Das Leben ist eine Baustelle. Zwei weitere Kreuzungen in Neuperlach Nord werden saniert (Update 09.11.2018)

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Noch mehr Baustellen: Die Kreuzungen Quiddestraße/Plettstraße/Staudingerstraße sowie Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße (diese: 03.09. bis 12.11) werden saniert. Lesereinsendung von Hanns Edel, vielen Dank!

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 1: Auf der Heinrich-Wieland-Straße vor dem Gervais-Danone-Haus. Die Heinrich-Wieland-Straße muss sogar zeitweise gesperrt werden (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 2: An der Heinrich-Wieland-Straße – die provisorische Betonsockel-Ampel verrät, was kommt (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 3: Vor dem Schulzentrum Nord (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 4: Dito (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 5: Blick von der Brücke des Schulzentrum Nord Richtung Westen. An der Brücke ganz hinten entsteht die zweite Baustelle (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 6: Dito. Die Ampel scheint zu schweben, ein netter Effekt (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 7: Baustellenkreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße, Blick Richtung Osten (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 8: Baustellenkreuzung Quiddestraße/Staudingerstraße/Plettstraße. Die Vorboten in Gestalt von provisorischen Betonsockel-Ampeln sind schon zu sehen (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 9: Dito (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 10: Kreuzung Quiddestraße/Staudingerstraße/Plettstraße mit der Agip-Tankstelle (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 11: Blick von der blauen Brücke an der Plettstraße Richtung Osten, im Hintergrund die Brücke des Schulzentrum Nord, dahinter die Baustellenkreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße. Ganz unten verläuft übrigens quer die Albert-Schweitzer-Straße (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 10: Dito, aber jetzt Blick Richtung Westen auf die Baustellenkreuzung Quiddestraße/Staudingerstraße/Plettstraße (19.08.2018). Foto: Hanns Edel

Update 30.08.2018

Während der Sanierung der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Quiddestraße/Karl-Marx-Ring wird die Haltestelle „Karl-Marx-Ring“ der Buslinie 197 Innenring (ausdrücklich nur diese Fahrtrichtung) und N45 zur Kurt-Eisner-Straße verlegt:

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 11: Auf dem Karl-Marx-Ring, kurz vor der Kreuzung Kurt-Eisner-Straße, Blick Richtung Marx-Zentrum (30.08.2018). Foto: Lesereinsendung
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 12: Dito  (30.08.2018). Foto: Lesereinsendung

Update 02.09.2018

Am 03.09. um 7 Uhr geht es los!

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 13: Die Bushaltestelle „Karl-Marx-Ring“ der Buslinie 197 Außenring wird zur Mensa verschoben (02.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 14: Auf dem Mittelstreifen der Heinrich-Wieland-Straße sind derzeit Baumaschinen und Material gelagert (02.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier KreuzungenNeuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 15: Das außer Betrieb gehende Wartehäuschen Karl-Marx-Ring Innenring wurde seinen Sitzplätzen beraubt (02.09.2018) © Thomas Irlbeck

Update 04.09.2018

Auf den Baucontainer haben sie „etwas“ geschrieben:

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 16 (04.09.2018) © Thomas Irlbeck

Das Buswartehäuschen an der Haltestelle „Karl-Marx-Ring“ (197 Innenring, N45) ist nun ganz verschwunden:

>Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 17 (04.09.2018) © Thomas Irlbeck

Update 09.09.2018

Wie berichtet, wird die Heinrich-Wieland-Straße im Kreuzungsbereich Karl-Marx-Ring/Quiddestraße während der Sanierungsarbeiten komplett gesperrt. Damit die Straße zumindest noch sinnvoll als Sackgasse genutzt werden kann, wurden zwei Wendeschleifen eingerichtet (eine in der Nähe des Gervais-Danone-Hauses, die andere ein paar Meter Richtung Michaelikapelle).

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 18: Wendeschleife in der Nähe des Gervais-Danone-Hauses (09.09.2018) Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 19: Zweite Wendeschleife – auf der anderen Seite der Kreuzung (09.09.2018). Foto: Frauke Baumann

Update 10.09.2018

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 20: Kreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße: Die Ampeln wurden abmontiert (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 21: Momentan braucht man sie auch kaum mehr, denn ein Abbiegen in die Heinrich-Wieland-Straße ist nicht mehr möglich – weder stadtein- noch stadtauswärts (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 22: Absperrung Heinrich-Wieland-Straße (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
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Bild 23: Wendeschleife Heinrich-Wieland-Straße. Zur Orientierung: Der Kiosk ist links – außerhalb des Fotos (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 24: Kabelträger (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 25: Die Bushaltestelle „Karl-Marx-Ring“ der Linien 197 Innenring und N4 wurde zur Kurt-Eisner-Straße vorgezogen. Damit den Fußgängern dort das Überqueren der Straße erleichtert wird, hat man eine Behelfsampel aufgestellt (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 26: Die erwähnte provisorische Bushaltestelle „Karl-Marx-Ring“ 197 Innenring/N45 (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann

Update 11.09.2018

Das ist nicht so wirklich optimal! An der Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Bajuwarenstraße/Heinrich-Wieland-Straße (zur Orientierung, die Michaelikapelle ist dort) sollte man vielleicht mal das Schild Ständlerstraße überkleben. Denn so biegen dauernd Autofahrer nach links in die Heinrich-Wieland-Straße ab, obwohl es hier baustellenbedingt gar nicht mehr zur Ständlerstraße geht – allenfalls noch in Gestalt einer Ehrenrunde durch die Wendeschleife.

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 27: Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Bajuwarenstraße/Heinrich-Wieland-Straße (11.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 28: Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Bajuwarenstraße/Heinrich-Wieland-Straße (11.09.2018) © Thomas Irlbeck

Update 21.09.2018

Blick zur zweiten Kreuzungsbaustelle an die Suuadfingerstraße/Quiddestraße/Plettstraße. Es gilt eine Einbahnregelung für die Staudingerstraße.

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 29 (21.09.2018). Foto: Lesereinsendung
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 30 (21.09.2018). Foto: Lesereinsendung

Update 31.10.2018

Der Umbau der Kreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße nähert sich dem Ende. Das Wartehaus der Bushaltestelle Karl-Marx-Ring findet sich nun nahe an der Fahrbahn und nicht mehr abseits, so soll es sein! Die neuen Fahrbahnmarkierungen wurden bereits angebracht.

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 31: Noch außer Betrieb – die neue Bushaltestelle Karl-Marx-Ring Innenring  (31.10.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 32: dito (31.10.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 33: Heinrich-Wieland-Straße. Links – außerhalb des Fotos – kann man sich den Kiosk dazudenken (31.10.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 34 : Kreuzung mit dem Schulzentrum Nord im Hintergrund (31.10.2018) © Thomas Irlbeck

Update 09.11.2018

Die Kreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße vor dem Schulzentrum Nord und dem Kiosk wurde gestern wieder freigegeben. Für Radler entfällt ein etwaiger Halt auf der Mittelinsel. Möglich wird dies durch den Umstand, dass die Radspur auf Höhe der Mittelinsel direkt auf der Fahrbahn verläuft, sowie durch die eigene Radampel.

Es gibt wieder die ganz alten Radampeln mit drei Lampen, die nun aber höher montiert sind. Damit können sie auch von Autofahrern gut gesehen werden, denn auch ein Autofahrer muss wissen, ob ein Radler momentan fahren darf oder nicht. Der Radfahrer bekommt durch das Aufschauen aber Nackenstarre.

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 35 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 36 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 37 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 38 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 39: Neue Bushaltestelle „Karl-Marx-Ring“ Innenring  (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 40 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 41 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck

So sah es da übrigens früher aus (vgl. mit Bild 35!). Radfahrer mussten u.U. auf der sehr schmalen Mittelinsel anhalten, denn es mussten zwei Ampeln hintereinander beachtet werden. Das ist jetzt eine Verbesserung!

Neuperlach Ampeln
Bild 42 (Archivbild von 2012) © Thomas Irlbeck

Quiddestraße: Barrierefreier (Update 18.12.2017)

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Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 1 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck

Umbau der Bushaltestelle „Quiddestraße“. Hier zu sehen ist die Haltestelle für die Linie 197 „Außenring“. Der Einstiegsbereich wurde etwas angehoben, damit man noch „barrierefreier“ ein- und aussteigen kann. Kinderwagen oder Rollator schiebende Menschen freuen sich.

Ferner wurde/wird auch sonst alles erneuert, auch das Wartehäuschen, Ampeln und mehr. Bald kann man hier wieder ein- und aussteigen. Derzeit halten die Busse ein paar Meter entfernt Richtung Schulzentrum Nord, das man im Hintergrund schwach erkennen kann.

Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 2 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update (04.11.2017)

Die provisorische, ein paar Meter Richtung Karl-Marx-Ring versetzte Haltestelle des 197 Innenring live erlebt:

Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 3 (04.11.2017) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 4 (04.11.2017) © Thomas Irlbeck

Nett, Google+ hat die beiden Fotos so zusammengeklebt, dass der Eindruck entsteht, unser 197er würde nun alle 30 Sekunden verkehren:

Bushaltestelle Quiddestraße
Der Beitrag bei Google+

Update 18.12.2017

Die neue Bushaltestelle der Busringlinie 197 ist für beide Fahrtrichtungen in Betrieb gegangen. Jetzt kann wirklich barrierefrei in die Buszüge ein- und ausgestiegen werden. Der Monitor mit den Busabfahrtszeiten ist auch wieder in Betrieb.

Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 5 (18.12.2017) © Thomas Irlbeck

Schilder in Schilda

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Schilder begegnen uns überall. Verkehrsschilder, Namensschilder, Hinweisschilder. Es gibt amtliche und weniger amtliche. Sinnvolle, unsinnige und groteske.

Etymologisches

Woher kommt aber der Ausdruck „Schild“? In Bedeutung der Schutzwaffe („der Schild“, Plural: die Schilde) hat der Ausdruck seine Wurzeln im indogermanischen Begriff „skel“, was Schneiden, Spalten, Aufreißen bedeutet. Im Altenglischen findet sich „scielian“ für „trennen“. Die Schilde der Germanen waren nach Überlieferungen aus (geschnittenen) Brettern hergestellt, daher der Ursprung. Verwandt mit „Schild“ ist auch das nordenglische Fremdwort „skalpieren“, bekanntlich das Abtrennen der Kopfschwarte vom Schädel.

Repliken römischer Schilde
Repliken römischer Schilde. Foto: redwinegums / Lizenz: CC BY-NC 2.0

Schon sehr früh war der Schild nicht nur Verteidigungswaffe, sondern verriet durch die Bemalung einiges über den Schildträger und seine Absichten (daher auch die Redensart „im Schilde führen“). Nur logisch erscheint es, dass „Schild“ später eine weitere Bedeutung kam, nämlich die des Erkennungszeichens (Wirtshausschild, später Hausschild und dann noch allgemeiner), also losgelöst von der Verteidigungswaffe. Das Wort in dieser Bedeutung wird seit dem 18. Jahrhundert als Neutrum geführt („das Schild“, Plural jetzt „die Schilder“).

Auch der Ausdruck „schildern“ findet seinen Ursprung in dieser Wurzel, ursprünglich war es die Tätigkeit des Wappenmalers (16. Jahrhundert), später verstand man ein allgemeines „Beschreiben“ und „ausführliches Darstellen“ (in textlicher Form) darunter (ab dem 18. Jahrhundert).

Wirkung und Beachtung von Schildern

Bei der Beachtung von Schildern gibt es zwei Trends: Einerseits werden Schilder nur als Empfehlung gesehen, selbst wenn sie amtlich sind (Stoppschild etwa), oder sogar bewusst missachtet. Andererseits haben ausgesprochen viele Bürger Respekt vor Schildern, gerade den Deutschen wird es nachgesagt. Ich hatte vor vielen Jahren in Neuperlach einen Stellplatz an der Oberfläche gemietet. Nutzen konnte ich ihn nur selten. An der Einfahrt hieß es zwar „Privatparkplatz – unberechtigt parkende Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt“ (oder so ähnlich), aber es stellten sich fast täglich Fremde darauf. Ich reagierte mit einem Schild „Parken verboten“, das ich an dem Stellplatz selbst anbrachte. Ich durfte laut Schild nun dort zwar selbst nicht mehr parken (zumindest theoretisch nicht), aber zu meiner großen Überraschung stellte sich nun fast nie mehr ein Fremder auf den Stellplatz. Gezählt habe ich höchstens einen Falschparker pro Monat statt täglich mindestens einen.

Schilder stellen sich vor

In letzter Zeit habe ich einige besondere Schilder fotografiert – auch in Neuperlach –, die ich hier nun präsentiere und kommentiere.

Privatgrundstück und „Hundegeschäft verboten“

Hunde - "Geschäft verboten"
Privatgrundstück / Hunde – Geschäft für Hunde verboten (21.08.2012) © Thomas Irlbeck

Gleich zwei Schilder verschönern einen der Zugänge zu meiner Neuperlacher Wohnanlage. Das obere Schild hängt schon lange da. Es ist eine reine Farce, mit der versucht wird, sich störende Bürger vom Leib zu halten.Tatsächlich handelt es sich hier um ein Privatgrundstück, das aber per Satzung zum öffentlichen Fußgängerverkehr freizuhalten ist. Neuperlach ist schließlich der Stadtteil der offenen Wege. Das Schild ist natürlich nicht amtlich, diverse Stadtteilpolitiker empfehlen, es einfach zu ignorieren.

Ganz neu ist das runde Schild weiter unten. Hunde dürfen also hier kein großes und wohl auch kein kleines Geschäft machen. Ob sich die Hunde daran halten?

Schild mit Bank

Schild Wasserburg Inn Bank
Schild mit Bank Wasserburg am Inn (17.08.2012) © Thomas Irlbeck

Nun ein Schild mit Bank in Wasserburg am Ufer des Inns, das durch seine Größe besticht. Hier gebe ich zu, dass ich erst zweifelte, ob dies nun ein Schild ist, das vor der Bahnstrecke warnt (die hier gleich ein paar Meter weiter hinten ist; die Bahnstrecke ist nach einem Erdrutsch seit 1987 „unterbrochen“; immerhin sieht man mit dem „x“ so was Ähnliches wie ein Andreaskreuz) oder ein Schifffahrtsschild. Die Größe des Schildes spricht dagegen, das Schild ist so groß, weil es die Kapitäne auch von größerer Entfernung aus erkennen müssen. Auch sieht ein Bahnübergang-Warnschild anders aus, es hat die Spitze nach oben. Also ein Schifffahrtsschild. Vermutlich warnt es vor dem Wasserkraftwerk, das hier ganz in der Nähe ist. Genaueres war nicht rauszufinden. Die Stelle hier ist übrigens sehr idyllisch. Das Schild könnte man aber mal putzen.

Modernes Buswartehäuschen

Buswartehäuschen Linden
Buswartehäuschen in Linden (22.08.2012) © Thomas Irlbeck

Ein herrliches Buswartehäuschen. Hier sind die Kinder gerne Fahrgäste, die den denkbar modernsten Unterstand haben. Gesehen in Linden (bei Edling) zwischen Ebersberg und Wasserburg am Inn. Manchmal sagen Schilder nicht, um was sich für ein Objekt handelt, sondern um welches Objekt es nicht handelt. Hier bringt das Schild zum Ausdruck, dass das Häuserl kein WC-Häuserl ist. Deftiger Ausdrücke spare ich mir, im Englischen ist das WC ohnehin viel vornehmer ein „rest room“.

Der Zustand des Buswartehäuschens ist übrigens so modern gar nicht, wie ich anfangs behauptete. Eher „modernd“ im Sinne von „Moder“, also Fäulnis. Der Boden ist nämlich teilweise durchgebrochen, was man in der Vergrößerung (Bild anklicken, gilt für alle Bilder) durchaus erahnen kann.

FSK 21

American Marx-Zentrum
American im Marx-Zentrum (23.08.2012) © Thomas Irlbeck

FSK 21 ist ein Mythos oder ein Marketing-Gag. Es gibt keine Filme in Deutschland, die erst ab 21 Jahren freigegeben sind. Aber es gibt durchaus Dinge, die erst ab 21 sind: der Besuch der Spielbank und der Lkw-Führerschein etwa.

Spielhöllen sind aber ab 18, und ein Lokal mit Spielbankkonzession dürfte es in Marx-Zentrum kaum geben, die findet man eher in Urlaubs- und Kurorten. Der Luftkurort Neuperlach muss aber erst noch erfunden werden. Dennoch darf man ins American laut Schild erst ab 21 rein und nur mit Personalausweis. Ob das eine freiwillige Maßnahme, rechtlich tatsächlich erforderlich oder ein Behördenirrtum ist, bleibt unklar.

Der Benutzer DumbShitAward hat im Eisenbahnforum einige interessante Thesen zu dieser Frage aufgestellt, die ich hier zitiere. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von ihm. Es handelt sich hier ausdrücklich nicht um die Stellungnahme eines Juristen, sondern um eine rein persönliche Einschätzung. Kleinere Schreibfehler wurden beseitigt, auch handelt es sich um eine Aneinanderreihung mehrerer Zitate:

Bin ich ganz ehrlich gesagt überfragt, zumindest sehe ich keinen offensichtlichen Grund, weshalb man für solche Läden 21 sein müsste.

Die einzigen Formen des Glücksspiels (im allgemeinen Verständnis), bei denen die Altersgrenze 21 sein KANN (Glücksspiel im rechtlichen Verständnis ist dummerweise Ländersache, es scheint jedenfalls Bundesländer zu geben, die nur Volljährigkeit voraussetzen – überflüssig zu erwähnen, dass Bayern nicht dazu gehört), sind die klassischen Casinospiele und Automaten, theoretisch auch Lotterien (aber da wäre mir kein Bundesland bekannt). Die bekannten Groschengräber aus den Kneipen („Spielautomaten mit Gewinnmöglichkeit“) werden über Bundesrecht behandelt, hier ist die Altersgrenze immer 18 Jahre.

Dass in einer Spelunke Casinospiele stattfinden oder tatsächliche Glücksspielautomaten hänge,n halte ich für relativ unwahrscheinlich – denn das wäre in allen Fällen grundsätzlich illegal, da könnte einem so eine Lappalie wie „Jugendschutz“ (wir sprechen hier ja gar nicht mal mehr von Jugendlichen) herzlich egal sein.

Denkbar wäre aber, dass dort Glücksspiel nach ausländischem Recht stattfindet (Vermutung: UK, evtl. versucht noch jemand den Stunt mit der DDR-Konzession abzuziehen, weiß allerdings nicht, ob das nicht inzwischen rechtlich wasserdicht gemacht wurde) und dieses das Alter 21 vorschreibt. Ein ziemlich heikles Thema, da sich hier das recht rigorose deutsche Recht mit Grundsätzen des EU-Rechts beißt (Stichwort Dienstleistungsfreiheit) – da ist wohl definitiv noch die eine oder andere Rechnung offen.

Ich habe mich da mal etwas tiefer hineinbegeben, wirklich mehr als eine unbegründete Theorie habe ich aber nicht vorzuweisen.Es gibt in meinen Augen keinen rechtlichen Grund, weshalb das Ding plötzlich erst ab 21 Jahren betreten werden kann. Das Mindestalter beträgt bundesweit in meinen Augen 18 Jahre, ausnahmslos. Einzig die Spielbanken und „echten“ Casinos haben je nach Bundesland da eine Sonderregelung, weiter ist da nichts geregelt. Wenn der Betreiber Großjährigkeit verlangt, tut er das auf Basis seines eigenen Hausrechts (und das natürlich völlig unstrittig), so zumindest mein Eindruck.

Meine Theorie ist nun folgende: Hier wird mit Gewerberecht Druck auf die Betreiber ausgeübt. Man hat in der aktuellen Situation als Spielhallenbetreiber das Problem, dass die Konzessionen nur mit ziemlich kurzen Laufzeiten (je nach Situation zwischen 1 und 5 Jahren, Genaueres regelt das kommunale Gewerberecht) vergeben werden, die Ordnungsämter der Kommunen halten so den Druck recht hoch. Da zusätzlich derzeit ja noch diese etwas emotionale, aber mit wenig tatsächlichen Argumenten ausgestattete Diskussion über die Spielhallen im Speziellen und die Wirrungen des GlüStV im Allgemeinen tobt, könnte ich mir Folgendes vorstellen: Das KVR hat dem Betreiber wohl mehr oder weniger direkt gesagt, dass er sich seine Konzession an den Hut stecken kann, wenn er ihnen, trotz anderslautender Rechtslage, nicht entgegenkommt.

Erschwerend hinzu kommt, dass gerade auf kommunaler Ebene sich das Gerücht, diese Schuppen seien erst ab 21 freigegeben, erstaunlich hartnäckig hält – und wie schwer gerade konservative Kommunalpolitiker sich damit tun, zuzugeben, dass sie völligen Blödsinn erzählen, ist ja bekannt.

Denkbar wäre natürlich auch, dass sich der Betreiber so eine gewisse Klientel vom Leib halten will.

Gemäß den Fall, die Heraufsetzung sei wirklich freiwillig, geht’s da wohl um die Öffentlichkeitsarbeit.

Wie wir ja auch hier sehen, ist die Meinung, der Zutritt sei erst ab 21 erlaubt, weit verbreitet. Nehmen wir weiter an, ein Betreiber eines solchen Ladens würde das Alter einfach mal auf 27 oder 33 legen. Da merkt schon ein Blinder mit Krückstock, dass das gemacht wurde um gewisse Gruppen fernzuhalten. Würde ich da rein wollen und quasi „grundlos“ rausgeworfen werden, gehe ich da auch garantiert nicht mehr hin, wenn ich alt genug bin.

Klar ist das legal, kann ja jeder selbst entscheiden (sofern mit Art. 3 Nr. 3 GG vereinbar), wen er reinlässt und wen nicht. Ich erinnere mich da an einen Wirt in Westdeutschland, der Kinder unter einem bestimmten Alter den Zutritt zu seinem Restaurant verweigerte. Gab einen üblen Shitstorm und das obwohl die Beweggründe hier sogar absolut plausibel waren.

Quelle: Eisenbahnforum

Auch … muss gelernt sein

WC-Anleitung
WC-Anleitung. Foto: James Nash (aka Cirrus) / Lizenz siehe: flickr

Und weil es so schön ist, zum Abschluss noch ein WC-Anleitungsschild. Genauer ein Schild, das zeigt, wie es nicht geht. Laut Quelle aus einem koreanischen Restaurant in London.