung des Hauses sind Technikrelikte des alten und längst abgerissenen Quetschwerks aufgestellt (imposante Bilder des alten Quetschwerks finden sich hier), es ist damit so eine Art Freiluftmuseum (Neuperlach.org berichtete).

Wohnhaus Kieswerk Fritz Roth
Bild 3 (01.11.2016) © Thomas Irlbeck

Über das Haus selbst ist wenig bekannt. Es wird als Wohnhaus genutzt, ist also nicht dem Verfall preisgegeben. Laut Bayerischem Denkmal-Atlas besteht für das Haus kein Denkmalschutz. Nur das Quetschwerk Mächler, das ein paar Meter weiter westlich am Waldrand steht und noch in Betrieb ist, ist denkmalgeschützt.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“