BA 16: U5 soll zur Metro Brunnthal verlängert werden

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Ottobrunn_Phönix-Bad
Mit der U-Bahn ins Ottobrunner Phönix-Bad? Nach dem Willen des BA 16 soll das möglich werden. Foto: LepoRello / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der Bezirksausschuss 16 (Ramersdorf-Perlach) hat sich für eine Verlängerung der U5 von Neuperlach Süd über Neubiberg (Bundeswehr-Universität) und Ottobrunn bis zum Ludwig-Bölkow-Campus (Airbus Group) in Taufkirchen ausgesprochen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. In der unmittelbaren Umgebung der geplanten Endhaltestelle befindet sich auch die Metro Brunnthal, Ikea Brunnthal und ein Baumarkt. Die Gemeindezugehörigkeit ist hier etwas unübersichtlich, denn gemeint ist nicht das reguläre Taufkirchen an der S-Bahnstation Taufkirchen, sondern eine östliche Exklave von Taufkirchen, die südlich an Ottobrunn angrenzt. Gefühlt befindet man sich eher in Ottobrunn. Durch das Grundstück von Ikea verläuft gar eine weitere Grenze, der Norden liegt noch in der Exklave Taufkirchen, der Süden bereits in Brunnthal.

Argumente für die Verlängerung

Zugzielanzeiger Neuperlach Süd
Bahnhof Neuperlach Süd. Geht es auf dem anderen Gleis irgendwann weiter nach Ottobrunn und Brunnthal? (Archivbild von 2011) © Thomas Irlbeck

Begründet wird der Vorstoß mit den zahlreichen angesiedelten Betrieben. Hier werden Ikea, Metro und der Baumarkt genannt. Man könnte nun einwenden, dass die meisten Leute zu Ikea, zur Metro und zum Baumarkt mit dem Auto fahren, da man ja Groß- und Möbeleinkäufe kaum mit der U-Bahn transportieren kann. Doch es ist hier ja einiges an Industrie, vor allem die Mitarbeiter der Airbus Group könnten von einem verbesserten ÖPNV profitieren, denn derzeit haben sie nur die wenig attraktiven Busse. Es sollen in unmittelbarer Gegend noch weitere Betriebe angesiedelt werden. Auch würden Einrichtungen in Neubiberg und Ottobrunn besser angeschlossen werden, etwa der Sportpark mit dem Phönix-Bad in Ottobrunn (Foto) und die Wohngebiete in Ottobrunn. Auch hier ist die S-Bahn weit weg, es bleibt nur der Bus.

Trassenverlauf

Die Trasse soll weitestgehend oberirdisch verlaufen. Tatsächlich findet man westlich vom Haidgraben überwiegend Acker- und Grünflächen, sodass es hier tatsächlich gelingen könnte, eine oberirdische Trasse zu bauen, in weiten Teilen sogar ohne Aufständerung.

An einigen Stellen würde die Trasse aber nicht an Gewerbegebieten vorbeiführen, sondern sehr nahe an Wohnhäusern. Hier könnten sich Anwohner durch Lärm oder Schattenwurf durch eine doch aufgeständerte Trasse gestört fühlen und entsprechend gegen den Bau mobilisieren.

Kein gänzlich neuer Plan

Man darf auch nicht vergessen, bislang ist es nur ein Plan des Bezirksausschusses, nicht der Stadt München. Der Plan ist auch nicht ganz neu. In den 1990er-Jahren wurde mal der Bau einer sehr ähnlichen solchen Trasse vorgeschlagen, aber nicht weiterverfolgt, da der damals errechnete Millionenbetrag im dreistelligen Bereich für Neubiberg und Ottobrunn nicht finanzierbar war. Ob sich das heute anders verhält, bleibt abzuwarten.

Studentenwohnheim Home Base: Es kommt Farbe ins Spiel

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Home Base
Bild 1: Modell, dem die aktuellen Fotos mittlerweile sehr nahe kommen © wob Immobilien, http://www.homebase-muenchen.de

Die letzten Wochen hat sich auch optisch viel getan am Home Base, dem neuen Studentenwohnheim am Rande des Marx-Zentrum. Es gibt übrigens nicht nur die Universitäten in Münchens Stadtmitte, die ein schönes Stück entfernt, aber mit der U-Bahn gut erreichbar sind. Es ist auch die Universität der Bundeswehr in Neubiberg zu nennen. Diese Nachbargemeinde von München liegt gleich hinter Neuperlach Süd. Mit dem Auto, mit dem Rad und auch mit den Öffis gut vom Home Base aus zu erreichen. Wer öffentlich fährt, muss einmal umsteigen: Vom Home Base mit der Ringlinie 197 zur Haltestelle Quiddestraße und von dort aus weiter mit dem Bus 199 zur Universität. Nun studiert mal schön!

Home Base vor der Fertigstellung
Bild 2: Vom Karl-Marx-Ring, Ecke Peschelanger aus gesehen. Blick gen Südosten (23.10.2016) © Thomas Irlbeck
Home Base vor der Fertigstellung
Bild 3: Vom Peschelanger gesehen, Blick Richtung Ost (23.10.2016) © Thomas Irlbeck