Waldspaziergang durch den Perlacher Wald

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Josefskapelle
Start bei der Josefskapelle

Der Festring Perlach lädt herzlich ein zu seiner nächsten Veranstaltung am Freitag, den 24. August 2018, um 15 Uhr. Als Begleiter kommt der Revierförster Michael Matuschek vom Landwirtschaftsamt Ebersberg mit. Wir werden erklärt bekommen, warum sich das Waldbild in den letzten Jahren so verändert hat und wie es sich durch den Klimawandel noch verändern wird … und noch vieles mehr. Treff: Josefskapelle am Friedrich-Panzer-Weg, Teilnahme kostenlos, Spende erbeten, anschließend Biergarten.

Keine Leuchte: In der Ständlerstraße geht kein Licht mehr auf

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Ständlerstraße ohne Lampen
Foto: G. S.

Wie angekündigt, wurde mit der Demontage der Straßenlaternen entlang der Ständlerstraße begonnen. Momentan ragen die bereits um die Leuchteinheiten beraubten Lampenmasten wie Spieße in die Luft. Wer denkt da nicht an Schaschlik und wem läuft da nicht das Wasser im Munde zusammen? Die Laternen sollen ersatzlos verschwinden. Als Begründung wurde der Klimaschutz angegeben. Vielen Dank an G.S. für die Einsendung der Fotos.

Ständlerstraße ohne Lampen
Foto: G. S.
Ständlerstraße ohne Lampen
Schaschlikspieße, wohin man sieht. Zumindest fast. Ganz vorne sind richtige Straßenlaternen – mit Leuchteinheit –zu sehen. Foto: G. S.

Die heiße Idee des Architekten

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Wir schreiben die 1960er-Jahre. Es gibt noch keinen Klimawandel, zumindest weiß man weniger als nichts darüber, und das Wort war auch noch nicht erfunden. Ein Architekt sitzt gerade an einem Hochhaus-Wohnblock. Er ahnt wahrscheinlich nicht einmal, dass er gerade im Begriff ist, diejenigen Häuser zu konstruieren, die später einmal von der Allgemeinheit zu den hässlichsten im Münchner Osten gerechnet werden und die wegen ihrer trostlosen Kulisse gerne für Krimis und Fernsehfilme gebucht werden. Damit man die Häuser später nicht einmal mit einer modischen Farbe streichen kann, versieht er sie mit Myriaden kleiner schwarzer Platten, die mit noch mehr Schrauben festgehalten werden. Die Platten erwiesen sich als Glücksgriff, da sie den sauren Regen abhalten, entsprechend beschränkten sich Betonsanierungen bislang vor allem auf die „kachellosen“ Bereiche, etwa die Loggias.

Auch hinsichtlich der Energieeffizienz war der Architekt durchaus seiner Zeit voraus. Den Räumen, die als Schlafzimmer vorgesehen sind, spendierte er keine Außenwand, sondern eine riesige Glasfront nach Süden. Die Idee dahinter war wahrscheinlich, dass selbst in den Wintermonaten die Räume sich an Sonnentagen so stark aufheizen, dass man auf das Aufdrehen der Heizungen oft verzichten kann. Abends sind die Räume dann noch ausreichend warm.

2.450 Watt in der Sauna gegen die Sauna (09.07.2010) © Thomas Irlbeck

Es gibt hier aber zwei Probleme: Moderne Fenster haben noch eine weit bessere Energieausbeute. Wer also die Fenster gegen neue ausgetauscht hat, der hat es noch wärmer – vielleicht auch zu warm. Dann werden die Räume aber auch gerne als Kinderzimmer oder Arbeitszimmer genutzt. Auch wenn ich manchmal noch kindisch bin, nutze ich den Schlafraum für Letzteres. Selbst im Winter erreicht man tagsüber schon mal 30 Grad Innentemperatur – ohne Heizung versteht sich.  Im Hochsommer sind Temperaturen weit oberhalb der 30 Grad keine Seltenheit. Im übrigen Teil der Wohnung ist es ein paar Grad kälter. Der Grund ist einfach: Das Wohnzimmer hat kleinere Fenster und ist dafür größer.

Wie auch immer, bei Backofentemperaturen kann keiner einen kühlen Kopf bewahren. Anders ausgedrückt, ist das Arbeiten in einer echten Sauna sicher angenehmer. Auch wenn es ökologisch nicht korrekt ist, kühlt seit ein paar Jahren eine mobile Klimaanlage den Raum auf ca. 24 Grad herunter. Viel mehr (weniger) schafft auch sie nicht. Klimaanlage aufgestellt, Schlauch aus dem leicht geöffneten Fenster gehängt, Fensterspalt mit Spezialfolie isoliert – fertig. Die Geräuschentwicklung ist hoch, zum Radiohören etwa muss man das Gerät abschalten, sonst versteht man Dinge, die nie gesagt wurden. Der Raum heizt sich dann aber sehr schnell wieder auf, also beschränkt man sich auf das Wesentliche.

Wer andere Ideen zur Raumkühlung hat, die ökologisch verträglicher sind, dem sei gesagt, dass sie vom Genehmigungsverfahren hochproblematisch sind.

Ein paar Mal macht es Knick (09.07.2010) © Thomas Irlbeck
Einen Raum kann man nicht kühlen, sondern ihm nur Wärme entziehen. Die hier herausströmende Abluft könnte man durchaus zum Haare föhnen benutzen. Im Hochsommer sind die Haare allerdings auch ohne Föhn sofort trocken (09.07.2010) © Thomas Irlbeck