Schlaumeierei-Tage in der Feierwerk Südpolstation – „Wie kannst du dich beteiligen?“

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Schlaumeierei_Tage Kinderrechte
Foto: Feierwerk Südpolstation

Die Krea(k)tiv-Werkstatt schlaumeiert wieder! Vom 16. Oktober bis 27. November 2019 finden in Kooperation mit dem Ökoprojekt MobilSpiel e. V. wieder an fünf Mittwochen die Schlaumeierei-Tage in der Feierwerk Südpolstation statt, dieses Mal unter dem Motto „Wie kann ich mich beteiligen?“

Kinder ab 8 Jahren können hierbei herausfinden, welche Möglichkeiten sie haben, ihr Recht auf Mitbestimmung und Beteiligung innerhalb ihrer Stadt, in ihrem Viertel und der Südpolstation selbst umzusetzen. Gemeinsam erkunden wir ihr Viertel und sammeln Ideen für ein lebenswertes München, die in das Kinder- und Jugendforum im Rathaus (am 22. November), bei einem gemeinsamen Ausflug dorthin, eingebracht werden können. Die Teilnahme ist kostenfrei. Termine: 16.10., 23.10.,  06.11.,  13.11., 27.11. (alles Mittwoche), jeweils von 14:30 bis 18:00 Uhr.

Am Mittwoch, den 20.11., feiern wir dazu auch das Geburtstagsfest der Kinderrechte (12:00 bis 16:30 Uhr).

Am 22.11. findet zudem ein Ausflug zum Kinder- und Jugendforum statt (13:30 bis 18:00 Uhr).

Mercure-Hotel in Neuperlach Süd

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Mercure-Hotel, Neuperlach Süd
Bild 1: Das Mercure-Hotel in Neuperlach Süd am Rudolf-Vogel-Bogen 3 – Nähe Kreuzung Carl-Wery-Straße/Otto-Hahn-Ring (04.08.2019) © Thomas Irlbeck

Ich wurde vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass ich immer mal wieder das Mercure-Hotel am Karl-Marx-Ring zeigen würde, aber nie das Mercure-Hotel in Neuperlach Süd. Das hat sich mit den heutigen Fotos geändert. Es war natürlich keine böse Absicht. Es lag einfach daran, dass ich nicht so oft in Neuperlach Süd bin. Und wenn ich dort war, waren die Lichtverhältnisse nicht geeignet.

Mercure-Hotel, Neuperlach Süd
Bild 2 (04.08.2019) © Thomas Irlbeck

Genieße Dein Leben – In Neuperlach Süd entsteht Wohnensemble Enjoy

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Enjoy
Bild 1: Werbetafel für das Bauprojekt am Verkaufsbüro  (04.08.2019) © Thomas Irlbeck

Die Isaria AG baut am Gustav-Heinemann-Ring 133/135 in Neuperlach Süd als Ersatz für ein altes Büro- und Geschäftshaus einen mehrgliedrigen Wohnbau mit 80 Eigentumswohnungen. Das Projekt firmiert unter dem Namen Enjoy. Im Erdgeschoss sind außerdem drei Läden vorgesehen. Der Vertriebsstart ist bereits erfolgt, Ende 2021 soll die Fertigstellung erfolgen.

Lage

Der Bau liegt fast unmittelbar gegenüber dem U-/S-Bahnhof Neuperlach Süd. Das alte Gebäude steht momentan noch (Bilder 2 bis 11) und ist bereits für den bevorstehenden Abriss abgesperrt.

Bestandsbau

Der Bau, welcher der P&P-Gruppe Bayern GmbH gehörte, wurde 1988 errichtet. Die 4 Obergeschosse waren zur Büronutzung (4.029,73 m²) vorgesehen. Im Erdgeschoss waren früher bzw. zuletzt das China-Restaurant „Chi Wan“, ein Café Ratschiller’s, eine Stadtsparkasse, die „Munich International School of Arts“ und eine Änderungsschneiderei ansässig.

Architektur einmal anders! Verspielt, frech, schräg!

Der neue Bau weicht erfreulicherweise von den üblichen Einheitsbauten ab. Die Grundrisse der beiden Hauptbauten basieren nicht etwa auf Rechtecken, sondern auf verschiedenen, nicht regelmäßigen Pentagonen. Die Balkone haben unterschiedliche und interessante Formen. Sie sind entweder quadratisch, rechteckig, spitz zulaufend, gedreht oder haben andere, unsymmetrische Formen. Jeder Balkon scheint einzigartig zu sein, einige Balkone zeigen in die verschiedensten Richtungen und erwecken den Eindruck, gewagt weit rauszustehen. Dieses gewollte Chaos ist ein Blickfang und harmoniert damit mit den ebenso unkonventionellen Grundrissen. Auch Loggias sind laut Beschreibung vorgesehen, die ich hier jedoch wegen ihrer Anordnung außerhalb des normalen Gebäudeumrisses eher als Erker bezeichnen würde. In den Erdgeschoss-Wohnungen sind Terrassen vorgesehen. Die Farbgebung (grün) ist ebenso ungewöhnlich.

Geschosszahl

Die Geschosszahl liegt bei 8 (der schmalere Gebäudeteil) bzw. 7 (der breitere Gebäudeteil). Die beiden Hauptbauten sind mit einem schwebenden Zweigeschossser verbunden. Der nordwestliche Teil schließt mit einem Zweigeschosser ab –  der, damit keine Langweile aufkommt, als unregelmäßiges Oktagon ausgeführt ist –, der an dem Siebengeschosser klebt.

Die Wohnungen weisen 2 bis 4 Zimmer auf. Dazu kommen private Dachgärten und Dachterrassen.

Damit verabschiedet man sich in Neuperlach Süd wohl immer mehr von der alten Regel, maximal 6 Geschosse zu bauen. Hier werden es immerhin wie erwähnt auch 7 bzw. 8 Geschosse – wie punktuell am Gewofag-Bau. Der Mut, ein paar wirkliche Hochpunkte zu setzen, fehlt jedoch. Das mag an den Bebauungsplänen liegen, die mehr nicht zulassen. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Stadt die Bebauungspläne generell ändert, da dies aufwendig ist und man nicht beliebig Ressourcen hat. Aber es ist möglich, Bebauungspläne vorhabenbezogen zu ändern.

Ein paar Meter weiter entsteht ja z.B. mit dem Boardinghouse ein immerhin 17-geschossiges Hochhaus, wozu ebenfalls ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden musste.

Preise

Die Preise sind die in München mittlerweile üblichen, es geht bei 4-Zimmer-Wohnungen –zumindest den mit besonders großer Fläche – jetzt auch in Neuperlach schon offenbar unaufhaltsam Richtung 1 Million.

Preisbeispiele

  • 4 Zimmer, EG, SW-Terrasse zum Innenhof, 85,6 m², 649.900,00 €
  • 4 Zimmer, 6. Stockwerk, Loggia & Balkon, Alpenblick, 106,2 m², 899.900,00 €
  • 2 Zimmer, 7. Stockwerk,  Loggia, 57,6 m², 469.900,00 €
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Bild 2 (04.08.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 3 (04.08.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 4 (04.08.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 5 (04.08.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 6 (04.08.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 6 (04.08.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 8 (04.08.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild9X (04.08.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 10 (04.08.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 11 (04.08.2019) © Thomas Irlbeck

Radio Feierwerk goes Podcast – Immer mehr spannende Audioserien aus dem Kinder- und Szenebereich

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Bei Radio Feierwerk gibt’s was auf die Ohren, und das nicht nur on air! Seit dem Start des Feierwerk Podcasts „Nahaufnahme“ vor über einem Jahr hat sich viel getan: Mit „Drei Jahre wach“ ist auf dem Sender seit Herbst 2018 auch ein Familienpodcast beheimatet, außerdem werden mit dem preisgekrönten „Rice & Shine“ sowie dem seit drei Jahren erfolgreichen „Feuer und Brot“ zwei weitere packende Podcast-Formate zugeliefert. Und nicht nur im Szenebereich ist etwas geboten: Mit der „Kurzwelle“, dem Kindermagazin von Radio Feierwerk, und der „Südpolshow“, die bereits gelungen auf YouTube performed, gibt es nun auch die Radio-on-demand-Formate für Kinder als Podcasts für die jungen Hörer*innen auf Spotify, Apple Podcasts und Podigee zu hören!

Kurzwelle (https://kurzwelle.podigee.io/)

Podcast Kurzwelle
Foto: Feierwerk Südpolstation

Was macht eigentlich Pluto, der Kosmos-Korrespondent von Radio Feierwerk? An welchem Fall arbeitet Inspektor Wirbelwort? Und wie ist  es nun wirklich um das Klima auf der Welt bestellt? Ohren gespitzt und reingehört! In der „Kurzwelle“ gibt es jede Woche ein topaktuelles Programm zu Themen, die Kinder bewegen. Reportagen, Interviews, Umfragen, Nachrichten, Spiel- und Buchtipps, ein Hörspiel und viele Fragen an Livegäste im Studio. Das Beste: Bei der Kurzwelle machen Kinder zwischen acht und 13 Jahren das Programm selbst. Unter der Anleitung von Journalist*innen und Medienpädagog*innen werden sie zu Reporter*innen. Kopfhörer auf, Podcast an und schon nimmt die Kurzwelle euch mit zur Filmpremiere, zur Lamawanderung, zum Bogenschießen, zum Interview mit der Lieblingsband und vielem mehr.

Südpolshow (https://suedpolshow.podigee.io)

Podcast Südpolshow
Foto: Feierwerk Südpolstation

Bücher, Autor*innen, Filme, Regisseur*innen, Schauspieler*innen – das sind die Schwerpunkte der „Südpolshow“. Seit über 20 Jahren entstehen an der Feierwerk Südpolstation in Neuperlach mit und von Kindern und Jugendlichen produzierte Radiosendungen. Es gibt kaum einen deutschen Promi aus Film und Fernsehen, den die Südpolreporter*innen noch nicht interviewt haben. Seit 2015 trifft man das Team rund um Medienpädagogin Patricia Bodensohn jährlich auf der Frankfurter Buchmesse oder auch bei Kinderfilmpremieren am roten Teppich. Dass sich die Kinder so leicht für die viele Arbeit motivieren lassen, liegt ganz klar an der Ernstfallsituation. Radiomachen wird hier nicht nur gespielt, sondern es entsteht eine Radiosendung, die jeden Samstag von 9 bis 10 Uhr „ganz in echt“ ausgestrahlt wird – und ab sofort auszugsweise auch als Podcast verfügbar ist.

Drei Jahre wach (https://dreijahrewach.podigee.io/)

Podcast Drei Jahre wach
Foto: Feierwerk Südpolstation

Julia und Eveline kennen sich aus der Arbeit, aber es hat kaum vier Begegnungen in der Kaffeeküche gebraucht, da waren sie auch schon Freundinnen – und irgendwann dann Mamas. Die durch Schlafentzug gewonnene Zeit investierten die beiden schnell in ein Baby der etwas anderen Art: den Podcast „Drei Jahre wach“. Inhaltlich geht es eben nicht um die rosarote Zuckerwatte in den klinisch reinen, perfekten Familien, wie es auf Instagram und Co. gerne inszeniert wird. Sondern darum, warum unsere Kinder die größten Emotionen in uns auslösen. Liebe und so, klar; aber auch Wut, Verzweiflung, Ratlosigkeit, Überforderung. Wie steinig der Weg sein kann, bis man schwanger wird. Oder auch, warum man auf gar keinen Fall Kinder bekommen will. Julia und Eveline nennen „Drei Jahre wach“ einen „Familienpodcast“, weil sie spannende Geschichten für alle erzählen wollen: Mamas, Papas, Großeltern, Söhne, Töchter, Brüder, Schwestern – denn eine Familie hat im Grunde ja jeder.

Nahaufnahme (https://nahaufnahme.podigee.io/)

Podcast Nahaufnahme
Foto: Feierwerk Südpolstation

„Panama Plus“, „Sound of Munich now“, „Nußbaumpark“ … Projekte, die in München alle kennen, die sich in der kulturellen Szene bewegen. Doch wer sind die Menschen, die dahinterstecken? Die Macher*innen, die die Münchner Subkultur gestalten? Genau das möchten Julia Viechtl, Leiterin der Fachstelle Pop im Feierwerk, und Esther Diestelmann, Chefredakteurin von Radio Feierwerk, herausfinden und haben deshalb den Feierwerk-Podcast „Nahaufnahme“ gegründet. Einmal im Monat sprechen sie mit ihren Gästen über Laster, das Sein und die Zukunft. Und warum man halt so ist, wie man ist. In den Studioräumen von Radio Feierwerk haben die beiden schon Menschen wie Florian Kreier, Rüdiger Linhof, Roger Rekless, Mira Mann oder Zehra Spindler begrüßt. Allesamt Menschen, die München prägen und bewegen. Und der Zuhörer darf Mäuschen spielen – ganze 12 Mal pro Jahr.

Rice & Shine (https://riceandshine.podigee.io/)

Podcast Rice and Shine
Foto: Feierwerk Südpolstation

Minh Thu und Vanessa sind Journalistinnen und haben sich in München an der Deutschen Journalistenschule kennengelernt. In ihrem Podcast „Rice & Shine“ erzählen die beiden von ihren Erfahrungen als Kinder vietnamesischer Einwanderer in Deutschland. Wer oder was sind wir? Wie wollen wir leben und lieben? Mit welchen Fragen und Problemen sind Menschen mit einer deutschen und einer vietnamesischen Identität konfrontiert? Diese Fragen diskutieren sie einmal im Monat, mal zu zweit, mal mit Gast, immer mit Humor und persönlichen Anekdoten. Für ihre ergreifenden Gespräche rund um Identität, Rituale und den Prozess der Anpassung sind sie bei „Apple Podcasts“ in den Top 10 im Gesellschaftsbereich gelistet und wurden jüngst für den Grimme Online Award nominiert.

Feuer und Brot (https://feuer-und-brot.podigee.io/)

Podcast Feuer und Brot
Foto: Feierwerk Südpolstation

Alice und Maxi kennen sich seit der fünften Klasse, inzwischen sind in ihren 30ern. Maxi arbeitet als Sprecherin in Berlin, Alice war freie Journalistin in Hamburg und ist mittlerweile auch in der Hauptstadt gelandet. Derzeit arbeitet sie auf Hochtouren an ihrem Buch zum Thema Alltagsrassismus, das im Herbst erscheint. In ihrem monatlich erscheinenden Podcast „Feuer und Brot“ besprechen die beiden besten Freundinnen in lockerer Atmosphäre gesellschaftlich relevante, popkulturelle und persönliche Themen wie z.B. Rap, Feminismus, Angst, Männlichkeit oder auch mal das Tabuthema Menstruation.

Podcaste – alle Infos

Alle Podcasts sind zu folgenden Zeiten auf Radio Feierwerk 92,4 zu hören:

Radio Feierwerk für Kinder

  • Südpolshow (jeden Samstag von 9 bis 10 Uhr)
  • Kurzwelle (jeden Samstag von 10 bis 12 Uhr)

Radio Feierwerk für die Szene

  • Nahaufnahme (jeden 1. Samstag im Monat von 21 bis 22 Uhr)
  • Drei Jahre wach (jeden 3. Samstag im Monat von 21 bis 22 Uhr)

Zugelieferte Formate

  • Feuer & Brot (jeden 2. Freitag im Monat von 21 bis 22 Uhr)
  • Rice & Shine (jeden 3. Freitag im Monat von 21 bis 22 Uhr)

Feierwerk Südpolstation
Kinder- und Jugendfreizeitstätte
Gustav-Heinemann-Ring 19
81739 München

Ein rollendes Rad setzt kein Moos an

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Dieses Rad wurde offenbar schon ein paar Tage nicht mehr verwendet. Gesehen in Neuperlach Süd. Lesereinsendung von G. S., vielen Dank!

Moos-Fahrrad
Bild 1 (April 2019). Foto: G. S.
Moos-Fahrrad
Bild 2 (April 2019). Foto: G. S.

Boardinghouse in Neuperlach Süd: „Zuhause auf Zeit“ (Update 29.09.2019)

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Auf dem ehemaligen P&R-Parkplatz an der Carl-Wery-Straße kurz vor dem U-/S-Bahnhof Neuperlach Süd (neben dem Leonardo Hotel) entsteht ein 17-geschossiges Hochhaus, das als Boardinghouse fungieren wird, in dem aber auch Einzelhandelsflächen und ein Parkhaus integriert sein werden. Ein Boardinghouse, auch als „Serviced Apartment“ bezeichnet, ist ganz vereinfacht gesagt eine Mischung aus einem Appartementhaus und einem Hotel. Man könnte es auch aus „Zuhause auf Zeit“ bezeichnen. In einem Boardinghouse wird man sich in aller Regel länger als in einem Hotel aufhalten, die Kosten sind meist üblicherweise erheblich geringer als in einem Hotel.

Hier in Neuperlach Süd werden die Appartements als Studio- und Galerie-Räume ausgeführt und eine Fläche von 20 m² bis ca. 61 m² bieten. Mehr Informationen sind über die Website www.revo-muenchen.de  abrufbar.

Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 1: Haus mit Bullaugen-Optik (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 2 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 3 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 4 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 5 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 6 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 7: Bohrgerät zur Herstellung der Verbauwand im Mixed-In-Place-Verfahren (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 8: Bohrgerät (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 9: Detail Bohrgerät (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 10: Detail Bohrgerät (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 11: Detail Bohrgerät (19.04.2019) © Thomas Irlbeck

Update 05.06.2019

Die Spundwände zur S-Bahn-Gleisanlage und die große Baugrube sind beeindruckend.

Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 12 (05.06.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 13 (05.06.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 14 (05.06.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 15 (05.06.2019) © Thomas Irlbeck

Update 28.06.2019

Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 16 (28.06.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 17 (28.06.2019) © Thomas Irlbeck

Arbeit an den Kellergeschossen (Update 29.09.2019)

Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 18 (29.09.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 19 (29.09.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 20 (29.09.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 21 (29.09.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 22 (29.09.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 23 (29.09.2019) © Thomas Irlbeck

Neuperlach Süd: Ladeninhaber wehren sich gegen Kündigung (Update 07.05.2019)

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Schließung Läden Neuperlach Süd
Aushang – Ein Klick macht groß

In Neuperlach Süd haben eine Reihe von Ladeninhabern an der Maximilian-Kolbe-Allee ihre Kündigung erhalten. Siehe auch Artikel im Merkur. Die Frist beträgt 6 Monate. Lotto- und Schreibwarenladen, Blumengeschäft, Fahrschule, Bäcker, indischer Imbiss, Friseur, Kosmetikstudio – all das soll Wohnungen weichen. Die Ladenflächen sollen dabei in Wohnflächen umgewandelt werden, wodurch 19 Wohnungen entstehen könnten. Außerdem sollen die dreigeschossigen Häuser um zwei Vollgeschosse aufgestockt werden, was zu zusätzliche 38 zusätzlichen Wohnungen führen könnte. Inzwischen formiert sich immer mehr Protest. Denn es ist nicht nur die Existenz der Ladeninhaber bedroht, auch die Anwohner würden ihre Einrichtungen verlieren und müssten weitere Wege in Kauf nehmen.

Helfen kann man durch einen Eintrag in die Unterschriftenliste.  Listen liegen in Schreibwaren Zellner und auch anderen Läden aus. Auch kann man zur Tagung des Unterausschusses Bau am 2. April kommen, zumal die Entscheidungsträger vor Ort sein werden.  Details im Aushang (Foto).

Aktueller Stand (07.05.2019)

4000 Unterschriften für die Ladenzeile (Artikel aus der SZ):

Immerhin konnte der UA-Vorsitzende Wolfgang Thalmeir nach einem Treffen mit der Lokalbaukommission (LBK) berichten, dass diese alles daran setzen werde, die vorhandenen gewerblichen Nutzungsstrukturen in den Erdgeschossbereichen zu erhalten.+

Update 23.07.2019: Die Läden dürfen bleiben!

Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.

 

Wie die Feuerwehr – unsere Feuerwache 9 an der Heidestraße

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Feuerwache 9
Bild 1 (18.02.2019) © Thomas Irlbeck

Mit der Entstehung von Neuperlach brauchte der neue Stadtteil auch eine Feuerwache. 1975 war es nach zwei Jahren Bauzeit so weit, die Feuerwache 9 an der Heidestraße, Ecke Putzbrunner Straße, wurde eröffnet. Der Standort liegt bereits in Neuperlach Süd.

Die Feuerwache 9 ist dabei nicht nur für Neuperlach zuständig, sondern deckt auch Waldperlach, Perlach, Trudering und Teile von Josephsburg ab. Ferner finden sich hier die Zentralwerkstätten für das komplette Fahrzeug- und Gerätewesen für die Münchner Berufs- und Freiwillige Feuerwehr. Nicht zuletzt ist außerdem hier die Kleiderkammer der Berufsfeuerwehr beheimatet.

Der Hauptbau ist unspektakulär als Quader und mit Sichtbetonfassade ausgeführt. Damit fügt er sich in seiner zweckmäßigen Gestaltung gut im Rest Neuperlachs ein. Eine der wenigen Abwechslungen sind die Säulen im Eingangsbereich, die den überstehenden Gebäudeteil stützen. Ob die in Rot gehaltenen Fenster, Tore und Zäune für das Thema Feuer stehen sollen, soll dem Leser überlassen werden, zumal Brände nur ein Teilbereich einer Feuerwehr sind.

Feuerwache 9
Bild 2: Kunst vor dem Bau:– „Feuervogel“ (18.02.2019) © Thomas Irlbeck

Kunst am Bau findet man nicht – aber immerhin ein Kunstwerk vor dem Bau: 1978 wurde hier passend zum Thema der „Feuervogel“ von Joseph Michael Neustifter aufgestellt, der aus Bronze und Edelstahl besteht. Das teilweise rot lackierte Kunstwerk symbolisiert die zerstörende Wirkung von Feuer (Foto, weitere Ansichten des Kunstwerks in den Bildern weiter unten – Bild 8 und 9).

Ab 2020: Umfassende Sanierung und Umbau

Der optisch gute Eindruck trügt. Inzwischen ist das Gebäude in die Jahre gekommen und soll umfassend saniert werden. Dabei geht es natürlich nicht nur um die Bausubstanz, sondern auch um eine Modernisierung und Anpassung an veränderte und gestiegene technische Anforderungen.

Die Stadt will dabei 68 Millionen Euro ausgeben. Die bestehende Fahrzeughalle soll Richtung Heidestraße vergrößert werden. Noch größer ist der Eingriff beim Trakt mit der Gerätewerkstatt und bei der Rolltor-Halle. Beide werden abgerissen und neu gebaut. Ferner ist auf dem Gelände der Bau von Dienstwohnungen vorgesehen.

2020 sollen die Arbeiten starten, die Fertigstellung ist für 2027 anvisiert.

Feuerwache 9
Bild 3 (18.02.2019) © Thomas Irlbeck
Feuerwache 9
Bild 4 (18.02.2019) © Thomas Irlbeck
Feuerwache 9
Bild 5 (18.02.2019) © Thomas Irlbeck
Feuerwache 9
Bild 6 (18.02.2019) © Thomas Irlbeck
Feuerwache 9
Bild 7 (18.02.2019) © Thomas Irlbeck
Feuerwache 9
Bild 8: Kunstwerk „Feuervogel“ (18.02.2019) © Thomas Irlbeck
Feuerwache 9
Bild 9: Detaildarstellung des Kunstwerks „Feuervogel“ (18.02.2019) © Thomas Irlbeck

Quellen:

Es geht los: Sanierung Feuerwache 9 in München

Zwei ungleiche Burschen – Hightech meets old church

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St. Georg und Siemens
St. Georg (Unterbiberg) und Siemens in Neuperlach Süd. Foto: Lesereinsendung (04.11.2017)

Wer genau hinsieht, erblickt ganz rechts auch noch St. Maximilian Kolbe (Neuperlach Süd).

Das Katechumenium – Langweilige Bauten (Folge 6)

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Katechumenium
Bild 1: Eingangsbereich. Der Weg zu Gott ist barrierefrei (16.07.2017) © Thomas Irlbeck
Katechumenium
Bild 2  (16.07.2017) © Thomas Irlbeck

Man könnte fast meinen, dass ein Fluch auf St. Philipp Neri läge. Denn das eigentliche Kirchengebäude von St. Philipp Neri an der Kafkastraße war erst in der letzten Folge zu einem der langweiligsten Bauten in Neuperlach erklärt worden. Nun trifft es das Katechumenium, ausgerechnet den Ableger von St. Philipp Neri in Neuperlach Süd an der Putzbrunner Straße, Ecke Stubaier Straße. Sollte sich jemand auf eine Stelle bei St. Philipp Neri bewerben, so sei empfohlen, den Zungenbrecher Katechumenium ganz fleißig zu üben. Und zwar vor dem Bewerbungsgespräch.

Katechumenium leitet sich von Katechumene ab, dem Taufanwärter. Im Lateinischen heißt es catechumenus. Im Katechumenium schließlich ist die Neokatechumenale Gemeinschaft von St. Philipp Neri ansässig. Neo bedeutet natürlich neu, und der zugrunde liegende Neokatechumenale Weg ist – man ahnt es – ein Weg zur Wiederentdeckung der Taufe.

Der eingeschossige Bau ist sicherlich keine Schönheit. Es mag Geschmackssache sein, aber ein edles Schwarz statt des Graubrauns würde dem Gebäude sicherlich besser stehen.

Frühere Nutzung: Erst wurde in den Flughimmel geschaut – nun durch die großen Dachfenster in den göttlichen Himmel

Ursprünglich war in dem Gebäude die „Flugsicherung“ untergebracht, wie ein alter Stadtplan bestätigt. Die großen Dachfenster sind ein Hinweis auf die Beobachtung der Flugbewegungen. 1992 mit dem Ende des Riemer Flughafens soll das Gebäude dann an St. Philipp Neri gegangen sein.

Zu den übrigen Folgen „Langweilige Bauten“

Katechumenium
Bild 3 (16.07.2017) © Thomas Irlbeck
Katechumenium
Bild 4 (16.07.2017) © Thomas Irlbeck
Katechumenium
Bild 5 (16.07.2017) © Thomas Irlbeck
Katechumenium
Bild 6 (16.07.2017) © Thomas Irlbeck
Katechumenium
Bild 7 (19.12.2017) © Thomas Irlbeck

Die Kasperlmühlstraße (Unsere Straßen und Plätze, Folge 4)

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Kasperlmühlstraße
Bild 1 (30.04.2017) © Thomas Irlbeck

Nein, wir sind nicht in Waldperlach, dem vielleicht märchenhaftesten Stadtteil der Welt, sondern in Neuperlach Süd an der Putzbrunner Straße. Die Straße ist nach dem Kinderheim der Stadt München Kasperlmühle bei Weyarn im Mangfalltal benannt.

Kasperlmühlstraße
Bild 2: Putzbrunner Straße, Ecke Kasperlmühlstraße (30.04.2017) © Thomas Irlbeck
Kasperlmühlstraße
Bild 3: Gartenmauer mit Zieröffnung (30.04.2017) © Thomas Irlbeck

Zu den übrigen Folgen „Unsere Straßen und Plätze“

SWM-Umspannwerk an der Putzbrunner Straße – Langweilige Bauten (Folge 3)

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Umspannwerk
Bild 1: Ansicht von der Putzbrunner Straße (30.03.2017) © Thomas Irlbeck
Umspannwerk
Bild 2 (30.03.2017) © Thomas Irlbeck

Unser heutiges Objekt liegt an der Putzbrunner Straße 120. Fast jeder dürfte auf dieser viel befahrenen Route schon einmal an dem Bau vorbeigekommen sein. Es geht hier stadtauswärts Richtung Putzbrunn und Glonn und stadteinwärts Richtung Pfanzeltplatz und Ostbahnhof. Da sich das Gebäude auf der rechten Seite stadtauswärts befindet, gehört es bereits zu Neuperlach Süd, wohingegen die andere Straßenseite noch zu Neuperlach Mitte zählt.

Umspannwerk
Bild 3: Gebäuderückseite von der Iblherstraße aus gesehen (04.04.2017) © Thomas Irlbeck

Der lange Betonbau wirkt mit seiner quaderförmigen Struktur erdrückend, was auch daran liegt, dass er für Neuperlach untypisch so nahe am Fußweg und an der Fahrbahn liegt, wodurch er einen entsprechenden Schatten wirft. Da hilft auch die geriffelte Fassadenverkleidung in einem sehr dezenten Grün nicht viel.

Auf dem Gebäude steht SWM, was, wie jeder Münchner wissen dürfte, für „Stadtwerke München“ steht.

Umspannwerk
Bild 4: Rückseite, näher dran (04.04.2017) © Thomas Irlbeck

Was aber ist die Funktion des Baus? Ein Blick in alle gängigen Onlinestadtpläne bringt keine Erkenntnisse, das Gebäude ist dort allenfalls mit Hausnummer eingezeichnet, aber nicht weiter beschriftet. Ein alter Neuperlach-Stadtplan von 1974 bringt aber die Erleuchtung. Da steht „Umspannwerk“. Ein Blick auf die Gebäuderückseite (Bild 3 und 4) bringt die Bestätigung, hier sind Teile der elektrischen Einrichtungen zu sehen. Ein Umspannwerk dient der Umwandlung von einer elektrischen Spannungsebene in eine andere. Um Verluste bei der Übertragung zu reduzieren und geringe Leitungsquerschnitte zu realisieren, wird der Strom über große Entfernungen in eine sehr hohe Spannung hochtransformiert (110.000 Volt) und für den Endverbraucher im Umspannwerk wieder heruntertransformiert. Gewaltige Hochspannungsmasten sind übrigens Fehlanzeige, da das Münchner Stromnetz weitgehend unterirdisch verläuft. Das Video ganz unten zeigt am Beispiel einer vergleichbaren Berliner Einrichtung, wie so ein Umspannwerk funktioniert.

Umspannwerk
Bild 5: Fassadendetails (04.04.2017) © Thomas Irlbeck
Umspannwerk
Bild 6 (04.04.2017) © Thomas Irlbeck

(Link: YouTube)

Zu den übrigen Folgen „Langweilige Bauten“

BA 16: U5 soll zur Metro Brunnthal verlängert werden

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Ottobrunn_Phönix-Bad
Mit der U-Bahn ins Ottobrunner Phönix-Bad? Nach dem Willen des BA 16 soll das möglich werden. Foto: LepoRello / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der Bezirksausschuss 16 (Ramersdorf-Perlach) hat sich für eine Verlängerung der U5 von Neuperlach Süd über Neubiberg (Bundeswehr-Universität) und Ottobrunn bis zum Ludwig-Bölkow-Campus (Airbus Group) in Taufkirchen ausgesprochen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. In der unmittelbaren Umgebung der geplanten Endhaltestelle befindet sich auch die Metro Brunnthal, Ikea Brunnthal und ein Baumarkt. Die Gemeindezugehörigkeit ist hier etwas unübersichtlich, denn gemeint ist nicht das reguläre Taufkirchen an der S-Bahnstation Taufkirchen, sondern eine östliche Exklave von Taufkirchen, die südlich an Ottobrunn angrenzt. Gefühlt befindet man sich eher in Ottobrunn. Durch das Grundstück von Ikea verläuft gar eine weitere Grenze, der Norden liegt noch in der Exklave Taufkirchen, der Süden bereits in Brunnthal.

Argumente für die Verlängerung

Zugzielanzeiger Neuperlach Süd
Bahnhof Neuperlach Süd. Geht es auf dem anderen Gleis irgendwann weiter nach Ottobrunn und Brunnthal? (Archivbild von 2011) © Thomas Irlbeck

Begründet wird der Vorstoß mit den zahlreichen angesiedelten Betrieben. Hier werden Ikea, Metro und der Baumarkt genannt. Man könnte nun einwenden, dass die meisten Leute zu Ikea, zur Metro und zum Baumarkt mit dem Auto fahren, da man ja Groß- und Möbeleinkäufe kaum mit der U-Bahn transportieren kann. Doch es ist hier ja einiges an Industrie, vor allem die Mitarbeiter der Airbus Group könnten von einem verbesserten ÖPNV profitieren, denn derzeit haben sie nur die wenig attraktiven Busse. Es sollen in unmittelbarer Gegend noch weitere Betriebe angesiedelt werden. Auch würden Einrichtungen in Neubiberg und Ottobrunn besser angeschlossen werden, etwa der Sportpark mit dem Phönix-Bad in Ottobrunn (Foto) und die Wohngebiete in Ottobrunn. Auch hier ist die S-Bahn weit weg, es bleibt nur der Bus.

Trassenverlauf

Die Trasse soll weitestgehend oberirdisch verlaufen. Tatsächlich findet man westlich vom Haidgraben überwiegend Acker- und Grünflächen, sodass es hier tatsächlich gelingen könnte, eine oberirdische Trasse zu bauen, in weiten Teilen sogar ohne Aufständerung.

An einigen Stellen würde die Trasse aber nicht an Gewerbegebieten vorbeiführen, sondern sehr nahe an Wohnhäusern. Hier könnten sich Anwohner durch Lärm oder Schattenwurf durch eine doch aufgeständerte Trasse gestört fühlen und entsprechend gegen den Bau mobilisieren.

Kein gänzlich neuer Plan

Man darf auch nicht vergessen, bislang ist es nur ein Plan des Bezirksausschusses, nicht der Stadt München. Der Plan ist auch nicht ganz neu. In den 1990er-Jahren wurde mal der Bau einer sehr ähnlichen solchen Trasse vorgeschlagen, aber nicht weiterverfolgt, da der damals errechnete Millionenbetrag im dreistelligen Bereich für Neubiberg und Ottobrunn nicht finanzierbar war. Ob sich das heute anders verhält, bleibt abzuwarten.

Der Mini-Ostpark

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Perlach-Park
Bild 1: Der See im Perlach-Park mit dem Kunstwerk „Objekt im See“ (23.03.2017) © Thomas Irlbeck

Die Neuperlacher haben ihren Ostpark. Wo erholen sich aber die Menschen aus Neuperlach Süd? Auch wenn Neuperlach Süd selbstverständlich auch zu Neuperlach gehört, haben die Südstaatler ihren eigenen Park. In Neuperlach Süd ist alles kleiner, so auch der Park. Der Park hat den überaus kreativen Namen „Perlach-Park“ und findet sich zwischen dem südwestlichen Teil des Gustav-Heinemann-Ring und dem Dietzfelbingerplatz. Es gibt dort auch Hügel und einen See, der sogar ein überaus bemerkenswertes Kunstobjekt erhalten hat. Albert Hien schuf dort das „Objekt im See“, das eine Art Brunnen darstellt, was man aber nur im Betriebszustand erkennt (Bild 7). Insgesamt wird im Park aber leider relativ wenig geboten, aber gesehen sollte man diese grüne Lunge schon einmal.

Perlach-Park
Bild 2 (23.03.2017) © Thomas Irlbeck
Perlach-Park
Bild 3 (23.03.2017) © Thomas Irlbeck
Perlach-Park
Bild 4 (23.03.2017) © Thomas Irlbeck
Perlach-Park
Bild 5: Das Kunstwerk „Objekt im See“ ist … (23.03.2017) © Thomas Irlbeck
Perlach-Park
Bild 6: … ein Brunnen (23.03.2017) © Thomas Irlbeck
Perlach-Park, Brunnen in Betrieb
Bild 7: Brunnen in Betrieb (Archivbild). Foto: Rufus46 / Lizenz: CC BY-SA 3.0
Perlach-Park
Bild 8: Wohnhaus am Perlach-Park (23.03.2017) © Thomas Irlbeck
Perlach-Park
Bild 9: Und noch ein Wohnhaus im ähnlichen Stil  (23.03.2017) © Thomas Irlbeck

Erwähnenswert sind noch zwei Wohnhäuser am Rande des Parks (Bild 8 und 9). Die Architektur kommt mir hier mit den auskragenden Dächern mit sehr sanfter Dachschräge etwas asiatisch angehaucht vor. Ich würde keinesfalls sagen, dass die Häuser eine Schönheit wären. Aber sie sind immerhin ein hübscher Kontrast zur quaderförmigen Einheitsarchitektur mit Schießschartenfenstern und weißem Anstrich.

Irma-Uhrbach-Carré: Wohnungen für unseren wilden Süden (Update 23.09.2018)

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Neuperlach Süd
Bild 1: Rechts der Baugrund, im Hintergrund die katholische Kirche St. Maximilian Kolbe Neuperlach Süd (16.03.2017) © Thomas Irlbeck

Im wilden Süden von Neuperlach gibt es noch freien Baugrund. Am Eck Maximilian-Kolbe-Allee/Irma-Uhrbach-Straße werden von Demos Eigentumswohnungen angekündigt. Der Projektname lautet „Irma-Uhrbach-Carré“. Es entstehen 83 Eigentumswohnungen in 5 Häusern mit 6 Geschossen.

Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 2: Der Baugrund in der Totalen (16.03.2017) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 3: Eine Drehung nach links und schon werden Läden sichtbar (16.03.2017) © Thomas Irlbeck

Update 06.05.2018

Ein Besuch heute bei der Baustelle. Es hat sich sehr viel getan.

Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 4 (06.05.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 5 (06.05.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 6 (06.05.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 7 (06.05.2018) © Thomas Irlbeck

Update 23.09.2018

Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 8 (23.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 9 (23.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 10 (23.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 11 (23.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 12 (23.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 13 (23.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 14 (23.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 15 (23.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 16 (23.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Süd, Irma-Uhrbach-Carré
Bild 17: Übergang zu den Bestandshäusern an der Maximilian-Kolbe-Allee, siehe Bild 1 und 2 für den ursprünglichen Zustand (23.09.2018) © Thomas Irlbeck

 

Aus 6 mach 8, das Ergebnis ist erst einmal 0! Teilweiser Baustopp an der Gewofag-Baustelle (Update 22.07.2019)

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Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 1: Die Gewofag-Baustelle. Für einen der beiden hier geplanten Gebäudekomplexe (den südlichen) wurde ein Baustopp verhängt. Wir sehen hier vor allem den nördlichen Teil (WA1), der südliche (WA2) ist im Bild ganz links (26.02.2017) © Thomas Irlbeck
GEWOFAG, Neuperlach Süd
Bild 2: Sozialer Wohnungsbau mit gefalteten Fassaden, Loggien, ziegelrotem Kratzputz und Klinkersockel. So soll es einmal aussehen (26.02.2017) © Thomas Irlbeck

Die Wohnungsnot ist in München so groß wie noch nie, vor allem fehlt bezahlbarer Wohnraum. Da sind die Gewofag-Mietwohnungen, die derzeit in Neuperlach Süd an der Carl-Wery-Straße, Höhe Therese-Giehse-Allee, gegenüber dem Leonardo Hotel, entstehen, eine Bereicherung. Die 438 Wohnungen werden sozial gefördert, wobei verschiedene Fördermodelle zum Einsatz kommen. Der größte Teil der Teil der Wohnungen fällt unter den KMB (Konzeptioneller Mietwohnungs-Bau), ein weiterer Teil der Wohnungen basiert auf dem Modell München-Modell-Miete und beim Rest kommt eine einkommensorientierte Förderung zum Tragen. Bei den KMB-Wohnungen gelten keine Einkommensgrenzen, sodass sie für alle Münchner interessant sind, dennoch werden diese Wohnungen über 60 Jahre verhältnismäßig günstig vermietet. Denn in dieser Zeit ist garantiert, dass die Miete nur im Rahmen der Anpassung an den Verbraucherpreisindex erhöht wird.

Baustopp für den Komplex WA2 (südlich)

GEWOFAG, Neuperlach Süd
Bild 3: Mit acht Geschossen schafft man  mehr Wohnraum als mit sechs, dachte sich die Stadt. Dabei sollen aber einige Vorschriften verletzt worden sein (26.02.2017) © Thomas Irlbeck

Doch leider gibt es mit dem Bauvorhaben derzeit mächtig Ärger. Wie die Abendzeitung berichtete, darf der südliche Gebäudekomplex (WA2) vorerst nicht weitergebaut werden. Nachbarn hatten geklagt, weil die Stadt die Gebäude nicht wie ursprünglich geplant bei sechs Geschossen belassen, sondern teilweise auf acht Geschosse aufgestockt hatte. Dabei seien laut Gericht unter anderem Mindestabstände überschritten worden. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wehrt sich gegen Kritik seitens der CSU, berichtete die Süddeutsche Zeitung. Reiter bringt dabei unter anderem vor, dass die Aufstockung der beiden Gebäude von sechs auf acht Geschosse auch von den CSU-Stadträten im Gewofag-Aufsichtsrat beschlossen worden sei.

GEWOFAG, Neuperlach Süd
Bild 4 (26.02.2017) © Thomas Irlbeck

Der Komplex WA1 (nördlich) ist nicht betroffen. Hier gehen die Bauarbeiten weiter und es bleibt entsprechend bei acht Geschossen.

Hoffen wir einmal, dass der teilweise Baustopp bald aufgehoben werden kann, aber erfahrungsgemäß ziehen sich solche Umplanungen oft stark in die Länge. Etwaige weitere Gerichtsverfahren könnten weiter auf die Bremse treten. Eine etwaig geänderten Planung soll so erfolgen, dass auch der südliche Komplex WA2 mit acht Geschossen errichtet werden kann. Die Fotos zeigen die Baustelle und sind gestern, am Sonntag, den 26.02.2017, entstanden.

Update (24.06.2017)

Es soll nun einen Kompromiss mit gestaffelter Höhe geben. Der Nordbau soll sechs bis acht Geschosse erhalten, der Südbau zwischen zwei und sieben. Es sollen 376 Wohnungen entstehen statt 422 (anderen Quellen zufolge waren es 438). In den ältesten Planungen mit sechsgeschossiger Bauweise waren es noch 327 Wohnungen. Das Ziegelrot verschwindet zugunsten eines weißen Anstriches, damit der Bau nicht so dominant wirkt.

Update (01.08.2017)

Jetzt wächst der Bau in die Höhe.

Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 5 (01.08.2017) © Thomas Irlbeck

Update (29.08.2017)

Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 6 (29.08.2017) © Thomas Irlbeck

Update (17.10.2017)

Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 7 (17.10.2017) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 8 (17.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update 24.01.2018

Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 9 (24.01.2018) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 10 (24.01.2018) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 11 (24.01.2018) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 12 (24.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 06.05.2018

Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 13 (06.05.2018) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 14 (06.05.2018) © Thomas Irlbeck

Update 26.10.2018

Die beiden Wohnblöcke nähern sich der Fertigstellung. Auf der Südwestseite ist die Fassade schon sehr weit fortgeschritten. Auch die Frage, die jüngst an mich herangetragen wurde, ob es Balkone geben werde, wird beantwortet: Ja, es gibt welche, genau genommen sind es sogar Loggien, die nach meinem Empfinden aber ruhig noch etwas breiter hätten ausfallen können.

Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 15 (26.10.2018) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 16 (26.10.2018) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 17 (26.10.2018) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 18 (26.10.2018) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 19 (26.10.2018) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 20 (26.10.2018) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 21: Loggia-Detail (26.10.2018) © Thomas Irlbeck

Update 19.04.2019

Nun ist auch die Vorderseite so weit fertiggestellt (zur Rückseite siehe weiter oben, dass das Gerüst abgebaut werden kann. Mächtig und wie eine Wand wirkt der Bau, sodass ihn manche schon als neue Chinesische Mauer bezeichnen. Hat der Bau dieses eher nicht nett gemeinte Attribut verdient?

Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 22: Nordbau (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 23: Nordbau (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 24: Nordbau (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 25: Nordbau (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 26: Südbau (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 27: Südbau (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 28: Südbau (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 29: Nordbaubau (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 30: Südbau (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 31 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 32 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck

Update 22.07.2019

Die Wohnanlage (der südliche Block) von Unterbiberg aus gesehen.

Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 33 (22.07.2019) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 34 (22.07.2019) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 35 (22.07.2019) © Thomas Irlbeck

 

Neuperlach Süd: „Seh‘ ich aus wie ein Hotel?“ – Inzwischen fast ja (Update 01.08.2017)

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Leonardo Hotel, Neuperlach Süd
Bild 1: Rechts der Rohbau des Leonardo Hotel, aber der Fotograf hat viel Platz für einen Blick auf „Legoland“ Siemens und die U-Bahn-Abstellanlage Neuperlach Süd gelassen (26.02.2017) © Thomas Irlbeck

Mal sehen, wie es dem Leonardo Hotel in Neuperlach Süd an der Carl-Wery-Straße, Höhe Therese-Giehse-Allee, geht. Laut Bautafel soll im Sommer 2017 Eröffnung des Businesshotels mit 216 Zimmern sein. So langsam werden die Freiflächen unmittelbar südöstlich der S-und-S-Bahnstation Neuperlach Süd rar.

Leonardo Hotel, Neuperlach Süd
Bild 2 (26.02.2017) © Thomas Irlbeck
Leonardo Hotel, Neuperlach Süd
Bild 3 (26.02.2017) © Thomas Irlbeck
Leonardo Hotel, Neuperlach Süd
Bild 4 (29.04.2017) © Thomas Irlbeck
Leonardo Hotel, Neuperlach Süd
Bild 5 (29.04.2017) © Thomas Irlbeck
Leonardo Hotel, Neuperlach Süd
Bild 6: fertig! (01.08.2017) © Thomas Irlbeck

Ampelkoalition: Radfahrer sehen rot, nichts ist im grünen Bereich

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Radampel, neuer Typ
Radampel, ganz neuer Typ. Rotsehen reicht aus, wer braucht schon Grün? Gesehen an der Kreuzung Carl-Wery-Straße/Otto-Hahn-Ring in Neuperlach Süd. Mehr dazu weiter unten im Text (26.02.2017) © Thomas Irlbeck

Radfahren in München ist immer noch ein Abenteuer.  Die Stadt München lässt sich immer wieder etwas einfallen. Eigentlich bin ich ein Anhänger von Fahrradspuren, die auf der normalen Fahrbahn angelegt werden. Dort wird man von Rechtsabbiegern nicht so schnell übersehen und man kann Tempo machen, ohne von Fußgängern und Hunden behindert zu werden. Allerdings sind von den angelegten Radspuren viele ständig durch Falschparker, auch durch Lieferverkehr (ganz übel in der Rosenheimer Straße!), unterbrochen. Da kann man sich dann nicht einmal so einfach vorbeizwängen, da man rechts den hohen Randstein hat und links die normale(n) Fahrspur(en) mit meist starkem Verkehr. Dann werden aber auch inzwischen immer mehr Fahrradstraßen angelegt.

Die neuen Radampeln

Relativ neu sind die Fahrradampeln, die nun nicht mehr an der Haltelinie stehen, sondern an der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung. Sie haben immerhin den Vorteil, dass man wie bei den alten Radampeln jetzt wieder nur eine einzige Ampel hat, um über die Kreuzung zu kommen, und nicht wie bei den kombinierten Fußgänger-/Radampeln bis zu drei oder vier, was mehrfaches Anhalten bedeuten kann. Den neuen Radampeln fehlt im Unterschied zu den alten Radampeln aber ein Gelb. Meist werden nun diese neuen Radampeln verbaut, aber längst nicht immer. Und es gibt noch genug Kreuzungen, an denen man auf dem viel zu schmalen Mittelstreifen anhalten muss, da dort ja eine kombinierte Fußgänger-/Radampel Rot signalisieren kann. An manchen Stellen muss man zumindest theoretisch sein Rad querstellen, damit es nicht den Querverkehr behindert.

Große Radampel
Große Radampel an der Kreuzung Berg-am-Laim-Straße/Leuchtenbergring (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Auch werden manchmal noch Fahrradampeln verbaut, die doch wieder an der Haltelinie vor der Kreuzung stehen. Eine seltene Form ist dabei die Form der Fahrradampel, die so groß wie die Autoampel ausfällt (Foto links).

Der Vorteil der neuen Radampeln an der gegenüberliegenden Seite ist, dass diese vom Autoverkehr besser oder überhaupt gesehen werden können. Autofahrer sollten ja nicht nur auf die eigenen Ampeln achten, sondern auf die separaten Ampeln anderer Verkehrsteilnehmer. Beim Abbiegen ist es ja wichtig zu wissen, dass der Radverkehr noch Grün hat.

Neuperlach Süd: Die unvollständige Ampel

Was wir hier in Neuperlach Süd sehen (Bild ganz oben), ist eine solche neue Radampel. Nun ja, wir sehen sie – und sehen sie nicht. Zumindest nicht den entscheidenden grünen Teil. Das Bild ist von der Warteposition auf dem Radweg entstanden – ohne Tricks. Ein echtes Problem besteht hier aber nicht. Zwar kann man die grüne Leuchtscheibe kaum sehen, aber wenn das rote Licht ausgeht, weiß man, dass Grün sein muss. Auch wenn man einen Meter weiter links oder rechts wartet, wird die Sache schon besser sichtbar, wenngleich man dann nicht mehr vorschriftsmäßig hält.

Die Mauer von Neuperlach – offener Brief an den Oberbürgermeister

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Die Neuperlacherin G. S. hat zum Thema „Mauer in Neuperlach“ an den Oberbürgermeister einen offenen Brief geschrieben. Neuperlach.org veröffentlicht diesen gerne.

Da eine Mauer erstens ein hässliches Signal gegen Flüchtlinge und Integration ist und zweitens auch noch der Satzung von Neuperlach widerspricht, die Neuperlach als Stadtteil der offenen Wege ausruft, positioniert sich Neuperlach.org gegen die Mauer. Der offene Brief gibt aber nicht zwangsläufig in allen Punkten die Meinung des Betreibers von Neuperlach.org wieder.

Herrn
Oberbürgermeister Dieter Reiter

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich kann mir als geborene Münchnerin, die seit 1970 in Neuperlach wohnt und auch gerne hier wohnt, diese Zeilen leider nicht verkneifen.

Es geht, wie könnte es anders sein, um unsere Mauer!

Wie kann es sein, dass München, das ja im letzten Jahr die Willkommensstadt schlechthin war und für die Flüchtlinge, für Integration und für ein friedliches Miteinander stand, jetzt so auf den Widerstand von 7 (!) Anwohnern reagiert? Dass München wegen dieser nicht mal 2 Händen voll Anwohner, deren Häuser übrigens weit genug von dem Gelände entfernt stehen, so einknickt? Warum kann man da nicht genauso viel Rückgrat und Tatkraft beweisen wie vor einem Jahr?

Gerade in Neuperlach funktioniert übrigens das Multikulti-Miteinander sehr gut. Ich selbst bin mit 8 Jahren hier mit meinen Eltern von Trudering nach Neuperlach gezogen und bin seit dieser Zeit mit ausländischen Bürgern, die hier leben, aufgewachsen, zur Schule gegangen, arbeite mit ihnen Seite an Seite. Auch meine Kinder sind hier so aufgewachsen. In einem Miteinander mit ausländischen Kindern und mit einer Selbstverständlichkeit, die es sonst glaube ich nirgends in München so gibt. Und dann so etwas! Das ist weder mein München noch mein Neuperlach!

Sicherlich hat Neuperlach zeitweise auch einen schlechten Ruf gehabt, auch wegen „Mehmet“ in den 1990-ern. Doch das sind Ausnahmen. Da hat Neuperlach ganz andere Probleme und Konflikte, z.B. die Methadon-Praxis und damit die Drogensüchtigen im Marx-Zentrum sowie an der Quiddestraße. Und das seit vielen Jahren. Davor haben auch viele Bürger Angst. Aber da wird nichts getan, darüber regt sich keiner auf.

Es ist auf jeden Fall ein absolutes Armutszeugnis für die Stadt München, dass sie dem Wunsch – der Klage von sieben Bürgern, denen mehr als 100.000 Einwohner von Neuperlach gegenüberstehen – nachgibt. Diese Bürger haben offensichtlich keine Kinder und kein Herz für andere und sind offensichtlich auch schon erwachsen zur Welt gekommen, sonst würden sie nicht so reagieren. Und die Befürchtung von zu viel Lärm halte ich nur für eine Ausrede, da es ja auch noch gar keinen Lärm gibt, den die Mauer abhalten könnte. Es ist offensichtlich nur ein Mittel zum Zweck, um ans Ziel zu kommen. Nämlich gar keine Flüchtlinge hier zu haben.

Mir bleibt hier nichts anderes übrig, als mich fremdzuschämen – für München, diese Anwohner und diese Menschen, die auf Facebook rassistische und fremdenfeindliche Kommentare veröffentlichen.

Lieber Herr Oberbürgermeister, mich würde interessieren, was Sie persönlich dazu sagen, denn nach dem, das Sie letztes Jahr bei der Flüchtlingszuwanderung getan und gesagt haben, kann das kaum in Ihrem Interesse sein.

Mir bleibt hier nur noch zu sagen: „Die Mauer muss weg!“

G. S.

Neuperlach: Die dämlichste Mauer der Welt

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Sie wird höher als die Berliner Mauer. Derzeit entsteht in Neuperlach Süd eine Lärmschutzwand, welche die Anwohner vor den Geräuschemissionen der Flüchtlinge schützen soll. Oder etwas weiter gefasst: Es wird eine Wand gebaut, die die Anwohner vor den Flüchtlingen bewahren soll. Die Lärmquelle ist die Flüchtlingsunterkunft an der Nailastraße, in der 160 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einziehen sollen. Ironisch gedacht werden die Flüchtlinge vor den Anwohnern geschützt.

Was wird aus unserem Stadtteil, der laut Satzung der „Stadtteil der offenen Wege“ ist, in dem Mauern und Zäune nur in besonderen Ausnahmefällen, etwa bei einem einem Kindergarten, genehmigt werden dürfen?

Und, noch schlimmer, was ist aus der Willkommenskultur geworden, fragt sich Jens Krumpholz:

(Link: YouTube)

Mehr zum Thema:

Spiegel: Mauer soll vor Flüchtlingslärm schützen

Jetzt Petition gegen die Mauer unterschreiben!

Süddeutsche Zeitung: Satire-Aktion an der Mauer in Perlach erzürnt Anwohner

Abendzeitung: Die Mauer kostet wohl 200.000 Euro

Abendzeitung: Vandalen haben in der Nacht auf Donnerstag Parolen an Häuserfassaden in unmittelbarer Nähe zur umstrittenen Mauer in Neuperlach geschmiert. Polizeischutz, Fotoverbot und emotionale Statements – der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach diskutiert den Hype um die Schallschutzmauer

Focus: Gastbeitrag von Jens Krumpholz: Ein Bollwerk der Unmenschlichkeit