Verbesserungen für Perlach zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember

Werbung

Der Fahrplanwechsel zum 15. Dezember 2013 bringt einige Verbesserungen, auch für Neuperlach. Die wichtigsten Änderungen für Neuperlach, Perlach und Waldperlach werden im Folgenden vorgestellt.

U-Bahn

Allgemein

An den Umsteigepunkten Scheidplatz (U2/U3) und Innsbrucker Ring (U2/U5) wird künftig während der morgendlichen Hauptverkehrszeit nicht mehr gewartet, wenn eine parallel einfahrende U-Bahn verspätet ist. Damit soll verhindert werden, dass sich Verspätungen auf andere Züge übertragen.

U5

Montags bis donnerstags an Schultagen beginnt der 5-Minuten-Takt bereits um 13 statt um 15 Uhr.

U5

U7

Diese fährt nun auch nachmittags bis Neuperlach Zentrum. Zudem werden statt Vollzügen (4 Wagen) nun Langzüge (6 Wagen) eingesetzt.

Update: Wie mich ein Neuperlach.org-Leser dankenswerterweise hinwies, gibt es auch farbliche Änderungen. Die U7 hat schon seit dem 9. Dezember eine andere Farbgebung, die nun auf zwei Farben basiert. Das ist im Prinzip auch eine Verbesserung, da immer wieder Leute erst am Karl-Preis-Platz bemerken, dass sie in die falsche U-Bahn eingestiegen sind. Die Farben von U5 und U7 waren bisher kaum zu unterscheiden. Ganz neu sind Logo und Farbgebung nicht, bis 2006 hatte die U7 ein sehr ähnliches Logo, das auf die Linienfarben von U1 und U2 anspielt, da die U7 ja deren Linienwege teilweise bedient. Dass auch ein Teil der U5 mitbedient wird, wird nun farblich ignoriert. Ganz identisch ist das neue Logo aber nicht mit dem Logo bis 2006. Das geschulte Auge erkennt ab dem Logo von 2012 Abweichungen in der Schriftart, die Ziffer 7 ist nun unten abgeschrägt.

U7 bis 2006
Logo bis 2006
U7 bis 2013
Logo 2012 bis 2013
U7 neu
Logo neu

U8

Diese kommt nach drei Jahren Pause als Linienbezeichnung zurück, fährt aber nicht nach Neuperlach. Stattdessen verkehren die samstags von ca. 11.30 bis 19.30 Uhr angebotenen Fahrten zwischen Sendlinger Tor, Hauptbahnhof und Olympiazentrum in Zukunft als U8. Damit soll besser klargemacht werden, dass diese Verstärkerzüge einen von anderen Linien abweichenden Linienweg bedienen. Die Farbgebung des Logos spielt auf die U2 und U3 an, da der Linienweg eine Mischung aus diesen beiden Linien darstellt.

U8 neu
Logo neu

Buslinien

139

Der Takt zwischen Giesing Bahnhof und Neuperlach Zentrum wird in der Hauptverkehrszeit von 20 auf 10 Minuten verdichtet.

192 und 195

Seit Eröffnung des neuen Gymnasiums Trudering an der Markgrafenstraße finden zusätzliche Fahrten zu Schulbeginn und Unterrichtsschluss statt. Auf der Linie 192 zwischen Trudering Bahnhof und Gymnasium Trudering wird im morgendlichen Schulverkehr ein 5-Minuten-Takt angeboten.

198

Die Betriebszeit wird nach voller Besiedelung des Neubaugebietes am Gefilde von 21 Uhr bis ca. Mitternacht ausgedehnt.

Quelle: MVG-Website

Eine reife Leistung? MVG stellt Programm für 2014 vor

Werbung

U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum
U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum. Foto: jmauerer / Lizenz siehe: flickr

Die MVG stellt ihr Leistungsprogramm 2014 vor, das vom Münchner Wirtschaftsreferenten und Oberbürgermeisterkandidat Dieter Reiter (SPD) initiiert wurde. Erstaunlicherweise hat man es dieses Mal durchaus geschafft, ein paar wirkliche Innovationen vorzusehen. So wird es erstmals eine wirkliche Expressbuslinie geben, die dank eines vergrößerten Haltestellenabstands schneller als eine Metrobus-Linie unterwegs sein soll. Diese Linie X30 wird vom Max-Weber-Platz über Ostbahnhof, Candidplatz und Harras zum Partnachplatz verkehren und nur 10-mal halten. Ein ganz wenig Großstadtflair mag dies sicherlich sein.

Die zweite Innovation: Eine spezielle Altstadtlinie 101 wird die Feinerschließung im Bereich zwischen Sendlinger Tor, Marienplatz und Hofgarten übernehmen. Um in den engen Straßen nicht anzuecken, sollen erstmals im Münchner Stadtverkehr die kleineren Midibusse zum Einsatz kommen.

Sonst finden sich vor allem Taktverdichtungen bei U-Bahn und Trambahn. Erwähnenswert ist, dass die U4 auch im Abendverkehr wieder in die Innenstadt rollen darf und ihr Stummeldasein beendet. Die Endstation ist nicht mehr Max-Weber-Platz, sondern Odeonsplatz. Das Umsteigen von der U4 in die U5 Richtung Neuperlach wird etwas komfortabler, da zumindest Zeitkarteninhaber nun bequemer am Lehel umsteigen können und nicht mehr das Sperrengeschoss am Max-Weber-Platz bemühen müssen.

Mini-Mini-Renaissance der U8

Die U8 kommt als Linie zurück, aber mit Neuperlach hat dies nichts zu tun. Die derzeit linienfreien Verstärkerfahrten an Samstagen, die vom Sendlinger Tor bis Scheidplatz rollen und dort zum Olympiazentrum abbiegen, erhalten diese historische Nummer U8.

Wo aber liegen die Verbesserungen für Neuperlacher, von dem gerade erwähnten Vorteil des einfacheren Umsteigens von der U5 in die U4 und umgekehrt im Spätverkehr abgesehen?

Da gibt es auch ein paar Dinge:

U-Bahn

U5: Montags bis donnerstags an Schultagen fährt die U5 in der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit bereits ab ca. 13 Uhr alle 5 Minuten. Die Vision der Wiedereinführung des durchgehenden 5-Minutentaktes tagsüber muss weiter geträumt werden, aber eine Verbesserung ist es dennoch.

U7: Auch im nachmittäglichen Berufsverkehr wird diese am Westfriedhof startende Linie bis Neuperlach Zentrum verkehren und nicht schon am Sendlinger Tor enden.

Bus

139: Auf dem Abschnitt Giesing – Neuperlach Zentrum wird ein 10-Minuten-Takt zur Hauptverkehrszeit eingeführt. Am Abend wird die Linie auch nach 20 Uhr den Abschnitt vom Klinikum Harlaching über Neuperlach Zentrum bis Trudering bedienen (bis ca. 0:30). Der Takt beträgt 20 Minuten.

192/195: Das Truderinger Gymnasium an der Friedenspromenade/Ecke Markgrafenstraße soll im September 2013 eröffnet werden. Es wird dann einzelne zusätzliche Verstärkungsfahrten geben.

198: Die Linie von Neuperlach Zentrum zum Waldperlacher Klara-Ziegler-Bogen wird auch nach 21 Uhr verkehren (bis ca. 0:30).

Fazit

Der große Wurf ist es sicherlich nicht. Aber immerhin vielleicht mehr, als man erwarten konnte. Allerdings ist Wahlkampf, da darf sich der Oberbürgermeisterkandidat schließlich profilieren. Bei allen Verbesserungen gilt jedoch zu bedenken, dass es erst einmal Pläne sind, denen der Stadtrat noch zustimmen muss.

Quellen

Weitere Details kann man hier nachlesen:

Abfahrt alle zwei Minuten (Süddeutsche Zeitung)

MVG-Leistungsprogramm 2014 (Tramgeschichten.de)

Neue U7 nach Neuperlach ab dem 12. Dezember

Werbung

U7 bis 2013
Neues Logo

Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember bekommt Neuperlach wieder eine zweite U-Bahnlinie (Neuperlach.org berichtete). Die U7 verkehrt ausschließlich im morgendlichen Schulverkehr von ca. 7:00 bis 9:00 zwischen Neuperlach Zentrum und Westfriedhof. Die Taktfolge liegt bei 10 Minuten. In den Schulferien fährt keine U7 nach Neuperlach.

Der erste Einsatz der U7 ist einen Tag später, am 12. Dezember, da der 11. Dezember ein Sonntag ist.

Die Linie ist eine Mischung aus U1, U2 und U5, da ihr Linienweg über die genannten Linien führt (U1: Westfriedhof – Kolumbusplatz, U2: Kolumbusplatz – Innsbrucker Ring, U5: Innsbrucker Ring – Neuperlach Zentrum). Die Linienfarbe spielt auf das Braunocker der U5 an bzw. strebt farblich eine Mischung aus U1 und U5 an.

Neben den Haltestellen sind auch einige wichtige Einrichtungen eingezeichnet. Information ist alles.

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Es handelt sich ausdrücklich um einen selbst erstellten Plan, nicht um einen offiziellen Plan des MVV, der MVG oder der Stadt München.

Verkehr verkehrt – wie geht’s weiter mit U und S in München?

Werbung

Wie es der Zufall will, haben manche Leute einen Namen, der zu Verwechslungen führt. Georg Kronawitter (SPD), der von 1972 bis 1978 sowie von 1984 bis 1993 Münchner Oberbürgermeister war und seit über 35 Jahren in einer Bungalow-Siedlung in Neuperlach (!) wohnt, hat einen Namensvetter, der noch dazu Münchner Stadtpolitiker ist und im Stadtrat sitzt. Nur die Partei ist eine andere, er ist bei der CSU. Namentlich unterscheidet er sich nur darin, dass der CSU-Kronawitter seinen Doktor- und Ingenieurtitel führt.

Alt-Oberbürgermeister Georg Kronawitter (SPD)
Münchens Alt-Oberbürgermeister Georg Kronawitter (SPD) ist seit Urzeiten Neuperlacher. Foto: Michael Lucan / Lizenz siehe: Wikipedia.

Da sich Alt-OB Kronawitter auch heute noch zu aktuellen Münchner Themen meldet, führte dies immer wieder zu gewissen Konfusionen: Medien greifen Nachrichtenschnipsel auf, in denen Georg Kronawitter genannt wurde, und ergänzen sie mit „der frühere Münchner Oberbürgermeister“, obwohl der CSU-Kronawitter gemeint ist. All dies ist aber nicht so schlimm, denn dadurch werden immerhin die Leute zum Schreiben von Leserbriefen und Onlinekommentaren animiert und danach haben die Redakteure etwas für ihre Fehler-Rubrik. Sollte Josef Schmid (CSU) Nachfolger von Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) werden, dem aus Altersgründen nichts anderes übrig bleibt, als in die Landespolitik zu wechseln (er ist bei der nächsten OB-Wahl älter als 65 und darf daher nicht mehr antreten, in der Landespolitik gibt es keine Altersgrenze) und das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten anzustreben, könnte CSU-Kronawitter in Zukunft nicht nur verkehrspolitische Vorschläge aus der Opposition machen, sondern als städtischer Verkehrspolitiker diese auch aus der Regierung selbst mitgestalten.

CSU-Kronawitter fiel bislang des Öfteren mit kreativen Ideen auf. Ich mag prinzipiell Leute, die aus der herkömmlichen Denke herausgehen und ungewöhnliche Vorschläge machen.

Die Münchner S-Bahn am Limit

Derzeit platzt das Münchner-S-Bahnnetz bekanntlich aus allen Nähten. Es erstickt am eigenen Erfolg. So soll die bestehende S-Bahn-Stammstrecke zwischen Pasing und dem Ostbahnhof durch eine zweite Stammstrecke ergänzt werden. Ganz nebenbei müssen auch die S-Bahn-Außenäste ausgebaut werden. Obwohl man alles so schön geplant und im Marienhof schon das Graben angefangen hat (wenngleich erst einmal aus archäologischen Gründen, aber man kann ja beides verbinden), droht die zweite Stammstrecke nun an der Finanzierung zu scheitern.

S-Bahn Hackerbrücke
Wann geht’s wieder aufwärts mit der Münchner S-Bahn? Foto: rikdom / Lizenz siehe: flickr

Nun gibt es aber mehr oder weniger zufällig eine annähernd parallel führende U-Bahnstrecke vom Ostbahnhof zum Laimer Platz, die irgendwann bis Pasing fertig gebaut werden soll. Es fehlen hier nur noch 3,2 Kilometer. Die S-Bahn-Stammstrecke kostet um die 2 Milliarden EUR, die U-Bahn nach Pasing ist für rund 300 Millionen EUR zu haben, geradezu ein Schnäppchen. Die Realisierung der U-Bahn nach Pasing ist derzeit fraglich, da der Nutzen als gering bewertet wird. Die letzte Berechnung ergab mit Hängen und Würgen und unter Streichung einiger Rolltreppen (!) einen NKF (Nutzen-Kosten-Faktor) von über 1. Konkret lag lag er bei 1,05, nur wenn er die 1 überschreitet, kann es die essentiellen Fördergelder geben. Eine Neuberechnung steht an. Die stadteigene Verkehrsgesellschaft MVG ist gegen den Bau, unter anderem, weil man zur Wiesn-Zeit den U-Bahnhof Theresienwiese dann endgültig am Limit sieht, schließlich würden viele Wiesn-Besucher, die aus Westen mit der S-Bahn kommen, in Zukunft in Pasing umsteigen und mit der U4/U5 zur Theresienwiese fahren, statt die S-Bahn zur Hackerbrücke zu benutzen.Schließlich muss man von der Hackerbrücke ein paar Meter laufen. Damit würden die subtil geleiteten Fahrgastströme im Bahnhof Theresienwiese aus dem Takt geraten. Bereits jetzt gibt es große Probleme, der Bahnhof musste dieses Jahr stolze 170 Mal wegen Überfüllung geschlossen werden. Zwei Jahre zuvor kam man noch mit etwa halb so viel Schließungen hin. Spätestens bei Verlängerung der U-Bahn nach Pasing wird es erforderlich werden, den U-Bahnhof komplett umzubauen, etwa durch Einbau zusätzlicher Bahnsteigkanten, sodass eine Türreihe zum Einsteigen und eine zum Aussteigen genutzt wird, so wie dies an den S-Bahnstationen Hauptbahnhof, Stachus und Marienplatz auf der Stammstrecke praktiziert wird. So ein Umbau käme jedoch einem halben Neubau gleich und könnte den NKF unter 1 drücken. Nun mag es befremdlich erscheinen, sollte die U5 nicht gebaut werden, weil sie zwei Wochen im Jahr zu erfolgreich wäre, die restlichen Wochen dagegen mangels ausreichender Fahrgastzahlen keine ausreichende Effizienz besäße. Aber die zwei Wochen Wiesn kann man nicht einfach wegdiskutieren und die Sicherheit der Fahrgäste am Bahnhof Theresienwiese muss natürlich höchste Priorität besitzen.

Gleichermaßen U und S: die Mischröhre, in der Zweisystemzüge rollen

Kronawitter denkt in puncto U-Bahn Pasing ein wenig weiter: Warum nicht U-Bahn und S-Bahn verbinden? Man könnte doch auch S-Bahnfahrzeuge durch die U-Bahnröhre von Pasing zum Ostbahnhof schicken. Nun aber saugen U-Bahnzüge über seitlich an den Gleisen montierte Stromschienen ihren elektrischen Saft, S-Bahnzüge dagegen über eine Oberleitung. Dann müssen halt Zweisystemfahrzeuge her, die beides können. Technisch machbar ist dies prinzipiell. Man hätte dann zunächst eine U4/U5 nach Pasing, sodass die Bewohner in Laim und Pasing einen leistungsfähigeren ÖPNV erhalten würden. Des Weiteren übernähme eine solche Mischröhre auch die Funktion einer S-Bahn-Stammstrecke, die zwar nicht so leistungsfähig wäre wie eine reine S-Bahnröhre, aber es wäre deutlich besser als nichts. Man könnte hier nicht nur einige S-Bahnlinien fahren lassen, um die erste S-Bahn-Stammstrecke zu entlasten, sondern es gäbe auch ein leistungsfähiges Backup für den Störfall – wenn auf der ersten S-Bahn-Stammstrecke nichts mehr geht. Im letzteren Fall will Kronawitter die U4, die derzeit meist an der Theresienwiese endet, bis Pasing verlängern. Sie soll dann als Express verkehren und die gestrandeten S-Bahnfahrgäste ohne Halt direkt von Pasing zum Hauptbahnhof und umgekehrt schaufeln. Auch zur Wiesn-Zeit soll es Express-Züge geben, die nicht an der Theresienwiese halten, schließlich will nicht jeder Berufstätige sofort und täglich zur Wiesn.

Im Detail betrachtet

Alles klingt nicht schlecht, aber sehen wir uns das im Detail an:

  • Ein Zweisystemfahrzeug müsste erst einmal entwickelt werden, einen fertigen Typ wird man kaum von der Stange bekommen. Bestehende Züge können nicht auf den Mischlinien eingesetzt werden, was die Flexibilität schmälert, man hat dann letztlich drei Systeme statt zwei.
  • Die U-Bahnsteige in München sind nur 120 Meter lang, entsprechend könnte ein Zweisystemzug erheblich weniger Fahrgäste wegsschaufeln als ein S-Bahnzug, der als Langzug 200 Meter misst. Es ist also schon man der erste große Kompromiss zu machen.
  • Ferner muss man in Pasing eine Ausfädelung implementieren, den U-Bahnhof Pasing am besten oberirdisch bauen. Die Deutsche Bahn sträubt sich aber, hier Platz herzugeben.
  • Viel problematischer ist die Ausfädelung am Ostbahnhof. Diese unter laufendem Rad zu realisieren, dürfte fast ein Ding der Unmöglichkeit sein. Natürlich könnte man auf die Ausfädelung dort verzichten, hätte dann aber nur eine Verbesserung für die nach Westen verkehrenden S-Bahnen. Die Zweisystemfahrzeuge würden dann über die U5 nach Neuperlach Süd rollen. Dort kommen die Züge ja heute schon praktischerweise direkt neben den S-Bahngleisen an die Oberfläche. Dort ließe sich zumindest eine Ost-S-Bahn verstärken, in Gestalt der S7 nach Kreuzstraße, doch dummerweise benötigt gerade diese eher schlecht ausgelastete Strecke keinen kürzeren Takt.
  • Fädelt man am Ostbahnhof aus, hat man das Problem, dass zwischen Theresienwiese und Max-Weber-Platz schon heute zur Hauptverkehrszeit U4 und U5 im 2,5-Minutentakt verkehren, da ist nur noch sehr wenig Platz für weitere Linien. Man kommt kaum umhin, die U5 ausdünnen, was aber bedeuten würde, dass der Abschnitt Ostbahnhof – Neuperlach Süd zur Hauptverkehrszeit noch im 10-Minutentakt bedient wird, was nicht ausreichend ist. Die U5 ist zur Hauptverkehrszeit jetzt schon so gut ausgelastet, dass sie ab Dezember dieses Jahres durch eine U7 zwischen Neuperlach Zentrum und Westfriedhof verstärkt wird.
  • Zu erwarten ist auch, dass die hervorragende Pünktlichkeit der U-Bahn leidet, wenn die S-Bahnen mit angesammelten Verspätungen in die U-Bahnröhre eintauchen und somit die Taktfolge durcheinanderbringen.
  • Zu den Express-U-Bahnen für den S-Bahnstörfall: Die MVG müsste hier Fahrer und Wagen vorhalten, die einspringen. Die MVG zeigt sich hier nicht begeistert, aus Kundensicht wäre mir eine Fehde zwischen MVG und der Deutschen Bahn herzlich egal, da würde ich auf eine gute Kooperation drängen. Auch wenn das zusätzliches Geld kostet, hat der S-Bahnfahrgast ein gewisses Recht, von Pasing in angemessener Zeit weiterzukommen, dann darf es an so etwas nicht scheitern. Doch zumindest bei der Express-Idee von Kronawitter bleibt unberücksichtigt, dass ein U4-Expresszug sofort die vorausfahrende U5 einholen würde. Man müsste die Strecke dann viergleisig ausbauen oder zumindest Überholgleise vorsehen, was für den S-Bahnstörfall völlig unverhältnismäßig wäre. Man würde sich auch schnell einer Kostendimension der S-Bahn-Stammstrecke nähern. Ähnliches gilt für die Express-U4, die zur Wiesn-Zeit nicht am Bahnhof Theresienwiese halten soll. Die gesamte U-Bahn-Strecke ist während der Wiesn-Zeit auch heute schon oft genug ein einziger Stau. Wie sollen da bitte noch U-Bahn-Express-Züge rollen und noch der zusätzliche S-Bahnverkehr mit vielleicht zwei oder drei Linien?

Fairerweise muss man sagen, dass Kronawitter hier zahlreiche Ideen festgehalten hat, aber nicht behauptet, dass in Sachen U-/S-Bahn-Mischröhre alle Teilvorschläge gleichzeitig realisierbar sind.

Leute mit ungewöhnlichen Ideen braucht es sicherlich. In der Regierungsverantwortung lernen sie dann schnell, das Hauptaugenmerk auf technisch, logistisch und monetär realistische Lösungen zu legen. Mich wundert aber eines, dass CSU-Kronawitter seine Zweisystem-Idee immer noch propagiert, etwa über eine jüngst herausgegebene Presseerklärung, obwohl die wesentlichen Thesen nach Expertenmeinung schon längst widerlegt sind.

Ich bin für die echte zweite S-Bahn-Stammstrecke. Die U5 nach Pasing sehe ich allenfalls als reine U-Bahn – langfristig. Da weiß man, dass dies funktionieren wird. Dies ist wenig kreativ, die Idee ist langweilig. Aber um Kurzweile geht es in der Politik nicht.

Ein Wagen der Linie 8 und wann er abfährt − die App „MVV Companion“

Werbung

Eigentlich war ich nie ein besonderer Freund des Immer-und-überall-erreichbar-Seins, sprich des Mobilfunks. Ein Defekt meines Museumsstücks – Smartphone traue ich mich zu dem historischen Gerät kaum dazu sagen – veranlasste mich dazu, ein richtiges Smartphone zu kaufen, ein Samsung Galaxy Ace, also mit Android-Betriebssystem.

Seitdem kann ich in meinem WLAN kostenlos surfen, was letztlich aber kaum was bringt, denn dazu ließe sich ja auch den Desktop-PC nehmen. Das Surfen unterwegs ist möglich, aber unbezahlbar, denn bereits nach einem kleinen Besuch einer Website musste ich zum Supermarkt laufen und mir eine neue Telefonkarte holen, die es dort für unschlagbare 15 oder 25 EUR gibt. Dann das umständliche Aufladen des Guthabens.

Also musste eine Datenflat her. Aber wofür kann man diese nutzen, außer ein wenig auf Spiegel online & Co. zu surfen und E-Mails zu versenden? Es gibt da was: Als Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel in München ärgert man sich, dass nur wenige Haltestellen mit einer DFI-Anzeige ausgestattet sind, die die Abfahrtszeiten der nächsten Bähnlis, Autobusse und Trämlis anzeigt.

DFI Schellingstraße
Eine DFI-Anzeige in München. Leider haben nur wenige Haltestellen so was. Foto: Tramgeschichten / Lizenz siehe: flickr

Hier steigt die kostenlose App „MVV Companion“ ein (die übrigens auch für das iPhone erhältlich ist). Sie zeigt die Live-Abfahrtszeiten an, fast ebenso wie auf einer echten DFI-Anzeige aus Metall und Kunststoff. Damit bekommt der vernachlässigte Friedrich-Engels-Bogen endlich eine zumindest virtuelle DFI-Anzeige:

MVV Companion
Die App "MVV Companion" mit dem Abfahrtsmonitor – der virtuellen DFI-Anzeige

Mit Wiesn-Zelten!

Die App kann aber auch Routen berechnen (einschließlich Fahrpreisen), verrät Störungsmeldungen, zeigt die aktuelle Umgebungskarte (ähnlich Google Maps) einschließlich eingezeichneter Haltestellen und wichtiger Einrichtungen (sogar die einzelnen Bierzelte auf der Wiesn sind abgebildet, wenngleich viele nicht das Problem haben, zu diesen zu gelangen, sondern wieder nach Hause zu finden) und den Schnellbahnnetzplan an. Dank der Satellitenortung GPS werden per Knopfdruck die räumlich nächsten Haltestellen berücksichtigt, was einem die Eingabe der Haltestellen- und Straßennamen erspart, wenngleich man mit der virtuellen Tastatur mit etwas Übung ganz gut tippen kann. Die Richtung zur Haltestelle wird per Pfeil dargestellt, die Entfernung erfährt man auch gleich.

Auch Fahrstuhlphobiker werden berücksichtigt

Eine Reihe von Einstellungen ermöglichen es, nur bestimmte Verkehrsmittel zuzulassen, etwa für Nostalgiker und besonders moderne Menschen das Trämle. Auch für Rollstuhlfahrer, aber auch Fahrstuhlphobiker gibt es entsprechende Optionen, die bei den berechneten Routen berücksichtigt werden. Die Bedienung ist recht intuitiv, die Installation aus dem Android Market sehr simpel.

Inzwischen gibt es auch eine Offlineausgabe als Betaversion, die logischerweise stark eingeschränkt ist. Sie kann im Wesentlichen nur Abfahrten laut Fahrplan zeigen. Routen sind nicht möglich. Umgebungskarten gehören auch nicht zum Repertoire, obwohl dies technisch mit entsprechendem vorab geladenen Kartenmaterial möglich, wenngleich sehr aufwändig wäre. Nur der Schnellbahnnetzplan steht auch offline zur Verfügung. Aber die Datenflat dürfte ja schon fast zum Standard gehören.

Das größte Problem, das ich mit der App hatte, war es, einen Screenshot zu erstellen, da die benötigte Zurück-Taste, die dazu länger zu drücken ist, einen Tab zurückspringt und auch sehr schnell (und fast immer) eine Sicherheitsabfrage stellt, ob man die Anwendung wirklich beenden möchte, die dann mit auf den Screenshot kommt. Zudem wird – schlimmer – der gesamte Bildschirm abgedunkelt, sodass dieser unbrauchbar wird. Hier half nur viel Fingerspitzengefühl und Geduld, die Zurück- und Home-Taste in einem geeigneten Moment zu drücken. Aber es hat ja dann doch noch geklappt. Sonst hätte ich halt die inzwischen reparierte Kamera genommen oder nach einer ganz neuen Lösung gesucht. Apps für die verschiedensten Zwecke gibt es schließlich eine ganze Menge, hier kann man dann in Zukunft beim Warten an der Haltestelle viel Zeit damit verbringen und den letzten Bus verpassen.

Update – Anzeige der Ringlinie 197

Erst kurz nach Veröffentlichung des Artikels fiel mir auf, dass die Anzeige für die Linie 197 nicht wirklich brauchbar ist. Da diese als Ringlinie verkehrt, ist die Endhaltestelle für beide Richtungen identisch. Man sieht also nicht, in welche Richtung der Bus fährt, ja nicht einmal, auf welcher Straßenseite einzusteigen ist. 2006 gab es beim echten DFI das gleiche Problem. Damals reagierte die MVG sehr schnell auf meine Meldung und änderte die Anzeige freundlicherweise und übrigens sehr zeitnah von „Neuperlach Zentrum“ in „Ring Neuperlach Innen“ bzw. „Ring Neuperlach Aussen“ (über das Doppel-S – richtig wäre natürlich „außen“ – sehen wir mal hinweg). Ich habe das jetzt auch mal gemeldet. Jetzt heißt es abwarten.

Update 2 – die mobile Version von MVG live im Browser

Solange der Fehler nicht korrigiert ist, behelfe ich mir mit dem Aufruf der mobilen Version von MVG live (http://mobil.mvg-live.de) im Browser. Man braucht keine zusätzliche App, hat dafür keine Standortbestimmung und kaum weitere Extras, aber man wird mit der fallweisen Anzeige „Ring Neuperlach Aussen“ und „Ring Neuperlach Innen“ statt „Neuperlach Zentrum“ belohnt. Jetzt wird offenbar ein anderer Datenbestand abgegriffen. Wenn man nur die Live-Abfahrtszeiten wissen will, reicht die Browserversion von MVG live prinzipiell aus, auch wenn’s nicht so komfortabel wie eine eigene App ist.

Die mobile Version von MVG-Live im Browser
Die mobile Version von MVG-Live im Browser. Hier stimmt die Anzeige beim 197er

Aus Alt mach Neu im U-/S-Bahnhof Neuperlach Süd

Werbung

Bei einem Medienrundgang der MVG wurde heute der modernisierte U-/S-Bahnhof Neuperlach Süd vorgestellt. Manche Neuperlacher erinnern sich noch daran, dass der S-Bahnteil des Bahnhofs bereits im Mai 1978 eröffnet wurde. Dies war neben der Tram eine weitere Möglichkeit, von Neuperlach in die Innenstadt zu gelangen. Doch damals war außer Siemens (Eröffnung um 1978) kaum etwas in der Nähe angesiedelt, auch gab es noch so gut wie keine Wohnhäuser in der näheren Umgebung. Per Autobus gelangte man aber von den bereits bezogenen Neuperlacher Bauabschnitten zum Bahnhof Neuperlach Süd.

Im Oktober 1980 wurde dann auch der U-Bahnteil des Bahnhofs eröffnet. Jetzt nach über 30 Jahren erstrahlt der Bahnhof nach einer umfassenden Modernisierung im neuen Glanz. Er erhielt ein neues, freundlicheres Design, wurde barrierefrei ausgebaut und brandschutztechnisch ertüchtigt. Die Verkaufsflächen wurden verdreifacht. Die Arbeiten dauerten 3,5 Jahre und fanden unter laufendem Rad statt.

Medienrundgang Neuperlach Süd
Das Interesse am Medienrundgang ist gering. Dabei hätte der Bahnhof mehr verdient! (26.05.2011) © Thomas Irlbeck
Alt und Neu
Alt und Neu im Vergleich (26.05.2011) © Thomas Irlbeck
U-Bahn, Neuperlach Süd
Die in Neuperlach Süd endenden Züge der U5 wenden derzeit wegen Bauarbeiten nicht in der hinter dem Bahnhof liegenden Betriebsanlage Süd, sondern machen eine Kurzwende auf Gleis 1. Das Umsteigen zur S-Bahn wird dadurch etwas umständlicher, da Treppe, Rolltreppe oder Fahrstuhl benutzt werden müssen (26.05.2011) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Süd Fahrstuhl
Die Fahrstühle sind ein optischer Leckerbissen, da die Innereien wie die Gegengewichte und Umlenkrollen nur durch Glas geschützt sind (26.05.2011) © Thomas Irlbeck
Zugzielanzeiger Neuperlach Süd
Der Bahnhof bekam als Zugzielanzeiger nicht die neuen blauen TFT-Monitore, sondern gebrauchte LCD-Anzeiger aus dem U-Bahnhof „Georg-Brauchle-Ring“. Vermutlich sind diese bei Tageslicht besser lesbar. Sie entgingen einer Entsorgung und erfüllen somit jetzt in einem der wenigen Oberflächenbahnhöfe ihren Dienst. Die Untergrundbahnhöfe wurden dagegen bereits zum Großteil mit den TFT-Monitoren nachgerüstet (26.05.2011) © Thomas Irlbeck
DFI Neuperlach Süd
Die DFI-Anzeiger (Dynamische FahrgastInformation) in der Eingangshalle des Bahnhofs informieren in modernster TFT-Technik, welche Bus-, U- oder S-Bahnlinie wann wohin abfährt (26.05.2011) © Thomas Irlbeck
Kiosk Neuperlach Süd
Einer der vier neuen, modernen Shops (26.05.2011) © Thomas Irlbeck
Ausblick Neuperlach Süd
Ausblick Richtung Norden und damit u.a. auf Siemens (26.05.2011) © Thomas Irlbeck

Weitere Bilder vom heutigen Medienrundgang in Neuperlach Süd in meinem flickr-Album

Und das Ganze gibt’s natürlich auch als Diashow

Schwarze Bilanz: Immer mehr Schwarzfahrer – immer mehr Strafanzeigen

Werbung

Immer mehr Münchner fahren mit dem MVV schwarz und immer mehr erhalten deswegen eine Strafanzeige. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Die Zahl der Strafanzeigen ist innerhalb eines Jahres um 84,4 % gestiegen. Wird man das dritte Mal beim Schwarzfahren erwischt, gibt es eine Strafanzeige, in speziellen Fällen sogar schon beim ersten Mal, z.B. wenn man eine falsche Identität angibt oder einen gefälschten Fahrschein vorzeigt. Die Strafanzeige bedeutet eine empfindliche Geldstrafe oder Haft bis zu einem Jahr.

Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer hält wenig davon, jungen Leuten nach einer Schwarzfahrt „erste Kontakte zum Strafrecht zu verschaffen“, fordert aber eine Erhöhung des Erhöhten Beförderungsentgelts von 40 auf 60 EUR. Die MVG ist aber nicht befugt, diese Steigerung vorzunehmen, hier muss der Bundesverkehrsminister mit den Bundesländern verhandeln.

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 18.05.2011, Seite R4, Stadtausgabe

Tram 27
Immer mehr Münchner zahlen nicht für die Fahrt in diesem herrlichen Trämli (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Kommentar

Die MVV-Blitzer sind übrigens für die Zunahme der Beförderungserschleichungsrate kaum verantwortlich. Denn die Statistik bezieht sich auf die Jahre 2009 und 2010, die Blitzwarner sind aber ein ganz neuer Trend.

Was kann man tun? Wären 60 EUR überhaupt abschreckend? Doch wohl kaum!?

Bus-Slalom 2011

Werbung

Am Neuperlacher Karl-Marx-Ring ist mal wieder Slalomkurs angesagt, weil das Fernwärmenetz erneuert wird. Mindestens 4 Bäume mussten unweit der ehemaligen Tankstelle zwischen Peschelanger und Friedrich-Engels-Bogen gefällt werden, um auf dem Randgrünstreifen eine provisorische Fahrspur einrichten zu können. Der schicke MVG-Bus der Linie 197 Innenring umfährt elegant die Hindernisse. Die Arbeiten begannen am Montag dieser Woche und werden voraussichtlich bis zum 06.05.2011 andauern.

Bus-Slalom 2011
Bus-Slalom 2011 (20.04.2011) © Thomas Irlbeck
Erneuerung Fernwärmenetz 2011
Erneuerung Fernwärmenetz 2011, Infotafel an der Baustelle (20.04.2011) © Thomas Irlbeck

MVG gibt Gas im Bus-Beschleunigungsprogramm: Über 3 Millionen für 3 Minuten

Werbung

Der Metrobus 55 wird zwischen Diakon-Kerolt-Weg und Waldheimplatz – also auf dem Abschnitt durch Perlach, Neuperlach und Waldperlach – beschleunigt, der Stadtrat gab grünes Licht dafür und stellte damit die Weichen für das 3,2 Millionen Euro schwere Projekt, bei dem 16 Ämpelchen auf einer Länge von 6,5 Kilometern umgebaut bzw. ausgetauscht werden. Das bringt 3 Minuten Fahrzeitgewinn.

Von der Beschleunigung profitiert auch der Bus 198, der fast vollständig auf dem Linienweg des M55 fährt, sowie die Linien 139, 197 und 199, die zumindest Teilabschnitte mitbenutzen.

Nicht realisiert wird dagegen die Wiedereinführung des 10er-Taktes zur Haltestelle Waldperlach. Derzeit fährt jeder zweite Bus am Waldheimplatz weiter nach Putzbrunn, sodass an der Haltestelle Waldperlach nur noch ein 20-Minuten-Takt angeboten wird. Eine Schleifenfahrt zur Haltestelle Waldperlach würde die Fahrzeiten unattraktiver machen, den Einsatz eines zusätzlichen Fahrzeuges erforderlich machen und zu Fahrgastrückgängen führen. Die alternativ vorgeschlagene Verlängerung der Linie 198 vom Klara-Ziegler-Bogen zum Waldheimplatz lehnt die MVG auch ab. Auch hier müsste ein zusätzliches Fahrzeug eingesetzt werden und der Zuwachs an Fahrgästen wäre nur gering.

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 17.02.2010, Seite 46, Stadtausgabe

Nein, solche Fahrzeuge werden auch in Zukunft nicht auf dem Metrobus 55 nach Waldperlach/Putzbrunn eingesetzt. Hier hat sich der Bildredakteur einen Scherz erlaubt. Immerhin ist hier ein Bild aus Waldperlach zu sehen. Foto: FWnetz / Lizenz siehe: flickr

Autobushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen zurückverlegt

Werbung

Acht Wochen sollte die provisorische Bushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen Bestand haben, die am 7. April eingerichtet wurde. Provisorisch bedeutet hier, dass keine Unterstellmöglichkeit für den Regenfall vorgesehen war. Gedauert hat es dann leider doch fast doppelt solange. Wir erinnern uns, die Verlegung war notwendig geworden, da das derzeit noch im Bau befindliche Pflegeheim Neuperlach ans Fernwärmenetz angeschlossen wurde.

Seit heute halten die modernen taubenblauen MVG-Busse der Linien 197 Innenring und N45 endlich wieder regulär am Friedrich-Engels-Bogen.

Keine Haarspalterei: Um Haaresbreite (Bilderstrecke)

Werbung

Eng geht es derzeit hier zu. Sehr eng. Denn das Pflegeheim wird an das Fernwärmenetz angeschlossen und entsprechend die Straße für acht Wochen „geöffnet“. Die freundlichen Baustellenleute haben einen Slalomkurs eingerichtet, damit die Löcher im Boden umfahren werden können.

Siehe hierzu:

Was rollt denn da von vorne an? Ein schicker MVG-Gelenkbus der Linie 197 Innenring. Ob das mal gut geht? (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck
Beim Slalomfahren ist höchste Präzision angesagt. Wenn der Bagger nicht da stünde, wäre alles einfacher (15.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Jetzt geht es wirklich um die sprichwörtlichen Millimeter. Aber die Barke bleibt stehen (15.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Aus verschiedenen Perspektiven … (15.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
… wird erkennbar … (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck
… wie eng es hier zugeht (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck
An der Seite hätte kaum noch eine Briefmarke Platz. Der Mischer lädt hier nichts ab, der will nur durch. Aber wie, wenn es hier so eng ist wie in der U-Bahn zur Wiesn-Zeit? (15.04.2009) Foto: Thomas Irlbeck

Autobushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen verlegt

Werbung

Fahrgäste müssen umdenken: Im Rahmen des Anschlusses des Pflegeheim Neuperlach an das Fernwärmenetz der SWM wurde die Autobushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen der Linie 197 Innenring und der Nachtlinie N45 heute nach Süden verlegt. Die Kraftbusse der MVG halten jetzt die nächsten rund acht Wochen unmittelbar nach der Kreuzung Karl-Marx-Ring/Friedrich-Engels-Bogen.

Die Haltestelle Friedrich-Engels-Bogen der Linie 197 Außenring ist nicht betroffen.

Trotz auffälliger Beschilderung warten immer wieder Fahrgäste an der aufgehobenen Haltestelle. Eine Fahrgästin (ja, ich weiß, das Wort gibt’s gar nicht) musste ich erst lange überreden, bevor sie sich auf den Weg zur Ersatzhaltestelle machte.

Das sieht nicht gut aus (07.04.2009). Vom 07.04.2009 an halten hier rund acht Wochen keine Omnibusse mehr. Foto: Thomas Irlbeck

(Bild entfernt)

Die Ersatzhaltestelle ist für viele noch ungewohnt (07.04.2009).

Dort, wo sonst die schicken Gelenkbusse der MVG halten, um Hinz und Kunz zur Untergrundbahn zu kutschieren, wird nun eine ganz andere Art der Beförderung vorbereitet – der Transport von Wärme, damit es Opa Friedrich Franz in seinem neuen Pflegeheim auch richtig schön warm hat (07.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Das Pflegeheim Neuperlach steht kurz vor dem Anschluss an das Fernwärmenetz (10.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck

Der Nachtbus kommt an Werktagen zurück

Werbung

Bushaltestelle Friedrich-Engels-Bogen (rechts ist ansatzweise die Baustelle des zukünftigen Pflegeheim Neuperlach zu sehen). Hier wird der Nachtbus N45 in Zukunft auch an Werktagen halten (24.11.2008). Foto (Handycam): Thomas Irlbeck

Obwohl der Stadtteil immerhin 55.000 Einwohner hat, waren die Neuperlacher bislang werktags nachts auf das Taxi oder den eigenen Pkw angewiesen. Lediglich an Wochenenden verkehrte ein Nachtbus. Zwar startete der Nachtbus (damals N95) vor 14 Jahren mit einem täglichen Betrieb, wurde aber wegen zu geringen Fahrgastzahlen dann nach lediglich zwei Jahren auf einen reinen Wochenendbetrieb umgestellt.

Doch nun wird dem nicht gerade weltstädtisch anmutenden Zustand ein Ende bereitet, denn mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember schließt der Nachtbus N45 wieder die nächtliche Lücke an Werktagen. Immerhin alle 60 Minuten − in den Nächten Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag sowie in den Nächten vor einem Feiertag gar alle 30 Minuten − verkehrt die Buslinie N45 vom Ostbahnhof nach Waldperlach.

Am Linienweg ändert sich nichts. Stadtauswärts fährt der Bus einen Teil des 197er-Innenrings ab und bedient damit die Neuperlacher Haltestellen Holzwiesenstraße, Nawiaskystraße, Staudingerstraße, Plettstraße, Quiddestraße, Karl-Marx-Ring, Peschelanger, Friedrich-Engels-Bogen, Hugo-Lang-Bogen, Oskar-Maria-Graf-Ring, Krankenhaus Neuperlach und Tribulaunstraße.

Stadteinwärts nimmt der N45 einen kürzeren Linienweg ohne „Neuperlach-Runde“ und orientiert sich in etwa am M55, ohne aber einen Abstecher nach Neuperlach Zentrum zu machen.

Hier der konkrete Linienweg:

N45 stadtauswärts
Ostbahnhof
Orleansstraße
Kustermannpark
Anzinger Straße
Karl-Preis-Platz
Ramersdorf
Diakon-Kerolt-Weg
Woferlstraße
Weddigenstraße
Pfanzeltplatz
Wilhelm-Hoegner-Straße
Holzwiesenstraße
Nawiaskystraße
Staudingerstraße
Plettstraße
Quiddestraße
Karl-Marx-Ring
Peschelanger
Friedrich-Engels-Bogen
Hugo-Lang-Bogen
Oskar-Maria-Graf-Ring
Krankenhaus Neuperlach
Tribulaunstraße
Gefilde
Eulenspiegelstraße
Waldheimplatz
Waldperlach
N45 stadteinwärts
Waldperlach
Waldheimplatz
Eulenspiegelstraße
Gefilde
Friedhof Perlach
Wilhelm-Hoegner-Straße
Pfanzeltplatz
Weddigenstraße
Woferlstraße
Diakon-Kerolt-Weg
Ramersdorf
Karl-Preis-Platz
Anzinger Straße
Orleansstraße
Ostbahnhof

Neuer Fahrplan ab dem 14.12.2008: U5 wird verstärkt

Werbung

Wer hat sich nicht schon über die volle U5 geärgert, in der es beim morgendlichen Wechsel vom 5- auf den 10-Minutentakt besonders kuschlig wird? Nun reagiert die MVG darauf. Zum Fahrplanwechsel am 14.12.2008 wird der 5-Minuten-Takt montags bis freitags auf der ganzen Linie bis ca. 9.30 h ausgedehnt (Richtung Laimer Platz um 30 Minuten, Richtung Neuperlach Süd um 10 Minuten).

Quelle: MVV-Kundenzeitschrift conTakt, Seite 3 (Seite nicht mehr verfügbar)

U-Bahn in München (Archivfoto) © Marco Barnebeck (Telemarco) / Pixelio