Jubiläumsschau „Best of“ im Kunsttreff Quidde-Zentrum

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Bernd Georg Schwemmle
Bernd Georg Schwemmle

Buchseiten entflohene Fabelwesen fliegen über einen Paravent, Objektkästen visualisieren Gedanken zum Grenzzaun, ein dreidimensionales Specksteingesicht formt sich aus einem Gemälde, ein mit Moos bewachsener Stofftierhase erzählt von zu kurzen Kindertagen … Ausschnitte einer Ausstellung, in der es viel zu entdecken gibt, auch wenn die Exponate in der Anzahl übersichtlich sind. Vom 24. August bis zum 2. September zeigt die überregionale Künstlervereinigung Kunstrefugium im Kunsttreff Quidde-Zentrum eine konzentrierte Werkschau ihrer aktuellen Mitglieder und lädt alle Kunstinteressierten ein, gemeinsam das 10-jährige Bestehen des Vereins zu feiern.

Die Künstlervereinigung Kunstrefugium e. V. verspricht unter dem Motto „Best of“ eine kleine, aber erlesene Auswahl an Kunstwerken: Das bedeutet für jeden der 30 ausstellenden Künstler die Konzentration auf das eine Werk, das er/sie aktuell als eines seiner besten ansieht. Das Konzept des „Best of“ ist im Hinblick auf das Jubiläumsjahr von Kunstrefugium entstanden: Anlässlich des 10-jährigen Bestehens 2018 wurde ein Katalog publiziert, in dem jedes Mitglied mit einem Werk vertreten ist und die Ausstellungen und Projekte von den Anfängen bis heute vorgestellt werden.

Ob klassisches Aquarell oder Farbmalerei in Öl, Siebdruck oder Collage, Fotografie, Zeichnung oder Objekt, expressionistisch, abstrakt oder realistisch – die Kunstsparten, Stilrichtungen, Techniken und Ausdrucksformen sind so unterschiedlich wie die bildenden Künstler selbst, die sich in diesem Kunstverein für gemeinsame Projekte zusammengeschlossen haben. Mit dem Jubiläumsjahr 2018 blickt der eingetragene Verein schon auf eine Reihe von Jahres‐  sowie Themenausstellungen, kleine Kulturfestivals oder unkonventionelle Werkschauen zurück. Bei einigen Projekten, wie einer Mail-Art-Aktion oder offenen Ausschreibungen zum Thema Heimat oder komische Kunst, lädt die Vereinigung auch immer wieder externe Künstler ein. Aktuell läuft die Planung der Ausstellung KUH, die Anfang November 2018 im ehemaligen Braunviehstall in Utting zu sehen sein wird und wofür sich über 180 externe Künstler beworben haben. Seit dem Frühjahr 2014 steht Kunstrefugium hinter dem Zwischennutzungsprojekt Kunsttreff Quidde-Zentrum im Münchner Stadtteil Neuperlach: Dort realisieren die Kunstrefugianer in einer ehemaligen Stadtbibliothek bis zum Abriss nicht nur eigene Projekte, sondern geben auch anderen Ausstellern die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Alle Infos dazu und zu den anderen Aktivitäten des Kunstvereins gibt es unter www.kunstrefugium.de.

Die Best-of-Ausstellung im Kunsttreff Quidde-Zentrum ist vom 25.08 – 02.09. Donnerstag bis Sonntag jeweils von 15 – 19 Uhr zugänglich. Bei der Eröffnung am Freitag, den 24.08., um 19 Uhr gibt Susanne Kraft mit einer Vorführung Einblick in die Technik der Pan-Art, das Ehepaar Schrammeck tanzt zu Tangoklängen und Ingrid Müller macht mit Interessierten eine Führung durch die Ausstellung. Am Samstag, den 25.08., gibt es von 16 – 18 Uhr einen KlangCouching-Parcour mit Nicole Truckenbrodt und Kathrin Fischbach. Am Donnerstag, den 30.08., von 17 – 19 Uhr bietet die Sängerin und Klangtherapeutin Kathrin Fischbach den Workshop KlangFarben & FarbTöne. Kurz vor Schluss der Ausstellungszeit gibt es am Samstag, den 01.09., ab 19 Uhr noch ein Jubiläumsfest, bei dem gemeinsam mit den Besuchern auf das 10-jährige Bestehen der Künstlervereinigung angestoßen werden soll. Als Höhepunkt des Abends präsentieren Ferdinand Pichlmaier (Klavier), Wolfgang Gerrer (Saxophon) und Richard Schleich (Malerei) noch eine Session Klangmalerei. Der Eintritt zur Ausstellung und allen Programmpunkten ist frei.

Kontakt

Kunstrefugium e. V.
Ingrid Müller
Laibacherstraße 4
81669 München
Tel: 089/65 05 62
Mobil: 0160/97 92 50 66
info@kunstrefugium.de
www.kunstrefugium.de

Brigitte Haberger
Brigitte Haberger
Florencia Chueke
Florencia Chueke
Liane Käs
Liane Käs
Sylwia Komperda
Sylwia Komperda

Ausstellung im Kunsttreff Quidde-Zentrum: Fotografische Verdichtungen und emotionale Experimente

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Florian Mayr
Werk von Florian Mayr

Was haben Aufnahmen von „lost places“, Industrieanlagen, Landschaften oder Portraits mit expressionistischer Acrylmalerei gemeinsam? Es sind Werke zweier in München Neuperlach und dort speziell im Quidde-Zentrum engagierter Personen, die gemeinsam vom 15. bis 24. Juni im Kunsttreff Quidde-Zentrum ausstellen. Die gemeinsame Werkschau wird am Freitag, den 15.06., um 19 Uhr eröffnet und ist anschließend Samstag, den 16.06., und Sonntag, den 17.06, sowie von Mittwoch, den 20.06., bis Sonntag, den 24.06., jeweils von 15–19 Uhr zugänglich.

Für Florian Mayr, der seit vielen Jahren nicht nur als Leiter der Jugendgruppe des Nachbarschaftstreff Quidde-Zentrum aktiv und bekannt ist, ist es schon das zweite Mal, dass er den Kunsttreff „bespielt“. Beim ersten Mal präsentierte er 2016 ein Graffiti-Projekt, das er gemeinsam mit den Jugendlichen des Quiddetreff erarbeitet hat und bei dem spannende Selbstportraits entstanden sind. Diesmal zeigt er seine eigene Kunst, seinen Blick auf die Welt, die er durch die Linse seiner Kamera einfängt: Es geht bei ihm um Verdichtung, um die Konzentration auf wenige Elemente, um das Spiel von Farben und Formen sowie deren Anordnung im Raum. Häufig entstehen dabei Bilder wie aus dem gewohnten Zusammenhang gerissen, aus der Realität herausdestilliert, die auf diese Weise eine eigenwillige Ästhetik entfalten. Die Motive sind vielfältig und reichen von Landschaften über vergessene Orte und Industrie bis zu abstrakter Fotografie und Portrait. Die Ausstellung ist gegliedert in verschiedene kleine Fotoserien, die sich dieser Themenvielfalt widmen. Parallel zu dieser Ausstellung arbeitet er bereits am nächsten Fotoprojekt, das die Brücke schlägt zu seinem Beruf als Soziologen: Portraits von Jugendlichen aus Neuperlach verschmolzen mit den Hochhäusern, von denen sie umgeben sind und in denen sie leben.

Florian Mayr
Werk von Florian Mayr
Florian Mayr
Werk von Florian Mayr
Florian Mayr
Werk von Florian Mayr

Den malerischen Part in der aktuellen Werkschau im Kunsttreff Quidde-Zentrum stellt Ute Schwab, die, gebürtig aus Norddeutschland, schon viele Jahre in Neuperlach lebt und sich seit einiger Zeit aktiv an der Organisation des Kunsttreff beteiligt. Bereits seit 1998 widmet sie sich der abstrakten, expressiven Malerei, mit der sie ihrer inneren Welt Ausdruck verleiht. Ihr Alltags- und Berufsleben war geprägt von Zahlen, Organisation und Terminen: Die Stimme der Kreativität verstummte. Der Kopf übernahm und ein Gedankenkarussell drehte sich. Im Urlaub auf der Insel Sylt begann sie die Kunst. „Für mich begann ein unendliches Abenteuer beim Entdecken und Ausprobieren von Materialien sowie Farben. Eine spannende Reise, in der ich emotionale Experimente auf der Leinwand ausleben kann.“

Ute Schwab
Werk von Ute Schwab
Ute Schwab
Werk von Ute Schwab

Zur Vernissage am Freitag, den 15.06., um 19 Uhr im Kunsttreff Quidde-Zentrum in der Quiddestraße 45 laden die beiden alle Kunstinteressierten herzlich ein. Übrigens lohnt sich dabei ein Abstecher in den kleinen Garten hinter den Kunsttreff: Fort im Skulpturengarten, der Ende letzten Jahres entstanden ist, gibt es auch Werke von Florian Mayr und Ute Schwab zu entdecken. Mayrs Werk trägt den Titel „STRG Freiheit“, die Werke von Ute Schwab heißen „offene Welt“ und „Zeitgeschehen“. Anhand der Titel lassen sich die Skulpturen, die sich alle drei im vorderen Bereich befinden, mit ein bisschen Fantasie leicht zuordnen.

Florian Mayr und Ute Schwab: Fotografie und Malerei

Vom 15.06 bis 24.06
Kunsttreff Quidde-Zentrum
Quiddestraße 45
81735 München
Vernissage: 15.06., ab 19 Uhr
Öffnungszeiten: Do–So, 15–19 Uhr

Kontakt

Ute Schwab, 0173/613 40 14, ute.schwab@freenet.de
Florian Mayr, 0176/64 37 91 07, flomayr@gmx.net

Müller & Müller: Fotografie und Malerei

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Vögel-Collage von Ingrid Müller
Collage „Vögel“ von Ingrid Müller

Vom 30. April bis zum 18. Mai gibt es in der Kultur-Etage der Messestadt eine Gemeinschaftsausstellung eines Künstlerpaares aus Ramersdorf zu sehen. Am Montag, den 30. April, um 19 Uhr wird die Werkschau, die überwiegend blaue Exponate aus den Bereichen Malerei, Collage, Fotografie und Objekt zeigt, bei Anwesenheit der beiden Künstler eröffnet.

Ferne von Frank Müller
„Ferne“, Fotografie von Frank Müller

Es gibt viele Paare, die auch beruflich verbunden sind, bei Frank und Ingrid Müller ist es die Kunst, in der sie gemeinsam „arbeiten“. Seit über 10 Jahren inspirieren sie sich gegenseitig und stellen gemeinsam aus. Sie diskutieren ihre Werke, erörtern Theoretisches und organisieren zusammen Kunstprojekte. Und manchmal gleitet das Werk des einen über in das Schaffen des anderen. So nimmt sich Ingrid Müller einiger auf Spanplatte aufgezogener Fotografien von Frank Müller an und verfremdet diese bzw. verleibt sie ein in ihren experimentellen Prozessen.

Ingrid Müller, die studierte Philosophin, arbeitet in Serien, die in sich schon einen inneren Antrieb zur Entwicklung haben und damit ein Darüber-hinaus-Wachsen implizieren. In der Kultur-Etage macht sie so einen „künstlerischen Werdegang“ nachvollziehbar. Beginnend bei der Collage-Serie „Bücherwelten“, die aus dem empfundenen Schmerz bei dem Entschluss, ein Buch wegzuwerfen, entstanden ist. Ein literarisches Werk eröffnet eine neue Welt, einen Kosmos, der sich in uns entfaltet und sich als eigene, für jeden Leser verschiedene Realität manifestiert. Das thematisiert die erste aus Buchseiten und Acrylfarbe auf Leinwand entstandene Collage. Danach folgen weitere, die von den „ausgelesenen“ Büchern als realen Objekten inspiriert sind, Inhalte und Assoziationen des Lesers bzw. der Künstlerin aufgreifen und durch die Bildwerdung unvermeidlich rekontextualisiert werden. Von diesen Arbeiten schlägt sie eine Brücke zu neueren Arbeiten mit Transparentpapier in realistischer Formgebung bis zu Arbeiten mit gerissenem Papier aufgebracht auf den Fotografien von Frank Müller. Neu dazugekommen ist das Element Wachs, das in den letzten und aktuellsten Arbeiten auftaucht, die in dieser Ausstellung zu sehen sind und wieder wegführen vom Papier, dafür den darunterliegenden Fotografien mehr Raum lassen.

Der Fotograf Frank Müller stellt die Dinge in den Vordergrund, die vermeintlich uninteressant oder banal sind und gibt ihnen durch seinen Blickwinkel etwas Besonderes. In dieser Ausstellung liegt die Gewichtung auf dem Element Wasser. Das Wasser als Lebensraum, als Landschaftsgestalter, als Lebenselixier oder Mikrokosmos in verschiedensten Formen und Farben. Frank Müller verzichtet bewusst auf digitale Bildbearbeitung, setzt sich mit der Natur – Anordnungen – visuellen Situationen so auseinander, wie er sie vorfindet. Nur durch das gezielte Setzen von Ausschnitten und das implizierte Weglassen erzählt er mit seinen Aufnahmen eine ganz eigene Geschichte von seiner Sicht auf die uns umgebende Welt und der Ästhetik, die sie in sich trägt.

Die Eheleute Müller leben in München Ramersdorf und wirken von dort aus als aktive Vorstände und Mitbegründer der Künstlervereinigung Kunstrefugium e. V., die dieses Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum feiert. Seit Frühjahr 2014 stehen sie hinter dem Projekt Kunsttreff Quidde-Zentrum – einer künstlerischen Zwischennutzung bis zum Abriss dieses ehemaligen Ladenzentrums in Neuperlach. Als freischaffende Künstlerin ist Ingrid Müller auch Mitglied im Bund Bildender Künstler.

Alle Daten zur Ausstellung „Müller und Müller: Überwiegend blau – Fotos und Bilder“

Wann? Vernissage: Montag, den 30. April 2018, 19 Uhr, Ausstellung bis zum 18. Mai 2018

Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9:00 bis 12:00 und 18:00 bis 21:00 Uhr, dienstags und donnerstags auch 16:00 bis 18:00 Uhr.

Eintritt frei

Wo? Kultur-Etage Messestadt, Erika-Cremer-Straße 8 / 3. OG, 81829 München

Kontakt

Ingrid Müller
Mobil: 0160/97 92 50 66
Mail: Ingrid0mueller@online.de

Ausstellung: Inspiration Neuperlach

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Fotoausstellung Inspiration
Foto: Helga-Hertel
Fotoausstellung Inspiration
Foto: Belgis Said

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums Neuperlachs gibt es auch im Frauentreffpunkt im Oskar-Maria-Graf-Ring 20 eine passende Ausstellung zu sehen. Als feste Institution des Stadtteils, die diesen schon viele Jahre mitgestaltet und prägt, ist das der Versuch einer Innenschau:

Der bewusste Blick in das eigene Viertel, das direkte Umfeld wahrnehmen, konkretisieren, was einen dort inspiriert im täglich Gesehenen, im neu Entdeckten, im langsam Verfallenden, im Formenspiel der Architektur, im Skurillen, in der Bedeutung der Orte, in der Belebtheit der Plätze, in der Vielfalt der grünen Oasen …

Die aktiven Frauen des Vereins haben ihre persönliche Inspiration in den Fokus ihrer Kameras genommen, aus verschiedenen Blickwinkeln, für jede etwas anderes. Zu sehen ist die Fotoausstellung von Mitte Mai bis Mitte Oktober zu den Öffnungszeiten des Frauentreffs.

Fotoausstellung Inspiration
Foto: Otti Schnopp

Alle Kunstinteressierten (auch Männer!) sind herzlich zur Vernissage am Samstag, den 13.05.2017, ab 17 Uhr in den Frauentreff eingeladen. Dann gibt es nicht nur interessante Fotoaufnahmen zu sehen, sondern auch eine Gesangseinlage des „Frauentreff-Chors“ zu hören.

Bei der Gelegenheit kann man sich auch gleich das aktuelle Programm besorgen, in dem alle Frauencafés, Spielgruppen sowie Spezialveranstaltungen wie „Afghanisch Kochen“ oder gemeinsames Basteln bis Ende Juli aufgeführt sind. Natürlich gibt es auch alle aktuellen Infos auf der Website der Einrichtung:

www.frauentreffpunkt-neuperlach.de

Im Frauentreffpunkt Neuperlach e. V.
Oskar-Maria-Graf-Ring 20, 81737 München
Tel: 089/670 64 63

Gesichter und Geschichten: 50 Neuperlacher

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Neuperlach wird 50 und das muss gefeiert werden. Mit einer Ausstellung, mit den Menschen aus dem Viertel: Sie selbst sollen die Ausstellung sein. Ihre Gesichter, ihre Geschichten, ihre Stimmen. Das Team vom Kunsttreff hat sie befragt, fotografiert und aufgenommen: 50 Fotocollagen gibt es zu sehen, 50 Steckbriefe zu lesen und 50 Geschichten zu hören. Ein multisensorisches Projekt, das vom 10. Mai bis zum 04. Juli im Kunsttreff Quidde-Zentrum zu erleben ist. Die Ausstellung ist jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 15 bis 19 Uhr zugänglich und natürlich während aller Veranstaltungen des Rahmenprogramms.

Kunsttreff Team
Collagen wie diese vom Organisationsteam des Projektes gibt es von 50 Neuperlachern zu sehen. Auf den Fotos: Richard Schleich, Manuela Clarin, Frank Müller, Lieselotte Ott, Ingrid Müller, Christian Silys, Ute Schwab, Daniel Roeckl, Bernd Georg Schwemmle, Manfred Ossenbrunner

Es werden Menschen vorgestellt, die zu den Neuperlachern der ersten Stunde gehören, andere sind hier geboren, manche haben ihre Wurzeln in ganz anderen Kulturen. Sie leben und arbeiten in Neuperlach, gehen hier zur Schule, genießen ihre Freizeit, haben hier ihr soziales Umfeld. Es sind Menschen aus verschiedensten Bereichen vom Arzt bis zur Köchin, vom Politiker bis zum Schriftsteller, vom Pfarrer bis zum Philosophiestudenten, vom Jazzmusiker bis zum Rapper, vom Maler bis zum Streetartkünstler … Wer hätte gedacht, dass er eine Olympiasiegerin oder einen Bestsellerautor zum Nachbarn hat? Oder wer kennt den Elvis, den Löwen oder den Bürgermeister von Neuperlach?

Es gibt viele interessante Individuen zu entdecken, Geschichten zum Staunen, manche zum Schmunzeln, viele informativ, andere spannend. Jeder erzählt von seinem persönlichen Neuperlach. Alles zusammen ergibt einen Ausschnitt der Menschen, die hier leben, arbeiten oder sonst wie unterwegs sind. Der Blick auf einen Stadtteil Münchens, der anders ist als die anderen, weil er nicht natürlich gewachsen, sondern geplant ist. Ein Blick aus verschiedenen Perspektiven.

Die Organisatoren haben viel erlebt und erfahren beim Sammeln der Geschichten und Momentaufnahmen. Vor der Eröffnung der Ausstellung ziehen sie Resümee: Die Innenschau ist anders als der Ruf des Viertels. Die Bewohner schätzen die Toleranz untereinander, die hier herrscht: gelebte Integration. In Neuperlach ist die Welt zu Hause. Und das viele Grün, das sich zwischen den Betonbauten ausbreitet. Manchmal auch der Blick in die Berge, der den Bewohnern der oberen Stockwerke gehört. Die Neuperlacher nutzen gern die nahen Einkaufsmöglichkeiten und loben die Verkehrsanbindung.

In Neuperlach bilden sich die Menschen nichts darauf ein, wo sie wohnen, es gibt keine Schickeria. Sie sind einfach das, was sie sind. Authentisch. Was sie aber nicht mögen, ist die Außenwahrnehmung und die Vorurteile, die ihnen begegnen, wenn sie erzählen, wo sie wohnen und dafür entsetzte oder mitleidige Blicke ernten. Wenn andere sich gegenseitig Warnungen aussprechen, dass man in dieses Ghetto auf keinen Fall abends und schon gar nicht alleine hingehen kann. Und dann die Besuche der ehemaligen Freunde ausbleiben, weil man hierher gezogen ist …

Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch, den 10. Mai, um 19 Uhr durch Erwin Bohlig vom Bezirksausschuss und den Künstlern Ingrid Müller und Richard Schleich vom Organisationsteam. Im Anschluss gibt es ein Konzert des Paranormal String Quartett. Am Donnerstagabend folgt eine Theateraufführung des freien Ensembles Lichtbühne „Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten“, am Freitag eine Vorführung „Thaiboxen“ des im Viertel sehr engagierten Ramazan Varisli, der mit den von ihm trainierten Kids schon einige Medaillen geholt hat. Am Samstag ist die renommierte Mundartdichterin Ingrid G. Blank-Hofmiller bei einer Lesung zu erleben, bei der sie von der Familie Hermann mit ihrer Stubenmusik begleitet wird. Auch an den folgenden drei Wochenenden gibt es spannende Events mit einem Jazzfrühschoppen, einem literarischen Kabarett, einem Auftritt von Elvis und einiges mehr. Nach fast allen Programmpunkten sind im Anschluss Gesprächsrunden geplant, bei denen die Besucher eingeladen sind, sich zu beteiligen. Das komplette Programm für die 4 Wochen gibt es direkt im Kunsttreff oder unter www.kunsttreff-quiddezentrum.de Wer nur die Ausstellung sehen möchte, kommt am besten tagsüber vorbei! Donnerstag bis Sonntag von 15 bis 19 Uhr zwischen dem 11.05.2017 und 04.06.2017 im Quidde-Zentrum, Quiddestraße 45, mitten in Neuperlach.

Wann und wo?

Vom 10.05.2017 bis 04.06.2017, Donnerstag bis Sonntag von 15 bis 19 Uhr
Kunsttreff Quidde-Zentrum, Quiddestraße 45, 81735 München
Web: www.kunsttreff-quiddezentrum.de

Kontakt

Ingrid Müller
Laibacher Straße 4
81669 München
Mobil: 0160/97 92 50 66
Mail: Ingrid0mueller@online.de

Ausstellung im Kulturhaus Neuperlach: „Mobilmachung – Künstler ziehen in den Krieg – Hunger und Not“

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Am 1. August 2014 jährte sich zum hundertsten Mal der Beginn einer der großen menschlichen Tragödien des vergangenen Jahrhunderts: Der Erste Weltkrieg.

Hermann Wilhelm, Leiter des Haidhausen-Museums, zeigt zu diesem Anlass im Kulturhaus Neuperlach am Hanns-Seidel-Platz historisches Bildmaterial sowie Tagebuchaufzeichnungen und Dokumente zum Münchner Kriegsalltag, in dem die Bevölkerung Hunger und Not leidet, die Lazarette der Stadt überfüllt sind, Konzertsäle und Theater wegen fehlender Heizmittel geschlossen werden und das Kultur- und Wirtschaftsleben erlahmt.

Mobilmachung
Ausstellung „Mobilmachung“ (Anklicken zum Herunterladen)

Wann und wo?

Die Ausstellung wird im Kulturhaus Neuperlach (Hanns-Seidel-Platz) gezeigt und ist in der Regel von Dienstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr geöffnet, außerdem zu allen öffentlichen Veranstaltungen im Kulturhaus Neuperlach und nach Vereinbarung.

Die Eröffnung der Ausstellung ist am Dienstag, den 23. September 2014, um 19 Uhr.

Der bekannte Münchner Schauspieler Bernhard Butz liest zu diesem Anlass aus dem Werk von Oskar Maria Graf „Wir sind Gefangene“ und aus anderen seiner Werke.

Für die Eröffnung wird um Anmeldung gebeten. Die Anmeldungskarte ist im begleitenden PDF, das Sie hier herunterladen können: Ausstellung „Mobilmachung – Künstler ziehen in den Krieg – Hunger und Krieg“

Weitere Ausstellung (Anfang 2015): „Ein Oskar in Neuperlach – 120. Geburtstag von Oskar Maria Graf“

Am 22. Juli 2014 wäre der bekannte und beliebte bayrische Schriftsteller Oskar Maria Graf, dessen Namen eine Straße in Neuperlach – der Oskar-Maria-Graf-Ring – trägt, 120 Jahre alt geworden.

Das nehmen der Trägerverein Pepper e. V. und das Kulturforum Neuperlach e. V. zum Anlass, das Leben und Schaffen des in Berg am Starnberger See geborenen Schriftstellers, Heimatdichters und Kriegsdienstverweigerers Oskar Maria Graf mit einer Veranstaltungsreihe zu würdigen: „Ein Oskar in Neuperlach“.

Mit einem seiner wichtigsten Werke, dem autobiografischen Roman „Wir sind Gefangene – Ein Bekenntnis“, in dem er seine Erlebnisse und Erfahrungen auf seine unverkennbare Weise schildert und verarbeitete, gelang ihm der Durchbruch als Schriftsteller.

Mit dem 1. Fotoclub Neuperlach und dem Trägerverein Pepper e. V. gibt es zum Thema „120. Geburtstag von Oskar Maria Graf“ eine kreative Zusammenarbeit.

Einige Mitglieder des Clubs gestalten eine Fotoausstellung zum oben genannten Thema. Sie recherchieren und fotografieren Stationen in und um München, an denen Oskar Maria Graf gelebt und gearbeitet hat, und fotografieren zu allen Veranstaltungen des Trägervereins Pepper e. V. zum Thema „Ein Oskar in Neuperlach“.

Wann und wo?

Die Ausstellung wird im Januar und Februar 2015 im Kulturhaus Neuperlach (Hanns-Seidel-Platz) zu sehen sein.

Fotoausstellung „Natürlich einmalig!“ in Stadtbibliothek Neuperlach

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Aina Breczniak stellt noch bis 28.02.2011 in der Stadtbibliothek Neuperlach im Quidde-Zentrum ihre Fotos aus. Der Titel der Ausstellung ist „Natürlich einmalig!“. Die versteckten Momente der Schönheit und die zerbrechliche Harmonie der Natur werden von Aina Breczniak mit der Lupe und dem Fernglas festgehalten.

Stadtbibliothek Neuperlach
Quiddestr. 45 (Quidde-Zentrum)
Mo, Di, Do, Fr. 10:00 bis 19:00 Uhr
Mi 14:00 bis 19:00 Uhr

Anfahrt per MVV: U5 bis Quiddestraße, dann Autobus-Ringlinie 197 Außenring bis Nawiaskystraße

Quelle: Der-München-Blog

Fotolog-Page von Aina Breczniak

Geisterteilchen im Bild – was es mit den „Orbs“ auf sich hat

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Orbs
Die kreisförmigen Flecken, so genannte Orbs, sind an sich nichts Besonderes. Die Neuperlach-Webcam zeigte aber heute morgen diese Geisterteilchen in einer bemerkenswerten Häufung

Jeder Fotograf kennt den Effekt: Auf manchen Bildern sind kreisrunde, milchig-weiße Flecken zu sehen, so genannte Orbs. Der Begriff ist englisch, „orb“ bedeutet schlicht „Kugel“. Daran erinnert der auch Im Deutschen geläufige und verwandte Ausdruck „orbital“, der für „kreisförmig“, „kreisend“ und „Umlauf-“ steht. Der Effekt wird meist durch Staubteilchen hervorgerufen, die vor dem Objektiv schweben. Jeder hat diese Staubteilchen auch schon in natura gesehen. Bei einer Film- oder Diavorführung sieht man diese im Projektorlicht tanzen. Gelangen solche Teilchen mit auf das Bild, bringt dies die typischen Orbs hervor. Neben Staubteilchen können aber auch z.B. Regentropfen und Schneeflocken zu Orbs werden.

Die gängige Erklärung für das Entstehen von Orbs ist, dass beim Fotografieren mit Blitz das Blitzlicht von den Teilchen gestreut und teilweise zurückgeworfen wird. Aber auch Sonnenlicht und Lampen können zu solche Effekten führen. Richtig sichtbar sind die Teilchen nur, wenn sie in irgendeiner Weise fokussiert werden. Bei herkömmlichen Analogkameras sind nur selten Orbs zu beobachten, umso häufiger aber bei Digitalkameras. Denn Letztere erlauben typischerweise eine größere Schärfentiefe, sodass die Schwebeteilchen weit häufiger mit fokussiert werden. Was man also sieht, ist das Teilchen selbst, das aber vergrößert erscheint. Die Teilchen erscheinen umso größer, je näher die Streuzentren an der Linse sind bzw. je unschärfer sie aufs Bild gebannt werden.

Org im Bild
Ein Orb über der Schulter. Foto: airborneshodan / Lizenz siehe: flickr

Mit solchen weltlichen Erklärungen geben sich viele Esoteriker aber natürlich nicht zufrieden. Für sie sind Orbs Seelen von Verstorbenen. Warum präsentieren sich Opa Valentinus († 1912), Oma Trudhilde († 1921) und alle anderen verblichenen Seelen aber ganz profan kreisrund und nicht als menschenähnliche Spukgestalt, die z.B. uns allen mit rasselnden Ketten Angst einjagt? Ganz einfach, die Kugel ist die geometrische Form, die bei gleichem Volumen die geringste Oberfläche aufweist. Somit ist sie das energiesparendste geometrische Objekt. Jeder hat schon einmal eine Katze gesehen, die sich beim Schlafen zusammenrollt und dabei fast eine Kugelform einnimmt, so verliert die Mieze am wenigsten Wärme. Sehen wir also auf unseren Digitalbildern keinen Industriestaub, sondern vielleicht Michael Jackson, der nun neue Tanzschritte vor der Linse aufführt? Immerhin hat man im Jenseits keinen stark gezuckertem Kaffee mehr, mit dem man seine Akkus auflädt, also gilt es, mit der Energie sparsam umzugehen. Da wird man halt einfach kugelrund, warum eigentlich nicht?

Mit in diese Argumentationskette passt, dass Orbs in verlassenen oder generell alten, düstereren Gebäuden weit häufiger in Erscheinung treten. Klar, dass in älteren Gebäuden mehr Leute gestorben sind, die folglich jetzt im Gebäude herumspuken. Ist doch einfacher als Umziehen in die Neubausiedlung oder nach Neuperlach, vor allem, wenn man nur noch eine Kugel ist und daher schlecht ein Taxi bestellen kann und mit der vollen U-Bahn ist es halt auch zu unbequem.

Doch die Wahrheit ist ein klein wenig nüchterner. Die Esoteriker sind hier ausnahmsweise im Unrecht. Die ganz triviale Erklärung ist, dass es in alten Gebäuden mehr Staub gibt, der aufgewirbelt wird und dann mit aufs Bild kommt. Wir werden also eher nicht Elvis Presley, Cäsar oder Napoleon vor die Linse kriegen. Zumindest nicht als Kugel. Wäre ja auch irgendwie unspektakulär.

Verhüllen, verpixeln, verboten? Wie die Medienhysterie die Jagd auf Fotografen antreibt

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Dieses Schmuckstück „durfte“ ich nicht ablichten (22.08.2010) © Thomas Irlbeck

Heute fotografierte ich eine Hochhausfassade in Neuperlach, ohne dass Menschen im Bild waren. Auf einmal kam eine aufgeregte Frau auf mich zu und rief „Das ist verboten!“. Ich fragte: „Was soll verboten sein?“. Sie: „Das Fotografieren und Filmen von Häusern“. Ich entgegnete, dass das Fotografieren von Häuserfassaden im öffentlichen Raum sehr wohl erlaubt sei. Sie meinte, nein, der Datenschutz, und das böse Google (gemeint hat sie im Besonderen Google Street View; der Verfasser), es sei ja alles so schlimm heutzutage. Es würden Personen fotografiert und diese würden per Software verändert. Ich sagte ihr, ich fotografiere Häuser, keine Personen. Ich wies darauf hin, dass es im Gespräch sei, eventuell eine Veröffentlichung von Häuserfassaden bei gleichzeitiger Beigabe der Geodaten einzuschränken. Jetzt aber sei auch das nicht verboten. Sie fragte: „Was? Geodaten? Was ist das?“

Wie schlecht informiert kann man eigentlich noch sein? Wann wird der erste Hund auf einen Privatfotografen gehetzt, der eine Fassade eines anonymen Wohnhausblockes just for fun fotografiert?

Der Hintergrund ist, dass Google mit seinem Dienst Street View bald in Deutschland online gehen will. Street View zeigt Häuseransichten ganzer Orte, die vom öffentlichen Raum aufgenommen wurden. Da sich auch die geographischen Koordinaten dazu abrufen lassen oder man sich eben von einem bestimmten Ort die Häuseransichten anzeigen lasen kann, kam Kritik auf, die von den Medien, sicherlich auch durch das Sommerloch, erheblich verstärkt wurde.

Google Street View-Auto in Palma de Mallorca. Fährt hier das Böse oder verändert sich die Welt einfach nur und die Leute haben Angst vor Neuerungen – v.a. aus Unkenntnis? Foto: Mark Wiewel / Lizenz siehe: flickr

Wie bei allen Neuerungen gibt es auch hier zwei Seiten. Man kann z.B. überprüfen, ob das anvisierte Hotel wirklich so toll am Strand liegt. Das ist eine positive Seite (für den Hotelbetreiber eher nicht, aber egal). Die negative Seite ist, dass ein jeder, der ggf. auch nichts Gutes im Schilde führt, schauen kann, in welcher Gegend man wohnt, ohne aufwändig anreisen zu müssen. Mehr sieht man aber nicht als über ein Foto, das ggf. in den gigantischen Bilderbeständen, z.B. flickr, veröffentlicht ist. Oft sind auch diese mit Geodaten und Straßennamen verknüpft. Die Bilderbestände zeigen inzwischen auch schon deutschlandweit einen beträchtlichen Anteil aller Häuser. Man suche z.B. mal bei flickr nach seiner Straße und überprüfe das.

Obwohl es gesetzlich nicht erforderlich ist, pixelt Google auf Wunsch Häuserfassaden. Dies geschieht noch vor dem Start des deutschen Street View. Personen und Autokennzeichen werden generell unkenntlich gemacht. Vermutlich will Google mit der Einspruchsmöglichkeit einer möglichen gesetzlichen Änderung vorgreifen. Google sollte mit dem Einspruchsrecht leben können und die Eigentümer auch. Der einzige Knackpunkt ist hierbei, dass es noch weitere Dienste wie Street View bereits gibt und sicher noch geben wird. Bei diesen müsste man dann separat um eine Unkenntlichmachung bitten. Wenn diese Dienste alle einem Einspruch nachkommen, braucht es dazu auch kein Gesetz, das im schlimmsten Fall die Pressefreiheit gefährdet. Man stelle sich einen Außenreporter vor, der von einem Ereignis berichtet und unter Nennung des Straßennamens filmt. Das alles könnte durch entsprechende Interpretation eines im schönsten Bürokratendeutsch formulierten Gesetzes mit viel Rechtsverdreherei dann mindestens zu einer strittigen Handlung werden.

Kommen wir zurück zu unserer aufgeregten Frau, die vermutlich in der obigen herrlichen Wohnmaschine gerade ihre Socken stopft. Es ist selbstredend erlaubt, Google und Street View zu kritisieren. Ein bisschen wissen, um was es geht, sollte man aber schon. Es gibt ja Leute, die meinen, man könne sie in Zukunft live unter der Dusche beobachten. Noch aber gibt es zu wenige spritzwassergeschützte Webcams.