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Glyptotheke zieht von Lätare-Kirche in den Wohnring

Pressemitteilung

Glyptotheke zieht von Lätare-Kirche in den Wohnring

Mobile Sitz-Stufen wandern zwei Jahre lang durch Neuperlach
Glyptotheke Wohnring
Glyptotheke am Wohnring. Foto: MGS Stadtteilmanagement Neuperlach

Ihren Namen hat sie vom Königsplatz. Dort stand von Sommer 2019 bis Winter 2020 eine hölzerne Kopie der Sitz-Stufen der Glyptothek – die mit Wortwitz sogenannte „Glyptotheke“. Seit diesem Jahr wandert die temporäre Sitzinstallation durch Neuperlach. Über zwei Jahre hinweg wird sie an verschiedenen Orten im Stadtteil Station machen.

Nun zieht sie vom Standort an der Lätare-Kirche an den Theodor-Heuss-Platz im sogenannten Wohnring. Dort wird die Glyptotheke bis März 2022 zusätzliche Sitzgelegenheiten bieten und dazu einladen, den öffentlichen Raum neu zu entdecken.

Glyptotheke Wohnring
Glyptotheke am Wohnring. Foto: MGS Stadtteilmanagement Neuperlach

„Trotz des wenig einladenden Wetters in diesem Sommer ist die Glyptotheke von kleineren Gruppen gerne und unkompliziert angenommen worden“, sagt Klaus Gruzlewski, Pfarrer der Lätare-Kirche. „Als Sitz- und Begegnungsmöbel konnten wir sie auch gut für eigene Veranstaltungen nutzen. Die anfänglichen Sorgen um etwaige Ruhestörungen waren völlig unbegründet. Daher würden wir die Glyptotheke – wenn wir nochmal könnten – sogar näher an den Eingangsbereich der Lätare-Kirche stellen.“

Die Sitz-Installation Glyptotheke besteht aus Holzelementen, die zu zwei jeweils ca. 23 Meter lange Objekten zusammenfügt werden. Ein Objekt steht auf den östlichen Wiesen am Kunstwerk „Space Churn“, dem sogenannten „Perlach-Mobile“. Das zweite Objekt steht zwischen Spielplatz und großer Wiese.

Der Standort im Wohnring wurde ausgewählt, da dort auch in der kälteren Jahreshälfte viele Personen unterwegs sind und die bestehenden Sitzgelegenheiten sehr stark genutzt werden. Zugleich erschließen die Objekte sonnige bzw. wenig genutzte Fläche, um neue Perspektiven zu eröffnen.

Der Einsatz der Glyptotheke in Neuperlach ist motiviert durch die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchungen zur Stadtteilsanierung Neuperlachs, die das Referat für Stadtplanung und Bauordnung aktuell durchführt. Die Glyptotheke soll dabei helfen, Begegnungsorte zu stärken und den öffentlichen Raum zu aktivieren.

Die Glyptotheke wurde von Maria Schlüter und Nick Förster im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der Fakultät für Architektur der TU München initiiert. In Neuperlach wird das Projekt durch das Stadtteilmanagement der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung (MGS) fortgeführt und ist gefördert durch Mittel der Städtebauförderung von Bund, Ländern und Kommunen. Aktuelle Informationen zur Glyptotheke werden unter stadtsanierung-neuperlach.de/glyptotheke gebündelt.

Mit den vorbereitenden Untersuchungen für die Stadtsanierung schafft die Landeshauptstadt München die Voraussetzungen, dass der Stadtteil Neuperlach fit für die Zukunft gemacht wird und über mehrere Jahre hinweg Fördermittel zur Umsetzung von Sanierungsprojekten erhalten kann.

Quelle: MGS Stadtteilmanagement Neuperlach

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Glyptotheke goes NPL

Glyptotheke
Die Lätare-Kirche mit der Glyptotheke (18.06.2021) © Thomas Irlbeck

Die „Glyptotheke“ wandert zwei Jahre durch Neuperlach. Bis ca. September 2021 ist sie an der Lätare-Kirche an der Quiddestraße zu finden.

Aber was ist die „Glyptotheke“? Es sind Stufen aus Seekiefer-Sperrholzplatten, auf denen man sitzen kann.

Natürlich ist die Glyptothek am Königsplatz der Namensgeber. Dort war sie 2019/2020 ein Projekt zur vorübergehenden Erhaltung der Aufenthaltsqualität am Königsplatz. Während das Gebäude mit der Sammlung antiker Skulpturen renoviert wurde, sollte der Treffpunkt im öffentlichen Raum nutzbar bleiben. Dabei wurden die Sitzstufen des Sockels im virtuellen Sinne hinter dem Bauzaun hervorgeholt – und in Gestalt eines Holzobjektes auf dem Königsplatz aufgestellt.

Glyptotheke
Glyptotheke (18.06.2021) © Thomas Irlbeck
Glyptotheke
Die Lätare-Kirche mit der Glyptotheke (ganz links) (18.06.2021) © Thomas Irlbeck
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Glyptotheke (18.06.2021) © Thomas Irlbeck
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Glyptotheke (18.06.2021) © Thomas Irlbeck
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Glyptotheke und eine Bücherzelle (18.06.2021) © Thomas Irlbeck