Was ein Frosch im Kerkerteich mit der Entlassung einer Regensburger Buslenkerin zu tun hat

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Bei meinem letzten Qi Gong-Kurs im benachbarten Stadtteil Fasangarten waren nicht alle so aufmerksam wie sonst. Ein Frosch hatte sich vor dem Fenster im Übungskerker (der im Suterraine liegt) eingenistet. Hier zeigten einzelne Teilnehmer „wie lieb“-Gefühle und schauten aus dem Fenster statt auf den Übungsleiter.

Ähnliche Gefühle hatte die Regensburger Autobusfahrerin Christina Pommerel (46). Bei einem Stopp sah sie einen Frosch auf der Straße sitzen. Da ihr Job Beförderung ist, half sie dem Frosch, der sich dann doch als Kröte herausstellte, mithilfe eines Stück Kartons auf die andere Straßenseite. Ein Fahrgast fand das gar nicht lustig und schwärzte die Busfahrerin bei ihrem Arbeitgeber an. Christina Pommerel musste nun eine ganz dicke Kröte schlucken, da ihr Arbeitgeber sie kurzerhand vom Dienst freistellte. Sie sei nicht für den Job geeignet, da sie die falschen Prioritäten setze. Dabei fährt Christina Pommerel doch schon zwölf Jahre für den Regionalbus Ostbayern (RBO). Pommerel will nun um ihren Job kämpfen – erste Signale, dass der Arbeitgeber einlenkt, gibt es bereits. Die Busfahrerin muss aber wohl Einsicht zeigen, dann hat sie Chancen, dass sie wieder hinters Steuer darf.

Quelle: Abendzeitung vom 15.04.2009, Onlineausgabe (Seite nicht mehr verfügbar)

Kommentar: Wenn jemand zwölf Jahre fährt und nicht für den Job geeignet sein soll, dann müsste dies doch früher auffallen, oder? Lasst Pommerel ans Steuer zurück!

Sei kein Frosch … (Archivfoto) © Klausi / Pixelio
… hilf mir über die Straße (Archivfoto) © Gerd Altmann (geralt) / Pixelio