Kann man über die Fassadenplatten nicht schwarz darüberstreichen?

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Karl-Marx-Ring 52-62
Bild 1: Meine Wohnanlage mit der zu sanierenden Südseite (01.12.2019) © Thomas Irlbeck

Meine Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52–62 steht vor einer Großsanierung. Die Loggien und Balkone auf der Südseite weisen beträchtliche Schäden auf, die sich unter anderem in Gestalt von Betonabplatzungen zeigen. Würde nichts unternommen werden, könnte langfristig sogar die Statik gefährdet sein.

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Bild 2: Betonabplatzungen an einem Balkon  (01.12.2019)

Auf der eben stattgefundenen Eigentümerversammlung wird über die anstehende Großsanierung debattiert. Eine Eigentümerin beklagt zudem, dass die Fassadenplatten teilweise ihre Farbe verloren hätten. Speziell die um die Ecke gebogenen Platten seien an der Biegestelle bereits fast weiß. Die Dame hat einen interessanten Vorschlag in Frageform:

Kann man über die Fassadenplatten nicht schwarz darüberstreichen?

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Bild 3: Die gebogenen Eternitplatten (hier: Nordseite) sind optisch besonders stark beeinträchtigt (30.11.2019) © Thomas Irlbeck

Um die Optik zu verschönern, ist das naheliegend. Doch die Hausverwaltung klärt auf, es handele sich bei den Fassadenplatten um asbesthaltige Eternitplatten. Da bei der Arbeit an asbesthaltigen Materialien krebserregende Fasern freigesetzt werden, seien Arbeiten an den Asbestplatten gesetzlich verboten. Zwar sei es wohl erlaubt, die Platten zu streichen. Doch die Farbe würde dann nicht halten. Daher müsste man zunächst den Untergrund bearbeiten, und genau das sei gesetzlich untersagt.

Daher müssen wir Eigentümer und Bewohner mit den nicht mehr ganz so schwarzen und nicht mehr wirklich ansehnlichen Fassadenplatten leben. Über einen Austausch aller Eternit-Platten durch asbestfreie wurde nicht verhandelt.

Nach dieser Zwischenfrage geht es weiter mit der eigentlichen Betonsanierung. Dabei wird auch der voraussichtliche Zeitplan bekanntgegeben. Die Saneirung wird sich über drei Jahre in ebenso vielen Bauabschnitten hinziehen:

Bauabschnitt Jahr Häuser Dauer
I 2020 52, 54 4 Monate
II 2021 56, 58, 60 rechts 6 Monate
III 2022 60 links, 62 4 Monate

Start ist jeweils Ende März.

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Bild 4: An diesem Balkon fehlt gleich ein ganzes Eck Beton (01.12.2019)

Bestehende Fliesen am Loggia-/Betonboden werden standardmäßig entfernt. Möchte ein Eigentümer die Fliesen behalten, kann einem solchen Wunsch zwar entsprochen werden. Allerdings übernimmt der Eigentümer dann die Verantwortung, falls es später durch einen undichten Fliesenbelag zu Schäden unterhalb des Loggia-/Betonbodens kommt, speziell in den darunterliegenden Loggien und Balkonen. Aber auch bei den Parterrewohnungen muss eine entsprechende Haftung übernommen werden, denn auch hier findet sich natürlich noch Bausubstanz unterhalb der Loggien bzw. Balkonen. Derzeit besteht das Problem, dass das Regenwasser auf den Loggia- und Balkonböden nur ungenügend abläuft. Das soll bei der Sanierung durch das Schaffen eines Gefälles Richtung Abflussgitter verbessert werden. Allerdings gibt es da enge bauliche Grenzen, sodass das Problem wohl nur entschärft werden kann.

Vor Beginn der Sanierungsarbeiten sind sämtliche Pflanzentröge zu entleeren.

Wir Eigentümer und Bewohner sind froh, wenn die Sanierung abgeschlossen ist. Erst einmal müssen wir aber drei Jahre Arbeiten ertragen. Immerhin werden die Wintermonate frei von Sanierungsarbeiten sein, insgesamt werden die Arbeiten voraussichtlich 14 Monate in Anspruch nehmen.

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Bild 5: Die Wohnanlage von der Nordseite. Hier wird nicht saniert (30.11.2019) © Thomas Irlbeck

Hotel Königshof: Der Abriss (Update 24.07.2019)

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Das Hotel Königshof am Münchner Stachus wird derzeit abgerissen. Danach kommt ein luxuriöser Neubau.

Dieser Artikel dokumentiert ausführlich den Abriss des Hotels.

Der Hauptartikel mit umfangreichen Informationen zu Historie, zur Architektur und dem geplanten Neubau findet sich hier:  Hotel Königshof: Historie, Architektur, Abriss und Neubau

Die Entkernung des Gebäudes begann im Februar 2019. So richtig zur Sache mit dem Abriss der Fassade geht es ab Anfang Mai 2019.

Stand 13.05.2019

Das aus dem Gebäudegrundriss herausstehende Teil des Panoramarestaurants im ersten Obergeschoss ist bereits größtenteils verschwunden. Ebenso die Fassade im Erdgeschoss an der Haupteingangsseite.

Abriss Hotel Königshof
Bild 1 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 2 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 3 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 4 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 5 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 6 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 7 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 8 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck

In dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg sind/waren wohl noch Relikte des ursprünglichen Baus enthalten. Wikipedia sagt, das Haus sei zwar im Zweiten Weltkrieg zerstört worden, aber die Außenmauern blieben stehen. An anderer Stelle wird gesagt, dass von der Originalsubstanz noch etwas (wenngleich nur wenig) übriggeblieben ist (siehe im Hauptartikel unter Historisches Hotel Königshof). Beim Abriss sollten die möglichen Relikte wieder in Erscheinung treten. Um Erkenntnisse darüber zu erhalten, sind die folgenden Extremzooms entstanden.

Abriss Hotel Königshof
Bild 9 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 10 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 11 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 12 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 13 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 14 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 15 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 16 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck

Update 17.05.2019

Optisch gehen die Abrissarbeiten eher langsam voran. Auf der Seite des Karstadt wird ein Gerüst aufgebaut, das nicht nur die Gebäuderückseite abdeckt, sondern auch einen erheblich Teil der Seiten. Das Gerüst dient offenbar als Splitterschutz, um Beschädigungen des Karstadt während des Abrisses zu vermeiden.

Abriss Hotel Königshof
Bild 17 (17.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 18 (17.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 19 (17.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 20 (17.05.2019) © Thomas Irlbeck

Update 23.05.2019

Jetzt scheint es schnell zu gehen, der Zangenbagger frisst sich immer weitere ins Gebäudeinnere. Eine riesige Plane – etwa so lang, wie das Hotel hoch ist/war, hängt am Kran und hilft, die Staubentwicklung einzudämmen (in Bild 22 besonders gut zu sehen).

Abriss Hotel Königshof
Bild 21 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 22 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 23 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 24 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 25  (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 26 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 27 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 28 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 29 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 30 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 31 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 32 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 33 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 34 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 35 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 36 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 37 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 38 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 39 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 40 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 41 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 42 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 43 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 44 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck

Update 24.05.2019

Abriss Hotel Königshof
Bild 45 (24.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 46 (24.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 47 (24.05.2019) © Thomas Irlbeck

Update 31.05.2019

Keine Abrissaktivitäten heute Vormittag festzustellen.

Abriss Hotel Königshof
Bild 48 (31.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 49 (31.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 50 (31.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 51 (31.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 52 (31.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 53 (31.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 54 (31.05.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 55 (31.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 56 (31.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 57 (31.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 58 (31.05.2019) © Thomas Irlbeck

Update 04.06.2019

Der Abriss geht weiter.

Abriss Hotel Königshof
Bild 59 (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 60 (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 61 (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 62 (04.06.2019) © Thomas Irlbeck

Update 10.06.2019

Abriss Hotel Königshof
Bild 63: Zu Abwechslung einmal ein Panorama (10.06.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Abriss Hotel Königshof
Bild 64: Zoom des vorigen Fotos (10.06.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Abriss Hotel Königshof
Bild 65: Am Stachus-Brunnen (10.06.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Update 13.06.2019

Abriss Hotel Königshof
Bild 66 (13.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 67 (13.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 68 (13.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 69 (13.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 70 (13.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 71 (13.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 72 (13.06.2019) © Thomas Irlbeck

Update  14.06.2019

Abriss Hotel Königshof
Bild 73 (14.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 74 (14.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 75 (14.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 76 (14.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 77 (14.06.2019) © Thomas Irlbeck

Stand 18.06.2019

Es hat sich im Vergleich zum letzten Besuch am Freitag nur sehr wenig getan. Man muss die Unterschiede regelrecht suchen. Daher sollen fünf Fotos genügen, davon zwei Detailaufnahmen.

Abriss Hotel Königshof
Bild 78 (14.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 79 (14.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 80 (14.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 81 (14.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 82 (14.06.2019) © Thomas Irlbeck

Stand 24.06.2019

Abriss Hotel Königshof
Bild 83 (24.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 84 (24.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 85 (24.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 86 (24.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 87 (24.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 88 (24.06.2019) © Thomas Irlbeck

Update 27.06.2019

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der schönste Stadtteil im ganzen Land?“ – Natürlich unsere Hood!

Was uns in Neuperlach fehlt, ist ein Kino. Jüngst wurde wieder einmal eine solche Forderung zurückgewiesen. Ein Kino rechne sich nicht, u.a. wegen Netflix, war die Begründung. Hier am Stachus gibt es Kinos. Die Reklame des gegenüberliegenden Mathäser-Kinos spiegelt sich sogar in einem übrig gebliebenen Spiegel eines Zimmers des Hotels Königshof. „Bester Service“, „Beste Junior-Chefin“ und „Alles für’s Team“ hat jemand auf den Spiegel geschrieben.

Abriss Hotel Königshof
Bild 89 (27.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 90 (27.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 91 (27.06.2019) © Thomas Irlbeck

Das Original auf der anderen Straßenseite darf natürlich nicht fehlen!

Abriss Hotel Königshof
Bild 92 (27.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 93 (27.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 94 (27.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 95 (27.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 96 (27.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 97 (27.06.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 98 (27.06.2019) © Thomas Irlbeck

Update 05.07.2019

Trotz des obligatorischen Wassereinsatzes hat es ziemlich gestaubt, das letzte Bild der Reihe zeigt es deutlich. Wer genau hinsieht, erkennt auf zwei Fotos (99 und 102) die Türme der Frauenkirche. Pulverisierte Wände machen es möglich.

Abriss Hotel Königshof
Bild 99 (05.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 100 (05.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 101 (05.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 102 (05.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 103 (05.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 104 (05.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 105 (05.07.2019) © Thomas Irlbeck

Stand 15.07.2019

Jetzt reißen sie den Justizpalast auch noch ab! Nein, das ist natürlich eine perspektivische Fehlinterpretation. Vom Hotel steht jetzt endgültig nur noch ein mickriger Rest. Lassen wir die Bilder quatschen:

Abriss Hotel Königshof
Bild 106 (15.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 107 (15.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 108 (15.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 109 (15.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 110 (15.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 111 (15.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 112 (15.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 113 (15.07.2019) © Thomas Irlbeck

Hier noch ein Panorama von der Baustelle und von der Umgebung:

Abriss Hotel Königshof – Panorama
Bild 114 (15.07.2019) © Thomas Irlbeck

Die Auflösung kann nach einem Klick auf das Bild gewählt werden. Die maximale Auflösung ist 6.534 × 1.190 Pixel.

Stand 20.07.2019

Es stehen noch zwei Teilgeschosse:

Abriss Hotel Königshof
Bild 115 (20.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 116 (20.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 117 (20.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 118 (20.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 119 (20.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 120 (20.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 121 (20.07.2019) © Thomas Irlbeck

Stand 24.07.2019

Es stehen immer noch zwei Teilgeschosse, die aber nun schmaler geworden sind:

Abriss Hotel Königshof
Bild 122 (24.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 123 (24.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 124 (24.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 125 (24.07.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 126 (24.07.2019) © Thomas Irlbeck

Hotel Königshof: Historie, Architektur, Abriss und Neubau (Update 24.07.2019)

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Hotel Königshof 2014
Bild 1: Hotel Königshof (2014). Lizenz: Public Domain
Von Bruno Tamborino und Thomas Irlbeck

Das Hotel Königshof am Münchner Stachus wird derzeit abgerissen. Danach kommt ein luxuriöser Neubau.

Inhalt

I   Kommentar: Historie und Besonderheiten eines bemerkenswerten Gebäudes
II   Neubau ab 2019 im expressionistischen Stil
III   Historisches Hotel Königshof (1820–1944)
IV   Wiederaufbau und Renovierungen (1950–2007)
V   Abriss 2019

Hinweis: Der Artikel geht auch kurz auf den Abriss ein, einen weit ausführlicheren Abrissbericht gibt es in einem separaten Artikel: Hotel Königshof: Der Abriss

I   Kommentar: Historie und Besonderheiten eines bemerkenswerten Gebäudes

Das Gebäude, das in diesen Wochen des Jahres 2019 verschwindet, hat einige Besonderheiten in sich. Es handelt sich augenscheinlich nur um ein etwas plump gestaltetes Gebäude – zum größten Teil im Stil der 1970er-Jahre, mit einigen kleinen stilistischen Ausrutschern, die nicht so ganz hineinpassen. In Wirklichkeit ist es eine außergewöhnliche, historisch gewachsene Bausubstanz, die zum Teil rund 200 Jahre alt ist. Das heutige Gebäude entstand ursprünglich als Villa unmittelbar vor einem Stadttor – in den allerersten Jahren, in denen man in Mitteleuropa endlich die mittelalterlichen Stadtmauern aufgeben konnte und sorglos auch außerhalb dieser bauen und wohnen konnte. Das noch sehr ländlich anmutende Stachus-Rondell in seiner ersten Variante war noch neu, und das Umfeld der dreistöckigen, schlichten, aber eleganten Villa war ländlich, nur eine breitere Straße führte vom Karlstor aus an ihr vorbei.

Das Schicksal des ganzen Areals änderte sich, als man beschloss, vor dem Karlstor auf die offene Wiese einen Bahnhof für München zu erbauen. Diese Neuigkeit der Technik wurde sehr schnell überall zum Hauptelement der Massenmobilität von Menschen und Gütern, und die Gegend der Vorstadtvilla wurde sehr schnell zu einem wichtigen Durchgangspunkt, an dem bald viel gebaut wurde und Gaststätten -– auch die legendäre Gaststätte „Zum Eustachi“ (das war der Rufname des damaligen Wirtes Mathias Eustachius Föderl), von welcher der Stachus seinen Namen hat – und dann Hotels entstanden. Die Villa war eines der ersten Gebäude in dieser Gegend. Der Garten wurde als Baugrund verkauft, aber sie blieb stehen, bis man sie erweiterte und auch sie zum Hotel wurde. Man bedenke, früher war es die Regel, Gebäude zu erweitern und sie umzugestalten statt sie abzureißen und neuzubauen, wie es heute üblich ist. Es war einfach eine praktische und pragmatische Lösung. Erst mit der überwiegenden Industrialisierung des Bauprozesses ist man davon abgekommen. Der Stil der Villa wurde im Großen und Ganzen beibehalten, sie wurde aber seitlich und nach hinten erweitert und das Erdgeschoss bekam einen städtischen Charakter.

Karlsplatz Stachus
Bild 2: Karlsplatz Stachus, ca. 1908. Lizenz: Public Domain

Die Besonderheit an diesem „Hotel Bellevue“ war, dass das Haus ab diesem Zeitpunkt nur dieser kommerziell intensiven Funktion diente und dass daran nichts angebaut wurde. Es blieb also immer auf allen Seiten frei stehen – auch da es der Spender der umliegenden Baugründe war. Es folgten weitere Umgestaltungen, eine erste mit Doppelgiebeln, eine zweite Variante mit Doppelgiebeln, eine schlichte und elegante Nachkriegsvariante, dann der Einbau des großen verglasten Restaurants, dann das Redesign in den 1970er-Jahren, das sich strikt an architektonische Details und Materialien der Olympiabauten anlehnte. Fast bis zum Schluss wurde aufgestockt, modernisiert und verbessert. Alte und neue Besitzer haben zirka alle 20 Jahre das Gebäude aktualisiert, damit es wieder modern und attraktiv wurde. Dabei sind sie fast den Tendenzen der Zeit hinterhergerannt. Da es sich um ein Hotel handelte, ist dies für ein gewerbliches Gebäude nicht wunderlich. So konnte man die Umbauten auch schnell durchführen, ohne extreme lange Schließzeiten in Kauf nehmen zu müssen. Und da es ein frei stehendes Gebäude in der Innenstadt ist, hatte man keine Rückfassade, an der man auf Umbauten hätte verzichten können. Deshalb hat von der ursprünglichen Identität des Hauses nie etwas überlebt – nur die Erker, die plumpen Proportionen und das Restaurant sind Volumen, die nicht so recht in die modern Variante passen.

Hotel Königshof – Montage aktueller und erster Bau
Bild 3: Die Hervorhebung in der Bildmitte zeigt, wie die Proportionen des Vorgängerbaus – der Vorstadtvilla von 1818 – im Vergleich zum aktuellen Bau aussehen. Es geht dabei nicht nur um die Größenverhältnisse, denn ursprüngliche Bausubstanz aus den Zeiten der vielen Erweiterungen und Umbauten des Hotels bis wahrscheinlich zurück an die Anfänge vor 200 Jahren sind im aktuellen Bau noch vorhanden. Foto: Rufus46, bearbeitet durch Bruno Tamborino / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Bestimmt werden beim Abriss sehr alte Gemäuer zum Vorschein kommen, vielleicht überraschenderweise Kellergewölbe in einem „Bau aus den Siebzigern“, bestimmt ist das Stück Fassade mit den mittleren fünf Fensterachsen und dem zweiten und dritten Obergeschoss 200 Jahre alt, vielleicht befinden sich da sogar noch unter vielen Farbschichten die alten Fassadenmalereien.

Was jetzt verschwindet, ist also keine große Schönheit, aber dennoch interessant wegen seiner ungewöhnlichen Geschichte. Leider war das Haus offensichtlich nicht mehr den Zeiten angepasst und bot auch keine Verbesserungsmöglichkeiten mehr. Man muss auch bedenken, dass der Neubau neun anstatt sechs Obergeschosse bieten wird, was wohl wegen geringerer Raumhöhe nur mit einem geringen Höhenzuwachs einhergeht, abgesehen von der Möglichkeit, den Untergrund mit mehreren großen Kellergeschossen viel besser nutzen zu können.

Es bleibt halt nichts anderes als eine Phantasie, sich eine Renovierung des alten Hauses vorzustellen, bei der eine Dokumentation und Zurschaustellung seiner 200 Jahre langen, intensiven Geschichte zum Leitmotiv wird – bei der man die verschiedenen Mauerwerke und jeweiligen Materialien klar zur Schau stellt und dem Ganzen dann nur einen modernen, transparenten Rahmen gibt, ohne nochmals etwas vertuschen und vortäuschen zu wollen. Leider ist eine solche Maßnahme für die Bauherren verständlicherweise überhaupt nicht rentabel. Bestimmt ist man sich im Denkmalamt der Situation bewusst, aber vom Historischen ist ja außer Mauerwerk wirklich nichts mehr übrig.

II   Neubau ab 2019 im expressionistischen Stil

Für den Entwurf des Neubaus zeichnen sich die spanischen Architekten Fuensanta Nieto und Enrique Sobejano verantwortlich. Von der Optik erinnert nichts mehr an das alte Hotel Königshof. Die expressionistische Fassade bietet einen starken Kontrast zu den umliegenden Gebäuden – dem denkmalgeschützten Nachkriegs-Kaufhausbau (vom Stachus-Rondell aus gesehen links) und dem ebenfalls denkmalgeschützten neubarocken Justizpalast (rechts). Dass der Neubau über neun statt sechs Geschosse verfügen wird, geht da schon fast unter.

Die Fassade ist – ebenso vom Stachus-Rondell aus gesehen – vertikal dreigeteilt. Diese Fassadenteile sind dabei so verschoben und gekippt, dass das doch ein Stück entfernte Stachus-Rondell noch einmal angedeutet wird. Die Fassade öffnet sich – akzentuiert durch einen senkrechten Spalt – quasi dem Betrachter, der auf diese Weise das Gefühl bekommt, nicht vor einer Blackbox zu stehen, sondern auch ein wenig in das Gebäude reinschauen und am Geschehen teilhaben zu können, selbst wenn er es gar nicht betritt.

Mit der Fassadenform wird der außerdem ohnehin schon runde Charakter des Stachus (Google-Maps zeigt das ganz gut) nun auch über die Hotelfassade betont und fortgeführt, was der alte Bau mit seiner geraden Fassade nicht leistete. Die Fassadenteile sind dabei unregelmäßig ausgeführt, was die Dominanz noch verstärken dürfte. In Worte ist das schwer zu fassen, daher soll an dieser Stelle an den Entwurf ist dem Artikel der Süddeutschen Zeitung verwiesen werden: Neubau am Stachus – Neunstöckiges Ausrufezeichen

Der Neubau wird über 95 Zimmer bzw. Suiten verfügen (bislang 71 Zimmer und 16 Suiten). Das Restaurant wird nun in die oberste Etage kommen, um einen Panoramablick über die Stadt zu ermöglichen.

Bereits 2021 soll das neue Hotel eröffnet werden – ein sicherlich ambitionierter Zeitplan.

III   Historisches Hotel Königshof (1820–1944)

1818 wurde ein privates Wohnhaus – als eine Art Vorstadtvilla (München war damals an dieser Stelle nur schwach bebaut; das war quasi Vorstadt) im klassizistischen Stil errichtet. Der Architekt war Gustav Vorherr, daher auch die Bezeichnung Vorherrhaus. Es gab fünf Fensterachsen bei vier Geschossen (Erdgeschoss plus drei Obergeschosse):

Hotel Königshof – Vorherrhaus
Bild 4: Vorherrhaus als Hotelvorläufer (um 1820). Lizenz Public Domain
Hotel Königshof – Vorherrhaus – Vergrößerung
Bild 5: Detailvergrößerung des vorigen Fotos. Lizenz Public Domain

Aus diesem Bau entstand 1866 (einige Quellen sagen auch 1862) das Hotel Bellevue. Dabei wurde der Bau sehr wahrscheinlich schlicht und einfach an beiden Seiten im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss um jeweils drei Fensterachsen erweitert. Das Originalgebäude hatte auch an den Seitenfassaden fünf Fensterachsen, die blieben weiterhin, aber hinten wurde ein gleich hoher Querflügel angebaut und das Erdgeschoss der neuen Funktion angepasst. Der Architekturstil bleibt im Wesentlichen erhalten.

Hotel Königshof 1871
Bild 6: Hotel Königshof (rechts) um 1871. Das Hotel hieß damals noch Hotel Bellevue. Lizenz: Public Domain

Bei einem Aus- und Umbau 1880 wurden auch das zweite Obergeschoss und dritte Obergeschoss an den Seiten auf die volle Breite aufgestockt. Ferner bekam das Haus ein höheres Dach, die markanten Doppelgiebel im Neorenaissancestil mit Romanikeinflüssen und die prächtige Fassadenmalerei von Claudius Schraudolph dem Älteren, wie sie auf der folgenden Postkarte zu sehen sind:

Hotel Königshof um 1900
Bild 7: Hotel Königshof (rechts) um 1900 (Postkarte). Das Hotel hieß damals noch Hotel Bellevue. Lizenz: Public Domain
Hotel Königshof um 1900
Bild 8: Vergrößerung des vorigen Bildes. Lizenz: Public Domain

Irgendwann nach 1900, aber noch vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914, wurde nochmals umgebaut, die Dachgauben seitlich wurden zu einem vollen zusätzlichen Stockwerk, die Fenster seitlich wurden von drei auf zwei reduziert (jeweils das mittlere des Seitenflügels zugemauert), die Giebel vermutlich erhöht und etwas anders gestaltet um sich der neuen Höhe anzupassen, der schlichte Eingang mit einem Vorbau mit drei Bogentoren und zwei Bullaugen aufgewertet. Auf diesen Vorbau kam schon ein großer Balkon (dann wurde er zur Restaurantvitrine). Die Fassadenbemalungen wurden zum größten Teil beibehalten. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs erhielt das Hotel den heutigen Namen „Hotel Königshof“, da französische Name inopportun geworden waren. 1938 wechselte das Haus, das damals 200 Betten aufwies, den Eigentümer. Seitdem gehört es der Familie Geisel.

1943 oder 1944 wurde das Gebäude im Zweiten Weltkrieg, so Wikipedia, „bis auf die Außenmauern zerstört“. Das Gebäude brannte wohl aus, das Dach war eingestürzt, die Außenmauern und wohl auch das Innenskelett waren noch vorhanden, wie ein Video von 1945 zeigt. Auch die Doppelgiebel waren damals noch vorhanden (zumindest der linke, denn das Video zeigt nicht das ganze Haus). In einer Aufnahme aus dem Februar 1948 auf der Seite 20 des Buches München farbig 1946–1965 fehlen die Doppelgiebel bereits, sie waren offenbar kurz nach Kriegsende wegen Einsturzgefahr entfernt worden.

IV   Wiederaufbau und Renovierungen (1950–2007)

Von 1950 bis 1955 wurde das Hotel wieder aufgebaut. Dabei stand Rationalisierung im Vordergrund. Auf eine Wiederherstellung der Giebel wurde verzichtet, der Stuck verschwand. Es entstand die bekannte schlichte Fassade. Die Fensteranordnung blieb, auch die Proportionen im Großen und Ganzen. Die beiden Bullaugen des alten Vorbaus überlebten. Bemerkenswert ist auch, dass das Haus an den Seiten und hinten weiterhin seine Erker hat, die zwar nicht besonders auffallen, aber bereits in dieser Phase der Umbauten architektonisch anachronistisch waren.

Der Balkon der Beletage, also dem ersten Stockwerk, auf dem Vorbau wird überdacht und zur Panorama-Restaurantvitrine. Zur Verzierung dienen Ranken, als Sonnenschutz sind Markisen vorhanden, wie die Bildergalerie der Abendzeitung zeigt.

Bis Ende der 1950er-Jahre (eine der Quellen deutet eher auf Anfang bis Mitte der 1960er-Jahre hin) wird der Balkon über die komplette Fassade verbreitet, wie sie bis zu Ende stand. Ein Foto aus der Bauwelt, zeigt dies. Dafür wurde die Fassade im ersten Obergeschoss komplett herausgebrochen und die darüberliegenden Stockwerke mit Stahlpfeilern abgestützt. Die Stahlpfeiler wurden verkleidet, aber beim Abriss traten sie wieder hervor (Bild 13) .

Hotel Königshof 2014
Bild 9: Fassade (2014) mit kubanisierten Fenstern und Alurahmen (unten) sowie Aluverkleidung (oben)

1970 wurde eine Generalrenovierung durchgeführt. Das letzte Fassadendesign wurde 1972 zu den Olympischen Spielen fertiggestellt. Die ehemals schlanken Fenster wurden dem damaligen Stil entsprechend kubanisiert und so weit wie möglich horizontal orientiert. Als gestalterisches Element erhielten diese Fenster einen breiten Rahmen aus anodisiertem Aluminium, der an den Ecken deutlich abgerundet wurde. Nur im obersten Stockwerk blieben breite Fenster, die aber auch einem Redesign unterzogen wurden. Das so renovierte Haus zeigte sich in einem lebendigen Farbkontrast – zwischen dunklem Ocker und hellem Aluminium, aber auch mit sehr dominanter Leuchtreklame an der Fassade.

2007 wurde die Hotellobby neu gestaltet. Dabei dürften auch in diesem Zeitraum die Aluminiumelemente durchgehend hellgelb gestrichen worden sein. Vorher waren das oberste Stockwerk, die Fensterrahmen, das Erdgeschoss sowie die Leisten am Boden und Dach der Restaurantvitrine in Hellgrau gehalten.

Hotel Königshof 2010
Bild 10: Hotel Königshof (2010.) Rechts ist noch ein Stückchen vom Justizpalast zu sehen. Foto: Rufus46 / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Trotz der gewaltigen Veränderungen dürfte die Bausubstanz zum Teil noch die ganz alte sein, vor allen Dingen betrifft das die mittleren fünf Fenster der Hauptfassade für das zweite und dritte Obergeschoss. Wikipedia weist darauf hin, dass „von der Originalsubstanz des Hotels kaum mehr etwas übrig geblieben“ und das Gebäude daher „zwar nicht als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen, aber trotzdem wegen seiner historischen Bedeutung in die Denkmaltopographie Denkmäler in Bayern aufgenommen“ worden sei. Es ist aber plausibel, dass von der alten Bausubstanz doch ein nicht geringer Teil noch vorhanden ist.

V Abriss 2019

Die Entkernung des Gebäudes begann im Februar 2019. So richtig zur Sache mit dem Abriss der Fassade geht es ab Anfang Mai 2019.

Stand 13.05.2019

Das aus dem Gebäudegrundriss herausstehende Teil des Panoramarestaurants im ersten Obergeschoss ist bereits größtenteils verschwunden. Ebenso die Fassade im Erdgeschoss an der Haupteingangsseite.

Mehr Bilder zum Abriss in der umfangreichen Abrissdokumentation

Abriss Hotel Königshof
Bild 11 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 12 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 13 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck

Update 17.05.2019

Optisch gehen die Abrissarbeiten eher langsam voran. Auf der Seite des Karstadt wird ein Gerüst aufgebaut, das nicht nur die Gebäuderückseite abdeckt, sondern auch einen erheblich Teil der Seiten. Das Gerüst dient offenbar als Splitterschutz, um Beschädigungen des Karstadt während des Abrisses zu vermeiden.

Mehr Bilder zum Abriss in der umfangreichen Abrissdokumentation

Abriss Hotel Königshof
Bild 14 (17.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 15 (17.05.2019) © Thomas Irlbeck

Update 23.05.2019

Jetzt scheint es schnell zu gehen, der Zangenbagger frisst sich immer weitere ins Gebäudeinnere. Eine riesige Plane – etwa so lang, wie das Hotel hoch ist/war, hängt am Kran und hilft, die Staubentwicklung einzudämmen (Bild 17).

Mehr Bilder zum Abriss in der umfangreichen Abrissdokumentation

Abriss Hotel Königshof
Bild 16 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 17 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck

Update 29.05.2019

Kriegsschäden präzisiert und Informationen erweitert.

Update 31.05.2019 bis 24.07.2019

Bilder zum Abriss in der umfangreichen Abrissdokumentation

Quellen

Ausgeschrieben: Das Schreibwarengeschäft im Marx-Zentrum hat aufgegeben (Update 07.11.2019)

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Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 1: Aus für unsere Papeterie (28.01.2019) © Thomas Irlbeck

Update 22.09./23.10.2019: Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe, Vorschule als Nachfolger

Und wieder ein Laden weniger im Marx-Zentrum. Unser Schreibwarenladen (mit Lotto/Toto und E-Zigaretten-Abteilung) im Marx-Zentrum ist seit dem 21. Januar 2019 geschlossen. Am Eingang ist zu lesen „Liebe Kunden, ab Montag, den 21.01.2019, bleibt unser Laden geschlossen. Unsere e-Zigaretten-Produkte können Sie weiterhin online unter … bestellen. Wir möchten uns für Ihre Treue bedanken und wünschen Ihnen alles Gute. Ihr ABC-Smoke Team.“ Auf der Homepage des Ladens ist zudem der folgende Hinweis zu lesen: „Wir […] freuen uns, Sie schon bald im neuen Laden begrüßen zu dürfen.“

Der Schreibwarenladen hat mich einen sehr großen Teil meines Lebens begleitet. Als ich 1974 ins Marx-Zentrum zog, war der Laden noch im Bau, aber ein Vorläufer existierte als Bretterbude auf dem Sportplatz auf der anderen Seite des Karl-Marx-Ring. Dort waren auch weitere Läden (Bäcker, Supermarkt) provisorisch untergebracht.

Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 2 (28.01.2019) © Thomas Irlbeck

Schon bald wurde der Schreibwarenladen dann in den Räumlichkeiten des Marx-Zentrum, Max-Kolmsperger-Straße, eröffnet. Die offizielle Einweihung des Marx-Zentrum war im Juni 1975.

Ich habe in dem Laden Schreibhefte und anderes Schulzubehör gekauft, Comics und Zeitschriften, meine Eltern kauften mir dort Spielsachen und auch Faschingskostüme.

2010: Zwangsversteigerung – aber es ging weiter

2010 sah es schon einmal sehr düster aus, der Laden wurde zwangsversteigert. Er wurde dann von einem neuen Inhaber weitergeführt.

Im März 2018 gab es einen Einbruch in den Laden (Neuperlach.org berichtete), es war offenbar nicht der einzige, wie das zerbrochene Glas auf den aktuellen Fotos demonstriert.

Hoffentlich findet sich eine neue Verwendung für den Laden. Es ist leider nicht der einzige Leerstand, das Ladengeschäft des Optikers Gallenberger ist bis heute verwaist (Neuperlach.org berichtete). Das Burger-Lokal (wie der Optiker in der Mittelinsel zu finden) ist ebenso „außer Betrieb“ (Neuperlach.org berichtete).

Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 3 (28.01.2019) © Thomas Irlbeck

Der Laden leert sich (Update 01.02.2019)

Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 4 (01.02.2019) © Thomas Irlbeck
Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 5 (01.02.2019) © Thomas Irlbeck
Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 6 (01.02.2019) © Thomas Irlbeck

Update 01.06.2019

er Laden wurden inzwischen weiter ausgeräumt, ist aber immer noch nicht ganz leer. Was da nun wohl reinkommt?

Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 7 (01.06.2019) © Thomas Irlbeck
Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 8 (01.06.2019) © Thomas Irlbeck

Update 05.07.2019: Kinderkrippe als Nachfolger?

Ein Arbeiter sagte mir, dass eine Kinderkrippe in den Ex-Schreibwarenladen einziehen werde. Auch wenn diese Aussage jetzt nicht verbindlich ist, Kinderkrippen werden gebraucht, keine Frage. Leider verschwindet mal wieder ein Geschäft zum Einkaufen aus dem Marx-Zentrum.

Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 9 (05.07.2019) © Thomas Irlbeck

Update 11.09.2019

Viele Monate waren an dem Laden noch Hinweise auf das alte Schreibwarengeschäft sichtbar – etwa die quadratische Lotto-Reklame oberhalb des Eingangs und eine Werbung für die Süddeutsche Zeitung. Doch das alles ist nun endgültig Geschichte. Die Lotto-Reklame wurde entsprechend umfunktioniert und verrät nun den Namen: „4Kids & you“.

Ex-Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 10 (11.09.2019) © Thomas Irlbeck
Ex-Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 11 (11.09.2019) © Thomas Irlbeck
Ex-Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 12 (11.09.2019) © Thomas Irlbeck

Der Nachfolger vor der Eröffnung (Update 22.09.2019)

Nun ist das Rätsel verbindlich gelüftet: Laut Aufschrift kommt eine „Hausaufgabenbetreuung“, „Nachhilfe“, „Vorschule“ in die Räumlichkeiten.

Ex-Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 13 (22.09.2019) © Thomas Irlbeck
Ex-Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 14 (22.09.2019) © Thomas Irlbeck
Ex-Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 15 (22.09.2019) © Thomas Irlbeck

1 Laden, 2 Farben, 3 Fotos, 4 Kids! – Update 23.10.2019

Der Laden hat nun eine Türe mit zweifarbigem Design. Dieses verspielte Design fällt auf und passt wunderbar zu dem, was 4Kids & You darstellt.

Ex-Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 16 (23.10.2019) © Thomas Irlbeck
Ex-Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 17 (23.10.2019) © Thomas Irlbeck
Ex-Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 18 (23.10.2019) © Thomas Irlbeck

Update 07.11.2019

Die Farbgebung hat sich noch einmal grundlegend geändert. Die verspielte zweifarbige Türe blieb. Ich finde, dass eine Einrichtung für Kinder eine bunte Fassade haben darf und haben soll.

Ex-Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 19 (07.11.2019) © Thomas Irlbeck
Ex-Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 20 (07.11.2019) © Thomas Irlbeck
Ex-Schreibwarengeschäft Marx-Zentrum
Bild 21 (07.11.2019) © Thomas Irlbeck

 

Großsanierung in meiner Wohnanlage! (Update 10.09.2019)

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Karl-Marx-Ring
Bild 1: Wohnanlage am Karl-Marx-Ring (06.11.2018) © Thomas Irlbeck

Gebaut als Bestandteil des Marx-Zentrum mit der Besonderheit, dass die Wohnungen von Anfang an Eigentumswohnungen waren, inzwischen verwaltungsrechtlich eigenständig, ist meine Wohnanlage am Karl-Marx-Ring in die Jahre gekommen. Die Loggien sind marode, langfristig könnte sogar die Statik gefährdet sein, wenn jetzt nichts unternommen wird. Die geplante Großsanierung in drei Bauabschnitten verzögert sich wegen Kapazitätsengpässen der Baufirmen und soll vorbehaltlich des noch ausstehenden Eigentümerbeschlusses nun voraussichtlich 2020 starten. Neben einer generellen Betonsanierung wird voraussichtlich auch die Betondicke um 10 mm erhöht werden, damit der Bewehrungsstahl nicht mehr so nahe an der Oberfläche sitzt und besser geschützt wird. Ebenso ist eine Sanierung der Loggiaböden geplant. Bestehende Fliesen werden wohl grundsätzlich entfernt. Ob Eigentümer, die ihren Boden erst vor wenigen Jahren haben neu fliesen lassen, eine Möglichkeit erhalten, die Fliesen zu behalten, muss noch geklärt werden.

Neben dieser Sanierung ist außerdem eine Flachdachsanierung eines unserer sechs Häuser geplant (es ist Haus 62) , ebenso vorbehaltlich des noch ausstehenden Eigentümerbeschlusses. Es wird nicht die letzte Sanierung bleiben, 2021 soll die anstehende Großsanierung unserer Tiefgarage starten.

Heute: Eigentümerversammlung (Update 22.11.2018)

Heute haben wir Eigentümer auf der Eigentümerversammlung dem neuen Zeitplan für die Loggiasanierung zugestimmt. Es soll also 2020 mit den Sanierungsarbeiten losgehen.

Eine Nachfrage ergab heute, dass es bei dieser Betondickenerhöhung bleiben soll. Es kann aber sein, dass die Erhöhung punktuell geringer oder höher als 10 mm ausfallen wird.

Da für die Instandsetzung der Dachfläche am Haus 62 ein Gerüst benötigt wird, haben wir beschlossen, diese Maßnahme aus Effizienzgründen mit der Loggiasanierung zusammenzulegen, bei der natürlich auch ein Gerüst aufgestellt wird.

2021 wird wie bereits oben erwähnt dann schließlich die Großsanierung unserer Tiefgarage starten.

Ein Austausch der asbesthaltigen Eternit-Fassadenplatten durch asbestfreie ist derzeit noch kein Thema.

Abschließend noch ein Dank an Verwaltung und Beirat, aber auch an alle engagierten Eigentümer.

Update 10.09.2019

Heute fanden unter Einsatz einer Hebebühne Untersuchungen der Loggias statt, sie morgen fortgesetzt werden sollen. Noch ein Hinweis: Die oben angegebenen Termine sind wegen der hohen Auslastung der Sanierungsfirmen wohl obsolet.

Hebebühne/Karl-Marx-Ring 52–62
Bild 2 (10.09.2019) © Thomas Irlbeck
Hebebühne/Karl-Marx-Ring 52–62
Bild 3 (10.09.2019) © Thomas Irlbeck
Hebebühne/Karl-Marx-Ring 52–62
Bild 4 (10.09.2019) © Thomas Irlbeck

Asbestplatten: „Uns bleibt ein Erdenrest“ (Update 28.11.2018)

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KMR 52-62, defekte Asbestplatten
Bild 1: Defekte Asbestplatten am Hauseingang (07.10.2018) © Thomas Irlbeck

Gesehen in meiner Wohnanlage. Selbst wenn das unabsichtlich passiert sein sollte (Ballspiel etwa), ist so etwas unbedingt zu vermeiden. Beim Brechen der Eternit-Asbestplatten wird gefährlicher, krebserregender Asbeststaub frei. Daher dürfen die Asbestplatten auch nicht gebohrt, gesägt oder gebrochen werden. Abgenommene Platten dürfen nicht wieder angebracht werden. Es gelten weitere Vorschriften, etwa zur Entsorgung. Als Ersatz gibt es asbestfreie Faserzementplatten.

Uns bleibt ein Erdenrest
Zu tragen peinlich,
Und wär’ er von Asbest
Er ist nicht reinlich.

Goethe, Johann Wolfgang von: Faust. Der Tragödie zweiter Teil. Stuttgart, 1832

Erneuter Schaden (Update 27.11.2018)

Und wieder einmal. Heute an meinem Haus. Wie passiert so etwas, wer macht so etwas? Sieht nach roher Gewalt aus. Ballspielen bei Minusgraden war es eher nicht.

Eines Tages müssen die Asbestplatten runter. Wir Eigentümer hoffen, dass der Tag noch in weiter Ferne ist, denn das wird nicht ganz billig. Im Marx-Zentrum sieht es dagegen schlechter aus. Zumindest einer der drei Wohnblöcke wurde inzwischen mit einem Netz überspannt, um zu verhindern, dass herunterfallende Platten Menschen verletzen.

KMR 52-62, defekte Asbestplatten
Bild 2 (27.11.2018) © Thomas Irlbeck
KMR 52-62, defekte Asbestplatten
Bild 3 (27.11.2018) © Thomas Irlbeck
KMR 52-62, defekte Asbestplatten
Bild 4: Asbestscherben am Boden (27.11.2018) © Thomas Irlbeck

Update 29.11.2018

Gestern ist mir noch ein weiterer Asbestplatten-Schaden aufgefallen, den ich heute fotografiert habe. Nun wieder am Haus 52, bei dem es vor kurzem fast an der gleichen Stelle (eine Reihe und Spalte daneben) schon einmal einen Plattenbruch gegeben hatte (vergleiche hierzu Bild 1 mit Bild 6). Die Scherben am Boden deuten auf ein frisches Ereignis hin. Eine andere Seite, die sich wohlwollend über meine Berichterstattung und auch meine Meinung, dass man beim Kauf von alten Wohnungen bedenken sollte, dass immer wieder höhere Sanierungskosten anstehen, geäußert hatte, spekulierte zu dem letzten Schaden, es könne auch die Leiter eines Handwerkers gewesen sein. So viele Handwerker mit so vielen Leitern laufen aber selbst bei uns nicht rum. Vandalismus ist daher wahrscheinlich, aber nichts Genaues weiß man nicht.

KMR 52-62, defekte Asbestplatten
Bild 5 (29.11.2018) © Thomas Irlbeck
KMR 52-62, defekte AsbestplattenKMR 52-62, defekte Asbestplatten
Bild 6 (29.11.2018) © Thomas Irlbeck
KMR 52-62, defekte Asbestplatten
Bild 7 (29.11.2018) © Thomas Irlbeck

pep: Neuperlach hat seit heute das größte (und schönste!?) Einkaufszentrum Münchens

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Heute war es endlich soweit. Unser erweitertes und redesigntes pep hat eröffnet. Der Andrang war nicht so groß, wie ich befürchtet hatte. Man lief nicht gegen eine Menschenwand, sondern konnte sich ohne Stress durch das Center bewegen. Natürlich steht das pep nun ganz im Zeichen des Primark, aber auch eine große Drogerie Müller kam hinzu (mit einer Spielwarenabteilung, die gar nicht so klein ist), ferner eine ganze Reihe kleiner Läden. Das neue Innendesign gefällt mir sehr gut. Ein großer Teil der Deckenlampen haben eine Art Raketentriebwerksoptik, ferner findet sich an den Decken eine Holzlattenoptik, die das Design des neuen Parkhauses Nord konsequent weiterführt.

Ich bin der Meinung: Unser pep ist seit heute nicht nur das größte, sondern auch das schönste Münchner Einkaufszentrum! Leider dürfen wir euch keine Fotos aus dem Inneren zeigen – dabei wäre das doch gerade das Interessanteste. Von außen hat sich die letzten Tage kaum noch etwas verändert.

Wer die einzelnen Bauschritte nachvollziehen will, der klickt hier.

pep: Eröffnung
Bild 1 (17.05.2018) © Thomas Irlbeck
pep: Eröffnung
Bild 2: Früher stand hier ein reines Parkhaus, nun ist der Bau zweigeteilt. Im hniteren Teil (im Bild ganz rechts erkennbar) finden sich Läden (17.05.2018) © Thomas Irlbeck
pep: Eröffnung
Bild 3 (17.05.2018) © Thomas Irlbeck
pep: Eröffnung
Bild 4 (17.05.2018) © Thomas Irlbeck

Das Band zum Primark wird durchschnitten (Quelle: Video von ganz-muenchen.de):

(Link: YouTube)

Schwebender Mopp

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Eine Besonderheit dieses Teile des Marx-Zentrum ist, dass das Gebäude mit einem Netz umspannt ist. Das soll verhindern, dass Asbestplatten abstürzen (Neuperlach.org berichtete, siehe hier und hier). Es sorgt aber auch dafür, dass ein Wischmopp augenscheinlich schweben kann. Es wäre schön, wenn die Reinigungsgeräte nur von alleine fliegen, sondern auch selbsttätig die Wohnung sauber machen würden.

Marx-Zentrum
Bild 1 (10.05.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum
Bild 2 (10.05.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum
Bild 3 (10.05.2018) © Thomas Irlbeck

Das etwas andere Fundbüro im Marx-Zentrum: Das ist die Höhe!

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Gegenstände im Taubennetz
Bild 1: Vernetzt – Reh und Schnuller (09.01.2018) © Thomas Irlbeck

Im Marx-Zentrum wurde 2016 der Häuserriegel Peschelanger 8, 10, 12 und 14 mit einem Netz verhüllt, es erinnert an ein Taubennetz. Das Netz soll dazu dienen, sich lösende Eternit-Asbestplatten vor dem Absturz zu bewahren. Im schlimmsten Fall könnten Menschen von den Platten getroffen und verletzt werden.

Gefangen im Netz!

Das Netz hat aber einen Nebeneffekt. Da es auch über die Fenster gespannt ist, fängt es auch allerlei Gegenstände auf, die mal aus dem Fenster fallen. So finden sich inzwischen Stofftiere, Schnuller, Unterwäsche und einiges mehr im Netz. Es ist eine Art Freiluft-Fundbüro entstanden.

Es geht nicht darum, das Netz infrage zu stellen, sondern um die kleinen Skurrilitäten im Leben.

Gegenstände im Taubennetz
Bild 2 (09.01.2018) © Thomas Irlbeck
Gegenstände im Taubennetz
Bild 3: Wer vermisst seine Unterwäsche? (09.01.2018) © Thomas Irlbeck
Gegenstände im Taubennetz
Bild 4: Auch „verschiedenes“ ist im Angebot (09.01.2018) © Thomas Irlbeck
Gegenstände im Taubennetz
Bild 5: Mickey Mouse in ihrem härtesten Abenteuer (09.01.2018) © Thomas Irlbeck
Gegenstände im Taubennetz
Bild 5: Alles vernetzt! Aus dieser Perspektive sieht man das Netz kaum. Wer genau hinsieht, entdeckt aber die heruntergefallenen Gegenstände im Netz – vor allem am Netzende oberhalb der Hochparterres , aber nicht nur dort (09.01.2018) © Thomas Irlbeck

Marx-Zentrum im Wandel – Rewe-Schließung und Fassadenschäden

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Marx-Zentrum
Bild 1: Wohnhaus im Marx-Zentrum mit Atelierwohnung (01.12.2017) © Thomas Irlbeck

Das Haus mit der Atelierwohnung oben ist immer noch etwas Besonderes, ein Blickfang. Nicht so schön sieht die Fassade an einigen Stellen des Marx-Zentrum aus. Viele der asbesthaltigen Eternit-Platten sind stark in Mitleidenschaft gezogen, und manche von ihnen werden nur noch von dem provisorisch angebrachten Netz gehalten, aber nicht mehr an der Stelle, an der sie eigentlich hingehören.

Marx-Zentrum, defekte Asbestplatten
Bild 2: Marx-Zentrum – Vor der Tiefgarage. Wer genauer hinsieht, erkennt neben der Lampe in der Bildmitte den Schaden. Rechts oben befindet sich eine weitere Schadstelle (01.12.2017) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, defekte Asbestplatten
Bild 3: Näher dran. Das sieht nicht gut aus! (01.12.2017) © Thomas Irlbeck

Auch sonst hat sich einiges verändert. Der Rewe-Markt hat ab heute für immer geschlossen (Neuperlach.org berichtete). Doch das hat sich noch nicht bei allen Kunden rumgesprochen, und ein Plakat am Eingang übersieht man schon mal. Entsprechend wollten heute immer wieder Kunden in den Laden rein.

Marx-Zentrum, Rewe
Bild 4: Rewe – letzter Verkaufstag. Es ist kurz vor 20 Uhr (30.11.2017) © Thomas Irlbeck

Neue Platte auflegen: Wiederanbringen von Fassadenplatten nach Treppensanierung

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Faserzementplatten Austausch
Bild 1 (15.11.2017) © Thomas Irlbeck

Vor über einem Jahr startete in meiner Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62 die Sanierung der Treppen an den Haupt- und Hofeingängen (Neuperlach.org berichtete: Bretter, die die Welt bedeuten und Winterfest – ein Begriff, zwei Bedeutungen). An der Hofseite mussten dazu auch einige der asbesthaltigen Faserzementplatten (Handelsname Eternit) abgenommen werden. Seitdem klaffen Löcher in der Fassade. Wie gefährlich Asbest ist, ist bekannt. Daher ist laut Asbestgesetz verboten, solche Platten wieder anzubringen. Einmal abgenommene Asbestplatten dürfen nur noch fachgerecht entsorgt werden.

Es werden wieder Faserzementplatten verbaut – aber solche ohne Asbest

Nun gibt es vergleichbare Fassadenplatten auch aus Kunststoff, Keramik und wiederum aus Faserzement. Letztere sind denen der bestehenden Eternit-Platten ähnlich, enthalten aber keinen Asbest.

Also sollte das Problem schnell lösbar sein. Es ist jedoch nicht einfach, geeignete Unternehmen zu finden, die Kapazitäten haben. So hat sich nun der Abschluss der Sanierung lange, lange verzögert.

Nun aber werden endlich die Lücken in der Fassade geschlossen. Es werden nun die bereits erwähnten asbestfreien Faserzementplatten angebracht. Die Fotos zeigen den Zustand der Arbeiten.

Meine Wohnanlage ist dann bald wieder komplett, und der Gedanke der Architekten, mit den schwarzen Fassadenplatten ein Schiefergebirge abzubilden, kann weiterleben. Eines Tages müssen aber sicherlich alle Platten abgenommen werden, denn nichts ist für die Ewigkeit gemacht, auch wenn Eternit von lateinisch aeternitas („Ewigkeit“) abgeleitet ist. Aufgrund der immensen Kosten hoffen die meisten Eigentümer, dass diese Aktion noch ganz weit in der Zukunft liegt.

Solange sich die Platten nicht von alleine lösen, besteht wohl auch noch kein Handlungsbedarf. Der optische Eindruck der Eternit-Platten der Häuser im benachbarten Marx-Zentrum ist dagegen deutlich schlechter (Neuperlach.org berichtete), obwohl die Häuser dort ein paar Jahre jünger sind als die Gebäude hier in meiner Anlage.

Faserzementplatten Austausch
Bild 2: Neue Platten aus Faserzement (15.11.2017) © Thomas Irlbeck
Faserzementplatten Austausch
Bild 3 (15.11.2017) © Thomas Irlbeck
Faserzementplatten Austausch
Bild 4: Schneidmaschine (15.11.2017) © Thomas Irlbeck
Faserzementplatten Austausch
Bild 5: Zumindest die gebogenen Fassadenplatten waren bereits lange vor der Treppensanierung in einem schlechten Zustand, manche haben ihr Farbe fast vollständig verloren und sind schon fast weiß (15.11.2017) © Thomas Irlbeck

Schwarz-rote-Farbspiele ohne Große Koalition (oder: Fassaden-Tetris)

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Marx-Zentrum: Asbestplatten leuchten
Marx-Zentrum: Asbestplatten leuchten (18.10.2017) © Thomas Irlbeck
Tetris
Lizenz: Public Domain

Toller Effekt im Marx-Zentrum: Einige Fassadenplatten scheinen rot zu leuchten und jemand scheint hiermit Tetris zu spielen.

Eine Erklärung gibt es natürlich auch: Einige der Eternit-Asbestplatten wurden durch Kunststoffplatten ausgetauscht, diese sind glänzender.

Vielen Dank an unsere Sonne für dieses herrliche Schauspiel, das im richtigen Moment festgehalten werden konnte!

Marx-Zentrum: Asbestplatten leuchten
Näher dran (18.10.2017) © Thomas Irlbeck

Vom Rohbau zum rohen Bau – das frühe Marx-Zentrum um 1973!

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Marx-Zentrum Rohbau
Bild 1: Das Marx-Zentrum noch teilweise im Rohbau. Um 1973 herum. Foto: Sabine Kroesen

Heute darf ich ein sehr interessantes, durchaus sensationelles Foto präsentieren: das Marx-Zentrum, das sich noch im Bau befindet. Solche Bilder aus den Anfangszeiten Neuperlachs sind sehr rar. Vielen Dank an Sabine Kroesen, die das Bild eingeschickt und mir erlaubt hat, es hier zu zeigen.

Das frühe Marx-Zentrum

Das Foto ist in der Parkanlage am Karl-Marx-Ring entstanden. Wir sehen hier das frühe Marx-Zentrum, das teilweise noch im Rohbau ist. Ein roher Bau ist das Marx-Zentrum aber auch heute noch, wegen seiner von vielen als gnadenlos, rau und düster empfundenen Architektur. Tatsächlich haben sich die Architekten  für schwarze Fassadenplatten entschieden, um ein Schiefergebirge nachzuahmen. Die Bewohner sehen es ohnehin anders. Viele lieben das Marx-Zentrum und wohnen dort gerne. Die Wohnungen sind gut ausgestattet, und die gelungene Mischung aus Wohnen und Einkaufen nebst gastronomischen Angeboten hat sich bewährt.

Marx-Zentrum Rohbau beschriftet
Bild 2: Mit Beschriftung, ein Klick macht groß. Die Zahlen entsprechen den Hausnummern am Peschelanger. Ausnahme: 19 ist an der Max-Kolmsperger-Straße

Wir betrachten nun das Bild von links nach rechts. Ganz links ist das äußerlich bereits fertiggestellte Bürohaus am Peschelanger 3 zu sehen (das inzwischen abgerissen und durch das Studentenwohnheim Home Base) ersetzt wurde. In der Bildmitte lugt ein Teil des Ärztehauses am Peschelanger 11 hervor. Im Hintergrund steht das Haus Peschelanger 7, in dem anfangs eine Apotheke beherbergt war (heute ist es ein ambulanter Pflegedienst). Beide sind noch im Rohbaustadium. Äußerlich fertig ist dagegen das Haus Max-Kolmsperger-Straße 19 mit seiner mächtigen Atelierwohnung ganz oben. Vor dem Haus ist beim genaueren Hinsehen auch noch ein Kran zu erkennen. Ganz rechts schließlich präsentiert sich das Haus Peschelanger 8, in dem heute ein Rewe ansässig ist. Der erste Pächter der Ladenräume war der Deutsche Supermarkt.

Zeitliche Einschätzung des Fotos

Home Base
Bild 3: Nach Abriss des Bürohauses sah es hier im September 2015 so aus. Sonst ist hier fast alles wie auf dem historischen Foto geblieben © Thomas Irlbeck

Im November 1973 war laut Chronik das erste Haus im Marx-Zentrum bezugsfertig. Im Herbst 1974 bin ich ins Marx-Zentrum gezogen, genauer in den Peschelanger 12, Stockwerk 4. Nach meiner Erinnerung waren damals auch die Häuser Peschelanger 7, 9 und 11 (Ärztehaus) zumindest äußerlich fertig. Nur die Läden waren noch nicht eröffnet, befanden sich aber bereits im Innenausbau. Offiziell eingeweiht wurde das Marx-Zentrum dann im Juni 1975.

Somit sollte das Foto etwa 1973 entstanden sein. Es scheint Herbst zu sein, es könnte also Herbst 1973 sein. Es bleibt aber ein größerer Unsicherheitsfaktor. Wer glaubt, es genauer oder besser zu wissen, der darf sich gerne melden. Ich bin sehr gespannt!

Was gehört eigentlich zum Marx-Zentrum?

Marx-Zentrum Rohbau Ausschnitt
Bild 4: Weil es so schön ist: Peschelanger 7 (Hintergrund) und 11 mit „vorläufigem“ Sichtbeton in einer Detailvergrößerung

Interessanterweise gehört auch das bereits erwähnte Bürohaus am Peschelanger 3 zum Marx-Zentrum, wie es ein alter Architektenplan (Kochta und Buddeberg) beweist, der für jeden Teil des Marx-Zentrum einen nummerierten Bauabschnitt ausweist. Ebenso zeigt dieser Plan, dass auch die Eigentumswohnanlage Karl-Marx-Ring 52 bis 62 (mit fast identischem Baustil und ebenso einer Fassade mit schwarzen, asbesthaltigen Eternitplatten) als Bestandteil des Marx-Zentrum gebaut wurde, wenngleich diese früher fertiggestellt (1971) und etwa 20 Jahre später zumindest verwaltungsrechtlich vom Marx-Zentrum abgeteilt wurde.

Man könnte sagen: Alles, was in dieser Gegend eine sehr dunkle Fassade hat (beim Bürohaus Peschelanger 3 war es ein ziemlich dunkles Braun), ist dem „Marx-Zentrum“ zuzurechnen. Aber das stimmt nicht so ganz, da das Ärztehaus am Peschelanger 11 sowie auch das Haus Max-Kolmsperger-Straße 11 (das ist das Haus mit dem Schreibwarenladen), die beide ebenso zum Marx-Zentrum gehören, in anderen Farben gehalten sind. Beim Ärztehaus ist es ein helleres Grau. Beim Haus Max-Kolmsperger-Straße 11 dominiert ebenso ein helleres Grau, aber es gibt auch größere gelbe Flächen, und beim Dachaufbau treten dann doch wieder die schwarzen Eternitplatten in Erscheinung. Die Architekten haben also ihr Schiefergebirge zumindest ganz oben auf dem Gipfel nicht vergessen.

Unser pep wird schöner und größer – das größte Einkaufszentrum Münchens (Update 15.05.2018)

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pep-Erweiterung
pep: Erweiterung und neues Parkhaus – derzeitiger Stand. Weitere aktuelle Bilder ganz unten im Artikel
pep Erweiterungsbau 2017
Bild 1: pep – Neubau des Parkhauses Nord mit Erweiterungsbau (26.03.2017) © Thomas Irlbeck

Unser pep (Perlacher Einkaufs-Paradies) wird größer und schöner. Wenn aber das Grundstück schon ausgereizt ist, wird es schwer, mehr Läden und Ladenfläche unterzubringen. Doch man hatte hier eine gute Idee: Das Parkhaus Nord war marode. Anstatt es zu sanieren oder es eins zu eins neu zu errichten, konstruiert man den Nachfolgebau nun mit zusätzlichen Etagen. So hat man ein würdiges Nachfolgeparkhaus und gleichzeitig Platz für weitere Ladenflächen. Es entstehen 7.900 m2 zusätzliche Verkaufsflächen Der Textil-Discounter Primark soll hier einziehen (dieser erhält mit 6.000 m2 den Löwenanteil), die Drogerie Müller sowie weitere Läden und auch Gastronomie. Das alte pep-Konzept der zwei oberirdischen Etagen (Erdgeschoss und erstes Stockwerk) wird aufgegeben, der Erweiterungsbau wird auf drei oberirdischen Verkaufsetagen basieren, bietet also noch zusätzlich ein 2. Verkaufsstockwerk.

pep Erweiterungsbau 2017
Bild 2: Langsam nimmt der Erweiterungsbau Formen an (26.03.2017) © Thomas Irlbeck

Die Bauarbeiten sind bereits im vollen Gange. Das alte Parkhaus wurde ab März 2016 abgerissen (Neuperlach.org berichtete), jetzt zieht man gerade den neuen Bau nach oben. Die Bilder zeigen den Stand der Bauarbeiten.

Es soll aber nicht nur neu gebaut werden, sondern auch das bestehende Gebäude modernisiert und aufgehübscht werden. Konkret sollen Decken, Beleuchtung und Möblierung erneuert werden.

Inwieweit das pep das größte Münchner Einkaufszentrum ist, gibt es unterschiedliche Angaben. In der Wikipedia heißt es, mit rund 120 Läden und 60.000 m2 Nutzfläche sei das pep bereits heute das größte Einkaufszentrum Münchens. Die offizielle pep-Website gibt sich aber bescheidener und sieht das pep nur als das größte Einkaufszentrum im Münchner Osten.

Wie auch immer, nach der Erweiterung wird das pep auf jeden Fall das größte Münchner Einkaufszentrum sein. Eröffnung soll im Frühjahr 2018 sein. 135 Läden werden dann zum Shoppen einladen.

Es geht noch viel größer

Freilich gibt es noch viel größere Einkaufszentren. Das weltweit größte ist die Dubai Mall mit 1.200 Läden und 350.000 m2. Die imposanten 95 Aufzüge und 150 Rolltreppen lassen ahnen, dass man hier nicht klein denkt. Aus Umweltgesichtspunkten wenig überzeugend ist jedoch die zum Einkaufszentrum gehörige Eislaufbahn, die auch bei 40 Grad Außentemperatur in Betrieb ist.

pep Erweiterungsbau 2017
Bild 3: Verbindung zum Bestandsbau (26.03.2017) © Thomas Irlbeck
pep Erweiterungsbau 2017
Bild 4 (26.03.2017) © Thomas Irlbeck
pep Erweiterungsbau 2017
Bild 5 (26.03.2017) © Thomas Irlbeck
pep Erweiterungsbau 2017
Bild 6 (26.03.2017) © Thomas Irlbeck

Stand Bauarbeiten (22.05.2017)

pep-Erweiterung
Bild 7 (22.05.2017) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 8 (22.05.2017) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 9 (22.05.2017) © Thomas Irlbeck

Stand Bauarbeiten (08.06.2017)

pep-Erweiterung
Bild 10 (08.06.2017) © Thomas Irlbeck

Stand Bauarbeiten (29.06.2017)

pep-Erweiterung
Bild 11 (29.06.2017) © Thomas Irlbeck

Stand Bauarbeiten (08.09.2017)

pep-Erweiterung
Bild 12 (08.09.2017) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 13 (08.09.2017) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 14 (08.09.2017) © Thomas Irlbeck

Ein Blick ins Innere (09.09.2017)

Dieses Video bietet schon jetzt einen Eindruck vom erweiterten pep. Echt sehenswert, auch wenn es ein Werbevideo ist.

(Link: YouTube)

Rohbau-Endspurt! (Update 01.10.2017)

pep-Erweiterung
Bild 15 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 16 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck

3 × 17 (Update 17.10.2017)

pep-Erweiterung
Bild 17 (17.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update 04.11.2017

pep-Erweiterung
Bild 18 (04.11.2017) © Thomas Irlbeck
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Bild 19 (04.11.2017) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 20 (04.11.2017) © Thomas Irlbeck

Update 14.12.2017

pep-Erweiterung
Bild 21 (14.12.2017) © Thomas Irlbeck

Update 27.12.2017

pep-Erweiterung
Bild 22 (27.12.2017) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 23 (27.12.2017) © Thomas Irlbeck

Update 19.01.2018

pep-Erweiterung
Bild 24 (19.01.2018) © Thomas Irlbeck

Unsere pep-Erweiterung nebst neuem Parkhaus Nord. Im Vergleich zu den letzten Aufnahmen ist nun ein Gerüst zur Anbringung der Fassadenverkleidung aufgestellt worden.

Update 12.02.2018

Eröffnung des pep-Erweiterungsbaus wird am 17. Mai 2018 sein.

Update 11.03.2018

Das neue Parkhaus erhält nun langsam seine Fassade. Wie zu sehen ist, werden zur Verkleidung Lamellen in Holzoptik verwendet.

pep-Erweiterung
Bild 25 (11.03.2018) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 26 (11.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 29.03.2018

Der Bau macht große Schritte in Richtung Fertigstellung. An einer Gebäudeseite wurde bereits das Gerüst abgenommen.

pep-Erweiterung
Bild 27: Rückseite mit dem Gebäudeteil, der die Läden beinhaltet. Hier wurde das Gerüst schon stellenweise abgebaut (29.03.2018) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 28: Weiter an der Rückseite, rechts ist noch ein kleines Stück des bestehenden Baus zu erkennen (29.03.2018) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 29: Von der Thomas-Dehler-Straße und in der Nähe des Busbahnhofes sieht man vor allem das neue Parkhaus. Der Bau mit den Läden ist aus dieser Perspektive rechts hinten (29.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 05.04.2018

Es wurden weitere Teile des Gerüstes abgenommen. Es wird deutlich, dass der „Neu-Neubau“ sich vom „alten“ Neubau und seiner Ziegeloptik deutlich abhebt.

pep-Erweiterung
Bild 30 (05.04.2018) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 31 (05.04.2018) © Thomas Irlbeck

Update 06.04.2018

pep-Erweiterung
Bild 32 (06.04.2018) © Thomas Irlbeck
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Bild 33 (06.04.2018) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 34 (06.04.2018) © Thomas Irlbeck

Update 10.04.2018

Die pep-Leuchtreklame hängt am neuen Parkhaus! Lesereinsendung, vielen Dank!

pep-Erweiterung
Bild 35 (10.04.2018). Foto: Lesereinsendung

Update 12.04.2017

Das Gerüst wurde abgenommen, erstmals wird die Optik des neuen Parkhauses sichtbar.

pep-Erweiterung
Bild 36 (12.04.2018) © Thomas Irlbeck
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Bild 37 (12.04.2018) © Thomas Irlbeck
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Bild 38 (12.04.2018) © Thomas Irlbeck

Update 17.04.2018

Heute wurde am neuen pep-Parkhaus auch an der Front das Gerüst weitgehend abgenommen. Auf anderen Webseiten wurde bereits vor Tagen herumposaunt, wir Neuperlacher würden einen fürchterlich hässlichen Bau bekommen, ohne zu bedenken, dass so ein Gerüst den Bau entstellen kann. Jetzt nach Abbau des Gerüst ist die Fassade zwar noch nicht hundertprozentig fertig, aber es zeigt sich langsam, dass der Bau ganz passabel, vielleicht sogar richtig gut aussehen wird. Aber vorher meckern!

pep-Erweiterung
Bild 39 (17.04.2018) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 40 (17.04.2018) © Thomas Irlbeck
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Bild 41 (17.04.2018) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 42 (17.04.2018) © Thomas Irlbeck

Update 18.04.2018

An der Hauptseite wurde das letzte Stück Gerüst abgenommen. Die Fassade gefällt mir immer besser!

pep-Erweiterung
Bild 43 (17.04.2018) © Thomas Irlbeck

Update 21.04.2018

Die Fassade des neuen pep-Parkhauses nähert sich weiter dem Endergebnis. Auch auf der Rückseite des Erweiterungsbaus wurde – wohlgemerkt nach Abbau des Gerüstes – jetzt doch noch Holzlattenoptik angebracht. Damit wird das Design konsequenter. Die rein weiß verputzte Wand ist Geschichte. Überall wird gearbeitet, wie die Bilder zeigen, auch an der alten Fassade. Die Primark-Reklame hängt auch schon, als wäre der Primark schon eröffnet.

pep-Erweiterung
Bild 44 (21.04.2018) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 45 (21.04.2018) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 46 (21.04.2018) © Thomas Irlbeck
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Bild 47 (21.04.2018) © Thomas Irlbeck
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Bild 48 (21.04.2018) © Thomas Irlbeck
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Bild 49 (21.04.2018) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 50 (21.04.2018) © Thomas Irlbeck

Update 25.04.2018

Die Primark-Reklame ist schon ein bisschen dick aufgetragen. Das ist doch immer noch unser „pep“ und nicht das „pep – Primark“.

pep-Erweiterung
Bild 51 (25.04.2018) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 52 (25.04.2018) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 53 (25.04.2018) © Thomas Irlbeck

Update 09.05.2018

Unser neues Primark-pep bei Nacht.

pep-Erweiterung
Bild 54 (09.05.2018). Foto: Lesereinsendung

Update 11.05.2018

Viele hatten ja schon befürchtet, dass das pep jetzt nur noch im Zeichen von Primark steht. Doch inzwischen wurde auf der Fassade des „Neubaus“ (in Anführungszeichen, da die erste Erweiterung von 1989 gemeint ist) das Primark-Logo um weitere Logos ergänzt.

pep-Erweiterung
Bild 55 (11.05.2018) © Thomas Irlbeck

Ein Rückblick auf ein älteres Foto von 2012 zeigt, dass damals natürlich andere Logos angebracht waren:

pep
Bild 55: Einkaufszentrum pep (2012). Foto: Bpp / Lizenz siehe: Wikipedia
pep-Erweiterung
Bild 56 (11.05.2018) © Thomas Irlbeck

Update 15.05.2018

Ein Foto, welches pep-Dach zeigt, sowie eine Detailvergrößerung. Weiter hinten erkennt man die Glaskuppel des Neubaus, die bemerkenswerterweise von Bäumen und Sträuchern umgeben ist. Ganz hinten ist natürlich auch der Neu-Neubau zu sehen. Links der Primark-Teil und rechts das Parkhaus mit Holzlattenoptik und weißem „pep“-Schriftzug. Sehr interessantes Foto aus ungewöhnlicher Perspektive, vielen Dank für die Lesereinsendung!

pep-Erweiterung
Bild 58. Foto: Lesereinsendung
pep-Erweiterung
Bild 57. Foto: Lesereinsendung

Ins Schwarze getroffen: Farbspiele im Marx-Zentrum

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Marx-Zentrum
Marx-Zentrum: noch in Schwarz (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Das Marx-Zentrum und die angrenzende Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62 sind mit schwarzen Fassadenplatten verkleidet. Der Architekt wollte damit ein Schiefergebirge darstellen. Bei den Platten handelt es sich um asbesthaltige Eternit-Platten. Nun ist nichts für die Ewigkeit gemacht und eines Tages müssen die Platten ersetzt werden.

Viele finden das Schwarz bedrohlich und fordern nun, das Marx-Zentrum zu kolorieren. Dabei liegen ausgerechnet jetzt schwarze Fassaden im Trend.

Die Designerin und Grafikerin Beatrix Balazs zeigt nun in einem bemerkenswerten Video, wie ein buntes bzw. farblich verändertes Marx-Zentrum aussehen könnte.

Wichtig: Es handelt sich hierbei keineswegs um offizielle Vorschläge oder Planungen. Auch sind die Farbkonzeptionen nicht wirklich ernst gemeint, dennoch haben einige davon meiner Meinung das gewisse Etwas. Ich bin aber dennoch für Schwarz. Was ist eure Meinung?

(Link: YouTube)

Wenn im Neuperlacher Frühjahr die Plätter fallen

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Plattenabsturz
Bild 1 (05.05.2016) © Thomas Irlbeck

Die Eternitplatten aus Asbest im Marx-Zentrum lockern sich wie die Zähne eines Greises und drohen den Abflug zu machen.

Das Problem ist seit Längerem bekannt. Damit niemand eine Platte auf den Kopf bekommt, wurden zuerst Schutzgerüste vor einigen Eingängen aufgebaut, dann hat man ein Taubennetz über die Platten gespannt und das Schutzgerüst wieder entfernt. Die Maßnahmen wurden auch von einigen kritisiert, die Platten seien dank der Tatsache, dass sie auf einem Metallgerüst und nicht auf einem maroden Holzgerüst montiert seien, gar nicht absturzgefährdet, hieß es. Es zeigt sich aber nun, dass die Schutzmaßnahmen nicht ganz unberechtigt sind.

Plattenabsturz
Bild 2 (05.05.2016) © Thomas Irlbeck

Mehr als nur ein Sprung in der Platte

Mir liegt viel an den Häusern, zumal ich mal im Nebenhaus des hier gezeigten Absturzhauses ein paar Jahre gewohnt habe und den Komfort der Wohnungen und der Anlage mit seinem integrierten Ladenzentrum schätze. Man kann nur hoffen, dass man beim Austausch der Asbestplatten durch Kunststoffplatten bei Schwarz bleibt, denn der Architekt wollte mit der Farbwahl ein Schiefergebirge darstellen, hat sich also dabei etwas gedacht. Angeblich soll es dieses Jahr keinen Austausch der Platten geben.

Plattenabsturz
Bild 3 (05.05.2016) © Thomas Irlbeck
Plattenabsturz
Bild 4 (05.05.2016) © Thomas Irlbeck

Sprung in der Platte

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Das Marx-Zentrum ist bekannt für seine schwarzen Eternitpatten, die asbesthaltig sind. Nach über 40 Jahren (erstes Haus war im November 1973 bezugsfertig) sind die Platten nicht mehr im besten Zustand.

Derzeit finden auf den ersten Blick seltsame Aktionen statt. Nachdem nun am Peschelanger im Sommer 2015 einige Eingänge mit Gerüsten geschützt worden waren, werden nun an den Häusern der Max-Kolmsperger-Straße die Fassadenplatten überprüft und offenbar beschädigte, lockere oder anderweitig marode Platten mit einer gelben Markierung versehen. Man darf gespannt sein. Klar ist, dass der Austausch aller Platten mit einem etwaig ebenfalls notwendigen Ersatz der Isolierwolle sehr teuer werden dürfte. Hoffentlich bleibt man bei dem Schwarz. Der Architekt hat sich damals für schwarze Platten entschieden, um ein Schiefergebirge abzubilden. Natürlich ist auch ein punktueller Austausch durch Kunststoffplatten, wie an einigen Stellen bereits in den letzten Jahren immer wieder geschehen, denkbar und ggf. auch sinnvoll.

An den Häusern am Peschelanger wurden inzwischen Netze über die Fassade gespannt, die ein Herabfallen von Platten verhindern sollen. Inwieweit hier wirklich Gefahr bestand und besteht, da gibt es unterschiedliche Auffassungen.

Plattenprüfung
Geprüfte Platten (05.01.2016) © Thomas Irlbeck
Plattenprüfung
Geprüfte Platten im Detail (05.01.2016) © Thomas Irlbeck
Plattenprüfung
Plattenprüfung in Aktion (05.01.20156) © Thomas Irlbeck
Plattenprüfung
Plattenprüfung in Aktion (05.01.2016) © Thomas Irlbeck

Absturzgefahr am Bürohaus Albert-Schweitzer-Straße

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Seit Freitag, den 23. Oktober, ist der Fußweg zwischen Bürohaus Albert-Schweitzer-Straße und Parkplatz (Thermometer-Uhr) gesperrt. Da das Haus über eine Passage verfügt, kann man dennoch dort entlanggehen, auch wenn es an einigen Stellen ziemlich eng ist. Über diese Passage können auch die Läden erreicht werden.

Bewohner am Plett-Zentrum sind Sperrungen gewohnt. So waren und sind wegen Baustellen – erst des Einkaufszentrums Life, dann des Wohn- und Gewerbehauses LAO (Leben am Ostpark) – immer wieder Verbindungswege unterbrochen.

Die neuerliche Sperrung ist laut Schild durch „herabstürzende Teile“ bedingt. Laut eines Leserkommentars soll hier eine 1,20 Meter lange Metallstange von der Fassade auf den Fußweg gestürzt sein. Zum Glück habe es keine Verletzten gegeben.

Die genaue Absturzstelle ist Neuperlach.org nicht bekannt. Verdächtig ist aber eine Stelle im zweiten Stockwerk oberhalb des Döner-Restaurants (Bild 5 und 6).

Sperrung Bürohaus Albert-Schweitzer-Straße
Bild 1: Sperrung (23.10.2015) Foto: Lesereinsendung
Sperrung Bürohaus Albert-Schweitzer-Straße
Bild 2: Sperrung (23.10.2015) Foto: Lesereinsendung
Sperrung Bürohaus Albert-Schweitzer-Straße
Bild 3: Sperrung (23.10.2015) © Thomas Irlbeck
Sperrung Bürohaus Albert-Schweitzer-Straße
Bild 4: Bürohaus vom neuen Spielplatz aus gesehen (23.10.2015) © Thomas Irlbeck
Sperrung Bürohaus Albert-Schweitzer-Straße
Bild 5: Mögliche Absturzstelle (24.10.2015) © Thomas Irlbeck
Sperrung Bürohaus Albert-Schweitzer-Straße
Bild 6: Vergrößerung. Die Stelle sieht verdächtig aus (24.10.2015) © Thomas Irlbeck

Im Marx-Zentrum gibt es eine ähnliche Maßnahme. Dort sind einige Eingangsbereiche mit einem Schutzdach versehen worden. Angeblich würde die Gefahr bestehen, dass die Asbest-Eternit-Platten abstürzen. Diese These hat aber Widersprüche. Denn die Eternit-Platten hängen nicht wie behauptet an einem morschen Holzgerüst, sondern an einem Metallgerüst. Auch wurden nur einige Stellen gesichert. Wenn Absturzgefahr bestünde, müssten eigentlich alle Eingänge gesichert werden.

Rot sehen im schwarzen Marx-Zentrum

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Die asbesthaltigen Eternit-Platten im Marx-Zentrum sind schwarz. Normalerweise. Im gleißenden Licht der untergehenden Sonne leuchten sie für einen kurzen Moment rot. Vielen Dank für die tollen Bilder, die eine Leserin einsandte.

Gleißendes Marx-Zentrum
Bild 1 (08.01.2015)
Gleißendes Marx-Zentrum
Bild 2 (08.01.2015)
Gleißendes Marx-Zentrum
Bild 3 (08.01.2015)

Asbest: Die tickende Zeitbombe

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Loggiaverglasungen haben sicher eine Menge Vorteile. So viele, dass ein Eigentümer meines Wohnhauses auf meiner gestrigen Eigentümerversammlung eine Genehmigung für eine solche beantragte.

Einen Raum dazugewinnen für lau – mit der Loggiaverglasung!

Als Vorzüge sind zu sehen, dass ein zusätzlicher Lärmschutz für den hinter der Loggia liegenden Raum erreicht wird, ebenso eine bessere Wärmedämmung mit dem Potenzial einer Heizkostenersparnis, ein zusätzlicher Innenraum gewonnen wird und die Gefahr verringert wird, dass Kinder auf die Loggiabrüstung klettern und in den Tod stürzen.

Loggiaverglasung
Loggiaverglasung.  Die Loggia wird zum Aufenthaltsraum oder zu einem herrlichen Wintergarten. Einfach ein Traum. Oder etwa doch nicht? (07.12.2011) © Thomas Irlbeck

In meinem Wohnhaus gibt es zwei verglaste Loggien, eine sehr aufwändige und eine recht billig aussehende. Diese bestehenden Verglasungen werden lediglich geduldet, weitere Verglasungen sind mit einem älteren Beschluss ausgeschlossen. Wenn ein Eigentümer aber eine Mehrheit für seinen Antrag erhält, dann wird der alte Beschluss zumindest für seine Wohnung außer Kraft gesetzt. Der Beschluss ist jedoch bei einfacher Mehrheit anfechtbar. Auf der sicheren Seite wäre man, wenn der Beschluss einstimmig gefasst wird. Schnell wird klar, dass Einstimmigkeit illusorisch ist:

Es wird seitens der Hausverwaltung darauf hingewiesen, dass es eine Gefahr einer Schimmelbildung gebe, da sich der dahinter liegende Raum nicht mehr so gut lüften ließe. Zwar könne das auf in Loggia eingesetzte Fenster natürlich geöffnet werden, aber die Erfahrung zeige, dass die Fenster oft über längere Zeiträume geschlossen blieben. Der antragstellende Eigentümer meldet sich, man habe ihm versichert, dass eine Schimmelbildung ausgeschlossen sei. Die Verwaltung fragt, wer das gesagt habe. Der Eigentümer antwortete, es sei das Unternehmen gewesen, das ihm das Angebot gemacht habe. Darauf die Verwaltung: „Das glaube ich, dass das Unternehmen, das Loggiaverglasungen verkaufen will, das sagt“. Gelächter im Raum macht sich breit.

Ein Eigentümer meint, dass der Wasserabfluss in der Fassade verändert werde. Es würde Wasser an den Scheiben runterlaufen und mindestens die darunter liegende Wohnungen wären mehr Regenwasser ausgesetzt, das sich neue Wege suche. Langzeitschäden an der Fassade seien nicht ausgeschlossen.

Ein anderer Eigentümer weist darauf hin, dass das Erscheinungsbild der Fassade zum Negativen verändert werde.

Ferner ist zu hören, dass bei den eher simplen Verglasungen das Gas zwischen den Scheiben entweichen könne. Die Scheiben werden dann „blind“, was nicht schön aussehe. Erfahrungsgemäß werde das dann so gelassen und nicht repariert.

Hoch sind sie die Auflagen, die im Beschlussvorschlag stehen. Natürlich muss die Anbringung von einem Fachunternehmen ausgeführt werden. Es wird genau festgelegt, was wie wo angebracht werden muss. Auch wird die Möglichkeit eines Widerrufs verankert, der dann erfordern würde, dass die Verglasung entfernt und die Loggia in den Ursprungszustand zurückversetzt wird. Auch kann der Eigentümer keine Ersatzansprüche bei der Wohnungseigentümergemeinschaft geltend machen, sollte die Verglasung nach der Anbringung einer Wärmedämmung an der Fassade nicht mehr passen.

Von der Loggiaverglasung zum Asbest

Chibabu Bubble Tea Marx-Zentrum
Das Marx-Zentrum mit seiner markanten schwarzen Fassadenverkleidung. Meine Nachbarwohnanlage hat die gleiche Verkleidung (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Ein bemerkenswerter Punkt ist aber eine der Auflagen: „Die vorhandenen Faserzementplatten dürfen weder angebohrt noch in irgendeiner Weise beschädigt werden“. Dieser Punkt macht mich an sich schon einmal stutzig. Man fragt sich, warum dieses Verbot existiert. Es liegt nahe, dass dies keine Gängelung ist, sondern dass Gefahr besteht. Vor längerer Zeit teilte mir ein Handwerker mit, dass sich hinter den schwarzen Fassadenplatten (damit sind die gerade erwähnten Faserzementplatten gemeint) asbesthaltiges Isoliermaterial befände. Vor kurzem erfuhr ich von einem Eigentümer, dass die schwarzen Fassadenplatten selbst asbesthaltig seien.

Faserplatten Asbest
Die Eternit-Platten aus der Nähe betrachtet. Hier lauert der gefährliche Asbest (07.12.2011) © Thomas Irlbeck

Ich melde mich und trage meine Vermutung vor. Die Verwaltung räumt ein, dass die schwarzen Fassadenplatten (sogenannte Eternit-Platten) asbesthaltig seien. Dass das Isoliermaterial dahinter mit Asbest versetzt ist, kann man dagegen nicht bestätigen. Laut Verwaltung sind die Fassadenplatten absolut ungefährlich, solange sie nicht angebohrt oder beschädigt werden. Der Asbest sei gebunden und es würden keine Asbestfasern in die Luft gelangen. Nur bei Beschädigung drohe Gefahr. Ich werfe die unangenehme Frage auf, was denn sei, wenn diese Platten einmal erneuert werden müssten, denn für die Ewigkeit* seien diese nicht bestimmt (sie haben inzwischen 40 Jahre auf dem Buckel). So eine Asbestsanierung kann ja extrem aufwändig sein, oft müssen Gebäude komplett verpackt werden und es muss mit Unterdruck im Gebäude gearbeitet werden, damit keine Fasern ins Freie gelangen. Arbeiter tragen dann selbstverständlich Schutzanzüge. Bliebe das Haus dann überhaupt in der Zeit der Sanierung bewohnbar, will ich wissen. Die Verwaltung kann dazu keine Auskunft geben, man wisse auch nicht, welcher Zeitpunkt realistisch sei, an dem eine Erneuerung der Fassadenplatten anstehe.

(* Trotz meines Kommentars ist Eternit ausgerechnet von lateinisch aeternitas („Ewigkeit“) abgeleitet.)

Asbest
Asbestwarnung. Foto: tdietmut / Lizenz siehe: flickr

Ich erläutere noch mal kurz mein Anliegen. Ich betone, es gehe mir darum, dass jeder das Beschädigungsverbot der Fassadenplatten ernst nehme. Dazu müsse man aber wissen, dass es keine lächerliche Vorschrift sei, für die sich niemand interessiere, sondern dass vielmehr ernsthafte gesundheitliche Gefahr bestehe. Da die Fassadenplatten bei mir früher mehrfach angebohrt oder angeschnitten wurden (etwa beim Einbau neuer Fenster, weil diese nicht passten), ist mir nicht wohl. Richtig gefährlich wird es sicher, wenn man sich dem Ganzen häufiger aussetzt. Handwerker sind besonders gefährdet. Es ist wahrscheinlich, dass hier Sicherheitsvorschriften verletzt wurden, das heißt, es hätte hier Schutzkleidung getragen werden müssen. Damals ahnte ich nicht, dass die Platten asbesthaltig sein könnten. Im Marx-Zentrum sind übrigens auch einige der Loggiabrüstungen (die schräg angebrachten Elemente) asbesthaltig. Konkret handelt es sich um Asbestzement. Solche Elemente gibt es in meiner Wohnanlage nicht.

Ich hätte mir gewünscht, wenn in solchen offiziellen Schreiben wie dem Einladungsschreiben der Hausverwaltung zur Eigentümerversammlung nicht nur Verbote beschrieben werden (die eher zufällig auftauchen, nämlich eben im Rahmen der Loggiaverglasung), sondern ein deutlicher Hinweis wie „Achtung Asbest!“ angebracht wird. Es drängt sich der Verdacht auf, man wollte hier keine schlafenden Hunde wecken. Die Verwaltung verspricht aber, in dem Protokoll der Eigentümerversammlung ausdrücklich auf die Asbestproblematik hinzuweisen.

Die Abstimmung

Nach diesem Exkurs kommt es zur Abstimmung. Eigentlich wollte ich für die Verglasung stimmen, da ich ja vielleicht auch mal eine bauliche Änderung beantragen könnte und dann auf die Ja-Stimmen der Eigentümer angewiesen wäre. Aufgrund der ganzen Haken, die besprochen wurden, entscheide ich mich dafür, mich zu enthalten. Der Antrag wird schließlich mit überraschend großer Mehrheit abgelehnt. Es wird also keine weiteren Loggiaverglasungen geben.

Asbest: Vom Wunderstoff zur tödlichen Gefahr. Einst wegen seiner hervorragenden Hitzebeständigkeit, Festigkeit und Isoliereigenschaft als Wunderstoff gefeiert, ist der Einsatz von Asbest heute wegen seiner großen gesundheitlichen Gefahr in vielen Ländern verboten, darunter in der gesamten EU und in der Schweiz. Seit 2005 unterliegt sogar das Verschenken (!) asbesthaltiger Gegenstände einem EU-weiten Verbot. Die Asbestfasern lagern sich in der Lunge ab und können vom Organismus nicht abtransportiert werden. Daher ist vor allem das Lungenkrebsrisiko beträchtlich erhöht. Arbeiter, die Asbestfasern ausgesetzt sind, haben ein besonders hohes Risiko. 2002 und 2003 wird von jeweils über 1.000 Todesfällen durch Asbestbelastung in Deutschland berichtet. Die Zahl liegt über der Anzahl tödlicher Arbeitsunfälle. Bis in die 1980er-Jahre wurden asbesthaltige Materialien in hohem Umfang beim Hausbau verwendet. Entsprechend stellt sich heute das Problem der Entsorgung, bei der besondere Sicherheitsvorschriften gelten.

Update (06.10.2012)

Asbest-Kacheln
Gealterte Asbest-Kacheln (06.10.2012) © Thomas Irlbeck

Zwar wiegelt die Verwalterin ab, aber es ist deutlich zu sehen, dass die Asbestkacheln in meiner Wohnanlage und im Marx-Zentrum ihre Schutzschicht verlieren. Manche Kacheln sind schon erheblich heller geworden, und es gibt einzelne Kacheln, die bereits praktisch weiß sind, wie im Bild zu sehen ist. Ohne die Schutzschicht können sich die gefährlichen Asbestfasern lösen. Betroffen sind vor allem die gebogenen Platten, die an den Fassadenecken angebracht wurden. Offenbar wurden diese Platten über ein anderes Verfahren hergestellt oder sind anderen Belastungen und Einflüssen ausgesetzt. Jedenfalls scheint ihre Haltbarkeit geringer zu sein.