Friedenspromenade: Kiosk-Erinnerungen und ein altes Schild (Update 15.10.2018)

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Nach längerer Zeit habe ich mal wieder geschaut, was aus unserem Eck mit dem ehemaligen Kiosk an der Friedenspromenade geworden ist (Neuperlach.org berichtete). Die neuen Häuser nähern sich der Fertigstellung, wie die Bilder zeigen. Drei Fotos vom alten Kiosk dürfen aber auch nicht fehlen.

In der Nähe – am Hugo-Lang-Bogen – gab es einen weiteren Kiosk, der auch schon längst Geschichte ist. Aber es findet sich noch ein Schild, das mir wohl bislang noch nicht aufgefallen ist. Vielleicht, weil es bislang hinter Efeu verschwunden war und man schon sehr genau hinschauen muss. Auch dieses Schild zeige ich.

Ex-Kiosk, Friedenspromenade
Bild 1: Das „Stadtvillenensemble Friedenspromenade“ an der Kreuzung Friedenspromenade/Hochacker. Vom alten Kiosk ist nichts übriggeblieben (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Ex-Kiosk, Friedenspromenade
Bild 2 (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Der alte Kiosk (2013)

Kiosk Friedenspromenade
Bild 3 (20.06.2013) © Thomas Irlbeck
Kiosk Friedenspromenade
Bild 4 (20.06.2013) © Thomas Irlbeck
Kiosk Friedenspromenade
Bild 5 (20.06.2013) © Thomas Irlbeck

Kiosk-Schild am Hugo-Lang-Bogen

Das Schild hängt wenige Gehminuten entfernt am Hugo-Lang-Bogen. Es verweist auf einen anderen Kiosk, den es auch nicht mehr gibt. Er lag am Ende des Hugo-Lang-Bogen, kurz vor der Kreuzung Zehntfeldstraße/Feldbergstraße.

Schild, Kiosk, Hugo-Lang-Bogen
Bild 6 (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Schild, Kiosk, Hugo-Lang-Bogen
Bild 7 (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Update 15.10.2018

Inzwischen sind die Neubauten fertig. Ich bin gar nicht glücklich mit der neuen Optik an diesem Eck.

Kiosk Friedenspromenade
Bild 8 (15.10.2018) © Thomas Irlbeck

 

Abgerissen: Kiosk an der Friedenspromenade ist endgültig Geschichte

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Die Bautafel an der Friedenspromenade (Neuperlach.org berichtete) verhieß nichts Gutes. Nun ist es passiert: Der herrliche Kiosk, an dem viele Neuperlacher und Truderinger früher sicherlich mal ein Eis, eine Zeitschrift oder einen Schokoriegel gekauft haben, wurde dem Erdboden plattgemacht (Bild 1 und 2). Gut, der Kiosk war praktisch seit Jahrzehnten außer Betrieb. Aber der schmucke Holzbau war immer noch schön anzuschauen (wie Bild 3 und 4 aus dem Archiv von 2013 zeigen).

Kiosk Friedenspromenade
Bild 1: Das war’s. Nur noch ein Reklameschild (Aufdruck: „Stadtvillenensemble Friedenspromenade“ ) mit … (09.01.2017) © Thomas Irlbeck
Kiosk Friedenspromenade
Bild 2: … den am Kiosk erhältlichen Zeitungen lehnt am Zaun (09.01.2017) © Thomas Irlbeck
Kiosk Friedenspromenade
Bild 3 (20.06.2013) © Thomas Irlbeck
Kiosk Friedenspromenade
Bild 4 (20.06.2013) © Thomas Irlbeck

Rost am Kiosk

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Kiosk Friedenspromenade
Bild 1 (13.10.2016) © Thomas Irlbeck
Kiosk Friedenspromenade
Bild 2: „Stadtvillenensemble Friedenspromenade“ (13.10.2016) © Thomas Irlbeck

Viele dürften sich noch daran erinnern, wie sie an diesem herrlichen Kiosk an der Friedenspromenade – ganz in der Nähe der Stadteilgrenze zu Neuperlach – Eis und Schoki gekauft haben. Auch wenn der Kiosk seit Urzeiten geschlossen hat, war der niedliche Holzbau noch schön anzuschauen. Doch nun versperrt eine Werbetafel, die auf ein Neubauprojekt an der Friedenspromenade hinweist, den Blick. Aber zum Glück weist das Archiv von 2013 noch zwei Bilder mit freiem Blick auf das idyllische Eck aus:

Kiosk Friedenspromenade
Bild 3 (20.06.2013) © Thomas Irlbeck
Kiosk Friedenspromenade
Bild 4 (20.06.2013) © Thomas Irlbeck

Das halbrunde Eckhaus (Das historische Haus, Folge 8)

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Eckhaus St.-Bonifatius-Straße
Eckhaus an der St.-Bonifatius-Straße in Giesing. Der Fotostandpunkt befindet sich noch „Am Nockherberg“. Rechts außerhalb des Fotos beginnt die Edelweißstraße © Thomas Irlbeck

Fast jeder Münchner und auch der eine oder andere Tourist dürfte hier schon einmal vorbeigekommen sein.  Mit dem Rad muss man sich dies aber erst erarbeiten, wenn man von der Innenstadt kommt. Es geht zunächst über die Isar, und dann darf man sich den Nockherberg heraufquälen. Dabei wird man natürlich immer langsamer und hat schon aus diesen übergeordneten Gründen einen längeren Blick auf die Gegend. Kurz bevor die Steigung endlich abflacht, wird man mit dieser architektonischen Besonderheit belohnt: einem gewissermaßen halbrunden Eckhaus mit sechs Geschossen.

Die Straße „Am Nockherberg“ geht hier in einer Linkskurve in die St.-Bonifatius-Straße über. Eine Brücke ist hier auch noch – unter dem Fotostandpunkt läuft der Eisenbahn-Südring (DB50), der den Heimeranplatz mit dem Ostbahnhof verbindet und der schon seit einer Ewigkeit immer wieder als S-Bahn-Südring im Gespräch ist. Und Trambahnschienen gibt es hier auch, die normalerweise von der Linie 17 befahren werden, aber bis zum 08.11.2015 verkehren hier noch die Baustellenlinien 37 und 38.

Aber das ist noch längst nicht alles. Vor dem Eckhaus steht noch ein herrlich alter Kiosk. Hier passt einfach alles: Das Haus markiert nicht nur durch seine Höhe die Kurve und den Übergang nach Giesing. Der halbrunde Bodenerker des Hauses schmiegt sich auch noch perfekt an die Kurve an – wie ein Puzzlestück.

Ob das Haus jetzt wirklich schön ist, ist sicherlich Ansichtssache. Aber es ist einzigartig und einprägend. Für den Denkmalschutz hat es jedenfalls gereicht.

Der Bayerische Denkmal-Atlas sagt dazu:

Mietshaus in Ecklage, viergeschossiger Satteldachbau mit Zwerchhäusern, Erkern und sechsgeschossigem, konkav einschwingendem Eckpavillon mit Walmdach, Eisenbalkon und halbrundem Bodenerker, im Kern um 1900.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Bini Gottfried Stutz e Kiosk? – Der alte Kiosk an der Friedenspromenade

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Kiosk Friedenspromenade
Kiosk Friedenspromenade (20.06.2013) © Thomas Irlbeck
Kiosk Friedenspromenade
Ein einfach netter Bau (20.06.2013) © Thomas Irlbeck

Wer erinnert sich noch an diesen herrlichen Kiosk an der Friedenspromenade kurz vor Neuperlach? Er steht an der Kreuzung, an der auch noch die Zehntfeldstraße, der Hochacker und die Friedrich-Creuzer-Straße enden. Seit Urzeiten hat er geschlossen, ich glaube wegen Krankheit des Inhabers. Ich erinnere mich noch, hier Eis und andere Köstlichkeiten gekauft zu haben. Mehr zu Gottfried Stutz: hier klicken.

Der nicht existente „Kiosk“ – oder wer „Gottfried Stutz“ ist

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Es gab mal Presseberichte, nach denen im neuen Neuperlacher Einkaufszentrum Life ein Kiosk integriert werden sollte, der auch außerhalb der gesetzlichen Ladenöffnungszeiten geöffnet hat. Daraus ist aber offenbar nichts geworden. Dafür habe ich einen anderen „Kiosk“ aufgetrieben. Wer nicht gerade Teenager ist, sollte Polo Hofers „Kiosk“ eigentlich kennen (veröffentlicht unter dem Bandnamen „Rumpelstilz“). Es ist fast ein Welthit, zumindest im deutschsprachigen Raum ein Riesenhit, der es in der Schweizer Hitparade 1976 bis auf Platz 2 schaffte.

Es geht darum, dass alle einem das Geld aus der Tasche ziehen wollen. In dem nachträglich entstandenen, wohl nicht offiziellen Video tritt Peer Steinbrück folgerichtig als Geldeintreiber auf. In der deutschen Version singen und summen wir:

Leute, bin ich denn ein Kiosk?
Oder bin ich etwa
ne Bank?
Oder seh
ich aus wie ein Hotel?
Oder wie
n Kassenschrank?

Video auf YouTube anschauen – hier klicken

Ab dem dritten Refrain gesellt sich ein „Gottfried Stutz“ hinzu. Wir singen und summen nun abweichend:

Bin ich Gottfried Stutz ein Kiosk?
Oder bin ich etwa
ne Bank?
Oder seh
ich aus wie ein Hotel?
Oder wie
n Kassenschrank?

In der Bärndütschi Version, die wir hier im Video nicht zu Gehör kriegen, heißt es:

Bini Gottfried Stutz e Kiosk?
Oder bini öpe e Bank?
Oder gsehni us wie es Hotel?
Oder wie e Kasseschrank?

Aber wer ist dieser Gottfried Stutz? Es ist keine reale Gestalt wie der werte Herr Finanzminister, sondern eine fiktive Person, die als abmildernder Fluch Gebrauch findet und etwa „Gott verdammt“ bedeutet. Das alte Wort „stutz“ ist gleichbedeutend mit „heftig“. Heute erinnert noch das verwandte Wort „stoßen“ daran.

Bliebe noch zu klären, woher der „Kiosk“ kommt. Er stammt aus dem Persischen. Der „kusk“ ist ein „Pavillon“ oder „Gartenhaus“ und fand dann als „kösk“ (Gartenpavillon) Einzug ins Türkische und kam später als „kiosque“ (offener Gartenpavillon) ins Französische. Ganz schön international so ein Kiosk mit seiner internationalen Presse.

Relaunch am Kiosk

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Nach vielen Jahren Leerstand hat er nun wieder geöffnet, der Kiosk an der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Ecke Karl-Marx-Ring (Neuperlach.org berichtete, siehe Wie Phönix aus der Asche – der Kiosk am Karl-Marx-Ring öffnet bald wieder und Bildungsoffensive am Kiosk), der nun „Kiosk Martina“ heißt. In einem frisch renoviertem, freundlichen Verkaufsraum steht Antonio hinterm Tresen. Ein neues Konzept soll die Kasse zum Klingeln bringen. Neben Zeitungen, Getränken und Süßigkeiten zum Mitnehmen bietet Antonio auch kleinere warme Mahlzeiten und Kaffee an. MVG-Fahrscheine und die Lotto/Toto-Annahme sollen in Kürze dazukommen.

(Bilder entfernt)

Bildungsoffensive am Kiosk

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Der Kiosk an der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Karl-Marx-Ring steht vor der Wiedereröffnung (siehe auch Wie Phönix aus der Asche).Vieles wird neu sein, so auch der Name, in Zukunft trifft man sich am „Kiosk Martina“.

Erstaunlich ist die Wandlung von der Trinker- und Spielerbude zum intellektuellen Tempel. Zwar wird man hier vermutlich auch in Zukunft noch Alkoholika kaufen und Lottoscheine ausfüllen können, aber man darf das natürlich nicht mehr so laut sagen. Der Zeitgeist verbietet dies, zumal man sich mit den „Spirituosen“ nur die Leber kaputtmacht und selbst von „Lotto/Toto“ spielsüchtig werden kann. Daher mussten diese Begriffe und die vier Brauereilogos weichen und wurden durch Begriffe aus der „Weltliteratur“ ersetzt − „Münchner Merkur“ statt Schnaps, „Süddeutsche Zeitung“ statt Lotto.

(Bilder entfernt)

Wie Phönix aus der Asche – der Kiosk am Karl-Marx-Ring öffnet bald wieder

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Bereits von Anfang an war er fester Bestandteil von Neuperlach – der Kiosk an der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Karl-Marx-Ring. Er war für die Neuperlacher eine gern genutzte Möglichkeit, nach Ladenschluss oder am Sonntag ein paar Dinge einzukaufen, hatte er doch täglich bis 20:00 geöffnet (man erinnere sich daran, dass bis 1996 die Geschäfte Montag bis Freitag spätestens um 18:30 schließen mussten).

Am Kiosk war die ersten Jahre immer viel Betrieb zu beobachten, kein Wunder, befand sich doch die Trambahnhaltestelle „Karl-Marx-Ring“ direkt vor dem Kiosk. Auch das nur wenige Meter entfernte Schulzentrum Nord mit dem Werner-von-Siemens-Gymnasium und der „Orientierungsstufe“ brachte ausgabefreudige Kundschaft, wenngleich Letztere sich zumindest in den Schulpausen gegen die eiserne Hausordnung hinwegsetzen musste, um in den Genuss des Kioskeinkaufs zu gelangen, verbietet diese doch strengstens (wohl aus Versicherungsgründen), das Schulgelände innerhalb der Schulzeit zu verlassen.

Als 1980 die Trambahn stillgelegt wurde, lief das Geschäft offenbar nicht mehr so gut. Zwar gab es als würdigen Ersatz die U-Bahn, doch deren nächste Haltestelle „Quiddestraße“ ist knapp fünf Gehminuten entfernt. Laufkundschaft von der U-Bahn verirrte sich kaum zum Kiosk.

Wohl als Folge dessen wurden die Verkaufszeiten reduziert, fortan legte man am Dienstag einen Ruhetag ein. Dann aber kam die Schließung, die per Schild mit „privaten Gründen“ begründet wurde. Der Kiosk verfiel zusehends.

Doch jetzt wird der Kiosk saniert, und die Neuperlacher dürfen sich auf eine baldige Wiedereröffnung freuen. Ob das Geschäft allerdings so gut laufen wird? Das Schulzentrum Nord ist nämlich wegen Renovierung derzeit geschlossen. Allerdings sind in Neuperlach Nord und Ost entscheidende Möglichkeiten eines kleinen Einkaufs am Sonntag weggefallen. Die Tankstelle am Karl-Marx-Ring 48 etwa wurde im Juli dieses Jahres geschlossen und abgerissen (siehe Bericht in der Rubrik „Historisches“). Es gibt zwar eine weitere Tankstelle an der Quiddestraße, die aber für diejenigen, die im Nordosten oder Osten von Neuperlach wohnen (z.B. im Marx-Zentrum), zu weit entfernt ist, um wirklich attraktiv zu sein.

Daher ist sicher ein gewisses Potenzial da. Allerdings kann der Kiosk keinen Ersatz für einen kleinen Laden leisten, wie ihn die Tankstelle am Karl-Marx-Ring bot, dazu dürfte der Lagerplatz für ein umfangreiches Warensortiment zu klein sein. Auch muss man davon ausgehen, dass der Kiosk weiterhin nur bis 20:00 öffnen wird, die Tankstelle war hier mit 22:00 erheblich großzügiger.