Kategorien
Historisches Kultur und Bräuche Kunst und Denkmäler Mystisches/Legenden Sprache/Wortherkunft

Etymologie

Hier ist die Herkunft von Ortsnamen das Thema. Es sollen bald auch weitere Arten von Namen dazukommen, etwa Straßennamen. Nur den Karl-Marx-Ring muss man wohl nicht erklären!

Perlach – Nomen est omen

Sitz zu Perlach
„Sitz zu Perlach“. Kupferstich von Michael Wening (1701). Lizenz: Public Domain

Perlach ist die Perle Münchens, zumindest fast. Doch mit der Perle hat Perlach etymologisch nichts zu tun. Woher kommt aber dann der Name? Der Anfang klingt ein wenig wie Bär, und das ist sogar ein Teil der Lösung. Per oder Pera ist ein altgermanisches Wort, das für Bär oder aber Eber (also Wildschein, Saubär steht). Ob jetzt Braunbären gemeint waren oder Eber, da gehen die Meinungen auseinander. Beide Theorien finden sich in etwa gleichwertig und beide Tierarten waren seinerzeit in der Umgebung verbreitet.

Braunbären im Wald
Der bärigste Stadtteil!? Braunbären im Wald. Ein wahrscheinlicher Ursprung des Namens „Perlach“, der schlicht „Bärenwald“ bedeuten könnte. Lizenz: Public Domain

Der zweite Wortbestandteil lach ist schwieriger aufzulösen. Dazu muss man wissen, dass Perlach früher mal Peralooh hieß (erstmalige Erwähnung 780, der Ort existierte aber vermutlich schon um 600 herum; verbreitet sind auch die Schreibweisen Peralohc, Peraloh (heute noch als Straßenname in Perlach existent), Peroloch, Perloch, Perloh, Perlôhen, Perloch). Das Looh führt uns zu dem alten deutschen Wort Lohe, also dem Auwald.

Perlach bedeutet also schlicht Bärenwald oder Eberwald. Wälder gibt es immer noch, auch mit dem Namen Perlach, eben den berühmten Perlacher Forst. Bären sind aber äußerst rar geworden und allenfalls darauf beschränkt, dass ein Verwandter des Problembären Bruno Perlach als neue Heimat entdecken könnte.

Perlachturm  in Augsburg

Nicht zu verwechseln ist das Münchner Perlach mit dem Perlachturm in Augsburg Interessanterweise kommt hier etymologisch auch die Bären-Erklärung zum Zuge: Nach der gängigsten These gab es im Mittelalter auf dem Platz vor dem damaligen Wachturm regelmäßige Vorführungen mit wilden Bären; das lach soll Fest oder Vorführung bedeuten.

München Südost von A-Z

Nicht nur Perlach ist ein besondere Name in München, auch die Umgebung ist reich an weiteren besonderen Namen: Entsprechend geht es hier weiter mit Nachbarstadtteilen und Nachbarorten.

Berg am Laim

Der Münchner Stadtbezirk wurde am 23. April 812 als „ad Perke“ erstmals urkundlich erwähnt, der Zusatz „am Laim“ in Gestalt von „auf dem Laimb“ das erstmalig 1430. Der Begriff Laim bedeutet schlicht „Lehm“. Der Name nimmt auf die Lage Anspielung. Denn der Stadtbezirk befindet sich auf einer Erhöhung (Berg), die auf der etwa ein Kilometer breiten Löß-Lehm-Zunge der Münchner Schotterebene zwischen Ismaning und Berg am Laim liegt.

Grasbrunn

St. Ulrich, Grasbrunn
St. Ulrich, Grasbrunn. Foto: Rufus46 / Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Die Gemeinde wurde 1140 erstmals als Gramasprunnen erwähnt. Der Name leitet sich vom adeligen Grundbesitzers Graman ab, der gesamte Name bedeutet Brunnen des Graman.

Großkarolinenfeld

Siehe unter Kleinkarolinenfeld.

Haar

Der Name der Gemeinde Haar hat seinen Ursprung nicht von der Haarpracht der Bevölkerung oder der Dichte an Frisören. Es leitet sich vielmehr von dem Begriff Hardt (harde/hart) ab, welches ein leicht bewachsenes Waldland beschreibt. Daran erinnert auch das Beil im Haarer Wappen, das für die Rodung des Waldes steht.

Hachinger Bach

Hachinger Bach
Der Hachinger Bach in Perlach Süd

Der Name Hachinger Bach leitet sich von Hacho ab, einem Bajuwaren, der zwischen dem 5. und dem 8. Jahrhundert Siedlungen entlang des Bachlaufs errichtete.

Kleinkarolinenfeld

Die Siedlung, die zu Aying gehört, entstand ab 1802 als planmäßige Neugründung durch die Ansiedlung protestantischer Siedler aus der Pfalz und aus Baden. Wie auch Großkarolinenfeld wurde sie nach der zweiten Gemahlin Max IV. Joseph, der Prinzessin Karoline von Baden, benannt.

Michaeliburg

Michaeliburg
Die Michaeliburg. Foto: Thomas Irlbeck, als Public Domain freigegeben

Der Name der Siedlung (die teilweise auf Perlacher Gebiet liegt) kommt entweder vom Gastwirt Michael Neumeyer (manche Quellen sagen auch Obermayer oder Obermeyer), der 1898 auf dem Gebiet ein burgähnliches Gebäude errichtet hat (die Michaeliburg; 2009 abgerissen), oder von der 1900 gebauten Michaelikapelle, die St. Michael geweiht ist. Näheres im Artikel: Auf der Suche nach der Michaeliburg

Neubiberg, Unterbiberg

Der Name Biberg leitet sich von althochdeutsch pipurc (Umwallung, Ringburg) ab. Eine Umwallung in Gestalt einer Keltenchanze wurde in der Gegend durch Luftbildarchäologie nachgewiesen. Der Ort findet erstmals als Villa piburc zwischen 1034 und 1041 als Schenkung an das Kloster Tegernsee Erwähnung. Das heutige Neubiberg besteht aus zwei Teilen. Das westlich gelegene Unterbiberg ist der historische Teil des Ortes, gehört aber formal zur Gemeinde Neubiberg, dem – der Ausdruck neu deutet es an – später entstandenen Ort östlich vom historischen Kern.

NPL83

Künstlervereinigung, die von Hakan K., Grosses K, ENZ und CAZ132 gegründet wurde. Schwerpunkte sind Musik und bildende Kunst. NPL steht dabei natürlich für Neuperlach. Die 83 ist nicht das Gründungsjahr, sondern der alte Postleitzahlzusatz für Neuperlach (8000 München 83). Gegründet wurde NPL83 auch „erst“ 1986.

Ottobrunn

Die Gemeinde Ottobrunn hat ihren Namen von Prinz Otto von Wittelsbach. Der damals 17-Jährige war 1832 auf der Reise in sein künftiges Königreich Griechenland. Vor den Toren Münchens, 13 km vom Münchner Marienplatz entfernt, verabschiedete er sich von seinem Vater. Zwei Jahre später wurde an diesem Schauplatz eine dorische Säule errichtet, die an dieses Geschehen erinnert. Die knapp 10 Meter hohe Ottosäule ist heute das Wahrzeichen der Gemeinde und auch im Gemeindewappen abgebildet. Ottobrunn ist also noch verhältnismäßig jung, als politische Gemeinde existiert der Ort gar erst seit 1955.

Putzbrunn

 

E.T.-Hochhaus in Putzbrunn
E.T.-Hochhaus in Putzbrunn

Die erste Gemeinde hinter der Stadtgrenze in Waldperlach hat ihren ersten Namensbestandteil einem gewissen Puzzi zu verdanken, dessen Sippe sich dort im achten Jahrhundert niederließ. Der gesamte Name bedeutet Brunnen des Puzzi. In der ersten urkundlichen Erwähnung heißt der Ort noch Puzeprunnin. Südöstlich von München, auf der Münchner Schotterebene, musste das Trinkwasser aus mehreren Metern Tiefe geholt werden. Um die errichteten Brunnen bildeten sich Ansiedlungen, daran erinnert in vielen Ortsnamen der hinterer Namensbestandteil brunn.

Ramersdorf

Wohnhaus Rosenheimer Straße/Wilramstraße
Fast wie ein Schloss: Wohnhaus in Ramersdorf (Rosenheimer Straße/Wilramstraße)

Der Stadtteil bildet heute zusammen mit Perlach, Neuperlach und Waldperlach den Stadtbezirk Nummer 16 Ramersdorf-Perlach. Namensgeber war die Familie Rumoltes. Entsprechend lautete der Name ursprünglich Rumoltesdorf. Der Name wurde erstmals 1006 bis 1022 in einer Freisinger Urkundenabschrift erwähnt. Die Endung „-dorf“ deutet aber darauf hin, dass es bereits in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts eine Siedlung gegeben haben könnte, zumal einzelne Mitglieder der Familie seit dem 8. Jahrhundert urkundlich bezeugt sind.

Riem

Diesen Stadtteil kann man wörtlich nehmen und muss sich bei der Herleitung nicht am Riemen reißen. Oder genau doch, denn eben der Begriff Riemen ist Namensgeber, im Mittelhochdeutschen rieme. Der Ortsname bedeutet also schlicht Streifen, spezifischer (schmaler) Ackerstreifen, Gürtel, Kanal, Traufe. Die letzten beiden Deutungen sind die wohl entscheidenden. Denn in Riem tritt der Grundwasserstrom an die Oberfläche. Es gibt aber auch die Theorie, die Höfe des ursprünglichen Ortes seien wie ein Gürtel um die Kirche herumgebaut gewesen. Die erste urkundliche Nennung war 957 bzw. 972 als Riema. Doch bereits um 700 soll ein fränkischer Ritter den Ort gegründet haben.

Im Münchner Südosten und im Umland gibt es sicherlich noch weitere interessante Geschichten hinter Ortsnamen. Dazu vielleicht irgendwann mal in einem weiteren Teil.

Solalinden und Oedenstockach

Hinsichtlich dieser Ortsteile von Putzbrunn, die abgesetzte Dörfer darstellen, habe ich nichts in puncto Namensherkunft gefunden. Bei Solalinden drängt sich etwas mit solar (Sonne) auf, aber das ist nur ein vager Verdacht.

Oedenstockach
Oedenstockach mit dem Wasserturm und der Holzkapelle St. Anna

Taufkirchen

Der Name der Gemeine im Landkreis München leitet sich vom bayerischen Adelsgeschlecht der Taufkircher ab. Die erste Vertreterin des Geschlechts könnte Juditha de Tovkirchen um die Mitte des 12. Jahrhunderts sein (der Ort entsprechend anfangs Tovkirchen). Es gibt aber auch die These, dass die Linie aus der Gefolgschaft des Klosters Tegernsee abstammt. Ob sich der Name des Adelsgeschlechts an den heiligen Johannes der Täufer anlehnt, dafür konnte ich keinen direkten Beleg finden. Es ist aber anzunehmen, da bereits 1052 die Taufkirche St. Johannes der Täufer urkundlich erwähnt wird, die in Taufkirchen liegt.

Trudering

Der Stadtteilname ist auf einen Bauern namens Truchtaro zurückzuführen, der sich dort um 500 mit seiner Sippe niederließ. Im Auftrag seines Grundherrn, wahrscheinlich handelt es sich um den adeligen Fagana, kultivierte er Fluren und errichtete Stallungen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit war die erste Siedlungsstätte der Zehentbauernhof in Kirchtrudering oder der Mayrhof in Straßtrudering. Die erste bekannte schriftliche Erwähnung ist 772 als Truhtheringa. Als Schreibweise ist noch Truchteringa bekannt. An den alten Namen erinnert heute noch der Straßenname Truchthari-Anger in Kirchtrudering, an dem im Rahmen eines Bauprojekts Reste einer Kelten-Siedlung aus vorchristlicher Zeit gefunden wurden. Trudering ist also so gesehen viel älter.

Valley

Zu der Gemeinde, die südlich von Aying liegt, gehören u.a. das Dorf Valley und das Dorf Kreuzstraße (Endpunkt der S7). Der Gemeindename hat nichts mit den englischen Wort valley, das Tal bedeutet, gemein. Vielmehr stammt der Name vermutlich von der keltischen Göttin Fallada. Entsprechend wird der Name auch nicht wie das englische valley (Lautschrift: vălē) gesprochen, sondern so, wie man es bei einem deutschen Wort üblich wäre (Lautschrift: faˈlaɪ]).

Vaterstetten

Die Nachbargemeinde von Haar ist mit knapp 25.000 Einwohnern die nach Unterhaching bevölkerungsreichste Gemeinde Bayerns, die weder die Bezeichnung Stadt noch Markt führt. Die erste Vaterstettener Siedlung entstand bereits in der Zeit zwischen 750 und 600 v. Chr. im Ortsteil Purfing. Der Name Vaterstetten leitet sich vom altbajuwarischen Geschlecht der Fater ab, die den Ort gegründet haben.

Wabula

Hochhaus Haar
Hochhaus in Haar in der Münchener Straße als Verlängerung der Wabula (22.08.2010) © Thomas Irlbeck

Selbst viele Münchner stutzen bei diesem Namen, obwohl er in der Lokalpresse oft erwähnt wird. Der Name ist schlicht die Abkürzung für „Wasserburger Landstraße“, die als mehrspurige Hauptstraße Richtung Wasserburg am Inn führt. Am Rand liegen unzählige Läden und Gewerbebauten, diverse Autohäuser prägen das Bild. Sie beginnt in Trudering ab der Kreuzung mit der Bajuwarenstraße als Fortsetzung der Kreillerstraße und läuft in östlicher Richtung. Ab der Stadtgrenze in Haar ändert sich der Namen in Münchner Straße, später – noch in Haar – gibt es eine weitere Namensänderung. Nun heißt sie Wasserburger Straße. Am östlichen Ende von Haar – dass Gebiet gehört zu Grasbrunn – erhält sie ihren alten Namen „Wasserburger Landstraße“ zurück. Am Ortsende in Vaterstetten geht sie in die B 304 über. Auch in Zorneding existiert eine „Wasserburger Landstraße“ (die Wabula gibt es also gleich mehrfach) als Teil der ehemaligen Hauptverbindung München – Wasserburg am Inn. Durch Ortsumgehungen in Zorneding und Ebersberg wurde der Durchgangsverkehr zu großen Teilen ausgesperrt, wodurch die ursprünglich Hauptstraße den Charakter der Verbindung München – Wasserburg am Inn eingebüßt hat.

Quellen

  • Trudering – Waldtrudering – Riem: Münchens ferner Osten / hrsg. von Willibald Karl. Mit Beitr. von Karl Bachmair … – München: Buchendorfer Verl., 2000
  • Pfarrverband Taufkirchen bei München
  • Wikipedia-Seiten der Ortsnamen
Kategorien
Architektur Baustellen Bilder Historisches Kunst und Denkmäler Sanierung/Abriss/Bau Sprache/Wortherkunft Video

Der letzte Brannt – die Brennerei in Putzbrunn ist nicht mehr

Branntweinbrennerei Putzbtrunn
Bild 1: Brañtwein Breñerei (Februar 2010). Foto: Roman Ludwig

Wer die Nachbargemeinde Putzbrunn von früher noch kennt, dem ist das Gebäude ein Begriff: die Brañtwein Breñerei Putzbrunn e.G., die sehr prominent an der Hauptstraße des Orts lag (genauer Münchner Straße/Übergang Glonner Straße) – übrigens gegenüber dem Haus, das ich wegen der Ähnlichkeit mit dem Extraterrestischen gerne E.T.-Hochhaus nenne. Die Bushaltestelle, die sich dort befindet, heißt bezeichnenderweise „Brennerei“. Oft geben so markante Gebäude ganzen Ortsteilen ihren Namen (wie die Michaeliburg etwa).

Branntweinbrennerei Putzbtrunn
Bild 2: Brañtwein Breñerei (Februar 2010). Foto: Roman Ludwig

Im August 2014 wurde die Brañtwein Breñerei abgerissen (Bild 3),  der Schornstein stand noch kurze Zeit (Bild 4).

Branntweinbrennerei Putzbtrunn
Bild 3: Abrissarbeiten. Vielen Dank an die Leserin, die das Foto einsandte! Von ihr stammt auch das Video weiter unten (30.07.2014)
Branntweinbrennerei Putzbtrunn
Bild 4: Nur der Schornstein steht noch (02.08.2014) ©
Thomas Irlbeck

Der Neubau

Das Gebäude hatte nach meinem Empfinden durchaus Charme, war nicht unästhetisch. Das Problem ist, es stand nicht unter Denkmalschutz. Laut Wikipedia sind in Putzbrunn nur die Kirche St. Stephan und das Kleinbauernhaus denkmalgeschützt.

Da ich das Gebäude der Brañtwein Breñerei nicht näher kenne, möchte ich mir kein Urteil anmaßen, ob der Abriss sinnvoll oder notwendig war, ob man nicht aus dem Gebäude durch einen Umbau noch etwas hätte machen können. Aber es ist dennoch schade, da ein Identifikationsmerkmal verlorengegangen ist.

Gebäude geben Orten ein Gesicht, sie liefern Halt und Orientierung. Zu viel Veränderung lässt Orte fremd werden, zumal oft Einheitsarchitektur nachkommt, die überall in Deutschland und darüber hinaus stehen könnte.

Immerhin hat die Gemeinde beschlossen, das Nachfolgegebäude, das als Wohnhaus dienen wird, an der alten Brennerei zu orientieren. So bleibt der Eingang des Ortsbildes zumindest einigermaßen erhalten. Der Betrachter mag an den folgenden Bildern entscheiden, ob das gelungen ist:

Branntweinbrennerei Putzbtrunn
Bild 5: Branntweinbrennerei Putzbrunn (10.04.2017) © Thomas Irlbeck
Branntweinbrennerei Putzbtrunn
Bild 6: Branntweinbrennerei Putzbrunn (10.04.2017) © Thomas Irlbeck

Was mir gar nicht gefällt, ist, dass die Klinkerfassade nur in der Front beibehalten wurde. Die Seite des Hauses (Garagenbereich) ist dagegen Weiß gestrichen. Dass das Haus breiter als der alte Bau geworden ist und der zusätzliche Teil in Weiß weitergffeührt wird, erhält zumindest optisch die früheren Proportionen.

Brañtwein Breñerei – Schreibfehler?

Branntweinbrennerei Putzbtrunn
Detailansicht: Keine Rechtschreibfehler!

Auf dem Firmenschild fällt auf, dass Branntwein und Brennerei mit nur einem „n“ geschrieben sind, was man als klaren Rechtschreibfehler deuten könnte. Wenn man aber genauer hinsieht, ist ein Strich auf dem „n“ (ñ). Diese heute nicht mehr sonderlich verbreitete Kennzeichnungsform (in Gestalt eines

Man nennt diese Linien auch Nasal– oder Reduplikationsstriche. Verdoppelt werden können mit dem Nasal-/Reduplikationsstrich (Nasal bedeutet schlicht Nasenlaut) entsprechend nur die Buchstaben „m“ und „n“, da diese – etwas vereinfacht ausgedrückt – die einzigen Nasenlaute sind.

Hinweis: Tilde (~) oder waagrechte Linie (-)?

Korrekt ist als Nasal-/Reduplikationsstrich im Deutschen eigentlich nur eine waagrechte gerade Linie über dem „n“ oder „m“. Der Webbrowser ist dazu in der Lage, dies darzustellen, aber es kann Probleme geben. Daher wird hier eine Tilde verwendet (ñ), das ist die spanische Variante. Aber ein Test: n̅ . Sehen Sie die korrekte Form?