Neuperlacher Bushaltestelle Sudermannallee: Wieder eine Barriere weniger

Werbung

Baustellen-Ticker: Die Bushaltestelle Sudermannallee (55, 197, 198), die in der Kafkastraße liegt, wird noch bis inklusive zum 14. Dezember 2018 barrierefrei umgebaut. Um die Busbedienung des Quartiers im Neuperlach Osten aufrechtzuerhalten, wurden zwei provisorische Haltestellen ein Stück Richtung Fritz-Erler-Straße entfernt eingerichtet. Nach dem Umbau dürfen sich Besucher der beliebten Kirche St. Philipp Neri, Schülerinnen und Schüler der Grundschule an der Kafkastraße, Kunden des Sudermann-Zentrum sowie natürlich die Anwohner freuen.

Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 1 mit St. Philip Neri im Hintergrund. Hier war mal eine Haltestelle. Alle Bilder sind an der Kafkastraße entstanden  (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 2: Ersatzhaltestelle Richtung Neuperlach Zentrum (rechts, im Hintergrund die Grundschule an der Kafkastraße) (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 3: Ersatzhaltestelle Richtung Neuperlach Zentrum, näher dran (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 4: Ersatzhaltestelle Richtung Klinikum Neuperlach (links) (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 5: Hier war mal eine Haltestelle, hier ist noch eine Telefonsäule (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 6: Viel Material!  (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 7: Das Scbild macht auf die Fahrbahnverschwenkung aufmerksam (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 8: Provisorisches Haltestellenschild Richtung „Klinikum Neuperlach“ (10.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Sudermann-Allee, barrierefreier Ausbau
Bild 9: Provisorisches Haltestellenschild Richtung „Neuperlach Zentrum“ (10.11.2018) © Thomas Irlbeck

Unsere Bavaria

Werbung

In Neuperlach haben wir die Therese-Giehse-Allee. Die Theresienwiese hat nur begrifflich etwas damit zu tun. Dennoch ging es heute an diesem wunderschönen, fast sommerlichen Novembertag zur Bavaria! Wie die Bilder weiter unten zeigen, wird die Wiesn wird immer noch abgebaut (oder schon wieder aufgebaut, wer weiß?). Auch zeigt sich, dass früher alles besser und Paulaner nur noch gut ist. Ein Video beweist hingegen,  dass aus „gut“ ein „ner“ wird.

Bavaria
Bild 1 (07.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bavaria
Bild 2 (07.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bavaria
Bild 3 (07.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bavaria
Bild 4 (07.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bavaria
Bild 5 (07.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bavaria
Bild 6 (07.11.2018) © Thomas Irlbeck
Bavaria
Bild 7 (07.11.2018) © Thomas Irlbeck
Theresienwiese
Bild 8: Weitblick (07.11.2018) © Thomas Irlbeck
Theresienwiese
Bild 9 (07.11.2018) © Thomas Irlbeck
Theresienwiese
Bild 10 (07.11.2018) © Thomas Irlbeck

Früher was alles besser, Paulaner ist nur noch gut.

Theresienwiese
Bild 11 (07.11.2018) © Thomas Irlbeck
Theresienwiese
Bild 12 (07.11.2018) © Thomas Irlbeck
Theresienwiese
Bild 13 (07.11.2018) © Thomas Irlbeck
Theresienwiese
Bild 14 (07.11.2018) © Thomas Irlbeck

Aus „gut“ wird „ner“!

(Link: YouTube)
Theresienwiese
Bild 15: St. Paul und Olympiaturm (07.11.2018) © Thomas Irlbeck

Neuperlach hat sein erstes denkmalgeschütztes Gebäude: St. Monika

Werbung

St. Monika
Bild 1: St. Monika mit dem Marx-Zentrum im Hintergrund (06.09.2018) © Thomas Irlbeck

Die katholische Kirche St. Monika am Marx-Zentrum hat jetzt Denkmalschutz. Für Neuperlach ist das ein Novum.

Bislang war Neuperlach ein weißer Fleck auf der Karte, was den Denkmalschutz angeht. Kein einziges Gebäude hatte es auf die Denkmalschutzliste geschafft. Es ist naheliegend, dass man das geringe Alter des Stadtteils als Begründung sucht. Meist stellt man sich ja beim Thema Denkmalschutz ältere Gebäude in ebenso älteren Baustilen vor. Der Olympiapark, 1972 eröffnet, bekam jedoch 1998 den Denkmalschutz – übrigens inklusive aller Häuser, auch der Hochhäuser, die denen von Neuperlach nicht unähnlich sind. Nun hat der weltweit einzigartige Olympiapark aber internationale Bedeutung, Neuperlach wird da immer im Schatten liegen. Dennoch, für das Ansehen eines Stadtteils ist es förderlich, wenn er auch architektonisch etwas Besonderes schafft, quasi für die Ewigkeit, denn denkmalgeschützte Gebäude müssen ja erhalten werden.

Regenbogen Marx-Zentrum
Bild 2: Der Regenbogen zeigt, dass St. Monika und das Marx-Zentrum zusammengehören (25.08.2012). Foto: J. W.

Beim dem Thema Denkmalschutz in Neuperlach könnte man aber auf den Gedanken kommen, ob vielleicht einer der Altbauten, die es in sehr geringer Anzahl gibt, Denkmalschutzstatus bekommen hat. Tatsächlich stehen die Michaelikapelle und das Quetschwerk Mächler an der Putzbrunner Straße schon seit längerer Zeit unter Denkmalschutz. Der Haken ist, beide befinden sich haarscharf nicht mehr in Neuperlach, sondern ein paar Meter außerhalb der Grenze, genauer in Michaeliburg (Michaelikapelle) bzw. in Waldperlach (Quetschwerk Mächler).

Tatsächlich aber wurde einem der Neubauten der Denkmalstatus verliehen: Unsere Kirche St. Monika an der Max-Kolmsperger-Straße 3 bis 9, die übrigens zur Pfarrei Christus Erlöser gehört, ist nun auf der Denkmalschutzliste.

Namensherkunft St. Monika

Den Namen hat die Kirche von der heiligen Monika von Tagaste (* um 332 in Tagaste in Numidien; † Oktober 387 in Ostia). Sie ist die Mutter des heiligen Augustinus. Die heilige Monika gilt als Patronin der christlichen Frauen und Mütter sowie für die Seelenrettung der Kinder.

Chronologie St. Monika

1970, 4. Advent: Erster Gottesdienst in der Behelfskirche (Holzbaracke).
01.06.1980: Grundsteinlegung
29.11.1981: Einweihung
23.01.1982: Glockenweihe
2018: Eintrag in das Denkmalschutzregister.

Ich persönlich kann mich noch an das Provisorium in der Holzbaracke erinnern, habe dort auch mal einen Gottesdienst besucht. Dann, 1980, begannen die Arbeiten für den massiven Bau mit seiner Klinkerfassade (Sichtziegel) und seinem recht mächtigen Glockenturm (und einem besonderen Kreuz; siehe für Detailaufnahme Bild 15), der aber wegen des Flughafens Riem nicht höher werden durfte als die umliegenden Häuser. Genauer, die Grenze lag bei 35 Metern. Eine Besonderheit ist, dass der – freistehende – Kirchturm ins Neuperlacher Fußwegsystem integriert wurde. Man geht gewissermaßen durch den Turm, der Tordurchgang ist nur marginal schmaler als der Fußweg. Hier wurde Neuperlach konsequent weitergebaut.

St. Monika
Bild 3: Eines der wenigen Bilder, welches annähernd das gesamte Kirchengebäude zeigt (2010). Foto: Franco und Manuel aus Neuperlach

Architektur

Der Stil ist nichtsdestotrotz eher klassisch. Viele moderne Kirchen im Brutalismusstil wirkend verstörend. Nicht so St. Monika: Form, Fassade und Material (Ziegeloptik) sind zurückhaltend. Trotz des Fassadenstilbruchs mit den umliegenden Gebäuden, speziell dem mit schwarzen Asbestplatten verkleideten Marx-Zentrum, wirkt die Kirche keineswegs wie ein Fremdkörper. Das mag auch daran liegen, dass der Bau nur zwei Geschosse hoch ist und die Kirche primär durch ihren Turm in Erscheinung tritt. Dieser wiederum folgt einer strengen Quaderform, was ihn zu den Hochhäusern optisch kompatibel macht.

Bild 3 zeigt das mehrteilige und mehrstufige Pultdach besonders gut. Der erste äußere Dachteil läuft längs, der andere äußere quer, der große Mittelteil hingegen verbindet durch seine Ausrichtung im 45°-Winkel die anderen beiden elegant. Der auf diese Weise geformte Eingangsbereich erweckt den Eindruck eines Viertelkreisbogens, wodurch er besonders einladend, imposant wirkt (Bild 4).

Der Bayerische Denkmal-Atlas weiß zu dem Gebäude Folgendes zu berichten:

Kirchenzentrum St. Monika; Pfarrkirche, sechseckiger Sichtziegelbau in Ecklage mit mehrfach gestuftem Pultdach, Pfarrhaus und Pfarramt angegliedert, freistehender Kirchturm mit erdgeschossigem Tordurchgang; Kinderhort, zweigeschossiger Riegel mit Stirnwand aus Sichtziegeln; Kindergarten, eingeschossiger Putzbau aus vier Pavillons mit Pultdächern; Hausmeisterhaus, eingeschossiger Pultdachbau, von Josef Wiedemann mit Rudolf Ehrmann und Volker Westermayer, 1975-1981; Altar, Ambo, Taufstein und Tabernakel, von Blasius Gerg, gleichzeitig; Werktagskapellenfenster, von Edzard Seeger, gleichzeitig.

St. Monika
Bild 4: Haupteingangsbereich (05.09.2018) © Thomas Irlbeck
St. Monika
Bild 5 mit dem Haupteingang, rechts beginnt der Biergarten der Gaststätte „Zum Löwen“ (05.09.2018) © Thomas Irlbeck
St. Monika
Bild 6 (06.09.2018) © Thomas Irlbeck
St. Monika
Bild 7: Kindergarten St. Monika (06.09.2018) © Thomas Irlbeck
St. Monika
Bild 8: Dito, Kindergarten St. Monika (05.09.2018) © Thomas Irlbeck
St. Monika
Bild 9: Detail Tordurchgang und Turmzugang via Brücke (05.09.2018) © Thomas Irlbeck
St. Monika
Bild 10: Andere Seite – Detail Tordurchgang und Turmzugang via Brücke (05.09.2018) © Thomas Irlbeck
St. Monika
Bild 11 (05.09.2018) © Thomas Irlbeck
St. Monika
Bild 12: Detail Haupteingang (05.09.2018) © Thomas Irlbeck
St. Monika
Bild 13: Turm mit Durchgang auf dem Neuperlacher Fußwegsystem. Foto: Immomakler / Lizenz: CC BY-SA 4.0
St. Monika
Bild 14 (05.09.2018) © Thomas Irlbeck
St. Monika
Bild 15: Kirchturmkreuz (05.09.2018) © Thomas Irlbeck
St. Monika
Bild 16: Kirchturm von der Max-Kolmsperger-Straße aus gesehen (05.09.2018) © Thomas Irlbeck
Ein Blick aus luftiger Höhe auf das Marx-Zentrum und St. Monika. Foto: Franco und Manuel aus Neuperlach
Bild 17: Ein Blick aus luftiger Höhe auf das Marx-Zentrum und St. Monika (2010). Foto: Franco und Manuel aus Neuperlach
St. Monika
Bild 18: Der Kirchturm von St. Monika ist noch in weiter Entfernung zu sehen. Hier überragt er die Mittelinsel (Peschelanger 13) des Marx-Zentrum (05.09.2018) © Thomas Irlbeck

Fotospielereien

St. Monika
Bild 19: Der Kirchturm wächst aus der Litfaßsäule (05.09.2018) © Thomas Irlbeck
St. Monika
Bild 20: Uhrenspielerei (05.09.2018) © Thomas Irlbeck

 

Radltour Hachinger Bach – Geschichte und Geschichten (Pressemeldung)

Werbung

Hachinger Bach mit St. Georg in Unterbiberg
Hachinger Bach mit St. Georg in Unterbiberg

Der Hachinger Bach war schon vor Jahrtausenden Quell des Lebens. Römer siedelten sich dort an, Mühlen wurden betrieben, Kinder geboren und Verstorbene beerdigt. Bei Bauvorhaben im südlichen Unterhaching werden immer wieder archäologische Schätze geborgen. Im Zuge der Planung des Stadtteils Neuperlach wurden in München weite Teile des Bachlaufs verlegt. In Altperlach prägt der Bach, offen sprudelnd, das dörflich anmutende Stadtbild, weiter im Süden lässt sich bereits das Zusammenwachsen von Stadt- und Umlandgemeinden erahnen.

Susanne Kurz
Susanne Kurz

Die beiden Kandidatinnen für den Bayerischen Landtag Susanne Kurz (Ramersdorf-Perlach) und Claudia Köhler (Landkreis München) erkunden am Sonntag, den 29.07., ab 10.00 Uhr gemeinsam die Geschichte und Geschichten entlang des Bachs. Mit im Sattel ist Uschi Krusche. Ihr Steckenpferd ist die Archäologie. Krusche wird zur Geschichte der Bachbesiedlung referieren. Bea Katzinger, Mitglied des Bezirksausschusses, kann bei der Tour Fragen zur Gegenwart beantworten.

Susanne Kurz erläutert das gemeinsame Vorhaben: „Unterhaching und München sind nur fünf Radlminuten voneinander entfernt, höchste Zeit für mehr Zusammenarbeit! Das gehen wir an – jetzt und später im Landtag!“

Claudia Köhler ergänzt: „Der Hachinger Bach ist eine Lebensader unserer Heimat in der Stadt und im Landkreis, diese sollten wir bewusst schützen. Er bringt die Menschen zusammen – damals und heute.“

Die Tour startet um 10:00 Uhr an der U-Bahn-Haltestelle Michaelibad gegenüber der Aral-Tankstelle und endet gegen 12:00 Uhr in der Gaststätte Kammerloher in Unterhaching. Wer nicht radeln möchte, kann dort dazustoßen und die beiden Kandidatinnen kennenlernen.

Weitere Infos unter 089/611 33 16 oder claudia-koehler-bayern.de oder sanne2018.de.

Panoramafotos Neuperlach Nordost

Werbung

Im Rahmen der Baustellenbesichtigung am ehemaligen Kieswerk Piederstorfer sind heute auch einige Panoramafotos von der Umgebung entstanden.

Neuperlach Nordost
Bild 1: Ständlerstraße, Heizwerk Perlach (die Schornsteine leicht rechts); im Hintergrund (etwas links von der Mitte) ist unter anderem das Marx-Zentrum zu erkennen. Ganz rechts liegt die Baustelle Piederstorfer (12.07.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nordost
Bild 2: Hier dominiert die Ständlerstraße, der Karl-Marx-Ring ist ganz unten bruchstückhaft zu sehen, markiert durch den Lkw (12.07.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nordost
Bild 3: Von links nach rechts: Kirche St. Monika, SV-Hochhaus, Marx-Zentrum, Glashäuser (12.07.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nordost
Bild4: Kreuzung Ständlerstraße/Karl-Marx-Ring (12.07.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nordost
Bild 5: Im Hintergrund: SV-Hochhaus in Zamdorf/Bogenhausen (links) und Marx-Zentrum (Max-Kolmsperger-Straße und Peschelanger).  Ganz vorne: Häuser am Karl-Marx-Ring und Friedrich-Engels-Bogen (12.07.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nordost
Bild 6: SV-Hochhaus und Teil des Marx-Zentrum (Max-Kolmsperger-Straße) (12.07.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nordost
Bild 7: Teil des Marx-Zentrum (Max-Kolmsperger-Straße) (12.07.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nordost
Bild 8: Glashäuser des Architekten Ernst Barth am Friedrich-Engels-Bogen (12.07.2018) © Thomas Irlbeck

St. Monika im Dämmerschlaf

Werbung

St. Monika Dämmerung
St. Monika (12.02.2018) © Thomas Irlbeck

Die Dämmerung ist schon weit fortgeschritten, doch St. Monika im Marx-Zentrum zeigt sich noch schwach für wenige Minuten, um dann in der Dunkelheit zu verschwinden.

Abgründe heute und gestern (Update 09.02.2018)

Werbung

An der Kurt-Eisner-Straße wurden heute zwei Tiefgaragenabgänge neu verkleidet. Das hässliche Grün ist nun Geschichte. Die neue Verkleidung sieht sehr edel aus, finde ich. Denn das Auge steigt mit „ab“ in den „Grund“!

Neuer Tiefgaragenabgang
Bild 1 (08.02.2018) © Thomas Irlbeck
Neuer Tiefgaragenabgang
Bild 2 (08.02.2018) © Thomas Irlbeck
Neuer Tiefgaragenabgang
Bild 3 (08.02.2018) © Thomas Irlbeck
Neuer Tiefgaragenabgang
Bild 4 (08.02.2018) © Thomas Irlbeck
Neuer Tiefgaragenabgang
Bild 5: Aus dieser Perspektive sieht das Teil fast wie eine Buswartehäuschen aus (08.02.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum Ende 1980er
Bild 6: Aus der Fotosammlung von J. W.

Einen Vergleich zu den alten Modellen gibt es auch, sogar einen richtig historischen. Wir blicken etwa Ende der 1980er-Jahre auf das Marx-Zentrum und St. Monika. Unten im Bild sind die alten Abgänge zu sehen …

… und hier noch einmal in einer Vergrößerung:

Marx-Zentrum Ende 1980er Ausschnitt
Bild 7: Ausschnitt mit den Tiefgaragenabgängen

Auch wenn es hier „ab“ in den „Grund“ geht, „Abgründe“ als Überschrift ist natürlich nur Clickbaiting. Denn es waren ja sogar vor der Modernisierung recht passable Abgänge. Ein hässliches Wort passt aber eher schon hier: Denn die Tiefgaragenabgänge, die es hier in diesem Archivartikel zu sehen gibt, sind nicht so gut in Schuss, sie sind quasi der Abstieg in die Hölle.

Update 09.02.2018

Zum besseren Vergleich habe ich heute noch ein Exemplar des alten Tiefgaragenzugangs fotografiert. Man weiß ja nie, wie lange die noch erhalten bleiben. Besser jetzt als zu spät!

Alter Tiefgaragenabgang
Bild 8 (09.02.2018) © Thomas Irlbeck
Alter Tiefgaragenabgang
Bild 9 (09.02.2018) © Thomas Irlbeck
Alter Tiefgaragenabgang
Bild 10 (09.02.2018) © Thomas Irlbeck
Alter Tiefgaragenabgang
Bild 11 (09.02.2018) © Thomas Irlbeck
Alter Tiefgaragenabgang
Bild 12 (09.02.2018) © Thomas Irlbeck
Alter Tiefgaragenabgang
Bild 13 (09.02.2018) © Thomas Irlbeck
Alter Tiefgaragenabgang
Bild 14 (09.02.2018) © Thomas Irlbeck

Burghausen in einer Schneenacht

Werbung

So könnte man unser Marx-Zentrum durchaus nennen, denn es ist eine Burg, in der Hunderte Menschen „hausen“, was aber aufgrund der hohen Wohn(ungs)standards fast etwas negativ klingt.

Wie auch immer, was wir hier sehen, ist eine Wahnsinns-Aufnahme von unserer Burg. Es ist übrigens die einzige Burg weltweit mit integrierter moderner Kirche (St. Monika ist auch auf dem Bild zu sehen, wie es sich gehört). Aufnahme an Samstag entstanden. Lesereinsendung, vielen Dank!

Burg bei Nacht und Schnee
Marx-Zentrum mit St. Monika (links). Die Grundschule ist auch im Bild (20.01.2018). Foto: Lesereinsendung

Panoramarx

Werbung

Katja Müller hat im Sommer 2017 herrliche Panoramabilder vom Dach ihres Hauses am Karl-Marx-Ring gemacht. Natürlich sind auch das Marx-Zentrum und St. Monika zu sehen. Vielen Dank für die tolle Einsendung! Die Bilder können wie immer durch Anklicken vergrößert werden.

Karl-Marx-Ring, Panorama, Katja Müller
Bild 1 – ein „echtes“ Panoramabild in „superbreit“. Foto Katja Müller
Karl-Marx-Ring, Panorama, Katja Müller
Bild 2 mit dem Marx-Zentrum und St. Monika. Foto: Katja Müller
Karl-Marx-Ring, Panorama, Katja Müller
Bild 3: Blick Richtung Zwillingstürme und Wohnring. Foto: Katja Müller
Karl-Marx-Ring, Panorama, Katja Müller
Bild 4: Etwa gleiche Richtung wie Bild 3. Foto: Katja Müller

Das Katechumenium – Langweilige Bauten (Folge 6)

Werbung

Katechumenium
Bild 1: Eingangsbereich. Der Weg zu Gott ist barrierefrei (16.07.2017) © Thomas Irlbeck
Katechumenium
Bild 2  (16.07.2017) © Thomas Irlbeck

Man könnte fast meinen, dass ein Fluch auf St. Philipp Neri läge. Denn das eigentliche Kirchengebäude von St. Philipp Neri an der Kafkastraße war erst in der letzten Folge zu einem der langweiligsten Bauten in Neuperlach erklärt worden. Nun trifft es das Katechumenium, ausgerechnet den Ableger von St. Philipp Neri in Neuperlach Süd an der Putzbrunner Straße, Ecke Stubaier Straße. Sollte sich jemand auf eine Stelle bei St. Philipp Neri bewerben, so sei empfohlen, den Zungenbrecher Katechumenium ganz fleißig zu üben. Und zwar vor dem Bewerbungsgespräch.

Katechumenium leitet sich von Katechumene ab, dem Taufanwärter. Im Lateinischen heißt es catechumenus. Im Katechumenium schließlich ist die Neokatechumenale Gemeinschaft von St. Philipp Neri ansässig. Neo bedeutet natürlich neu, und der zugrunde liegende Neokatechumenale Weg ist – man ahnt es – ein Weg zur Wiederentdeckung der Taufe.

Der eingeschossige Bau ist sicherlich keine Schönheit. Es mag Geschmackssache sein, aber ein edles Schwarz statt des Graubrauns würde dem Gebäude sicherlich besser stehen.

Frühere Nutzung: Erst wurde in den Flughimmel geschaut – nun durch die großen Dachfenster in den göttlichen Himmel

Ursprünglich war in dem Gebäude die „Flugsicherung“ untergebracht, wie ein alter Stadtplan bestätigt. Die großen Dachfenster sind ein Hinweis auf die Beobachtung der Flugbewegungen. 1992 mit dem Ende des Riemer Flughafens soll das Gebäude dann an St. Philipp Neri gegangen sein.

Zu den übrigen Folgen „Langweilige Bauten“

Katechumenium
Bild 3 (16.07.2017) © Thomas Irlbeck
Katechumenium
Bild 4 (16.07.2017) © Thomas Irlbeck
Katechumenium
Bild 5 (16.07.2017) © Thomas Irlbeck
Katechumenium
Bild 6 (16.07.2017) © Thomas Irlbeck
Katechumenium
Bild 7 (19.12.2017) © Thomas Irlbeck

St. Philipp Neri – Langweilige Bauten (Folge 5)

Werbung

St. Philipp Neri
Bild 1: St. Philipp Neri von der Kafkastraße aus gesehen mit Bushaltestelle und Boden-Freiluft-Kruzifix (22.05.2017) © Thomas Irlbeck

Heute muss sich mal wieder eine Kirche gefallen lassen, mit ihrem Aussehen das Gefühl von Langeweile aufkommen zu lassen: die katholische Kirche St. Philipp Neri in Neuperlach Ost. Sie steht an der Kafkastraße 17, Höhe Sudermannallee.

Der Bus stadteinwärts hält direkt vor der Kirche, hier steigen auch Kunden des Sudermann-Zentrum ein und aus. Mein Gähnen während der Betrachtung des Kirchenbaus wirkt ansteckend. Einige Fahrgäste schlafen ein und verpassen ihren Bus.

Die Form der Kirche entspricht einem mathematisch genauen Quader. Das Gebäude präsentiert sich als eingeschossiger Zweckbau. Statt eines Kirchturms hat man draußen vor der Kirche ein Kreuz aufgestellt.

Eröffnet wurde die Kirche im November 1973. Sie gehört seit 2009 zur Pfarrei Christus Erlöser (zusammen mit St. Jakobus, St. Monika, St. Stephan und St. Maximilian Kolbe). Der Name der Kirche leitet sich von dem Gegenreformator Filippo Romolo Neri ab (* 21.07.1515 in Florenz; † 26.05.1595 in Rom).

St. Philipp Neri
Bild 2: Hier zeigt sich die strenge Quaderform (22.05.2017) © Thomas Irlbeck
St. Philipp Neri
Bild 3: Die Informationstafeln und Bäume bieten wenigstens ein bisschen Widerstand gegen die Eintönigkeit des Baus (22.05.2017) © Thomas Irlbeck
St. Philipp Neri
Bild 4: Weitere Ansicht von der Kafkastraße (22.05.2017) © Thomas Irlbeck

Zu den übrigen Folgen „Langweilige Bauten“

Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde München II – Langweilige Bauten (Folge 1)

Werbung

Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde München II
Bild 1: Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde München II. Bei der Durchfahrt durch unseren Stadtteil (hier auf der Kurt-Eisner-Straße) sieht man vor allem das, der ästhetischere Teil bleibt verborgen. Daher ist diese typische Ansicht das Startbild, denn es soll das gezeigt werden, das sich dem Bürger als Erstes bzw. primär offenbart (28.03.2017) © Thomas Irlbeck

Eine neue Serie
Zugegeben, ich war mir bei der Idee zu dieser neuen Serie nicht wirklich sicher, inwieweit sie Sinn ergibt. Der Plan ist nämlich, Gebäude in Neuperlach festzuhalten, die unspektakulär, unscheinbar sind, also weder eine ansprechende Architektur haben, noch durch gewagte Elemente oder durch Verfall provozieren. Es sind also gerade Objekte, die selten bis gar nicht fotografiert werden dürften. Oft sind es Zweckbauten, teilweise als Profanarchitektur ausgeführt. Doch vielleicht liegt genau dort der Reiz. Auch verschwinden in Neuperlach immer wieder Bauten oder werden völlig umgestaltet. Dann gibt es nur noch Bilder im Kopf, die immer mehr verblassen. Kaum einer kann dann mehr ganz genau sagen, wie das mal früher aussah. Beispielsweise wurde „Bruestle Strickmoden“ an der Nawiaskystraße in Neuperlach West abgerissen, heute befindet sich dort ein Lidl-Markt. Von dem recht mächtigen Betonklotz habe ich nur ein einziges Foto gefunden, bei dem leider der Urheber einer Verbreitung nicht zugestimmt hat, sodass ich keine Erinnerung öffentlich zeigen darf. Da Wohnhäuser zum Glück in Neuperlach erfahrungsgemäß nie abgerissen werden, soll sich die Serie auf Gewerbebauten und soziale Einrichtungen konzentrieren. Trotz einiger Gründe, die für die Serie sprechen, sie bleibt natürlich experimentell.

Die evangelisch-reformierte reformierte Kirchengemeinde München II an der Kurt-Eisner-Straße

Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde München II
Bild 2: Den ansprechenderen Teil sieht man vor allem vom Parkplatz aus (28.03.2017) © Thomas Irlbeck

In der ersten Folge geht es um die evangelisch-reformierte reformierte Kirchengemeinde München II an der Kurt-Eisner-Straße, Ecke Karl-Marx-Ring/Hugo-Lang-Bogen. Das Mercure-Hotel ist gleich gegenüber. Der Bau wirkt nicht nur belanglos, sondern sieht auch aus, als wäre er aus verschiedenen Baustilen zusammengestückelt worden, was er wohl auch ist. Durch seine geringe Höhe und auch durch das Fehlen eines Kirchturms fällt er aber immerhin kaum auf.

Von der Straßenseite am auffälligsten ist ausgerechnet der langweilige gelbe, quaderförmige Bau. Der mit Schießschartenfenstern und Kreuz ausgestattete Teil in dem ansprechenderen Rot ist primär nur vom Parkplatz aus einsehbar, aber kaum bei der normalen Durchfahrt durch unseren Stadtteil.

Die II im Namen hat ihren Ursprung durch eine Teilung der evangelisch-reformierten Gemeinde. Das Gebiet umfasst „die Orte rechts der Isar mit den Postleitzahlen von München 81500 bis an die tschechische und österreichische Grenze, begrenzt im Westen durch die Isar, im Norden durch die Bundesstraße 11 bis Bayerisch Eisenstein sowie im Osten und Süden durch die Staatsgrenzen zur Tschechischen Republik und zu Österreich“, heißt es auf der offiziellen Website der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde München II. Der Gottesdienst beginnt sonntags um 10:30.

Zu den übrigen Folgen „Langweilige Bauten“

Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde München II
Bild 3: Noch einmal die Ansicht an der Kurt-Eisner-Straße (28.03.2017) © Thomas Irlbeck
Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde München II
Bild 4: die Kirchengemeinde von einer Wohnanlage am Karl-Marx-Ring aus gesehen. Im Hintergrund ein Hochhaus vom Architekten Ernst Barth (28.03.2017) © Thomas Irlbeck
Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde München II
Bild 5: Näher dran (28.03.2017) © Thomas Irlbeck
Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde München II
Bild 6: Selber Standpunkt, aber Blick Richtung Karl-Marx-Ring/Hugo-Lang-Bogen (28.03.2017) © Thomas Irlbeck

Von Schwarz nach Rot

Werbung

Marx-Zentrum Abendrot
Marx-Zentrum kurz vor Sonnenuntergang (20.03.2017)

Gestern kam die Sonne kurz vor Einbruch der Dunkelheit heraus uns bot diese imposante Kulisse. Das Marx-Zentrum und die Kirche St. Monika getaucht in Sonnenlicht, versehen mit einem roten Note – als Kontrast wird noch ein blauer Himmel geboten.

Die Serbisch-Orthodoxe Kirche am Wohnring – Mystische Orte (Teil 18)

Werbung

Serbisch-Orthodoxe Kirche
Bild 1: Serbisch-Orthodoxe Kirche „Heiliger Märtyrerkönig Jovan Vladimir“ (16.02.2017) © Thomas Irlbeck

Unser heutiger mystischer Ort ist ein sehr auffälliges, für deutsche Augen eher ungewöhnliches Gebäude. Kein Wunder, denn katholische Kirchen haben in München bekanntlich einen höheren Verbreitungsgrad, und hier sehen wir ja schließlich eine Serbisch-Orthodoxe Kirche. Sie ist die einzige Serbisch-Orthodoxe Kirche in München. Ihr Name ist Heiliger Märtyrerkönig Jovan Vladimir. Sie liegt fast unmittelbar vor dem Neuperlacher Wohnring, also an einer der bekanntesten Wohnanlagen in Neuperlach.

Dennoch werden viele Neuperlacher diese Kirche noch nie gesehen haben. Das liegt daran, dass sie von der viel befahrenen Putzbrunner Straße aus nur schwer einsehbar ist – und von anderen Straßen (Schumacherring vor dem Wohnring etwa) auch kaum. Man muss von dort ein paar Meter am Hans-Fried-Weg laufen, um die Kirche sehen zu können. Übrigens grenzt an die Kirche unmittelbar der Friedhof Perlach, der auch nicht besonders bekannt ist, wenngleich Neuperlach.org schon 2011 über ihn berichtet hat. Wie auch der Friedhof Perlach liegt die Kirche offiziell haarscharf noch in Perlach, aber der sehr nahe Wohnring erzeugt Trabantenstadt-Atmosphäre.

Serbisch-Orthodoxe Kirche
Bild 2 (16.02.2017) © Thomas Irlbeck

Geschichte und Daten zur Kirche „Heiliger Märtyrerkönig Jovan Vladimir“

Die Serbisch-Orthodoxe Kirchengemeinde in München wurde bereits 1946 gegründet. Unter den ersten Mitgliedern waren frühere serbische Kriegsgefangene. Der Bau der Kirche und des Kirchenzentrums an der Putzbrunner Straße fand aber erst 1994 (Kirchenzentrum vor der Kirche, auf den Bildern nicht zu sehen, siehe Umgebungskarte) bzw. 1996 (Kirchengebäude) statt. Bis dahin wurden für Gottesdienste und andere Aktivitäten provisorisch Räume in Kirchen und Wohnungen angemietet. Heute betreut die Gemeinde rund 25.000 orthodoxe Serben. Die Adresse von Kirchenzentrum und Kirche ist Putzbrunner Straße 49.

Quelle: Die Serbisch-Orthodoxe Kirchengemeinde in München

Die Serbisch-Orthodoxe Kirche

Rund 80 Prozent der elf Millionen Serben weltweit bekennen sich zur orthodoxen Kirche. Mehr unter dem Wikipedia-Artikel Serbisch-Orthodoxe Kirche.

Serbisch-Orthodoxe Kirche
Bild 3 (16.02.2017) © Thomas Irlbeck
Serbisch-Orthodoxe Kirche
Bild 4 (16.02.2017) © Thomas Irlbeck
Serbisch-Orthodoxe Kirche Map
Bild 5: Umgebungskarte der Serbisch-Orthodoxe Kirche. Es ist zu erahnen, dass die Kirche von der Hauptstraße (Putzbrunner Straße) kaum einsehbar ist. Ganz oben ist übrigens der Wohnring. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Heiliger Märtyrerkönig Jovan Vladimir

Jovan Vladimir (serb. Јован Владимир; bulg. Иван Владимир Ivan Vladimir; deutsch auch Johannes Wladimir; * 10. Jahrhundert; † 22. 05.1016) war laut Wikipedia Herrscher von Duklja, dem bedeutendsten serbischen Fürstentum seiner Zeit. Er wird von der Serbisch-Orthodoxen Kirche als Märtyrer und nationale Symbolfigur verehrt. Mehr unter dem Wikipedia-Artikel Jovan Vladimir.

Bei Nacht und Nebel

Werbung

Fast wie der Nebel des Grauens! Gestern Abend gegen 21:30 sind kurzzeitig Nebelschwaden durch das Marx-Zentrum gezogen, kurz danach war es überall nebelig, und wenige Minuten später war alles wieder vorbei. Foto: Lesereinsendung, vielen Dank!

Nebel im Marx-Zentrum
Nebel im Marx-Zentrum (26.10.2015)

Rot sehen im schwarzen Marx-Zentrum

Werbung

Die asbesthaltigen Eternit-Platten im Marx-Zentrum sind schwarz. Normalerweise. Im gleißenden Licht der untergehenden Sonne leuchten sie für einen kurzen Moment rot. Vielen Dank für die tollen Bilder, die eine Leserin einsandte.

Gleißendes Marx-Zentrum
Bild 1 (08.01.2015)
Gleißendes Marx-Zentrum
Bild 2 (08.01.2015)
Gleißendes Marx-Zentrum
Bild 3 (08.01.2015)

Die Kirche mit dem „angeschrägten“ Hochhaus-Turm – Mystische Orte (Teil 12)

Werbung

St.-Augustinus-Kirche,
St.-Augustinus-Kirche (30.08.2013) © Thomas Irlbeck

Wie sicherlich das eine oder andere Mal erwähnt, habe ich mit der Kirche als Institution weniger als wenig am Hut. Aber Kirchenarchitektur kann mich durchaus begeistern. Dabei zieht mich hier vor allem klassische Kirchenarchitektur an. Moderne Kirchenbauten gibt es nur sehr wenige, die mir gefallen.

Der heutige mystische Ort ist die katholische St.-Augustinus-Kirche in Trudering, die folgerichtig an der St.-Augustinus-Straße liegt. Die Kreuzung zur Bajuwarenstraße ist hier ganz in der Nähe, und – wen wundert es – an dieser befindet sich auch die Augustinus-Apotheke. Räumlich sind wir zwar ein Stückchen von Neuperlach entfernt. Doch das Ziel, endlich einen mystischen Ort in Neuperlach zu finden, kommen wir heute vielleicht näher denn je.

Der Neuperlach-Faktor liegt in der Architektur. Die Kirche ist kein klassischer, aber auch kein typisch moderner Bau. Es ist 1950er-Jahre Architektur, so gesehen also der Nachkriegsmoderne zuzuordnen. Genauer wurde die Kirche 1952 bis 1955 geplant und gebaut. Am 28. August 1955 zum Fest des heiligen Augustinus wurde sie geweiht.

Ungewöhnlich: Die Form des Turmes ist die eines „angeschrägten“ Quaders

Das Neuperlachige ist die Form des Turmes, der 26 Meter Höhe misst bei einem Grundriss von 7 × 9 Metern. Dieser sieht wie ein Quader aus und hat auch das in Neuperlach obligatorische Flachdach. Damit ähnelt der Turm von der Optik einem Hochhausblock, wobei es hier doch zwei Unterschiede gibt. Erstens: Das Flachdach ist weit auskragend. Zweitens: Der Quader ist bei strengerer Betrachtung keiner, der Turm verjüngt sich nach oben hin zumindest leicht. Das Besondere ist, dass die Schräge nur auf der Nordseite vorhanden ist, im Bild ist das rechts. Das Foto kann diesen Effekt nur begrenzt zeigen – siehe weiter unten unter Nicht objektiv, sondern eine Sache der Perspektive.

Glocken

St.-Augustinus-Kirche
Nordseite des Kirchenschiffs (30.08.2013) © Thomas Irlbeck

Im Turm befinden sich sieben Glocken, die 1955 auf Basis einer zinnfreien Bronzelegierung in Erding gegossen wurden. Die Töne der Glocken lauten von unten nach oben: As – c‘ – es‘ – f‘ – as‘ – b‘ – c“

Kirchenschiff und Orgel

Das Kirchenschiff misst 15 Meter in der Höhe, ist 45 Meter lang und 22 Meter breit. Es verfügt über ein übliches Satteldach. Verspätung gab es bei der Kirchenorgel. Diese wurde erst 1965 von der Firma Carl Schuster und Sohn erbaut und in Betrieb genommen. Die 41 Register sind auf Hauptwerk, Positiv, Schwellwerk und Pedal verteilt.

Kirchturm ohne Kreuz – der Flughafen Riem war schuld

St.-Augustinus-Kirche, Kreuz Detail
Der Abstand des Kreuzes zur Turmwand wird nach oben hin größer. Durch Klick vergrößern, um den Effekt gut sehen zu können (30.08.2013) © Thomas Irlbeck

Der Flughafen Riem, 1939 eröffnet, sorgte für ein Kuriosum. Aus Sicherheitsgründen galten in der Einflugschneisen des Stadtgebiets strenge Bauhöhenbegrenzungen. Diese kann man heute noch in Neuperlach sehen. An der Haupteinflugschneise war eine Begrenzung auf 25 Meter vorgeschrieben (was acht Stockwerke ermöglichte), wobei man bei Dachaufbauten manchmal großzügig waren, sodass manche Häuser doch zumindest punktweise auf rund 26 Meter kamen. Außerhalb der Haupteinflugschneise – bereits das Marx-Zentrum lag ein paar Meter von dieser entfernt – gab es weniger strenge Limitierungen. So waren für die Häuser im Marx-Zentrum bis zu 35 Meter erlaubt, was sich in bis zu 14 Stockwerken (zuzüglich teilweise mehrstöckiger Dachaufbauten) widerspiegelt.

Genau diesr Bauhöhenbegrenzung war verantwortlich dafür, dass die St.-Augustinus-Kirche kein Kreuz auf dem Turm tragen durfte. Mit 26 Meter Höhe des Turmes war offenbar schon alles ausgeschöpft. Als Ersatz war aber aber ein kleines Kreuz auf dem Dach des Kirchenschiffs ganz vorne am Haupteingang (Westseite) aufgesetzt worden. 1992 wurde der Flughafen Riem stillgelegt, doch erst 2002 bekam der Kirchturm sein Kreuz. Im Rahmen einer umfassenden Sanierung wurde an der Nordseite des Turms ein zwölf Meter langes vergoldetes Kreuz angebracht, das sechs Meter über das Flachdach hinausragt, und das alte Kreuz auf dem Satteldach entfernt. Obwohl gerade diese Nordseite nicht senkrecht, sondern schräg läuft, steht das Kreuz selbst exakt vertikal. Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass dies durch zwei unterschiedlich lange waagrechte Halterungen erzielt wird (die Abbildung zeigt es, diese anklicken, um zu vergrößern). Der Abstand des Turms zum Kreuz wird nach oben hin größer. Aber auch bei den Fenstern am rechten Rand des Turmes (Abbildung am Artikelanfang) sieht man, dass deren Abstand zur rechten Turmwand nach oben hin kleiner wird.

Nicht objektiv, sondern eine Sache der Perspektive

Ein Objektiv ist nur dem Begriff nach objektiv. In der Realität gibt es starke Verzerrungen, je weitwinkiger, desto größer werden sie. Objekte laufen dann auf einmal spitz nach oben oder unten zu, Hochhäuser und Türme, speziell am Bildrand, drohen umzustürzen. Diese stürzenden Linien lassen sich per Bildbearbeitung automatisch oder manuell aufrichten. Hat man ein Gebäude vor sich, bei dem die Kanten wirklich senkrecht laufen, lässt sich auf diese Weise ein gutes Ergebnis erzielen und ein Schiefer Turm von Pisa vermeiden. Besitzt ein Gebäude aber keine oder nicht durchgehend senkrechte Kanten, da es sich tatsächlich verjüngt, wird es schwieriger, da es weniger oder keine Anhaltspunkte gibt. Eine normale Entzerrung stürzender Linien würde hier ein Ergebnis erzielen, das an der Realität vorbeigeht. Daher wurde hier die Entzerrung behutsam eingesetzt. Dabei wurde darauf geachtet, dass alle senkrechten Kanten inklusive des Kreuzes möglichst vertikal verlaufen. Die einzige Schräge ist damit die Turmnordseite, die aber hier im Ergebnis möglicherweise subjektiv zu stark ausfällt. Es muss klar sein, dass dies nur ein Kompromiss sein kann. Keine Aufnahme, ganz speziell in diesem Fall, kann eine Betrachtung vor Ort ersetzen.

Der heilige Augustinus

St.-Augustinus-Kirche, Relief
Relief an der Westseite mit dem heiligen Augustinus (30.08.2013) © Thomas Irlbeck

Augustinus von Hippo (* 13. November 354 in in Tagaste, auch: Thagaste, in Numidien, heute Souk Ahras in Algerien; † 28. August 430 in Hippo Regius, heute Annaba in Algerien) war „einer der vier lateinischen Kirchenlehrer der Spätantike und ein wichtiger Philosoph an der Epochenschwelle zwischen Antike und Mittelalter“ (Quelle: Wikipedia). Von den Westkirchen wird Augustinus als Heiliger verehrt.

An der Westseite der Kirche mit dem Haupteingang befindet sich ein Relief des heiligen Augustinus (siehe Abbildung). Der Künstler Siegfried Moroder meißelte dieses 1958 aus den Sandsteinblöcken heraus, die bereits beim Bau der Kirche eingefügt worden waren.

Umgebungskarte

Umgebungskarte St.-Augustinus-Kirche
Umgebungskarte St.-Augustinus-Kirche. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Per ÖPNV erreicht man die Kirche am besten so:

Bus 195, N49: Gnadenwaldplatz

oder

Bus 139, 195, N49: St.-Augustinus-Straße

Quellen

Der Blaue Planet

Werbung

Nicht nur aus dem Weltall sieht die Erde blau aus, heute bei wolkenlosen Himmel gab es auch von der Erde aus herrliches Blau zu bewundern. Drei Bilder vom Marx-Zentrum mit Peschelanger 8, 10, 12 (Rewe) und St. Monika.

Marx-Zentrum
Bild 1 (02.08.2013) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum
Bild 2 (02.08.2013) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum
Bild 3 (02.08.2013) © Thomas Irlbeck

Abschied nehmen vom Quidde-Zentrum – Abriss St. Jakobus (Update 06.02.2013)

Werbung

Quidde-Zentrum
Düstere Wolken über dem Quidde-Zentrum (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

In einem Jahr könnte bereits Abriss sein im Quidde-Zentrum (Neuperlach.org berichtete). Der Bau soll einem neuen Gebäudekomplex Platz machen, der neben Läden auch über viele, viele Wohnungen verfügen soll, die in München so dringend gebraucht werden. Ich habe die Gelegenheit genutzt, noch ein paar Fotos zu machen.

Ein paar Läden haben noch geöffnet. Jüngst ist nach mehreren Jahrzehnten die Stadtsparkasse ausgezogen. Einen Lebensmittelmarkt gibt es schon lange nicht mehr. Die Papeterie ist noch da, auch die Apotheke (Update 11.01.2013: Auch Letztere ist nun geschlossen, der Laden leer geräumt). Als Ersatz für die ehemalige Konditorei sind zwei Lokale (Pizza/Café/Bar und Café) eingezogen (siehe Bild links). Die Räume des ehemaligen Mix Markt stehen weiterhin leer, man erkennt sie an den unzähligen Umzugkartons, die dort seit einer Ewigkeit und einen Tag stehen.

Der asiatische Garten mit der kaskadenförmigen Brunnenanlage, der sich am Rande des Quidde-Zentrum findet, macht leider auch keinen guten Eindruck mehr. Das ist aber noch längst nicht alles. Auch an das Heiligste ist man gegangen und hat inzwischen die Kirche St. Jakobus fast vollständig abgerissen (Neuperlach.org berichtete).

Mein Traum wäre eine Revitalisierung des Quidde-Zentrum. Auf dem riesengroßen Parkplatz könnte ein Wohnhaus oder ein kombiniertes Gewerbe-/Wohnhaus entstehen, sodass das Argument, dann gäbe es ja keine neuen Wohnungen, obsolet wäre. Mit einem Verbindungsbauwerk könnte man so auch für die teilweise fehlende Barrierefreiheit sorgen. Reißen wir doch nicht alles ab! Nicht alles, was danach kommt, ist besser.

Ex-Stadtsparkasse
Hier war mal die Stadtsparkasse (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Ex-Stadtsparkasse/Ex-Mix Markt
Die Ex-Stadtsparkasse und der Ex-Mix Markt (im Hintergrund) (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Schäden
Einige Schäden, manche Wand ist sogar offen (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum mit Parkplatz
Quidde-Zentrum mit Parkplatz (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

Brunnen „Wasserfall“

Brunnen "Wasserfall"
Brunnen „Wasserfall“ vor dem Quidde-Zentrum (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

Wenn man sich auf dem Neuperlacher Fußwegsystem vom Plett-Zentrum Richtung Quidde-Zentrum bewegt, findet sich kurz vor dem Quidde-Zentrum – bereits auf der Rampe – links der Eingang zu dem kleinen Wassergarten. Der Brunnen wurde 1971 eröffnet und besteht aus zwei einzelnen Brunnenelementen, die nebeneinander positioniert sind. Die Elemente selbst setzen sich aus kaskadenförmig angeordneten Wasserschalen zusammen. Das Wasser fließt dabei sukzessive von den oberen in die darunterliegenden Schalen. Die ganze Anlage stammt von Gottfried Hansjakob und ist einem asiatischen Garten nachempfunden. Der heutige Zustand ist katastrophal. Die Anlage ist vermoost, zugewachsen, dreckig. Der Beton wirkt angegriffen. Schade, dass man solche Anlagen so verkommen lässt. Quelle (wie passend 😉 ): Kunst in Perlach

Brunnen "Wasserfall"
Im Hintergrund die ehemaligen Räume der Stadtbibliothek, in denen …  (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Brunnen "Wasserfall"
… heute das Deutsch-Islamische Kulturzentrum untergebracht ist (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

St. Jakobus

Der Abriss ging schnell. Am 25. November wurde die erste Wand eingerissen (zweites Foto), heute am 19.12.2012 war fast nichts mehr übrig von dem Bau (letztes Foto).

St. Jakobus
Im November 2011 stand das Gebäude noch, war aber bereits wegen Einsturzgefahr gesperrt (19.11.2011) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
St. Jakobus geht dahin, jetzt gibt es kein Zurück mehr  (25.11.2012) Foto: Benedikt Bast
St. Jakobus
Der Bau verschwindet rasend schnell (07.12.2012) Foto: Benedikt Bast
St. Jakobus
St. Jakobus (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

Update (06.02.2013)

St. Jakobus Nachfolger
Der Nachfolger von St. Jakobus (06.02.2013) © Thomas Irlbeck

Das Quidde-Zentrum verfällt zusehends. Die Apotheke hat seit Januar geschlossen. Nun sind auch die beiden neuen Lokale schon wieder dicht. Die Papeterie widersetzt sich noch dem Verfall.

Von St. Jakobus ist außer dem Kreuz nichts mehr zu sehen.

Wie der Nachfolger von St. Jakobus (Kindergarten und Kapelle) aussehen soll, zeigt die Bautafel.

Quidde-Zentrum Schriftzug
Selbst der Schriftzug verabschiedet sich (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Ex-Apotheke
Quidde-Zentrum: Die Apotheke ist zu (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum/Parkplatz
Quidde-Zentrum: Immer mehr Fassaden-Platten lösen sich (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus (06.02.2013)
St. Jakobus: alles weg (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
St. Jakobus: viel Platz (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus Kreuz
St. Jakobus: Nur das Kreuz hat überlebt (06.02.2013) © Thomas Irlbeck