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Wie die Feuerwehr – unsere Feuerwache 9 an der Heidestraße

Feuerwache 9
Bild 1 (18.02.2019) © Thomas Irlbeck

Mit der Entstehung von Neuperlach brauchte der neue Stadtteil auch eine Feuerwache. 1975 war es nach zwei Jahren Bauzeit so weit, die Feuerwache 9 an der Heidestraße, Ecke Putzbrunner Straße, wurde eröffnet. Der Standort liegt bereits in Neuperlach Süd.

Die Feuerwache 9 ist dabei nicht nur für Neuperlach zuständig, sondern deckt auch Waldperlach, Perlach, Trudering und Teile von Josephsburg ab. Ferner finden sich hier die Zentralwerkstätten für das komplette Fahrzeug- und Gerätewesen für die Münchner Berufs- und Freiwillige Feuerwehr. Nicht zuletzt ist außerdem hier die Kleiderkammer der Berufsfeuerwehr beheimatet.

Der Hauptbau ist unspektakulär als Quader und mit Sichtbetonfassade ausgeführt. Damit fügt er sich in seiner zweckmäßigen Gestaltung gut im Rest Neuperlachs ein. Eine der wenigen Abwechslungen sind die Säulen im Eingangsbereich, die den überstehenden Gebäudeteil stützen. Ob die in Rot gehaltenen Fenster, Tore und Zäune für das Thema Feuer stehen sollen, soll dem Leser überlassen werden, zumal Brände nur ein Teilbereich einer Feuerwehr sind.

Feuerwache 9
Bild 2: Kunst vor dem Bau:– „Feuervogel“ (18.02.2019) © Thomas Irlbeck

Kunst am Bau findet man nicht – aber immerhin ein Kunstwerk vor dem Bau: 1978 wurde hier passend zum Thema der „Feuervogel“ von Joseph Michael Neustifter aufgestellt, der aus Bronze und Edelstahl besteht. Das teilweise rot lackierte Kunstwerk symbolisiert die zerstörende Wirkung von Feuer (Foto, weitere Ansichten des Kunstwerks in den Bildern weiter unten – Bild 8 und 9).

Ab 2020: Umfassende Sanierung und Umbau

Der optisch gute Eindruck trügt. Inzwischen ist das Gebäude in die Jahre gekommen und soll umfassend saniert werden. Dabei geht es natürlich nicht nur um die Bausubstanz, sondern auch um eine Modernisierung und Anpassung an veränderte und gestiegene technische Anforderungen.

Die Stadt will dabei 68 Millionen Euro ausgeben. Die bestehende Fahrzeughalle soll Richtung Heidestraße vergrößert werden. Noch größer ist der Eingriff beim Trakt mit der Gerätewerkstatt und bei der Rolltor-Halle. Beide werden abgerissen und neu gebaut. Ferner ist auf dem Gelände der Bau von Dienstwohnungen vorgesehen.

2020 sollen die Arbeiten starten, die Fertigstellung ist für 2027 anvisiert.

Feuerwache 9
Bild 3 (18.02.2019) © Thomas Irlbeck
Feuerwache 9
Bild 4 (18.02.2019) © Thomas Irlbeck
Feuerwache 9
Bild 5 (18.02.2019) © Thomas Irlbeck
Feuerwache 9
Bild 6 (18.02.2019) © Thomas Irlbeck
Feuerwache 9
Bild 7 (18.02.2019) © Thomas Irlbeck
Feuerwache 9
Bild 8: Kunstwerk „Feuervogel“ (18.02.2019) © Thomas Irlbeck
Feuerwache 9
Bild 9: Detaildarstellung des Kunstwerks „Feuervogel“ (18.02.2019) © Thomas Irlbeck

Quellen:

Es geht los: Sanierung Feuerwache 9 in München

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Architektur Bilder Kirche/Religion

Das Katechumenium

Katechumenium
Bild 1: Eingangsbereich. Der Weg zu Gott ist barrierefrei (16.07.2017) © Thomas Irlbeck
Katechumenium
Bild 2  (16.07.2017) © Thomas Irlbeck

Man könnte fast meinen, dass ein Fluch auf St. Philipp Neri läge. Denn das eigentliche Kirchengebäude von St. Philipp Neri an der Kafkastraße war erst in der letzten Folge zu einem der langweiligsten Bauten in Neuperlach erklärt worden. Nun trifft es das Katechumenium, ausgerechnet den Ableger von St. Philipp Neri in Neuperlach Süd an der Putzbrunner Straße, Ecke Stubaier Straße. Auch dieses hat nun diese wenig ehrenhafte Auszeichnung erhalten.

Der Begriff „Katechumenium“

Sollte sich jemand auf eine Stelle bei St. Philipp Neri bewerben, so sei empfohlen, den Zungenbrecher Katechumenium ganz fleißig zu üben. Und zwar vor dem Bewerbungsgespräch.

Katechumenium leitet sich von Katechumene ab, dem Taufanwärter. Im Lateinischen heißt es catechumenus. Im Katechumenium schließlich ist die Neokatechumenale Gemeinschaft von St. Philipp Neri ansässig. Neo bedeutet natürlich neu, und der zugrunde liegende Neokatechumenale Weg ist – man ahnt es – ein Weg zur Wiederentdeckung der Taufe.

Der eingeschossige Bau ist sicherlich keine Schönheit. Es mag Geschmackssache sein, aber ein edles Schwarz statt des Graubrauns würde dem Gebäude sicherlich besser stehen.

Frühere Nutzung: Erst wurde in den Flughimmel geschaut – nun durch die großen Dachfenster in den göttlichen Himmel

Ursprünglich war in dem Gebäude die „Flugsicherung“ untergebracht, wie ein alter Stadtplan bestätigt. Die großen Dachfenster sind ein Hinweis auf die Beobachtung der Flugbewegungen. 1992 mit dem Ende des Riemer Flughafens soll das Gebäude dann an St. Philipp Neri gegangen sein.

Katechumenium
Bild 3 (16.07.2017) © Thomas Irlbeck
Katechumenium
Bild 4 (16.07.2017) © Thomas Irlbeck
Katechumenium
Bild 5 (16.07.2017) © Thomas Irlbeck
Katechumenium
Bild 6 (16.07.2017) © Thomas Irlbeck
Katechumenium
Bild 7 (19.12.2017) © Thomas Irlbeck
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Bilder Kultur und Bräuche Sprache/Wortherkunft

Neuperlachs Straßen: Der Alfred-Neumann-Anger

Alfred-Neumann-Anger
Alfred-Neumann-Anger (01.05.2017) © Thomas Irlbeck

Mit dem Alfred-Neumann-Anger, einer Abzweigung an der Putzbrunner Straße in Neuperlach Mitte, ehrt München den berühmten Coverboy der Satirezeitschrift Mad.

Alfred E. Neumann
Damals noch namenloser Vorläufer von Alfred E. Neumann. Lizenz: Public Domain

Die vielleicht prominenteste Zahnlücke der Welt stand lange Zeit symbolisch für die Baulücke am Hanns-Seidel-Platz, denn Neuperlach hatte bis Ende der 2010er-Jahre keine Mitte.

Es ist schön, dass Straßen nicht nur Politikern und ernsten Schriftstellern gewidmet werden, sondern auch fiktiven Darstellern der Jugendkultur. Das war selbstverständlich nur ein Spaß. Gemeint ist natürlich der ernste Schriftsteller Alfred Neumann (* 1895; † 1952).

Alfred-Neumann-Anger
Alfred-Neumann-Anger (01.05.2017) © Thomas Irlbeck
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Architektur Bilder Industrie Video

SWM-Umspannwerk an der Putzbrunner Straße

SWM-Umspannwerk
Bild 1: Ansicht von der Putzbrunner Straße (30.03.2017) © Thomas Irlbeck
SWM-Umspannwerk
Bild 2 (30.03.2017) © Thomas Irlbeck

Unser heutiges Objekt liegt an der Putzbrunner Straße 120. Fast jeder dürfte auf dieser viel befahrenen Route schon einmal an dem Bau vorbeigekommen sein. Es geht hier stadtauswärts Richtung Putzbrunn und Glonn und stadteinwärts Richtung Pfanzeltplatz und Ostbahnhof. Da sich das Gebäude auf der rechten Seite stadtauswärts befindet, gehört es bereits zu Neuperlach Süd, wohingegen die andere Straßenseite noch zu Neuperlach Mitte zählt.

SWM-Umspannwerk
Bild 3: Gebäuderückseite von der Iblherstraße aus gesehen (04.04.2017) © Thomas Irlbeck

Der lange Betonbau wirkt mit seiner quaderförmigen Struktur erdrückend, was auch daran liegt, dass er für Neuperlach untypisch so nahe am Fußweg und an der Fahrbahn liegt, wodurch er einen entsprechenden Schatten wirft. Da hilft auch die geriffelte Fassadenverkleidung in einem sehr dezenten Grün nicht viel.

Auf dem Gebäude steht SWM, was, wie jeder Münchner wissen dürfte, für „Stadtwerke München“ steht.

SWM-Umspannwerk
Bild 4: Rückseite, näher dran (04.04.2017) © Thomas Irlbeck

Was aber ist die Funktion des Baus? Ein Blick in alle gängigen Onlinestadtpläne bringt keine Erkenntnisse, das Gebäude ist dort allenfalls mit Hausnummer eingezeichnet, aber nicht weiter beschriftet. Ein alter Neuperlach-Stadtplan von 1974 bringt aber die Erleuchtung. Da steht „Umspannwerk“. Ein Blick auf die Gebäuderückseite (Bild 3 und 4) bringt die Bestätigung, hier sind Teile der elektrischen Einrichtungen zu sehen. Ein Umspannwerk dient der Umwandlung von einer elektrischen Spannungsebene in eine andere. Um Verluste bei der Übertragung zu reduzieren und geringe Leitungsquerschnitte zu realisieren, wird der Strom über große Entfernungen in eine sehr hohe Spannung hochtransformiert (110.000 Volt) und für den Endverbraucher im Umspannwerk wieder heruntertransformiert. Gewaltige Hochspannungsmasten sind übrigens Fehlanzeige, da das Münchner Stromnetz weitgehend unterirdisch verläuft. Das Video ganz unten zeigt am Beispiel einer vergleichbaren Berliner Einrichtung, wie so ein Umspannwerk funktioniert.

SWM-Umspannwerk
Bild 5: Fassadendetails (04.04.2017) © Thomas Irlbeck
Umspannwerk
SWM-Umspannwerk
Bild 6 (04.04.2017) © Thomas Irlbeck

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Architektur Bilder Kirche/Religion Mystisches/Legenden

Die Serbisch-Orthodoxe Kirche am Wohnring

Serbisch-Orthodoxe Kirche
Bild 1: Serbisch-Orthodoxe Kirche „Heiliger Märtyrerkönig Jovan Vladimir“ (16.02.2017) © Thomas Irlbeck

Unser heutiger mystischer Ort ist ein sehr auffälliges, für deutsche Augen eher ungewöhnliches Gebäude. Kein Wunder, denn katholische Kirchen haben in München bekanntlich einen höheren Verbreitungsgrad, und hier sehen wir ja schließlich eine Serbisch-Orthodoxe Kirche. Sie ist die einzige Serbisch-Orthodoxe Kirche in München. Ihr Name ist Heiliger Märtyrerkönig Jovan Vladimir. Sie liegt fast unmittelbar vor dem Neuperlacher Wohnring, also an einer der bekanntesten Wohnanlagen in Neuperlach.

Dennoch werden viele Neuperlacher diese Kirche noch nie gesehen haben. Das liegt daran, dass sie von der viel befahrenen Putzbrunner Straße aus nur schwer einsehbar ist – und von anderen Straßen (Schumacherring vor dem Wohnring etwa) auch kaum. Man muss von dort ein paar Meter am Hans-Fried-Weg laufen, um die Kirche sehen zu können. Übrigens grenzt an die Kirche unmittelbar der Friedhof Perlach, der auch nicht besonders bekannt ist. Wie auch der Friedhof Perlach liegt die Kirche offiziell haarscharf noch in Perlach, aber der sehr nahe Wohnring erzeugt Satellitenstadt-Atmosphäre.

Serbisch-Orthodoxe Kirche
Bild 2 (16.02.2017) © Thomas Irlbeck

Geschichte und Daten zur Kirche „Heiliger Märtyrerkönig Jovan Vladimir“

Die Serbisch-Orthodoxe Kirchengemeinde in München wurde bereits 1946 gegründet. Unter den ersten Mitgliedern waren frühere serbische Kriegsgefangene. Der Bau der Kirche und des Kirchenzentrums an der Putzbrunner Straße fand aber erst 1994 (Kirchenzentrum vor der Kirche, auf den Bildern nicht zu sehen, siehe Umgebungskarte) bzw. 1996 (Kirchengebäude) statt. Bis dahin wurden für Gottesdienste und andere Aktivitäten provisorisch Räume in Kirchen und Wohnungen angemietet. Heute betreut die Gemeinde rund 25.000 orthodoxe Serben. Die Adresse von Kirchenzentrum und Kirche ist Putzbrunner Straße 49.

Quelle: Die Serbisch-Orthodoxe Kirchengemeinde in München

Die Serbisch-Orthodoxe Kirche

Rund 80 Prozent der elf Millionen Serben weltweit bekennen sich zur orthodoxen Kirche. Mehr unter dem Wikipedia-Artikel Serbisch-Orthodoxe Kirche.

Serbisch-Orthodoxe Kirche
Bild 3 (16.02.2017) © Thomas Irlbeck
Serbisch-Orthodoxe Kirche
Bild 4 (16.02.2017) © Thomas Irlbeck
Serbisch-Orthodoxe Kirche Map
Bild 5: Umgebungskarte der Serbisch-Orthodoxe Kirche. Es ist zu erahnen, dass die Kirche von der Hauptstraße (Putzbrunner Straße) kaum einsehbar ist. Ganz oben ist übrigens der Wohnring. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Heiliger Märtyrerkönig Jovan Vladimir

Jovan Vladimir (serb. Јован Владимир; bulg. Иван Владимир Ivan Vladimir; deutsch auch Johannes Wladimir; * 10. Jahrhundert; † 22. 05.1016) war laut Wikipedia Herrscher von Duklja, dem bedeutendsten serbischen Fürstentum seiner Zeit. Er wird von der Serbisch-Orthodoxen Kirche als Märtyrer und nationale Symbolfigur verehrt. Mehr unter dem Wikipedia-Artikel Jovan Vladimir.

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Architektur Bilder Historisches

Das Haus am alten Kieswerk Fritz Roth

Wohnhaus Kieswerk Fritz Roth
Wohnhaus Kieswerk Fritz Roth (01.11.2016) © Thomas Irlbeck
Wohnhaus Kieswerk Fritz Roth
Wohnhaus Kieswerk Fritz Roth (01.11.2016) © Thomas Irlbeck

Unser heutiges Objekt befindet sich an der Einfahrt zur ehemaligen Kiesgrube Fritz Roth. Diese liegt gleich hinter dem Graf-Zentrum, etwas versteckt im Truderinger Wald. Das Gebiet gehört bereits zu Waldperlach.

Die Kiesgrube war über 40 Jahre in Betrieb und wurde mehrmals nach Osten vergrößert, Anfang der 1980er-Jahre kam dann das Aus. Heute ist das Gebiet der Kiesgrube mit dem Baggersee, dem Rothsee an der östlichen Grenze, als wertvolles Biotop anerkannt. Viele Neuperlacher und Waldperlacher gehen hier gerne spazieren. Wem der Ostpark zu künstlich erscheint, findet hier mehr Natur, auch wenn die Kiesgrube letztendlich ja auch etwas künstlich Geschaffenes ist.

In der näheren Umgebung des Hauses sind Technikrelikte des alten und längst abgerissenen Quetschwerks aufgestellt (imposante Bilder des alten Quetschwerks finden sich hier), es ist damit so eine Art Freilichtmuseum.

Wohnhaus Kieswerk Fritz Roth
Wohnhaus Kieswerk Fritz Roth (01.11.2016) © Thomas Irlbeck

Über das Haus selbst ist wenig bekannt. Es wird als Wohnhaus genutzt, ist also nicht dem Verfall preisgegeben. Laut Bayerischem Denkmal-Atlas besteht für das Haus kein Denkmalschutz. Nur das Quetschwerk Mächler, das ein paar Meter weiter westlich am Waldrand steht und noch in Betrieb ist, ist denkmalgeschützt.

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Bilder Kirche/Religion Mystisches/Legenden

Die Kapelle im Wald

Josefskapelle in Waldperlach
Die Josefskapelle liegt im Truderinger Wald. Sie hat einen charakteristischen Vorplatz (21.04.2011) © Thomas Irlbeck

Der Truderinger Wald, der bekanntlich hinter den letzten Neuperlacher Hochhäusern des Graf-Zentrum beginnt, hat so manchen mystischen Ort zu bieten. Über die Mariengrotte und den Schwedenstein wurde bereits berichtet. Das ist aber noch nicht alles: Gut im Wald versteckt findet sich ein kleines Gotteshaus, die Josefskapelle. Ihr Standort ist zwar nicht in Neuperlach, aber wir bleiben zumindest Perlach treu, das Gebiet gehört zu Waldperlach.

Entstehungsgeschichte

Die Geschichte begann damit, dass der Waldperlacher Pfarrei St. Bruder Klaus im Frühjahr 1977 eine Josefsfigur gestiftet wurde. Gemeint ist der heilige Josef von Nazareth, also der Ziehvater Jesu. Zur Unterbringung und zum Schutz der Figur kam der Vorschlag auf, eine Kapelle im Wald zu errichten. Der Bau wurde alleine aus Spendenmitteln finanziert, nachdem das Ordinariat die Bau- und Nachfolgekosten nicht übernehmen wollte. Am 1. Mai 1980 wurde die Kapelle schließlich eingeweiht.

Die Kapelle

Der Bau mit kreisrunder Grundfläche liegt am Friedrich-Panzer-Weg, der zunächst durch Waldperlach als geteerte Straße beginnt und ab dem Waldrand als Wirtschaftsweg weiterläuft. Auch wenn der Bau nicht wirklich alt ist und das Flair vergangener Jahrhunderte fehlt, ist der Ort alleine durch die Waldlage etwas Besonderes. Auf dem Vorplatz der Kapelle gibt es zunächst ein großes Kruzifix sowie eine Holzskulptur der Mutter Gottes zu bestaunen. Der eigentliche Schatz, die gestiftete Josefsfigur mit Christuskind auf dem Arm, ist in der Kapelle zu finden, hinter einem Gitterzaun.

Josefskapelle in Waldperlach
Ein paar Schritte näher dran (21.04.2011) © Thomas Irlbeck
Josefskapelle in Waldperlach
Die kreisrunde Form wird spätestens jetzt deutlich (21.04.2011) © Thomas Irlbeck
Josefskapelle in Waldperlach
Im Innern der Kapelle. Hier steht die Josefsfigur (21.04.2011) © Thomas Irlbeck
Josefskapelle in Waldperlach
Die Josefsfigur ist hinter einem Gitter aufgestellt (21.04.2011) © Thomas Irlbeck
Josefskapelle in Waldperlach
Die Figur ohne störendes Gitter (22.04.2011) © Thomas Irlbeck
Josefskapelle in Waldperlach
Und noch ein wenig näher dran: der heilige Josef mit dem Christuskind (22.04.2011) © Thomas Irlbeck

Friedrich Panzer

Fast alle Straßennamen in Waldperlach haben etwas mit Märchen und Sagen zu tun (Neuperlach.org berichtete: Erzähl doch keine Märchen). So auch der Friedrich-Panzer-Weg, an dem wie erwähnt die Josefskapelle liegt. Friedrich Panzer (* 1794; † 1854) war ein bayerischer Sagensammler und Architekt. Die Sagen trug er auf seinen Dienstreisen zusammen. Sein besonderes Interesse galt denjenigen Erzählungen, in denen er Spuren alten Götterglaubens annahm. Diese mythologische Sagendeutung wird aber heute abgelehnt.

Weitere Josefskapellen und -kirchen

Es gibt in Deutschland und auch im Ausland sehr viele Josefskapellen und -kirchen (Schreibweise auch: Joseph…). Eine Übersicht findet sich auf Wikipedia. Die meisten sind dem heiligen Josef von Nazareth, dem Ziehvater Jesu, geweiht, einige aber auch dem heiligen Josef von Arimathäa, einem Jünger Jesu.

Anfahrt

Josefskapelle Umgebungskarte
Umgebungskarte Josefskapelle. Bitte Grafik anklicken, um zu vergrößern. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

ÖPNV-Benutzer fahren mit dem Metrobus 55 von Neuperlach Zentrum (U5, ab Dezember 2011 auch U7) bis Waldheimplatz. Von dort bewegt man sich stadtauswärts auf breiten Putzbrunner Straße bis zur Kreuzung Friedrich-Panzer-Weg. Hier biegt man links ab und folgt dem Friedrich-Panzer-Weg. Nicht weit vom Waldrand taucht dann die Kapelle auf der rechten Wegseite auf. Automobilfahrer programmieren ihr Navigationsgerät auf „Am Bauernwald 1“. Dort lässt sich leicht ein Parkplatz finden. Zu Fuß geht es dann am Friedrich-Panzer-Weg wie beschrieben weiter.