Neues Quidde-Zentrum: Jetzt soll es schnell gehen (Update 27.07.2019)

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Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 1: Quidde-Zentrum (Archivbild von 2015) © Thomas Irlbeck

Nach vielen, vielen Jahren des Wartens soll es nun schnell gehen – am Quidde-Zentrum sollen ein neues Ladenzentrum, aber auch Wohnungen kommen – in Gestalt eines achtgeschossigen Zeilenhauses und eines sechsgeschossigen Punkthauses. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung, die ihren Artikel mit äußerst passenden Worten einleitet:

„Fast hätte man vergessen, dass das Quiddezentrum abgerissen werden soll, so viel Zeit ist nach den ersten Ankündigungen inzwischen vergangen.“

Zum gesamten SZ-Artikel: Ende eines Schwebezustands

Wir erinnern uns, im November 2011 schloss der letzte größere Laden, der Mix Markt. Die Stadtbibliothek gab wenige Wochen später am 23. Dezember auf. Die Stadtsparkasse, die Papeterie Schwarz, das Tortenparadies (jetzt passenderweise am Neuen Südfriedhof in der Unterhachinger Straße zu finden), die Apotheke, Reinigung, der Friseur – oder, noch älter: der Edeka, Rewe und der Wienerwald – sind ebenfalls längst Geschichte.

Seit fast zehn Jahren ist das Ladenzentrum Geschichte. Einige der Räume werden nun von Künstlern genutzt – im Rahmen des „Neuperlach Zoo“. Andere Räume sind in einem derart desolaten Zustand, dass sie nicht mehr benutzt werden können. Ein Teil des Quidde-Zentrum ist inzwischen mit Bauzäunen abgesperrt.

Der Abriss und eine Realisierung eines Neubaus wurden immer wieder verschoben. Als Grund wurde angegeben, dass man bei der ursprünglichen Neuplanung nachträglich zum Ergebnis gekommen sei, dass der Anteil der Ladenflächen zu hoch ausgefallen sei. Man befürchtete Leerstände. Warum aber diese Umplanung sich über so viele Jahre hinzog, ist unverständlich, zumal Wohnungen dringend gebraucht werden und die Versorgung mit Waren in dem Quartier nicht mehr optimal ist. Immerhin ist ein Lidl (Nawiaskystraße) und ein Penny (Quiddestraße, Ecke Staudingerstraße) zumindest in fußläufiger Umgebung erreichbar. Das war es aber dann auch schon im Wesentlichen.

Weiteres zum Thema: Der nimmer enden wollende Abschied vom Quidde-Zentrum

Quidde-Zentrum Februar 2016
Bild 2: Quidde-Zentrum (Archivbild von 2016) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Kunsttreff
Bild 3: Dieses Bild spricht für sich! Zentrum (Archivbild von 2015) © Thomas Irlbeck
Bild 4: Hier waren die Zeiten zumindest noch etwas besser (Archivbild von 2010) © Thomas Irlbeck
Bild 5: Der Mix Markt im Quidde-Zentrum (Archivbild von 2010) © Thomas Irlbeck
Kunsttreff Quidde-Zentrum
Bild 6: Aktuelle Nutzung, der Kunsttreff in den ehemaligen Räumen der Stadtteilbibliothek. Ganz früher war hier ein Edeka ansässig

Update 27.07.2019

Der Abriss soll noch dieses Jahr erfolgen, der Neubau dann nächstes Jahr starten. Die WSB will die Anwohner in den nächsten Wochen über die Pläne informieren. Mehr dazu in der Hallo.

Weihnachtsspaziergang in Neuperlach Ost

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Auf speziellen Wunsch einer Facebook-Freundin zeige ich heute im Rahmen eines kleinen Spaziergangs eine Reihe von Fotos aus Neuperlach Ost. Ich bin aber zuversichtlich, dass auch andere, speziell, die nicht mehr in Neuperlach wohnen, etwas mit den Bildern anfangen können.

Wir beginnen mit der Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring. Unter vielen Neuperlachern ist diese Schule immer noch als „Schwarze Schule“ bekannt – nicht, weil dort schwarze Magie gelehrt worden wäre (das vielleicht auch), sondern wegen der ehemals schwarzen Fassadenplatten, die schon längst durch blaugraue ausgetauscht wurden:

Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 1: Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 2: Manschgerl auf dem Schuldach (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Ein Zoom der beiden bunten Manschgerl auf dem Schuldach darf natürlich nicht fehlen. Das Bild kann wie fast alle Bilder durch Anklicken vergrößert werden.

Ein kleiner Abstecher zum Kindergarten am Brittingweg, der sich an die Schule anschließt, darf nicht fehlen:

Kindergarten Brittingweg
Bild 3: Kindergarten am Brittingweg (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Kindergarten Brittingweg
Bild 4: Kindergarten am Brittingweg (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 5: Kindergarten am Brittingweg (rechts) und auch ein Teil der Schule (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Es geht weiter auf dem Gerhart-Hauptmann-Ring Richtung Graf-Zentrum. Wieder einmal zeigt sich der Mond auch tagsüber:

Gerhart-Hauptmann-Ring, Mond
Bild 6: Der Mond über dem Gerhart-Hauptmann-Ring (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Mit erhöhten Kontrastwerten (damit man etwas erkennen kann) sieht unser natürlicher Satellit dann so aus:

Gerhart-Hauptmann-Ring, Mond
Bild 7: Mond (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Nun ist das Graf-Zentrum am Oskar-Maria-Graf-Ring in Sichtweite:

Graf-Zentrum, Oskar-Maria-Graf-Ring
Bild 8: Graf-Zentrum, Oskar-Maria-Graf-Ring (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Unser Aldi im Graf-Zentrum:

Aldi, Graf-Zentrum
Bild 9: Aldi im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Aldi, Graf-Zentrum
Bild 10: Aldi im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Aldi, Graf-Zentrum
Bild 11: Aldi im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Aldi, Graf-Zentrum
Bild 12: Aldi im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum, Schreibwarengeschäft
Bild 13: Schreibwarengeschäft im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Durchgang zum Innenhof, Graf-Zentrum
Bild 14: Durchgang zum Innenhof, Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum
Bild 15: Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum, Frauentreffpunkt
Bild 16: Frauentreffpunkt im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum, Frauentreffpunkt
Bild 17: Frauentreffpunkt im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum, Stadtsparkasse
Bild 18: Stadtsparkasse im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum, Hauseingang
Bild 19: Hauseingang im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Die nächste und auch schon letzte Station ist der Handwerkerhof, der sich an das Graf-Zentrum anschließt. Hier, am am Stemplingeranger, finden sich zunächst ein Sanitätshaus und das Café und Restaurant „Sultan“:

Sultan, Handwerkerhof
Bild 20: Sanitätshaus und „Sultan“ im Handwerkerhof (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Nun vorbei am Pizzalieferdienst „Freaks“ am Stemplingeranger, Ecke Marieluise-Fleißer-Bogen:

Handwerkerhof, Stemplingeranger / Marieluise-Fleißer-Bogen
Bild 21: Pizzalieferdienst „Freaks“ im Handwerkerhof (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Der Fassadenabschluss zum Dach macht bei diesem Haus nicht mehr den besten Eindruck:

Handwerkerhof, Stemplingeranger / Marieluise-Fleißer-Bogen
Bild 22: Detail Fassade (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof, Stemplingeranger / Marieluise-Fleißer-Bogen
Bild 23: Detail Fassade (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof, Stemplingeranger / Marieluise-Fleißer-Bogen
Bild 24: Das gegenüberliegende Eckhaus mit Spielsalon (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof, Moschee
Bild 25: Moschee im Handwerkerhof (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Entgegen schlimmer Gerüchte gibt es immer noch Handwerker im Handwerkerhof. Das farbige Logo an der Fassade (Bildmitte) zeigt, hier residiert ein Malermeister:

Handwerkerhof, Maler
Bild 26: Malermeister im Handwerkerhof (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof
Bild 27: Blick zurück Richtung Stemplingeranger (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof, Hotel
Bild 28: Hotel im Handwerkerhof (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof, Blick Richtung Wald
Bild 29: Blick am Hotel vorbei Richtung Neuperlacher Wald. Wer genau hinsieht, erspäht auch hier noch mal den Mond. Dieses Mal verzichte ich auf den Pfeil (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Quidde-Zentrum: Große Teile neuerdings gesperrt!

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Quidde-Zentrum Februar 2016
Bauzäune markieren … (28.02.2016) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Februar 2016
… den traurigen Rest des Quidde-Zentrum (28.02.2016) © Thomas Irlbeck

Vor mehr als vier Jahren hieß es das erste Mal Abschied nehmen. Der Mix Markt schloss Ende 2011 wegen bevorstehendem Abriss seine Pforten. Doch einen Abriss hat es bis heute nicht gegeben. Stattdessen geht der Verfall des Quidde-Zentrum weiter. Seit einigen Wochen sind große Teile gesperrt, wohl aus Sicherheitsgründen, da sich immer mehr Fassadenteile lösen. So sind der Bereich um den Brunnen herum sowie große Teile der Passage nicht mehr zugänglich. Zwischen dem ehemaligen Mix Markt und der ehemaligen Stadtsparkasse ist kein Durchkommen mehr möglich. Nicht ganz so schlimm erwischt hat es bislang der Bereich um die ehemalige Stadtteilbibliothek – dort ist weiterhin Kunsttreff angesagt.

Quidde-Zentrum Februar 2016
Der Durchgang zwischen der ehemaligen Stadtsparkasse (links) und dem Mix Markt ist nun dicht (28.02.2016) © Thomas Irlbeck

Abschied nehmen vom Quidde-Zentrum – Abriss St. Jakobus (Update 06.02.2013)

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Quidde-Zentrum
Düstere Wolken über dem Quidde-Zentrum (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

In einem Jahr könnte bereits Abriss sein im Quidde-Zentrum (Neuperlach.org berichtete). Der Bau soll einem neuen Gebäudekomplex Platz machen, der neben Läden auch über viele, viele Wohnungen verfügen soll, die in München so dringend gebraucht werden. Ich habe die Gelegenheit genutzt, noch ein paar Fotos zu machen.

Ein paar Läden haben noch geöffnet. Jüngst ist nach mehreren Jahrzehnten die Stadtsparkasse ausgezogen. Einen Lebensmittelmarkt gibt es schon lange nicht mehr. Die Papeterie ist noch da, auch die Apotheke (Update 11.01.2013: Auch Letztere ist nun geschlossen, der Laden leer geräumt). Als Ersatz für die ehemalige Konditorei sind zwei Lokale (Pizza/Café/Bar und Café) eingezogen (siehe Bild links). Die Räume des ehemaligen Mix Markt stehen weiterhin leer, man erkennt sie an den unzähligen Umzugkartons, die dort seit einer Ewigkeit und einen Tag stehen.

Der asiatische Garten mit der kaskadenförmigen Brunnenanlage, der sich am Rande des Quidde-Zentrum findet, macht leider auch keinen guten Eindruck mehr. Das ist aber noch längst nicht alles. Auch an das Heiligste ist man gegangen und hat inzwischen die Kirche St. Jakobus fast vollständig abgerissen (Neuperlach.org berichtete).

Mein Traum wäre eine Revitalisierung des Quidde-Zentrum. Auf dem riesengroßen Parkplatz könnte ein Wohnhaus oder ein kombiniertes Gewerbe-/Wohnhaus entstehen, sodass das Argument, dann gäbe es ja keine neuen Wohnungen, obsolet wäre. Mit einem Verbindungsbauwerk könnte man so auch für die teilweise fehlende Barrierefreiheit sorgen. Reißen wir doch nicht alles ab! Nicht alles, was danach kommt, ist besser.

Ex-Stadtsparkasse
Hier war mal die Stadtsparkasse (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Ex-Stadtsparkasse/Ex-Mix Markt
Die Ex-Stadtsparkasse und der Ex-Mix Markt (im Hintergrund) (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Schäden
Einige Schäden, manche Wand ist sogar offen (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum mit Parkplatz
Quidde-Zentrum mit Parkplatz (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

Brunnen „Wasserfall“

Brunnen "Wasserfall"
Brunnen „Wasserfall“ vor dem Quidde-Zentrum (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

Wenn man sich auf dem Neuperlacher Fußwegsystem vom Plett-Zentrum Richtung Quidde-Zentrum bewegt, findet sich kurz vor dem Quidde-Zentrum – bereits auf der Rampe – links der Eingang zu dem kleinen Wassergarten. Der Brunnen wurde 1971 eröffnet und besteht aus zwei einzelnen Brunnenelementen, die nebeneinander positioniert sind. Die Elemente selbst setzen sich aus kaskadenförmig angeordneten Wasserschalen zusammen. Das Wasser fließt dabei sukzessive von den oberen in die darunterliegenden Schalen. Die ganze Anlage stammt von Gottfried Hansjakob und ist einem asiatischen Garten nachempfunden. Der heutige Zustand ist katastrophal. Die Anlage ist vermoost, zugewachsen, dreckig. Der Beton wirkt angegriffen. Schade, dass man solche Anlagen so verkommen lässt. Quelle (wie passend 😉 ): Kunst in Perlach

Brunnen "Wasserfall"
Im Hintergrund die ehemaligen Räume der Stadtbibliothek, in denen …  (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Brunnen "Wasserfall"
… heute das Deutsch-Islamische Kulturzentrum untergebracht ist (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

St. Jakobus

Der Abriss ging schnell. Am 25. November wurde die erste Wand eingerissen (zweites Foto), heute am 19.12.2012 war fast nichts mehr übrig von dem Bau (letztes Foto).

St. Jakobus
Im November 2011 stand das Gebäude noch, war aber bereits wegen Einsturzgefahr gesperrt (19.11.2011) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
St. Jakobus geht dahin, jetzt gibt es kein Zurück mehr  (25.11.2012) Foto: Benedikt Bast
St. Jakobus
Der Bau verschwindet rasend schnell (07.12.2012) Foto: Benedikt Bast
St. Jakobus
St. Jakobus (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

Update (06.02.2013)

St. Jakobus Nachfolger
Der Nachfolger von St. Jakobus (06.02.2013) © Thomas Irlbeck

Das Quidde-Zentrum verfällt zusehends. Die Apotheke hat seit Januar geschlossen. Nun sind auch die beiden neuen Lokale schon wieder dicht. Die Papeterie widersetzt sich noch dem Verfall.

Von St. Jakobus ist außer dem Kreuz nichts mehr zu sehen.

Wie der Nachfolger von St. Jakobus (Kindergarten und Kapelle) aussehen soll, zeigt die Bautafel.

Quidde-Zentrum Schriftzug
Selbst der Schriftzug verabschiedet sich (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Ex-Apotheke
Quidde-Zentrum: Die Apotheke ist zu (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum/Parkplatz
Quidde-Zentrum: Immer mehr Fassaden-Platten lösen sich (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus (06.02.2013)
St. Jakobus: alles weg (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
St. Jakobus: viel Platz (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus Kreuz
St. Jakobus: Nur das Kreuz hat überlebt (06.02.2013) © Thomas Irlbeck