Wenn Schluss ist, ist Schluss

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Wir sind extralange für Sie da
Der Arzt darf länger öffnen, will aber (verständlicherweise) nicht. Der Penny will (verständlicherweise) länger öffnen, darf aber nicht (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Heute erlebte ich bei einem Neuperlacher Arzt, dass wenige Minuten nach Ende der Öffnungszeiten noch eine Patientin an der Türe klopfte. Die Sprechstundenhilfe wies darauf hin, dass die Praxis schon geschlossen habe und dass man beim Penny um 20:30 auch keine Milch mehr kaufen könne. Die Patientin wurde ins nächste Spital – Bereitschaftspraxis im Klinikum Neuperlach – verwiesen.

Selbstverständlich muss ein Arzt außerhalb den Öffnungszeiten niemand mehr behandeln, zumindest dann nicht, wenn er nicht unmittelbar Hilfe benötigt. Auch ein Arzt hat mal Feierabend. Aber ob der Vergleich mit dem Penny wirklich so treffend ist? Immerhin würde der Penny gerne noch nach 20:00 verkaufen, aber täte er es, auch wenn es nur 20:01 wäre, würde ein hohes Bußgeld drohen. Der Arzt hingegen dürfte um 17:01 noch einen Patienten hereinlassen. Die gesetzlichen Regelungen sind (zurecht) andere. Der Arzt darf eine Ausnahme machen. Der Penny nicht. Daher hinkt der Vergleich etwas.