Unser Aussichtshügel im Ostpark (Update 08.06.2018)

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Ostpark Weg neu gepflastert
Bild 1 (07.04.2018). Foto: Lesereinsendung
Ostpark Weg neu gepflastert
Bild 2 (07.04.2018). Foto: Lesereinsendung

Unser Aussichtshügel im Ostpark. Kaum eine Stelle in Neuperlach ist ohne Baustelle. Das ist gut, denn damit wird unser Stadtteil vor dem Verfall bewahrt. Die Pflastersteine des Gipfelpfades wurden herausgerissen, der Weg wird wohl neu gepflastert.

Das nächste Foto ist älter, mindestens 20 Jahre alt. Es zeigt Pflasterarbeiten am Gipfel dieses Aussichtshügels. Vielen Dank an Reinhard Veit, dass das Foto hier gezeigt werden darf!

Ostpark Aussichtshügel
Bild 3. Foto: Reinhard Veit

Update 24.04.2018

Ostpark Weg neu gepflastert
Bild 4 (24.04.2018). Foto: Lesereinsendung
Ostpark Weg neu gepflastert
Bild 5 (24.04.2018). Foto: Lesereinsendung
Ostpark Weg neu gepflastert
Bild 6 (24.04.2018). Foto: Lesereinsendung
Ostpark Weg neu gepflastert
Bild 7 (24.04.2018). Foto: Lesereinsendung
Ostpark Weg neu gepflastert
Bild 8 (24.04.2018). Foto: Lesereinsendung
Ostpark Weg neu gepflastert
Bild 9 (24.04.2018). Foto: Lesereinsendung
Ostpark Weg neu gepflastert
Bild 10 (24.04.2018). Foto: Lesereinsendung
Ostpark Weg neu gepflastert
Bild 11 (24.04.2018). Foto: Lesereinsendung

Update 08.06.2018

Ostpark, Weg neu geteert
Bild 12 (08.06.2018). Foto: Lesereinsendung

Der Weg auf den Ostparkhügel ist wieder begehbar. Es fehlt nur noch eine dünne feine Deckschicht. Der Asphalt geht jetzt bis oben hin zur Plattform, das oberste Stück ist also kein Kopfsteinpflaster mehr (Foto). Der steile Weg auf der Rückseite wird wieder aus Kopfsteinpflaster bestehen. Außerdem wurden die beiden geteerten Sportplätze neben der Eisstockbahn auch neu asphaltiert.

Schikane, die einen nach Haar bringt

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Ein Besuch in Haar, einer Gemeinde, die im Münchner Osten gleich hinter der Stadtgrenze beginnt, zeigt Erstaunliches. Auf den ersten Blick findet sich in Haar so eine Art Mini-Neuperlach mit diversen architektonischen Spezialitäten. Diverse Wohnhäuser sind dabei fast 1:1-Kopien einiger bekannter Neuperlacher Wohnblöcke. Auch ein Ladenzentrum gibt es, das der Idee der Neuperlacher Subzentren folgt. Im Unterschied dazu setzt man aber auf Sanierung und Modernisierung, nicht auf Abriss wie beim Plett-Zentrum und Quidde-Zentrum.

In einer Wohnanlage stieß ich auf diese Schikane (siehe Foto). Ich bin kein Freund dieser Umlaufsperren, in manchen Fällen ergeben sie aber Sinn. So existieren Stellen, an denen man durchaus bei schlechten Sichtverhältnissen eine Bahnlinie oder eine Schnellstraße übersehen könnte. In solchen Fällen können diese Einrichtungen den Fußgänger- und auch Fahrradverkehr runterbremsen – als Warnung.

Nun gibt es aber auch Leute, die fordern zum Schutz von Fußgängern, die immer wieder von Radlrambos geschnitten oder gar angefahren werden, in großem Stil solche Umlaufsperren aus dem Boden zu stampfen. Immerhin dürfen hier Radfahrer offiziell ohnehin nicht fahren. Aber es gibt mehrere Schönheitsfehler:

Umlaufsperre in Haar
Ein ganz spezieller Eingang nach Haar: Hier dürfen nur Schlanke durch. Tiere einer bislang nicht identifizierten Gattung dürfen nicht einmal daran denken, unten durchzukriechen (07.11.2013) © Thomas Irlbeck

Zum einen werden solche Umlaufsperren sogar gelegentlich auf Fahrrad(!)wegen errichtet, sodass das Argument kaum greift. Zum anderen stellen sie zwar ein wirksames Instrument zum Herunterbremsen von Radfahrern dar, schaffen aber ein neues Verletzungsrisiko. Radler können die Umlaufsperren übersehen und sich böse verletzen, ebenso kann man auch, wenn man sich der Gefahr bewusst ist, dort hängen bleiben. Hier ist immer wieder die Frage zu stellen, ob der Nutzen (Fußgänger haben mehr Sicherheit) tatsächlich höher ist als der Schaden (zusätzliches Verletzungspotenzial). Es kommt aber noch etwas hinzu: Man sperrt viele Leute ganz aus.

Als ich diese Konstruktion aus einiger Entfernung sah, dachte ich, dass hier ein undurchdringbarer Zaun aufgestellt wurde. Erst als ich etwas näher dran war, erkannte ich, dass dies eine Umlaufsperre ist. Die Stelle ist weit enger, als es das Bild erscheinen lässt. Mit meinem normalen Fahrrad kam ich (wohlgemerkt schiebend) hier mit einigem Rangieren durch, aber man muss schon genau wissen, wo man den Lenker wie einschlägt.

Mit einem Rollstuhl oder Kinderwagen ist hier wohl gar kein Durchkommen, allenfalls sehr schlanke Modellen haben noch eine Chance – vielleicht. Für ein Fahrrad mit Anhänger ist hier auf jeden Fall erst einmal Endstation.

Jetzt könnte man ja auf die Idee kommen, an der Seite vorbeizufahren. Doch auch daran hat man gedacht und alles lückenlos mit einem Zaun abgesichert. Wäre ja auch zu einfach.

Die Schikane hier dient sicherlich eher dazu, den Durchgangsverkehr nicht nur runterzubremsen, sondern die Stelle so unattraktiv zu machen, dass es einem Aussperren nahe kommt. Man kennt das Problem lärmender Menschen, speziell alkoholisierter Jugendlicher, die nachts grölend durch die Anlagen ziehen, sodass man wohl am liebsten gleich ein abschließbares Tor hätte, auch wenn das oft nicht legal ist, das es die Stadtteilsatzung zumindest in Neuperlach ausschließt. Eine Bahnlinie oder Schnellstraße verläuft hier auch nicht, kann also auch nicht der Grund sein.

Immerhin darf eine Mutter mit ihrer Tochter hier durchgehen, wie das Schild zeigt. Allerdings wegen der Platzverhältnisse nur hintereinander – nicht nebeneinander, auch wenn es das Schild anders suggeriert. Hunde dürfen hier auch nicht durch, wobei das dargestellte Tier auch ein Pferd sein könnte, so genau lässt sich das nicht erkennen.

Also, wenn schon Schikanen errichtet werden, sollten diese so breit sein, dass Rollstühle und Fahrradgespanne durchpassen. Den gewünschten abbremsenden Effekt haben auch breitere Umlaufsperren.

Tor-Heiten

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Tor Kurt-Eisner-Straße
Das neue Tor an der Kurt-Eisner-Straße (21.04.2011) © Thomas Irlbeck

Neuperlach ist mit einem großzügigen Fußwegsystem ausgestattet. Diese Fußwege sind breit wie Nebenstraßen. Radfahren ist offiziell nicht erlaubt, wird aber im Allgemeinen geduldet. Seit vielen Jahren gibt es jedoch die Unart, diese Fußwege fast unpassierbar zu machen. Das Problem sind vor allem die Bewohner, die mit ihrem fahrbaren Untersatz direkt zu den Hauseingängen fahren, um dort Sachen aus- oder einzuladen. Nicht immer ist es nur ein Kasten Bier oder der Großeinkauf im pep, der ausgeladen wird. Handwerker parken auch gerne nahe am Eingang und hier ist es oft eher eine Notwendigkeit als eine reine Bequemlichkeit. Doch diese Wege sind auch Feuerwehrzufahrten. Im Ernstfall kann ein geparktes Automobil die Rettungsarbeiten verzögern.

Dies ist die offizielle Variante, ganz nebenbei möchte man auch sicherlich die Radler ausbremsen und Fremde fernhalten. Bislang befanden sich an der Kurt-Eisner-Straße, wo der Fußweg Richtung Pflegeheim Neuperlach (am Friedrich-Engels-Bogen) beginnt, nur ein paar Stempen. Solche Pfosten erweisen sich allerdings als labil, mitunter fallen diese fast von alleine raus. Für Handwerker sind sie ohnehin kein Hindernis, da entsprechendes Werkzeug zum Entfernen mitgeführt wird. Also muss ein abschließbares Tor her, das nur der Rettungsdienst und Hausmeister öffnen kann.

Wie auf dem Bild zu sehen ist, geht das neue Tor unnötigerweise über die volle Breite des Fußwegs. Wer nicht genau hinseht, meint, dass der Weg gesperrt sei. Das Abschrecken von Fremden funktioniert also schon einmal. Rechts sind ein paar Pflastersteine gesetzt, sodass man sich vorbeimogeln kann, bleibt aber als Radfahrer schnell an einem weiteren, neu gesetzten Stempen hängen, der wohl verhindern soll, dass noch ein Klein-Pkw da irgendwie durchkommt. Links kommt man vorbei, wenn man großzügig ein Stück des Rasens mitbenutzt, was der Hausmeister aber nicht gerne sieht. Wohlgemerkt reden wir auch von Fußgängern und nicht nur von bösen Radfahrern, die einen öffentlichen Weg, der für die Allgemeinheit zum Durchgang bestimmt und freizuhalten ist, benutzen möchten. So ein Tor muss daher nicht sein, zumindest nicht mit solchen Ausmaßen. Aber das Argument lautet, dass bei einer Entfernung dem Missbrauch wieder Tür und Tor geöffnet werden würde.

Top 3 der Fußfallen und Langsamfahrstellen, die einen zur Raserei bringen

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Dumm gelaufen. Hier läuft nichts wie geschmiert, derjenige, der sich das ausgedacht hat, hat vermutlich ein Rad los. Im Folgenden werden die dümmsten Stellen für Fußgänger und Radler in Neuperlach präsentiert.

Platz 1 – Aufgespießt: die Schranke für Schlanke am Überweg Kurt-Eisner-Straße

Schön lang ist die Schranke, damit nur noch Schlanke durchpassen. Vermutlich sollen hier nicht nur Pkws an der Durchfahrt gehindert werden, sondern auch Radler ausgebremst werden. Damit hier niemand zu schnell durchradelt, hat man noch einmal eigens ein paar Zentimeter Rohr an die Schranke vorne drangeschweißt, damit die radelnden Raser am Lenker order Fahrradkorb sicher an der Schranke hängenbleiben. Der Durchgang ist so schmal, dass besonders vollschlanke Personen, überbreite Kinderwägen oder Rollstühle zum Teil kaum mehr durchpassen. Diese geniale Idee verdient 10 von 10 Punkten.

Durch dieses Nadelöhr müssen Fußgänger und Radler, wenn sie über das Neuperlacher Fußwegsystem Richtung U-Bahn Quiddestraße wollen oder von dieser kommen. Bei breiten Kinderwägen oder Rollstühlen kann dies schnell knapp werden. Links und rechts an der Schranke vorbei geht es auch, man muss aber dann über den Rasen, den man bestimmt nicht betreten darf. Außerdem ist es hier (zwischen Mülleimer und Stange) auch nicht viel breiter (11.01.2009). Foto (Handycam): Thomas Irlbeck
Die Schranke für Schlanke in voller Pracht (11.01.2009). Foto (Handycam): Thomas Irlbeck

Platz 2 – Zutritt nur für Astronauten: die Mondlandschaft im Marx-Zentrum

Als Park und Spielplatz war sie geplant, die riesengroße Dachterrasse auf der Mittelinsel im Marx-Zentrum. Die ersten Jahre war sie das auch, sie war noch mehr, der Stolz des Marx-Zentrum. Heute sind aber die Aufgänge mit Gittern zugesperrt, das Dach zur Mondlandschaft verkommen. Da immer wieder Personen das Dach betraten, hat man in den vergangenen Jahren in mehreren Etappen immer mächtigere Gitter angeschraubt. Viele Bewohner haben einen Blick ins Grüne. Bewohner im Marx-Zentrum haben dagegen einen Blick auf einen hässlichen Steinbruch. Dieser architektonische Wahnsinn reicht noch für 9,99 Punkte.

(Bilder entfernt)

Platz 3 – Nur für Katzen: dunkler Durchgang Plettstraße <–> pep

Tagsüber nicht schön anzuschauen, aber man sieht was. Nachts ist er es hier zappenduster, was den Vorteil hat, dass man nicht nur nichts sieht, sondern auch das Hässliche nicht mehr zu Gesicht bekommt (Archivfoto). Foto: Thomss Irlbeck

Zum pep geht es hier, und wieder zurück. Theoretisch. Leider hat man offenbar beim Ausräumen des ehemaligen Plett-Zentrum, das nur noch als Durchgang fungiert, auch die Lampen mitgenommen, denn die Betonruine ist nun völlig unbeleuchtet. Wer nicht zufällig eine Katze ist, kann den Durchgang bei Dunkelheit kaum noch benutzen. Dabei wollen viele diesen Durchgang benutzen, um im pep einzukaufen. Dem im näher gelegenen Quidde-Zentrum gibt es ja keine Lebensmittel mehr. Die Alternativroute führt über die Brücke der Albert-Schweitzer-Straße, was einen schönen Umweg bedeutet. Das ist 9,98 Punkte wert.