Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)

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Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 1 (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 2: Das Turmkunstwerk dürfte mit höchster Wahrscheinlichkeit der heilige Florian sein. Unter seinen Füßen: das Wappen Ottobrunns mit der Otto-Säule (22.04.2019) © Thomas Irlbeck

Vor einiger Zeit hatten wir über die Feuerwehr in Neuperlach – genauer die Feuerwache 9 an der Heidestraße – berichtet. Bei dieser stehen umfassende Sanierungs- und Umbaumaßnahmen bevor. Spannend ist dabei immer, wie sieht es bei den anderen, bei unseren Nachbarn aus?

In Ottobrunn bietet sich eine ganz andere Optik. Der zur Anlage gehörige Turm erinnert ein wenig an einen Kirchturm und bildet einen interessanten Blickfang. Statt Glockengebimmel gibt es Sound per Sirenenanlage. Der Rest der Anlage mit seinem Verwaltungs- und Werkstättentrakt und der Containerhalle dagegen wirkt unspektakulär.

Geschichte

Bereits über 100 Jahre ist die Freiwillige Feuerwehr Ottobrunn (FFO) alt. Am 14. Juni 1914 wurde sie als „Freiwillige Kolonistenfeuerwehr“ nach einem Großbrand der Kegelbahn an der Gastwirtschaft Waldschlösschen gegründet.

Der heutige Bau in der Ottostraße 19 mit seinen 6.000 Quadratmetern wurde 1971 bezogen. Vorher (ab 1926) war man an der Kreuzung Jahnstraße/Rosenheimer Landstraße ansässig.

Der FFO gehören 167 Einsatzkräfte sowie 37 Mitglieder der Jugendfeuerwehr an (Stand 2019). Jährlich werden rund 500 bis 700 Einsätze gefahren. Die FFO wird auch zur „Nachbarschaftshilfe“ in andere Gemeinden des Landkreises sowie in Nachbarlandkreise gerufen.

46 % der Einsätze der FFO sind derzeit First-Responder-Einsätze (Helfer vor Ort), 34 % Hilfeleistungen, 13 % Brandeinsätze und 7 % Wachen (Veranstaltungs- und Brandschutzwachen).

Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 3: Turm . Das Kunstwerk sollte der heilige Florian sein. Unter seinen Füßen ist das Wappen Ottobrunns mit der Otto-Säule (22.04.2019) © Thomas Irlbeck

Großbrand im Ottobrunner Phönix-Bad

Einer der aufsehenerregendsten Einsätze der FFO dürfte am 26.11.1996 stattgefunden haben. Ausgerechnet das Ottobrunner Phönix-Bad brannte – ist doch der Phönix ein mythischer Vogel, der am Lebensende verbrennt und aus dessen Asche er wieder neu entsteht. Das Hallenbad wurde dabei zerstört, die Technikräume blieben dagegen unversehrt und bildeten die Basis für den Wiederaufbau, was der Redewendung „Phönix aus der Asche“ gerecht wurde.

Im April dieses Jahres wurde bekannt, dass auf den Dächern der Anlage bis zu 20 Wohnungen gebaut werden sollen. In diesen Wohnungen könnten junge ehrenamtliche Einsatzkräfte unterkommen, die in der Umgebung keine (bezahlbare) Wohnung finden. Der Bau könnte im Frühjahr 2020 starten.

Mehr Infos auf der offiziellen Website der FFO.

Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 4 (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 5: Teil der Fahrzeughalle (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 7: Detail Turm (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 8: Signalanlage auf Turm (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 9: Turm (22.04.2019) © Thomas Irlbeck

BA 16: U5 soll zur Metro Brunnthal verlängert werden

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Ottobrunn_Phönix-Bad
Mit der U-Bahn ins Ottobrunner Phönix-Bad? Nach dem Willen des BA 16 soll das möglich werden. Foto: LepoRello / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der Bezirksausschuss 16 (Ramersdorf-Perlach) hat sich für eine Verlängerung der U5 von Neuperlach Süd über Neubiberg (Bundeswehr-Universität) und Ottobrunn bis zum Ludwig-Bölkow-Campus (Airbus Group) in Taufkirchen ausgesprochen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. In der unmittelbaren Umgebung der geplanten Endhaltestelle befindet sich auch die Metro Brunnthal, Ikea Brunnthal und ein Baumarkt. Die Gemeindezugehörigkeit ist hier etwas unübersichtlich, denn gemeint ist nicht das reguläre Taufkirchen an der S-Bahnstation Taufkirchen, sondern eine östliche Exklave von Taufkirchen, die südlich an Ottobrunn angrenzt. Gefühlt befindet man sich eher in Ottobrunn. Durch das Grundstück von Ikea verläuft gar eine weitere Grenze, der Norden liegt noch in der Exklave Taufkirchen, der Süden bereits in Brunnthal.

Argumente für die Verlängerung

Zugzielanzeiger Neuperlach Süd
Bahnhof Neuperlach Süd. Geht es auf dem anderen Gleis irgendwann weiter nach Ottobrunn und Brunnthal? (Archivbild von 2011) © Thomas Irlbeck

Begründet wird der Vorstoß mit den zahlreichen angesiedelten Betrieben. Hier werden Ikea, Metro und der Baumarkt genannt. Man könnte nun einwenden, dass die meisten Leute zu Ikea, zur Metro und zum Baumarkt mit dem Auto fahren, da man ja Groß- und Möbeleinkäufe kaum mit der U-Bahn transportieren kann. Doch es ist hier ja einiges an Industrie, vor allem die Mitarbeiter der Airbus Group könnten von einem verbesserten ÖPNV profitieren, denn derzeit haben sie nur die wenig attraktiven Busse. Es sollen in unmittelbarer Gegend noch weitere Betriebe angesiedelt werden. Auch würden Einrichtungen in Neubiberg und Ottobrunn besser angeschlossen werden, etwa der Sportpark mit dem Phönix-Bad in Ottobrunn (Foto) und die Wohngebiete in Ottobrunn. Auch hier ist die S-Bahn weit weg, es bleibt nur der Bus.

Trassenverlauf

Die Trasse soll weitestgehend oberirdisch verlaufen. Tatsächlich findet man westlich vom Haidgraben überwiegend Acker- und Grünflächen, sodass es hier tatsächlich gelingen könnte, eine oberirdische Trasse zu bauen, in weiten Teilen sogar ohne Aufständerung.

An einigen Stellen würde die Trasse aber nicht an Gewerbegebieten vorbeiführen, sondern sehr nahe an Wohnhäusern. Hier könnten sich Anwohner durch Lärm oder Schattenwurf durch eine doch aufgeständerte Trasse gestört fühlen und entsprechend gegen den Bau mobilisieren.

Kein gänzlich neuer Plan

Man darf auch nicht vergessen, bislang ist es nur ein Plan des Bezirksausschusses, nicht der Stadt München. Der Plan ist auch nicht ganz neu. In den 1990er-Jahren wurde mal der Bau einer sehr ähnlichen solchen Trasse vorgeschlagen, aber nicht weiterverfolgt, da der damals errechnete Millionenbetrag im dreistelligen Bereich für Neubiberg und Ottobrunn nicht finanzierbar war. Ob sich das heute anders verhält, bleibt abzuwarten.

Was den Neuperlachern ihr pep, ist den Neubibergern ihr „Einkaufszentrum am Brunneck“

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Einkaufszentrum am Brunneck
Bild 1 (26.06.2016) © Thomas Irlbeck

Ich habe eine Leidenschaft für Einkaufszentren, und das selbst in Zeiten von Amazon & Co. Das pep kennt jeder, das IsarCenter in Ottobrunn hatte ich im Mai dieses Jahres besucht. Wo aber kaufen denn die Neubiberger ein? Die Antwort ist: Im „Einkaufszentrum am Brunneck“, das gar nicht weit von Waldperlach entfernt ist. Man fährt in Waldperlach die Putzbrunner Straße stadtauswärts, biegt an der Kirche St. Bruder Klaus nach rechts in die Gänselieselstraße, die dann in die Cramer-Klett-Straße übergeht.

Das Einkaufszentrum liegt bereits in Ottobrunn

Einkaufszentrum am Brunneck
Bild 2 (26.06.2016) © Thomas Irlbeck

An der Kreuzung zur Putzbrunner Straße (jetzt ist die Putzbrunner Straße in Ottobrunn gemeint, ohne Irritationen geht nichts) steht dann das Einkaufszentrum. Die erste Besonderheit ist, das Einkaufszentrum befindet sich bereits in Ottobrunn, auch wenn es nur wenige Meter sind und die Ottobrunner ja ihr IsarCenter haben. Die Grenze zu Neubiberg verläuft etwa an der Nordseite des Einkaufszentrums.

Und jetzt müssen alle noch mal stark sein. Denn hier ist noch einmal alles eine Nummer kleiner als selbst im IsarCenter.

Der zweigeschossige Bau bietet aber immerhin das Notwendigste und Übliche.

Das Einkaufszentrum hat (zusammen mit der zugehörigen Wohnanlage) sogar eine eigene kleine Website mit dem Titel: Am Brunneck.

Zehn Läden müssen reichen

Laut Website gibt es zehn Läden. Gesehen habe ich einen Discounter, eine Eisdiele, ein italienisches Restaurant, ein Döner-Restaurant, einen Goldankauf, einen Frisör, ein Reisebüro und einen Innenausstatter. Parkplätze gibt es auch, und alles ist barrierefrei erreichbar.

6.000 Neubiberger und Ottobrunner „im fußläufigen Bereich“ nutzen laut Website das Einkaufszentrum.

Viel war über die Geschichte des Einkaufszentrums nicht zu erfahren, wenngleich es sogar eine Fotogalerie von der Errichtung des Baus gibt.

Einkaufszentrum am Brunneck
Bild 3 (26.06.2016) © Thomas Irlbeck
Einkaufszentrum am Brunneck
Bild 4 (26.06.2016) © Thomas Irlbeck
Einkaufszentrum am Brunneck
Bild 5 (26.06.2016) © Thomas Irlbeck
Einkaufszentrum am Brunneck
Bild 6 (26.06.2016): Hier geht’s zum unteren Geschoss © Thomas Irlbeck
Einkaufszentrum am Brunneck
Bild 7 (26.06.2016) © Thomas Irlbeck
Einkaufszentrum am Brunneck
Bild 8 (26.06.2016): Speziell in der verkleinerten Ansicht sieht das Einkaufszentrum hier ein wenig wie eine Tankstelle aus © Thomas Irlbeck
Einkaufszentrum am Brunneck
Bild 9 (26.06.2016) © Thomas Irlbeck
Einkaufszentrum am Brunneck
Bild 10 (26.06.2016) © Thomas Irlbeck

Was den Neuperlachern ihr pep, ist den Ottobrunnern ihr IsarCenter

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IsarCenter
Bild 1 (07.05.2016) © Thomas Irlbeck

In Neuperlach gibt es das pep, die Ottobrunner haben dafür ihr IsarCenter. Zunächst: Der Name IsarCenter wirkt etwas unpassend. Die Isar fließt nicht durch Ottobrunn und ist rund acht Kilometer vom IsarCenter entfernt.

IsarCenter – Der Name klingt nach Marketing, aber es gibt einen örtlichen Bezug!

Aber der Isarweg ist ganz in der Nähe sowie weitere Straßen, die nach Flüssen benannt sind. Also hat man doch einen Grund. Außerdem sind Namen ohnehin Schall und Rauch. Auf das Innere kommt es an.

IsarCenter
Bild 2 (07.05.2016) © Thomas Irlbeck

Im IsarCenter ist alles etwas kleiner, aber es handelt sich immerhin um ein klimatisiertes Einkaufszentrum, das bereits 1971 eröffnet wurde. Parken kann man kostenlos, was im pep ja Vergangenheit ist. Über 20 Shops sind im IsarCenter untergebracht, was natürlich kein Vergleich zu den 125 Shops des pep ist. Geöffnet ist das IsarCenter Montag bis Samstag bis 20 Uhr.

Laut offizieller Website sind folgende Shops im IsarCenter beheimatet:

Backstube Wünsche
Deichmann Schuhe
Dessous Strumpfvitrine
Drogeriemarkt Müller
Edeka E-Center
Edeka Getränkemarkt
EUROPCAR
Foto Weingast
MNW Mobilfunk GmbH
My Gold – Schmuck
Schreibwaren, Lotto / Toto Schlötke
Stoff Studio
Super Clean Reinigung
Traditional Taekwon-Do Center Ottobrunn
TUI Reisecenter
Vinzenzmurr, Imbiss
Vitalia Reformhaus
Vögele Textil
Webb Service Mister Minit

Zu finden ist das IsarCenter an der Unterhachinger Straße 28.

IsarCenter
Bild 3 (07.05.2016) © Thomas Irlbeck
IsarCenter
Bild 4 (07.05.2016) © Thomas Irlbeck
IsarCenter
Bild 5 (07.05.2016) © Thomas Irlbeck
IsarCenter
Bild 6 (07.05.2016) © Thomas Irlbeck

Ottobrunn: Ständige Pflanzenausstellung

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Die Straßen in Ottobrunn
Bild 1 (28.08.2014) © Thomas Irlbeck
Die Straßen in Ottobrunn
Bild 2 (28.08.2014) © Thomas Irlbeck

Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte unsere Nachbargemeinde Ottobrunn noch nicht einmal einen befestigten Straßenrand. Die Stromversorgung erfolgte über Stromleitungen, die zwischen simplen Holzmasten gespannt waren. Man wähnte sich eher in einem Ort irgendwo in den USA und nicht in einem reichen Münchner Vorort. Die Strommasten sind verschwunden und es gibt inzwischen gut ausgebaute Straßen mit Fuß- und Radwegen. Das System entspricht etwa dem, was man aus München und Neuperlach gewohnt ist. Nur die Bepflanzung ist eine andere. In München gibt es Rasen und Bäume auf den Mittel- und Seitenstreifen. In Ottobrunn ist es anders. Man kann es so ausdrücken: Neuperlach ist grün, Ottobrunn ist bunt!

Die Straßen in Ottobrunn
Bild 3 (28.08.2014) © Thomas Irlbeck
Die Straßen in Ottobrunn
Bild 4 (28.08.2014) © Thomas Irlbeck

Nomen est omen (Teil 2)

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Unter manchen Ortsnamen kann man sich entweder gar nichts vorstellen oder vielleicht auch das Falsche. Dass Perlach zumindest begrifflich nichts mit Perlen zu tun hat, sondern je nach Theorie „(Braun-)Bären-Wald“ oder „Eber-Wald“ bedeutet, wurde schon mal erörtert. Aber die Umgebung ist reich an weiteren besonderen Namen:

Trudering

Der Stadtteilname ist auf einen Bauern namens Truchtaro zurückzuführen, der sich dort um 500 mit seiner Sippe niederließ. Im Auftrag seines Grundherrn, wahrscheinlich handelt es sich um den adeligen Fagana, kultivierte er Fluren und errichtete Stallungen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit war die erste Siedlungsstätte der Zehentbauernhof in Kirchtrudering oder der Mayrhof in Straßtrudering. Die erste bekannte schriftliche Erwähnung ist 772 als Truhtheringa. Als Schreibweise ist noch Truchteringa bekannt. An den alten Namen erinnert heute noch der Straßenname Truchthari-Anger in Kirchtrudering, an dem im Rahmen eines Bauprojekts Reste einer Kelten-Siedlung aus vorchristlicher Zeit gefunden wurden. Trudering ist also so gesehen viel älter.

Putzbrunn

Die erste Gemeinde hinter der Stadtgrenze in Waldperlach hat ihren ersten Namensbestandteil einem gewissen Puzzi zu verdanken, dessen Sippe sich dort im achten Jahrhundert niederließ. Der gesamte Name bedeutet Brunnen des Puzzi. In der ersten urkundlichen Erwähnung heißt der Ort noch Puzeprunnin. Südöstlich von München, auf der Münchner Schotterebene, musste das Trinkwasser aus mehreren Metern Tiefe geholt werden. Um die errichteten Brunnen bildeten sich Ansiedlungen, daran erinnert in vielen Ortsnamen der hinterer Namensbestandteil brunn.

Ottobrunn

Ottosäule
Die Ottosäule in Ottobrunn. Foto: Rufus46 / Lizenz siehe: Wikipedia

Die Gemeinde Ottobrunn hat ihren Namen von Prinz Otto von Wittelsbach. Der damals 17-Jährige war 1832 auf der Reise in sein künftiges Königreich Griechenland. Vor den Toren Münchens, 13 km vom Münchner Marienplatz entfernt, verabschiedete er sich von seinem Vater. Zwei Jahre später wurde an diesem Schauplatz eine dorische Säule errichtet, die an dieses Geschehen erinnert. Die knapp 10 Meter hohe Ottosäule ist heute das Wahrzeichen der Gemeinde und auch im Gemeindewappen abgebildet. Ottobrunn ist also noch verhältnismäßig jung, als politische Gemeinde existiert der Ort gar erst seit 1955.

Grasbrunn

Die Gemeinde wurde 1140 erstmals als Gramasprunnen erwähnt. Der Name leitet sich vom adeligen Grundbesitzers Graman ab, der gesamte Name bedeutet Brunnen des Graman.

Neubiberg, Unterbiberg

Der Name Biberg leitet sich von althochdeutsch pipurc (Umwallung, Ringburg) ab. Eine Umwallung in Gestalt einer Keltenchanze wurde in der Gegend durch Luftbildarchäologie nachgewiesen. Der Ort findet erstmals als Villa piburc zwischen 1034 und 1041 als Schenkung an das Kloster Tegernsee Erwähnung. Das heutige Neubiberg besteht aus zwei Teilen. Das westlich gelegene Unterbiberg ist der historische Teil des Ortes, gehört aber formal zur Gemeinde Neubiberg, dem – der Ausdruck neu deutet es an – später entstandenen Ort östlich vom historischen Kern.

Riem

Diesen Stadtteil kann man wörtlich nehmen und muss sich bei der Herleitung nicht am Riemen reißen. Oder genau doch, denn eben der Begriff Riemen ist Namensgeber, im Mittelhochdeutschen rieme. Der Ortsname bedeutet also schlicht Streifen, spezifischer (schmaler) Ackerstreifen, Gürtel, Kanal, Traufe. Die letzten beiden Deutungen sind die wohl entscheidenden. Denn in Riem tritt der Grundwasserstrom an die Oberfläche. Es gibt aber auch die Theorie, die Höfe des ursprünglichen Ortes seien wie ein Gürtel um die Kirche herumgebaut gewesen. Die erste urkundliche Nennung war 957 bzw. 972 als Riema. Doch bereits um 700 soll ein fränkischer Ritter den Ort gegründet haben.

Im Münchner Südosten und im Umland gibt es sicherlich noch weitere interessante Geschichten hinter Ortsnamen. Dazu vielleicht irgendwann mal in einem weiteren Teil.

Quellen

  • Trudering – Waldtrudering – Riem: Münchens ferner Osten / hrsg. von Willibald Karl. Mit Beitr. von Karl Bachmair … – München: Buchendorfer Verl., 2000
  • Wikipedia-Einträge zu den Ortsnamen