Den Katzenbuckel runterrutschen – Spielplatz und Kunst

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Weißenseepark
Bild 1: Rutsche am Katzenbuckel (18.07.2018) © Thomas Irlbeck

Der Weißenseepark in unserem Nachbarstadtteil Obergiesing ist vielleicht jetzt nicht so besonders bekannt, aber doch ganz nett. Bei uns in Neuperlach werden immer mehr Spielplätze entweder ganz aufgegeben oder die maroden Spielgeräte durch neue, meist erheblich kleinere, einfachere ersetzt. Hier am Katzenbuckel (einer Art Erweiterung des Weißenseeparks) aber gibt es eine schöne Rohrrutsche und sogar einen 20 Meter langen und 4,50 hohen Lindwurm, der von Hans Reif und Michael Ertlmeier in rund 1.100 Arbeitsstunden entstanden ist. Kunst auf dem Kinderspielplatz muss sein!

Wer sich das selbst einmal anschauen will: Die Parkanlage Katzenbuckel wird begrenzt von der Weißenseestraße (nördlich), Untersbergstraße (westlich) und Tegernseer Landstraße (südlich). Der U-Bahnhof St.-Quirin-Platz (U1) ist ganz in der Nähe.

Weißenseepark
Bild 2: Lindwurm am Katzenbuckel (18.07.2018) © Thomas Irlbeck
Weißenseepark
Bild 3: Lindwurm am Katzenbuckel (18.07.2018) © Thomas Irlbeck
Weißenseepark
Bild 4: So lang ist der Lindwurm am Katzenbuckel (18.07.2018) © Thomas Irlbeck

„Modern“ hat zwei Bedeutungen – eine Gartenanlage in Neuperlach kommt in die Jahre

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Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 1: Gartenanlage in Neuperlach Nord mit den typischen vielen Treppen zur Tiefgarage. Am Boden macht sich Moos breit (11.01.2018) © Thomas Irlbeck

Das Besondere in Neuperlach sind die vielen, großzügigen Gartenanlagen der einzelnen Wohnanlagen, fernab der Hauptwege hinter den Wohnblöcken. Sagen wir mal ganz freundlich Parkanlagen zu ihnen. Sie bieten viel Grün und Spielmöglichkeiten, aber auch die Zugänge zu den Tiefgaragen sind hier integriert.

Nach fast 50 Jahren ist aber ihr Zustand nicht mehr gut. Es hat sich Moos breitgemacht, das Holz ist teilweise verrottet, viele Spielgeräte wurden abgebaut, ohne dass sie durch neue ersetzt worden wären. Manche Wege sind auch durch den Bewuchs nicht mehr passierbar. Wie das alles aussieht, zeige ich an einem Beispiel einer Wohnanlage in Neuperlach Nord.

Ich mag die Gartenanlagen aber trotzdem. Vielleicht vom Winter einmal abgesehen, sorgt hier Mutter Natur ganz automatisch für eine gewisse Idylle. Dass alles nicht mehr so künstlich, nicht mehr wie Reißbrett-Design wirkt, hat ja auch einen gewissen Charme.

Betonung der Wörter beachten! Von modern (1) zu modern (2)

Was mal modern war, modert nun. Jetzt sollen die zwei Bedeutungen von „modern“ klar werden, bei der ersten Bedeutung wird die zweite Silbe betont und es ist „fortschrittlich“ damit gemeint, bei der zweiten Bedeutung liegt die Betonung auf der ersten Silbe. Jetzt geht es um „faulen“ und „in Moder übergehen“.

Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 2: Verwitterter Aufgang zu einem Aussichtspunkt (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 3: Der Aussichtspunkt ist in Sichtweite (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 4: Am Aussichtspunkt (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 5: Die Holzzylinder der Einfassung am Aussichtspunkt sind teilweise hohl, um es noch … (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 6: … freundlich auszudrücken (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 7: Eine der beiden Treppen zum Aussichtspunkt ist nicht mehr wirklich nutzbar, nicht nur, weil nun ein Baum im wahrsten Wortsinne im Weg steht (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 8: Anderes Ende der nicht mehr nutzbaren Treppe (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 9  (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 10: Ein Teil des wellig gewordenen Asphalts wurde entfernt. Die Arbeiten ruhen schon lange (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 11: Einsam steht hier eine Schaukel (11.01.2018) © Thomas Irlbeck

Hoffentlich bleiben die Gartenanlagen erhalten. Immerhin sind viele dieser Anlagen auf einer Tiefgarage errichtet, die sogar ein Befahren mit schwerem Gerät nicht verträgt. Daher kann man nicht einfach nachverdichten, sprich zusätzliche Häuser daraufsetzen. Allerdings ist es natürlich möglich, dass eine Tiefgarage abgerissen und durch eine stabilere ersetzt wird, auf die man dann Häuser stellen kann. Dies wurde bei einer Wohnanlage in der Nawiaskystraße in Neuperlach West gemacht.

Wohnungen werden sicher gebraucht, aber Neuperlach verliert seine Großzügigkeit, wenn man alles nur technisch Machbare in puncto Nachverdichtung realisiert.

Sitzbrettfahrer (Update 24.04.2017)

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Die Bretter der Bänke in meiner Gartenanlage werden erneuert. Das Material hat der Sitzbrettfahrer gebracht.

Bänke Gartenanlage
Neue Bretter für die Bänke (19.04.2017) © Thomas Irlbeck
Bänke Gartenanlage
Das Ergebnis nach Monate lässt sich sitzen! (24.04.2017) © Thomas Irlbeck

Weißer als weiß

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LAO ganz in Weiß
LAO ganz in Weiß (04.06.2015) © Thomas Irlbeck
LAO ganz in Weiß
Das Weiße Haus mit blauem Eingang (04.06.2015) © Thomas Irlbeck

Wie jeder weiß, ist „weiß“ bereits weiß, folglich gibt es kein weißer als weiß, auch wenn die Zubehörwerbung für „weiße Ware“ uns etwas anderes wissen lassen möchte. Aber für die Überschrift kann man ja mal aus der Werbung zitieren.

Nachdem nun ein beträchtlicher Teil des Gerüsts abgenommen wurde, kommt das LAO (Leben am Ostpark) immer mehr dem endgültigen Aussehen näher. „Ganz in Weiß“, ist das Motto! Auch der Spielplatz macht große Fortschritte.

Durchgang zum Life wieder frei

Erfreulich ist, dass nun endlich der Zugang zum Life wieder frei ist. Zwischen dem Life-Haupteingang und dem Parkplatz-Albert-Schweitzer-Straße (Höhe Döner-Restaurant im Bürogebäude) wurde der alte Verbindungsweg wieder freigegeben. Für Life-Einkäufer aus der Plettstraße bedeutet es, dass diese nicht mehr den ganzen Parkplatz bis zur Albert-Schweitzer-Straße vorlaufen müssen. Der Verbindungsweg Plettstraße (Kurve) zum Life ist aber noch dicht.

LAO Durchgang zum LiIfe wieder frei
Der Durchgang zum Life ist … (04.06.2015) © Thomas Irlbeck
LAO Durchgang zum Life wieder frei
… wieder frei (04.06.2015) © Thomas Irlbeck

Spielereien

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Spielplatz vor dem LAO
Spielplatz vor dem LAO (27.05.2015) © Thomas Irlbeck

Vor dem LAO, dort wo sich die Sonnenuhr befand, wird nun bereits der neue Spielplatz errichtet. Mehr zum Thema: Zeit für die Sonnenuhr am Plett-Zentrum wohl für immer abgelaufen

Neuperlach Nord 1974

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Kurt-Eisner-Straße_1974
Spielplatz an der Kurt-Eisner-Straße (1974). Aus der Fotosammlung von G. S.

Wir befinden uns in Neuperlach Nord an einer Wohnanlage an der Kurt-Eisner-Straße. Neben dem Klettergerüst war ein Wasserspielplatz. Wer erinnert sich? Wer genau hinsieht, erkennt im Hintergrund rechts die „Kasernen“-Wohnanlage am Friedrich-Engels-Bogen. Der Blick geht Richtung Ost. Aus der Fotosammlung von G. S., vielen Dank für die tolle Einsendung!

Finsterworld – ein bitterböser Film voller Lichtblicke

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Eine unschöne Vorgeschichte

Finsterworld - Drehort
Hier an dieser Stelle wurde 2012 gedreht. Das Klettergerüst und die Wohnanlage im Hintergrund sind im Film zu sehen (23.07.2014) © Thomas Irlbeck

Vor zwei Jahren fanden in meiner Wohnanlage Dreharbeiten zu dem Kinofilm Finsterworld statt. Während der Arbeiten kam es zu Einschränkungen, die einige Bewohner als Belästigung empfanden. Der Durchgang über den Nordweg wurde immer wieder unterbrochen. Zeitweise durften die Bewohner nicht am eigenen Fenster stehen, verständlich, weil es im späteren Film ja reichlich seltsam aussehen würde, wenn eine Menge Leute aus dem Fenster schauen.

Einige Bewohner wollten so etwas kein weiteres Mal erleben. Als dann noch bekannt wurde, dass man von der Produktionsgesellschaft laut Aussage der Hausverwalterin kein Honorar als Entschädigung für die Unannehmlichkeiten bekommen habe, kochte bei einigen die Wut hoch. Schlimmer: Einige glaubten der Verwalterin nicht und vermuteten, sie habe das Geld in die eigene Tasche gesteckt. Beweise dafür gibt es keine.

„Ich schwöre …“ – Eid beim Amtsgericht und das ist kein Film …

Mit einem Antrag auf der Eigentümerversammlung sollte zweierlei erreicht werden: Erstens: Es soll nie wieder Dreharbeiten in der Wohnanlage geben – unabhängig davon, ob mit oder ohne Honorar. Zweitens: Die Verwalterin legt auf eigene Kosten einen Eid beim Amtsgericht München ab, dass sie kein Honorar erhalten habe.

Zu meinem Erstaunen wurde der Antrag in allen Bestandteilen zugelassen, also auch der Eid beim Amtsgericht. Die Verwalterin wagte die Flucht nach vorne. Sie habe sich nichts vorzuwerfen, also könne sie das auch unter Eid aussagen. Bei der Abstimmung erhielt der Antrag dann eine große Mehrheit. Das ewige Drehverbot und auch der abzuleistende Eid wurden als Gesamtpaket durchgewunken.

Ich finde so etwas spießig. Natürlich gibt es bei Dreharbeiten immer Einschränkungen und es entstehen auch Schäden, für deren Beseitigung das Honorar kaum ausreicht. Aber ich habe dennoch als einer der wenigen gegen den Antrag gestimmt. Wenn in Zukunft Honorare gezahlt würden, hätte ich mir durchaus erneute Dreharbeiten vorstellen können. Schon einmal, weil es mir Freude macht, meine Wohnanlage später in einem Spielfilm zu sehen.

Der Film

Finsterworld, eine deutsche Produktion, kommt zunächst als typischer Episodenfilm daher. Man sieht in wechselnden Szenen Menschen, die an verschiedenen Plätzen leben und arbeiten. Ein Fußpfleger, ein Polizist, Schüler einer Privatschule, eine Regisseurin, eine alte Dame im Altenheim, ein Einsiedler, um nur einige zu nennen. Erst nach und nach kristallisiert sich heraus, dass die Leute miteinander verbunden sind – weil sie eng verwandt sind oder anderweitig zusammengehören.

Das Faszinierende aber ist, dass hinter der spießigen Fassade gewaltige menschliche Abgründe und Perversionen stecken, die dem Zuschauer in einem dramaturgischen Spannungsablauf mit bitterbösen Szenen präsentiert werden. Manchmal ist der Film absolut und fast enttäuschend vorhersehbar, oft wird der Zuschauer aber mit höchst überraschenden Wendungen konfrontiert. Die meisten Gags sind so gelungen, dass es unangemessen wäre, sie hier zu verraten. Nur eines soll gesagt werden: Die unrühmliche deutsche Geschichte unter Adolf Nazi und typische deutsche Klischees spielen eine zentrale Rolle. Einige der vorgetragenen Thesen sind geradezu köstlich und wie immer steckt in jeder Satire auch eine dynamisch große Portion Wahrheit.

Negativ ist mir aufgefallen, dass im Film laufend geraucht wird. Rauchen wird als Normalität dargestellt, auch die Schüler qualmen wie Schlöte und erhalten sogar von Erwachsenen Zigaretten angeboten. In einer Szene in einer Tankstelle gibt es ein riesiges überbreites Regal, in dem klar erkennbar Zigaretten fast nur einer Marke zu sehen sind. Offenbar wurde hier massives Product Placement betrieben.

Finsterworld ist inzwischen als DVD erhältlich.

Infos kompakt

Produktionsjahr: 2013

Regie: Frauke Finsterwalder

Drehbuch: Christian Krach

Darsteller: Ronald Zehrfeld, Sandra Hüller, Michael Maertens, Margit Carstensen, Corinna Harfouch

Spieldauer: 91 Minuten

FSK 12

Mehr Infos/bestellen: hier klicken

Neuperlach West (ca. 1970-1972)

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Es wird historisch. Zu sehen ist eine Wohnanlage an der Nawiaskystraße/am Adolf-Baeyer-Damm. Ein Bild zeigt den Brunnen vor dem Quidde-Zentrum. Vielen Dank an G. K. für die Einsendung und die Genehmigung, die Bilder hier zu zeigen!

Nawiaskystraße, G.K.
Nawiaskystraße (ca. 1970-1972). Foto: G. K.
Nawiaskystraße, G.K.
Neuperlach West,
Nawiaskystraße (ca. 1970-1972).
Foto: G. K.
Nawiaskystraße, G.K.
Neuperlach West,
Nawiaskystraße (ca. 1970-1972).
Foto: G. K.
Nawiaskystraße, G.K.
Neuperlach West,
Nawiaskystraße
(ca. 1970-1972).
Foto: G. K.
Quiddestraße, G.K.
Neuperlach West,
Quiddestraße/Quidde-Zentrum, Brunnen (ca. 1971-1972). Foto: G. K.

Bewegung bei den Mülltonnenaufzügen (Update 25.10.2012)

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Betrieb auf dem Mülltonnenspielplatz
Betrieb auf dem Mülltonnenspielplatz (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Ende April letzten Jahres hat der TÜV die Mülltonnenaufzüge meiner Wohnanlage stillgelegt. Grund waren Sicherheitsmängel: So fehlt ein Einklemmschutz, ferner gab es Verstöße gegen den Brandschutz. Nun stehen seit 16 Monaten die Mülltonnen an der Oberfläche, da die Tonnen nicht mehr aus den Müllräumen im Keller an die Oberfläche transportiert werden können. Wegen des begrenzten Platzes mussten die Mülltonnen unter anderem auf dem Spielplatz und an dem Platz mit der Tischtennisplatte positioniert werden. Da die Müllschlucker in den Müllräumen im Keller enden, mussten auch all diese Müllabwurfanlagen vorübergehend stillgelegt werden.

Erneuerung Mülltonnenaufzüge
Die Mitteilung ist wichtig (29.06.2012) © Thomas Irlbeck

Bereits im Juli 2011 wurde ein Beschluss gefällt, die Mülltonnenaufzüge zu erneuern. Außerdem müssen in einem der Häuser eine Sprinkleranlage in den Müllraum eingebaut werden, da dieses mit mehr als acht Stockwerken als echtes Hochhaus gilt und damit strengeren Brandschutzbestimmungen unterliegt. Ferner ist es aus dem gleichen Grund notwendig, die Müllabwurfklappen in diesem Haus speziell abzudichten, sodass im Feuerfall der gefährliche Qualm zurückgehalten wird.

Als Ersatz für die alten Aufzüge mit Seilzugmechanik werden nun moderne Unterfluraufzüge eingebaut. Ein spezieller Korrosionsschutz soll der Witterung ausgesetzter Bauteile, z.B. der Plattform, ein längeres Leben bescheren. Angeblich sind für die nächsten 20-30 Jahre keine Probleme zu erwarten.

Entfernung Mülltonnenaufzug
Ausbau der alten Mülltonnenaufzüge (03.07.2012) © Thomas Irlbeck

Doch erst jetzt nach ewigem Warten wird der Beginn der Arbeiten per Aushang angekündigt. Als erster Schritt werden ab dem 2. Juli die alten Mülltonnenaufzüge entfernt. Das Projekt hat eine hohe Dringlichkeit, da halte ich ehrlich gesagt Zeiträume, die ein Jahr deutlich überschreiten, für nicht akzeptabel. Klar muss alles penibel geplant werden, es müssen Ausschreibungen gemacht werden. Aber man sollte doch zumindest innerhalb eines Jahres eine Erneuerung zustande bringen. Jetzt werden wohl 1½ Jahre daraus. Es sei die Frage erlaubt, wie viel Jahre solch ein Projekt dauern würde, hätte es keine so hohe Priorität.

Update (01.07.2012, 02.07.2012)

Am 02. Juli begannen wie geplant die Arbeiten, die ersten Mülltonnenaufzüge wurden ausgebaut, die Schächte mit Brettern und Bauzäunen gesichert. Heute, am 03. Juli, war bereits mein Haus an der Reihe (siehe Foto).

Update (04.07.2012)

Mülltonnenaufzug im Marx-Zentrum
Mülltonnenaufzug im Marx-Zentrum (04.07.2012) © Thomas Irlbeck

Im angrenzenden Marx-Zentrum fahren die Museumsstücke noch, wie das Foto zeigt.

Update (30.08.2012)

Die alten Aufzüge wurden entfernt, aber seit Anfang Juli ruhen die Arbeiten wieder. Angeblich gibt es Lieferschwierigkeiten bei den neuen Mülltonnenaufzügen. Das heißt schon wieder rund zwei Monate Stillstand. Wenigstens können sich die Kinder über neuen Sand freuen, denn der wurde auf dem Spielplatz ausgetauscht. Ebenso wurden einige Gehwegplatten erneuert.

Update (06.10.2012)

Mülltonnenaufzug
Mülltonnenaufzug fertig eingebaut (06.10.2012) © Thomas Irlbeck

Nach 1,5 Jahren Warten sind nun unsere Mülltonnenaufzüge endlich fertig eingebaut. Aber sie sind noch nicht in Betrieb, es fehlt wohl noch die Abnahme durch den TÜV. Nächstes Jahr (vielleicht sogar noch die letzten erträglichen Herbsttage in diesem Jahr) können die Kinder wieder auf dem Spielplatz herumtollen, ohne den Gestank der dort stehenden Mülltonnen abzubekommen.

Update (25.10.2012)

Am 25.10.2012 wurde endlich die Freigabe erteilt. Die Müllräume und Müllschlucker können wieder genutzt werden! Fast auf den Tag genau hat es 1½ Jahre gedauert.

Düfte ziehen an: Steigerung der Besucherzahlen

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Die Pergola wurde vom Spielplatz entfernt (Neuperlach.org berichtete), aber leider nicht die Mülltonnen. Diese werden wohl noch ein paar Monate stehen bleiben. Einzige Ausnahme: Wenn die Tonnen geleert werden, werden sie kurzzeitig entfernt. Man schaue sich den Betrieb auf der Rutsche an: So unglaublich es klingt, aber der Spielplatz wurde früher nur selten benutzt. Seit die stinkenden Mülltonnen dort stehen (seit knapp einem Jahr), sehe ich nun aber immer wieder dort Kinder spielen. (Bild entfernt)

Zwei mögliche Erklärungen:

  • Da die Bewohner dort ihren Müll entsorgen müssen, gerät ins Bewusstsein, dass es in der Wohnanlage überhaupt einen Spielplatz gibt, und man schickt die lieben kleinen Gören zum Spielen dort hin. (Der Spielplatz liegt in einem Bereich, den man eventuell sonst gar nicht zu Gesicht bekommt, wenn man nur die Haupteingänge der Häuser benutzt, die auf der anderen Seite der Wohnanlage liegen.)
  • Es liegt eine Täuschung vor, die Spielplätze werden gar nicht häufiger benutzt. Man schaut nur genauer hin und prüft, ob Kinder diese unwürdige Umgebung aufsuchen. Früher hätte man die Kinder gar nicht bemerkt, da man dann nicht gezielt darauf achten würde.

Welche Erklärung stimmt? Oder ist es eine Mischung aus beiden Erklärungsversuchen?

Eigentümerversammlung – die Panne

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Mülltonnenaufzug außer Betrieb
Die Mülltonnenaufzüge sind außer Betrieb. Die Mülltonnen stehen seit knapp einem Jahr auf dem Spielplatz (Archivbild von 2011) © Thomas Irlbeck

Seit fast einem Jahr stehen in meiner Wohnanlage die Mülltonnen im Freien, genauer auf dem Spielplatz. Der Grund dafür ist, dass der TÜV die Mülltonnenaufzüge wegen Sicherheitsmängeln stillgelegt hat, entsprechend können die Tonnen nicht mehr von den Müllträumen im Keller an die Oberfläche transportiert werden. Aus dem gleichen Grund sind auch die Müllschlucker stillgelegt – der Müllabwurfschacht endet im Keller, und das wäre dann Endstation für den Müll (Neuperlach.org berichtete). Doch das Hauptmerkmal von Sanierungsvorgängen ist: Sie dauern lange und länger. Nur die Ewigkeit im christlichen Glauben währt länger fort. Immerhin hat man im Juli letzten Jahres eine Neuerrichtung der Mülltonnenaufzüge beschlossen. Ebenso wurde ein Beschluss gefällt für eine Abdichtung der Müllschlucker-Einwurfklappen und den Einbau einer Sprinkleranlage im Müllraum – jeweils exklusiv nur im Haus 58, weil dieses als echtes Hochhaus gilt und die aktuellen Sicherheitsvorschriften das jetzt für Hochhäuser vorschreiben. Doch bis heute laufen keine Bauarbeiten. Der Knackpunkt ist jetzt, dass alle Unternehmen, die bei der Ausschreibung ein Angebot abgaben, deutlich den Kostenrahmen sprengten – genauer um 25.000 EUR beim niedrigsten und damit favorisierten Angebot. Daher wurde zu einer außerordentlichen Eigentümerversammlung eingeladen, um eine Nachgenehmigung für diese 25.000 EUR einzuholen. Bei dieser Gelegenheit sollten auch ein paar weitere Punkte besprochen werden.

Als ich pünktlich um 17:30 eintreffe, sind weit weniger Eigentümer anwesend, als es sonst üblich ist. Die Versammlung wird eröffnet und sofort wieder geschlossen. Das ist aber ein bekanntes Ritual, das ich bislang noch immer erlebt habe. Denn die erforderliche Anwesenheitsquote wird auch bei besser besuchten Eigentümerversammlungen kaum erreicht. Aber es gibt ja dann die zweite Versammlung nach einer Wartefrist von einer halben Stunde. Bei dieser ist man dann auf jeden Fall beschlussfähig, unabhängig davon, wie viele Eigentümer noch eintreffen. Es kommt jedoch zwischen 17:30 und 18:00 fast niemand mehr. Ich gehe davon aus, dass der Grund darin liegt, dass die meisten die heutige Versammlung als reine Formsache ansehen und sie das Thema schon anödet. Ich sollte falsch liegen, was das Nichterscheinen anbelangt, wie sich später noch herausstellen wird.

Kostensteigerung bei den Mülltonnenaufzügen

Die Versammlung wird dann um 18:00 eröffnet. Ich erfahre den Grund, warum das Ganze teurer wird. Zu einem geringen Teil liegt es daran, dass Aufzüge allgemein teurer geworden sind. Zu einem großen Teil ist die Ursache aber darin zu suchen, dass man beim Korrosionsschutz nachbessern will. Schließlich sollen die Plattformen der Müllaufzüge nicht schon nach zwei Jahren ein Opfer des Rosts werden. Im Raum regt sich kaum Widerstand. Die Erhöhung des Kostenrahmens wird schließlich einstimmig genehmigt. Nun also können die Arbeiten beauftragt werden. Wohl noch im Sommer wird der Zustand, dass die Kinder neben den Mülltonnen spielen, endlich beendet.

Pergola – ohne ist man noch weniger zufrieden

Ein weiterer Punkt ist die Pergola. Diese wurde inzwischen entfernt, da sie nicht mehr zu retten war. Ein Eigentümer wählt sehr deutliche Worte, dass die Parkanlage ohne Pergola nun sehr schlimm aussehe. Die Verwalterin weist darauf hin, dass im Dezember letzten Jahres ausdrücklich nur die Entfernung der Pergola beschlossen wurde, ein Neubau der Pergola jedoch abgelehnt wurde. Der Eigentümer kann sich die Bemerkung nicht verkneifen, er habe ja für einen Neubau gestimmt. Die Verwalterin schlägt vor, er solle einen Antrag auf Neuerrichtung einer Pergola einreichen, im Dezember könne dann bei der regulären Eigentümerversammlung darüber abgestimmt werden. Ein weiterer Eigentümer weist noch darauf hin, dass ja auf dem Nachbargrundstück ein Bauvorhaben umgesetzt werde und eine optische Abgrenzung daher umso wichtiger sei.

Zustand vor der Demontage

Pergola
Der Zustand der Pergola … (Archivbild von 2011) © Thomas Irlbeck
Pergola
… ist so schlecht, dass da … (Archivbild von 2011) © Thomas Irlbeck
Pergola
… nichts mehr zu retten war (Archivbild von 2011) © Thomas Irlbeck

Vorher vs. nachher

Betrieb auf dem Mülltonnenspielplatz
Vorher: Mülltonnenspielplatz mit Pergola (Archivbild von 2011) © Thomas Irlbeck

Ohne Pergola sieht die Parkanlage aber auch nicht schöner aus, ganz im Gegenteil:

Mülltonnenspielplatz ohne Pergola
Nachher: Mülltonnenspielplatz ohne Pergola (16.03.2012) © Thomas Irlbeck
Ohne Pergola
Der traurige Rest der Pergola (16.03.2012) © Thomas Irlbeck

Dreckspatz in der Wohnanlage – Müllabwurf von der Loggia

Und es soll noch einen Aufreger geben: Frau B. (Name geändert), die in einem Stockwerk ziemlich weit unten wohnt, berichtet davon, dass mindestens ein Bewohner Zigarettenkippen, Obstreste und weiteren Müll einfach von der Loggia werfe. Diese Abfälle würden in ihrem Blumentrog landen, den sie als Kräutergarten nutze. Diese Verwendung sei nun nicht mehr möglich. Selbst eine Damenbinde habe sie schon bei der Ernte gefunden. Der Täter sei bislang nicht zu lokalisieren. Die Verwalterin schlägt vor, per Rundschreiben alle Bewohner zu Ordnung und Anstand aufzurufen. Aber ob das reicht? Nach kurzer Überlegung verkneife ich mir den Vorschlag, eine Überwachungskamera anzubringen. Frau B. wirft auch mir einen Blick zu. Ob sie mich in Verdacht hat? Ich rauche nicht und auch hält sich mein Verbrauch an Damenbinden als Mann eher in Grenzen. Ein Eigentümer meint, mit der Wiederinbetriebnahme der Müllschlucker im Sommer werde sich die Situation wieder verbessern. Er kann damit nicht überzeugen, es gibt Widerspruch im Raum. Wer einen fehlenden Müllschlucker als Freibrief sieht, den Müll nun von der Loggia zu werfen, der hat generell ein Defizit.

Die Panne

Kurz vor dem Ende der Versammlung kommt unerwartet Besuch. Die Person berichtet, sie habe beobachtet, dass sich vor der Kirche (die Versammlung findet immer in der Kirche statt) ein Grüppchen von Leuten gebildet habe, die dann wieder abgezogen seien, da sie wegen verschlossener Türen nicht in die Kirche gelangen konnten. Darunter sollen Eigentümer gewesen sein, die dann wieder nach Hause gegangen seien. Es wird vermutet, dass ein Kirchenmitarbeiter die Außentüre irgendwann zwischen 17:30 und 18:00 abgesperrt hat, da ihm wohl entgangen war, dass im Versammlungsaal getagt wurde. Tatsächlich fehlten zahlreiche Gesichter, die man sonst bei jeder Versammlung sah. Nach meinem Verständnis können die betroffenen Eigentümer den Beschluss in puncto Mülltonnenaufzüge nun anfechten, trotz Einstimmigkeit. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass jemand Gebrauch davon macht, da es keine Alternative zum Beschluss gibt. Die ausgesperrten Eigentümer werden es wohl mit Humor nehmen (müssen).

Neues zum Thema Müll

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Seit über einem halben Jahr, genauer seit Ende April dieses Jahres, stehen die Mülltonnen meiner Wohnanlage auf dem Spielplatz und einem nahe gelegenen weiteren Platz, an dem sich eine Tischtennisplatte befindet und auf dem des Öfteren gegrillt wird (Neuperlach.org berichtete). Der Grund ist, dass der TÜV Süd die Mülltonnenaufzüge stillgelegt hat, sodass die Müllräume im Keller nicht mehr genutzt werden können, da es keine Möglichkeit mehr gibt, die Tonnen an die Oberfläche zu befördern. Zwar wurde im Juli beschlossen, dass die Mülltonnenaufzüge erneuert werden.

Die Erneuerung der Mülltonnenaufzüge wird sich noch lange hinziehen

Doch vor wenigen Tagen wurde ich darüber informiert, dass nun erst einmal die Ausschreibung beginnt. Die Firmen haben dafür drei Wochen Zeit. Entsprechend liegt die Erneuerung noch in ferner Zukunft. Vor dem Frühsommer ist wahrscheinlich nicht mit einer Fertigstellung zu rechnen.

Ein dritter Aufstellort für den Winter

Nun befürchten einige Bewohner, dass sie sich beim Müll-Herausbringen bei Eis und Schnee die Haxen brechen könnten. Als Reaktion darauf wurde nun jeweils eine Restmüll-, Papier- und Biotonne direkt vor den Hintereingang gestellt. Ein paar Radständer gehen dabei verloren, was aber im Winter zu verschmerzen ist.

Fairerweise muss man sagen, dass in den umliegenden Wohnanlagen auch teilweise weite Wege zu den Müllhäusern zurückgelegt werden müsse, Rutschgefahr inklusive. Aber viele Bewohner vermissen den ursprünglichen Komfort.

Betrieb auf dem Mülltonennspielplatz
Ein Bild aus dem Sommer. Eltern gehen mit ihren Kindern zum Mülltonnenspielplatz. Wie idyllisch!  © Thomas Irlbeck

Bezüglich des Aufstellortes wurde argumentiert, dass die Aufstellung am Spielplatz akzeptabel sei, da dieser kaum benutzt werde. Doch ich habe in keinem Sommer so viele Kinder auf dem Spielplatz gesehen wie in diesem. Vielleicht hat ja bei einigen der Gang zu den Mülltonnen in Erinnerung gerufen, dass es den Spielplatz überhaupt gibt und dass man ihn ja mal wieder benutzen könnte. Auch der zweite Müllplatz war immer wieder belebt. Aber nicht in puncto Müllentsorgung. Die Leute bereiteten vielmehr unmittelbar neben den Mülltonnen mit ihrem Grill Köstlichkeiten zu. Manchen Leuten graust es vor gar nichts.

Die Abstimmung: Müll in die Müllhäuser oder Müllhäuser auf den Müll?

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Betrieb auf dem Mülltonnenspielplatz
Hier stehen die Tonnen, damit die Kleinen schon früh die Geheimnisse der Mülltrennung kennen lernen (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Vor über zwei Monaten haben die Mülltonnen meiner Wohnanlage am Karl-Marx-Ring eine neue Bleibe gefunden. Sie stehen nicht mehr in den Müllräumen im Keller, sondern in zwei Gruppen am Kinderspielplatz und an der Freifläche an der Tischtennisplatte. Der Grund ist, dass der TÜV Süd die Mülltonnenaufzüge stilllegte. Das hat zur Folge, dass die Müllräume im Keller und auch die Müllabwurfschächte nicht mehr benutzt werden können, da es keine praktikable Möglichkeit mehr gibt, die Tonnen zwecks Entleerung an die Oberfläche zu befördern.

AnwALT eingeschALTet

Eigentlich sollte schon im Januar dieses Jahres das Thema behandelt werden, doch erst heute wurde auf einer außerordentlichen Eigentümerversammlung das Thema recycelt, nachdem man schon im November darüber gesprochen hatte. Ein Eigentümer hat einen Anwalt mitgebracht, der ihn unterstützen soll, den Bau von Müllhäusern zu verhindern. Der Anwalt ist schlau vorgegangen. Er hat schon vor Tagen ein umfassendes Schreiben an die Eigentümer herausgeschickt, aber diejenigen Eigentümer dabei übergangen, die verdächtigt werden, für den Bau von Müllhäusern stimmen zu wollen. Damit will er offenbar im „richtigen“ Lager einen Informationsvorsprung halten und nicht den Gegnern in die Hände spielen.

Ich bin ja der Auffassung, dass man was Bestehendes, das sich bewährt hat, reparieren und nicht für viel Geld stilllegen sollte, um nachher weniger zu haben als vorher. Ich bin also dafür, die Mülltonnenaufzüge zu sanieren. Zwar würde es mir nichts ausmachen, den Müll quer durch die Gartenanlage zu einem Mülltonnenhaus zu tragen. Aber es muss auch nicht sein, was nicht sein muss.

Teuer, teuer…

Ich werde aber den Eindruck nicht los, dass Verwalter und Beirat ganz massiv auf den Bau zweier Müllhäuser und für die Stilllegung der Müllabwurfschächte und der Mülltonnenaufzüge drängten. Schließlich seien Müllhäuser nicht nur in Neuperlach absoluter Standard und Müllabwurfschächte nicht mehr zeitgemäß oder gar illegal. Am Anfang sah es noch so aus, dass eine Sanierung der Mülltonnenaufzüge mindestens 300.000 EUR kosten würde, die Müllhäuser aber für „nur“ 150.000 EUR zu haben seien. Doch in Wahrheit ist die Sanierung der Mülltonnenaufzüge schon für ca. 126.000 EUR im Angebot, eine Erneuerung für ca. 165.000 EUR. Die Müllhäuser schlagen dagegen mit ca. 180.000 EUR zu Buche. In den Preisen sind jeweils alle erforderlichen Maßnahmen enthalten. So muss bei der Mülltonnenaufzugsanierung/-erneuerung in eines der Häuser eine Sprinkleranlage eingebaut werden, da es sich formal um ein Hochhaus handelt. Bei den anderen, niedrigeren Häusern ist es nicht notwendig. Im Übrigen erkennt man echte Hochhäuser daran, dass sie nicht über ein normales Treppenhaus, sondern über ein abgeschirmtes Fluchttreppenhaus verfügen. Das ist normalerweise ab 9 Stockwerken der Fall. Im Preis inbegriffen ist auch eine Abdichtung der Müllabwurfklappen im Hochhaus. In den anderen Häusern ist diese aus dem gleichen Grund nicht erforderlich.

In Verbindung mit dem Müllhausbau müssen natürlich die Müllabwurfschächte stillgelegt werden, hier rechnet man mit 12.000 EUR. Viel Geld, um danach etwas nicht mehr zu haben. 180.000 EUR sind natürlich eine richtige Stange Geld für zwei profane Müllhäuschen. Man bekommt eine recht schöne Wohnung für so viel Kohle, und das in München. Daher kam die Idee auf, keine Müllhäuser, sondern nur eingegitterte Müllstellplätze zu errichten. Ohne Dach mit abschließbarem Tor. Das gibt es für rund 62.000 EUR. Das ist aber eine Lösung, die auch kaum überzeugt, denn wer will schon bei Regen den Müll einwerfen? Mit einer Hand hält man den Schirm, mit der anderen den Deckel hoch und der Müllsack fliegt von alleine in die Tonne.

Daher spricht eigentlich viel für die Sanierung oder Erneuerung der Mülltonnenaufzüge, auch wenn die dachlosen Müllhäuser unschlagbar sind in ihrer preislichen Gestaltung. Daher ging ich davon aus, dass es zwischen diesen beiden Vorschlägen zu einer knappen Abstimmung mit viel Emotionen und Wortbeiträgen kommen würde.

Doch es kommt ganz anders: Zwar redetet der Anwalt viel und gut, weiß immer eine Antwort und stellt von der Gegenseite alles infrage. Er ist gut vorbereitet. Er scheint sogar die Abmaße jeder Mülltonnennorm zu kennen. Doch ab einem Punkt verliert er schlagartig seine Rolle, nämlich, als es in Richtung Abstimmung geht. Die Verwalterin weist überraschend darauf hin, dass laut einem Gerichtsurteil eine Eigentümerversammlung gar nicht befugt sei, einen Beschluss zur Stilllegung der Müllabwurfschächte zu fassen. Sie hätte das bislang auch nicht gewusst. Dennoch könne man Müllhäuser bauen. Prinzipiell. Zu meiner Verblüffung erfahre ich, dass man auch über die Müllhauspläne nicht abstimmen werde. Denn es handele sich um eine größere bauliche Veränderung, für den man unbedingt einen einstimmigen Beschluss brauche. Da aber ein solcher niemals erzielt werden könne, da im Vorfeld Eigentümer angekündigt hatten, auf jeden Fall gegen Müllhäuser zu stimmen, sei jeder Versuch sinnlos. Drei wunderschöne Vorschläge für Müllhäuser waren umsonst ausgearbeitet worden. Wenn man das früher gewusst hätte, hätte man sich die Arbeit…

Von 6 Abstimmungspunkten bleiben noch 2 – das macht die Sache einfacher, aber nicht einfach

So blieben nur noch die Sanierung und die Erneuerung (Neubau) der Mülltonnenaufzüge als Abstimmungspunkte1. Einige wenige wollen das nicht wahrhaben und kämpfen aussichtslos weiterhin für die Müllstandplätze. Ein Wutredner, der sich dafür einsetzt, wohnt offenbar gar nicht selbst in der Anlage. Dann will man natürlich als Vermieter die Kosten so niedrig wie möglich halten. Aber es hilft alles nichts, die Müllhauspläne sind schon längst im Reißwolf – rein gedanklich versteht sich.

Die Mülltonnenaufzüge (rechts hinten im Bild) werden nun doch erneuert (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Eine Handabstimmung ergibt zunächst ein relativ knappes „Ja“ für die Sanierung der Mülltonnenaufzüge. Da aber ein Eigentümer nicht genau eine Stimme hat, sondern Stimmanteile gemäß seiner Wohnfläche, muss bei knappen Ergebnissen schriftlich abgestimmt werden. Nun aber verfehlt der Vorschlag überraschend die Mehrheit und es gibt auch Enthaltungen, die bei der Handabstimmung nicht vorhanden waren. Der Vorschlag, die Mülltonnenaufzüge erneuern zu lassen, bekommt dann die Mehrheit. In allen Häusern werden auch die Müllabwurfschächte allen Unkenrufen zum Trotz wieder in Betrieb gehen. Im Endeffekt haben sich hier vielleicht nicht Vernunft und monetäre Abwägung durchgesetzt, sondern die Sachzwänge. Mit dem Ergebnis werden aber die meisten leben können. In ein paar Monaten, wenn der Sommer vorbei ist, wird es auch wieder einen Spielplatz geben, den man nicht wie jetzt in die Tonne treten kann.

1Die Sanierung hat den Nachteil, dass geringfügig höhere Müllgebühren anfallen (pro Eigentümer typischerweise 3,50 EUR im Jahr), da kleinere Tonnen verwendet werden müssen. (Der Anwalt bestreitet, dass die großen Tonnen nicht passen.) Außerdem ist zu befürchten, dass man für den sanierten Aufzug in ein paar Jahren keine Ersatzteile mehr bekommt. Da ist ein neu gebauter Aufzug im Vorteil, der auch garantiert die großen Tonnen aufnehmen kann.

Dem Müll (k)eine Abfuhr erteilen

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Seit knapp 7 Wochen stehen die Mülltonnen in meiner Wohnanlage am Karl-Marx-Ring nun Tag und Nacht auf dem Spielplatz, da die Mülltonnenaufzüge vom TÜV Süd stillgelegt wurden und die Mülltonnen entsprechend nicht mehr von den Müllräumen im Keller an die Oberfläche befördert werden können (Neuperlach.org berichtete). Doch der Spielplatz wird weiter benutzt – Hygiene, Gerüche und Optik zum Trotz. Der Zustand wird wohl noch länger anhalten, da es noch nicht einmal einen Termin für die außerordentliche Eigentümerversammlung gibt, auf der dann etwas beschlossen werden könnte, was dann (irgendwann) mal umgesetzt werden könnte. Es ist kein Geheimnis, dass Baugenehmigungen nur im Märchen von heute auf morgen erteilt werden.

Betrieb auf dem Mülltonnenspielplatz
Betrieb auf dem Mülltonnenspielplatz (12.06.2011) © Thomas Irlbeck

Update

Mit einem halben Jahr Verzögerung hat es nun die Hausverwaltung endlich geschafft, einen Termin für die außerordentliche Eigentümerversammlung anzuberaumen. Am 05.07. soll nun entschieden werden, wie es weitergeht. Es gibt sechs verschiedene Lösungen, darunter sind auch einfache Müllstellplätze, die nur per Tor vor Fremdbenutzung geschützt werden, aber kein Dach haben. Der Vorteil ist neben der geringen Kosten, dass offenbar dafür keine Baugenehmigung erforderlich ist. Aber man kann dann den Müll ohne Regenschutz einwerfen, aber daran haben sich ja einige schon gewöhnt.

Wie auch immer entschieden wird, so schnell werden wohl die Mülltonnen nicht vom Spielplatz verschwinden. Planung und Bau der Mülltonnenhäuser werden nicht wenig Zeit in Anspruch nehmen.

Das neue Highlight in Neuperlach: Mülltonnenspielplatz

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Mülltonnen im Freien
Die Mülltonnen stehen nun Tag und Nacht im Freien (29.04.2011) © Thomas Irlbeck

Bislang hatten die Bewohner einer Wohnanlage am Karl-Marx-Ring, in welcher der Autor übrigens selbst wohnt, Müllräume in den Kellergeschossen, in denen der Müll bequem ohne weite Wege entsorgt werden konnten, sowie Müllabwurfschächte. Nun hat der TÜV Süd eine sofortige Stilllegung der Mülltonnenaufzüge wegen erheblicher Sicherheitsmängel veranlasst. Da die Tonnen nicht mehr befördert werden können, wurden sie nun im Freien neben dem Spielplatz sowie neben der Tischtennisplatte aufgestellt, was beide Plätze ungemein „aufwertet“. Die Mülltonnen sind dem Regen ausgesetzt. Die Pergola beim nordwestlichen Standplatz bietet nur eine minimale optische Kaschierung, aber keinen Wetterschutz, da sie nicht über ein Dach, sondern nur über Querbalken verfügt. Der nordöstliche Müllplatz hat nicht mal diese optische Kompensation. Die Müllabwurfschächte, die in den Müllräumen im Keller enden, mussten auch aus dem gleichen Grund außer Betrieb genommen werden.

Mülltonnen im Freien
Der Spielplatz wird durch die Mülltonnen ungeheuer „aufgewertet“. Das stinkt! (29.04.2011) © Thomas Irlbeck

Wie konnte es so weit kommen, dass Kinder nun keine zwei Meter neben den Mülltonnen spielen dürfen? Dass die Mülltonnenaufzüge Sicherheitsmängel haben, ist länger bekannt (Neuperlach.org berichtete). Im November letzten Jahres wurde bei der Eigentümerversammlung kein Beschluss gefasst, weil als TOP faktisch nur ein Bau von Müllhäusern in der Gartenanlage angeboten wurde und noch keine Alternativen umfassend ausgelotet wurden (Modernisierung der Mülltonnenaufzüge etwa). Anfang dieses Jahres sollte eine außerordentliche Eigentümerversammlung zu dem Thema einberufen werden. Passiert ist aber bislang nichts. Warum muss es erst immer zu einer Ausnahmesituation kommen, bevor gehandelt wird? Wer hat hier versagt?

Mülltonnen im Freien
Der zweite Standplatz. Das Tischtennisspielen … (29.04.2011) © Thomas Irlbeck
Mülltonnen im Freien
… ist sicherlich jetzt ein besonders gerunchssensorisches Erlebnis (29.04.2011) © Thomas Irlbeck

Updates

Noch ein paar zusätzliche Bilder:

Mülltonnenaufzug außer Betrieb
Mülltonnenaufzug außer Betrieb. Wahrscheinlich für immer, da eine Nachrüstung der Sicherheitsmerkmale wohl nicht möglich ist. Auch ein Neubau ist angeblich an derselben Stelle nicht zulässig bzw. würde sehr teuer kommen, etwa doppelt so viel wie Mülltonnenhäuschen (30.04.2011) © Thomas Irlbeck
Müllschlucker außer Betrieb
Müllschlucker außer Betrieb (Bildmitte). Der Griff wurde abmontiert und die Klappe zugeklebt. Selbst wenn der Mülltonnenaufzug wieder in Betrieb genommen werden würde, dürfte der Müllschlucker wegen der Brandschutzvorschriften wohl nicht wieder in Gang gesetzt werden (30.04.2011) © Thomas Irlbeck
Mülltonnen-Rutsche
Mülltonnen-Rutsche (30.04.2011) © Thomas Irlbeck
Verschmutzter Mülltonnenplatz
Langsam verschmutzt der Platz: (04.05.2011) © Thomas Irlbeck