Die Tela-Post (Das historische Haus, Folge 27)

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Heute besuchen wir die Tela-Post im Nachbarstadtteil Obergiesing. „Tela“ , das klingt international, wie eine Abwandlung von „tele“, also „fern“. Wie passend für eine Branche, die vor allem mit Fernzustellungen ihr Geschäftsfeld betreibt. Doch die Wahrheit ist weit nüchterner, „Tela“ steht tatsächlich für „Tegernseer Landstraße“. An dieser Straße liegt die Post (auf der Höhe zwischen Deisenhofener Straße und Werinherstraße), früher hatte man sogar eine Adresse an der Tegernseer Landstraße (es war die Hausnummer 57), nun aber wird das Gebäude dem Tegernseer Platz zugeordnet und müsste eigentlich Tepl-Post heißen. Da dies aber nicht so gut klingt, bleiben wir bei Tela-Post. Der offizielle Name ist ohnehin „Postamt an der Tegernseer Landstraße“.  Einen schwachen Perlach-Bezug gibt es, immerhin ist die „Perlacher Straße“ nicht weit entfernt.

Wer die Tela-Post besuchen will, der U-Bahnhof Silberhornstraße liegt direkt vor (unter) dem Gebäude.  Die ÖPNV-Oberflächenanbindung erfolgt durch die Tram 15 und 25 sowie einige Buslinien.

Tela-Post
Bild 1 (24.07.2018) © Thomas Irlbeck

Die Tela-Post ist denkmalgeschützt. Der Bayerische Denkmal-Atlas weiß zu dem Gebäude Folgendes zu berichten:

Postamt, fünfgeschossiger, kubischer Stahlbetonskelettbau mit Ziegelausfachung, sehr flachem Walmdach und Mezzaningeschoss, davor liegend erdgeschossiger Ladenbau mit Flachdach, rückwärtig an den Hauptbau anschließende zweigeschossige Schalterhalle mit Flachdach, flankiert von zwei viergeschossigen Wohnhausbauten mit Walmdächern, im Stil der Neuen Sachlichkeit, von Robert Vorhoelzer und Walther Schmidt, 1928/29; Einfriedung, verputzte Ziegelmauern mit breiten segmentbogigen Eisentoren, zu beiden Seiten der Wohnhausbauten, gleichzeitig.

Tela-Post
Bild 2 (24.07.2018) © Thomas Irlbeck
Tela-Post
Bild 3 (24.07.2018) © Thomas Irlbeck
Tela-Post
Bild 4 (24.07.2018) © Thomas Irlbeck
Tela-Post
Bild 5 (24.07.2018) © Thomas Irlbeck
Tela-Post
Bild 6 (24.07.2018) © Thomas Irlbeck
Tela-Post
Bild 7 (24.07.2018) © Thomas Irlbeck

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Das „halbe“ pep (historisches Bild)

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Das halbe pep
Das „halbe“ pep (Februar 1986). Foto: Jared Derox

Ich werde immer wieder gefragt, ob ich alte Bilder vom pep hätte, speziell solche, als der Neubau (also der Teil mit der Glaskuppel) noch nicht stand. Damals gab es an der Stelle des heutigen Neubaus einen Hügel, auf dem ein Parkplatz angelegt war. Über eine Brücke gelangte man von dort gleich ins erste Stockwerk des bestehenden pep, heute als Altbau bezeichnet.

Doch, ich musste immer verneinen, ich hatte praktisch keine Bilder aus der Anfangszeit des pep.

Dank einer Lesereinsendung ist das jetzt anders. Wir sehen hier das pep so, wie ich es gerade beschrieben habe. Die Datierung des Fotos ist schwierig, zunächst konnte der Einsender kein Datum nennen. Da der zweite Zwillingsturm im Hintergrund erst 1982 fertiggestellt wurde und auf dem Bild schon in voller Pracht steht, muss das Bild irgendwann ab 1982 entstanden sein. Die Postfiliale auf dem Hanns-Seidel-Platz gab es auch schon, wie das Bild demonstriert, sie wurde im Januar 1981 eröffnet. Ebenso sieht man den Busbahnhof, der seit 1980 seinen Dienst verrichtet.

Da der Neubau des pep Ende 1989 eröffnet wurde und hier noch nicht mal beginnende Baustellen zu sehen sind, kommt wohl als spätester Zeitraum etwa 1987 infrage.

Gut, auf dem Bild ist Winter, was bei der Einschätzung nicht wirklich weiterhilft. Unter der Brücke ist eine Bude zu sehen, vielleicht ein Glühweinstand, aber eine Weihnachtsdekoration scheint Fehlanzeige zu sein. Daher könnte das Bild vielleicht im Januar oder Februar entstanden sein oder noch vor der Weihnachtszeit.

Vielleicht werden wir es noch genauer erfahren. Jedenfalls vielen Dank an Jared Derox für dieses sehr, sehr wertvolle Bild!

Nun wird das pep ja ein zweites Mal erweitert (Neuperlach.org berichtete): Unser pep wird schöner und größer – das größte Einkaufszentrum Münchens

Nun kann man sich überlegen, wie man die einzelnen Bestandteile nun nennt. Denn mit Alt- und Neubau kommt man ja nicht mehr weiter. Vielleicht ja Antikbau, Mittelalterbau und Neubau.

Update

Wie inzwischen bekannt wurde, ist das Bild im Februar 1986 entstanden, die Schätzung war also nicht ganz falsch.

In Neuperlachs Mitte geht die Post ab! (Update 12.04.2016)

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Post Abriss Hanns-Seidel-Platz
„Hol mal die Post“, sagte das Abrissunternehmen! Sie nahmen es wörtlich, die Abrissarbeiten laufen (06.02.2016) © Thomas Irlbeck

Endlich kommt Bewegung in die Mitte Neuperlachs. Erstmals verändert sich das Gesicht des Hanns-Seidel-Platzes, der schon in den 1970er-Jahren zum Zentrum Neuperlachs werden sollte, aber bis heute nur als riesiger Parkplatz fungiert. Lediglich das Kulturhaus wurde 2001 realisiert – als Provisorium. Ebenso die Postfiliale (1981 eröffnet) – aber auch nicht als Bau für die Ewigkeit, wie das Foto zeigt.

Was passiert nun konkret?

Erweiterung des pep und Neubau pep-Parkhauses Nord

pep Behelfsparkplätze
Die Behelfsparkplätze werden bereits angelegt. Gesehen von der Fritz-Erler-Straße  (06.02.2016) © Thomas Irlbeck

Das pep-Parkhaus Nord wird abgerissen und bis 2018 durch einen größeren Neubau ersetzt, in dem dann auch zusätzliche Ladenfläche entsteht. Bereits im März soll es losgehen. Zwischenzeitlich werden Behelfsparkplätze auf dem Hanns-Seidel-Platz errichtet, die Arbeiten dazu haben bereits begonnen. Eine dicke Post hierbei: Die Parkplätze auf dem Hanns-Seidel-Platz werden erstmals kostenpflichtig. Nur wer das Kulturhaus besucht, darf noch kostenlos parken.

Wohnungsbau im Südteil

Auf dem Südteil des Parkplatzes an der Von-Knoeringen-Straße baut die Bauträger GmbH Bayern 150 frei finanzierte Wohnungen. Die beiden Gebäude werden fünf bis sieben Geschosse erhalten. Im Juni 2016 soll es losgehen. Ende 2017 sollen sie bereits fertiggestellt sein.

Abriss der Post

Post Abriss Hanns-Seidel-Platz
Abriss der Postfiliale, Detailaufnahme (06.02.2016)  © Thomas Irlbeck

Auch die ehemalige Post trifft es, die seit dem Umzug 2013 ins Life an der Albert-Schweitzer-Straße nur noch als Zustellstützpunkt fungierte. Postfächer und Packstation blieben ebenso vorerst in Betrieb. Nun aber geht die Post ab – und zwar postwendend Richtung Entsorgecontainer: Das Gebäude wurde bereits zu großen Teilen abgerissen.

Das eigentliche Zentrum

Post Abriss Hanns-Seidel-Platz
Der traurige Rest der 1981 eröffneten Postfiliale (06.02.2016) © Thomas Irlbeck

Die eigentliche Mitte mit dem futuristischen Wolkenkratzer, dem Bürger- und Kulturzentrum, Läden, Marktbereich, Hotel, 85 freifinanzierten Wohnungen, 120 Studentenapartments und Marktbereich (alles entlang der Thomas-Dehler-Straße) lässt indes noch auf sich warten. Hier soll Mitte 2016 mit der europaweiten Ausschreibung begonnen werden. Mitte 2017 könnten die Bauarbeiten starten und Ende 2020 könnte Neuperlachs Mitte stehen! Mit so zirka 50 Jahren Verspätung, so viel schafft nicht mal die Post. Wenn es Neuigkeiten gibt, wird das selbstverständlich hier gepostet!

Rückblick 2014

Da war das Gebäude bereits nicht mehr als Postfiliale in Betrieb und sah so aus:

Ehemalige Post am Hanns-Seidel-Platz
Die Post (25.09.2014) © Thomas Irlbeck
Ehemalige Post am Hanns-Seidel-Platz
Detail (25.09.2014) © Thomas Irlbeck

Update 31.03.2016

Die Abrissarbeiten sind im vollen Gange.

Abriss pep-Parkhaus Nord
Abriss pep-Parkhaus Nord (31.03.2016)  © Thomas Irlbeck

Update 12.04.2016

Abriss pep-Parkhaus Nord
Abriss pep-Parkhaus Nord (12.04.2016) © Thomas Irlbeck
Abriss pep-Parkhaus Nord
Abriss pep-Parkhaus Nord (12.04.2016) © Thomas Irlbeck

Ein ganz besonderer Abholschein

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Life-Abholschein
Abholschein für’s Life. Eingeworfen am 22.05.2015

Unsere Post im Life.

So, so, Abholung Samstag ab 14 Uhr … Dann habe ich also wie viele Minuten am Samstag dafür Zeit? Kleiner Tipp: Die Inder haben die Zahl erfunden.

Zur Alten Post

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Ehemalige Post am Hanns-Seidel-Platz
Bild 1 (25.09.2014) © Thomas Irlbeck
Ehemalige Post am Hanns-Seidel-Platz
Bild 2 (25.09.2014) © Thomas Irlbeck

Vor 1,5 Jahren zog die Post vom Hanns-Seidel-Platz ins Einkaufszentrum Life mit einer nicht ganz so gelungenen Vorankündigung. Auch wenn der Zustellstützpunkt und die Postfächer noch in Betrieb sind, wirkt die Haupteingangsseite so, als wäre die Stilllegung vor vielen, vielen Jahren erfolgt. Einweihung der Post am Hanns-Seidel-Platz war übrigens am 26.01.1981.

Kritik an Verlegung der Post ins Life reißt nicht ab – AWO verabschiedet Resolution

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Alte Post am Hanns-Seidel-Platz
Alte Post am Hanns-Seidel-Platz. Die Postfiliale ist für immer geschlossen. Mit dem neuen Standort am Life sind viele unzufrieden (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Die Kritik am Umzug der Postfiliale vom Hanns-Seidel-Platz ins Einkaufszentrum Life an der Albert-Schweitzer-Straße reißt nicht ab (Neuperlach.org berichtete). Kritisiert werden nicht nur die chaotische Planung und die ungenügende Informationspolitik (Kunden standen vor verschlossenen Türen und wussten nicht, wohin. Neuperlach.org berichtete ebenfalls). Auch ist die Park- und verkehrliche Situation am und vor dem Life alles andere als optimal. Wer ins Life will, etwa von der stadtauswärtigen Bushaltestelle Siegfried-Mollier-Straße oder zu Fuß/per Rad von Neuperlach Nordost/Neuperlach Zentrum kommend, muss über die stark frequentierte Albert-Schweitzer-Straße. Zu manchen Zeiten findet man kaum noch Lücken zum sicheren Überqueren. Es gibt zudem an der Stelle unmittelbar nebeneinander vier Ein- und Ausfahrten (zweimal Life, zweimal Parkplatz Albert-Schweitzer-Straße). Autos biegen dort in alle mögliche Richtungen ab – auch verbotswidrig nach links –, dazwischen die Fußgänger. Hier kann man regelrecht darauf warten, bis der erste schwere Unfall passiert. Wo bleibt der versprochene Fußgängerüberweg nebst Ampel? Wer sicher über die Albert-Schweitzer-Straße will, kann zwar die U-Bahn-Unterführung Quiddestraße benutzen, was aber vielen nicht bekannt ist und auch einen ziemlichen Umweg bedeutet.

Wenn erst einmal das Vierschanzenhaus neben dem Life eröffnet ist, dürfte sich die Situation noch einmal verschärfen, da die Zufahrt zu diesem achtgeschossigen Wohn- und Gewerbekomplex ebenfalls über die Albert-Schweitzer-Straße erfolgen wird.

Auch liegt das Life nicht so zentral in Neuperlach wie die frühere Filiale, die unweit vom beliebten Einkaufszentrum pep angesiedelt war. Unverständlich ist auch, dass die alte Niederlassung keinesfalls aufgegeben wurde. Zustellstützpunkt, Postfächer und Packstation sind dort weiterhin untergebracht. Wer ein Postfach hat, muss nun umständlich zwei Niederlassungen ansteuern, wenn er auch die Postfiliale besuchen will. Auch der Post selbst dürfte es kaum Vorteile bringen, da nun doch augenscheinlich zweimal Pacht bezahlt werden muss. Wo liegt der Sinn? Zwar muss auch der Zustellstützpunkt langfristig verschwinden, wenn ab Mitte 2017 (frühestens) der Hanns-Seidel-Platz bebaut wird. Aber die Übergangslösung stellt nach meinem Empfinden nur für wenige einen Vorteil dar. Sicher bringt es dem Life mehr Laufkundschaft und für manche, die in Neuperlach Nord oder Nordwest wohnen, verkürzt sich der Weg zur Postfiliale, zur Postbank und zum nächsten Geldautomaten. Wenn man die erwähnten Nachteile dagegen rechnet, sieht die Bilanz allerdings nicht rosig aus.

Der AWO (Arbeiterwohlfahrt)-Verein Neuperlach ist mit der Verlegung auch alles andere als zufrieden und hat eine Resolution verabschiedet, in der weitere Probleme genannt, aber auch konstruktive Vorschläge gemacht werden. Die Resolution im Wortlaut:

Situation der Postfiliale am Hanns-Seidel Platz
äußerst unbefriedigend und die Ersatzlösung am „Life-Center“ nicht hinnehmbar.

Ohne größere öffentliche Ankündigung hat die Deutsche Post AG die Fortführung der Postfiliale am Hanns-Seidel-Platz aufgegeben.

Nur unzureichend wurden viele aufgebrachten Postkunden davon informiert, dass sowohl die Postbank als auch der Kauf von Briefmarken und die Aufgabe/Abholung von Postpaketen nicht mehr möglich sind.

Ist man nicht zu Hause, wird man darauf hingewiesen, dass das Paket im Einkaufscenter „Life“, Albert-Schweitzer-Straße 78, abgeholt werden könne. Dort sei ein Post-Shop eingerichtet. Vernichtend ist auch das Urteil der Benutzer mit dem ÖPNV, um das „Life“ zu erreichen. Von der U-Bahnhaltestelle sei es für gehbehinderte Menschen schwer, an die Oberfläche zu kommen. Ganz schwer sei es auch, wenn man mit dem Bus (192) vom Busbahnhof „Neuperlach Zentrum“ zur dem Life gegenüberliegenden Haltestelle (Siegfried-Mollier-Straße) kommt, dort aussteigt und die Albert-Schweitzer-Straße überqueren will/muss. Ein Fußgängerüberweg ist dort bis heute noch nicht eingerichtet und die Querung der Albert-Schweitzer-Straße bei starkem Autoverkehr schon fast „lebensgefährlich“.

Das ist nach Meinung der heute beim AWO-Seniorennachmittag anwesenden Senioren und den Mitgliedern des AWO-Ortsvereins Neuperlach äußerst unbefriedigend und es muss schnellstmöglich eine andere Alternative angeboten werden. So hat sich z.B. der Geschäftsführer des Edeka-Ladens im Sudermann-Zentrum in einem Gespräch mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Markus Rinderspacher angeboten, einen Post-Shop einzurichten, bei dem man Briefmarken kaufen, Pakete abgeben und abholen kann. Aber die Deutsche Post AG habe bis heute auf dieses sein Angebot nicht reagiert, erklärte ein Mitarbeiter auf Nachfrage.

Dieser Platz käme vielen Gehbehinderten, älteren Menschen und Müttern mit Kindern weitestgehend entgegen: liegt er doch sehr zentral zwischen den Familien beiderseits der Putzbrunner Straße, Alfred-Neumann-Anger und Tucholsky- sowie Kafkastraße + Karl-Marx-Ring, dem Gewerbehof am Marieluise-Fleißer-Bogen und dem Oskar-Maria-Graf-Ring (Klinikum Neuperlach).

Wir bitten deshalb die politisch in unserem Stadtteil Tätigen, mit der Post AG ein „ernstes Wort“ zu sprechen und eine kunden- und menschenfreundliche Lösung anzumahnen.

München, den 12. April 2013
Die Resolution wurde einstimmig angenommen!

Ab geht die Post! Eine Klarstellung zum plötzlichen Umzug der Neuperlacher Postfiliale

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Life, Postbank
Die Post und Postbank sind jetzt im Einkaufszentrum Life (12.03.2013) © Thomas Irlbeck

Nachdem es immer noch einige Irrungen und Verwirrungen gibt und ich zugegeben einen etwas emotionalen Artikel zum Umzugschaos der Neuperlacher Postfiliale geschrieben hatte, hier mal in aller Sachlichkeit.

Die Neuperlacher Post ist am Dienstag, den 12.03.13 vom Hanns-Seidel-Platz ins Einkaufszentrum Life an der Albert-Schweitzer-Straße 78 umgezogen. Eröffnung war am Mittwoch, den 13.03.13 um 13:00. Für fast alle kam es überraschend, man ging davon aus, dass nur die Postbank verlagert wird.

Im Life werden nun angeboten:

  • Deutsche Post/DHL (alle Leistungen wie Paketaufgabe und Paketabholung etc.)
  • Postbank (Beratung, Geldautomaten, das heißt gebührenfreies Ziehen für alle Kunden, deren Bank zur Cashgroup gehört)
Alte Post am Hanns-Seidel-Platz
Alte Post am Hanns-Seidel-Platz. Die Postfiliale ist für immer geschlossen. Den Neuperlachern wird die Post abgehen, trotz neuen Räumen im Life (12.03.2013) © Thomas Irlbeck

Öffnungszeiten (laut standorte.deutschepost.de, ohne Gewähr):

  • Mo-Fr 9:00 bis 18:00 (ursprünglich hieß es dort, Mittwoch nur von 12:00 bis 18:00, was sich aber als falsch herausgestellt hat)
  • Sa 9:00 bis 14:00

Anfahrt zum Life:

  • U5/U7 bis Quiddestraße, dann Südausgang (das ist in Fahrtrichtung vorne, wenn man aus der Innenstadt kommt), im Sperrengeschoss den Wegweisern zum „Life“ folgen
  • Bus 139, 192, 199 bis Siegfried-Mollier-Straße (eine Busstation von „Neuperlach Zentrum“ entfernt)
  • Autofahrer finden am Life Außenparkplätze und eine Tiefgarage

Was geschieht mit der alten Post?

Die Filiale am Hanns-Seidel-Platz wurde zu einem reinen Zustellstützpunkt degradiert. Die Postfächer und die Packstation werden dort vermutlich noch einige Zeit bleiben. Sonst gibt es dort kein Kundengeschäft mehr. Langfristig soll auch der Zustellstützpunkt aufgegeben werden. Bebaut werden soll der Hanns-Seidel-Platz aber nicht vor Mitte 2017, sodass man noch viel Zeit hat.

Chaos an der Post am Hanns-Seidel-Platz – Desinformation pur (Update 13.03.2013)

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Postbank Hanns-Seidel-Platz
Das war einmal ein Geldautomat. Die Kunden sind sauer, die Post am Hanns-Seidel-Platz ist zu (12.03.2013) © Thomas Irlbeck

Eigentlich hatte ich gerade einen harmlosen Beitrag veröffentlicht, dass die Postbank vom Hanns-Seidel-Platz ins Life umzieht. Auch die Geldautomaten werde man mitnehmen, hieß es. Am 12.03 um 9:00 sollte Schluss sein, entsprechend ist jetzt nur noch ein Loch in der Wand zu bewundern (siehe Abbildung). Einen Tag später, am 13.03., sei die Eröffnung der neuen Postbank im Einkaufszentrum Life an der Albert-Schweitzer-Straße.

Alle Hinweise am Gebäude und auch die Schreiben, die an Kunden versendet wurden, teilten mit, dass die Postbank (Finanzcenter) den Standort wechsele. Von der Postfiliale ist keine Rede. Also werde diese bleiben. So dachte ich, so dachten offenbar fast alle.

So weit, so gut. Wie mich aber eine Neuperlach.org-Leserin hinwies, stimme an der Sache was nicht. Die Türen seien verschlossen, die Post sei zu.

Ich fahre zur Postfiliale. Immer noch weisen große Hinweisschilder nur darauf hin, dass die Postbank umziehe. Doch die Türen sind tatsächlich verschlossen. Mitarbeiter sind keine zu sehen. Ein Kunde nach dem anderen rüttelt an der Türe. Manche sind mit Paketen gekommen, andere mit einem Abholschein.

Die Postfiliale ist zu – die Kunden sind verärgert

Ich versuche, irgendwie ins Gebäude reinzukommen. Der Seiteneingang zu den Postfächern ist offen. Von diesem Raum gibt es noch eine automatische Türe in den Hauptraum. Doch leider ist diese Türe defekt. Im Hauptraum ist ein Postmitarbeiter zu sehen. Aber er sieht mich nicht.

Liebe Post, das ist grenzenlose Desinformation. Ist es denn so schwer, dass ihr einen Hinweis anbringt, dass auch die Postfiliale geschlossen wird? Wenn dem so ist, denn erfahren konnte ich eigentlich wenig. Vielleicht hat man nur ein paar Tage zu, weil man das Finanzcenter abklemmt. Aber warum sagt ihr das nicht – klar und deutlich? Warum stellt ihr keinen Mitarbeiter vor das Gebäude, der Auskunft gibt? Warum lasst ihr die Kunden umsonst anfahren, auch die, die die Hinweise schon vor Tagen gelesen und sich informiert hatten?

Hilfreich war das Gespräch mit einer Frau, die ein Einschreiben abholen wollte. Als Abholadresse stand dort Albert-Schweitzer-Straße 78. Das ist ein doch recht deutlicher Hinweis darauf, dass auch die Postfiliale demnächst im Life zu finden sein wird. Aber hundertprozentige Gewissheit sieht anders aus.

Update 13.03.2013

Am Hanns-Seidel-Platz noch das gleiche Bild: Kunden rütteln erfolglos an der Türe. Das Loch in der Wand, an der der Geldautomat war, hat man mit einem Brett zugemacht. Davon haben die Kunden nichts. Im Life: Jawohl, die Deutsche Post und DHL sind mit umgezogen. Die Apotheke im Life nennt sich jetzt „Apotheke an der Post“. Gestern hätte ich mich noch gefragt, an welcher Post.

Hier der alte Artikel:

Die Postbank zieht ins Life – selbst die Geldautomaten verschwinden am Hanns-Seidel-Platz

Wie schon auf Facebook berichtet, zieht die Postbank vom Hanns-Seidel-Platz ins Einkaufszentrum Life. Allerdings ziehen auch die Geldautomaten mit um. Genauer sind sie schon verschwunden (siehe Abbildung), heute um 9:00 Uhr konnte der letzte Kunde Geld ziehen.

Bereits morgen, am 13.03.2013, ist Eröffnung in den neuen Räumen im Life. Solche Umzüge sind immer dahingehend zu bewerten, was sie den Bürgern bringen. Für diejenigen, die in der Nähe vom pep wohnen oder die im pep einkaufen, könnte man diesen Umzug als Verschlechterung begreifen. Da aber im pep ein Geldautomat der HypoVereinsbank und damit des Cashgroup-Verbundes zur Verfügung steht, muss niemand nun extra zum Life oder Gebühren für das Ziehen am Fremdautomaten berappen.

Das Meiste wird ohnehin heute online gemacht. Der eine oder andere, der das Beratungsgespräch sucht, der Bargeld einzahlt oder auf papierne Überweisungen setzt, wird die Postbank am Hanns-Seidel-Platz vermissen. Auch ich mochte den Geldautomaten der Postbank gerne, da man dort Geld ziehen konnte, ohne vom Rad abzusteigen.

Ob die Postbank für das Life einen Gewinn darstellt, ist noch die Frage. Ursprünglich sollte ein Restaurant in die Räume, doch da wurde nie etwas daraus. Seit dem 09.09.09, an dem das Life eröffnet wurde, stehen die Räume leer. Wer Postbank-Kunde ist oder Kunde einer Cashgroup-Bank und in Neuperlach Nord, Nordost oder Nordwest wohnt, der hat es nun eventuell näher bis zum nächsten Automaten, an dem er gebührenfrei Geld ziehen kann.

Life, Postbank
Postbank im Life (12.03.2013) © Thomas Irlbeck

Bezeichnenderweise weist die Postbank gar nicht darauf hin, dass sie ins Life zieht. Es heißt vielmehr, man sei demnächst in der Albert-Schweitzer-Straße 78 zu finden. Selbst ein Hinweis auf die U-Bahnstation Quiddestraße fehlt. Es ist aber nicht zu erwarten, dass jeder automatisch weiß, wo er nun die Postbank findet. Die Albert-Schweitzer-Straße ist lang. Immer ist die Postbank-Fensterreklame an der Hauptstraßenseite des Life relativ auffällig (siehe Abbildung). Für den Fall, dass man außerhalb der Ladenöffnungszeiten Geld ziehen oder seine Million-Euro-Kontobewegungen ausdrucken will, hat man von dort aus auch Zugang zum SB-Raum mit den entsprechenden Geräten.

Insgesamt ist es für Neuperlach ein Nullsummenspiel. Der eine oder andere Postbank- oder Geldautomatennutzer wird vielleicht in Zukunft im Life einkaufen. Das bedeutet den einen oder anderen Kunden mehr für das Life. Aber das Life liegt nicht so zentral wie das pep. Trotz der unmittelbaren Nähe zur bereits erwähnten U-Bahnstation Quiddestraße. Wer zum Life will, nimmt an der U-Bahnstation Quiddestraße den Südausgang (das ist, wenn man mit der U-Bahn von der Stadtmitte kommt ganz vorne),. Im Sperrengeschoss folgt man dann den Wegweiser zum Life. Einen Lift vom Bahnsteig an die Oberfläche gibt es auch, von dort ist es aber etwas weiter. Eine Autobusstation befindet sich ebenso direkt vor dem Life. An der „Siegfried-Mollier-Straße“ halten die Kraftbuslinien 139, 192 und 199 (auch die Haltestelle ist in der Abbildung zu sehen).

Unlogisch logisch

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Vorher auf dem Postamt am pep: Kundin geht mit Abholkarte zum Schalter. Die Mitarbeiterin kommt mit einem riesigen Paket in Metergröße aus dem Lager und sagt, es sei groß und schwer. Die zierliche, kleine Kundin entgegnet: „Ich habe eigentlich mit nem Brief gerechnet“. Mit ätzender Logik, aber freundlich, widerspricht die Mitarbeiterin und zeigt auf die Abholkarte: „Ne, hier steht doch ‚Paket'“.