Schwarz ist keine Farbe, aber dennoch schön (Update 31.03.2017) (Gebäude in Schwarz und Anthrazit, Folge 1)

Werbung

Paulaner/Nockherberg
Paulaner-Verwaltung in der Hochstraße 75 (Au, Nähe Nockherberg) (15.02.2017) © Thomas Irlbeck

Ganz ehrlich, mir hat das Schwarz im Marx-Zentrum und der danebenliegenden Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62 anfangs nicht gefallen. Schwarz steht für das Düstere, das Dystophische, für den sozialen Brennpunkt, auf jeden Fall für das Negative. Dagegen ist es völlig in Ordnung und stellt etwas ganz anderes da, wenn man schwarze Kleidung trägt.

Aber mich hat die Erklärung überzeugt, dass der Architekt des Marx-Zentrum ein Schiefergebirge nachbilden wollte. Seitdem sehe ich mir gerne schwarze Häuser an. Ob das Marx-Zentrum und der Schwarze Marx schwarz bleiben, muss man sehen. Denn die schwarzen Eternit/Asbest-Platten müssen eines Tages runter. Viele sehen hier eine Chance für Farbe. Wie auch immer, wenn ich ein schwarzes oder anthrazites Haus sehe, zücke ich oft die Kamera. Das Foto zeigt Verwaltungsgebäude der Paulaner-Brauerei in der Hochstraße 75.

Die Produktion wurde nach inzwischen nach Langwied verlagert. Daher wird das Brauereigebäude derzeit rückgebaut:

Paulaner/Nockherberg
Rückbau Brauerei (15.02.2017) © Thomas Irlbeck

2013 war die Welt am Nockherberg noch in Ordnung:

Paulaner/Nockherberg
Intakte Brauerei (Archivbild von 2013) © Thomas Irlbeck

Update 31.03.2017

Schon irgendwie schade, denn der Paulaner-Turm prägte die Gegend.

Abriss Paulaner
Abriss (31.03.2017) © Thomas Irlbeck
Abriss Paulaner
Abriss (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Zu den übrigen Folgen „Gebäude in Schwarz und Anthrazit“

Der ehemalige Wasserturm von Potzham (Das historische Haus, Folge 9)

Werbung

Wasserturm Potzham
Bild 1 (07.05.2016) © Thomas Irlbeck

Mit Neuperlach hat unser heutiges Gebäude wenig zu tun. Aber er liegt immerhin nicht allzu weit von Neuperlach entfernt, und der Autobus 222 fährt daran vorbei – mit Ziel „Neuperlach Süd“ versteht sich.

Zu finden ist das Gebäude in Taufkirchen, Ortsteil Potzham, in der Hochstraße. Letzterer Name dürfte daher kommen, dass die Straße auf dem Hochufer des Entenbachs verläuft, und dieser mündet weiter nördlich in Taufkirchen in den Hachinger Bach, der jedem Neuperlacher ein Begriff sein sollte.

Bei dem Gebäude handelt sich um einen ehemaligen Wasserturm. Die größeren Fenster wurden erst eingebaut, nachdem die Nutzung als Wasserturm beendet worden war. Gebaut worden ist der Wasserturm um 1928. Beim Bau wurde ein Trinkbecher aus der Römerzeit mit der Aufschrift „Lebet glücklich“ gefunden.

Nach der Nutzung als Wasserturm wurde Anfang 1977 von einem DARC (Deutscher Amateur-Radio-Club)-Ortsverein mit dem Umbau des Gebäudes begonnen und im obersten Raum Rohre und Schieber entfernt. Hohe Sicherheitsauflagen für den Umbau in puncto Treppen und Sanitäreinrichtungen ließen den Ortsverein schließlich entmutigt aufgeben. Der Turm wurde dann an einen Privatmann verkauft. Das Gebäude wird heute als Wohnhaus genutzt. Ein Denkmalschutz besteht ausdrücklich nicht.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Quellen:

Wasserturm Potzham
Bild 2 (07.05.2016) © Thomas Irlbeck
Wasserturm Potzham
Bild 3 (07.05.2016) © Thomas Irlbeck