Leuchtende Kunst: Der Lichtmensch ist zurück!

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Lichtmensch
Bild 1: Der Lichtmensch ist wieder da (15.09.2019). Foto: Geo Goidaci
Lichtmensch
Bild 2: Wiederinstallation des Kunstwerks (15.09.2019).  Foto: Geo Goidaci
Lichtmensch
Bild 3 (15.09.2019). Foto: Geo Goidaci
Lichtmensch
Bild 4 (15.09.2019). Foto: Geo Goidaci

2010 erwarb die Gewofag das Kunstwerk „Lichtmensch“ des Münchner Künstlers Geo Goidaci und stellte es im Park der Wohnanlage Karl-Marx-Ring 3–5 auf. Nach einer gründlichen Renovierung ist die Lichtinstallation wieder an ihrem angestammten Platz.

Das Kunstwerk besteht aus vier Holzteilen (Merantiholz) und einer LED-Achse. Im Dunkeln leuchtet der Lichtmensch langsam wechselnd in den Spektralfarben.

Die Wikipedia schreibt über den Künstler:

Das Werk umfasst eine große Zeitspanne mit verschiedenen Entwicklungsstufen, von der akademisch-figurativen bis zur symbolisch-abstrakten der neueren Arbeiten. Das betrifft auch die Technik: von der handwerklichen Bearbeitung von Holz oder Stein bis hin zur Digitalkunst. Goidaci spannt eine Brücke zwischen zwei Welten und Kulturen.

Sein Werk beschreibt die sinnliche Verkörperung der Transition, des Übergangs, wie in seinem Zyklus Fragmente. Der Kern seiner Botschaft ist das Licht als Symbol und Medium (Lichtmensch und Terra). Die negativen Formen erhalten eine positive Wirkung (Die Schwelle, Lichtmensch 1). Sein Credo ist die reinigende und heilende Kraft der Kunst. Sie soll dem Menschen eine höhere Perspektive bieten und die Seele heilen, wobei diese Kraft aus der Harmonie, Schönheit und nicht zuletzt aus der schöpferischen Kraft des Künstlers kommt.

Die Bilder 1 bis 4 werden mit freundlicher Genehmigung des Künstlers Geo Goidaci gezeigt. Hier noch Aufnahmen, die ich angefertigt habe:

Lichtmensch
Bild 5 (16.10.2019) © Thomas Irlbeck
Lichtmensch
Bild 6 (16.10.2019) © Thomas Irlbeck
Lichtmensch
Bild 7 (16.10.2019) © Thomas Irlbeck
Lichtmensch
Bild 8 (16.10.2019) © Thomas Irlbeck
Lichtmensch
Bild 9 (16.10.2019) © Thomas Irlbeck
Lichtmensch
Bild 10 (16.10.2019) © Thomas Irlbeck

Null und lichtig!

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Manchmal überraschen Abstimmungen bei Eigentümerversammlungen. So war ich mir bei dem Rollstuhllift sicher, dass dieser übernommen wird, zumal es eine Art Schenkung ist, die nur an Wartungs- und Instandhaltungskosten gekoppelt ist. Der Zugang zum Haus bliebe außerdem barrierefrei. Oft scheinen aber Kostenargumente eine größere Rolle als die Ratio zu spielen. Auch lassen sich Eigentümer offenbar sehr schnell von emotional vorgetragenen Argumenten und Gegenargumenten anderer Eigentümer mitreißen – oder verunsichern. So entschied man sich gegen die Übernahme des Rollstuhllifts (Neuperlach.org berichtete).

Kompaktleuchtstofflampe
Quecksilberhaltige Kompaktleuchtstofflampe. Foto: Armin Kübelbeck / Lizenz siehe: Wikipedia

Bei einem weiteren Tagesordnungspunkt war ich mir dagegen ziemlich sicher, dass dieser keine Mehrheit findet. In diesem wird beantragt, fünf Fahrstuhlkabinen auf LED-Beleuchtung umzustellen.

LED-Lampen – also Leuchtdioden – sind sicherlich eine feine Sache, auf jeden Fall besser als die quecksilberhaltigen Kompaktleuchtstofflampen (auch als Energiesparlampen (ESL) bezeichnet, da jedoch LED ebenso zu den Energiesparlampen zählen, wird hier der präzisere Begriff verwendet). Der Stromverbrauch von LED-Lampen liegt noch einmal weit unter dem von Kompaktleuchtstofflampen. Vor allem schalten LED ähnlich schnell wie normale Glühbirnen. Bei den Kompaktleuchtstofflampen hat man erst eine Verzögerung, bis sich das Licht überhaupt einschaltet. Bis die maximale Helligkeit erreicht wird, dauert es noch einmal eine ganze Weile. Oft ist man in der Küche schon wieder fertig, bis dies der Fall ist. Unbedenklich für die Umwelt sind jedoch LED-Birnen auch nicht, da sie eine elektronische Schaltung mitbringen. Daher dürfen LED-Birnen wie auch Kompaktleuchtstofflampen nicht in den Hausmüll gegeben werden, sie gelten als Elektronikschrott und sind entsprechend an den Wertstoffhöfen zu entsorgen.

Leuchtstoffröhren
Leuchtstoffröhren verschiedener Bauarten. Auch sie enthalten Quecksilber. Foto: Christian Taube / Lizenz siehe: Wikipedia

In meiner Wohnung habe ich bereits fast alle Lampen auf LED umgestellt. Im Bad habe ich nun statt drei Glühlampenkerzen mit jeweils 40 Watt drei LED-Kerzen mit jeweils 3 Watt. 120 Watt versus 9 Watt. Das Licht kommt mir eher sogar heller vor als vorher. Meine Stehlampe im Wohnzimmer wies eine Glühbirne mit sagenhaften 100 Watt auf. Nun ist es eine LED-Birne mit 12 Watt. Ob sich die Stromersparnis wirklich auszahlt, ist allerdings fraglich und hängt davon ab, ob die Birnen tatsächlich eine so hohe Lebensdauer erreichen, wie sie der Hersteller verspricht. LED-Birnen kosten im Normalfall zwischen ca. 5 EUR und ca. 90 EUR, wobei meine teuerste LED-Birne mit 20 EUR zu Buche geschlagen hat. Bei einer Umrüstung einer ganzen Wohnung ist man schnell mit einigen Hundert Euro dabei.

LED-Birne
LED-Birne. Bei der Entsorgung gilt sie weniger belastend – in den Hausmüll darf sie aber dennoch nicht gegeben werden. Foto: Karl Baron / Lizenz siehe: Wikipedia

Noch einmal erheblich teurer wird es in den Fahrstuhlkabinen. Die Umrüstung auf LED soll 2.650 EUR kosten – wohlgemerkt nur die Beleuchtung von fünf Kabinen. Die Verwalterin erklärt, wo der Sinn liegt. Derzeit würden in den Kabinen Leuchtstoffröhren eingesetzt (fälschlicherweise auch als Neonröhren bezeichnet, denn sie enthalten kein Neon). Da deren Lebensdauer sinke, wenn sie ein- und ausgeschaltet werden, seien sie immer – rund um die Uhr – in Betrieb. Die LED-Lampen verkrafteten die Schaltungen dagegen problemlos. Daher könne man das Licht in Zukunft nur bei Bedarf einschalten. Erst wenn die Türe der Kabine geöffnet werde, würde dann das Licht aktiviert.

Bei der Abstimmung gibt es eine gewaltige Mehrheit für die Umrüstung, was für mich überraschend ist. Sonst verfährt man bei Ausgaben eher nach dem Motto „nur wenn es absolut notwendig ist“. Ich enthalte mich der Stimme, da ich die Kosten für zu hoch halte. Dagegen stimmen wollte ich aber auch nicht, da ich von den LED-Lampen an sich überzeugt bin. Unmittelbar nach der Feststellung der Verwalterin, dass der Antrag mit großer Mehrheit angenommen worden sei, meldet sich ein Eigentümer. Er meint, keiner von uns würde es mehr erleben, dass wir für 2.650 EUR Strom gespart hätten. Er muss sich sagen lassen, es sei bereits abgestimmt worden und daher komme der Einwand zu spät. Eine neue Abstimmung wäre demnach null und nichtig.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich eine Abstimmung als unüberlegt, als zu hastig empfinde. Obwohl es nicht der letzte Tagesordnungspunkt war, wollten wohl einige zum Ende kommen und waren schon in Gedanken im mollig warmen, hoffentlich per LED beleuchteten Wohnzimmer.