Abriss Hertie Giesing – Das habe ich mir nie träumen lassen!

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Manchmal träumt man sehr seltsame Sachen, aber sie können immerhin einen Anlass bieten, noch einmal ältere Fotos zu zeigen. Konkret habe ich heute Nacht von dem Hertie-Kaufhaus in Giesing geträumt (ganz früher war da mal ein Kepa drin – das war die Niedrigpreis-Kaufhauskette von Karstadt; siehe BR-Video: Zeitmaschine: Abbruch trifft Aufbruch am Tegernseer Platz). Wir erinnern uns, es wurde 2011 abgerissen. Im Traum sollte dort nach dem Neubau die MVG-Haltestelle umbenannt werden. Das Kaufhaus wollte seinen Namen haben, der irgendwie HERGIESI oder so ähnlich war. Die MVG sagte, sie benenne Haltestellen grundsätzlich nicht nach Kaufhäusern. Da aber der Platz nun HERGIESI-Platz heißt, hatten sie ein Einsehen, die Haltestelle wurde von Silberhornstraße zu  HERGIESI-Platz.

Das alles war wie gesagt nur ein Traum und vieles stimmt nicht. Heute ist in dem Gebäude ein Woolworth drin und es kam natürlich nicht zur Umbenennung der Haltestelle. Mich verbindet viel mit dem früheren Kaufhaus, da meine Eltern in der Nähe einen Garten mit einem kleinen Häuschen hatten. Da ging es ab und zu in dieses Kaufhaus, da es das nächste Kaufhaus war. Heute haben wir immerhin im Marx-Zentrum einen Woolworth. Ich zeige hier eine Reihe von Fotos, die 2011 entstanden sind. 2011 habe ich bereits einen Beitrag veröffentlicht. der hier zu finden ist: Abbrechmittel.

Stand am 23.04.2011

Abriss Hertie Giesing
Bild 1 (23.04.2011) © Thomas Irlbeck
Abriss Hertie Giesing
Bild 2 (23.04.2011) © Thomas Irlbeck
Abriss Hertie Giesing
Bild 3 (23.04.2011) © Thomas Irlbeck
Abriss Hertie Giesing
Bild 4 (23.04.2011) © Thomas Irlbeck
Abriss Hertie Giesing
Bild 5 (23.04.2011) © Thomas Irlbeck
Abriss Hertie Giesing
Bild 6 (23.04.2011) © Thomas Irlbeck

Exakt einen Monat später: Stand am 23.05.2011

Abriss Hertie Giesing
Bild 7 (23.05.2011) © Thomas Irlbeck
Abriss Hertie Giesing
Bild 8 (23.05.2011) © Thomas Irlbeck
Abriss Hertie Giesing
Bild 9 (23.05.2011) © Thomas Irlbeck
Abriss Hertie Giesing
Bild 10 (23.05.2011) © Thomas Irlbeck
Abriss Hertie Giesing
Bild 11 (23.05.2011) © Thomas Irlbeck
Abriss Hertie Giesing
Bild 12 (23.05.2011) © Thomas Irlbeck
Abriss Hertie Giesing
Bild 13 (23.05.2011) © Thomas Irlbeck
Abriss Hertie Giesing
Bild 14 (23.05.2011) © Thomas Irlbeck
Abriss Hertie Giesing
Bild159 (23.05.2011) © Thomas Irlbeck

Weitere Infos, auch zum Aussehen des geplanten Neubaus:

Synonym für „Frühchen“

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Heute Nacht hatte ich einen seltsamen Traum. Er spielte offenbar in der Zukunft, in einer etwas anderen Gesellschaft, aber auf der Erde. Jedenfalls nannte man dort Frühchen, also zu früh Geborene, Betaversionen. Wer es nicht weiß, eine Betaversion ist eine Software, die weitestgehend über die endgültige Funktionalität verfügt, aber noch nicht freigegeben ist. In der Regel ist sie ziemlich fehlerbehaftet, sie ist noch nicht fertig. So gesehen passt ja der Ausdruck Betaversion gar nicht so schlecht. Aber offenbar kann man nur im Traum auf solche Nonsenseinfälle kommen. Ohne zu viel hineininterpretieren zu wollen, scheine ich durch meinen Beruf sehr auf Software fixiert zu sein und verliere zumindest in der Vorstellung mitunter die Differenzierung zwischen Mensch und Maschine.

Schwarz schützt – oder „Der Alb[p]traum“

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Heute Nacht hatte ich einen Albtraum. Halb Neuperlach wurde im Zuge einer Stadtverschönerung abgerissen. Das Marx-Zentrum und meine Wohnanlage blieben stehen. Angeblich durften sie das, weil es sich um Eigentumswohnungen handeln würde. Rein optisch betrachtet haben die schwarz gekachelten Häuser sicher keine Daseinsberechtigung.

Fassungslos stolperte ich in der Umgebung herum. Überall lagen Betonbrocken herum. Die Arbeiter hatten ganze Arbeit geleistet, nun ja, sie heißen ja auch so. Träume sind ja bekanntlich selten logisch, so fehlten Bauzäune und weitere Sicherungsmaßnahmen. Im Traum ist eben alles möglich, auch das eigentlich Unmögliche, das Undenkbare. Was aber ist real? Ein Blick heute früh aus dem Fenster brachte Erleichterung. Neuperlach steht.

„Albtraum“ hat übrigens nichts mit den Alpen zu tun, daher empfiehlt der DUDEN seit der Rechtschreibreform die Schreibweise „Albtraum“ , welche die frühere Schreibweise „Alptraum“ mehr oder weniger ablöst. Mehr oder weniger, da die alte Schreibweise noch zulässig ist.

Es sind die „Alben“, welche dem Albtraum seinen Namen geben. Hier darf man aber nicht an Alben im Sinne von „Briefmarkenalbum“ denken. Vielmehr ist „Alben“ eine andere Bezeichnung für Elfen (auch: „Elben“, wodurch die sprachliche Verwandtschaft zwischen Alben und Elfen deutlich wird), und eben diese Alben waren in der germanischen Mythologie für Träume zuständig. Noch genauer sind es die „Nachtalben. Ein Nachtalb,auch „Mahr“ genannt, ist ein kleines schwarzes Wesen, das schlafende Menschen und Haustiere anfällt, manchmal auch Sachen. (Und ganz selten haben es diese Wesen wohl auf Hochhäuser abgesehen, solange sie nicht wie sie selbst schwarz sind, denn dann gibt es offenbar Gruppenschutz.) Der Mahr findet sich auch im englischen Ausdruck „nightmare“ für „Albtraum“ wieder. Etymologisch ist der Mahr mit der Kikimora, verwandt, eine alte heidnische Gottheit, die später zu einem Poltergeist umgewidmet wurde. Der Kikimora liegt wiederum die „Mokosch“ zugrunde, eine slawische Gottheit, die für Fruchtbarkeit, Weiblichkeit und den Schutz der Schafe und des Spinnens und Webens steht. „Mokosch“ wurde aus „mok“ für „feucht‘ abgeleitet, sodass sie die „feuchte Mutter Erde“ verkörpert. Das beruhigt doch dann etwas, auch nach dem schlimmsten Albtraum. Dass sich auch im Deutschen wieder eine sprachliche, wenngleich wenig schmeichelhafte Verwandtschaft findet, der „Moder“, tut dem keinen Abbruch.