Besichtigung: Pflegeheim PerlachStift am Gerhart-Hauptmann-Ring eröffnet!

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PerlachStift Eröffnung
Bild 1 (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 2: Am Eingang (01.12.2018) © Thomas Irlbeck

Nach einer Bauzeit von rund 17 Monaten wurde das Pflegeheim PerlachStift am Gerhart-Hauptmann-Ring eröffnet (Neuperlach.org begleitete die Bauphase). Das Haus hat vier Geschosse (ein Kellergeschoss gibt es nicht) und wird 72 Bewohnern ein Zuhause geben (63 Einzel- und 9 Doppelzimmer). Das PerlachStift liegt ganz nahe am Sudermann-Zentrum, die Sudermann-Apotheke und der KIK sind fast unmittelbare Nachbarn. Auch die Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring (vor allem früher wegen der anfangs schwarzen Fassadenplatten – heute sind diese blaugrau – auch als „Schwarze Schule“ bekannt) ist ganz in der Nähe. Auf dem Grundstück war früher die Kinderarche mit ihrer heilpädagogischen Einrichtung ansässig, die wieder in den neuen Bau integriert wurde und dort im Erdgeschoss zu finden ist.

Heute war im PerlachStift Tag der offenen Türe, am Montag, den 3. Dezember 2018, werden schließlich die ersten Bewohner einziehen.

Heute konnten das Erdgeschoss und das erste Stockwerk besichtigt werden. Stockwerk 2 und 3 sind derzeit zwar auch baulich fertiggestellt, aber noch nicht bezugsfertig.

Zimmer mit modernem Equipment

Das Haus wirkt sehr hell. Die Möbel sind sehr stilvoll und modern, wirken wie hochwertige Designermöbel. Ich habe eine solch aufwändige Einrichtung, die eher an ein Hotel erinnert, noch in keinem anderen Pflegeheim gesehen. Es konnten zwei Musterzimmer besichtigt werden, ein Einzel- und ein Doppelzimmer.

Die Ausstattung umfasst zunächst das Übliche – die Zimmer haben eigene, integrierte Badezimmer sowie Telefon- und Fernsehanschluss –, geht aber darüber hinaus. So wird erfreulicherweise ein Internetzugang angeboten, der leider noch nicht überall Standard ist. In manch anderen Häusern müssen Bewohner auf Internetnutzung verzichten, was ich für einen durchaus großen Mangel halte, denn auch Senioren sind heutzutage längst im Netz angekommen! Im PerlachStift heißt es aber: „Ich bin drin!“

Privatsphäre ist natürlich wichtig. In anderen Häusern sind die Räume meist so geschnitten, dass das Bett im toten Winkel liegt, wenn man vom Standpunkt an der Türe ausgeht. Oder ein Schrank bietet Sichtschutz. Hier aber stellt eine im oberen Teil halbdurchlässige Holzwand Privatsphäre sicher (Bild 4). Eine sehr elegante Lösung, die mir sehr gut gefällt.

Der Aufenthaltsraum (ab Bild 6) ist ebenso sehr ästhetisch eingerichtet. Hier speist man, man unterhält sich, man kann fernsehen und spielen. Im ersten Stockwerk gibt es eine große Gemeinschaftsterrasse (ab Bild 9), in dem zweiten und dritten Stockwerk jeweils einen Gemeinschaftsbalkon.

Lassen wir doch einfach die Bilder sprechen. Denn Bilder können das am besten. Nur eines können sie nicht: Es riecht im ganzen Haus stark, aber sehr angenehm nach frischem Holz. Das muss sich der Leser jetzt hinzudenken.

Das Personal ist sehr freundlich und auskunftsbereit. Ich sage vielen Dank und wünsche dem Haus viel Erfolg!

PerlachStift: Zur offiziellen Website

PerlachStift Eröffnung
Bild 3: Doppelzimmer – erinnert eher an ein Hotel als ein Pflegeheim (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 4: Doppelzimmer mit Sichtschutzwand (rechts) (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 5: Einzelzimmer (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 6: Aufenthaltsraum (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 7: Aufenthaltsraum (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 8: Aufenthaltsraum (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 9: Terrasse (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 10: Terrasse (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 11: Pflegebad (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 12 (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 13 (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 14: Detail Aufenthaltsraum (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 15: Schwesternzimmer (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 16: Schwesternzimmer (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 17: Fahrstuhl. Die Stockwerke haben Alpennamen (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 18 (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 19 (01.12.2018) © Thomas Irlbeck
PerlachStift Eröffnung
Bild 20: Der bunt gestreifte Teil ist die Kinderarche (01.12.2018) © Thomas Irlbeck

4 Spuren – Tempo 30 km/h (Update 31.08.2018)

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Tempo 30 km/h Schulzentrum Nord
Bild 1: Tempolimit auf der Quiddestraße (29.08.2018). Foto: Lesereinsendung

Straßen mit vier oder mehr Fahrspuren und breitem, begrüntem Mittelstreifen sind generell kein Hinderungsgrund für Tempo 30 km/h mehr. Vor unserem Schulzentrum Nord an der Quiddestraße ist nun Tempo 30 km/h angesagt, zumindest Mo bis Fr von 7 bis 18 Uhr – auch übrigens in den Schulferien. Nur an gesetzlichen Feiertagen darf schneller gefahren werden.

Das Tempolimit gilt auf allen Fahrspuren in beiden Richtungen zwischen beiden Kreuzungen (also zwischen Albert-Schweitzer-Straße und Heinrich-Wieland-Straße). Auf der Albert-Schweitzer-Straße ist auf Höhe von Maulwurfshausen (Spielhaus) ebenso ein solches Tempolimit zu finden, hier aber nur auf den Fahrspuren Richtung pep. Last, but not least, wurden auch auf der Heinrich-Wieland-Straße Tempo-30-Schilder aufgestellt, hier auch nur auf den Fahrspuren Richtung pep. Das Tempolimit erstreckt sich auf den gesamten Abschnitt zwischen den Kreuzungen, also zwischen Albert-Schweitzer-Straße und Karl-Marx-Ring.

Ganz konsequent erscheint mir das nicht, denn auch auf der Albert-Schweitzer-Straße Richtung auf der Straßenseite gegenüber Maulwurfshausen findet sich ein durchaus frequentierter Zugang zum Schulzentrum Nord, aber hier darf weiter 50 km/h gefahren werden.

Sinn und Akzeptanz des Tempolimits

Natürlich geht die Sicherheit von Schülern vor, es gibt nichts Kostbareres als die körperliche Unversehrtheit. Die Frage ist aber, wie viel Akzeptanz eine Tempo-30-Regelung auf so breiten Straßen mit vier Fahrspuren und begrüntem Mittelstreifen hat. Zum Schutz von Fußgängern gibt es in Neuperlach unzählige Brücken, die ein gefahrloses Überqueren erlauben. Alleine das Schulzentrum Nord ist mit zwei Brücken versehen (eine der Brücken ist in Bild 2 zu sehen). Leider werden die Brücken oft nicht benutzt, da sie Umwege bedeuten.

Eine relativ neue gesetzliche Möglichkeit aus dem November 2017 erlaubt die Einrichtung von Tempo-30-Zonen vor Schulen, Kindergärten, Seniorenheimen, Spitälern und Spielplätzen selbst dann, wenn es sich um sehr breite, gut ausgebaute Straßen handelt.

Sollten diese Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden, könnten große Teile Neuperlachs zur Tempo-30-Zone werden. Am Karl-Marx-Ring etwa finden sich auf Höhe einer lang gezogenen Kurve die Grundschule am Karl-Marx-Ring (also mit Schülern, die durch ihr Alter ganz besonders gefährdet sind) und das Phönix-Pflegeheim (mit ebenso besonders schutzbedürftigen Menschen). Die Stelle ist durch die kaum einsehbar Kurve nicht ungefährlich. Immer wieder beobachte ich dort Beinaheunfälle auf der Innenringspur, weil Fußgänger die Fahrzeuge zu spät sehen. Die (orange) Brücke dort wird von vielen gemieden, da man dann ja vielleicht zwei Minuten länger für die Überquerung braucht. Weiter östlich ist die Wilhelm-Röntgen-Realschule zu finden. Jeder Neuperlacher weiß, dass es noch viele weitere Schulen, Pflegeheime, Kindergärten etc. gibt.

Danke an Frauke Baumann und Christian Berger, die heute eine Runde in Neuperlach gedreht und die Fotos eingesendet haben.

Zusatzinfos: „München weitet Tempo-30-Zonen in der Stadt aus und löst auch Kopfschütteln aus“ (Bericht der tz vom 15.07.2018)

Tempo 30 km/h Schulzentrum Nord
Bild 2: Tempolimit auf der Quiddestraße, Blick Richtung Albert-Schweitzer-Straße (29.08.2018). Foto: Lesereinsendung
Tempo 30 km/h Schulzentrum Nord
Bild 3: Tempolimit auch auf den Fahrspuren der Quiddestraße Richtung Karl-Marx-Ring (30.08.2018) © Thomas Irlbeck
Tempo 30 km/h Schulzentrum Nord
Bild 4: Tempolimit auf der Albert-Schweitzer-Straße kurz vor dem Spielhaus Maulwurfshausen in Fahrtrichtung pep. Begründung ist hier „Kindergarten“, nicht „Schule“. In der anderen Fahrtrichtung gilt weiter Tempo 50 km/h (30.08.2018) © Thomas Irlbeck
Tempo 30 km/h Schulzentrum Nord
Bild 5: Tempolimit auf der Heinrich-Wieland-Straße kurz vor dem Schulzentrum in Fahrtrichtung pep. In der anderen Fahrtrichtung gilt weiter Tempo 50 km/h (30.08.2018) © Thomas Irlbeck

Gerhart-Hauptmann-Ring: Aus der Arche werden ein Pflegeheim und eine neue Arche (Update 01.12.2018)

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Arche, Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 1: Wieder verschwindet  so ein für Neuperlach typischer eingeschossiger Fertigbau (13.03.2017) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift, Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 2: So soll das PerlachStift mal aussehen (06.07.2017) © Thomas Irlbeck
Arche, Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 3 (13.03.2017) © Thomas Irlbeck

Vielen dürfte es noch in Erinnerung sein: Ein Fertigbau wird abgerissen und durch ein Pflegeheim ersetzt. Damals traf es das 6-Eck am Friedrich-Engels-Bogen (Kindergarten und Jugendclub). Das Phönix-Pflegeheim entstand.

Ein weiterer Fertigbau hat nun das gleiche Schicksal. Die Kinderarche am Gerhart-Hauptmann-Ring (Standort nahe Sudermann-Apotheke) wird abgerissen und durch ein Pflegeheim ersetzt. Die Kinderarche mit ihrer heilpädagogischen Einrichtung kommt aber auch wieder zurück. Beide Einrichtungen sollen am Standort nebeneinander entstehen. Das Pflegeheim, das PerlachStift heißen wird, wird 72 Plätze haben, also etwa die Hälfte wie das Phönix-Pflegeheim.

Kritisiert wird, dass nur fünf Stellplätze geschaffen werden, was zu knapp sein könnte. Wie die Bilder zeigen, wird der Abriss bereits vorbereitet.

Arche, Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 4 (13.03.2017) © Thomas Irlbeck
Arche, Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 5 (13.03.2017) © Thomas Irlbeck
Arche, Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 6 (13.03.2017) © Thomas Irlbeck
Arche, Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 7 (13.03.2017) © Thomas Irlbeck

Der traurige Rest nach dem Abriss der Kinderarche (01.05.2017)

Abriss Arche, Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 8 (01.05.2017) © Thomas Irlbeck
Abriss Arche, Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 9 (01.05.2017) © Thomas Irlbeck

Räumung (22.05.2017)

Die Räumung der Baustelle geht weiter. Dafür, dass nur die Bodenplatte aus Beton war, liegen hier noch ganz schön viele Betonbrocken herum.

Arche, Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 10 (22.05.2017) © Thomas Irlbeck
Arche, Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 11 (22.05.2017) © Thomas Irlbeck

Ab Mitte Juli 2017

Der Kran wurde am 14.07.2017 aufgestellt. Zügig starteten dann die Hochbauarbeiten. Auf ein Kellergeschoss wurde verzichtet. Nachdem zunächst das Fundament gegossen wurden, standen am 25.08.2017 bereits die ersten Wände.

Der Bau (Update 21.09.2017)

Pflegeheim PerlachStift
Bild 12: Das Erdgeschoss steht schon im Rohbau, weitere Betonplatten warten auf die Montage (21.09.2017) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 13 (21.09.2017) © Thomas Irlbeck

Update 18.12.2017

Pflegeheim PerlachStift
Bild 14 (18.12.2017) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 15 (18.12.2017) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 16 (18.12.2017) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 17 (18.12.2017) © Thomas Irlbeck

Update 21.01.2018

Unser neues Pflegeheim PerlachStift am Sudermann-Zentrum ist in einem gespenstischen Tempo gewachsen.

Pflegeheim PerlachStift
Bild 18 (21.01.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 19 (21.01.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 20 (21.01.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 21 (21.01.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 22 (21.01.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 23 (21.01.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 24 (21.01.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 25 (21.01.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 26 (21.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 07.02.2018

Die endgültige Geschosshöhe (vier Geschosse bzw. drei Stockwerke ) wurde erreicht.

Pflegeheim PerlachStift
Bild 27 (07.02.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 28 (07.02.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 29 (07.02.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 30 (07.02.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 31 (07.02.2018) © Thomas Irlbeck

Update 05.03.2018

Der Kran wurde inzwischen abgebaut, ein Teil der Seniorenzimmer haben bereits Fenster.

Pflegeheim PerlachStift
Bild 32 (05.03.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 33 (05.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 30.03.2018

Pflegeheim PerlachStift
Bild 34 (30.03.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 35 (30.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 07.09.2018

Erstmals zeigt sich unser neues Pflegeheim, das PerlachStift am Sudermann-Zentrum, in voller Pracht, denn eben wurden große Teile des Gerüsts abgenommen. Wie gefällt euch der Bau?

Pflegeheim PerlachStift
Bild 36 (07.09.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 37 (07.09.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 38 (07.09.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 39 (07.09.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 40 (07.09.2018) © Thomas Irlbeck

Update 06.11.2018

Die integrierte Kinderarche wurde bereits eröffnet. Es wurden heute schon spielende Kinder gesichtet. Mit sehr bunten senkrechten Streifen auf der Fassade setzt sich die Kinderarche vom übrigen Gebäudeteil ab. Die Farbgestaltung sagt dem Betrachter sofort, hier geht es um die ganz Kleinen! Das eigentliche Pflegeheim wird bald folgen.

Pflegeheim PerlachStift
Bild 41 (06.11.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 42 (06.11.2018) © Thomas Irlbeck
Pflegeheim PerlachStift
Bild 43 (06.11.2018) © Thomas Irlbeck

Update 01.12.2018

Das Haus wurde nun eröffnet. Zum Bericht geht es hier.

Das Altenheim „St. Martin“ in Giesing (Das historische Haus, Folge 12)

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Münchenstift "St. Martin"
Bild 1: Münchenstift „St. Martin“ (19.02.2017) © Thomas Irlbeck

Unser heutiges historisches Gebäude steht im Nachbarstadtteil Giesing. An der Kreuzung Severinstraße/Werinherstraße wird man mit einem prächtigen Bau im Neubarockstil begrüßt (Fotos), der als Altenheim genutzt wird. Das Haus gehört zu Münchenstift und heißt „St. Martin“.

Die Anlage steht unter Denkmalschutz. Der Bayerische Denkmal-Atlas weiß zu dem Gebäude Folgendes zu berichten:

Dreiflügelige, dreigeschossige Anlage mit Satteldach, reich gegliedert mit mittigem Schweifzwerchgiebel, Kapelle (samt Ausstattung) mit dreiseitigem Chorabschluss und Dachreiter am Südende des Haupttraktes, Pavillon und eingestelltem Eckturm mit Zwiebelhaube am Nordende des Haupttraktes und Eckpavillon mit Walmdach am westlichen Ende des Südflügels, Neubarock, von von Carl Hocheder d. Ä., 1892-94, Anbau der Flügel im Norden und Süden durch Robert Rehlen, 1902-03; Einfriedung, mit Pavillons besetzte und verputzte Mauer, gleichzeitig.

Münchenstift "St. Martin"
Bild 2: Näher dran am Münchenstift „St. Martin“ (19.02.2017) © Thomas Irlbeck

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Nicht jeder Umzug ist erfreulich

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Neues Zuhause
Neues Zuhause. Foto: Thomas Irlbeck

Meine Mutter musste tragischerweise ins Pflegeheim. Nachsendeauftrag erteilt, Post geht nun an mich. Auch wenn die Deutsche Post das nicht so direkt weiß, wirkt diese an meine Mutter zugestellte Sendung „Unser Einzugsgeschenk für Sie – Trends, Tipps und Tests für Ihren Neustart. Frische Ideen für drinnen & draußen“ irgendwie unpassend.

Grau war gestern, eigentlich – Erweiterungsbau Georg-Brauchle-Haus vor Fertigstellung

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Haus Ramersdorf, der Erweiterungsbau des Georg-Brauchle-Hauses an der Staudingerstraße. Zumindest das Erdgeschoss ist vom Typ „Grau-Bau“ (22.08.2010) © Thomas Irlbeck

Der Erweiterungsbau des Seniorenheims Georg-Brauchle-Haus, der als Haus Ramersdorf bezeichnet wird, nähert sich der Fertigstellung. Optisch sagt mir die Farbgestaltung gar nicht zu, auch die starre Quaderform ist meines Erachtens kein architektonischer Leckerbissen.

Der Ocker-Farbton (wohl Siena) und speziell das Grau erinnern verdächtig an das Pflegeheim Neuperlach.

Pflegeheim Neuperlach am Friedrich-Engels-Bogen (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Ich habe nur selten die Meinung gehört, das Pflegeheim Neuperlach sei ein optisches Highlight. Die Meinungen waren fast alle anders ausgerichtet und auch manches böse Wort war und ist zur Farb- und Formgestaltung zu hören.

Natürlich ist manches auch Geschmackssache. Aber speziell das Grau passt in meinen Augen nicht zu den Senioren. Grau war früher die Farbe der Alten. Senioren wollen heutzutage nicht mehr die Grauen sein, ihre Farbe ist nun Bunt.

In Neuperlach wurde die letzten Jahre zumindest ein äußerst gelungenes Gebäude gebaut: das Einkaufszentrum „Life“, und Altes wurde verschönert. Fast immer ist es geglückt. Nicht ganz so toll ist das Ergebnis meiner Meinung nach jedoch bei der AOK am Friedrich-Engels-Bogen geworden. Man hat das Gebäude orange angemalt, was damals zwar die absolute „In“-Farbe war, aber irgendwie nicht zu der sehr rauen Betonstruktur der Gebäudeoberfläche passt. Ein Aufbringen farbiger Platten wäre hier wohl die bessere Lösung gewesen.

AOK am Friedrich-Engels-Bogen. Das alte Garagentor (links unten) passt nicht so recht dazu (22.08.2010) © Thomas Irlbeck

Die Metallverkleidung im Erdgeschoss sieht dagegen recht edel aus. Aber hier hat man einen Fehler gemacht: Das Garagentor wurde im Originalzustand belassen. Dieses beißt sich jetzt gewaltig mit dem Rest (man vergrößere das Bild, um sich ein Bild davon zu machen).

Was Wilfriedes künstlicher Papagei mit Momo und dem Pflegesystem zu tun hat

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Dieser Papagei ist echt. Das Spielzeug wird aber immer realistischer © sproti2000/Pascal Schmitt / Pixelio

Wilfriede ist 75 und hatte einen Autounfall. Seitdem läuft sie am Stock. Wenn man dann alleine ist – klar, dann muss ein Haustier her. Am besten ein sprechendes, man will ja schließlich unterhalten werden. Also muss es ein Papagei sein. Dumm nur, dass der ziemliche Arbeit macht. Es gibt aber eine einfachere Möglichkeit. Man setzt sich mal schnell in die nächste Tram, fährt zum Spielzeugladen seines Vertrauens und kauft sich für 60 EUR einen unechten Papagei. Dieses moderne Spielzeug ist mehr ein Roboter denn ein triviales Spielzeug. Er spricht nicht nur, sondern er wiederholt sogar die Worte seines Frauchens oder Herrchens. Ferner bewegt er sich und reagiert auf Körperkontakt. Vielleicht ist es ja dieser Papagei, den sich Wilfriede zugelegt hat:

Hasbro 77182100 – sprechender Spielzeugpapagei

Der Preis kommt jedenfalls hin. Die Geschichte von Wilfriede ist übrigens echt, im Unterschied zu ihrem Papagei. Wilfriede war in der Nacht von Freitag auf Samstag (20. auf 21.11.2009) in der Call-in-Sendung „Domian“ (Montag bis Freitag auf 1LIVE und im WDR-Fernsehen) zu hören.

Hier – in Neuperlach – werden Menschen gepflegt. Aber noch ohne Pflegeroboter (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Eine Art Prototyp des sprechenden Spielzeugs kommt in der berühmten und genialen Parabel „Momo“ von Michael Ende vor, dem man durchaus seherische Fähigkeiten unterstellen kann. Denn bei Ende schenken die Grauen Herren der kleinen Momo sprechende Puppen. Diese Puppen soll Momo vergessen lassen, dass sie in Zukunft alleine sein muss, damit sich die Leute mit wichtigeren Dingen – dem vorgeschobenen Zeitsparen – beschäftigen können als mit einem kleinen streunenden Mädchen. Auch wenn die Puppen bei Ende eher ein kurzes Beiwerk sind, stellen sie dort eine Art Teufelswerkzeug dar. Freilich sind Endes Puppen primitiv – sie spielen eine im Inneren versteckte kleine Schallplatte ab.

Technik mal menschlich oder doch eine grauenhafte Vision? © mad max / Pixelio

Man kann sich aber gut vorstellen, welche Wirkung immer raffinierteres künstliches Spielzeug haben kann. Dabei muss es nicht beim Spielzeug bleiben. Diejenigen, die heute jung sind, werden im Alter wahrscheinlich mal von einem Pflegeroboter betreut. Erste Prototypen gibt es schon seit Jahren. Man kann sich kaum ausdenken, welche Entwicklung solche Roboter noch vor sich haben. Die Entwicklung hört sicher nicht mal dann auf, wenn sie eine echte Pflegekraft vollständig ersetzen können. Schließlich kann man diese Dinger ja dann noch weiterentwickeln, um sie noch effizienter und preiswerter zu bauen. Vielleicht werden Roboter mal zu einer Art Ersatzmenschen. Ob die Wortwahl des „Menschlichen“ gerechtfertigt ist, darf aber bezweifelt werden. Wie sagte einst Theodor Heuss: „Eines Tages werden Maschinen vielleicht denken können, aber sie werden niemals Phantasie haben“.