Großsanierung!

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Karl-Marx-Ring
Wohnanlage am Karl-Marx-Ring (06.11.2018) © Thomas Irlbeck

Gebaut als Bestandteil des Marx-Zentrum mit der Besonderheit, dass die Wohnungen von Anfang an Eigentumswohnungen waren, inzwischen verwaltungsrechtlich eigenständig, ist meine Wohnanlage am Karl-Marx-Ring in die Jahre gekommen. Die Loggien sind marode, langfristig könnte sogar die Statik gefährdet sein, wenn jetzt nichts unternommen wird. Die geplante Großsanierung in drei Bauabschnitten verzögert sich wegen Kapazitätsengpässen der Baufirmen und soll vorbehaltlich des noch ausstehenden Eigentümerbeschlusses nun voraussichtlich 2020 starten. Neben einer generellen Betonsanierung wird voraussichtlich auch die Betondicke um 10 mm erhöht werden, damit der Bewehrungsstahl nicht mehr so nahe an der Oberfläche sitzt und besser geschützt wird. Ebenso ist eine Sanierung der Loggiaböden geplant. Bestehende Fliesen werden wohl grundsätzlich entfernt. Ob Eigentümer, die ihren Boden erst vor wenigen Jahren haben neu fliesen lassen, eine Möglichkeit erhalten, die Fliesen zu behalten, muss noch geklärt werden.

Neben dieser Sanierung ist außerdem eine Flachdachsanierung eines unserer sechs Häuser geplant, ebenso vorbehaltlich des noch ausstehenden Eigentümerbeschlusses. Es wird nicht die letzte Sanierung bleiben, 2021 soll die anstehende Großsanierung unserer Tiefgarage starten.

Ein paar Installationen in Neuperlach Nord

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Installationen
Bild 1: Solarlampe am Karl-Marx-Ring (20.04.2018) Foto: Lesereinsendung

Unser Stadtteil ist ständigen Veränderungen unterworfen. Manche sind fein, manche deutlich, manche innen, manche außen. Hier werden einige aktuelle Veränderungen in Neuperlach präsentiert. Lesereinsendung, vielen Dank!

Die ersten drei Fotos zeigen, dass ein 48 Jahre unbeleuchteter Weg in der Nähe des Karl-Marx-Ring nun erhellt wird – durch Anbringung von Solarlampen. Was die Sonne tagsüber gibt, wird in der Nacht zurückgegeben. Wie auch anzunehmen ist, wurden laut Beobachtung keine Kabel verlegt.

An einem anderen Bau wurde ein Zaun auf dem Flachdach installiert (ab Bild 4). Wir spekulieren einmal, er soll wohl verhindern, dass Unbefugte zu dem ehemaligen, inzwischen zugeschütteten Dach-Swimmingpool gelangen können.

Bild 7 zeigt ein Stiegenhaus zwischen dem 7. und 8. (letzten) Stockwerk. Es wirkt hell und keinesfalls heruntergekommen, die rot-violette Türe verleiht dem Bau sogar noch einen Hauch Ästhetik. Nun wurde ihm noch eine Leiter spendiert, die wohl mit einem Vorhängeschloss gesichert wird – Vorrichtungen sind bereits vorhanden.

An der Rauchentlüftung wurde ein Gitter montiert wurde und an der verbleibende Öffnung eine Halterung für die Leiter (Bild 8). Das Gitter ist wahrscheinlich eine Trittfläche, als Hilfe, wenn man über die Leiter das Flachdach besteigt. Der Grund für die Veränderung ist nicht bekannt.

Installationen
Bild 2 (20.04.2018) Foto: Lesereinsendung
Installationen
Bild 3 (20.04.2018) Foto: Lesereinsendung
Installationen
Bild 4: Zaun … (18.04.2018) Foto: Lesereinsendung
Installationen
Bild 5: … Flachdach einer Wohnanlage … (18.04.2018) Foto: Lesereinsendung
Installationen
Bild 6: … in Neuperlach Nord (18.04.2018) Foto: Lesereinsendung
Installationen
Bild 7: Stiegenhaus … (20.04.2018) Foto: Lesereinsendung
Installationen
Bild 8: … in Neuperlach Nord (20.04.2018) Foto: Lesereinsendung

Neubiberg: Flach gebaut, aber fest im Sattel

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Neubiberg, Lilienthalstraße/Zwergerstraße
Bild 1: Wohnhaus in Neubiberg, Ortsteil Unterbiberg. Es könnte auch irgendwo sonst in München oder Deutschland stehen. So baut man heute (16.02.2017) © Thomas Irlbeck
Neubiberg, Lilienthalstraße/Zwergerstraße
Bild 2 (16.02.2017) © Thomas Irlbeck

Heutige Architektur gefällt mir kaum – von ein paar spektakulären Hochhäusern abgesehen, die oft aber als Entwurf im Reißwolf enden und nicht gebaut werden. Aber die ganzen Quartiere, die derzeit in und um München herum entstehen, sind so beliebig. Mit meist drei oder vier Geschossen sind sie auch besonders effektiv. So eine niedrige Bebauung führt nur dazu, dass die Abstände zu den Nachbarhäusern reduziert werden. Die Jalousien- und Rolllädenindustrie freut es, denn sie haben Angebote gegen neugierige Blicke. Die Alternative, Hochhäuser mit großen Freiflächen dazwischen dazu zu bauen, wird nur noch selten verfolgt, auch wenn es auch hier schöne Ansätze gibt.

Neubiberg, Lilienthalstraße/Zwergerstraße
Bild 3 (16.02.2017) © Thomas Irlbeck

Grundsätzlich habe ich nichts gegen Mischungen verschiedener Elemente. Ganz im Gegenteil, da können spektakuläre Kontraste herauskommen. Was wir hier aber sehen, passt nach meinem Verständnis nicht zusammen. Zunächst sehen wir offenbar einen Dreigeschosser mit Flachdach. Genau auf dieses hat man dann noch so eine Art schmaleren Bungalow daraufgesetzt, diesem aber nun ein Satteldach verpasst. Ich finde es hässlich. Gesehen in Neubiberg, Ortsteil Unterbiberg, Nähe der Bundeswehr-Universität. Wie gefällt es euch?

Neubiberg, Lilienthalstraße/Zwergerstraße
Bild 4 (16.02.2017) © Thomas Irlbeck
Neubiberg, Lilienthalstraße/Zwergerstraße
Bild 5 (16.02.2017) © Thomas Irlbeck

Zwei Pechnasen tanken Super (Update 11.07.2013)

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Pechnasen
Auskragung am Penny-Flachdach mit nun angebrachtem Regenrohr (02.07.2013) © Thomas Irlbeck

Die geschwungenen Auskragungen im Marx-Zentrum erinnern ein wenig an die Wehrerker oder Gusserker einer Burg. Vor allem früher wurden sie auch als „Pechnasen“ bezeichnet, auch wenn nicht klar ist, ob neben siedenden Flüssigkeiten wie Wasser oder Öl auch tatsächlich Pech zur Verteidigung der Burg abgelassen wurde. Aber „super“ ist hier gar nichts. Um bei stärkerem Regen mehr Wasser sofort abzuleiten, sollen nun „schwebende“ Rohre im Rahmen der derzeit durchgeführten Flachdachsanierung am Penny-Markt bewirken, dass das Wasser gar nicht erst im Kies versickert. Ästhetisch schaut das überhaupt nicht aus. Hierbei ist aber auch zu befürchten, dass bei Luftverwirbelungen oder bei Undichtigkeiten das Wasser nicht aus dem Rohr senkrecht abfließt, sondern eher an der Fassade herunterläuft und diese beschädigt. Auch Fußgänger und Raucher, die sich hier unterstellen, dürfen sich hier freuen, in Zukunft an eigentlich geschützten Stellen eine Ladung Feuchtes abzukriegen.

Dass das herablaufende Wasser bei ähnlichen Regenwasser-Abflusskonstruktionen neue Schäden verursachen kann, zeigt sich im Marx-Zentrum nur ein Haus weiter an der Max-Kolmsperger-Straße. Bereits wenige Monate nach der beendeten Flachdachsanierung sieht man, dass sich das Wasser nun zumindest teilweise seinen Weg über die asbesthaltigen Eternit-Platten bahnt und entsprechende Spuren hinterlässt (siehe Abbildung weiter unten). Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist hier bereits ein Teil der Schutzschicht der Platten abgetragen worden. Als Folge einer solchen Beschädigung können die gefährlichen Asbestfasern freigesetzt werden. Neben einer möglichen Gesundheitsgefahr und einer noch schnelleren Alterung der Asbestplatten macht das Ganze aber auch hier einen extrem hässlichen Eindruck. Wer kommt auf solche Ideen und wer zahlt respektive haftet für neue Schäden, die dann einen Rückbau und Nachbesserungen erforderlich machen?

Pechnasen
Weitere … (02.07.2013) © Thomas Irlbeck
Pechnasen
… Ansichten … (02.07.2013) © Thomas Irlbeck
Pechnasen
… (02.07.2013) © Thomas Irlbeck

Nur ein Haus weiter: Das Wasser fließt hier nicht, wie es soll. (Bild entfernt)

Solche Sorgen hatte man im Mittelalter nicht, zumal es damals bekanntlich noch keine Eternit-Platten gab. Die Abbildung zeigt das 1422 erstmals erwähnte Einersheimer Tor im unterfränkischen Iphofen. Deutlich zu sehen ist die Pechnase mit ihrer schießschartenförmigen Öffnung.

Einersheimer Tor /Pechnasse
Einersheimer Tor mit Pechnase. Foto: Margret Pirzer / Lizenz siehe: flickr
Einersheimer Tor/Pechnase
Pechnase vergrößert. Foto: Margret Pirzer / Lizenz siehe: flickr

Update (11.07.2013)

Marx-Zentrum Sanierung Penny-Flachdach/Pechnasen
Marx-Zentrum mit dem weitgehend sanierten Penny-Flachdach (09.07.2013) © Thomas Irlbeck

Wie die Aufnahme im rechten unteren Bereich zeigt, ist die Flachdachsanierung nun weitgehend abgeschlossen.

THW-Einsatzübung am Plett-Zentrum

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Heute fand am Plett-Zentrum eine Einsatzübung des THW (Technisches Hilfswerk) statt. Die Feuerwehr waren ebenfalls vor Ort. Ein vielleicht letztes Mal kommt das Plett-Zentrum als Gebäude zur Geltung. Die Flusssteine auf dem Flachdach wurden als Abrissvorbereitung bereits abgetragen, ebenso werden immer mehr Elemente wie Türen und Stahlteile entfernt.

(Link zum Bilderalbum entfernt)

Update 06.04.2012

Laut „Hallo“ vom 05.04.2012, S. 3, wurde die Rettung einer vermissten Person geprobt. Mit Hilfe einer Hundestaffel konnte die Person in einem verschlossenen Raum lokalisiert werden. Mittels eines Kernbohrgeräts und einer Betonkettensäge wurde eine Rettungsöffnung geschaffen und die Person schließlich befreit.

Das THW beklagt, dass Übungsgelände wie hier das Plett-Zentrum zu selten von den Eigentümern zu Übungszwecken zur Verfügung gestellt werden.