{"id":7,"date":"2008-09-05T03:03:40","date_gmt":"2008-09-05T01:03:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/?page_id=7"},"modified":"2025-10-21T19:43:26","modified_gmt":"2025-10-21T17:43:26","slug":"uber-neuperlach","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/uber-neuperlach\/","title":{"rendered":"\u00dcber Neuperlach"},"content":{"rendered":"<p>Neuperlach \u2013 das ist M\u00fcnchen, wie es nie ein Tourist zu Gesicht bekommt!&#8220; (eine der wichtigsten Lebensweisheiten eines Neuperlachianers)<\/p>\n<figure id=\"attachment_7935\" aria-describedby=\"caption-attachment-7935\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/MUC_Neuperlach_0474_1200.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7935\" src=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/MUC_Neuperlach_0474_1200.jpg\" alt=\"Luftbild Neuperlach Oliver Betz\" width=\"1200\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/MUC_Neuperlach_0474_1200.jpg 1200w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/MUC_Neuperlach_0474_1200-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/MUC_Neuperlach_0474_1200-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/MUC_Neuperlach_0474_1200-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/MUC_Neuperlach_0474_1200-400x266.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-7935\" class=\"wp-caption-text\">Luftbild Neuperlach \u00a9 Oliver Betz. Mit freundlicher Genehmigung von <a href=\"https:\/\/oliverbetz.de\/pages\/Fliegen\/Luftbilder-Muenchen\" target=\"_blank\">Oliver Betz<\/a>. Weiterverbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung von Oliver Betz!<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Hinweis: Einige Informationen sind nicht mehr auf dem aktuellen Stand!<\/strong><\/p>\n<h3>Historisches und Konzeption des &#8222;anderen&#8220; Stadtviertels<\/h3>\n<p>Neuperlach liegt im S\u00fcdosten von M\u00fcnchen und hat heute rund 65.000 Einwohner. Damit ist Neuperlach das gr\u00f6\u00dfte westdeutsche Siedlungsprojekt nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Bayerische Rundfunk erkl\u00e4rte Neuperlach gar zum &#8222;gr\u00f6\u00dften St\u00e4dtebauprojekt Europas&#8220;. Geboren wurde der Stadtteil aus der akuten Wohnungsnot heraus. In den 1960er-Jahren beschloss der M\u00fcnchner Stadtrat ein umfassendes Wohnungsbauprogramm (&#8222;Gesamtplan zur Behebung der Wohnungsnot in M\u00fcnchen&#8220;), zu dem auch die Entlastungsstadt &#8222;Perlach&#8220; am M\u00fcnchner Stadtrand unweit der Stadtteile Ramersdorf und Perlach (Letzteres heute h\u00e4ufig als &#8222;Altperlach&#8220; bezeichnet) geh\u00f6rte. Der Name &#8222;Neuperlach&#8220; wurde erst sp\u00e4ter offiziell, die Anwohner nannten ihren Stadtteil aber bereits von Anfang an so.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3343\" aria-describedby=\"caption-attachment-3343\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/4422509888_e9f9d85601_b1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3343\" title=\"Zweith\u00f6chstes Haus\" src=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/4422509888_e9f9d85601_b1-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/4422509888_e9f9d85601_b1-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/4422509888_e9f9d85601_b1.jpg 683w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3343\" class=\"wp-caption-text\">Das h\u00f6chste Haus in Neuperlach, es misst \u2026 (10.03.2010) \u00a9 Thomas Irlbeck<\/figcaption><\/figure>\n<p>Neuperlach ist eine typische Satellitenstadt, eine eigene Stadt in der Stadt, die, was die urspr\u00fcngliche Konzeption betrifft, Wohnungen, aber auch Arbeitspl\u00e4tze und Freizeiteinrichtungen bieten sollte. Arbeitspl\u00e4tze und Freizeitm\u00f6glichkeiten waren aber zumindest in den ersten Jahren Mangelware. Der Wohnraum wurden in den ersten zwei Jahrzehnten weitgehend in Gestalt von Hochh\u00e4usern geschaffen. Der Bau in die H\u00f6he erlaubte die Unterbringung einer hohen Zahl an Wohnungen, ohne dass auf umfangreiche Gr\u00fcnanlagen und Freifl\u00e4chen verzichtet werden musste. Tats\u00e4chlich sind die Wohngebiete sehr gro\u00dfz\u00fcgig angelegt. Die Stra\u00dfen sind breit und autofahrergerecht, es gibt ausreichend Parkm\u00f6glichkeiten sowie Fu\u00df- und Radwege entlang der Stra\u00dfen. Zus\u00e4tzlich wurden sehr breite Fu\u00dfwege quer durch die Anlagen gezogen, die es erm\u00f6glichen, sich fern vom Autoverkehr zu bewegen. Diese Fu\u00dfwege werden auch gerne als Radwege benutzt, was trotz offiziellem Verbot im Allgemeinen toleriert wird. Eine der Grundideen ist ein &#8222;offenes&#8220; Viertel, in dem man sich von A nach B bewegen kann, ohne daran durch Z\u00e4une gehindert zu werden. Die Nahversorgung sollte durch Ladenzentren, so genannte Subzentren, erm\u00f6glicht werden, die in unmittelbarer N\u00e4he der Wohnungen liegen und teilweise in die Wohnblocks integriert wurden.<\/p>\n<h3>Architektur und Ausstattung der Wohnh\u00e4user<\/h3>\n<figure id=\"attachment_3337\" aria-describedby=\"caption-attachment-3337\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/4422511762_c112faf7b8_b1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3337\" title=\"Zweith\u00f6chstes\" src=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/4422511762_c112faf7b8_b1-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/4422511762_c112faf7b8_b1-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/4422511762_c112faf7b8_b1.jpg 683w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3337\" class=\"wp-caption-text\">\u2026 17 Stockwerke (10.03.2010) \u00a9 Thomas Irlbeck<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Wohnh\u00e4user, die in massiver, qualitativ hochwertiger Betonbauweise errichtet wurden, boten von Anfang an eine f\u00fcr den damaligen Stand der sp\u00e4ten 1960er-Jahre vergleichsweise komfortable und moderne Ausstattung. So finden sich in H\u00e4usern mit besonders vielen Wohnungen bis zu drei Fahrst\u00fchle, was l\u00e4ngere Wartezeiten erspart und einem auch im Falle eines Aufzugsdefekts das Treppensteigen erspart. Tiefgaragen geh\u00f6ren ebenso zur Grundausstattung, wobei mancherorts diese direkt mit dem Fahrstuhl erreichbar sind, sodass man trockenen Fu\u00dfes vom Auto zur Wohnung gelangt. Eine Wohnanlage am Friedrichs-Engels-Bogen, die aus zwei mit viel Glaselementen verzierten Bauten besteht (von der Bev\u00f6lkerung oft als &#8222;Glash\u00e4user&#8220; bezeichnet), verf\u00fcgt sogar \u00fcber ein eigenes Hallenbad, das nur den Hausbewohnern offen steht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6876\" aria-describedby=\"caption-attachment-6876\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/6583901973_256a7d3e12_b1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6876 size-full\" title=\"Zwillingst\u00fcrme\" src=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/6583901973_256a7d3e12_b1.jpg\" alt=\"Zwillingst\u00fcrme\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/6583901973_256a7d3e12_b1.jpg 1024w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/6583901973_256a7d3e12_b1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/6583901973_256a7d3e12_b1-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/6583901973_256a7d3e12_b1-400x266.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6876\" class=\"wp-caption-text\">Die beiden h\u00f6chsten H\u00e4user in Neuperlach, die von manchen auch liebevoll Zwillingst\u00fcrme genannt werden. Der rechte Turm ist j\u00fcnger (14.12.2011) \u00a9 Thomas Irlbeck<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_19004\" aria-describedby=\"caption-attachment-19004\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-19004\" src=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.21-225x300.jpg\" alt=\"Fluchttreppenhaus Karl-Marx-Ring 58\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.21-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.21-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.21-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.21-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.21-1200x1600.jpg 1200w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.21.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-19004\" class=\"wp-caption-text\">Fluchttreppenhaus Karl-Marx-Ring 58 (01.02.2012) \u00a9 Thomas Irlbeck<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_19005\" aria-describedby=\"caption-attachment-19005\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.53.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-19005\" src=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.53-225x300.jpg\" alt=\"Fluchttreppenhaus Karl-Marx-Ring 58\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.53-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.53-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.53-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.53-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.53-1200x1600.jpg 1200w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/2012-02-01-15.25.53.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-19005\" class=\"wp-caption-text\">Fluchttreppenhaus Karl-Marx-Ring 58 (01.02.2012) \u00a9 Thomas Irlbeck<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die meisten H\u00e4user waren in der Anfangszeit meist mindestens 8-st\u00f6ckig, ab etwa den fr\u00fchen 1990er-Jahren beschr\u00e4nkte man sich allerdings auf maximal 6 Stockwerke. Die meisten H\u00e4user in Neuperlach scheitern knapp an den Kriterien f\u00fcr Hochh\u00e4user. Laut allgemeiner Definition muss der Fu\u00dfboden des h\u00f6chstgelegenen Aufenthaltsraums mehr als 22 Meter \u00fcber der festgelegten Gel\u00e4ndeoberfl\u00e4che liegen, damit ein Haus als Hochhaus gilt (Quelle: Brockhaus Wissenschaft und Technik). Geht man von einer Raumh\u00f6he von rund 2,60 m aus (inkl. Zwischendecke), muss ein Geb\u00e4ude etwa mindestens 9 Stockwerke (10 Etagen inkl. Erdgeschoss) haben, um die Bedingung zu erf\u00fcllen. Bei echten Hochh\u00e4usern gelten strengere Brandschutzvorrichtungen. So sind f\u00fcr echte Hochh\u00e4user abgeschirmte Fluchttreppenh\u00e4user vorgeschrieben. Zugegeben wirkt Neuperlach wenig imposant im Vergleich zu den Superhochh\u00e4usern, wie sie z.B. in New York zu finden sind. Das h\u00f6chste Wohnhaus in Neuperlach misst aber immerhin 17 Stockwerke.<\/p>\n<p>Die Architektur der fr\u00fchen 1970er-Jahre wird heute von den meisten als einfallslos und monoton empfunden. Viele H\u00e4user sind verwechselbar, sodass Ausw\u00e4rtige sich oft nicht zurechtfinden. Beispielsweise wurden bestimmte Stile \u2013 etwa die H\u00e4user im und am Marx-Zentrum, die gro\u00dffl\u00e4chig mit schwarzen Wandplatten versehen sind, die im Wesentlichen nur von Fenstern und gelb bzw. hellgrau gestrichenen Balkonen unterbrochen werden \u2013, \u00fcber viele H\u00e4user hinweg durchgezogen, manchmal sogar \u00fcber mehrere Wohnanlagen. Gerade diese schwarzen H\u00e4user (Foto dazu entfernt) wurden und werden gerne als Motiv in Filmen verwendet, die in sozialen Brennpunkten spielen. Durch spezielle Kameraf\u00fchrung und k\u00fcnstlich eingebaute Elemente werden diese H\u00e4user gelegentlich noch weit h\u00e4sslicher und furchteinfl\u00f6\u00dfender dargestellt, als sie in Wirklichkeit sind.<\/p>\n<p>Kunst am Bau war seinerzeit noch ein Fremdwort. Inzwischen hat man zumindest eine Reihe von Bauten im Rahmen von Renovierungsarbeiten erheblich versch\u00f6nert. Au\u00dferdem sind die meisten neueren H\u00e4user dem allgemeinen Empfinden nach wesentlich \u00e4sthetischer ausgefallen.<\/p>\n<h3>Kriminalit\u00e4t und soziale Brennpunkte<\/h3>\n<p>In einigen Teilen Neuperlachs gibt es soziale Probleme, die mit Jugend- und Drogenkriminalit\u00e4t einhergeht. Der Ausl\u00e4nderanteil ist hoch und die Integration der ausl\u00e4ndischen Mitb\u00fcrger funktioniert nicht \u00fcberall reibungslos, was sich in partieller Ghettobildung \u00e4u\u00dfert. Dennoch wird die Kriminalit\u00e4tsrate in den Medien oft verzerrt dargestellt. Selbstverst\u00e4ndlich sind Schwierigkeiten vorhanden, aber von einem rechtslosen Raum, in dem die Polizei schon l\u00e4ngst kapituliert hat, ist Neuperlach gl\u00fccklicherweise weit entfernt.<\/p>\n<h3>Laden- und Einkaufszentren<\/h3>\n<p>Das Konzept der Subzentren, welche ein Einkaufen in unmittelbarer Umgebung erm\u00f6glichen sollten, ging nur zum Teil auf. Anfangs funktionierte es, aber als 1980 in Neuperlach Mitte das Einkaufszentrum pep er\u00f6ffnet wurde, kam es immer wieder zu \u2013 teilweise massiven \u2013 Leerst\u00e4nden in den Subzentren. Zumindest eine Versorgung mit Lebensmitteln und Waren des t\u00e4glichen Gebrauchs war aber nie ernsthaft gef\u00e4hrdet, auch wenn jahrelang Ger\u00fcchte die Runde machten, dass die Supermarktketten planten, sich aus den Neuperlacher Subzentren zur\u00fcckzuziehen. Allerdings lie\u00df und l\u00e4sst die Auswahl an Produkten \u2013 auch was Lebensmittel angeht \u2013 oft zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, sodass ein Besuch des pep oder der M\u00fcnchner Innenstadt notwendig wird, wenn etwas Spezielleres ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<h4>pep<\/h4>\n<figure id=\"attachment_15346\" aria-describedby=\"caption-attachment-15346\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/einkaufs-center_neuperlach-pep_muenchen-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-15346 size-full\" src=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/einkaufs-center_neuperlach-pep_muenchen-1.jpg\" alt=\"pep\" width=\"635\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/einkaufs-center_neuperlach-pep_muenchen-1.jpg 635w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/einkaufs-center_neuperlach-pep_muenchen-1-238x300.jpg 238w\" sizes=\"auto, (max-width: 635px) 100vw, 635px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-15346\" class=\"wp-caption-text\">Haupteingang des pep (24.08.2006). Foto: Rufus46 \/ Lizenz: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/deed.de\" target=\"_blank\">CC BY-SA 3.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Das pep (&#8222;Perlacher Einkaufs-Passagen&#8220;, sp\u00e4ter werbetr\u00e4chtiger umgedeutet zu &#8222;Perlacher Einkaufs-Paradies&#8220;) ist ein typisches Einkaufszentrum, das weniger die unmittelbaren Anwohner anspricht, sondern mehr ein gro\u00dfes Einzugsgebiet, konkret den gesamten M\u00fcnchner S\u00fcdosten. Mit einer Verkaufsfl\u00e4che von rund 60.000 qm und rund 135 L\u00e4den ist es seit 2018 das gr\u00f6\u00dfte M\u00fcnchner Einkaufszentrum. Die hervorragende Anbindung an das Stra\u00dfennetz, zwei Parkh\u00e4user und die unmittelbar am Einkaufszentrum befindliche U-Bahnhaltestelle Neuperlach Zentrum ziehen Publikum aus dem gesamten Stadtgebiet und auch dem M\u00fcnchner Umland an. Das Konzept mit einer Vielzahl an Gesch\u00e4ften unter einem Dach, inklusive Restaurants und Caf\u00e9s, ging auf. So ist das pep meist extrem gut besucht.<\/p>\n<h4>Marx-Zentrum<\/h4>\n<p>Dieses im Nordosten von Neuperlach am Karl-Marx-Ring, H\u00f6he Peschelanger, gelegene Subzentrum besteht seit 1975. Es setzt sich aus einem Flachbau in der Mitte und ringf\u00f6rmig angeordneten Hochh\u00e4usern zusammen. Die Gesch\u00e4fte befinden sich im Flachbau sowie in den Erdgeschossen der Hochh\u00e4user. Am Anfang gab es fast alles zu kaufen, von Kleidung \u00fcber Schallplatten bis hin zu Elektroartikeln. Sogar ein Hallenbad war Bestandteil des Marx-Zentrum. Mit Er\u00f6ffnung des pep begann ein gewisses Gesch\u00e4ftesterben, was zumindest die kleineren und mittelgro\u00dfen L\u00e4den betreffend h\u00e4ufige Leerst\u00e4nde und wechselnde Arten von Gesch\u00e4ften zur Folge hatte.<\/p>\n<p>Noch einige Kuriosa zum Marx-Zentrum:<\/p>\n<p>Der Flachbau war in den ersten Jahren begehbar, eine kleine Dachanlage bot Erholungsm\u00f6glichkeiten. Die Aufg\u00e4nge wurden sp\u00e4ter f\u00fcr immer geschlossen. Die Dachanlage ist heute in einem trostlosen, unbepflanzten Zustand.<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/historisches-2#schwimmbad\">Schwimmbad<\/a> (es war im Flachbau untergebracht) wurde, nachdem auch der zweite Betreiber das Handtuch geworfen hatte, au\u00dfer Betrieb genommen. Es zog eine Kampfsportschule ein, wobei das Becken einfach mit Platten zugedeckt wurde. Mitte der 1990er Jahre kam es zum definitiven Aus des &#8222;vor\u00fcbergehend&#8220; stillgelegten Hallenbades. Das Becken wurde zubetoniert und die sanit\u00e4ren Anlagen herausgerissen. Zwei neue Ladengesch\u00e4fte entstanden, die sp\u00e4ter zu einem zusammengefasst wurden. Dort findet sich heute das Minikaufhaus Woolworth.<\/p>\n<p>Die Hypobank verlie\u00df Mitte der 1990er Jahre das Marx-Zentrum. In die relativ gro\u00dfen R\u00e4umlichkeiten zog eine Apotheke ein, was Sinn ergibt, da im selben Geb\u00e4ude das \u00c4rztehaus untergebracht ist. Damit der Patienten die Apotheke nicht \u00fcbersehen, wurde sogar eine zus\u00e4tzliche \u2212 automatisch \u00f6ffnende \u2013 T\u00fcre in das \u00c4rzte-Treppenhaus gefr\u00e4st, sodass der Patient nach dem Arztbesuch und dem Ausstieg aus dem Fahrstuhl schon fast in der Apotheke steht. Viele Patienten empfinden dies aber vermutlich als zu aufdringlich und gehen demonstrativ in die zweite Apotheke des Marx-Zentrum. Letztere schloss wegen Abriss des B\u00fcrohauses Ende 2014 f\u00fcr immer.<\/p>\n<h4>Graf-Zentrum und Handwerkerhof<\/h4>\n<figure id=\"attachment_15342\" aria-describedby=\"caption-attachment-15342\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/handwerkerhof_o.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-15342 size-medium\" src=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/handwerkerhof_o-300x200.jpg\" alt=\"Handwerkerhof\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/handwerkerhof_o-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/handwerkerhof_o-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/handwerkerhof_o-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/handwerkerhof_o.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-15342\" class=\"wp-caption-text\">Der Handwerkerhof am 06.02.2000. Foto: Thomas Irlbeck<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Graf-Zentrum liegt in Neuperlach Ost am Oskar-Maria-Graf-Ring. Im Graf-Zentrum finden sich ein Aldi sowie ein paar Fachgesch\u00e4fte. Eine Besonderheit ist der unmittelbar angrenzende Handwerkerhof, eine Ansammlung von Fachgesch\u00e4ften und Handwerksbetrieben, der aber wegen seiner ung\u00fcnstigen Randlage zu leiden hat. Ein dort angesiedeltes Haushaltswaren-Kaufhaus etwa musste nach vergleichsweise kurzer Zeit wieder aufgeben, auch ein Elektronikmarkt verschwand wieder. Der Charakter eines Handwerkhofs ist inzwischen in gro\u00dfen Teilen verschwunden. F\u00fcr eine Belebung sorgt aber seit vielen Jahren ein Lidl-Markt.<\/p>\n<h4>Sudermann-Zentrum<\/h4>\n<p>Das Sudermann-Zentrum ist an der Sudermannallee angesiedelt und liegt nur unweit des pep. Die Gesch\u00e4fte sind aber dann doch zu weit weg und durch eine Stra\u00dfe abgetrennt, als dass sie noch zum n\u00e4heren Umfeld des pep gerechnet werden und von der pep-Laufkundschaft profitieren k\u00f6nnten. So macht sich mancher Anwohner lieber gleich auf den Weg zum pep.<\/p>\n<h4>Quidde-Zentrum<\/h4>\n<p>Dieses im Nordwesten an der Quiddestra\u00dfe liegende ehemalige Subzentrum beheimatet Superm\u00e4rkte, eine Stadtsparkasse und einige L\u00e4den. Fr\u00fcher gab es noch einen Wienerwald, dessen R\u00e4umlichkeiten immer wieder leer standen; kein Lokal konnte sich dort lange halten. Geschichte ist auch der zweite Supermarkt: Der Edeka-Markt schloss im September 2000 seine Pforten. In den R\u00e4umen war ab November 2001 die Stadtbibliothek untergebracht, die nach 31 Jahren das Plett-Zentrum verlassen hat. Die Gesch\u00e4fte waren allesamt in einem eigenen, erh\u00f6ht angelegten Bau angesiedelt, nicht zum Teil in Wohnh\u00e4usern wie in den meisten anderen Subzentren. Da das Quidde-Zentrum nicht mehr die Anforderungen erf\u00fcllte, die man heute an ein Einkaufszentrum stellt, etwa Barrierefreiheit, soll es durch einen Neubau ersetzt werden. 2011 schloss das letzte Lebensmittelgesch\u00e4ft. Der Neubau verz\u00f6gerte sich immer wieder \u2013 bis Ende 2019. F\u00fcr einige Jahre wurden die R\u00e4umlichkeiten noch von K\u00fcnstlern genutzt. Seit Juni 2019 ist das Quidde-Zentrum komplett gesperrt. Nur die Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke kann \u2013 \u00fcber einen Umweg \u2013 noch benutzt werden.<\/p>\n<h4>Vom Plett-Zentrum zum &#8222;Life&#8220;<\/h4>\n<p>Das Plett-Zentrum lag im n\u00f6rdlichen Teil von Neuperlach, unweit vom pep. Die Gesch\u00e4fte waren in einem erh\u00f6ht angelegten Bau integriert, der au\u00dferdem die B\u00fcror\u00e4ume der Neue Heimat, sp\u00e4ter der Bayerischen St\u00e4dtebau. beheimatete. Die Lage des Plett-Zentrum war kurios, zum pep sind es keine f\u00fcnf Minuten zu Fu\u00df, es f\u00fchrt sogar eine im Bau integrierte Br\u00fccke fast direkt zum pep. Trotzdem hatte sich nur selten Laufkundschaft zum Plett-Zentrum verirrt. In der unmittelbaren n\u00e4heren Umgebung gibt es nur wenige Wohnh\u00e4user, sodass auch Anwohner das Plett-Zentrum kaum besuchten. Entsprechend war es in seiner Endphase das dekadenteste aller Subzentren. Bereits Mitte der 1990er Jahre wurden Pl\u00e4ne bekannt, dass das Plett-Zentrum abgerissen werden solle. Seine Daseinsberechtigung hatte das Plett-Zentrum in den letzten Jahren vor allem durch die Stadtbibliothek, die allerdings 2001 ins Quidde-Zentrum umzog. Praktisch alle anderen L\u00e4den im eigentlichen Plett-Zentrum-Bau standen zu dem Zeitpunkt bereits seit Jahren leer. Einige Gesch\u00e4fte haben das Plett-Zentrum nicht direkt verlassen, sie sind von diesem Bau das gegen\u00fcberliegende B\u00fcrogeb\u00e4ude in der Albert-Schweitzer-Stra\u00dfe gezogen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_15345\" aria-describedby=\"caption-attachment-15345\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/plettzentrum_o.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-15345\" src=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/plettzentrum_o-1024x683.jpg\" alt=\"Plett-Zentrum\" width=\"580\" height=\"387\" srcset=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/plettzentrum_o-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/plettzentrum_o-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/plettzentrum_o-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/plettzentrum_o.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-15345\" class=\"wp-caption-text\">Das Plett-Zentrum am 06.02.2000. Bereits damals hatte es die besten Zeiten schon l\u00e4ngst hinter sich. Die Stadtbibliothek und die Gastst\u00e4tte waren noch ge\u00f6ffnet, die meisten anderen R\u00e4umlichkeiten standen allerdings schon leer. Foto: Thomas Irlbeck<\/figcaption><\/figure>\n<p>2007 beschloss man, den Geb\u00e4udekomplex abzurei\u00dfen und an seiner Stelle ein neues Einkaufszentrum zu errichten, das sich an Feng-Shui-Prinzipien orientiert. Die Bauarbeiten des &#8222;Life&#8220; genannten Einkaufszentrums begannen 2008. Am 09.09.2009 wurde das neue Einkaufszentrum er\u00f6ffnet. Die Fehler, die man beim Plett-Zentrum gemacht hatte, sollten nicht wiederholt werden. So ist das &#8222;Life&#8220; auch f\u00fcr Autofahrer dank der integrierten Tiefgarage attraktiv Die Gesch\u00e4fte sind dabei alle per Rolltsteig erreichbar. Beim Plett-Zentrum musste man dagegen erst einmal eine steile Treppe \u00fcberwinden, die zwar \u00fcber eine Rampe verf\u00fcgte, aber zun\u00e4chst mit einer hohen Stufe begann, was den Transport eines Einkaufswagens praktisch unm\u00f6glich machte. Das bedeutete ein umst\u00e4ndliches T\u00fctenschleppen bis zum Parkplatz. Die N\u00e4he des pep will man jetzt nach dem Motto &#8222;nicht gegen das pep, sondern mit dem pep&#8220; nutzen. So war die \u00dcberlegung, vorrangig diejenigen Ladenketten zu integrieren, die es im pep nicht gibt. Auch die unmittelbar angrenzende U-Bahnstation &#8222;Quiddestra\u00dfe&#8220; und die damit hervorragende Anbindung an den \u00f6ffentlichen Personennahverkehr war ein Argument daf\u00fcr, hier noch einmal ein Einkaufszentrum zu errichten.<\/p>\n<p>Kurioserweise wurde wegen unterschiedlicher Eigentumsverh\u00e4ltnisse nicht der gesamte Geb\u00e4udekomplex abgerissen, sondern nur der gr\u00f6\u00dfte \u2013 \u00f6stliche \u2013Teil, in dem die B\u00fcros untergebracht waren. Der kleinere Westfl\u00fcgel, der das eigentliche Ladenzentrum bildete, steht bis heute, dient aber nur noch als Durchgang zur Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke \u00fcber die St\u00e4ndlerstra\u00dfe. Das Geb\u00e4ude ist so marode, dass nur noch eine abgesicherte Fu\u00dfg\u00e4ngerfurt begehbar ist. Wann auch das eigentliche Ladenzentrum abgerissen wird und was mit dem Gel\u00e4nde geschehen soll, ist noch nicht entschieden.<\/p>\n<h4>Weitere Gesch\u00e4fte<\/h4>\n<p>Neben den erw\u00e4hnten Subzentren existieren noch eine Reihe kleinerer Ladenzentren und auch einige frei stehenden Gesch\u00e4fte. So wurde etwa auf dem Gel\u00e4nde einer ehemaligen Tankstelle an der Quiddestra\u00dfe ein Penny-Markt als Flachbau errichtet.<\/p>\n<h3>Freizeit- und Erholungsm\u00f6glichkeiten<\/h3>\n<p>Neuperlach ist nicht gerade mit Freizeit- und Erholungsm\u00f6glichkeiten reich gesegnet. Ein wenig hat der Stadtteil aber doch zu bieten.<\/p>\n<h4>Ostpark<\/h4>\n<figure id=\"attachment_15355\" aria-describedby=\"caption-attachment-15355\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Ostpark_Muenchen-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-15355 size-large\" src=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Ostpark_Muenchen-4-1024x715.jpg\" alt=\"Ostpark\" width=\"580\" height=\"405\" srcset=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Ostpark_Muenchen-4-1024x715.jpg 1024w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Ostpark_Muenchen-4-300x210.jpg 300w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Ostpark_Muenchen-4-768x536.jpg 768w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Ostpark_Muenchen-4.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-15355\" class=\"wp-caption-text\">Ostpark mit der Neuperlach-Skyline (04.05.2007). Foto: Rufus46 \/ Lizenz: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/deed.de\" target=\"_blank\">CC BY-SA 3.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_14362\" aria-describedby=\"caption-attachment-14362\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_9816.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-14362\" src=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_9816-300x225.jpg\" alt=\"Theatron\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_9816-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_9816-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_9816-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_9816.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14362\" class=\"wp-caption-text\">Theatron (09.06.2019) \u00a9 Thomas Irlbeck<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der unmittelbar am nordwestlichen Rande von Neuperlach liegende Ostpark ist das Naherholungsgebiet im M\u00fcnchner S\u00fcdosten. Er l\u00e4dt zum Spazierengehen und im Winter mit seinen k\u00fcnstlich aufgesch\u00fctteten H\u00fcgeln zum Rodeln und Skilaufen ein. F\u00fcr Langl\u00e4ufer wird eine Loipe gespurt, wobei aber die milden Winter in den letzten Jahren den Skisport auf wenige Tage im Jahr beschr\u00e4nkten. Der Ostpark bietet ferner noch einen See mit Restaurant und Biergarten am Ufer. Im Ostpark gab es fr\u00fcher noch eine Sommer-Skisprungschanze, die aber schon vor vielen Jahren abgebaut wurde. Auch eine Tarzanbahn wurde bereits vor langer Zeit wieder demontiert.<\/p>\n<p>Verwaltungsm\u00e4\u00dfig geh\u00f6rt der Ostpark \u00fcbrigens tats\u00e4chlich zu Neuperlach \u2013 und nicht etwa zu einem anderen der angrenzenden Stadtteile.<\/p>\n<h4>Eislaufstadion<\/h4>\n<p>Am Rande des Ostparks, an der Staudingerstra\u00dfe, gibt es ein Eislaufstadion.<\/p>\n<h4>Michaelibad<\/h4>\n<p>Unmittelbar angrenzend an den Ostpark ist auch das beliebte, an gleichnamiger U-Bahnstation liegende Michaelibad, das fr\u00fcher eher ein n\u00fcchternes Hallen- und Freibad war, mittlerweile aber zum Erlebnisbad ausgebaut wurde und heute das gr\u00f6\u00dfte Erholungs- und Freizeitbad M\u00fcnchens darstellt.<\/p>\n<h3>Architektur und Geschichte in Neuperlach<\/h3>\n<p>Bruno Tamborino hat dankenswerterweise einen hervorragenden Gastbeitrag zur Geschichte und Architektur Neuperlachs geschrieben, speziell zu Neuperlach Nord. Er nimmt uns mit in die Planungen, beschreibt die Philosophie des Stadtteils und die besonderen Umst\u00e4nde wie Zeit- und Kostendruck. Neben allgemeinen Vorgaben und Entscheidungen, was etwa Bauh\u00f6he, Baumaterialien und Baustil betrifft, gibt es die besonderen Entscheidungen und Einrichtungen, die zeigen, dass Neuperlach keine anonyme Betonw\u00fcste ist, sondern lebenswert und praktisch. Der Autor l\u00e4sst uns an der Entstehung der ersten Bauabschnitte teilhaben, stellt die verschiedenen Haustypen vor und l\u00e4sst uns verstehen, warum Neuperlach so aussieht, wie es anfangs aussah und wie es heute aussieht. Etwa warum man die Geb\u00e4ude urspr\u00fcnglich nicht bonbonbunt angestrichen hat und mit welchen Tricks man Restriktionen umging und es dabei dennoch schaffte, diese Ma\u00dfnahmen so zu gestalten, dass f\u00fcr die Bewohner sogar oft ein Mehrwert herauskam. Tamborino beleuchtet auch kritisch neue Entwicklungen, speziell im Hinblick auf Sanierungen der in die Jahre gekommenen Bauten. Entstanden ist ein Artikel, der mehr in die Tiefe geht und keine reine Bildkollektion mit ein paar Anmerkungen aus Bewohner- oder Laiensicht ist, sondern auf vielf\u00e4ltige Aspekte, speziell der Wohnh\u00e4user, eingeht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/?p=6966\">Zum Artikel &#8222;Architektur und Geschichte in Neuperlach&#8220;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuperlach \u2013 das ist M\u00fcnchen, wie es nie ein Tourist zu Gesicht bekommt!&#8220; (eine der wichtigsten Lebensweisheiten eines Neuperlachianers) Hinweis: Einige Informationen sind nicht mehr auf dem aktuellen Stand! Historisches und Konzeption des &#8222;anderen&#8220; Stadtviertels Neuperlach liegt im S\u00fcdosten von M\u00fcnchen und hat heute rund 65.000 Einwohner. 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