Sommerzeit, Baustellenzeit – Dieses Mal: die Bajuwarenstraße

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Die Bajuwarenstraße verbindet Neuperlach (ab der Michaelikapelle) mit Trudering. Zurzeit wird die Bajuwarenstraße nördlich der Kreillersraße/Wasserburger Landstraße saniert, eine Fahrtrichtung ist gesperrt. Es werden auch Wasser- und Gasversorgungsleitungen erneuert. Die Arbeiten dauern noch bis November 2018. Die Buslinien 139 und 193 werden umgeleitet. Mehr Informationen zu den Buslinien gibt es hier.

Baustelle Bajuwarenstraße
Bild 1 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck
Baustelle Bajuwarenstraße
Bild 2 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck
Baustelle Bajuwarenstraße
Bild 3 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck
Baustelle Bajuwarenstraße
Bild 4 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck
Baustelle Bajuwarenstraße
Bild 5 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck
Baustelle Bajuwarenstraße
Bild 6 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck

Truliving – Das wahre Leben (Update 18.09.2018)

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Truliving
Bild 1 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck

Bis jetzt war hier nur eine Wiese (die sogenannte Obermaier-Wiese; warum diese so heißt, wird im weiteren Textverlauf noch klar), auf der sich neben dem alljährlichen Truderinger Sonnwendfeuer höchstens mal ein Zirkus verirrte, doch das ändert sich gerade gravierend. An der Kreuzung Feldbergstraße/Wasserburger Landstraße in Trudering entsteht das Neubauprojekt Truliving, eines der unzähligen Bauvorhaben im Münchner Osten. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen, die Kräne stehen, die Grundsteinlegung war am 4. Juli. Zunächst einmal ist es ein nettes Wortspiel, das man als true living (das wahre Leben) oder auch Trudering Living interpretieren kann. Zur Orientierung: Das Kulturzentrum Trudering ist genau gegenüber. Zum Truderinger Ortskern (am Gasthof Obermaier) sind es wenige Fußminuten. Der U-/S-Bahnhof Trudering ist auch noch erreichbar, zu Fuß ist es vielleicht etwas weit, aber es gibt ja den Linienbus.

Truliving
Bild 2 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck

Die ABG (Allgemeine Bauträgergesellschaft) baut hier eine Wohnanlage mit 148 Eigentumswohnungen. Die Gebäude weisen bis zu fünf Geschosse auf. Laut Anbieterinformationen gehören zu den Häusern große, ruhige, Innenhöfe mit viel Grün. Ein Wegesystem verbindet die Häuser untereinander. Die Wohnungen (mit 1 bis 5 Zimmern) haben bodentiefe Fenster und sind mit Naturholz-Parkettböden sowie Fußbodenheizung ausgestattet. Eine Video-Gegensprechanlage gehört auch zum Re­per­toire. Natürlich wohnt man nicht nur drinnen, sondern hält sich zumindest in den warmen Monaten auch schon mal draußen auf. Je nach Wohnung stehen hier Loggien, Balkone und (Dach-)Terrassen zur Verfügung.

Truliving
Bild 3 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck

Die Preise sind auf typischem Münchner Niveau. Beispiele:

  • 2 Zimmer, EG, 67,24 m², 519.000 Euro
  • 3-Zimmer, 1.OG, 79,55 m², 579.000 Euro
  • 3-Zimmer, EG, 88,81 m², 675.000 Euro
  • 5 Zimmer, DG, 198,89 m², 1.699.000 Euro

Die Baustelle wird inzwischen durch einen recht hohen Holzzaun vor neugierigen Blicken geschützt, nur eine kleine Lücke gibt zeitweise die Sicht frei. Dies führt auch dazu, dass man als Fußgänger das Bauschild kaum als Ganzes sehen kann – es sei denn, man ist vermutlich mehr als 2 Meter groß. Schade, ein Gitterdrahtdrahtzaun würde auch Unbefugte vom Betreten der Baustelle abhalten, aber ein wenig Zuschauen ermöglichen. Zuschauer richten ja eigentlich keinen Schaden an. Aber die Entscheidung des Bauträgers ist zu respektieren.

Truliving
Bild 4 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck
Truliving
Bild 5 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck
Truliving
Bild 6 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck

Update 10.07.2018: Sonnwendfeuer – ein Bild aus alten Tagen

Das Sonnwendfeuer auf der Obermaier-Wiese (Archivfoto von 2013), das gibt es wegen der Baumaßnahmen nicht mehr. Vielen Dank an Benno Steuernagel-Gniffke, dass das Foto hier gezeigt werden darf!

Truliving Sonnwendfeuer
Bild 7: Sonnwendfeuer  2013. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Doch wir Münchner müssen nicht auf unser Sonnwendfeuer verzichten. Seit 2017 findet das Sonnwendfeuer nun auf der Truderinger Festwiese gleich gegenüber statt, also auf der anderen Seite der Wasserburger Landstraße.

Grundsteinlegung

Fotos von der Grundsteinlegung am 04.07.2018.

Truliving
Bild 8 (04.07.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Truliving
Bild 9 (04.07.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Update 29.07.2018

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Bild 10 (29.07.2018). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Update 04.08.2018

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Bild 11 (04.08.2018) © Thomas Irlbeck
Truliving
Bild 12 (04.08.2018) © Thomas Irlbeck

Update 18.09.2018

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Bild 13 (18.09.2018) © Thomas Irlbeck
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Bild 14 (18.09.2018) © Thomas Irlbeck
Truliving
Bild 15 (18.09.2018) © Thomas Irlbeck

Ist man verpflichtet, einen nicht-benutzungspflichtigen Radweg zu benutzen?

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Die Frage mag sich von selbst beantworten. In manchen Köpfen aber nicht. Denn vor ein paar Tagen bin ich auf der Feldbergstraße von Neuperlach Richtung Wabula gefahren. Der Radweg verläuft auf der linken Straßenseite, was gefährliche Wechsel erfordert. Die Stelle, an der man wechselt, ist in einer Kurve. Man muss zunächst schauen, dass man vom hinter einem fahrenden Verkehr nicht überrollt wird. Den Gegenverkehr kann man wegen der Kurve auch erst spät sehen. Zu allem Übel ist an der Wechselstelle auch eine Einmündung (St.-Augustinus-Straße), und trotz Bodenmarkierung rechnen hier Autofahrer nicht unbedingt mit linksseitigem Radverkehr (siehe Fotos). Von links kommende Fahrzeuge müssen warten, da die Feldbergstraße eine Vorfahrtstraße ist, aber ob sie das tun, ist eine andere Frage. Zudem ist auf der Feldbergstraße auch viel Verkehr (Busse, Lkw …). Und all das für wenige Hundert Meter Fahrradweg, der wegen der Schule und des Sportplatzes auch immer wieder von Scharen an Kindern blockiert wird.

Feldbergstraße/Ecke St.-Augustinus-Straße
Feldbergstraße/Ecke St.-Augustinus-Straße. In der Bildmitte ist die Wechselstelle zu sehen, die eine Bodenmarkierung hat. Hier geht es links rüber auf den Fahrradweg. Verkehr kommt von hinten, von vorne und von links aus der Einmündung – leider genau am Übergang (28.09.2016) © Thomas Irlbeck

Zum Glück ist die Radwegbenutzungspflicht seit Jahren aufgehoben, das blaue Schild abmontiert, es handelt sich ohnehin um eine Tempo-30-Zone, sodass die Radler mehr oder weniger im Verkehr mitschwimmen können.

Linksseitigen Radweg links liegen lassen

Entsprechend entschied ich mich, den Radweg im wahrsten Wortsinn links liegen zu lassen und auf der Fahrbahn zu bleiben – und dort ganz rechts, also nicht mitten auf der Spur. Ich war mit schätzungsweise 25 km/h unterwegs. Auf einmal schiebt sich ein Pkw an mir vorbei, der vermutlich um die 35 km/h schnell war. Er kann mich ohne Mühe überholen. Die Beifahrerin ruft nicht besonders freundlich aus dem Fenster, ich solle auf dem Fahrradweg links fahren und zeigt mit dem Arm in dessen Richtung.

Feldbergstraße/Ecke St.-Augustinus-Straße
Näher dran an der Wechselstelle. Ein blaues Radwegschild gibt es nicht, sondern nur ein „Radfahrer frei“-Schild (28.09.2016) © Thomas Irlbeck

An der nächsten roten Ampel stelle ich die Beifahrerin und den (männlichen) Fahrer zur Rede. Ich kläre sie auf – ohne Beleidigungen, aber laut, dass der Radweg nicht benutzungspflichtig sei, ich auf der Fahrbahn fahren dürfe und mir ein Wechsel auf die linke Seite zu gefährlich sei.

Man könnte jetzt von beiden eine Entschuldigung erwarten, sie hätten das nicht gewusst und so, doch beide beharrten auf dem Standpunkt, da wäre ein Radweg, also hätte ich darauf zu fahren. Er redete eher leiser, ich habe nicht alles verstanden, aber so viel, dass er mich rhetorisch fragte, ob ich noch einen eigenen Fahrradweg für mich speziell haben wolle (mit einer Logik, als ob Radler auf der Fahrbahn nichts zu suchen hätten).

Sie schrie, habe auch nicht alles verstanden, Beleidigungen gab es vermutlich keine ihrerseits.

Ich hätte den beiden noch gerne gesagt, sie würden die Verkehrsregeln nicht beherrschen, aber da war keine Zeit mehr.

Was kann man tun? Eine Anzeige wegen Nötigung käme zumindest ganz theoretisch in Betracht (wenn ich mir das Kennzeichen gemerkt hätte), auch wenn die erste Zurechtweisung von der Beifahrerin kam, die natürlich keine Fahrerkompetenz hat. Ausgebremst wurde ich nicht.

Generell finde ich es traurig, wenn Autofahrer die Verkehrsregeln nicht beherrschen. Oder wenn sie meinen, Radler hätten vor ihnen zu kuschen.

Ich rege mich so was von auf. Wie sind da eure Erfahrungen?

Die Burg, so wie sie die anderen sehen

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Das Marx-Zentrum, auch ehrfürchtig „Die Burg“ genannt, von der Wabula aus gesehen. Wie ein Hochgebirge thront der schönste deutsche Bau nach dem Schloss Neuschwanstein (o.k., leicht übertrieben) über den Häuschen der Gartenstadt. Einfach herrlich. Der Fotostandpunkt ist Wasserburger Landstraße, Höhe Horst-Salzmann-Weg.

Marx-Zentrum von Wabula aus gesehen
Bild 1 (03.09.2014) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum von Wabula aus gesehen
(03.09.2014) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum von Wabula aus gesehen
Bild 3 (03.09.2014) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum von Wabula aus gesehen
Bild 4 (03.09.2014) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum von Wabula aus gesehen
Bild 5 (03.09.2014) © Thomas Irlbeck

Hier scheiden sich die Geisterradler (Update 14.09.2012)

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Radverkehrsführung Solalindenstraße/Wasserburger Landstraße
Sonderbare Radverkehrsführung an der Einmündung der Solalindenstraße in die Wasserburger Landstraße – Bild anklicken, um zu vergrößern (11.09.2012) © Thomas Irlbeck

Gestern machte ich mal wieder eine Entdeckung in der Reihe „sonderbare Radverkehrsführungen“. Wir befinden uns in Trudering. Die Verkehrsführung, die offenbar recht neu ist, ist auf den ersten Blick nicht nur sonderbar, sondern total sinnlos (das Bild unbedingt anklicken, um es zu vergrößern!).

Konkret kann man hier zunächst als Radfahrer aus der Solalindenstraße nach rechts in die Wasserburger Landstraße abbiegen – wie der motorisierte Verkehr auch. Man kann aber als Radler auch links abbiegen und hat dafür sogar eine eigene Linksabbiegespur. Auf diese Weise überquert man den zweiten Arm der Solalindenstraße – in Gegenfahrtrichtung auf einem aufgemalten Radstreifen – direkt neben den Autos, die einem ein paar Zentimeter weiter rechts hier entgegenkommen. Der Radstreifen endet aber sofort wieder und nun hindert ein rotes Fahrradschild jegliche Weiterfahrt. Man kommt gerade einmal zum ersten Reihenhaus.

Man kann das Bild noch so lange betrachten und wird wahrscheinlich dennoch keinen Sinn darin finden. Es sei denn, man sieht sehr genau hin: Dann erkennt man rechts neben dem rechten Reifen des blauen Autos einen Fußgängerüberweg. Man erleichtert somit den Radlern mit dieser Verkehrsführung, diesen Weg (natürlich schiebend) zu nutzen und somit tatsächlich nach links in die Wasserburger Landstraße „abzubiegen“ und somit stadteinwärts zu fahren.

Linksseitige Radverkehrsführungen sind aber generell gefährlich und die Kommunen sind sogar per Verwaltungsvorschrift angewiesen, diese innerhalb geschlossener Ortschaften gar nicht anzuordnen, allenfalls in berechtigten Ausnahmefällen. Das Problem der linksseitigen Radverkehrsführungen liegt darin, dass motorisierte Verkehrsteilnehmer oft nicht auf entgegenkommende Radfahrer, die zudem dann auch in der Regel Vorfahrt haben, eingestellt sind. Dies provoziert schwere Unfälle. Außerdem müssen die Radfahrer oft erst einmal die Straßenseite wechseln, um zum Radweg zu gelangen, was auch nicht ungefährlich ist (hier entfällt dies aber).

Die allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO) schreibt in §2, Randziffer 33, dazu:

Die Benutzung von in Fahrtrichtung links angelegten Radwegen in Gegenrichtung ist insbesondere innerhalb geschlossener Ortschaften mit besonderen Gefahren verbunden und soll deshalb grundsätzlich nicht angeordnet werden.

Quelle: http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26012001_S3236420014.htm

Hier kommt aber noch erschwerend dazu, dass Radfahrer dazu verleitet werden, anstatt ihr Fahrrad über den Überweg zu schieben, verbotswidrig geradeaus weiterzufahren. Denn nicht jeder dürfte den Sinn mit dem Überweg erkennen und manche sehen die Verkehrsführung als Abkürzung, um zur nächsten Querstraße zu gelangen. Daher sieht man hier mal wieder ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Die alte Verkehrsführung ohne Linksabbiegespur bedeutete zwar eine längere Strecke (und einen U-Turn an der nächsten Kreuzung), aber war verständlicher, weniger gefährlich und zwang den Radfahrer auch nicht zum Absteigen. Immerhin kann man die alte Route weiterhin legal nutzen – wenn man weiß, dass es sie gibt und sich nicht durch die Schilder und die vielen Bodenmarkierungen mit ihren Linien und Pfeilen irritieren lässt.

Update 14.09.2012

Zugegeben hatte ich hier ursprünglich bewusst ein irritierendes Bild eingestellt, das eine gewisse Sinnlosigkeit der Verkehrsführung demonstrieren soll. Als Reaktion auf den Kommentar von MünchenRadler (vielen Dank dafür!) habe ich heute die Stelle noch einmal besucht und zeige nun die gesamte Szenerie. Aus Sicht des Autoverkehrs wird man mit einem Radfahrer-Gefahrenschild gewarnt (linkes Bild). Allerdings gibt es von diesen Schildern ach so viele und dass Radfahrer von vorne kommen, wird hier nicht veranschaulicht. Das mittlere Bild zeigt die Konstellation aus Sicht des rechtsseitig fahrenden Radverkehrs. Hier wird auch deutlich, dass sich auf einem kurzen Stück der gesamte Radverkehr, also inklusive Gegenverkehr, eine einzige Spur teilen muss (Standardradwegbreite). Das rechte Bild zeigt den Überweg selbst, der auch nicht vorbildlich ist, da parkende Autos auf dem Seitenstreifen eine gefährlichere Zickzack-Überquerung notwendig machen.

Radverkehrsführung Solalindenstraße/Wasserburger Landstraße
Aus der Sicht des Autoverkehrs (14.09.2012) © Thomas Irlbeck
Radverkehrsführung Solalindenstraße/Wasserburger Landstraße
Aus der Sicht des Radverkehrs (14.09.2012) © Thomas Irlbeck
Radverkehrsführung Solalindenstraße/Wasserburger Landstraße
Der Übergang – eher schräg als geradlinig (14.09.2012) © Thomas Irlbeck