Frauentreffpunkt Neuperlach startet mit Ausstellung „Farborgel“ in den Herbst

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Katharina Belaga
Werk von Katharina Belaga

Mit Beginn des neuen Herbstprogramms, in dem wieder einige Highlights wie „Tanz dich frei“, „Kreativer Nähtreff“ oder der Afghanische Kochkurs dabei sind, kommt auch eine neue Ausstellung in die Räumlichkeiten des Frauentreffpunkt Neuperlach im Graf-Zentrum:

Katharina Belaga zeigt dort ab Samstag, den 22.09., einige ihrer farbstarken, abstrakt-expressiven Werke.

Nach den Sommerferien öffnet der Frauentreffpunkt Neuperlach wieder mit seinen gewohnten Angeboten für Frauen jeden Alters, in unterschiedlichsten Lebenssituationen und verschiedenster Couleur. Das regelmäßige Programm mit dem Café International, Frauenbrunch, gemeinsamen Singen oder den Mutter-Kind-Gruppen ist grundsätzlich ein offenes Angebot, zu dem jede Frau einfach dazukommen kann. Bei einigen eintägigen Aktionen wie dem kreativen Nähtreff, dem afghanischem Kochkurs oder dem gemeinsamen Backen mit Mama und Kind ist eine Anmeldung (telefonisch unter 089/670 64 63 oder per E-Mail unter info@frauentreffpunkt-neuperlach.de) nötig. Das neue Programm mit allen Zeiten und Details ist vor Ort zu den Öffnungszeiten (Mo 9:30–12 und 15–18 Uhr; Die 9–13 Uhr, Mi 10–13 Uhr; Do 9:30–12 und 16–18 Uhr, Fr 9:30–12:30 Uhr) im Oskar-Maria-Graf-Ring 20 erhältlich.

Katharina Belaga
Werk von Katharina Belaga

Oder man holt es sich direkt bei der Vernissage von Katharina Belagas „Farborgel“ am Samstag, den 22.09., um 18 Uhr, bei der übrigens auch Männer herzlich willkommen sind. An diesem Abend gibt nicht nur die in Neuperlach lebende Malerin und Mathematikerin Dr. Katharina Belaga mit einigen kleinen und mittelgroßen abstrakten Ölbildern Einblick in ihr Schaffen, sondern es gibt darüber hinaus auch ein Klavierkonzert mit Maria und Margarethe Roters, die wie die Malerin russische Wurzeln haben.

In ihrem künstlerischen Schaffen setzt sich Katharina Belaga mit einem expressiven Farbspektrum auseinander. Inspiriert durch Musik – Tanz/Bewegung – Körper – Raum – Licht: „Die meisten meiner Bilder haben mit Musik zu tun. Sei es, dass sie von außen kommt, oder – wie in den abstrakten Bildern – ganz von innen. Obwohl ich manches Bild wochenlang austrage, verzichte ich bewusst auf jegliche Bildkonstruktion. Die fertigen Bilder brauchen wiederum Zeit, bis ich sie von außen sehen und beurteilen kann. Beim Malen, beim inneren Entstehen des Werks, folge ich mit dem ersten Impuls einem Pfad, den ich vorher nur erahne. Es ist eine Vorstellung, mit der ich schwanger gehe. Mit dem Griff in die Farbe fixiere ich diesen Moment. Wenn ich es nicht rechtzeitig ausdrücken kann, ist dieser eine Moment vorbei. Das ist das Unmittelbare im Malen.“ Belagas Werke in Acryl, Gouache und Öl sind dynamisch und kraftvoll. Ihre Hingabe an den Prozess zeigt sich in leuchtenden Farbkompositionen und einer intuitiven Formgebung. Mit dem Pinsel malt die Künstlerin eher selten. Mit unkonventionellen Instrumenten entstehen Gekringelbilder. Die Farbe kräuselt sich zu dichten Intervallen, ganz kleinen Bewegungen. Sie malt an der Staffelei und am Tisch. Im letzten Moment entscheidet sich, welchen Lauf die Malerei nimmt. In ihrer künstlerischen Intention folgt sie unbewusst den Strukturen im Gehirn. Formen entstehen, ohne dass konstruiert wird. Ihre Bilder enthalten nichts Überflüssiges. Seit 2007 stellt die Künstlerin ihre Bilder in Galerien und Werkschauen aus.

Nach der Vernissage ist die Ausstellung „Farborgel“ bis Ende Januar 2019 zu den oben genannten Öffnungszeiten des Frauentreffpunkt Neuperlach im Innenhof des Graf-Zentrum zugänglich, dann allerdings nur noch für Frauen.

Herbstprogramm mit Monats- und Wochenübersicht zum Herunterladen als PDF:

Kontakt

Frauentreffpunkt Neuperlach e.V.
Oskar-Maria-Graf-Ring 20, 81737 München
Tel: 089/670 64 63
Mail: info@frauentreffpunkt-neuperlach.de
Web: www.frauentreffpunkt-neuperlach.de

Jubiläumsschau „Best of“ im Kunsttreff Quidde-Zentrum

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Bernd Georg Schwemmle
Bernd Georg Schwemmle

Buchseiten entflohene Fabelwesen fliegen über einen Paravent, Objektkästen visualisieren Gedanken zum Grenzzaun, ein dreidimensionales Specksteingesicht formt sich aus einem Gemälde, ein mit Moos bewachsener Stofftierhase erzählt von zu kurzen Kindertagen … Ausschnitte einer Ausstellung, in der es viel zu entdecken gibt, auch wenn die Exponate in der Anzahl übersichtlich sind. Vom 24. August bis zum 2. September zeigt die überregionale Künstlervereinigung Kunstrefugium im Kunsttreff Quidde-Zentrum eine konzentrierte Werkschau ihrer aktuellen Mitglieder und lädt alle Kunstinteressierten ein, gemeinsam das 10-jährige Bestehen des Vereins zu feiern.

Die Künstlervereinigung Kunstrefugium e. V. verspricht unter dem Motto „Best of“ eine kleine, aber erlesene Auswahl an Kunstwerken: Das bedeutet für jeden der 30 ausstellenden Künstler die Konzentration auf das eine Werk, das er/sie aktuell als eines seiner besten ansieht. Das Konzept des „Best of“ ist im Hinblick auf das Jubiläumsjahr von Kunstrefugium entstanden: Anlässlich des 10-jährigen Bestehens 2018 wurde ein Katalog publiziert, in dem jedes Mitglied mit einem Werk vertreten ist und die Ausstellungen und Projekte von den Anfängen bis heute vorgestellt werden.

Ob klassisches Aquarell oder Farbmalerei in Öl, Siebdruck oder Collage, Fotografie, Zeichnung oder Objekt, expressionistisch, abstrakt oder realistisch – die Kunstsparten, Stilrichtungen, Techniken und Ausdrucksformen sind so unterschiedlich wie die bildenden Künstler selbst, die sich in diesem Kunstverein für gemeinsame Projekte zusammengeschlossen haben. Mit dem Jubiläumsjahr 2018 blickt der eingetragene Verein schon auf eine Reihe von Jahres‐  sowie Themenausstellungen, kleine Kulturfestivals oder unkonventionelle Werkschauen zurück. Bei einigen Projekten, wie einer Mail-Art-Aktion oder offenen Ausschreibungen zum Thema Heimat oder komische Kunst, lädt die Vereinigung auch immer wieder externe Künstler ein. Aktuell läuft die Planung der Ausstellung KUH, die Anfang November 2018 im ehemaligen Braunviehstall in Utting zu sehen sein wird und wofür sich über 180 externe Künstler beworben haben. Seit dem Frühjahr 2014 steht Kunstrefugium hinter dem Zwischennutzungsprojekt Kunsttreff Quidde-Zentrum im Münchner Stadtteil Neuperlach: Dort realisieren die Kunstrefugianer in einer ehemaligen Stadtbibliothek bis zum Abriss nicht nur eigene Projekte, sondern geben auch anderen Ausstellern die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Alle Infos dazu und zu den anderen Aktivitäten des Kunstvereins gibt es unter www.kunstrefugium.de.

Die Best-of-Ausstellung im Kunsttreff Quidde-Zentrum ist vom 25.08 – 02.09. Donnerstag bis Sonntag jeweils von 15 – 19 Uhr zugänglich. Bei der Eröffnung am Freitag, den 24.08., um 19 Uhr gibt Susanne Kraft mit einer Vorführung Einblick in die Technik der Pan-Art, das Ehepaar Schrammeck tanzt zu Tangoklängen und Ingrid Müller macht mit Interessierten eine Führung durch die Ausstellung. Am Samstag, den 25.08., gibt es von 16 – 18 Uhr einen KlangCouching-Parcour mit Nicole Truckenbrodt und Kathrin Fischbach. Am Donnerstag, den 30.08., von 17 – 19 Uhr bietet die Sängerin und Klangtherapeutin Kathrin Fischbach den Workshop KlangFarben & FarbTöne. Kurz vor Schluss der Ausstellungszeit gibt es am Samstag, den 01.09., ab 19 Uhr noch ein Jubiläumsfest, bei dem gemeinsam mit den Besuchern auf das 10-jährige Bestehen der Künstlervereinigung angestoßen werden soll. Als Höhepunkt des Abends präsentieren Ferdinand Pichlmaier (Klavier), Wolfgang Gerrer (Saxophon) und Richard Schleich (Malerei) noch eine Session Klangmalerei. Der Eintritt zur Ausstellung und allen Programmpunkten ist frei.

Kontakt

Kunstrefugium e. V.
Ingrid Müller
Laibacherstraße 4
81669 München
Tel: 089/65 05 62
Mobil: 0160/97 92 50 66
info@kunstrefugium.de
www.kunstrefugium.de

Brigitte Haberger
Brigitte Haberger
Florencia Chueke
Florencia Chueke
Liane Käs
Liane Käs
Sylwia Komperda
Sylwia Komperda

Komm, spiel mit mir! Auf dem Klavier!

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Klavier im Südpol
Klavier im Südpol

Vielleicht erinnern Sie sich noch? 2013 gab es die weltweite Aktion „Play Me, I´m Yours“ – Komm, spiel mit mir! 14 Klaviere standen in München im öffentlichen Raum zum Spielen bereit. Alle waren künstlerisch gestaltet. Die Aktion war ein riesiger Erfolg.

Deshalb lade ich Sie ein. In der Zeit vom 23. Juni bis 23. Juli 2015 steht auf der Terrasse unseres Kulturhauses ein Klavier zum Spielen für jedermann bereit. Künstlerisch gestaltet wird das Klavier von einer Gruppe aktiver junger Leute von der Südpolstation Neuperlach.

Komm, spiel mit mir! Auf dem Klavier!

Wann und wo? Vom 23. Juni bis 23. Juli 2015 am Kulturhaus Neuperlach (Hanns-Seidel-Platz) auf der Terrasse. Jeweils Dienstag bis Samstag von 11 bis 19 Uhr.

Coole Klimpereien von jedem für alle
üben – klimpern – improvisieren
entertainen – konzertieren – jammen
Entdecke Dich musikalisch!
Wunderkinder – Straßenmusikanten – Hobbykünstler
Fußgänger – Philharmoniegötter – Pianopilger

Alle können mitmachen! Musik kennt keine Grenzen! Jeder ist eingeladen. Jeder kann die eigene musikalische Kreativität entdecken und erleben.

Flyer Spiel mit mir Klavier
Flyer zur Aktion

Eine kleine Klavierepisode: Play Me, I’m Yours! Hier spielt die Musik

Ein ganz normales Klavier, äußerlich künstlerisch gestaltet von einer sehr kompetenten Gruppe von jungen Leuten, die aktiv in der Südpolstation von Feierwerk mitarbeiten, steht auf unserer Terrasse. Die Terrasse ist an unserem Kulturhaus in Neuperlach am Hanns-Seidel-Platz. Jeder, der möchte, kann auf dem Klavier spielen – soll darauf spielen. Dafür steht’s ja da.

Vielleicht erinnern Sie sich: Vor zwei Jahren gab es eine ähnliche weltweite Kunstaktion. In vielen Städten auf der ganzen Welt standen Klaviere, von vielen Künstlern auf der ganzen Welt gestaltet. In London gab es eine wunderschöne Episode, in der so ein Klavier an einer U-Bahnstation die Hauptrolle spielt. Täglich trafen sich ein Mann und eine Frau, die zusammen spielten, übten, sich gegenseitig Tipps gaben. Und zwischen den beiden hat es „gefunkt“. Inzwischen sind sie verheiratet …

Im Mai 2013 standen auch in München Klaviere im öffentlichen Raum. Auf unserer Terrasse stand ein wunderschön künstlerisch gestaltetes Klavier. Plötzlich kam eine junge Frau mit ihrem Fahrrad mit einem unwahrscheinlich schnellen Tempo auf das Haus zu. Ich befürchtete schon, sie fährt unmittelbar über unsere Terrasse direkt ins Foyer vom Kulturhaus und reißt einige Stühle und Tische samt Besucher um und fällt anschließend direkt auf unsere Couch.

Plötzlich, kurz vor der Terrasse, schwenkt sie abrupt ab und jagt genau auf das Klavier zu. Sie schafft es. Kurz davor kommt sie gerade noch zum Stehen, springt vom Rad, lässt es fallen, reißt die Abdeckung vom Klavier und den Klavierdeckel hoch, schwingt sich auf den Klavierhocker und beginnt zu spielen. Plötzlich war da ein ganz hervorragend gespielter Mozart, der sich sehr wohltuend über den gesamten Hanns-Seidel-Platz ausbreitete. Die Tür von der Terrasse zum Foyer im Kulturhaus Neuperlach hatte ich weit geöffnet. So konnte ich das wunderschöne Mozartkonzert hören und von meinem Büro aus auch sehen. Und es war Wochenmarkt auf dem Hanns-Seidel-Platz.

Plötzlich standen da viele Menschen, solche mit leeren Taschen, die gerade zum Einkaufen gehen wollten und solche mit vollen Taschen, die gerade vom Einkaufen kamen und eigentlich schnell zur U-Bahn oder ihren Bus erreichen wollten. Sie alle blieben stehen und hörten den Mozartklängen zu. Plötzlich rumorte es im Foyer im Kulturhaus Neuperlach. Als ich nachschaute, fehlten etliche Stühle. Die standen jetzt draußen auf der Terrasse rund um das Klavier. Darauf saßen inzwischen nicht nur die Wochenmarkteinkäufer. Es waren auch viele Kinder, die den Mozartklängen der jungen Frau mit dem Fahrrad lauschten.

Ich stellte mich dazu und wollte leise etwas sagen, weil ja fast alle Stühle, die ich für die Abendveranstaltung brauchte, auf der Terrasse waren. Dazu kam es aber nicht. Sofort wurde ich von einigen angeherrscht: „Pssssssssssst! Ruhe! Sie sehen doch, was hier los ist!“ – Also blieb ich lieber still und lauschte einfach mit. Es war einfach super!

Plötzlich hörte die junge Frau auf zu spielen und klappte den Klavierdeckel zu. Es gab einen riesen Beifall. Die junge Frau stand auf, nahm ihr Rad und fuhr genauso schnell davon, wie sie gekommen war. Die Zuhörer schauten ihr immer noch Beifall klatschend hinterher. Sie standen auf, nahmen die Stühle und brachten sie wieder zu mir zu meiner Abendveranstaltung ins Foyer. Dabei hörte ich nur anerkennende Worte, die des Lobes voll waren …

Episoden? Solche und ähnliche gibt es bestimmt wieder zu erzählen, wenn unser Klavier auf unserer Terrasse vor unserem Kulturhaus wieder einmal zum Mittelpunkt des Geschehens wird. Ich, jedenfalls, freue mich darauf …

Ihr Carlheinz Zobel vom Kulturhaus Neuperlach