Edeka im Marx-Zentrum öffnet am 14.06.2018 (Update 19.04.2018)

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Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 1: Ankündigung am Ex-Rewe, Marx-Zentrum, Peschelanger 8–12 (29.03.2018) © Thomas Irlbeck

Der Eröffnungstermin für den Edeka im Marx-Zentrum ist nun bekannt. Am Donnerstag, den 14.06.2018, geht es los. Da viele damit gerechnet hatten, dass der Markt schon im Mai, vielleicht gar im April, öffnet, klingt dies sicherlich etwas enttäuschend. Immerhin bedeutet das eine Umbauzeit von 6½ Monaten (da im Dezember 2017 zwar schon geschlossen war, aber es erst im Januar so richtig losging mit dem Umbau, sind es so gesehen immer noch 5½ Monate).

Freuen wir uns aber dennoch auf unseren Edeka! Auch, wenn wir jetzt noch 2½ Monate warten müssen.

Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 2 (29.03.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 3 (29.03.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 4 (29.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 04.04.2018

Was für ein symbolträchtiger Moment! Die Arbeiter reinigen und streichen die Fassade und bereiten sie für das Edeka-Corporate Design vor. Noch immer sind Teile der alten Reklame in Gestalt von grün-roten Linien sehen (wohl Deutscher Supermarkt/HL).

Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 5: Die eben angebrachten gelben Linien deuten unzweifelhaft auf Edeka hin  (04.04.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 6 (04.04.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 7 (04.04.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 8 (04.04.2018) © Thomas Irlbeck

Update 09.04.2918

Beim entstehenden Edeka im Marx-Zentrum wurde heute die Behelfsheizung abgebaut (vergleiche mit Bild 2). Nur noch ein Rußfleck an einer Säule erinnert an diese Ölheizung.

Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 9 (09.04.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 10 (09.04.2018) © Thomas Irlbeck

Update 19.04.2018

Heute wurde der größte Teil der bislang verbliebenen Minimal-/HL-Reklame abgenommen und mit der Anbringung von Edeka-Corporate Design fortgefahren. Wir sehen hier vielleicht einige der letzten letzten Fotos, die sowohl Edeka- als auch Minimal-/HL-Reklame (grün-rot) zeigen.

Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 11 (19.04.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 12 (19.04.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 13 (19.04.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 14 (19.04.2018) © Thomas Irlbeck

„Am Ostpark“ – Vom Namen her unser schönster Penny

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Penny am Ostpark
Penny am Ostpark  (29.01.2018) © Thomas Irlbeck

Zumindest vom Namen her („Am Ostpark“) ist das unser schönster Penny. Im Unterschied zum LAO (Leben am Ostpark) liegt der Markt an der (Quiddestraße, /Höhe Staudingerstraße, tatsächlich am Ostpark.

Früher war hier übrigens eine Tankstelle. Wer erinnert sich? Die Zwillingstankstelle auf der anderen Straßenseite existiert noch heute.

Lidl am Oskar-Maria-Graf-Ring wegen Umbau bis 15.02. geschlossen! (Update 28.01.2018)

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Wegen Umbauarbeiten hat unser Lidl am Oskar-Maria-Graf-Ring (Handwerkerhof) ab Freitag, den 12.01.2018, geschlossen. Wiedereröffnung ist am Donnerstag, den 15.02.2018, um 7 Uhr. Laut E-Mail-Information soll es dann auch einen Backshop geben.

Als Ersatz stehen die Lidl-Filialen an der Corinthstraße, der Nailastraße und der Nawiaskystraße bereit. Für die meisten Anwohner dürfte aber der Aldi eher als Alternative infrage kommen, da er gleich schräg gegenüber (im Graf-Zentrum) zu finden ist.

Lidl-Umbau, Oskar-Maria-Graf-Ring
Bild 1 (10.01.2018) © Thomas Irlbeck
Lidl-Umbau, Oskar-Maria-Graf-Ring
Bild 2 (10.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 28.01.2018

Lidl-Umbau, Oskar-Maria-Graf-Ring
Bild 3: Stand von den Umbauarbeiten (28.01.2018) © Thomas Irlbeck

Edeka Peschelanger: Los geht’s mit dem Umbau! (Update 29.03.2018)

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Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 1: Keine Einkaufversuche mehr dank dem Bauzaun (08.01.2018) © Thomas Irlbeck
Edeka Peschel
Wir bekommen einen Edeka!

Bis gestern sah man dem Rewe im Marx-Zentrum von außen kaum an, dass er geschlossen ist. Denn Leuchtreklame, Beschriftung und die Fensterfolien waren nahezu unverändert. Nur die Eingangstüre erlaubte ein wenig den Blick in die jetzt leeren Rewe-Räume.

Entsprechend versuchten immer wieder Kunden, den Rewe zu besuchen. Dabei ist der Laden mit der Adresse Peschelanger 8-12 seit dem 1. Dezember 2017 geschlossen (Neuperlach.org berichtete). Diese vergebliche Mühe hat aber nun ein Ende, ein Bauzaun verhindert seit heute Einkaufversuche. Eine Verkleidung an der Eingangstüre schützt vor neugierigen Blicken. Aus dem Inneren ist Baulärm zu hören.

Voraussichtlich im April 2018 ist Neueröffnung. Dann hat das Marx-Zentrum das erste Mal in seiner Geschichte einen Edeka.

Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 2: Wenn man genau hinschaut, erkennt man auch in dieser Ansicht den Bauzaun (08.01.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 3 (08.01.2018) © Thomas Irlbeck

Auch der Bereich der Laderampe ist per Bauzaun abgesperrt:

Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 4 (09.01.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 5 (09.01.2018) © Thomas Irlbeck

Hauptseite neben dem Eingang:

Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 6 (09.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 12.01.2018

Die Arbeiten gehen voran. Die Rewe-Leuchtreklame wurde entfernt. Beim Abziehen der Rewe-Folie sind noch einmal die damals überklebten Farbstreifen des Deutsche Supermarkts (grün/rot) hervorgekommen. Das ist Nostalgie pur!

Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 7: Farbstreifen – Wir können jetzt noch einmal die Leitfarben des Deutschen Supermarkts (rot/grün) bestaunen (12.01.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 8 (12.01.2018) © Thomas Irlbeck

Ein Zettel an der provisorischen Heizung weist darauf hin, welche Anforderungen das eingefüllte Heizöl erfüllen muss.

Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 9 (12.01.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 10 (12.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 15.01.2018

Weitere Nostalgie pur. Der ehemalige Rewe im Marx-Zentrum war ja ursprünglich ein Deutscher Supermarkt, dann ein HL, schließlich ein Minimal und schlussendlich ein Rewe. Nach dem Abziehen einiger Fensterfolien ist die alte HL-Dekoration wieder in Erscheinung getreten. Interessant, was da alles nie entfernt, sondern immer nur überklebt wurde.

Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 11 (15.01.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 12 (15.01.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 13 (15.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 10.02.2018

Eröffnung erst im Mai? Einen konkreten Eröffnungstermin gibt es zwar noch nicht. Die Bewohner des Peschelanger 8-12 wurden aber unterrichtet, dass die gesamten Bauarbeiten noch bis Ende April dauern. Das riecht nach einer Eröffnung erst im Mai.

Update 09.03.2018

Wurde bislang vor allem drinnen gearbeitet, gibt es nun auch außen erste Ergebnisse. Heute wurde am Kundenzugang eine neue Schiebetüre eingebaut.

Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 14 (09.03.2018) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 15 (09.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 29.03.2018

Der Eröffnungstermin ist jetzt bekannt. Wir müssen noch 2½ Monate warten:

Marx-Zentrum, Rewe wird Edeka
Bild 16 (29.03.2018) © Thomas Irlbeck

Weihnachtsspaziergang in Neuperlach Ost

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Auf speziellen Wunsch einer Facebook-Freundin zeige ich heute im Rahmen eines kleinen Spaziergangs eine Reihe von Fotos aus Neuperlach Ost. Ich bin aber zuversichtlich, dass auch andere, speziell, die nicht mehr in Neuperlach wohnen, etwas mit den Bildern anfangen können.

Wir beginnen mit der Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring. Unter vielen Neuperlachern ist diese Schule immer noch als „Schwarze Schule“ bekannt – nicht, weil dort schwarze Magie gelehrt worden wäre (das vielleicht auch), sondern wegen der ehemals schwarzen Fassadenplatten, die schon längst durch blaugraue ausgetauscht wurden:

Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 1: Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 2: Manschgerl auf dem Schuldach (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Ein Zoom der beiden bunten Manschgerl auf dem Schuldach darf natürlich nicht fehlen. Das Bild kann wie fast alle Bilder durch Anklicken vergrößert werden.

Ein kleiner Abstecher zum Kindergarten am Brittingweg, der sich an die Schule anschließt, darf nicht fehlen:

Kindergarten Brittingweg
Bild 3: Kindergarten am Brittingweg (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Kindergarten Brittingweg
Bild 4: Kindergarten am Brittingweg (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Mittelschule am Gerhart-Hauptmann-Ring
Bild 5: Kindergarten am Brittingweg (rechts) und auch ein Teil der Schule (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Es geht weiter auf dem Gerhart-Hauptmann-Ring Richtung Graf-Zentrum. Wieder einmal zeigt sich der Mond auch tagsüber:

Gerhart-Hauptmann-Ring, Mond
Bild 6: Der Mond über dem Gerhart-Hauptmann-Ring (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Mit erhöhten Kontrastwerten (damit man etwas erkennen kann) sieht unser natürlicher Satellit dann so aus:

Gerhart-Hauptmann-Ring, Mond
Bild 7: Mond (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Nun ist das Graf-Zentrum am Oskar-Maria-Graf-Ring in Sichtweite:

Graf-Zentrum, Oskar-Maria-Graf-Ring
Bild 8: Graf-Zentrum, Oskar-Maria-Graf-Ring (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Unser Aldi im Graf-Zentrum:

Aldi, Graf-Zentrum
Bild 9: Aldi im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Aldi, Graf-Zentrum
Bild 10: Aldi im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Aldi, Graf-Zentrum
Bild 11: Aldi im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Aldi, Graf-Zentrum
Bild 12: Aldi im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum, Schreibwarengeschäft
Bild 13: Schreibwarengeschäft im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Durchgang zum Innenhof, Graf-Zentrum
Bild 14: Durchgang zum Innenhof, Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum
Bild 15: Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum, Frauentreffpunkt
Bild 16: Frauentreffpunkt im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum, Frauentreffpunkt
Bild 17: Frauentreffpunkt im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum, Stadtsparkasse
Bild 18: Stadtsparkasse im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Graf-Zentrum, Hauseingang
Bild 19: Hauseingang im Graf-Zentrum (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Die nächste und auch schon letzte Station ist der Handwerkerhof, der sich an das Graf-Zentrum anschließt. Hier, am am Stemplingeranger, finden sich zunächst ein Sanitätshaus und das Café und Restaurant „Sultan“:

Sultan, Handwerkerhof
Bild 20: Sanitätshaus und „Sultan“ im Handwerkerhof (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Nun vorbei am Pizzalieferdienst „Freaks“ am Stemplingeranger, Ecke Marieluise-Fleißer-Bogen:

Handwerkerhof, Stemplingeranger / Marieluise-Fleißer-Bogen
Bild 21: Pizzalieferdienst „Freaks“ im Handwerkerhof (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Der Fassadenabschluss zum Dach macht bei diesem Haus nicht mehr den besten Eindruck:

Handwerkerhof, Stemplingeranger / Marieluise-Fleißer-Bogen
Bild 22: Detail Fassade (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof, Stemplingeranger / Marieluise-Fleißer-Bogen
Bild 23: Detail Fassade (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof, Stemplingeranger / Marieluise-Fleißer-Bogen
Bild 24: Das gegenüberliegende Eckhaus mit Spielsalon (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof, Moschee
Bild 25: Moschee im Handwerkerhof (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Entgegen schlimmer Gerüchte gibt es immer noch Handwerker im Handwerkerhof. Das farbige Logo an der Fassade (Bildmitte) zeigt, hier residiert ein Malermeister:

Handwerkerhof, Maler
Bild 26: Malermeister im Handwerkerhof (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof
Bild 27: Blick zurück Richtung Stemplingeranger (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof, Hotel
Bild 28: Hotel im Handwerkerhof (25.12.2017) © Thomas Irlbeck
Handwerkerhof, Blick Richtung Wald
Bild 29: Blick am Hotel vorbei Richtung Neuperlacher Wald. Wer genau hinsieht, erspäht auch hier noch mal den Mond. Dieses Mal verzichte ich auf den Pfeil (25.12.2017) © Thomas Irlbeck

Marx-Zentrum im Wandel – Rewe-Schließung und Fassadenschäden

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Marx-Zentrum
Bild 1: Wohnhaus im Marx-Zentrum mit Atelierwohnung (01.12.2017) © Thomas Irlbeck

Das Haus mit der Atelierwohnung oben ist immer noch etwas Besonderes, ein Blickfang. Nicht so schön sieht die Fassade an einigen Stellen des Marx-Zentrum aus. Viele der asbesthaltigen Eternit-Platten sind stark in Mitleidenschaft gezogen, und manche von ihnen werden nur noch von dem provisorisch angebrachten Netz gehalten, aber nicht mehr an der Stelle, an der sie eigentlich hingehören.

Marx-Zentrum, defekte Asbestplatten
Bild 2: Marx-Zentrum – Vor der Tiefgarage. Wer genauer hinsieht, erkennt neben der Lampe in der Bildmitte den Schaden. Rechts oben befindet sich eine weitere Schadstelle (01.12.2017) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, defekte Asbestplatten
Bild 3: Näher dran. Das sieht nicht gut aus! (01.12.2017) © Thomas Irlbeck

Auch sonst hat sich einiges verändert. Der Rewe-Markt hat ab heute für immer geschlossen (Neuperlach.org berichtete). Doch das hat sich noch nicht bei allen Kunden rumgesprochen, und ein Plakat am Eingang übersieht man schon mal. Entsprechend wollten heute immer wieder Kunden in den Laden rein.

Marx-Zentrum, Rewe
Bild 4: Rewe – letzter Verkaufstag. Es ist kurz vor 20 Uhr (30.11.2017) © Thomas Irlbeck

Rewe im Marx-Zentrum schließt Ende November – Nachfolger: Edeka ab April/Mai 2018 (Update 08.01.2018)

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Marx-Zentrum, Rewe
Bild 1: Rewe im Marx-Zentrum. Bald ist er leider Geschichte (09.11.2017) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe
Bild 2: Ansicht in der Totalen (09.11.2017) © Thomas Irlbeck

Für die Bewohner im und am Marx-Zentrum ist er eine Institution: der Rewe am Peschelanger 8–12. Doch zum 30. November dieses Jahres schließt der Supermarkt für immer, wie mir heute das Personal mitteilte. Auch das Rewe-Kundenmanagement hat mir dies bestätigt. Als Nachfolger kommt ein Edeka-Markt. Da alles komplett umgebaut werden soll, wird dieser erst voraussichtlich erst im April oder Mai 2018 eröffnen.

Streng genommen bin ich dem Laden schon seit 1974 (!) Kunde – seit der Laden besteht, vom ersten Tag an. Ich wohnte auch im selben Haus (Peschelanger 12). Die ersten Wochen war es noch eine Baracke, die auf dem Sportplatz gegenüber dem Marx-Zentrum stand. Schnell wurde aber die Filiale am Peschelanger bezogen – mit ihrem typischen Vordach, das den großen Innenbereich abdeckt. Darüber befinden sich bis zu 12 Geschosse Wohnungen*. Damals war es noch ein Deutscher Supermarkt, später ein HL, schließlich ein Minimal und dann eben ein Rewe.

Marx-Zentrum, Rewe
Bild 3 (09.11.2017) © Thomas Irlbeck

Als Ausweichmöglichkeit bleibt der Penny im Nachbarhaus. Wer in einen Rewe will, kann die Rewe-Filiale im Life an der Albert-Schweitzer-Straße nutzen. Fußweg: etwa 10 bis 15 Minuten.

Ich danke allen Rewe-Mitarbeitern für die ausgezeichnete Arbeit und wünsche ihnen alles Gute auf Ihrem weiteren Weg. Alle Mitarbeiter werden von Rewe übernommen, aber auf verschiedene Standorte verteilt.

(* Eigentlich 13 Geschosse, aber ein Geschoss, es ist der 1. Stock, ist als Ersatz für Kellerabteile reserviert. Denn im eigentlichen Keller ist kein Platz wegen der großen Tiefgarage. Genialerweise baute man die Abteile eben in das 1. Stockwerk und nicht aufs Dach. Der Vorteil liegt wohl darin, dass keine Wohnungen direkt den Geräuschemissionen des Supermarkts ausgesetzt sind. Es ist ein Pufferstockwerk dazwischen.)

Update (20.11.2017)

Wer die Meldung von Anfang November nicht geglaubt hat oder noch Hoffnung hatte, dass die Schließung noch abgewendet werden kann, die offizielle Ankündigung schafft nun traurige Gewissheit!

Marx-Zentrum, Rewe
Bild 4: Das war’s! (20.11.2017) © Thomas Irlbeck

Noch etwas Skurriles

Was hier zu sehen ist, ist nicht etwa eine Computergrafik vom kommenden Edeka am Peschelanger. Vielmehr habe ich diesen Edeka 2009 in Ebersberg gesehen und spontan abgelichtet. Hier heißt einfach der Betreiber „Peschel“.

Edeka Peschel
Bild 5: Edeka „Peschel“ in Ebersberg (24.08.2009) © Thomas Irlbeck

Update: Die letzten Minuten vor der Schließung (30.11.2017)

Was für ein sentimentaler Moment! Es ist kurz vor 20 Uhr, ich bin einer der letzten Kunden in der Geschichte des Ladens überhaupt. Die meisten Regale sind leer wie früher in der DDR. Die freundliche Kassiererin berichtet über ihre Versetzung. Vielen Dank und alles Gute in der neuen Filiale!

Marx-Zentrum, Rewe
Bild 6: Letzter Verkaufstag. Es ist kurz vor 20 Uhr (30.11.2017) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe
Bild 7: Die letzten Minuten des Ladens … (30.11.2017) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe
Bild 8: … in seiner Geschichte laufen (30.11.2017) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe
Bild 9: Immer gut gelaunt und freundlich: Mrs Payback. Sie bedient gerade einen der letzten Kunden in der Geschichte des Ladens (30.11.2017) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe
Bild 10: Ihre Frage nach der Payback-Karte werden wir vermissen (30.11.2017) © Thomas Irlbeck

Ankündigung eines neuen Edeka am Sudermann-Zentrum (2012)

Sudermann-Zentrum Revitalisierung EDEKA
Bild 11: Damals, am Sudermann-Zentrum  (14.08.2012) © Thomas Irlbeck

Mehr zum Edeka am Sudermann-Zentrum

Update (07.12.2017)

Langsam wird der Laden leer geräumt. Dennoch wollen noch Kunden rein. Vielen Dank für die Einsendung.

Marx-Zentrum, Rewe
Bild 12 (07.12.2017). Foto: Tobias D.
Marx-Zentrum, Rewe
Bild 13 (07.12.2017) Foto: Tobias D.

Update 21.12.2017

Der Laden ist bereits seit drei Wochen geschlossen. Er wurde zwar leergeräumt, aber von außen kann man das kaum sehen, da fast alle Scheiben mit undurchsichtiger Folie beklebt sind. Entsprechend hat sich äußerlich fast nichts verändert, wie die Aufnahme zeigt:

Marx-Zentrum, Rewe
Bild 14 (21.12.2017) © Thomas Irlbeck

Update 08.01.2018

Die Umbauarbeiten haben heute begonnen, mehr hier: Edeka Peschelanger: Los geht’s mit dem Umbau!

TEO, die „Truderinger Einkaufs Oase“

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TEO
TEO , die Truderinger Einkaufs Oase am Schmuckerweg in Trudering (22.05.2017) © Thomas Irlbeck

Hier werden immer mal wieder Einkaufszentren vorgestellt, da mich solche Ansammlungen verschiedenster Läden an einem Ort grundsätzlich faszinieren. Heute soll die Frage gestellt werden, wo der Truderinger einkauft. Die Antwort könnte „Im TEO“ lauten.

Viele dürften von TEO, der „Truderinger Einkaufs Oase“ noch nie etwas gehört habe. So ging es zumindest mir, als ich heute durch Trudering schlenderte und dann zufällig über TEO stolperte.

Oase, das klingt ziemlich eindrucksvoll, wenngleich nicht so pompös wie die Auflösung des pep, dem „Perlacher Einkaufs Paradies“. Aber eine Oase ist ja auch nicht schlecht. Gut, TEO ist noch sehr neu, das mag den eher geringen Bekanntheitsgrad erklären. Erst seit dem 6. April dieses Jahres gibt es TEO, und seitdem haben die Truderinger ihr eigenes Einkaufszentrum.

Wenn man es denn so nennen darf. Letztendlich besteht TEO nur aus einem Tor, einem großen Parkplatz nebst Tiefgarage, auf dem auf der einen Seite ein Bio-Supermarkt (Basic) steht und auf der anderen Seite ein Supermarkt (Rewe). Für Autofahrer sicherlich praktisch, für Fußgänger und Radfahrer eher weniger.

Das Ganze ist nicht weit vom alten Truderinger Dorfzentrum mit der Gasthof Obermaier und der Eisinsel entfernt. Man findet TEO am Schmuckerweg. Viel mehr gibt es über TEO nicht zu sagen. Die Oase hält nicht, was der Name verspricht.

TEO
„Im“ TEO (22.05.2017) © Thomas Irlbeck

„Pane Bavaria“ kommt im Rewe/Marx-Zentrum

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Pane Bavaria
Pane Bavaria (03.07.2014) © Thomas Irlbeck

Am 21. Juni war Ende, Bäcker Bachmeier im Rewe (Marx-Zentrum) öffnete das letzte Mal. Für Brezen- und Brotfreunde im Marx-Zentrum gibt es derzeit nur noch den Traublinger, da die türkische Bäckerei durch ein Wettbüro ersetzt wurde und auch im Penny schon seit Urzeiten kein Bäcker mehr integriert ist.

Das Bachmeier-Inventar wurde schnell aus dem Rewe rausgerissen. Jetzt kommt eine SB-Bäckerei (Selbstbedienung) unter dem Namen „Pane Bavaria“.

Laut Eigenangabe wird es ein breites Sortiment vor allem von regionalen Bäckern geben. Ein „Mix aus bayrischer Rustikalität und italienischem Lebensgefühl“ soll es werden. pane ist ja schließlich italienisch und heißt Brot.

Noch ist nicht eröffnet, aber die Außenreklame ist schon dran. Innen wird noch fleißig gewerkelt.

Der Blaue Planet

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Nicht nur aus dem Weltall sieht die Erde blau aus, heute bei wolkenlosen Himmel gab es auch von der Erde aus herrliches Blau zu bewundern. Drei Bilder vom Marx-Zentrum mit Peschelanger 8, 10, 12 (Rewe) und St. Monika.

Marx-Zentrum
Bild 1 (02.08.2013) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum
Bild 2 (02.08.2013) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum
Bild 3 (02.08.2013) © Thomas Irlbeck

Zwei Pechnasen tanken Super (Update 11.07.2013)

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Pechnasen
Auskragung am Penny-Flachdach mit nun angebrachtem Regenrohr (02.07.2013) © Thomas Irlbeck

Die geschwungenen Auskragungen im Marx-Zentrum erinnern ein wenig an die Wehrerker oder Gusserker einer Burg. Vor allem früher wurden sie auch als „Pechnasen“ bezeichnet, auch wenn nicht klar ist, ob neben siedenden Flüssigkeiten wie Wasser oder Öl auch tatsächlich Pech zur Verteidigung der Burg abgelassen wurde. Aber „super“ ist hier gar nichts. Um bei stärkerem Regen mehr Wasser sofort abzuleiten, sollen nun „schwebende“ Rohre im Rahmen der derzeit durchgeführten Flachdachsanierung am Penny-Markt bewirken, dass das Wasser gar nicht erst im Kies versickert. Ästhetisch schaut das überhaupt nicht aus. Hierbei ist aber auch zu befürchten, dass bei Luftverwirbelungen oder bei Undichtigkeiten das Wasser nicht aus dem Rohr senkrecht abfließt, sondern eher an der Fassade herunterläuft und diese beschädigt. Auch Fußgänger und Raucher, die sich hier unterstellen, dürfen sich hier freuen, in Zukunft an eigentlich geschützten Stellen eine Ladung Feuchtes abzukriegen.

Dass das herablaufende Wasser bei ähnlichen Regenwasser-Abflusskonstruktionen neue Schäden verursachen kann, zeigt sich im Marx-Zentrum nur ein Haus weiter an der Max-Kolmsperger-Straße. Bereits wenige Monate nach der beendeten Flachdachsanierung sieht man, dass sich das Wasser nun zumindest teilweise seinen Weg über die asbesthaltigen Eternit-Platten bahnt und entsprechende Spuren hinterlässt (siehe Abbildung weiter unten). Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist hier bereits ein Teil der Schutzschicht der Platten abgetragen worden. Als Folge einer solchen Beschädigung können die gefährlichen Asbestfasern freigesetzt werden. Neben einer möglichen Gesundheitsgefahr und einer noch schnelleren Alterung der Asbestplatten macht das Ganze aber auch hier einen extrem hässlichen Eindruck. Wer kommt auf solche Ideen und wer zahlt respektive haftet für neue Schäden, die dann einen Rückbau und Nachbesserungen erforderlich machen?

Pechnasen
Weitere … (02.07.2013) © Thomas Irlbeck
Pechnasen
… Ansichten … (02.07.2013) © Thomas Irlbeck
Pechnasen
… (02.07.2013) © Thomas Irlbeck

Nur ein Haus weiter: Das Wasser fließt hier nicht, wie es soll. (Bild entfernt)

Solche Sorgen hatte man im Mittelalter nicht, zumal es damals bekanntlich noch keine Eternit-Platten gab. Die Abbildung zeigt das 1422 erstmals erwähnte Einersheimer Tor im unterfränkischen Iphofen. Deutlich zu sehen ist die Pechnase mit ihrer schießschartenförmigen Öffnung.

Einersheimer Tor /Pechnasse
Einersheimer Tor mit Pechnase. Foto: Margret Pirzer / Lizenz siehe: flickr
Einersheimer Tor/Pechnase
Pechnase vergrößert. Foto: Margret Pirzer / Lizenz siehe: flickr

Update (11.07.2013)

Marx-Zentrum Sanierung Penny-Flachdach/Pechnasen
Marx-Zentrum mit dem weitgehend sanierten Penny-Flachdach (09.07.2013) © Thomas Irlbeck

Wie die Aufnahme im rechten unteren Bereich zeigt, ist die Flachdachsanierung nun weitgehend abgeschlossen.

Unsere „Krone“

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Krone
Krone (10.06.2013) © Thomas Irlbeck
Krone
Krone (10.06.2013) © Thomas Irlbeck

Beim Aufräumen habe ich diese Tüte gefunden. Wer erinnert sich noch an „Krone“ mit den Filialen im Marx-Zentrum (und dem Krone-Shop gegenüber, der Zeitungen und Bücher bereithielt) und im pep? 1997/1998 meldete der Krone-Mutterkonzern Kathreiner Insolvenz an. Das war es dann mit den angeblich „knallharten“ Preisen. Ich erinnere mich sogar noch an die Eröffnung der Krone im Marx-Zentrum. Das war entweder Ende 1974 oder Anfang 1975. Es war am ersten Tag so voll darin (die Eröffnungsangebote waren aber echt gut, nach heutigen Maßstäben haben die ihr Zeug zur Eröffnung quasi verschenkt), dass die Schlange durch den ganzen Laden ging.

Zweite Chance für Neuperlachs Erstbauten: Die Wiederauferstehung des Sudermann-Zentrum

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Revitalisierung Sudermann-Zentrum
Revitalisierung Sudermann-Zentrum (31.01.2013) © Thomas Irlbeck

Das Sudermann-Zentrum (Eröffnung: Januar 1974) ist eines der wenigen löblichen Beispiele, bei denen man die in die Jahre gekommenen Neuperlacher Ladenzentren aus den 1960er- und 1970er-Jahre nicht einfach abreißt, sondern ihnen eine zweite Chance gibt (Neuperlach.org berichtete). Der Grund für den Erhalt dürfte sehr profan sein. Da sich jede Menge Wohnungen im selben Gebäudekomplex befinden, wäre es schwer vermittelbar, müsste man diese auch dem Erdboden gleichmachen – schon einmal wegen der großen Wohnungsnot in München.

Revitalisierung Sudermann-Zentrum
Der neue Edeka (31.01.2013) © Thomas Irlbeck

Schon lange zieht sie sich hin, die Revitalisierung. Es ist immer noch Baustellen-Time, was bei manchen Anwohnern zu Frust führt. Aber die Nahversorgung ist durch den neuen Edeka wieder annähernd sichergestellt.

Die Umgestaltung der Fußgängerzone macht auch Fortschritte. Ein Wermutstropfen ist, dass der begehbare Platz weit kleiner geworden ist. Allerdings wertet das Grün und der kleine Hügel (siehe Abbildung links) das Ladenzentrum durchaus auf. Schön ist auch, dass man die bekannten Wegweiser an den Hauptstraßen wieder auffüllt (siehe die letzte Abbildung). Momentan wird für den neuen Edeka und die Backstube geworben. Das kann und sollte noch mehr werden!

Wegweiser Sudermann-Zentrum
Wegweiser Sudermann-Zentrum am Karl-Marx-Ring, Nähe Klinikum Neuperlach  (31.01.2013) © Thomas Irlbeck
Wegweiser Sudermann-Zentrum
Näher dran: Wegweiser Sudermann-Zentrum am Karl-Marx-Ring (31.01.2013) © Thomas Irlbeck

Edeka eröffnet im Sudermann-Zentrum – Nahversorgung wird wiederhergestellt (Update 21.09.2012)

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Sudermann-Zentrum Revitalisierung EDEKA
Hier entsteht ein frischer Edeka-Markt (14.08.2012) © Thomas Irlbeck
Sudermann-Zentrum Revitalisierung EDEKA
In diesen Räumen wird der Edeka eröffnen (09.08.2012) © Thomas Irlbeck

Die Revitalisierung des Sudermann-Zentrum (Neuperlach.org berichtete) neigt sich so langsam dem Ende. Endlich werden die Anwohner wieder hinreichende Einkaufsmöglichkeiten erhalten. In den vergrößerten und sanierten Räume des früheren KiK wird eine Edeka-Fililale eröffnen. Der Pächter sucht zum 01.10.2012 noch Verkäufer und Auszubildende.

Das Sudermann-Zentrum zeigt, dass es nicht immer der Abriss sein muss, sondern dass auch Sanierungen mit dem Ziel des Erhalts der Subzentren, die Neuperlach ausmachen, möglich sind.

Update 14.08.2012

Man hat nun angefangen, die Fußgängerzone neu zu pflastern. Vor dem Sudermann-Zentrum steht ein Schild, das auf die bevorstehende Edeka-Eröffnung hinweist.

Update 23.08.2012: Rote Karte für rote Ziegel – Grau ist das neue Rot!

Das Pflastern der Fußgängerzone ist im vollen Gange. Neuperlach.org-Leser Flint hatte hier einen Wunsch geäußert:

Ich hoffe sehr, man bleibt bei den gewohnten ziegelroten(?) Pflastersteinen, die haben nämlich sehr gut zum Gesamtbild des Sudermann-Zentrums gepasst.

Dem Wunsch wurde leider nicht entsprochen. Den roten Ziegeln wurde eine Rote Karte erteilt, Grau ist das neue Rot!

Sudermann-Zentrum Revitalisierung Pflastersteine
Die Fußgängerzone wird neu gepflastert (23.08.2012) © Thomas Irlbeck
Sudermann-Zentrum Revitalisierung Pflastersteine
In Grau! (23.08.2012) © Thomas Irlbeck

Update 09.09.2012: Grünes Licht für graue Ziegel: Die ersten Pflastersteine liegen

Sudermann-Zentrum Revitalisierung Pflastersteine
Grünes Licht für graue Ziegel (09.09.2012) © Thomas Irlbeck
Sudermann-Zentrum Revitalisierung Pflastersteine
Grünes Licht für graue Ziegel (09.09.2012) © Thomas Irlbeck
Sudermann-Zentrum Revitalisierung Pflastersteine
Grünes Licht für graue Ziegel (09.09.2012) © Thomas Irlbeck

Update 21.09.2012: EDEKA

EDEKA Sudermann-Zentrum
Edeka Sudermann-Zentrum (21.09.2012) © Thomas Irlbeck

Bald bekommt das Sudermann-Zentrum wieder einen Supermarkt. Die Leuchtreklame hängt schon. Erstaunlich, wie groß der Markt zu werden scheint (Bild anklicken zum Vergrößern).

Revitalisierung des Sudermann-Zentrum (Update 10.05.2012)

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Die Subzentren in Neuperlach sind weitgehend tot, die fußläufige Nahversorgung ist schon lange nicht mehr sichergestellt. Regelrecht verwaist sind vor allem das Sudermann-Zentrum und das Quidde-Zentrum.

Doch in das Sudermann-Zentrum kommt endlich Bewegung (Neuperlach.org berichtete). Mit einer Revitalisierung werden Ladenzentrum und Wohnungen umfassend saniert. Auch Läden sollen zurückkehren, sodass wieder eine Nahversorgung erzielt wird. Auf der Bautafel ist ein Edeka-Markt abgebildet ist. Ob dieser exemplarisch zu sehen ist oder tatsächlich schon ein Pachtvertrag existiert, wollte die Firma BARTELS noch nicht kommentieren. Warum der Abriss des Flachbaus abgeblasen wurde und dieser doch nicht durch einen dreigeschossigen Neubau ersetzt wird, sondern stattdessen renoviert und umgebaut wird, war ebenso noch nicht in Erfahrung zu bringen. Die Arbeiten am Flachbau laufen seit Tagen. Es wird dann wieder das Stadtteilbüro dort einziehen. Arbeiten an den anderen Gebäuden waren heute noch nicht zu beobachten, von einigen Bodenarbeiten vor dem alten Rewe-Markt abgesehen.

Revitalisierung Sudermann-Zentrum
Revitalisierung Sudermann-Zentrum (02.04.2012) © Thomas Irlbeck
Revitalisierung Sudernann-Zentrum
Revitalisierung Sudermann-Zentrum. Hier werden die Decken erneuert, ganz hinten im Eck wird der Supermarkt (Ex-Rewe) renoviert (25.04.2012) © Thomas Irlbeck

Update (08.05.2012)

Die eigentliche Revitalisierung des Sudermann-Zentrum soll im Oktober 2012 abgeschlossen sein. Das bedeutet für die Anwohner, noch ein halbes Jahr im pep oder wo anders einkaufen zu müssen. Das ist immerhin ein überschaubarer Zeitraum.

Revitalisierung Sudermann-Zentrum, Vergrößerung Ex-REWE
Der Ex-Rewe wird vergrößert (08.05.2012) © Thomas Irlbeck

Inzwischen laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Der Supermarkt (Ex-Rewe) wird offenbar gerade nach vorne hin vergrößert. Dies halte ich für eine lobenswerte Sache. Denn die ursprüngliche Ladenfläche war für einen Supermarkt arg klein. Damals gab es die Skurrilität, dass die Getränke in einem Personalraum (!) angeboten wurden, dessen erste Meter die Kunden ausnahmsweise betreten durften, aber nur zu dem Zweck, eben Getränke einzuladen. Da kann es nur von Vorteil sein, wenn etwas mehr Ladenfläche zur Verfügung steht. Allerdings habe ich bis heute keine definitive Bestätigung, wie viele Supermärkte wieder ins Sudermann-Zentrum einziehen werden.

Die alten Deckenelemente der Galerien wurden an mehreren Stellen abgenommen und werden wohl bald durch neue ersetzt, auch wurde durch neue große Beschriftungen deutlich gemacht, dass hier überhaupt das Sudermann-Zentrum ist (Identifikation!). Zwei weitere Läden (zwischen dem KiK und dem Euro-Shop) wurden komplett entkernt. An vielen Stellen wird gearbeitet, es ist nun richtig Schwung in der Sache.

Update (10.05.2012)

Vergrößerung Ex-REWE Sudermann-Zentrum
Die Räume des Ex-Rewe wurden vergrößert (10.05.2012) © Thomas Irlbeck

So schnell kann es gehen, schon sind die Räume des Ex-Rewe größer und einen neuen Eingang hat er auch. Wie man am Türgriff unschwer erkennen kann, kommt der KiK in den Laden rein. Aber, keine Angst, es soll auch einen Supermarkt geben. Laut Bautafel kommt der Supermarkt dorthin, wo jetzt der KiK ist. Dessen alte Räume werden dazu deutlich vergrößert.

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(Link zum Bilderalbum entfernt)

Requiem – in Erinnerung an das Plett-Zentrum

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Viele sahen und sehen im Plett-Zentrum eine Betonbausünde aus den 1960er-Jahren, der man keine Träne nachweinen sollte. Doch dies wird dem Bau nicht gerecht. Denn der Gebäudekomplex war etwas Besonderes, er war durchdacht, er hatte seine berühmten Vorbilder und nahm Anleihen bei Stararchitekten. Vieles ist jedoch dem Normalsterblichen nicht bekannt und kann auch nicht mehr erkundet werden, da der Bau schlicht nicht mehr existiert – zum Zeitpunkt dieses Artikels liefen bereits die Abrissaktivitäten des verbliebenen Westteils. Speziell für Interessierte, die den ursprünglichen Bau nie oder nur flüchtig gesehen haben, ist es schwer, mehr zu erfahren. Auch hat nicht jeder das erforderliche architektonische Hintergrundwissen, ebenso sind manche Details nur mit aufwändiger Recherche in Erfahrung zu bringen, wenn sie überhaupt öffentlich zugänglich sind. So weist der Bau einige bemerkenswerte Raffinessen auf. Außerdem war das Plett-Zentrum in stärkerer Weise als Zentrum Neuperlachs konzipiert, als es gemeinhin bekannt ist. Bruno Tamborino entführt uns in die Entstehungsgeschichte des Baus und bringt uns in diesem hochinteressanten Artikel dessen Charakteristika und Eigenheiten nahe. Mit dieser Beschreibung liefert der Autor ein Plädoyer für den Erhalt vergleichbarer Gebäude, im Besonderen in Neuperlach.

Neuperlach 1967 bis 1970
Bild 1: Das Plett-Zentrum (ca. 1970). Foto: Christoph Wimber

Thomas Irlbeck

Über den Autor Bruno Tamborino (* 1969) lebte von 1974 bis 1987 in Neuperlach und hat mit starkem Interesse sämtliche Bau- und Umgestaltungsmaßnahmen in Neuperlach Mitte und Nord erlebt, heute lebt er in Italien. Er hat ein kleines Privatarchiv, bestehend aus Fotos, Postkarten, Zeichnungen und Bauplänen, mit persönlichen Aufzeichnungen und war immer daran interessiert, was aus Perlach Nord am besten werden könnte. Er ist ab der 5. Klasse im Werner-von-Siemens-Gymnasium zur Schule gegangen und war deshalb täglich in Perlach Nord unterwegs. 1983 schlug er der Neuen Heimat einen Neuanstrich für ein Haus vor, dieser Vorschlag wurde dann in der lokalen Wochenzeitung „Hallo“ veröffentlicht, aber nicht ausgeführt. Er hat auch ein Modell von einem Haus in Neuperlach gebaut und in Neuperlach 1985 ausgestellt und Daten für weitere Modellgebäude gesammelt.

Der Zweck dieses Beitrages ist, vom Plett-Zentrum eine Erinnerung zu erhalten und die Gründe seines Verschwindens zu verstehen.

Neue Heimat/Plett-Zentrum 2007
Bild 2: Das Plett-Zentrum (2007). Foto: Bruno Tamborino

Das Plett-Zentrum ist nach zirka 40 Jahren Existenz nur noch Erinnerung und das ist sehr schade. Die Hoffnung dieses Beitrages ist, dass, nachdem dieser Bau lieblos behandelt und recht flott abgebrochen wurde, dies nicht auch anderen Gebäuden in Neuperlach droht. Trotz einer sehr traurigen Indifferenz der Leute, die doch mit und in diesen Bauten aufgewachsen sind, stellen diese für viele ein Stück Heimat dar, das jetzt verschwindet, obschon man es schützen sollte.

Geschichte

Plett-Zentrum Zeichnung
Bild 3: Von oben links zeilenweise nach unten sieht man die Ostfassade, daneben die Westfassade mit Laderampe, die Südfassade mit den Kellerfenstern und die Nordfassade mit den Treppen und den Einfahrten. Alles ist im Ursprungszustand noch ohne Brücke an der Südseite, aber mit der Space Churn. Auch die dunklen Brüstungsabdeckungen gab es anfangs noch nicht. In Rot unterstrichen ganz unten ist der zuletzt noch stehende Bauteil markiert. Zeichnung: Bruno Tamborino

Das Plett-Zentrum war 1967 schon ganz geplant (siehe das Titelbild und Hauptillustration vom Buch „Entlastungsstadt Perlach in München“, herausgegeben 1967 von der Neuen Heimat), es wurde aber erst ein oder zwei Jahre nach den Wohnhäusern in seiner Umgebung zusammen mit dem noch bestehenden gegenüberliegenden Bürohaus eingeweiht. 1971 bezog also die Neue Heimat Bayern ihr neues Verwaltungshaus, es kamen aber auch Geschäfte, ein Restaurant und eine Filiale der Stadtbibliothek München in das Zentrum. Es waren der Ayinger Hof, ein Rewe-Supermarkt, die Papeterie Perlach, ein Solarium mit Kosmetikstudio und andere Geschäfte, die recht bald wieder verschwunden sind oder ihre Identität geändert haben, wie z.B. ein Tapetengeschäft. Der mittlere Teil des Plett-Zentrum bestand aus einem großen, offenen Platz, auf den auf einer Seite der Eingang der Verwaltung der Neuen Heimat schaute, auf der anderen Seite waren Geschäfte. Die Eingänge und Vitrinen aller Geschäfte (auch des Restaurants und der Bibliothek) bildeten drei Fronten, zwei schauten auf eine offene Passage, die andere auf diesen Platz. Der Platz war wie das ganze Hochparterre des Plett-Zentrum zirka 2,60 Meter über dem Straßenniveau. An seinen zwei gegenüberliegenden Seiten grenzten ihn nur zwei schmale Dachstreifen optisch ein und hier stand ab 1972 die Space Churn (Raumspindel, auch als Neuperlach Mobile bekannt), das Wahrzeichen Neuperlachs.

Plett-Zentrum Grundriss Zeichnung
Bild 4: Hochparterre-Grundriss des Plett-Zentrum. Man erkennt in Schwarz die Säulen in versetztem Doppelraster, alle parallelen Säulen stehen in 10,50 Meter Abstand. In Orange die Räume im Hochparterre, in Rot und Violett die Obergeschosse der Büros, rechts die Geschäfte. In Hellblau die Bedachung der Freiflächen im Hochparterre. Die gestrichelten Linien deuten schematisch die Tragebalken der Decke an, alle habe ich nicht rekonstruieren und einzeichnen können. Zeichnung: Bruno Tamborino

Anfang der 1980er-Jahre wurde die Fußgängerbrücke über die Ständlerstraße gebaut, als auch das Konzerngebäude der Vereinte Versicherung (damals noch Vereinigte Versicherung) und das pep fertig waren. Als Durchgang zur Brücke wurden die Brüstung und der Blumentrog hier unterbrochen, welche vorher durchgehend waren, obwohl diese Brücke schon von Anfang an geplant war. In der ersten Hälfte der 1980er-Jahre wurde der Bau auch einer Pflege unterzogen, bei der die vertikalen Brüstungsplatten per Hochdruckwasserstrahl gesäubert wurden und vor allen Dingen die Oberkanten dieser Platten mit optisch angepassten, dunklen Aluminiumprofilen geschützt wurden. 1986 wurde die Neue Heimat aufgelöst und die WSB Bayern zog ein, entsprechend wurde auch das große „NH“-Logo am Obergeschoss des Verwaltungsbaus durch ein „WSB“-Logo ersetzt.

1999 wollte die WSB schon neue Räume, bis sie einige Jahre später den Bau verließ und die Büros dann nicht mehr benutzt wurden. 2001 zog die Stadtbibliothek in das nahe Quidde-Zentrum um, auch dies war ein klares Zeichen, dass das Plett-Zentrum seine besten Zeiten leider schon hinter sich hatte. Spätestens 2005 standen die Verwaltungsräume und die meisten Geschäfte leer. Der großflächige Bau wurde unter zwei Besitzern geteilt, der Geschäftsteil kam in eine Hand, der doppelt so große Teil mit Büroräumen und Platz in die Hand von Aldi, um dort die Büros und den Platz mit einem Markt zu ersetzen. 2006 schenkte die WSB die Space Churn auch der Stadt München.

Im März 2008 wurde der größere Teil des Baus abgerissen, zu diesem Zweck wurde die Space Churn umgesiedelt und der übrige Teil des Baus an der Trennstelle funktionell wieder instand gesetzt. Nach dem Abriss wurde dann nicht der Aldi-Markt, sondern das Life-Einkaufszentrum erbaut, das an den noch stehenden Teil anschloss. Die offene, ehemalige Ladenpassage wurde abgezäunt und ihre Ladenvitrinen mit Holzplatten verschalt, um weiterhin als Durchgang zur Fußgängerbrücke zu dienen, während der Restbau leer und mehr oder weniger in der Hand der Vandalen war, aber aus einigen Blickpunkten sah er noch recht gut aus. Im März 2012 begann auch hier der Abbruch, um ein mehrstöckiges Gebäude an seiner Stelle zu erbauen. Damit enden die 41 Jahre Existenz des Plett-Zentrum.

Beschreibung

Das Plett-Zentrum war ein großzügiger, flacher Bau, der mit großen Spannweiten zwischen den wenigen, relativ dünnen Säulen und einer Totalverglasung der Büro- und Ladenräume imponieren sollte. Die Räume sollten ein Maximum an Licht und Flexibilität bieten, auch innen waren nur wenige Säulen und Mauern zu finden. Alle Fenster der Büros schauten auf das Grün der balkonartigen Brüstungen oder auf zwei grüne Innenhöfe, deren größerer quadratisch war und sich in drei stockwerkshohen, begrünten Stufen nach unten verkleinerte. Alle Brüstungen, auf die Fenster oder Fußgängerbereiche schauten, waren mit Sträuchern und Blumen bepflanzt. Alles am Bau war streng geometrisch und entsprechend fixer Regeln gestaltet.

Das Plett-Zentrum war vollunterkellert, dieser Keller schaute über einen Meter aus dem Boden. Er diente als Büro- oder Archivraum, Tiefgarage und Nebenräumlichkeiten der Geschäfte. Das Hochparterre bedeckte den größten Teil der Oberfläche, abgesehen vom zentralen Platz, der Ladenpassage, den zwei Passagen von dieser zum Platz und beiden Innenhöfen der Verwaltung. Neben dem Platz befand sich der dreistöckige, quadratische Hauptbau der Verwaltung, dessen oberstes Geschoss nach außen keine Fenster hatte und deshalb nur wie eine sehr hohe Abschlussbrüstung aussah. Das Plett-Zentrum wies an der Nordseite drei breite Treppen zum Hochparterre auf, eine als Nebeneingang zur Verwaltung, zwei zu den offenen Flächen und zwei Tiefgarageneinfahrten. An der Südseite hatte nur der Keller unter dem dreistöckigen Bauteil große Fenster entsprechend den Stockwerken darüber. An der Westseite befand sich eine Laderampe für die Lagerräume der Geschäfte, auch hier war der Bau streng und komplett gestaltet. Außer an der Laderampe und an den Südfenstern war der Keller völlig fensterlos.

Es gab an dem Bau keine kleinteiligen Ausnahmen, alles folgte einem geometrisch-minimalistischem Stil, der aber sehr großzügig umgesetzt wurde. Die Decken waren alle in Innen- und Außenbereichen mit Rigipsplatten durchgehend flach und weiß verkleidet, mit eingebauten Neonleuchten. Horizontale, durchgehende Elemente waren dominant. Alle Brüstungen setzten sich aus vorgeblendeten, massiven Betonplatten zusammen, die gesägt, geschliffen und poliert waren, also fast wie natürliches Konglomerat aussahen. Alle Fenster- und Türrahmen und die sieben kubusförmigen Dachaufbauten waren aus brauneloxiertem Aluminium, die Säulen aus nicht bemaltem Beton und alle Kellermauern, außer den wenigen unter den Kellerfenstern, weinrot bemalt. Die Freiflächen bestanden aus großen, quadratischen, perfekt horizontalen Waschbetonplatten mit relativ breiten Fugen dazwischen, in die das Regenwasser abfloss und dann unter den Platten abgeleitet wurde. Auch die Treppen waren aus Waschbeton. In den meisten Räumen befand sich ein neutral gefärbter Teppich, in der Eingangshalle der Büros waren die Haupttreppe zu den Obergeschossen und die Empfangstheke imponierend und phantasievoll gestaltet. Die dominante Farbe außen war Betongrau, mit viel Verglasung.

Das Plett-Zentrum repräsentierte einen Bau mit gemischter Funktion, es war gleichzeitig Verwaltungsbau, Ladenzentrum und öffentlicher Bau mit der Stadtbibliothek, dem großen Platz und der Passagenfunktion zur Brücke. Die Verwaltung besetzte den größten Teil. Die Position der Space Churn auf dem Platz war nicht zufällig, denn der Platz war als erster Neuperlacher Mittelpunkt vorgesehen, die große Treppe, die Space Churn und seine ganze würdevolle Gestaltung bestätigen dies (siehe auch Illustration in „Entlastungsstadt Perlach“), er sollte in moderner Form eine säulengerahmte, griechische Agora interpretieren. Die breiten, nicht steilen Treppen waren alle einladend, wenn auch nicht barrierefrei.

Als Verwaltungsbau der (damals Neuperlach erbauenden) Neuen Heimat Bayern war er das eigentliche Zentrum Neuperlachs, mehr als der heute noch völlig undefinierte Hanns-Seidel-Platz. Der Bau sollte das Paradepferd von Neuperlach Nord sein und war es auch. Das Plett-Zentrum war aber auch ein klares Machtsymbol der Neuen Heimat, mit seiner sehr großen Ausdehnung und seinen besonderen bautechnischen Lösungen. Kohärent mit ihrer Wirkungs- und Bauphilosophie hat sie aber auf teure und exklusive Baumaterialien, etwa Marmor, oder auf aufwändige Verkleidungen verzichtet.

Maße und Bautechnik

Ich werde jetzt technische Charakteristika und Maße angeben, die alle aus meiner Beobachtung stammen. Ich bin mir der Maße ziemlich sicher, aber mit maximal 10 % Toleranz kann ich deren ganz sicher sein.

Das Plett-Zentrum war ein ungeteilter Stahlbeton-Skelettbau mit vorgefertigten Deckenplatten, Bodenbelagsplatten und vertikalen Fassadenbrüstungen und -platten. Vor Ort wurden also der Keller, die Säulen, die Deckenträger und die Brüstungshalterungen gegossen; wie schon angedeutet, war die Struktur völlig ohne Dehnfugen. Das Muster der Säulenverteilung war ungewöhnlich, um von außen weniger Säulen erscheinen zu lassen, als effektiv vorhanden waren. Auf den Säulen befanden sich massive, vor Ort gegossene Betonträger, die dann die Deckenplatten trugen. Die begehbaren Außenbereiche hatten unter dem sichtbaren Bodenbelag eine geneigte, vor Wasser schützende Dachoberfläche, auf der die Platten waagrecht aufgestützt waren.

Alles am Bau basierte auf einer besonderen Baukonzeption: wenige, dünne Säulen, von denen man von außen den Eindruck haben sollte, es seien nur halb so viele, auf denen komplexe, verschieden strukturierte Dachkonstruktionen ruhten. Die großen Spannweiten und die vielen Anforderungen führten also zu sehr hohen Dachkonstruktionen. Das was von außen wie Balkonbrüstungen aussah, war ja in Wirklichkeit fast nur der vertikale Abschluss dieser Deckenkonstruktion. Die Betonbalken, die doppelte Struktur der Freiflächen und die Blumentröge verursachten das Surplus an Höhe, während die schlichte, weiß bemalte Verkleidung der Decken den Eindruck erweckte, man sehe von unten die eigentliche Decke.

Der ganze Bau maß beachtliche 172 mal 56 Meter und war größtenteils 6,50 Meter hoch, der Verwaltungsbau hatte auf 14,30 Meter seine Dachhöhe. Es war ein sehr ausgedehnter und flacher Bau. An den Fassaden sah man alle 10,50 Meter eine 30 Zentimeter dicke Säule, die Brüstungen waren 1,75 Meter hoch, die Fensterbänder 2,60 Meter. Im Inneren waren die Säulen auf einem doppelten, diagonal versetzten Quadratraster angeordnet, um den 10,50 Meter-Abstand zu halbieren. Die Kellerbasis ohne Treppen, Einfahrten, Rampen und der 1,75 Meter-Auskragung der Brüstungen bedeckte stolze 8.886 Quadratmeter. Die Deckenkonstruktion hatte als Hauptelement 60 Zentimeter hohe und 30 Zentimeter breite Tragebalken, auf der die Fertigteil-Deckenplatten lagen. Die Deckenverkleidung war 20 Zentimeter unter den Balken abgehängt. Darüber befanden sich die oben genannten Bodenbeläge der Außenbereiche, die Erde der Blumentröge oder die entsprechende Füllschicht der Innenbereiche. Vom Fußboden bis zur Deckenunterseite waren es reichlich mehr als ein Meter Höhe, oben schauten die Brüstungen nur 40 Zentimeter heraus, dieselbe Höhe der an den Innenseiten der Blumentröge angeordneten Betonsitzbänke um die Außenbereiche.

Architektur

Das gewollte Aussehen des Baus war das einer filigranen, vertikalen Struktur, mit viel Glas und minimalistischen, modernen Fensterrahmen, auf der große und mächtige, horizontal betonte Decken lagen, alles schlicht und geometrisch gestaltet. Glas, lange, durchgehende Brüstungen und der massive obere Abschluss charakterisieren den Bau. Die Fensterrahmen aus brauneloxiertem Aluminium mit quadratischen Profilen und sehr großzügiger Isolierverglasung waren sehr modern, wie auch die niedrigen Heizkörper dahinter und die Vollklimatisierung.

Die Architektur ist typisch für die 1950er- oder 1960er-Jahre und entspricht internationalen und amerikanischen Vorbildern. Man erkennt den Pavillon der Expo in Barcelona (Bild 5), die Neue Nationalgalerie in Berlin (Bild 6), die Lake Shore Drive Apartments in Chicago (Bild 7) als Vorbilder, alles Meisterwerke des Architekten Ludwig Mies van der Rohe. Auch die Villa Fallingwater des Architekten Frank Lloyd Wright (Bild 8) und das Lever House (Bild 9) in New York könnten als Vorbild gedient haben. Es sind alles Meilensteine des Modernismus.

Pavillon der Expo in Barcelona

Pavillon der Expo in Barcelona
Bild 5: Pavillon der Expo in Barcelona (van der Rohe, 1929). Foto: Hans Peter Schaefer / Lizenz siehe: Wikipedia

Als Vorbild für das Plett-Zentrum diente hier das Verhältnis zwischen Wänden und der Decke, die wie Platten aneinanderstoßen, auch die Sitzbank (Mitte) und die Fensterkonstruktion.

Neue Nationalgalerie in Berlin

Neue Nationalgalerie in Berlin
Bild 6: Neue Nationalgalerie in Berlin (van der Rohe, 1962). Foto: Manfred Brückels / Lizenz siehe: Wikipedia

Das große, markant horizontale, massive Dach auf dünnen Säulen diente als Vorbild, auch die dunkle Farbe der Metallkonstruktion und auf dem Bild nicht sichtbare große Untergeschossfenster.

Lake Shore Drive Apartments in Chicago

Lake Shore Drive Apartments in Chicago
Bild 7: Lake Shore Drive Apartments in Chicago (van der Rohe, 1962). Foto: End User / Lizenz siehe: flickr

Die Gestaltung der offenen Erdgeschossbereiche war hier das Vorbild, mit der peniblen und streng geregelten Detailgestaltung. Auch die schmalen Bedachungen sah man um den Platz des Plett-Zentrum.

Villa Fallingwater in Pennsylvania

Villa Fallingwater in Pennsylvania
Bild 8: Villa Fallingwater in Pennsylvania (Wright, 1939). Foto: Jack Boucher, HABS / Lizenz siehe: Wikipedia

Damals modernste Bautechniken erlaubten es, die massive Balkone wie schwebend erscheinen zu lassen, die Säulen waren relativ dünn und in den Schatten zurückversetzt. Einen ähnliche Eindruck ergab das Plett-Zentrum, erzielt mit einer ähnlichen Technik.

Lever House in New York

Lever House in New York
Bild 9: Lever House in New York (Studio S.O.M., 1957). Foto: David Shankbone / Lizenz siehe: Wikipedia

Das fensterlose oberste Geschoss des Hauses war ein technisches Stockwerk und bildete einen optisch gelungenen Abschluss-Akzent, diese Lösung wurde bei Hochhäusern auch von van der Rohe verwendet. Der Flachbau auf Stelzen, den man im Vordergrund sieht, hat einen begrünten Innenhof. Beide Motive sah man am Plett-Zentrum.

Erklärungsversuche zum Abbruch

Das Plett-Zentrum hatte einige Mängel, die den Abbruch auf keinen Fall rechtfertigen, ihn aber vielleicht erklären. Bei 8.886 Quadratmetern Oberfläche (das Grundstück ist natürlich noch größer) bot es nur 7.828 Quadratmeter Büro- und Ladenflächen. Das ist wenig.

Der würdevolle Platz in der Mitte wollte eine Agora, also ein Treffpunkt sein, was er aber nie geworden ist. Ein Marktplatz (was das pep irgendwie ist) hätte besser funktioniert, der Platz ist leider immer leer geblieben.

Der flache, weitverglaste Bau war bestimmt unwirtschaftlich in der Beheizung, er war entsprechend der damaligen Technik wenig isoliert und hatte nach oben und nach unten potenziell große Wärmeverluste.

Dass man zu den Geschäften, der Verwaltung und dem Platz 2,60 Meter Höhe durch Treppen überwinden musste, machte den Bau bestimmt auch nicht beliebt, denn es gab keine barrierefreie Alternativen dazu.

Wahrscheinlich wurde das Plett-Zentrum als striktes ideologisches Eigentum und Symbol der Neuen Heimat angesehen, es war also den Nachfolgebesitzern unsympathisch, es wurde wohl als etwas Fremdes empfunden.

Komischerweise war der Bau 1967 als Erster schon fertig geplant, wurde aber erst vier Jahre später eingeweiht, trotz seiner schnell realisierbaren Bauweise. Wahrscheinlich musste man damals auf der Riesenbaustelle Neuperlach den Wohnhäusern Vorrang geben. Der Bau war also 1971 schon veraltet, die Planung geschah ja vor 1968 und der Energiekrise 1973, danach war eben viel schon wieder anders.

Es hat wohl auch Wassereinfallprobleme am Dach gegeben, die besondere, asymmetrisch ausgelastete Struktur des Baus ohne Dehnfugen mit Fertigteildachelementen hat vermutlich zu Spannungen im Dach geführt, die als Folge die dichtende Teerpappe darauf immer wieder aufgerissen haben könnten.

Schließlich litt der Bau wie alle Subzentren in Neuperlach schon seit den 1980er-Jahren unter der Konkurrenz des pep.

Eine Illusion …

Trotz allem hätte man den Bau retten müssen und können, ihn renovieren, reparieren und rentabel machen können. Mehrere, mit Spiegelglas verkleidete Stockwerke in Leichtbauweise auf den Geschäfts- und Büroteilen, ein Verglasen oder Zubauen des quadratischen Innenhofes und eine Umfunktionierung und Bedeckung der Agora hätten den Bau rentabel gemacht und ihn erhalten und modern gemacht. Aufzüge oder neu gestaltete, flachere Rampen (die alten Treppen hatten nur eine integrierte, mit einer hohen Stufe beginnende Kinderwagenrampe) hätten den Zugang erleichtert. So wäre der ursprüngliche Mittelpunkt Neuperlachs noch erhalten und die Identität dieses Stadtteils bewahrt, auch die Bibliothek könnte heute noch viele positive Jugenderinnerungen wachhalten. Das Plett-Zentrum war insgesamt ein einladender Bau mit Öffentlichkeits- und nicht Privatcharakter, der leider an einer Privatmentalität zu Grunde gegangen ist, obwohl er noch stehen sollte.

Bruno Tamborino
bruno.tam15@gmail.com

Sudermann-Zentrum: „Vorübergehend“ geschlossen (Update, 17.03.2012)

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Das Sudermann-Zentrum soll saniert und teilweise abgerissen werden (Neuperlach.org berichtete). Die Meldungen sind aber widersprüchlich. Der Flachbau, in dem bis vor kurzem das Stadtteilbüro untergebracht war und in dem sich derzeit noch ein SCHLECKER-Markt befindet, soll abgerissen und durch einen dreigeschossigen Neubau ersetzt werden, heißt es. Eine andere Quelle (Münchner Wochenanzeiger) behauptet, der Flachbau werde saniert. Bereits im Juni soll laut dieser Quelle das Stadtteilbüro mit vergrößerten Räumlichkeiten zurückkommen. Die Quelle sät aber in dieser Planung auch einige Zweifel. Wie auch immer, die Bilder zeigen den Status quo. Einkaufen kann man im Sudermann-Zentrum schon lange nicht mehr vernünftig. Der Rewe-Markt hat schon seit Juli 2011 geschlossen. Der Metzger ist auch weg, beide Bäckereien sind ebenso dicht. Lebensmittel gibt es faktisch keine mehr zu kaufen, sieht man einmal vom türkischen Lebensmittelgeschäft ab, das am Rand des Sudermann-Zentrum liegt.

Man kann nur hoffen, dass bald Schwung in die Sanierung kommt, da die Nahversorgungssituation für die Bewohner sehr unbefriedigend ist. Zu wünschen ist, dass auch wieder ein Supermarkt ins Sudermann-Zentrum zurückkehrt, was aber als ungewiss gilt.

Stadtteilbüro/Sudermann-Zentrum
Die Räume des Stadtteilbüros wurden … (07.03.2012) © Thomas Irlbeck
Stadtteilbüro/Sudermann-Zentrum
… bereits entkernt (07.03.2012) © Thomas Irlbeck
Sudermann-Zentrum
Der Metzger und der Traublinger sind schon lange geschlossen (07.03.2012) © Thomas Irlbeck
Sudermann-Zentrum
Auch die SB-Bäckerei ist nun dicht (07.03.2012) © Thomas Irlbeck

Zum Abschluss noch zwei Archivbilder vom August 2011. Es hat sich aber in der Zwischenzeit hier so gut wie nichts verändert:

Ex-REWE im Sudermann-Zentrum
Das war mal der Rewe … (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Sudermann-Zentrum
… im Sudermann-Zentrum (11.08.2011) © Thomas Irlbeck

Update 17.03.2012

Flachbau/Sudermann-Zentrum, Stadtteilbüro
Sanierungs- und Umbauarbeiten am Flachbau im Sudermann-Zentrum (17.03.2012) © Thomas Irlbeck

Inzwischen scheint sich zu bestätigen, dass der Flachbau entgegen ursprünglicher Berichte nicht durch einen dreigeschossigen Neubau ersetzt wird. Der Bau wird vielmehr saniert und umgebaut, es wurden bereits neue Ziegelwände errichtet (siehe Abbildung). Das Stadtteilbüro wird dann wieder in diese Räume zurückkehren. Die beauftragte Projektfirma hat auf eine Anfrage noch nicht reagiert.

Die Michaelikapelle – Mystische Orte (Teil 7)

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Michaelikapelle
Die Michaelikapelle von der Heinrich-Wieland-Straße aus gesehen (07.03.2012) © Thomas Irlbeck

An der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Albert-Schweitzer-Straße/Corinthstraße steht am nordöstlichen Eck die Michaelikapelle. Wer sich hier nicht sofort was darunter vorstellen kann, es ist die riesige Kreuzung zwischen dem Schulzentrum Nord und dem Lidl-Markt an der Corinthstraße. Der Ostpark beginnt dort ebenso. Die Kapelle selbst befindet sich neben eben diesem Lidl-Markt.

Bis jetzt ist Neuperlach.org auf der Suche nach einem mystischen Ort, der auch wirklich zu Neuperlach gehört und nicht nur in der Nähe des Stadtteils liegt. Die Michaelikapelle ist ganz nahe dran. Die stadtauswärts führenden Fahrspuren der Heinrich-Wieland-Straße zählen an dieser Position schon zu Neuperlach, aber die Fahrspuren auf der anderen Seite und damit auch die am rechten Straßenrand (Blick stadteinwärts) befindliche Kapelle wird noch dem Stadtteil Michaeliburg zugerechnet. Schade, aber die wenigen fehlenden Meter (es sind nur rund 50 Meter bis zur Grenze) lassen das Bauwerk gefühlt zu Neuperlach gehören.

Die Kapelle wurde am 7. Oktober 1900 eröffnet und ist St. Michael geweiht. Einmal im Jahr, zum Volkstrauertag, findet in der Kapelle ein Treffen der Vereine der Umgebung statt, die der Opfer der beiden Weltkriege sowie aller danach geführten Kriege gedenken.

Geschichte

Die Kapelle hat eine bewegte Geschichte hinter sich. In Auftrag gegeben wurde sie den Quellen nach von Michael Obermayer aus Straßtrudering (der als erster Siedler auch Namensgeber für den Stadtteil Michaeliburg ist), der sich der Gemeinde Perlach gegenüber verpflichtet hatte, als Gegenleistung für die Genehmigung seines Wirtshausbetriebs, eine Kapelle zu errichten. Das Gebäude mit dem früheren Wirtshaus wurde im Volksmund wegen des burgähnlichen Aussehens Michaeliburg genannt, erst 2009 wurde es abgerissen.

Michaelikapelle
Die Michaelikapelle: Halb unter Bäumen versteckt, vorne umspült von weltlichem Verkehr (07.03.2012) © Thomas Irlbeck
Umgebungskarte Michaelikapelle
Umgebungskarte Michaelikapelle. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Das Grundstück erwarb Obermayer 1898, die Quelle „Trudering – Waldtrudering – Riem: Münchens ferner Osten“ nennt hier als Kaufpreis 60 Mark. 1906 bekam die Kapelle neue Eigentümer, die die Verpflichtung, die Kapelle ausschließlich für römisch-katholische Gottesdienste zu benutzen, ignorierten. Die Kapelle soll als Lagerraum und für landwirtschaftliche Zwecke verwendet worden sein. 1922 erhielt die Kapelle nochmals einen neuen Eigentümer, der wieder Gottesdienste initiierte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Kirche in einem erbärmlichen Zustand. Dach, Fenster und Türen fehlten, selbst der Altar war entwendet worden. Die Kirchenbänke wurden offenbar in einem der strengen Nachkriegswinter verheizt. Nachdem es zunächst ernsthafte Überlegungen gab, die Kapelle abzureißen, wurde sie schließlich unter dem Einsatz einiger engagierter Bürger aus dem Stadtteil Michaeliburg aufwändig wiederhergestellt.

Hier noch ein seltenes Bild der Michaelikapelle aus früheren Zeiten (linkes Bild). Es stammt aus dem Video „Altes aus Neuperlach“ von Peter Wahrendorff. Auch im rechten Bild auch ist die Michaelikapelle zu sehen, zwischen der Tram und dem linken Bildrand. Vielen Dank an J. W. für den Tipp:

Michaelikapelle
Michaelikapelle ca. 1975 (Screenshot aus dem Video „Altes aus Neuperlach“)
M/m-Zug der Linie 11 an der Haltestelle Karl-Marx-Ring. Blick ist stadteinwärts. Foto ist vom 12.09.1970 (dem Eröffnungstag!). Die Michaelikapelle ist im linken Bildbereich zu sehen. Fotograf: Peter Wagner. Mit freundlicher Genehmigung der Freunde des Münchner Trambahnmuseums e. V.

Wer gut hinschaut, erkennt in dem rechten Bild auch die Michaeliburg, die Turmspitzen sind zwischen der Tram und dem Kran zu sehen.

Ein Bild vom Inneren der Kapelle findet sich hier: Panoramio

Fotoschatzfund Neuperlach (3): Die späten 1960er und frühen 1970er

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J. W. hat wieder ein paar super Fotos ins digitale Zeitalter gerettet. Vielen Dank! Das erste Bild zeigt die Quiddestraße mit der abzweigenden Plettstraße. Dort ist das heutige FestSpielHaus zu erkennen, das damals der erste Supermarkt in Neuperlach war.

Quiddestraße/Ecke Plettstraße
Albert-Schweitzer-Straße/Plettstraße. Um 1969/1970. Aus der Fotosammlung von J. W. Foto: M. B.

Die anderen beiden Fotos sind seltene Dokumente des U-Bahnbaus und wurden an der Quiddestraße, Ecke Albert-Schweitzer-Straße, auf Zelluloid gebannt. Die U-Bahn ist damals in offener Bauweise entstanden, eine heute unübliche Vorgehensweise. Deutlich ist im Hintergrund die Albert-Schweitzer-Schule zu erkennen.

U-Bahnbau Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
U-Bahn-Bau Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße. 1972. Aus der Fotosammlung von J. W. Foto: M. B.
U-Bahnbau Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
U-Bahn-Bau Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße. 1972. Aus der Fotosammlung von J. W. Foto: M. B.

Nachtrag: Dank der auf dem letzten Bild sichtbaren Wahlplakate gelang J. W. eine genaue zeitliche Einschätzung. Die Wahlplakate hingen 1972:

Wahlplakate 1972
Wahlplakate 1972

Auf der Suche nach der Michaeliburg (Update)

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Hinweis: Aus gegebenem Anlass habe ich den Artikel erweitert und noch mal veröffentlicht.

Die Michaeliburg. Der Burgfrieden ist dahin (02.07.2009) © Thomas Irlbeck

Schon als Kind habe ich mich gefragt, woher denn der benachbarte Stadtteil Michaeliburg (ein Teil des Stadtbezirks Trudering-Riem) seinen Namen hat. Denn eine Burg hatte ich dort nie gesehen. Noch fast bekannter als der Stadtteil Michaeliburg ist das in der Nähe befindliche Michaelibad, welches das größte Freizeitbad von München darstellt. Es liegt zwar in Neuperlach, sein Name ist aber auch auch von der Michaeliburg abgeleitet.

Ich ging lange Zeit davon aus, dass es früher mal eine Burg gab, die schon lange nicht mehr existiert. Letzte Woche gab es im familiären Umfeld eine Erwähnung des Themas. Anlass waren neu angebotene Wohnungen im Stadtteil Michaeliburg. Damals konnte ich zur Entstehung des Namens Michaeliburg nichts beitragen außer Spekulationen.

Die Michaeliburg hat keine Burgfenster mehr (02.07.2009) © Thomas Irlbeck

Wie es der Zufall will, brachte am Montag der Pizzabote eine tz-Zeitung als Gratisangebot mit. Dort las ich, die Michaeliburg würde noch stehen, würde aber bald abgerissen werden. Das klingt spannend, aber auch traurig. Wie auch immer, es ist eine letzte Gelegenheit für Fotos.

Also machte ich mich auf die Suche. Die Burg sollte nach der Beschreibung in der Zeitung nur einen Steinwurf von meinem Haus entfernt sein. Immerhin befindet sich die Zehntfeldstraße, an der die Burg liegen soll, gleich hinter meinem Haus. Ich nahm den Ausgang in meinem Haus und schritt durch die Parkanlagen. Wenige Minuten später erblickte ich schon die Türme der Burg. Natürlich hatte ich das Gebäude schon mal gesehen, aber dieses nicht als Burg eingestuft. Es ist ja auch eher ein „Bürgchen“ mit „Türmchen“.

Ein Türmchen von der Nähe (02.07.2009) © Thomas Irlbeck

Laut dem tz-Artikel (30.06.2009, Seite 6) sei das Gebäude 1898 „angeblich“ vom Gastwirt Neumeyer errichtet worden (möglicherweise ein Fehler, denn anderen Quellen nach hieß der Knabe Michael Obermayer), der dort eine Gaststätte betrieben haben soll. Das Haus habe Georg Seger gehört, dem Opa von Gabriele Strauß, die die Ex-Frau von Max Strauß ist (der bekanntlich wiederum der Sohn vom berühmten Franz Josef Strauß ist). Später sei das Objekt an Gabriele Strauß, ihren Bruder und eine Cousine gewandert. Vor sechs Monaten sei das Grundstück an den Unternehmer Pöttinger verkauft worden, der nun einen Neubau hinstellen will. Hier gäbe es nun Ärger, denn den Anwohnern ist die vorgesehene Bebauung zu dicht, es gäbe zu viel Beton und zu wenig Freiflächen und Grün. Allerdings sei die Bebauungsdichte bereits reduziert worden. Den Anwohnern ist es aber immer noch zu dicht. Vier Komplexe mit 23 Eigentumswohnungen sollen entstehen. Eine Modernisierung des Gebäudes wäre zu aufwändig. Die Burg sei nun nicht mehr zu retten, da sie nicht unter Denkmalschutz stehe.

Vor dem Haupteingang der Burg (02.07.2009) © Thomas Irlbeck

Gabriele Strauß kenne das Gebäude aus der Kindheit. Die Geschichte mit der Gaststätte sei ein Märchen, meint sie, da sich im Haus lauter Ein-Zimmer-Wohnungen mit Küche und Klo auf dem Gang draußen befinden würden. Ihr Großvater, der Maurer war, habe das Gebäude gekauft und eine Baustoffhandlung aufgebaut. Er habe dann ein Logo entworfen, welches das Haus zeigt und diesem den Namen Michaeliburg gegeben – als eine Art Marketing-Gag.

Das Bad (oder was immer das mal gewesen ist) hat schon bessere Zeiten gesehen (02.07.2009) © Thomas Irlbeck

Als ich die ersten Fotos schoss, sprach mich ein Anwohner an. Er behauptete, vieles, das in dem besagten Artikel stehen würde, würde nicht stimmen. Der Bauherr wäre ein anderer, er könne aber den genauen Bauherrn momentan nicht nennen. Laut dem Anwohner wurde das Gebäude ursprünglich als Jagdschloss errichtet. Die Remise wäre dann später abgerissen worden. Hinter dem Gebäude habe es einen Bauernhof gegeben. An dieser Stelle steht heute ein Lidl-Markt.

Ja, zumindest der Lidl-Markt ist nicht zu übersehen. Im Discounter einkaufen, im Schatten der Burg, das ist noch für kurze Zeit möglich.

Brunnen vor der Michaeliburg (02.07.2009) © Thomas Irlbeck
Dieses Objekt soll als Ersatz für die Burg kommen. Von der Bautafel abfotografiert (02.07.2009) © Thomas Irlbeck

Diese und weitere Bilder in höherer Auflösung gibt es auf flickr

Update

Ex-Michaeliburg
Der Ersatz für die alte Michaeliburg. Würdig? Nicht um die Burg! (28.04.2011) © Thomas Irlbeck

Die Michaeliburg ist Geschichte. Knapp zwei Jahre nach Beginn der Entkernung ist es an der Zeit, mal nachzuschauen, ob das alte Burg einen würdigen Nachfolger erhalten hat. Ich würde sagen, nein, auch wenn das subjektiv ist. Der neue Bau ist ein Allerweltsbau. Schade, dass das historische Gebäude, das dem Stadtteil den Namen gab, ein Opfer der Abrissbirne wurde.