Ins Schwarze getroffen: Farbspiele im Marx-Zentrum

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Marx-Zentrum
Marx-Zentrum: noch in Schwarz (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Das Marx-Zentrum und die angrenzende Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62 sind mit schwarzen Fassadenplatten verkleidet. Der Architekt wollte damit ein Schiefergebirge darstellen. Bei den Platten handelt es sich um asbesthaltige Eternit-Platten. Nun ist nichts für die Ewigkeit gemacht und eines Tages müssen die Platten ersetzt werden.

Viele finden das Schwarz bedrohlich und fordern nun, das Marx-Zentrum zu kolorieren. Dabei liegen ausgerechnet jetzt schwarze Fassaden im Trend.

Die Designerin und Grafikerin Beatrix Balazs zeigt nun in einem bemerkenswerten Video, wie ein buntes bzw. farblich verändertes Marx-Zentrum aussehen könnte.

Wichtig: Es handelt sich hierbei keineswegs um offizielle Vorschläge oder Planungen. Auch sind die Farbkonzeptionen nicht wirklich ernst gemeint, dennoch haben einige davon meiner Meinung das gewisse Etwas. Ich bin aber dennoch für Schwarz. Was ist eure Meinung?

(Link: YouTube)

Jetzt wird’s bunt! (Update 21.04.2012)

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Das hässliche Neuperlach
Bilder aus dem April 2011 © Thomas Irlbeck
Das hässliche Neuperlach
Die Schäden sind nicht zu übersehen © Thomas Irlbeck

Letztes Jahr war der Wohnblock an der Kurt-Eisner-Straße in einem bemitleidenswerten Zustand. Nun wurde eine umfassende Sanierung abgeschlossen. Neben einer Wärmedämmung erhielten die Häuser unter anderem neu gestaltete Eingangsbereiche sowie einen neuen Anstrich mit dominierendem Weiß und Fahrstuhltürmen in Rosa und Rot. Dabei wurde eine Art Farbverlauf erzeugt, die Fahrstuhltürme gehen Haus für Haus von einem startenden Rosaton immer mehr in ein knalliges Rot über. Die ersten zwei Bilder zeigen den alten Stand.

Nun ganz aktuelle Bilder. Wer ganz genau hinschaut, erkennt oben einen ganz besonderen Hausbewohner:

Kurt-Eisner-Straße
Nicht wiederzuerkennen: Der … (21.04.2012) © Thomas Irlbeck
Kurt-Eisner-Straße
… gleiche Wohnblock (21.04.2012) © Thomas Irlbeck
Kurt-Eisner-Straße
Und nun aufgenommen etwas weiter Richtung … (19.04.2012) © Thomas Irlbeck
Kurt-Eisner-Straße
… Fußgängerunterführung (19.04.2012) © Thomas Irlbeck
Scream
Und hier der besondere Bewohner gezoomt: Wer ist denn da? Horror am helllichten Tag (21.04.2012) © Thomas Irlbeck

Unterführung Neuperlach Nord im Wandel: (Noch) nicht das Gelbe vom Ei (Update 21.04.2012)

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Unterführung Neuperlach Nord
Unterführung Neuperlach Nord (19.04.2012) © Thomas Irlbeck

Sie war die Unterführung, über die man die Trambahnhaltestelle Neuperlach Nord erreichte – die Unterführung unter der Heinrich-Wieland-Straße. Sie ist aber weiter gut frequentiert und verbindet Neuperlach Nordost mit der U-Bahnstation Quiddestraße, auch wenn die U-Bahn noch ein schönes Stückchen weiter hinten ist (Richtung West).

Unterführung Neuperlach Nord
Unterführung Neuperlach Nord (19.04.2012) © Thomas Irlbeck

Nun wurde die ehemals betongraue Unterführung knallgelb gestrichen. Es fällt auf, der alte Untergrund scheint noch durch, die Kanten sind nicht sauber geworden. Entweder ist das eine Art Grundierung, die noch mal überstrichen wird, oder die Aktion war keine offizielle. Ein Bewohner berichtet, er habe Typen gesehen, die das gemacht haben, die ausdrücklich nicht so aussahen wie von einer Malerfirma. Auf den Fliesen stehe „Hier entsteht ein Graffiti“. Möglicherweise ist es auch eine Aktion, bei der die Stadt München Flächen für (legale) Graffiti zur Verfügung stellt. Was meint ihr?

Inzwischen sieht es hier so aus. Danke an Benedikt für die Einsendung:

Unterführung Neuperlach Nord
Unterführung Neuperlach Nord (21.04.2012). Foto: Benedikt Bast
Unterführung Neuperlach Nord
Unterführung Neuperlach Nord (21.04.2012). Foto: Benedikt Bast

Grüne Zähne im grellblauen Studio

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Neue Farben: Darf es ein kräftiges Rot sein? Gesehen an der Kurt-Eisner-Straße (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Vieles unterzieht sich einem Wandel. In Neuperlach etwa werden die Häuser nach Sanierungen bunter. Grautöne und eher sehr blasse Farben werden nun oft ganz schön knallig. Eigentlich bin ich ein Freund des Bunten. Inzwischen habe ich aber auch eine andere Seite gesehen, nämlich dass die Architekten Hochhäuser ursprünglich als Hochgebirgsfelsen begriffen und ihnen daher Farben verpassten, die dort, ganz weit oben, zu finden sind, also weiß, beige, braun, grau, vielleicht auch ein gepflegtes Blaugrau.

Knallige Farben sind nicht jedermanns Fall. Ich verurteile sie nicht, habe aber in letzter Zeit gemerkt, dass ein knalliger Anstrich störend sein kann, wenn man sich in einem Raum aufhält, in dem man eine solche farbliche Herausforderung beim Haus gegenüber aus dem Fenster erblicken darf. Selbst wenn man nicht gezielt aus dem Fenster schaut, wirkt das Knallige im eigenen Raum. Der ganze Raum scheint was von der Farbe abzubekommen, das ganze Licht davon infiziert zu sein. Vermutlich kann man sich daran gewöhnen. In einem Wartezimmer einer Arztpraxis in Ramersdorf war ich aber dennoch froh, als ich wieder draußen war, zu störend empfand ich das strahlende Gebäude auf der anderen Straßenseite.

Ein Zahnarzt hat sich mal beschwert, dass er nun bei der Herstellung seines Zahnersatzes Probleme mit dem Weißabgleich habe. Das grelle Dach der Trambahnwendeschleife an der Münchenr Freiheit sei schuld. Wenn Sie also jemand mit grünen Zähnen sehen, dann wissen Sie nun, zu welchem Zahnarzt er geht.

Neonblau Domian
Etwas gewöhnungsbedürftig. Der Kullttaker vor grellblauer Kulisse. Der Hirsch hebt ab bei solch berauschenden Farben. Sendung vom 17.04.2012

Auch Neonfarben sind derzeit schwer „in“. Der Nighttalker Domian ist gestern in ein neues Studio gezogen. Man hat sich an das alte Studio gewöhnt. Über viele Jahre sendete er tagtäglich oder besser „nachttäglich“ oder noch besser „nachtnächtlich“ daraus. Mir war von vornherein klar, dass es eine gewisse Zeit dauern dürfte, bis ich mich an ein neues Studio gewöhnen würde. Doch mit einer so grellen Kulisse hatte ich nicht gerechnet. Kann man sich mit dem Neonblau wirklich arrangieren? Bei den vielen Facebook- und Twitter-Reaktionen der Zuschauer fand ich keine einzige positive Meinung. Es wurde sogar der Tipp verbreitet, das TV-Bild auf Schwarzweiß zu schalten. Zumindest den WDR sollte man in WDR NEO(N) umbenennen.

Update 19.04.2012

Die Wand ist nun nicht mehr so grell, Domian hatte ein Einsehen.