Die Perlacher Straße (Unsere Straßen und Plätze, Folge 7)

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Perlacher Straße
Bild 1: Perlacher Straße (sie läuft im Bild von links nach rechts), Ecke Herzogstandstraße. Dieses Haus  markiert den Anfang der denkmalgeschützten „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“. Auch die Bilder 3 bis 9 zeigen Häuser dieser Siedlung (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher Straße
Bild 2: Unser Name! (04.06.2019) © Thomas Irlbeck © Thomas Irlbeck

Das heutige Thema ist die wohl maximal „perlachigste „Straße überhaupt in München. Nur die Peralohstraße (Peraloh ist der alte Name für Perlach) kann da noch annähernd mithalten (auch von ihr wird später noch die Rede sein). Straßen führen oft dorthin, das sie bezeichnen, oder zumindest in ihre Richtung. Hier ist Letzteres der Fall. Man steuert also auf der Perlacher Straße zumindest in Richtung Perlach, wenngleich man den Stadtteil nicht erreicht. Die Perlacher Straße startet an der Tegernseeer Landstraße („Tela“) in Giesing (genauer Obergiesing) auf Höhe der Zehentbauernstraße und des Giesinger Grünspitz (eine 2.000 qm große Grünfläche, die früher von einem Autohändler genutzt wurde und heute eine Freifläche ist, auf der sich ein urbaner Garten befindet und auf der auch z.B. Flohmärkte stattfinden). Es geht weiter Richtung Südost über die Raintaler Straße und die Spixstraße/Herzogstandstraße.

Stockwerksiedlung Walchenseeplatz

Die Wohnanlage zwischen der Herzogstandstraße und Untersbergstraße des nördlichen Verlaufs der Perlacher Straße ist als Ensemble denkmalgeschützt. Ihr Name ist die „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“. Bild 1 zeigt das Eckhaus, das die südwestliche Ecke dieses Ensembles bildet.

Der Bayerische Denkmal-Atlas sagt zu der „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“:

Zitat Bayerischer Denkmal-Atlas

Die Planung der Großsiedlung am Walchenseeplatz, die im Rahmen des Münchner Großsiedlungsprogrammes der Jahre 1928 bis 1930 von der „Gemeinnützigen Wohnungsfürsorge AG“ errichtet wurde, geht zurück auf einen Vorentwurf von Johanna Loev. Die Konzeption der Planung wurde dann von Loev gemeinsam mit Carl Jaeger, dem die Oberleitung übertragen wurde, durchgeführt. Im Rahmen des damaligen Arbeitsbeschaffungsprogrammes für Architekten waren bei der Bearbeitung der Einzeltypen unter anderem Fritz Landauer, Hanns Atzenbeck, Max Schoen, Joseph Dürr, Hans Grünzweig und Fritz Männche beteiligt. Ausgeführt wurden allerdings nur zwei Drittel des vorgesehenen Umfanges.

Vorgegeben war der Planung bereits der Walchenseeplatz mit der Bebauung seiner Nordseite. Zur Deisenhofener Straße einerseits und zur Perlacher Straße andererseits ist die Siedlung durch langgestreckte viergeschossige Blöcke abgeschirmt. Der Block an der Deisenhofener Straße zeichnet sich durch überhöhte Eckbauten aus. Die Blöcke an der Perlacher Straße folgen dem leichten Schwung der Straße. Die ebenfalls viergeschossigen Zeilenbauten im Inneren der Siedlung sind den damaligen städtebaulichen Vorstellungen entsprechend von Norden nach Süden gerichtet, wobei sich, zum Teil zusätzlich abgeschirmt durch eingeschossige Zwischenbauten mit Läden und Werkstätten an den Kopfenden der Zeilen, großzügige, verkehrsberuhigte Höfe mit Plätzen zum Spielen und zum Trocknen der Wäsche ergeben. Die vom Hochbauamt der Stadt München erarbeiteten Vorgaben für das Münchner Großsiedlungsprogramm führten zu einer weitgehenden Normierung der Haus- und Wohnungsgrundrisse; angeboten sind vornehmlich Wohnungen zu 50 und 60 Quadratmeter, aber auch, wenn auch in geringerer Zahl, Wohnungen zu 75 und 100 Quadratmeter. Zugleich waren die verwendeten Materialien und das Zubehör standardisiert. Trotz dieser Sparsamkeit wurde eine hohe bauliche Qualität gefordert, was den beachtlichen Wohnwert der Siedlung begründet. Der zu einer Individualisierung der einzelnen Bauten verbleibende Spielraum wurde von den Architekten bestmöglich zur Variierung der Fassadengliederung mit unterschiedlichen Fensterlösungen, Loggien- und Treppenhausachsen ebenso genützt wie durch Bauzier in Form von Gußsteinreliefs und großflächigen Sgraffitomalereien. Bei dem insgesamt schlichten Erscheinungsbild spielt auch die Farbgebung eine entscheidende Rolle. Neuere Eingriffe sind nur die beiden Blöcke Kesselbergstraße 22 und Rißbachstraße 3, die
sich jedoch auch auf vier Geschosse beschränken.

Kunst in der Stockwerksiedlung Walchenseeplatz

An der Abzweigung Perlacher Straße/Rottacher Straße machen wir kurz Station, denn hier gibt es an einem Häusereck (auch dieses Haus ist Bestandteil der denkmalgeschützten „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“) Kunst in Gestalt einer Hauseck-Skulptur zu sehen. Ein Maurer mit Kelle und Ziegelstein übt sein Handwerk aus:

Perlacher Straße
Bild 3: Perlacher Straße, hier biegt die Rottacher Straße nach links ab. Es gibt Skulpturkunst (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher Straße
Bild 4: Vergrößerung des Kunstwerks  Maurer als Hauseck-Skulptur (04.06.2019) © Thomas Irlbeck

Auffällig ist die individuelle Gestaltung der Häuser mit verschiedenen Sgraffitomalereien oberhalb einiger Hauseingänge, wie auch der Bayerische Denkmal-Atlas kurz erwähnt hat. Eine davon ist hier zu sehen, wir sind kurz vor der Valeppstraße (und noch immer in der „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“):

Perlacher Straße
Bild 5: Sgraffitomalerei mit Fischern an der Perlacher Straße/Ecke Valeppstraße  (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher Straße
Bild 6: Vergrößerung (04.06.2019) © Thomas Irlbeck

Gaststätte „Schinken-Peter“ (früher: Gastwirtschaft zum Walchensee“)

Die Perlacher Straße führt weiter über die Valeppstraße. Am Eck ist die Gaststätte Schinken-Peter, an der wir kurz eine Pause einlegen. Es handelt sich um eine Gaststätte mit Biergarten, die früher „Gastwirtschaft zum Walchensee“ hieß und deren alter Name immer noch zu sehen ist (Bild 7). Auch dieses Haus ist der „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“ zuzurechnen. Die Gaststätte sagt über sich selbst:

Seit 31 Jahren ist der Schinken-Peter gepflegte und gelebte Tradition im Münchner Stadtteil Giesing. Er lockt mit kulinarischer Vielfalt aus der bayerischen Küch´ und zeitgemäßen Gerichten.

Perlacher Straße
Bild 7: Gaststätte Schinken-Peter (früher: „Gastwirtschaft zum Walchensee“). Wir sind hier in der Valeppstraße. Die Perlacher Straße ist nicht im Bild, man muss sie sich hinter dem Betrachter von links unten nach rechts oben vorstellen (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher –Straße
Bild 8: Zoom des vorigen Bildes: neuer und alter Name (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher –Straße
Bild 9: Gaststätte Schinken-Peter – jetzt mit dem Fokus auf dem Biergarten (04.06.2019) © Thomas Irlbeck

Der Rest der Straße

Es geht weiter über die Untersbergstraße zur Fockensteinstraße/Sinpertstraße. Der Verlauf der Perlacher Straße hat inzwischen ziemlich genau einer Ost-West-Richtung angenähert. An dieser Stelle findet sich die „Mittelschule an der Perlacher Straße“. Es geht weiter über die Trauchbergstraße. Wenige Meter weiter östlich macht die Straße einen Knick nach Norden bis zur Deisenhofener Straße. Dort endet sie.

Ein Tipp für Radfahrer – maximal perlachig nach Perlach

Wer auf besonders originelle (und dennoch praktische Art) von Giesing nach Perlach/Neuperlach kommen will, der kann dies mit maximal etymologisch perlachigem Anteil machen. Man startet an der Perlacher Straße und fährt sie bis zum Ende. Dort biegt man rechts ab in die Deisenhofener Straße, dann rechts in die Schwanseestraße, der man bis zur Ständlerstraße folgt. Nun ist man am Friedhof am Perlacher Forst und hat noch ein Perlach im Namen. Man biegt nun links in die Ständlerstraße ab und fährt an ihr entlang. Auf Höhe der Görzer Straße geht die Straße in eine Autostraße über und der Radweg knickt in einen Park nach rechts ab. Man folgt ihm, bis man zu einer Fußgängerbrücke kommt, die über die Autobahn A8 führt. Diese überquert man. Die Rampe auf der anderen Seite ist nur was für geübte Fahrer. Offiziell ist die Abfahrt verboten, es heißt schieben. Nun ist man auf der Peralohstraße – und damit bereits in Perlach –, die man geradeaus bis zum Ende befährt. Dabei kommt man auf der rechten Seite auch an dem alten Haus mit dem schönen Türmchen vorbei. Die Peralohstraße endet an der Ottobrunner Straße. Wenn man hier schließlich rechts abbiegt, ist man bereits kurz vor dem Perlacher Pfanzeltplatz.

In der umgekehrten Richtung funktioniert es ebenso. Den Abzweig zur Peralohstraße findet man auf der Ottobrunner Straße auf Höhe des „Edeka Linzmair“. Bei der Durchfahrt durch den erwähnten Park, welcher der Brücke folgt, muss man per Unterführung auf die andere Seite der Ständlerstraße wechseln.

Zu den übrigen Folgen „Unsere Straßen und Plätze“

Baubeginn bei der Perlach Plaza! (Update 31.07.2019)

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Kultur Quadrat Map
Neuperlachs Mitte – Lage der Perlach Plaza sowie der anderen Bauten:  Loge №1und №2 (kurz vor Fertigstellung) und der Gewofag-Bauten (im Bau befindlich, mit „G“ gekennzeichnet“). Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Die Bauarbeiten zur Perlach Plaza sind am 29.04.2019 gestartet! In Zukunft muss man sich noch einen Begriff in Neuperlach merken: Die Perlach Plaza ist Teil des Kultur Quadrat auf dem Hanns-Seidel-Platz, also unserer Mitte. „Plaza“ ist spanisch und bedeutet „(Markt-)Platz“. Ob es korrekt „die“, „der“ oder „das“ Plaza heißt, darüber kann man streiten. Im Duden steht das Wort nicht und Wiktionary gibt kein Genus an. Auch wenn „Platz“ maskulin ist, haben wir uns für „die Plaza“ entschieden, da das „a“ am Wortende dem Ausdruck eine feminine Note gibt.

Perlach Plaza
Bild 1 (30.04.2019) © Thomas Irlbeck

Perlach Plaza – unser neuer Marktplatz mit unterirdischer Ladenstadt und überirdischem Gewerbe, Hotel und Wohnbau

Nach den beiden Logen-Wohnhäusern und dem Gewofag-Bau (Neuperlach.org berichtete) ist dies bereits das dritte Bauprojekt auf dem Hanns-Seidel-Platz. Die Perlach Plaza findet sich dort, wo früher der Sonntags-Flohmarkt war, also am Eck Thomas-Dehler-Straße/Von-Knoeringen-Straße. Die wörtliche Übersetzung Marktplatz deutet bereits vorsichtig an, was geboten werden wird. Konkret werden Einzelhandel (13.000 m2), Gastronomie, ein Hotel (150 Zimmer), insgesamt 110 Mietwohnungen und dazu noch Studentenappartements realisiert. Die Planung wird vom Architekturbüro AllesWirdGut aus Wien realisiert. Weitere Partner sind die BHB und Concrete Capital (ein Klick zeigt eine Visualisierung).

Beim Einzelhandel stehen die Biolebensmittelkette Tegut sowie der Discounter Lidl bereits als Mieter fest.

Ein paar Baudetails

Es werden insgesamt vier Baukörper errichtet, die längs der Thomas-Dehler-Straße 6 Obergeschosse umfassen, hofseitig 5.

Zur Plaza wird auch ein 5.000 Quadratmeter großer Park gehören, denn schließlich soll man da auch flanieren können, sonst würde es dem Namen nicht gerecht werden. Dabei wird auch ein neuer Zugang zum U-Bahnhof realisiert. Die Einzelhandelsflächen werden dabei primär im Untergeschoss errichtet – mit direktem Zugang zum U-Bahnsteig.

Die Fertigstellung der Perlach Plaza ist für 2022 anvisiert.

Wie die heute entstandenen Fotos zeigen, wurde nun angefangen, den Asphalt des alten Parkplatzes abzutragen. Auch ein Rammgerät zur Herstellung der Spundwand wurde angeliefert.

Mehr zum Thema auf muenchen.de: Perlach Plaza: Neuperlach bekommt eine neue Mitte

Perlach Plaza
Bild 2: Bauarbeiten mit Wacker Chemie im Hintergrund (30.04.2019) © Thomas Irlbeck
Perlach Plaza
Bild 3 (30.04.2019) © Thomas Irlbeck
Perlach Plaza
Bild 4 (30.04.2019) © Thomas Irlbeck
Perlach Plaza
Bild 5 (30.04.2019) © Thomas Irlbeck
Perlach Plaza
Bild 6 (30.04.2019) © Thomas Irlbeck

Update 17.05.2019

Kiesberge haben parkende Autos und den Sonntags-Flohmarkt abgelöst.

Perlach Plaza
Bild 7 (17.05.2019) © Thomas Irlbeck

Update 31.07.2019

Derzeit entstehen die Baugrube und die Spundwände.

Perlach Plaza
Bild 8: Baugrube der Plaza im Vordergrund, rechts die Loge 2 (31.07.2019) © Thomas Irlbeck
Perlach Plaza
Bild 8: Jetzt beide Logen-Wohnhäuser und näher dran (31.07.2019) © Thomas Irlbeck
Perlach Plaza
Bild 10 (31.07.2019) © Thomas Irlbeck
Perlach Plaza
Bild 11 (31.07.2019) © Thomas Irlbeck

Hacker-Pschorr-Bräuhaus auf der Schwanthalerhöhe abgerissen

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Aus der Reihe „Was und wie bauen die anderen?“: Nicht nur in Neuperlach, in praktisch allen Stadtteilen wird neu gebaut – und allzu oft muss Liebgewonnenes, Bewährtes und Kultiges für immer gehen. Hier an der Ecke Theresienhöhe/Gollierstraße (Schwanthalerhöhe) mussten wir eben Abschied von unserem Hacker-Pschorr-Bräuhaus nehmen. Nun entstehen hier Büroflächen und ein Fitnessstudio. Im Erdgeschoss ist Gastronomie vorgesehen. Wie alles einmal ausschauen soll, seht ihr hier: Abschied vom Hacker-Bräuhaus. Wer noch einmal das Hacker-Bräuhaus sehen will, kommt hier auf seine Kosten: Google Maps.

Hacker-Pschorr-Bräuhaus Theresienhöhe/Gollierstraße abgerissen
Bild 1 (20.04.2019) © Thomas Irlbeck
Hacker-Pschorr-Bräuhaus Theresienhöhe/Gollierstraße abgerissen
Bild 2 (20.04.2019) © Thomas Irlbeck
Hacker-Pschorr-Bräuhaus Theresienhöhe/Gollierstraße abgerissen
Bild 3 (20.04.2019) © Thomas Irlbeck
Hacker-Pschorr-Bräuhaus Theresienhöhe/Gollierstraße abgerissen
Bild 4 (20.04.2019) © Thomas Irlbeck
Hacker-Pschorr-Bräuhaus Theresienhöhe/Gollierstraße abgerissen
Bild 5 (20.04.2019) © Thomas Irlbeck

Verwaist, aber nicht gottverlassen

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Jannah Burger
Bild 1: Die Aufschrift „Neueröffnung“ täuscht (02.09.2018) © Thomas Irlbeck

Das ist meine Welt, hier lebe ich. Doch immer wieder gibt es in unserem Marx-Zentrum Leerstände. Das Burger-Lokal ist schon seit vielen Wochen außer Betrieb. An der Fassade klebt immer noch ein Neueröffnung, und per Schild wird man auf Umbaumaßnahmen hingewiesen. Aber es scheint sich nichts mehr zu tun. Der ehemalige Optiker Gallenberger steht seit Dezember 2017 leer.

Jannah Burger
Bild 2 (02.09.2018) © Thomas Irlbeck
Jannah Burger
Bild 3: Klingt gut, aber es scheint sich nichts mehr zu tun (02.09.2018) © Thomas Irlbeck
Optiker Gallenberger
Bild 4: Leerstand  seit Dezember 2017. Hier bekamen die Neuperlacher früher ihre Brillen (02.09.2018) © Thomas Irlbeck

Fliegendes Schiff – Eröffnung der Alten Utting in Sendling

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Alte Utting
Bild 1 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck

In München hat die Schifffahrt kaum Tradition, die Isar ist auf der gesamten Länge nicht schiffbar. Nur einen Floßbetrieb gibt es zwischen Wolfratshausen  und der Zentrallände in Thalkirchen.

Doch in Sendling kann man nun ein Schiff entern. Wenn es schon keinen geeigneten Fluss gibt, stellt man das Schiff halt auf eine alte Eisenbahnbrücke. Konkret steht die MS Utting schon seit 18 Monaten auf der Lagerhausbrücke in Sendling. Sie schwebt gewissermaßen oberhalb der Fahrbahn. Konkret findet man das Schiff an der Lagerhausstraße, Höhe Thalkirchner Straße/Alte Thalkirchner Straße. Am 26. Juli schließlich wurde das Schiff nun als Alte Utting eröffnet  – als Kulturtreff und Gastronomie.

Der Blick von da oben ist toll. Und es gibt an dem Schiff viele Details zu entdecken, es sind fast alle Bereiche begehbar.

Mehr dazu in „Hallo“: Endlich! Die Alte Utting wird eröffnet

Alte Utting
Bild 2 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck
Alte Utting
Bild 3 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck
Alte Utting
Bild 4 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck
Alte Utting
Bild 5 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck
Alte Utting
Bild 6 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck
Alte Utting
Bild 7 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck
Alte Utting
Bild 7 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck
Alte Utting
Bild 8 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck
Alte Utting
Bild 9 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck
Alte Utting
Bild 10 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck
Alte Utting
Bild 11 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck
Alte Utting
Bild 12 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck
Alte Utting
Bild 13 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck

Ramersdorf: Am Eck vor unserem Wienerwald entsteht ein Aparthotel (Update 20.09.2018)

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Aparthotel Anzinger Straße
Bild 1 (18.07.2018) © Thomas Irlbeck

Diese charakteristische Stelle kennt ein Neuperlacher. Hier in Ramersdorf bog in den Anfangstagen unseres Stadtteils die Tram auf der Rosenheimer Straße nach links in die Anzinger Straße ab, um gen Michaelibad und ab 1970 weiter bis nach Neuperlach Nord zu fahren. Mach Eröffnung der Umleitungsstrecke 1973 fuhr die Tram hier geradeaus zur Haltestelle Ramersodorf (Kirchseeoner Straße; vor der Kirche St. Maria Ramersdorf) und dann weiter über die Hechtseestraße nach Neuperlach.

Doch auch heute noch ist die Stelle prägend, denn sie liegt prominent am Eck. Immer noch biegt man als Autofahrer oder Radler hier typischerweise ab, um Richtung Neuperlach zu gelangen, wenngleich es für Autofahrer auch noch andere Routen gibt (etwa über die Ständlerstraße).

An diesem Eck ist ein idyllischer Wienerwald (in einem 5-Geschosser; das Haus ist wie ein „L“ ausgeführt, das Erdgeschoss mit dem Wienerwald entsprechend ausladender als der Rest) mit Biergarten (Bild 3), der bislang von einem zweigeschossigen Matratzenladen Concord markiert wurde (siehe Darstellung weiter unten). Doch der Matratzenladen ist Geschichte, er wurde abgerissen.

Ein nun höherer Bau mit 7 Geschossen verdeckt nun eine der Seiten des Wienerwald-Hauses. Hier baut die Corestate Capital Group ein Aparthotel der Marke Up Apartments. Laut Anbieterbeschreibung werden Geschäftsreisende angesprochen, wobei auch ein paar Anglizismen bemüht werden, die aber trotz begrifflicher Nähe nichts mit einem Smartphone-Upgrade zu tun haben. Zitat:

Wir verbinden modernes Design mit Service und bieten den Luxus eines Lifestyle-Upgrades, damit die Dauer der Abwesenheit von  Zuhause mehr als entschädigt wird.

Aparthotel Anzinger Straße
Bild 2 (18.07.2018) © Thomas Irlbeck
Aparthotel Anzinger Straße
Bild 3 (18.07.2018) © Thomas Irlbeck

Größere Ansicht

Update 20.09.2018

Das Gerüst wurde abgenommen.

Aparthotel Anzinger Straße
Bild 4 (20.09.2018) © Thomas Irlbeck

Das nächste Bild zeigt, hier liegen noch die Schienen unserer Trambahn nach Neuperlach!

Aparthotel Anzinger Straße
Bild 5: Hier liegen noch die Trambahnschienen. Der Blick ist Richtung stadtauswärts (20.09.2018) © Thomas Irlbeck

Freibier!

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Gesehen heute vor unserem Michaelibad. Wer im Herbst CSU wählt, kriegt Freibier. Oder so ähnlich. Der CSU geht der Arsch auf Grundeis. Die Verteidigung der absoluten Mehrheit ist nicht unbedingt ein Heimspiel.

CSU-Plakat
CSU-Plakat (16.06.2018) © Thomas Irlbeck

Passend zur WM, Deutschland spielt im ersten Spiel – Sonntag – gegen Mexiko! Um 17 Uhr geht es los. Es ist einer seiner ganz großen Hits: „Der Puppenspieler von Mexiko“

(Link: YouTube)

Der Neuperlacher Sportwirt schließt endgültig

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Neuperlacher Sportwirt
Neuperlacher Sportwirt (31.05.2018) © Thomas Irlbeck

Leider gibt es eine sehr schlechte Nachricht. Am 4. Juni öffnet der Neuperlacher Sportwirt in der Bert-Brecht-Allee das letzte Mal. Ob und in welcher Form das Lokal weitergeführt wird, ist noch unklar.

Weihnachtsspaziergang in Neuperlach Ost

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Auf speziellen Wunsch einer Facebook-Freundin zeige ich heute im Rahmen eines kleinen Spaziergangs eine Reihe von Fotos aus Neuperlach Ost. Ich bin aber zuversichtlich, dass auch andere, speziell, die nicht mehr in Neuperlach wohnen, etwas mit den Bildern anfangen können.

Wir beginnen mit der Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring. Unter vielen Neuperlachern ist diese Schule immer noch als „Schwarze Schule“ bekannt – nicht, weil dort schwarze Magie gelehrt worden wäre (das vielleicht auch), sondern wegen der ehemals schwarzen Fassadenplatten, die schon längst durch blaugraue ausgetauscht wurden:

Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 1: Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 2: Manschgerl auf dem Schuldach (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Ein Zoom der beiden bunten Manschgerl auf dem Schuldach darf natürlich nicht fehlen. Das Bild kann wie fast alle Bilder durch Anklicken vergrößert werden.

Ein kleiner Abstecher zum Kindergarten am Brittingweg, der sich an die Schule anschließt, darf nicht fehlen:

Kindergarten Brittingweg
Bild 3: Kindergarten am Brittingweg (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Kindergarten Brittingweg
Bild 4: Kindergarten am Brittingweg (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 5: Kindergarten am Brittingweg (rechts) und auch ein Teil der Schule (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Es geht weiter auf dem Gerhart-Hauptmann-Ring Richtung Graf-Zentrum. Wieder einmal zeigt sich der Mond auch tagsüber:

Gerhart-Hauptmann-Ring, Mond
Bild 6: Der Mond über dem Gerhart-Hauptmann-Ring (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Mit erhöhten Kontrastwerten (damit man etwas erkennen kann) sieht unser natürlicher Satellit dann so aus:

Gerhart-Hauptmann-Ring, Mond
Bild 7: Mond (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Nun ist das Graf-Zentrum am Oskar-Maria-Graf-Ring in Sichtweite:

Graf-Zentrum, Oskar-Maria-Graf-Ring
Bild 8: Graf-Zentrum, Oskar-Maria-Graf-Ring (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Unser Aldi im Graf-Zentrum:

Aldi, Graf-Zentrum
Bild 9: Aldi im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Aldi, Graf-Zentrum
Bild 10: Aldi im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Aldi, Graf-Zentrum
Bild 11: Aldi im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Aldi, Graf-Zentrum
Bild 12: Aldi im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum, Schreibwarengeschäft
Bild 13: Schreibwarengeschäft im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Durchgang zum Innenhof, Graf-Zentrum
Bild 14: Durchgang zum Innenhof, Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum
Bild 15: Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum, Frauentreffpunkt
Bild 16: Frauentreffpunkt im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum, Frauentreffpunkt
Bild 17: Frauentreffpunkt im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum, Stadtsparkasse
Bild 18: Stadtsparkasse im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum, Hauseingang
Bild 19: Hauseingang im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Die nächste und auch schon letzte Station ist der Handwerkerhof, der sich an das Graf-Zentrum anschließt. Hier, am am Stemplingeranger, finden sich zunächst ein Sanitätshaus und das Café und Restaurant „Sultan“:

Sultan, Handwerkerhof
Bild 20: Sanitätshaus und „Sultan“ im Handwerkerhof (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Nun vorbei am Pizzalieferdienst „Freaks“ am Stemplingeranger, Ecke Marieluise-Fleißer-Bogen:

Handwerkerhof, Stemplingeranger / Marieluise-Fleißer-Bogen
Bild 21: Pizzalieferdienst „Freaks“ im Handwerkerhof (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Der Fassadenabschluss zum Dach macht bei diesem Haus nicht mehr den besten Eindruck:

Handwerkerhof, Stemplingeranger / Marieluise-Fleißer-Bogen
Bild 22: Detail Fassade (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof, Stemplingeranger / Marieluise-Fleißer-Bogen
Bild 23: Detail Fassade (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof, Stemplingeranger / Marieluise-Fleißer-Bogen
Bild 24: Das gegenüberliegende Eckhaus mit Spielsalon (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof, Moschee
Bild 25: Moschee im Handwerkerhof (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Entgegen schlimmer Gerüchte gibt es immer noch Handwerker im Handwerkerhof. Das farbige Logo an der Fassade (Bildmitte) zeigt, hier residiert ein Malermeister:

Handwerkerhof, Maler
Bild 26: Malermeister im Handwerkerhof (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof
Bild 27: Blick zurück Richtung Stemplingeranger (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof, Hotel
Bild 28: Hotel im Handwerkerhof (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof, Blick Richtung Wald
Bild 29: Blick am Hotel vorbei Richtung Neuperlacher Wald. Wer genau hinsieht, erspäht auch hier noch mal den Mond. Dieses Mal verzichte ich auf den Pfeil (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Burger-Lokal eröffnet im Marx-Zentrum (Update Januar 2019)

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Jannah Burger
„Jannah Burger“ eröffnet auf der Mittelinsel des Marx-Zentrum (22.07.2017) © Thomas Irlbeck

Neues Lokal: Im Marx-Zentrum eröffnet ein Burger-Lokal. Heute wurde die Außenreklame angebracht, innen wird auch schon gearbeitet.

Update: Das Lokal hat seit 1. August geöffnet!

Update Oktober 2018: Das Lokal hat seit Längerem geschlossen.

Update Januar 2019: Das Lokal hat immer noch geschlossen.

Schwestergrotte in Schäftlarn – Mystische Orte (Teil 20)

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Mariengrotte Schäftlarn
Bild 1: Die Lourdesgrotte am Kloster Schäftlarn (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Sie ist nur kaum mehr als einen Steinwurf von Neuperlach entfernt: Die Lourdesgrotte im Truderinger Wald (im Teil 2 der Mystischen Orte vorgestellt). Doch sie hat eine Schwester, die mit Fahrrad, S-Bahn oder Auto noch akzeptabel schnell, das heißt in einem etwa halbtägigen Ausflug aus dem Münchner Osten zu erreichen ist: die Mariengrotte am Kloster Schäftlarn im Isartal. Als Münchner war sie mir bisher unbekannt, obwohl ich öfter am Kloster Schäftlarn war. Ich entdeckte sie zufällig in einem Online-Stadtplan. Viele (Online-)Karten führen die Grotte überhaupt nicht, obwohl andere Mariengrotten wie auch die Truderinger Grotte sehr wohl eingezeichnet sind. Daher sprach einiges dafür, dass die Grotte wenig interessant ist. Das machte mich aber nur noch neugieriger. Es darf schon mal verraten werden, dass ich den Ausflug nicht bereue und dass ich vor einer Herausforderung stand.

Der Weg zur Grotte

Mariengrotte Schäftlarn
Bild 2: Der Wegweiser zur Grotte (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Vorab, ein Ausflug lohnt sich auch dann, wenn man die Grotte nicht sehen will und auch dem Kloster nichts abgewinnen kann. Alleine die Landschaft ist beeindruckend genug, und Möglichkeiten der Einkehr gibt es ebenso eine ganze Reihe in der Umgebung.

Die Grotte ist leicht zu finden. Man fährt in Hohenschäftlarn (dort hält auch die S7) die Klosterstraße (die von der Münchner Straße abzweigt) talwärts. Nach der letzten der vielen Kehren findet man noch vor dem Ortseingang und dem Kloster auf der rechten Seite ein Schild, auf dem die Heilige Jungfrau Maria abgebildet ist. Die GPS-Koordinaten der Grotte lauten 47.982417, 11.464700 (siehe auch Karte weiter unten).

Die fast unsichtbare Statue und wie Maria dann doch noch erschien

Mariengrotte Schäftlarn
Bild 3: Mit feinmaschigem Gitter verschlossener Grotteneingang. Doch wo ist die Marienstatue? (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Die Grotte ist in den Hang gemauert, nur ein Teilstück liegt frei. Der Eingang ist mit einem extrem engmaschigen Gitter verschlossen, an dem unzählige Kruzifixe und Rosenkränze hängen. Zumindest bei den Lichtverhältnissen, die bei meinen beiden Besuchen vorherrschten, konnte man den eigentlichen Schatz, die Marienstatue im Inneren der Grotte, kaum sehen. Man schaut gewissermaßen in ein schwarzes Loch (das darf man jetzt nicht physikalisch sehen). Da Maria ja in Lourdes erschienen ist, ist eine weitgehend unsichtbare Muttergottes wenig hilfreich.

Die Idee war nun, mit einem Foto die Statue sichtbar zu machen. Durch das engmaschige Gitter passt jedoch kein Kameraobjektiv, zumindest kein mir bekanntes. Also muss vor dem Gitter fotografiert werden, eine kleine Herausforderung, da auf diese Weise normalerweise das Gitter mit aufs Bild kommt. Mit vielen Versuchen und technischem Beistand des Blitzes gelang es dann doch, die Marienstatue in akzeptabler Qualität einzufangen. Der Blitz der Kamera löst etwas pathetisch gesagt eine künstliche Marienerscheinung aus, holt Maria für Sekundenbruchteile aus der Dunkelheit der Ewigkeit ins weltliche Hier und Jetzt zurück.

Mariengrotte Schäftlarn
Bild 4: Die Marienstatue (16.05.2017) © Thomas Irlbeck

Die Marienstatue ist durchaus eindrucksvoll und schon einmal aus diesem Grund möchte man mehr über die Grotte in Schäftlarn erfahren. Doch offenbar gibt es keine Informationen über ihre Geschichte, nicht einmal Angaben darüber, wann sie entstanden ist. Zumindest online war nichts zu finden. Wer mehr weiß, darf sich aber gerne melden.

Allgemeines zu Mariengrotten

Die Grotte ist wie auch die erwähnte Grotte im Truderinger Wald eine Nachbildung der Höhle von Massabielle bei Lourdes in Frankreich, in welcher 1858 der heiligen Bernadette die Muttergottes erschienen sein soll. Die in der künstlichen Höhle platzierte Marienstatue erinnert an diese Erscheinung. Die Grotte wird daher auch als „Lourdesgrotte“ bezeichnet. Solche Nachbildungen gibt es fast über die ganze Welt verstreut unzählige. Wikipedia listet alleine für Deutschland Dutzende solcher Mariengrotten auf, wobei sich die Liste auf bedeutende Grotten beschränkt.

Kloster Schäftlarn und Umgebung

Umgebungskarte Mariengrotte Schäftlarn
Umgebungskarte Mariengrotte Schäftlarn. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Von der Grotte zum Kloster Schäftlarn ist es ein Katzensprung. Dabei steht der Name „Kloster Schäftlarn“ sowohl für das eigentliche Kloster als auch für den Ortsteil von Schäftlarn, der im Isartal liegt. Bei dem bereits im Jahre 762 gegründeten Kloster handelt es sich um eine Benediktinerabtei. Zum Kloster gehören auch ein Privatgymnasium mit Internat, ein Forstbetrieb, eine Schnapsbrennerei und eine Imkerei.

Aber auch für das Kulinarische ist in Gestalt des Klosterbräustüberl Schäftlarn gesorgt. Folgt man weiter der Klosterstraße, geht es zunächst an einem Rapsfeld vorbei. Unmittelbar nach Überquerung der Isar gelangt man schließlich zum „Gasthaus zum Bruckenfischer“. Das Gasthaus steht alleine in der Prärie, die Einöde heißt Dürnstein und gehört bereits zu Egling.

Kloster Schäftlarn
Bild 5: Kloster Schäftlarn (16.05.2017) © Thomas Irlbeck
Rapsfeld am Kloster Schäftlarn
Bild 6: Rapsfeld unweit des Kloster Schäftlarn (16.05.2017) © Thomas Irlbeck
Gasthaus zum Bruckenfischer nähe Kloster Schäftlarn
Bild 7: Gasthaus zum Bruckenfischer in Gestalt der Einöde Dürnstein (16.05.2017) © Thomas Irlbeck

Gasthaus zur Post (Das historische Haus, Folge 17)

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Gasthaus zur Post / Perlach
Gasthaus zur Post (27.03.2017) © Thomas Irlbeck

Unser „Gasthaus zur Post“ im Herzen Perlachs. Die meisten dürften hier schon mal drin gewesen sein, zum Essen oder vielleicht auch zu einer Versammlung. Das Gebäude mag jetzt vielleicht keine so besondere Form haben, aber es steht unter Denkmalschutz. Der Bayerischer Denkmal-Atlas sagt zu dem Bau:

Ehemalige Tafernwirtschaft, jetzt Gasthaus, zweigeschossiger Putzbau mit Walmdach, bez. 1840.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Poseidon am Karl-Preis-Platz (Das historische Haus, Folge 7)

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Restaurant Poseidon, Karl-Preis-Platz
Bild 1 (05.10.2015) © Thomas Irlbeck

Weil es so schön ist, gleich noch ein Haus. Wir befinden uns am Karl-Preis-Platz in Ramersorf, an der Kreuzung Rosenheimer Straße/Claudius-Keller-Straße/Melusinenstraße. Auch wenn das Gebäude keine außergewöhnliche Form hat, wirkt es sehr elegant. Im Erdgeschoss ist das griechische Lokal Poseidon untergebracht. Vor dem Lokal befindet sich heute die U-Bahn- und Bushaltestelle „Karl-Preis-Platz“. Früher hielt hier ab 1973 die Tram 24 nach Neuperlach. Die Tram nach Ramersdorf war bereits 1926 eröffnet worden, damals als Linie 31. Was viele nicht wissen: Die Haltestelle hieß bis zur Eröffnung der U-Bahn 1980 „Claudius-Keller-Straße“.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Restaurant Poseidon, Karl-Preis-Platz
Bild 2 (05.10.2015) © Thomas Irlbeck

Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald

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Wienerwald Michaeliburg
Wienerwald Michaeliburg (03.10.2014) © Thomas Irlbeck

Dieses herrliche Häuschen an der Kreuzung Zehntfeldstraße/Bajuwarenstraße/Corinthstraße und damit nur wenige Meter außerhalb Neuperlachs beherbergt heute eine Filiale der Restaurantkette Wienerwald. Die Michaelikapelle ist gleich schräg gegenüber (mehr über die Michaelikapelle im Artikel Die Michaelikapelle – Mystische Orte (Teil 7). Auch die Michaeliburg war gleich nebenan, sie wurde leider, obwohl sie einem ganzen Stadtteil den Namen gab, 2009 abgerissen.

Früher war in dem Wienerwald-Häuschen übrigens ein Pizzadienst untergebracht.

Im Neuperlacher Quidde-Zentrum gab es auch einmal einen Wienerwald. Wer erinnert sich?

Fast wia im richtigen Leben in Neuperlach

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Gerhard Polt und Gisela Schneeberger zeigen in „Fast wia im richtigen Leben“ den ganz normalen Wahnsinn – messerscharf beobachtet in grotesken Szenen. Wo könnte der alltägliche Irrsinn besser zu finden sein als einfach in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis, einfach nebenan oder irgendwo – natürlich gestützt von den Unwägbarkeiten und Widersprüchlichkeiten moderner Neubausiedlungen? Folgerichtig spielen eine ganze Reihe von Szenen in Neuperlach.

Die Wegbeschreibung (1984)

(Link: YouTube)

Folgende Szenen aus Neuperlach sind zu sehen:

0:32: Fahrt auf der A8, Abbiegen nach rechts auf die Ständlerstraße

0:39: Fahrt auf der Ständlerstraße mit Häusern am Quidde-Zentrum im Hintergrund

0:42: Heizwerk Perlach am Ende der Ständlerstraße/Eck Karl-Marx-Ring mit den beiden markanten Türmen. Das Heizwerk wird dabei gemeinerweise zur „evangelischen Kirche“ umfunktioniert, die Türme gehen als Kirchtürme durch.

0:47: Fahrt auf der Kurt-Eisner-Straße, links Blick auf St. Monika und das Marx-Zentrum. Mit der katholischen Kirche will man es sich ja nicht verscherzen, also wird St. Monika in diesem Fall richtig als „katholische Kirche“ bezeichnet.

4:13: Wohnring im Hintergrund

Der lange Weg zur Weg zur Stubenmusi (1987)

Dieser Sketch spielt komplett in Neuperlach, hauptsächlich im Marx-Zentrum und in der näheren Umgebung. Es können nicht alle Orte beschrieben werden, da es zu viele sind. Besonders erwähnenswert sind aber folgende Szenen:

Teil 1:

0:17: Vor dem Neuperlach Mobile (Raumspindel Space Churn) am Verwaltungsgebäude der Neuen Heimat am Plett-Zentrum

0:34: Vor der „Gaststätte Neuperlach“ am Peschelanger (heute: „Zum Löwen“)

3:19: Im obersten Stockwerk Max-Kolmsperger-Straße 19 (Atelierwohnung!)

(Link: YouTube)

Teil 2:

2:20: In der Tiefgarage des Marx-Zentrum

3:40: Vor dem Deutschen Supermarkt (heute Rewe) im Marx-Zentrum

(Link: YouTube)

Erzähl doch keine Märchen!

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Märchen
Der wohl märchenhafteste Stadtteil Münchens: Waldperlach! Lizenz: Public Domain

Es war einmal … Nein, den Stadtteil gibt es immer noch. Die Rede ist vom wohl märchenhaftesten Stadtteil Münchens: Waldperlach. Die Straßen heißen dort

    • Aschenbrödelstraße
    • Däumlingstraße
    • Dornröschenstraße
    • Drosselbartstraße
    • Elfenstraße
    • Erlkönigstraße
    • Eulenspiegelstraße
    • Frau-Holle-Straße
    • Froschkönigweg
    • Gänselieselstraße
    • Heinzelmännchenstraße
    • Isegrimstraße
    • Koboldstraße
  • Märchenweg
  • Nixenweg
  • Puppenweg (gemeint ist das Marionetten-, Puppen- oder Kasperlspiel)
  • Robinsonstraße (gemeint ist Robinson Crusoe)
  • Rotkäppchenplatz
  • Rotkäppchenstraße
  • Rübezahlstraße
  • Rumpelstilzchenstraße
  • Schneewittchenstraße
  • Sterntalerstraße
  • Struwelpeterstraße
Szene aus Frau Holle. Beim Betten-Ausschütteln schneit es – zumindest im Märchen. Foto: Christian Heindel / Lizenz: CC BY-SA 2.0

Damit hat ein Großteil der Straßen dort einen Bezug zu Märchen, Sagen und ähnlichen phantastischen Geschichten.

Eine Frage in einem Forum brachte mich heute auf das Thema. Woher kommen diese Namen? War hier ein Scherzbold am Werk? Ein Märchenpapst? Die Antwort, dass thematische Schwerpunkte die Orientierung vereinfachen würden und z.B. für Taxifahrer eine Erleichterung seien, geht etwas am Thema vorbei. Genauso gut könnte man auch Maler, Dichter, Gebirge oder Kräuterarten bemühen.

Tatsache aber ist, dass Perlach (inklusive Waldperlach und Fasangarten) 1930 nach München eingemeindet wurde. Bei Eingemeindungen stellt sich das Problem, dass leider dann ein paar Straßen Dubletten bilden. Zweimal „Marienplatz“ geht einfach nicht in München (ja, liebe Pasinger, ich weiß, ihr habt dennoch euren Marienplatz behalten). Also müssen jede Menge Straßen umbenannt wurde.

Laut  einem Artikel auf der Webseite der Katholischen Gemeinde St. Michael mit St. Georg (Seite nicht mehr verfügbar) wurden nicht nur Dubletten entfernt, sondern alle an die Monarchie (die bekanntlich 1918 endete) erinnernden Straßennamen. Sehr detailreich ist hier WAPE Bürger IG und verrät folgende Namensanpassungen:

    • Äussere-Prinz-Rupprecht-Str. → Rotkäppchenstraße
    • Finkenstraße → Rübezahlstraße
    • Hirschenstraße → Rumpelstilzchenstraße
    • Hohenzollernstraße → Frau-Holle-Straße
    • Innere-Prinz-Rupprecht-Str. → Schneewittchenstraße
    • Kaiser-Wilhelm-Straße → Erlkönigstraße
    • Otto-Rieger-Straße → Gänselieselstraße
    • Prinz-Arnulf-Straße → Isegrimstraße
    • Prinz-Franz-Straße → Robinsonstraße
    • Prinz-Heinrich-Straße → Aschenbrödelstraße
    • Prinz-Leopold-Straße → Heinzelmännchenstraße
    • Prinzregentenstraße → Däumlingstraße
    • Waldperlachstraße → Waldperlacher Straße
    • Wittelsbacherstraße → Eulenspiegelstraße
    • Zeppelinstraße → Koboldstraße

Nicht alle der märchenhaften Namen sind aus der Umbenennung 1930 hervorgegangen. Auch bei neu gebauten Straßen wurde die Tradition teilweise fortgesetzt. Die Struwelpeterstraße etwa wurde erst 1953 errichtet.

Einfach märchenhaft (04.08.2010) © Thomas Irlbeck

Auffallend ist auch, dass einige neu gebaute Straßen einen Bezug zur germanischen Götter- und Sagenkultur bekamen, so der Asenweg und die Beowulfstraße. Auch weitere Waldperlacher Straßennamen haben indirekt mit Sagen zu tun, Friedrich Panzer etwa war unter anderem ein bayerischer Sagenforscher und wurde 1955 mit der Benennung einer Straße geehrt.

Bis heute schwingt die Tradition in Waldperlach fort. Wer glaubt, die jüngeren Namensvergaben wären im kommunalpolitischen Kleinmief untergegangen, wird eines Besseren belehrt: 2000 etwa wurde eine Straße nach Klara Ziegler benannt, eine Schauspielerin, die als Deutschlands letzte Heldendarstellerin gilt und u.a. die Brunhild in den „Nibelungen“ spielte. Dies passt gut zur Straßenvergabe in der angrenzenden Gemeinde Neubiberg:

Fortsetzung in Neubiberg: Hier findet der sagenhafte Stadtteil nahtlos seine Fortsetzung in Gestalt der Nibelungensage. Die Straßen heißen hier Brunhildenstraße, Nibelungenstraße, Rheingoldstraße, Siegfriedstraße, Walkürenstraße und Wotanstraße.

Hänsel und Gretel
Hexenhaus aus Hänsel und Gretel. Das  Märchen kommt zwar nicht als Straßennamen in Waldperlach vor, ist aber durch den „Märchenweg“ abgedeckt. Lizenz: Public Domain

Die Frage nach dem Grund für den Hang zu den Märchen und Sagen wurde aber immer noch nicht zufriedenstellend beantwortet. Möglicherweise war Waldperlach einfach immer schon märchenhaft. Und wenn nicht, ist es das durch die Straßennamen vielleicht inzwischen geworden. Aber vielleicht weiß ja ein Leser mehr … 2012 feierte Waldperlach übrigens 100-Jähriges. 100 Jahre, das ist der Zeitraum, den Dornröschen schlafen sollte.

Leiberheim in Waldperlach 1920
Leiberheim in Waldperlach um 1920. Lizenz: Public Domain
Leiberheim
Wirtshaus/Biergarten Leiberheim am Eck Schneewittchenstraße/… (29.08.2017) © Thomas Irlbeck
Leiberheim
…Nixenweg (29.08.2017) © Thomas Irlbeck