Veranstaltungen des Festring Perlach e. V. im 2. Halbjahr 2017

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Hier kann die Veranstaltungsvorschau für das 2. Halbjahr 2017 heruntergeladen werden:

Festring Logo

Hier klicken: Festring Perlach e. V. – Veranstaltungen 2. Halbjahr 2017

 

Der Festring Perlach besucht den „ewigen Stenz“

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Der ewige Stenz - Helmut Dietl und sein München
Plakat zur Ausstellung

Zur Ausstellung „Der ewige Stenz – Helmut Dietl und sein München“ lädt der Festring Perlach herzlich ein. Das Literaturhaus München am Salvatorplatz öffnet am Freitag, den 27. Januar 2017, um 19 Uhr exklusiv für den Festring seine Pforten. Eintritt und Führung kosten 12,– Euro, Festring-Mitglieder zahlen 10,– Euro. Anmeldung bei Westners, Tel. 089/637 33 11.

Der Festring Perlach im Internet: festring-perlach.de

Neuperlach: Die dämlichste Mauer der Welt

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Sie wird höher als die Berliner Mauer. Derzeit entsteht in Neuperlach Süd eine Lärmschutzwand, welche die Anwohner vor den Geräuschemissionen der Flüchtlinge schützen soll. Oder etwas weiter gefasst: Es wird eine Wand gebaut, die die Anwohner vor den Flüchtlingen bewahren soll. Die Lärmquelle ist die Flüchtlingsunterkunft an der Nailastraße, in der 160 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einziehen sollen. Ironisch gedacht werden die Flüchtlinge vor den Anwohnern geschützt.

Was wird aus unserem Stadtteil, der laut Satzung der „Stadtteil der offenen Wege“ ist, in dem Mauern und Zäune nur in besonderen Ausnahmefällen, etwa bei einem einem Kindergarten, genehmigt werden dürfen?

Und, noch schlimmer, was ist aus der Willkommenskultur geworden, fragt sich Jens Krumpholz:

(Link: YouTube)

Mehr zum Thema:

Spiegel: Mauer soll vor Flüchtlingslärm schützen

Jetzt Petition gegen die Mauer unterschreiben!

Süddeutsche Zeitung: Satire-Aktion an der Mauer in Perlach erzürnt Anwohner

Abendzeitung: Die Mauer kostet wohl 200.000 Euro

Abendzeitung: Vandalen haben in der Nacht auf Donnerstag Parolen an Häuserfassaden in unmittelbarer Nähe zur umstrittenen Mauer in Neuperlach geschmiert. Polizeischutz, Fotoverbot und emotionale Statements – der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach diskutiert den Hype um die Schallschutzmauer

Focus: Gastbeitrag von Jens Krumpholz: Ein Bollwerk der Unmenschlichkeit

Dokumentation über Neuperlach im BR-Fernsehen!

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Im Rahmen der Fernsehreihe des Bayerischen Rundfunks

Schöner Wohnen für Alle
Sozialer Wohnungsbau im Wandel der Geschichte

wird am Sonntag, den 23.10.2016, um 15:15 Uhr im BR-Fernsehen die Folge 2 ausgestrahlt. Das Thema ist „Neuperlach“.

BR-Doku Neuperlach
Wohnring in Neuperlach

Die Planer sind begeistert, Kritiker und Münchner irritiert: Neuperlach, der Münchner Stadtteil vom Reißbrett, polarisiert seit seiner Grundsteinlegung. Zu hässlich, zu anonym, zu monoton, zu grau – so lauten die gängigen Klischees über das Quartier im Osten der bayerischen Metropole, das Ende der 60er Jahre als Deutschlands und Europas größte Wohnsiedlung im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus entstand. Auf dem Höhepunkt der Wohnungsnot sollte hier im boomenden Nachkriegsmünchen eine Heimat für 80.000 Menschen entstehen.f

Geplant war eine neue „Stadt in der Stadt auf der grünen Wiese“, so urban wie das alte München, nur grüner und moderner. Mit 50 Prozent Sozialwohnungen und je einem Viertel freier Miet- und Eigentumswohnungen für die breite Mittelschicht der Angestellten und Beamten. Planer waren die Landeshauptstadt und Europas damals größter Baukonzern, die Neue Heimat. Eine Gesellschaft, die einst die Bundesrepublik zubetonierte und dann in einem spektakulären Skandal zugrunde ging.

50 Jahre später taucht die Dokumentation in den Alltag von Münchens erster und einziger Satellitenstadt ein. Wie lebt es sich in dem Stein gewordenen Utopia, das einmal für die Radikalität der 60er Jahre stand? Wie urteilt heute die Fachwelt über die in Neuperlach verwirklichte Vision vom menschenwürdigen, sozialen Wohnen?

Antwort darauf geben „Ureinwohner“ wie Christl Magnus und Werner Krappweis, die mit ihren Familien als eine der ersten in die neue Trabantenstadt zogen – angelockt von den praktischen Grundrissen der Wohnungen und der familienfreundlichen Infrastruktur. Tilos Balak hingegen wurde in den 80er Jahren hier geboren und erlebte als Jugendlicher, wie das Viertel als vermeintlicher sozialer Brennpunkt immer öfter in die Schlagzeilen geriet. Drei Neuperlacher, für die hier ihre Heimat ist. Doch das Negativimage belastet den Stadtteil bis heute.

Aus Sicht von Architekten und Städtebauern wie Professorin Sophie Wolfrum sowie dem Architekturkritiker Gerhard Matzig ist Neuperlach bis heute das für München unverzichtbare große Wohnungsreservoir – mit einem Manko: die Retortenstadt hat immer noch kein zu Ende gebautes Zentrum.

Redaktion: Stefanie Baumann, Autorin: Carina Bauer

Einladung zur Preview der BR-Dokumentation „Neuperlach“

Wer es gar nicht erwarten kann, kann die Doku auch eine Woche vorher sehen:

Wann und wo?

Sonntag, 16. Oktober 2016, 19:00 Uhr
Kulturhaus Neuperlach, Hanns-Seidel-Platz 1, 81737 München
Einlass ab 18:30 Uhr / Ende ca. 21:00 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Im Folgenden noch ein paar Infos über die TV-Reihe des BR.

Schöner Wohnen für Alle
Sozialer Wohnungsbau im Wandel der Geschichte

Eine dreiteilige Reihe ab 16.10.2016 immer sonntags um 15:15 Uhr im BR-Fernsehen

BR-Doku Neuperlach Wohnring
Detailansicht Wohnring in Neuperlach

Vor 500 Jahren stiftete Jakob Fugger die heute älteste Sozialbausiedlung der Welt: Die Fuggerei in Augsburg. Schon damals bewegte ihn die Frage, mit der sich Generationen von Architekten, Städteplanern und Sozialpolitikern nach ihm beschäftigt haben und die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren hat: Wie kann in den städtischen Ballungsräumen günstiger und hochwertiger Wohnraum für finanziell Schwache geschaffen werden? Und wie können möglichst viele Menschen komfortabel auf möglichst engem Raum zusammenleben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die dreiteilige Sendereihe „Schöner Wohnen für Alle“, die ab 16.10.2016 immer sonntags um 15:15 Uhr ausgestrahlt wird.

Heute ist das Thema aktueller denn je: Der starke Bevölkerungszuwachs in den Ballungsgebieten bringt die Mietpreise zum Explodieren und zwingt die Planer, immer dichter zu bauen. Selbst überdurchschnittlich Verdienende können die Mieten kaum noch bezahlen. Und nicht nur in München werden dringend bezahlbare Wohnungen benötigt. Welche Lösungen wurden im Laufe der Geschichte für das Wohnraumproblem gefunden? Die Reihe „Schöner Wohnen für Alle“ zeigt neben der 500 Jahre alten Fuggerei den inzwischen 50 Jahre alten Münchner Stadtteil Neuperlach sowie mit der Messestadt München Riem ein Projekt aus der Gegenwart.

Das Modell Fuggerei funktioniert bis heute. Immer noch finden bedürftige Augsburgerinnen und Augsburger hier Obdach. Zentral gelegen, autofrei, ruhig und grün hat auch die spätmittelalterliche „Armensiedlung“ in der wachsenden Regionalmetropole neue Attraktivität gefunden.

Neuperlach ist das größte westdeutsche Siedlungsprojekt nach dem Zweiten Weltkrieg und symptomatisch für die Sozial-Utopien und den Fortschrittsglauben der Siebziger Jahre. Um der auch damals virulenten Wohnungsnot zu begegnen, scheute man sich nicht, dicht und stark in die Höhe zu bauen. In ganz Europa entstanden ähnliche Satellitenstädte, deren planerische Schwächen sich im Laufe der Jahre manifestierten. Der erneut gestiegene Wohnungsmangel hat Neuperlach heute wieder attraktiv gemacht.

Zeitgenössisches Beispiel ist München-Riem: Einst als zukunftsweisend gefeiert, steht der Reißbrettentwurf heute in der Kritik.

Anhand dieser Siedlungen wird in drei Filmen gezeigt, wie sich die Vorstellungen von sozialem Wohnungsbau mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten im Wandel der Zeit verändert haben und was gleich geblieben ist. Neben historischen Rückblicken liegt das Augenmerk vor allem auf der Gegenwart und den heutigen Bewohnern.

Sendetermine im BR Fernsehen:
Schöner Wohnen für Alle
Sozialer Wohnungsbau im Wandel der Geschichte

Folge 1: Die Fuggerei Sendung am 16.10.2016, 15:15 Uhr
Folge 2: München Neuperlach Sendung am 23.10.2106, 15:15 Uhr
Folge 3: Messestadt München Riem Sendung am 30.10.2016, 15:15 Uhr

Redaktion: Stefanie Baumann, Redaktion Kulturberichte und Kulturpolitik

Diese Folge anschauen: Link zur Mediathek, hier klicken

Erich Meyer feierte 85. Geburtstag

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Erich Meyer
Erich Meyer (vorne, Mitte) wurde 85: Es gratulierten (von links nach rechts) Margit Riedel (SPD-Kassier), Alfred Schellerer (Vorsitzender AWO Neuperlach), Jens Riedel, Else Westner (Festring Perlach), Barbara Meier (Seniorenclubleiterin AWO Neuperlach)

Man kann es kaum glauben: Erich Meyer aus Neuperlach feierte seinen 85. Geburtstag. Viele, viele Gratulanten kamen, was auch verständlich ist. Denn der ehemalige Regisseur und Produktionschef am FWU-Institut für Film und Bild war und ist ehrenamtlich sehr vielseitig tätig: als Delegierter des Seniorenbeirats München, stellvertretender OV-Vorstand der AWO Neuperlach, ehemaliger Seniorenclubleiter, stellvertretender Clubleiter AWO Neuperlach, SPD Ortsvereinsbeisitzer Neuperlach und Beisitzer der SPD- Arbeitsgemeinschaft 60plus München und Oberbayern, ehemaliges Vorstandsmitglied AWO Kreisverband München-Stadt und Sprecher des AWO-Seniorenclubs, 2002 bis 2008 Seniorenbeauftragter des Bezirksausschusses 16, seit 2015 wieder Mitglied des BA 16 …

Die Auszeichnungen „München dankt“ und die Medaille des Bezirks Oberbayern sind nur ein bescheidener Dank für das Engagement des Jubilaren. Wir wünschen Erich Meyer alles Gute zum Geburtstag und freuen uns, wenn wir noch viele Jahre auf seinen Rat bauen können.

Perlacher Heimatarchiv öffnet am 14. März – jetzt mit über 8.000 Bildern

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Perlach, Brennerei (1980)
Bild Nr. 8000 im Perlacher Heimatarchiv: Perlach, Brennerei an der Putzbrunner Straße (1980).

Schafe auf der Wiese an der Putzbrunner Straße, daneben die Brennerei – diese Aufnahme aus dem Jahr 1980 brachte Festring-Mitglied Annemarie Knaier in das Perlach-Archiv. Somit sind über 8.000 Bilder aus der Perlacher Geschichte in der Datenbank vorhanden und in Sekundenschnelle abrufbar.

Der Festring lädt alle heimatkundlich interessierten Bürgerinnen und Bürger am Samstag, den 14. März, von 13 bis 16 Uhr wieder ins Heimatarchiv an der Sebastian-Bauer-Straße 25 (1. Stock) ein und wünscht den Besuchern viel Vergnügen und interessante Einblicke in die Geschichte Perlachs. Der Eintritt ist frei.

Das Leben im alten Perlach, dokumentiert durch die Bilddatenbank des Perlacher Heimatarchivs

Unsere Welt ist bebildert und ohne Bilder, die die Wirklichkeit repräsentieren, nicht mehr denkbar. Diese Entwicklung geht so weit, dass Ereignisse und Zeiten, die vor der Erfindung der Fotografie liegen, fotografisch nachgestellt werden, um diese erfahrbar zu machen. Und die Wichtigkeit von Ereignissen und Personen kann man heute gleichsam daran messen, wie häufig bildliche Darstellungen davon im Internet verbreitet sind.

Was nicht in bildlicher Form greifbar ist, läuft Gefahr, übersehen zu werden. Dabei gibt es fotografische Dokumente, die zwar vorliegen, aber der Öffentlichkeit bisher kaum zugänglich waren. Wen interessiert es nicht, wie die Generation unserer Großeltern und Urgroßeltern in unserer eigenen Heimat gelebt, wie unsere Heimat zu ihrer Zeit ausgesehen hat? Wie hat Perlach vor 100 Jahren oder vor 150 Jahren ausgesehen? Wie hat die Geschichte das Antlitz unserer eigenen Heimat verändert?

Das Perlacher Heimatarchiv beherbergt eine Unzahl von historischen Fotografien und Dokumenten, die uns einen Eindruck vom Wandel unserer Heimat geben können. Aufgrund ihres zum Teil ganz erheblichen Alters sind diese Aufnahmen allerdings Verfallsprozessen unterworfen, die letztendlich dazu führen werden, dass die ursprünglichen Bildträger eines Tages zerstört sein werden.

Deshalb hat der Festring Perlach e. V. als Träger des Perlacher Heimatarchivs die Möglichkeit zur Digitalisierung der Aufnahmen eingerichtet und damit ein Verfahren zur Bewahrung dieser einzigartigen Dokumente.

Der Festring Perlach im Internet: www.festring-perlach.de

Festring Perlach: Rekordbeteiligung

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BR-Besuch Festring Perlach
Besuch des Festring Perlach beim Bayerischen Rundfunk in Freimann

50 Teilnehmer/innen waren begeistert vom Besuch im BR-Fernsehstudio Freimann. Nach einer informativen Führung und einem super Film war die Festring-Gruppe Publikum bei der Livesendung der Abendschau. „So eine große Gruppe hatten wir noch nie“, war der Kommentar eines Verantwortlichen. Moderator Roman Roell posierte gern für ein Erinnerungsfoto.

Die nächste Festring-Veranstaltung: Offene Tür im Perlacher Heimatarchiv, Samstag, den 14.02.2015, 13 bis 16 Uhr, Sebastian-Bauer-Straße 25. Der Festring Perlach in Internet: www.festring-perlach.de

Todsünde #2 – Geiz und Habgier (Update 19.01.2015)

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Charlie Hebdo
Charlie Hebdo. Immerhin ist der Versand bei den 499 EUR inklusive.  9 verfügbar, 1 verkauft

Die neue Ausgabe von Charlie Hebdo ist sicherlich das derzeit weltweit bekannteste Heft. Nach dem schrecklichen Attentat in Paris hat der Verlag statt 60.000 gleich 3 Millionen Exemplare gedruckt. Doch nach wenigen Minuten war das Heft an vielen Verkaufsstellen bereits ausverkauft.

Nach Deutschland kam das Heft am Samstag, den 17.01.2015. Statt wie sonst üblich 90 (sic!) Exemplaren sollte eine fünfstellige Anzahl ausgeliefert werden – in Deutsch.

Update

Es ist nun doch keine deutschsprachige Ausgabe geplant. Statt 16 Sprachen sind nur noch fünf vorgesehen, darunter Englisch. In Deutschland wird die französischsprachige Ausgabe verkauft. Das konnte den Ansturm aber nicht bremsen, auch in Deutschland war das Heft nach wenigen Minuten ausverkauft.

Die Gier

Kein Attentat ist aber so schlimm, dass es nicht die Gier ausblendet. Wie sonst ist es zu erklären, dass Händler Bestände aufkaufen und dann die Hefte für bis zu 499 EUR (oder vielleicht sogar mehr, wer weiß) das Stück zum Sofortkauf auf eBay anbieten? Statt 3 EUR. Ein Gewinn von rund 17.000 Prozent. Auch wenn keiner gezwungen ist, solche Wucherpreise zu zahlen, ist es für mich Geld, an dem Blut klebt. Denn ohne das Attentat hätte dieser Gewinn nicht gemacht werden können, damit profitieren die Geschäftemacher von dem unfassbaren Leid. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Händler das Geld für die Angehörigen der Opfer spenden.

Wer das Heft haben will, sollte warten. Der Verlag will noch mal 2 Millionen drucken. Und er will so lange nachdrucken, bis jeder sein Heft hat. Auch ohne unseriöse Händler.

Tipp/Update: E-Paper kennt keine vergriffenen Auflagen

Die aktuelle Ausgabe von Charlie Hebdo gibt es auch als App für iPhone, Android und Windows Phone in den offiziellen Stores. Als Sprachen stehen Französisch, Englisch und Spanisch zur Verfügung. Der Preis liegt bei 2,99 EUR bzw. 3,00 EUR. Erfolgreich herunterladen statt erfolglos anstehen – das kann die Lösung sein. Wenn man mit der französischsprachigen Ausgabe nichts anfangen kann, bekommt dann auf diese Weise auch garantiert eine englischsprachige Ausgabe: „All is forgiven – I am Charlie“ steht auf dem Cover.

Finsterworld – ein bitterböser Film voller Lichtblicke

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Eine unschöne Vorgeschichte

Finsterworld - Drehort
Hier an dieser Stelle wurde 2012 gedreht. Das Klettergerüst und die Wohnanlage im Hintergrund sind im Film zu sehen (23.07.2014) © Thomas Irlbeck

Vor zwei Jahren fanden in meiner Wohnanlage Dreharbeiten zu dem Kinofilm Finsterworld statt. Während der Arbeiten kam es zu Einschränkungen, die einige Bewohner als Belästigung empfanden. Der Durchgang über den Nordweg wurde immer wieder unterbrochen. Zeitweise durften die Bewohner nicht am eigenen Fenster stehen, verständlich, weil es im späteren Film ja reichlich seltsam aussehen würde, wenn eine Menge Leute aus dem Fenster schauen.

Einige Bewohner wollten so etwas kein weiteres Mal erleben. Als dann noch bekannt wurde, dass man von der Produktionsgesellschaft laut Aussage der Hausverwalterin kein Honorar als Entschädigung für die Unannehmlichkeiten bekommen habe, kochte bei einigen die Wut hoch. Schlimmer: Einige glaubten der Verwalterin nicht und vermuteten, sie habe das Geld in die eigene Tasche gesteckt. Beweise dafür gibt es keine.

„Ich schwöre …“ – Eid beim Amtsgericht und das ist kein Film …

Mit einem Antrag auf der Eigentümerversammlung sollte zweierlei erreicht werden: Erstens: Es soll nie wieder Dreharbeiten in der Wohnanlage geben – unabhängig davon, ob mit oder ohne Honorar. Zweitens: Die Verwalterin legt auf eigene Kosten einen Eid beim Amtsgericht München ab, dass sie kein Honorar erhalten habe.

Zu meinem Erstaunen wurde der Antrag in allen Bestandteilen zugelassen, also auch der Eid beim Amtsgericht. Die Verwalterin wagte die Flucht nach vorne. Sie habe sich nichts vorzuwerfen, also könne sie das auch unter Eid aussagen. Bei der Abstimmung erhielt der Antrag dann eine große Mehrheit. Das ewige Drehverbot und auch der abzuleistende Eid wurden als Gesamtpaket durchgewunken.

Ich finde so etwas spießig. Natürlich gibt es bei Dreharbeiten immer Einschränkungen und es entstehen auch Schäden, für deren Beseitigung das Honorar kaum ausreicht. Aber ich habe dennoch als einer der wenigen gegen den Antrag gestimmt. Wenn in Zukunft Honorare gezahlt würden, hätte ich mir durchaus erneute Dreharbeiten vorstellen können. Schon einmal, weil es mir Freude macht, meine Wohnanlage später in einem Spielfilm zu sehen.

Der Film

Finsterworld, eine deutsche Produktion, kommt zunächst als typischer Episodenfilm daher. Man sieht in wechselnden Szenen Menschen, die an verschiedenen Plätzen leben und arbeiten. Ein Fußpfleger, ein Polizist, Schüler einer Privatschule, eine Regisseurin, eine alte Dame im Altenheim, ein Einsiedler, um nur einige zu nennen. Erst nach und nach kristallisiert sich heraus, dass die Leute miteinander verbunden sind – weil sie eng verwandt sind oder anderweitig zusammengehören.

Das Faszinierende aber ist, dass hinter der spießigen Fassade gewaltige menschliche Abgründe und Perversionen stecken, die dem Zuschauer in einem dramaturgischen Spannungsablauf mit bitterbösen Szenen präsentiert werden. Manchmal ist der Film absolut und fast enttäuschend vorhersehbar, oft wird der Zuschauer aber mit höchst überraschenden Wendungen konfrontiert. Die meisten Gags sind so gelungen, dass es unangemessen wäre, sie hier zu verraten. Nur eines soll gesagt werden: Die unrühmliche deutsche Geschichte unter Adolf Nazi und typische deutsche Klischees spielen eine zentrale Rolle. Einige der vorgetragenen Thesen sind geradezu köstlich und wie immer steckt in jeder Satire auch eine dynamisch große Portion Wahrheit.

Negativ ist mir aufgefallen, dass im Film laufend geraucht wird. Rauchen wird als Normalität dargestellt, auch die Schüler qualmen wie Schlöte und erhalten sogar von Erwachsenen Zigaretten angeboten. In einer Szene in einer Tankstelle gibt es ein riesiges überbreites Regal, in dem klar erkennbar Zigaretten fast nur einer Marke zu sehen sind. Offenbar wurde hier massives Product Placement betrieben.

Finsterworld ist inzwischen als DVD erhältlich.

Infos kompakt

Produktionsjahr: 2013

Regie: Frauke Finsterwalder

Drehbuch: Christian Krach

Darsteller: Ronald Zehrfeld, Sandra Hüller, Michael Maertens, Margit Carstensen, Corinna Harfouch

Spieldauer: 91 Minuten

FSK 12

Mehr Infos/bestellen: hier klicken

Alien crossing at „Truderinger Wald“

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Lucasfilm, LucasArts & ILM
Foto: Scott Beale / Laughing Squid. Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0. Quelle: http://laughingsquid.com/

Sicherlich geht es vielen so: Es gibt einige Filmklassiker, die man nie gesehen hat. Bei mir war es E.T. Die Gründe können vielfältig sein. Eigentlich hat man als Jugendlicher jede Zeit der Welt. Und so geht man ins Kino – bei allen großen Blockbustern, die einen interessieren. Zumindest war das in den 1980er-Jahren so. Doch aus einem nicht mehr nachvollziehbaren Grund stattete ich E.T. keinen Besuch ab. Gut, der Film lief unzählige Male im Fernsehen. Aber nicht auf meiner TV-Karte.

Vor ein paar Monaten surfte ich bei einem großen Onlineversandhändler. Beim Stöbern in den DVDs wurde ich erinnert, E.T. nie gesehen zu haben. Also rein mit dem Film in den Warenkorb. Dann aber lag der Film lange auf meinem Schreibtisch, bis er endlich gestern ins DVD-Laufwerk kam.

Die Frage ist: Kann ein so bekannter Film an Kraft verlieren, immerhin wurde er x-mal diskutiert, zitiert und kopiert. Auch ist das Thema Außerirdische ziemlich out. Ein Facebook-Freund bemerkte vor ein paar Tagen treffend, dass bei der gewaltigen Zunahme an Digitalkameras, Überwachungstechnik und Webcams ja die Anzahl der UFO-Sichtungen immer mehr zunehmen müsste. Tatsächlich scheint sie gegenläufig zu sein: Bei immer mehr Fotos, die generell geschossen werden, ist E.T.s Raumschiff offenbar immer seltener zu sehen.

Alien crossing
Alien crossing at Truderinger Wald (17.12.2012) © Thomas Irlbeck

Trotz alledem war ich angenehm überrascht, der Film ist schon so eine Art Meisterwerk. Er hat mich gut unterhalten. Ich merkte aber auch, was sich heute alles geändert hat. Bei der ersten Begegnung mit dem niedlichen Wesen hätte der kleine Filmheld Elliott sicherlich sein Smartphone gezückt, woraufhin Sekunden später der Fotobeweis auf seiner Facebook-Seite gelandet wäre. Alles, von dem man sich ein Bild machen kann, verliert an Mystischem. Zu der Zeit, in der der Film spielt und gedreht wurde, waren ja selbst Handys zum reinen Telefonieren noch in weiter Ferne, wenngleich im Film E.T. mit handwerklichem Geschick aus ein wenig Spielzeugschrott und einem Kreissägeblatt das vielleicht erste Smartphone auf Erden bastelt, um – an dem abgedroschenen Zitat komme ich nicht vorbei – „nach Haus‘ zu telefonieren“.

Um den Anteil an Fotos mit außerirdischem Bezug etwas nach oben zu schrauben, tat ich heute mein Bestes. Am Truderinger Wald entstand das Foto (nein, leider nicht das Foto links oben, sondern das Foto rechts).

Grüne Zähne im grellblauen Studio

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Neue Farben: Darf es ein kräftiges Rot sein? Gesehen an der Kurt-Eisner-Straße (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Vieles unterzieht sich einem Wandel. In Neuperlach etwa werden die Häuser nach Sanierungen bunter. Grautöne und eher sehr blasse Farben werden nun oft ganz schön knallig. Eigentlich bin ich ein Freund des Bunten. Inzwischen habe ich aber auch eine andere Seite gesehen, nämlich dass die Architekten Hochhäuser ursprünglich als Hochgebirgsfelsen begriffen und ihnen daher Farben verpassten, die dort, ganz weit oben, zu finden sind, also weiß, beige, braun, grau, vielleicht auch ein gepflegtes Blaugrau.

Knallige Farben sind nicht jedermanns Fall. Ich verurteile sie nicht, habe aber in letzter Zeit gemerkt, dass ein knalliger Anstrich störend sein kann, wenn man sich in einem Raum aufhält, in dem man eine solche farbliche Herausforderung beim Haus gegenüber aus dem Fenster erblicken darf. Selbst wenn man nicht gezielt aus dem Fenster schaut, wirkt das Knallige im eigenen Raum. Der ganze Raum scheint was von der Farbe abzubekommen, das ganze Licht davon infiziert zu sein. Vermutlich kann man sich daran gewöhnen. In einem Wartezimmer einer Arztpraxis in Ramersdorf war ich aber dennoch froh, als ich wieder draußen war, zu störend empfand ich das strahlende Gebäude auf der anderen Straßenseite.

Ein Zahnarzt hat sich mal beschwert, dass er nun bei der Herstellung seines Zahnersatzes Probleme mit dem Weißabgleich habe. Das grelle Dach der Trambahnwendeschleife an der Münchenr Freiheit sei schuld. Wenn Sie also jemand mit grünen Zähnen sehen, dann wissen Sie nun, zu welchem Zahnarzt er geht.

Neonblau Domian
Etwas gewöhnungsbedürftig. Der Kullttaker vor grellblauer Kulisse. Der Hirsch hebt ab bei solch berauschenden Farben. Sendung vom 17.04.2012

Auch Neonfarben sind derzeit schwer „in“. Der Nighttalker Domian ist gestern in ein neues Studio gezogen. Man hat sich an das alte Studio gewöhnt. Über viele Jahre sendete er tagtäglich oder besser „nachttäglich“ oder noch besser „nachtnächtlich“ daraus. Mir war von vornherein klar, dass es eine gewisse Zeit dauern dürfte, bis ich mich an ein neues Studio gewöhnen würde. Doch mit einer so grellen Kulisse hatte ich nicht gerechnet. Kann man sich mit dem Neonblau wirklich arrangieren? Bei den vielen Facebook- und Twitter-Reaktionen der Zuschauer fand ich keine einzige positive Meinung. Es wurde sogar der Tipp verbreitet, das TV-Bild auf Schwarzweiß zu schalten. Zumindest den WDR sollte man in WDR NEO(N) umbenennen.

Update 19.04.2012

Die Wand ist nun nicht mehr so grell, Domian hatte ein Einsehen.

Fast wia im richtigen Leben in Neuperlach

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Gerhard Polt und Gisela Schneeberger zeigen in „Fast wia im richtigen Leben“ den ganz normalen Wahnsinn – messerscharf beobachtet in grotesken Szenen. Wo könnte der alltägliche Irrsinn besser zu finden sein als einfach in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis, einfach nebenan oder irgendwo – natürlich gestützt von den Unwägbarkeiten und Widersprüchlichkeiten moderner Neubausiedlungen? Folgerichtig spielen eine ganze Reihe von Szenen in Neuperlach.

Die Wegbeschreibung (1984)

(Link: YouTube)

Folgende Szenen aus Neuperlach sind zu sehen:

0:32: Fahrt auf der A8, Abbiegen nach rechts auf die Ständlerstraße

0:39: Fahrt auf der Ständlerstraße mit Häusern am Quidde-Zentrum im Hintergrund

0:42: Heizwerk Perlach am Ende der Ständlerstraße/Eck Karl-Marx-Ring mit den beiden markanten Türmen. Das Heizwerk wird dabei gemeinerweise zur „evangelischen Kirche“ umfunktioniert, die Türme gehen als Kirchtürme durch.

0:47: Fahrt auf der Kurt-Eisner-Straße, links Blick auf St. Monika und das Marx-Zentrum. Mit der katholischen Kirche will man es sich ja nicht verscherzen, also wird St. Monika in diesem Fall richtig als „katholische Kirche“ bezeichnet.

4:13: Wohnring im Hintergrund

Der lange Weg zur Weg zur Stubenmusi (1987)

Dieser Sketch spielt komplett in Neuperlach, hauptsächlich im Marx-Zentrum und in der näheren Umgebung. Es können nicht alle Orte beschrieben werden, da es zu viele sind. Besonders erwähnenswert sind aber folgende Szenen:

Teil 1:

0:17: Vor dem Neuperlach Mobile (Raumspindel Space Churn) am Verwaltungsgebäude der Neuen Heimat am Plett-Zentrum

0:34: Vor der „Gaststätte Neuperlach“ am Peschelanger (heute: „Zum Löwen“)

3:19: Im obersten Stockwerk Max-Kolmsperger-Straße 19 (Atelierwohnung!)

(Link: YouTube)

Teil 2:

2:20: In der Tiefgarage des Marx-Zentrum

3:40: Vor dem Deutschen Supermarkt (heute Rewe) im Marx-Zentrum

(Link: YouTube)

Münchner Geschichten in Neuperlach (Update, 15.03.2012)

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Zwei tolle Szenen mit seltenen Bildern aus dem alten Neuperlach (1974). Das Video stammt aus der legendären Serie „Münchner Geschichten“ (Regie: Helmut Dietl und Herbert Vesely), Episode 5 („Ein Ziel im Leben“):

Ab 4:47: Therese Giehse fährt mit dem Autobus (eigentlich Linie 97, im Video aber Linie S) vom Friedrich-Engels-Bogen auf dem Karl-Marx-Ring Richtung Südost und steigt an der Haltestelle Oskar-Maria-Graf-Ring aus. Die Bauarbeiten laufen dort noch.

Ab 8:16: Therese Giehse vor dem Neuperlach Mobile (Raumspindel Space Churn) am Verwaltungsgebäude der Neuen Heimat und vor der Sonnenuhr (jeweils Plett-Zentrum)

(Video nicht mehr verfügbar.)

Update: Weitere Szene in Neuperlach

Ab 9:01: Wir befinden uns weiterhin in der Episode 5. Therese Giehse und Günther Maria Halmer besichtigen ein Apartment in Neuperlach, das sehr wahrscheinlich in einem Wohnblock am Annette-Kolb-Anger liegt. Der Blick von der Loggia geht Richtung Bert-Brecht-Allee (links), Fritz-Erler-Straße (Hintergrund) und auf den Rohbau der LVA (rechts).

(Video nicht mehr verfügbar.)

„Dieses Rattenloch ist kein Zuhause“

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Marx-Zentrum mit Alpenpanorama © Jörg Lutz

Es gibt Filme, die sieht man sich nur an, weil sie direkt vor der eigenen Haustüre gedreht wurden. Im Marx-Zentrum. „Das beste Jahr meines Lebens“ ist so ein Film, der vor kurzem im SWR wiederholt wurde und auch auf DVD erhältlich ist. Ausgerechnet auf der Geburtstagsfeier von Laura (gespielt von Christine Neubauer) wird ihr Mann Niklas (Huub Stapel) verhaftet. Der Vorwurf: Kreditbetrug. Es gebe eine anonyme Anzeige, heißt es. Am Anfang glaubt Laura nur an ein großes Missverständnis, doch mit jeder Filmminute spitzt sich die Lage zu. Zunächst muss Laura ihren Luxus aufgeben. Die Möbelfirma ihres Mannes ist pleite. Auch das luxuriöse Haus ist futsch. Laura zieht mit ihren beiden Kindern ins Marx-Zentrum, das offenbar eine Entsorgungsstätte für gescheiterte Reiche ist (siehe TV-Serie Arme Millionäre). Sohn und Tochter sind von dem heruntergekommenen Hochhausblock gar nicht begeistert. Das Filmteam half ein wenig nach, um von vornherein eine mögliche Neuperlach-Liebe zu verhindern – beim Einzug werden sie von einem übel hustenden Penner begrüßt. Die Tochter bezeichnet das Marx-Zentrum als „Rattenloch“.

In „Das beste Jahr meines Lebens“ bezieht sich das „beste“ nicht aufs Marx-Zentrum – im Gegenteil

Die Kinder rebellieren zunächst, fügen sich aber letztendlich. Laura freundet sich mit ihrer allein lebenden Nachbarin Ziggy (Sandra Borgmann) an. Die unkonventionelle Frau, die ihr Geld mit Taxifahren und Telefonsex verdient, bringt Laura auf neue Gedanken und findet auch einen Bezug zu den Kindern. Nachdem Laura es auch mit dem Taxifahren versucht hatte, was mit einem kleinen alkoholbedingten Unfall ein jähes Ende fand, tritt Laura einen Job als Bedienung in dem verlotterten italienischen Lokal „La Grotta“ an, das irgendwo in der Innenstadt liegt. Dort wird sie vom Koch angegrabscht. Der ihr zur Hilfe eilende Arbeitskollege Robert (Nicki von Tempelhoff), mit dem sie später eine Affäre haben wird, befördert ihn mit einem mächtigen Faustschlag ins Spital. Der Koch fällt erst einmal für längere Zeit aus. Das ist die Chance für Laura und spätestens jetzt wird es arg kitschig. Laura steigt zur Küchenchefin auf und bringt mit Talent und Vollweib-Einsatz das Lokal wieder auf Vordermann. Währenddessen findet Laura heraus, dass ihr Mann nicht nur die Banken betrogen hatte, sondern auch sie. Er hatte ein Verhältnis mit seiner Sekretärin. Aber auch das wirft sie nur kurz aus der Bahn.

Der Film ist größtenteils vorhersehbar, und wo er das nicht ist, ist er nicht immer ganz logisch und glaubwürdig. Als Laura die Geliebte zur Rede stellt, gibt diese innerhalb von Sekunden nicht nur die Affäre zu, sondern auch ohne Not und ohne zu zögern, hinter der anonymen Anzeige zu stecken, als Rache, weil Niklas sich nicht ganz für sie entscheiden wollte und eine Trennung von Laura ablehnte.

Christine Neubauer bekommt 2008 den BAMBI
Christine Neubauer lobt im Film die herrliche Aussicht, die man von den oberen Stockwerken im Marx-Zentrum hat. Foto: BAMBI 2010 / Lizenz siehe: flickr

Letztlich ist der Film nur eine auf Zelluloid gebannte Trivialliteratur-Schnulze mit schwülstigem Happy-End. Die Charaktere folgen einer strikten Gut-Böse-Einteilung. Witzige Elemente, die den Film noch in eine Komödie retten könnten, findet man so gut wie keine, es sei denn, man interpretiert abgedroschene Szenen, etwa die, in der Lauras spießige, reiche Freundin Helene (Andrea L’Arronge) zufällig zum Taxifahrgast wird, als irgendwie komisch. Oder die Einstellung, in der Laura an ihrem ehemaligen Wohnhaus vorbeifährt und wehmütig das Schild „Zu verkaufen“ entdeckt.

Keine Negativdarstellungen mehr erlaubt

Der Film entstand bereits 2005, damals durfte im Marx-Zentrum noch ungehemmt gedreht werden. Heute darf per Eigentümerbeschluss das Marx-Zentrum nicht mehr negativ dargestellt werden. Generell treffen hier künstlerische Freiheit und die Interessen der Eigentümer und Bewohner aufeinander.

Ich habe selbst im Marx-Zentrum gewohnt. Ich zog 1974 dorthin, da war das Marx-Zentrum noch eine halbe Baustelle; als 8-Jähriger sah ich damals mit Freude den Bauarbeitern zu, die die letzten Arbeiten erledigten. So waren die Fußgänger- und Lieferbereiche noch nicht gepflastert und es war noch kein Laden fertig gestellt. Auf dem nahe gelegenen Sportplatz gab es aber Baracken mit Einkaufsmöglichkeiten. Heute lebe ich in einem Wohnblock, der fast derselben Architektur unterliegt, also auch „hübsch“ mit schwarzen Platten verkleidet ist. Er schließt sich nahtlos, ohne dass auch nur ein Zentimeter dazwischen wäre, an das Marx-Zentrum an. Man könnte den Bau als eine Art Erweiterung des Marx-Zentrum sehen, der Schönheitsfehler liegt jedoch darin, dass er bereits ein paar Jahre vor dem Marx-Zentrum entstand, so gesehen ist das Marx-Zentrum eher eine Erweiterung meines Wohnblocks. Formal sind beide Wohnanlagen getrennt. Weitere Bauten mit der gleichen Architektur gibt es in Neuperlach keine. Damit will ich sagen, die Bezeichnung „Rattenloch“ trifft mich ebenso. Immerhin werden die Bezeichnungen „Marx-Zentrum“ und irgendwelche Straßennamen im Film weder erwähnt, noch sind entsprechende Schilder zu sehen. Das verringert die Chance, dass man sich am Tag nach solchen Filmausstrahlungen bei Arbeitskollegen und Bekannten für sein Zuhause rechtfertigen muss. Allerdings fällt der Name Neuperlach mehrere Male. Ich habe Verständnis, dass Bewohner sich über solche Negativdarstellungen ärgern. Meinen Ärger unterdrücke ich damit, dass ich der künstlerischen Freiheit einen sehr hohen Rangwert einräume, auch wenn ich nichts Künstlerisches an diesem Film erkennen kann.

Maibaum Viktualienmarkt Stadtflagge
Maibaum auf dem Viktualienmarkt mit der schwarz-gelben Stadtflagge. Foto: patrikmloeff / Lizenz siehe: flickr

Trotz des erwähnten Eigentümerbeschlusses wird im Marx-Zentrum vermutlich auch in Zukunft fleißig weitergedreht. Wenn das Marx-Zentrum nicht mehr ins schlechte Licht gerückt werden darf, dann spielt der Film halt offiziell wo anders. Wenn die Filmhandlung etwa in Berlin stattfindet, dann kann ja das Marx-Zentrum in München nicht heruntergemacht werden. Oder etwa doch? In beiden Fällen sind es ja Geschichten, die erzählt werden, wo diese auch immer stattfinden. Das, was der Zuschauer sieht, bleibt optisch das Marx-Zentrum. Aber es ist eben nur Fiktion. Trotz einiger Missstände lebt es sich im Marx-Zentrum und drumherum gut. Die Wohnungen haben einen Komfort, wie er von heutigen Neubauten oft nicht mehr erreicht wird. Die schwarzen Gebäude mit den vielen gelben Sichtbetonelementen mag man als bedrohlich, unästhetisch ansehen. Mit etwas Phantasie findet man in der Gestaltung aber die Münchner Identifikationsfarben der Stadtflagge: schwarz-gelb. Aber dass diese das Motiv des Architekten waren, bleibt ein Gerücht.

Reden halten – Jauch startet am 11. September

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Günther Jauch
Günther Jauch bei Madame Tussauds. Dort ist er so lebendig wie die deutsche Talkshowkultur. Foto: Chris1002x / Lizenz siehe: flickr

Ich muss gestehen, dass ich früher Fan von Talkshows war. Erich Böhme († 2009) hatte es damals mit seinem „Talk im Turm“ immer wieder geschafft, den Talkshowgästen etwas zu entlocken, was diese eigentlich nicht preisgeben wollten. Und das auf einem Privatsender! Böhmes Talkshows waren meist informativ und gleichermaßen unterhaltsam. Dazu brauchten sie keine unterstützende Musikband, der eigentliche Talk machte die Musik. Doch nicht immer schaffte Böhme die Entzauberung, bei einer Neuauflage von Böhmes Talkshow, jetzt auf neuem Sender (n-tv) und mit neuem Namen („Talk in Berlin“), gelang es dem Kulttalker (Markenzeichen: seine Lesebrille, die er wie eine Rassel mit der Hand drehte) nur begrenzt, den Rechstaußen Jörg Haider († 2008) vorzuführen.

Die Talkshows sind größtenteils langweilig geworden. Die Gästeliste nicht nur bei Anne Will besteht immer öfter aus den gleichen Namen. Nachgefragt wird nur selten und wenn, dann nur pro forma. Dabei sollte eigentlich so lange nachgehakt werden, bis eine wirklich klar verständliche, zufrieden stellende Antwort gegeben wurde. Politiker, Medienleute und wer halt eingeladen ist, sagen ihre auswendig gelernten Sprüche auf. Für einen gewissen Unterhaltungswert sorgt noch der Historiker und Fast-Dauergast Arnulf Baring, der sich oft in Rage redet.

Nun soll Günther „Wer wird Millionär“ Jauch die komatöse Talkshowkultur wiederbeleben, und zwar auf der alten Tante ARD. Am geschichtsträchtigen 11. September dieses Jahres übernimmt Jauch den sonntäglichen Sendeplatz von Anne Will. Diese zieht auf den Mittwoch um. Dort kollidiert sie aber mit Plasbergs „hart aber fair“, der auf den Montag wechselt. Hierfür macht Reinhold Beckmann Platz, der in Zukunft am Donnerstag talkt. Ob bei diesem Verschiebebahnhof jemand vergessen wurde, sodass in Zukunft zwei ARD-Talkshows gleichzeitig versuchen zu senden, ist nicht bekannt.

Jauch steht sicher keine leichte Aufgabe bevor. Eine Talkshow bleibt sicher eine Talkshow, reden bleibt reden. Man kann nur begrenzt völlig neue Elemente dafür entwickeln. Vielleicht fehlt mir aber auch die Phantasie für Jauchs mögliche Ideen. Man sollte deshalb Jauch eine Chance geben. Ich werde daher gespannt seine erste Sendung verfolgen. Ob ich dann noch mit dem Konsum weiterer Sendungen die Einschaltquoten der ARD pushe, wird sich zeigen. Hauptsache, wir haben aneinander vorbeigeredet.

Kabel und Liebe

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Kabel Erneuerung
Der Termin ist sehr wichtig, es geht um die Zukunft meines Kabelanschlusses! Quelle: Infozettel Kabel & Medien Service

Als ich in den frühen 1990er-Jahren meine schöne Wohnanlage in Neuperlach Nordost bezog, war ich in puncto TV und Radio arg enttäuscht. Eine marode Dachantenne musste als Ersatz für den früher gewohnten und geschätzten Kabelanschluss fungieren. Selbst ARD und ZDF waren je nach Wetterlage so stark gestört, dass das Bild zeitweise immer wieder völlig zusammenbrach. Die Radioprogramme der Privatsender waren grundsätzlich nur mit starkem Rauschen zu empfangen. Teilweise erreichte ich einen besseren Empfang, wenn ich das Antennenkabel mit dem Heizkörper verband. Auch eine Zimmerantenne brachte keine zufrieden stellenden Ergebnisse. So bewegte ich mich ins nächste Sat-TV-Geschäft. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung, ob ich überhaupt als Laie eine Satellitenschüssel anbringen könnte. Der freundliche Verkäufer beruhigte mich, das ginge sogar ohne Kompass, meinte er. Ich müsste nur ungefähr wissen, wo der Satellit Astra steht und mich dann dem Bereich mit der höchsten Pegelanzeige annähern. Sobald dieser gefunden worden wäre, sollte ich die Schrauben anziehen. Tatsächlich war die Installation recht einfach. Ich brauchte nur den Computermonitor (der als Fernseher diente) etwas drehen, sodass ich von der Loggia aus das Receiver-Menü mit der Pegelanzeige sehen konnte.

Ärger mit der Hausverwaltung war nicht zu befürchten, da ich die Schüssel bodennah installierte und sie vor dem Haus nicht sichtbar war. Später kaufte ich mir eine hochwertigere Schüssel und noch später stellte ich auf Digital-TV um.

Inzwischen wurde endlich die altertümliche Dachantenne abgebaut und die Wohnanlage an das Kabel-TV-Netz angeschlossen. Doch es war zu spät, ich blieb beim Satellitenempfang. Das Programmangebot dort war immer viel größer, speziell im Radiobereich, wenngleich ich zumindest zeitweise auf einige Lokalsender verzichten musste. Inzwischen gibt es aber auch z.B. münchen.tv auf Satellit, sodass das Lokalprogramm-Argument kaum mehr Bedeutung hat.

Was den Kabelanschluss angeht, blieben die alten Anschlussdosen und Kabelstränge. Doch unmittelbar, nachdem ich den Artikel Sprung in der Schüssel veröffentlicht und damit das Thema Sat-TV versus Kabelanschluss gestreift hatte (das war etwa vor einer Woche), flatterte mir dieser Infozettel ins Haus:

Passt folglich zeitlich mal wieder. Das Kabelnetz wird also modernisiert. Es gibt neue Steckdosen, neue Leitungen und einen größeren Frequenzbereich, ebenso einen Rückkanal. Hochgeschwindigkeits-Internet sowie Telefonieren per Kabelanschluss werden möglich.

So ganz unerwartet kam das Ganze aber nicht. Im November wurde die Umrüstung auf der Eigentümerversammlung beschlossen. Ich hatte dafür gestimmt, obwohl ich den Kabelanschluss nicht nutze (oder fast nicht, ein UKW-Radio ist daran angeschlossen, aber selten in Betrieb), denn es ist nie schlecht, ein Backup und eine Ausweichmöglichkeit zu haben. Eine moderne Kabelanlage ist besser als eine technisch veraltete, auch wenn man sie momentan nicht wirklich in Gebrauch hat. Sollte ich also mal mit meinem Telefon- und Internetanbieter unzufrieden sein, habe ich eine zusätzliche Option. Ebenso, sollte ich eines Tages mit dem Satellitenangebot nicht mehr zufrieden sein. Denkbar ist auch, dass die Loggias irgendwann einmal verglast werden und im schlimmsten Fall das Ganze der optischen Einheit wegen per Eigentümerversammlung für alle zur Pflicht erklärt wird. Einen Vorschlag gab dazu schon einmal, als Argument wurde unter anderem genannt, dass ja Kinder von der Loggia fallen könnten. Die Lösung mit der Schüssel wäre dann nicht mehr praktikabel, allenfalls bei ständig geöffnetem Fenster wäre der Empfang noch möglich, ästhetisch wäre die Lösung dann aber nicht mehr. (Durch Glas werden die Signale vom Satelliten sehr stark gedämpft, sodass die Signalstärke nicht mehr ausreicht.) Wie auch immer, auch dann würde es sich auszahlen, dass das Netz umgerüstet wurde. Vielleicht gewinne ich das Kabel ja dann wieder lieb.

Sprung in der Schüssel

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Für die einen sind sie eine Verschandelung des Stadtbildes, für die anderen die einzige probate Möglichkeit, Programme aus der (fernen) Heimat zu empfangen, für wieder andere eine Alternative zum terrestrischen Fernsehen DVB-T oder dem Kabelanschluss, zumal die Programmvielfalt gigantisch und auch die Möglichkeit, TV-Programme in HDTV zu empfangen, für viele äußerst interessant ist.

Sicher machen sich die Schüsseln an denkmalgeschützten Gebäuden nicht so gut. Bei in Plattenbauten in Neuperlach stört allenfalls, dass das Runde nicht zum Eckigen passt. Beide Formen beißen sich. Aber es gibt ja auch eckige Schüsseln, die aber nie eine so besonders weite Verbreitung geschafft haben. Ob rund oder eckig, die Hausverwaltungen sind passionierte Schüsselhasser. Immer wieder werden Bewohner unter Drohung juristischer Konsequenzen aufgefordert, die Schüsseln von ihren Balkonen oder vor ihren Fenstern abzumontieren. Einzelne Bewohner im Marx-Zentrum sollen von der Hausverwaltung vor Gericht gezogen worden sein, gegen andere soll dagegen nicht vorgegangen worden sein.

Einige Schüsseln sind sicherlich reichlich ungepflegt, etwa mit Taubenkot verdreckt oder fürchterlich verrostet. Bei diversen Konstruktionen ragen die Schüsseln weit an langen Stangen über die Fassade hinaus. Keiner weiß, ob sich solch eine eventuell nicht fachmännisch angebrachte Konstruktion eines Tages mal bei einem kleinen Lüftchen selbstständig macht. Generell ist aber meines Erachtens gegen stabil angebrachte und ansehnliche Schüsseln nichts zu sagen.

Satellitenschüssel, bodennahe Installation
Satellitenschüssel in bodennaher Installation (Archivbild) © Thomas Irlbeck

In meiner Wohnanlage – man glaubt es kaum – sind Schüsseln seit kurzem offiziell erlaubt, allerdings nur, wenn sie auf der Loggia oder dem Balkon bodennah installiert werden. Da die Satelliten relativ hoch stehen, ist auch bei einer bodennahen Installation oft eine Sicht zum Satelliten gegeben, ohne dass also die Brüstung im Weg ist. Man verschenkt im Idealfall nichts, sodass eine traumhafte Signalstärke erreicht wird und ausreichend Empfangsreserven für Schlechtwetter verbleiben. Die Konstruktion bietet hohe optische Fassadenkompatibilität, da man sie von außen gar nicht oder nur in großem Abstand vom Haus sehen kann. Ein Schutz vor einem katastrophalen Schüsselabsturz besteht ebenso. Leider geht dafür Platz auf der Loggia verloren. Auch funktioniert die bodennahe Installation in der Regel nur auf Loggias und Balkonen, die gen Süden gerichtet sind, da die meisten Satelliten etwa Richtung Süd positioniert sind (die beliebten Satelliten der Gruppe Astra 1 stehen auf Süd mit einer Abweichung von 19,2 Grad Richtung Osten, bei Türksat beträgt die Südabweichung 42 Grad Richtung Osten). Auf West- und Ostbalkonen sind daher dann doch oft die gefürchteten Stangenkonstruktionen erforderlich. Als legale und sicherere, aber gleichwohl kostspielige Variante besteht in vielen Wohnanlagen die Alternative, sich die eigene Schüssel aufs Flachdach setzen zu lassen, so auch in meiner Wohnanlage. Natürlich gäbe es auch die Möglichkeit von Gemeinschaftsantennen, was aber auch wieder Nachteile hat – neben den hohen Kosten (es ist tatsächlich billiger, wenn jeder seine eigene Schüssel montiert) spätestens bei der Frage, welche Programme von welchen Satelliten in die Hausanlage eingespeist werden. Auch ist man bei Störungen von der betreuenden Firma abhängig und kann nicht selbst an der balkoneigenen Schüssel rumschrauben. Oft stehen auch einer Gemeinschaftsantenne langfristige Verträge mit einem Kabelnetzanbieter im Weg.

Viele Schüsseln
Schüsselparade. Foto: Today is a good day / Lizenz siehe: flickr

Also doch die eigene Schüssel. Brav, klein oder extrem. Manche scheinen nicht nur eine Schüssel, sondern auch einen Sprung in einer solchen zu haben, wie so manche Konstruktion auf den folgenden Bildern zeigt. Aber auch die extremste Konstruktion kann eines nicht verhindern – dass das Fernsehprogramm kontinuierlich Jahr für Jahr schlechter wird und bald den höchstmöglichen Verflachungsgrad erreicht haben dürfte. Steil bleibt dann nur noch der Steigwinkel zum Satelliten.

Verrostete Schüssel
Wer rastet der rostet. Irgendwann. Foto: blacktar / Lizenz siehe: flickr
Noch eine Schüsselparade
Noch eine Schüsselparade. Foto: Nicobobinus / Lizenz siehe: flickr
Dachinstallation
Vorbildliche Dachinstallation. Foto: Paul Keller / Lizenz siehe: flickr
Viele Schüsseln
Ja nichts verpassen. Foto: kcolwell / Lizenz siehe: flickr

Ein Blick aus großer Höhe zurück

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Nein, das soll kein Jahresrückblick der gewohnten Art werden. Doch inzwischen gibt es hier eine Reihe Berichte über Neuperlach und Umgebung, die nicht aktualitätsbezogen sind, in denen zum Teil eine Menge Arbeit steckt und die für den einen oder anderen Neuleser vielleicht interessant sind. Doch nicht jeder hat die Muße, stundenlang im Archiv zu blättern. Daher gibt es hier mal eine kleine Übersicht ausgewählter Artikel, die übrigens nicht nur ins letzte Jahr zurückreichen. Später sollen diese auch dauerhaft in der Navigation verlinkt werden.

1000 Mal Neuperlach

Franco und Manuel haben fast ganz Neuperlach fotografiert. (Seite nicht mehr verfügbar)

Mini-Lourdes im Truderinger Wald – Mystische Orte (Teil 2)

Gleich hinter den letzten Neuperlacher Hochhäusern gibt es einen ganz besonderen Ort. Manche wollen hier schon eine spirituelle Erfahrung gemacht haben. Mehr zu dem Ort, auch Historisches, verrät dieser Artikel.

Alter Schwede – Mystische Orte (Teil 1)

Im Truderinger Wald, unweit der letzten Neuperlacher Plattenbauten, steht ein Gedenkstein. Neuperlach.org geht der Geschichte und dem Geschichtlichen auf den Grund.

Sich wie im falschen Film fühlen – Peschelwood lebt

Im Marx-Zentrum werden gerne Filme gedreht. Mittlerweile gibt es Einschränkungen für Filmemacher. Denn wer will schon als Bewohner des Marx-Zentrum in Filmen negativ dargestellt werden? Wenn man im Marx-Zentrum dreht und der Film offiziell in Berlin spielt, werden anscheinend noch Drehgenehmigungen erteilt. Bei den „Armen Millionären“ gab es auch ein o.k., obwohl damals das Marx-Zentrum noch einen sozialen Brennpunkt repräsentieren musste. Aber damals existierte noch kein Beschluss der Eigentümerversammlung gegen negative Darstellungen.

Erzähl doch keine Märchen!

Es war einmal… Nein, den Stadtteil gibt es immer noch. Die Rede ist vom wohl märchenhaftesten Stadtteil Münchens: Waldperlach. Aber was steckt hinter den vielen Märchen-Straßennanmen wie Rotkäppchenstraße?

Die besten 3 Arten, Radfahrer zu ärgern – oder „Gute(r) Rad(politik) ist teuer“

München macht nicht die schlechteste Radpolitik, aber leider auch nicht die beste. In Neuperlach gibt es eine Stelle, da wird ein simples Linksabbiegen mit dem Rad zu einem Ampel- und Warte-Martyrium. Doch in München wird es generell für Radfahrer nicht wirklich besser. Eine (Rad-)Ampelkoalition muss her und auch die Slalomfahrten müssen abgeschafft werden.

Ab in die Mitte – Neuperlach bekommt ein Zentrum

Wie geht es mit dem größten Parkplatz in Neuperlach weiter, der seit Jahrzehnten mehr oder weniger kurz vor dem Baubeginn steht? Wann bekommt Neuperlach endlich sein Zentrum und wie wird es aussehen? Jetzt sieht es mal wieder so aus, dass etwas vorangehen könnte.

Hinter Schloss und Riegel – aber nur noch von 18-8 Uhr

Eine Neuperlacher Wohnanlage schottet sich ab und hängt einen Weg, der zum öffentlichen Verkehr freizuhalten ist, mittels eines Zauns und eines abschließbaren Tors ab. Eine Baugenehmigung fehlte, doch die wird nachträglich erteilt. Es beginnt eine Posse..

Nomen est omen – woher kommt der Name Perlach?

Was wie „Bär“ klingt, hat auch damit zu tun …

Auf der Suche nach der Michaeliburg

Gab oder gibt es im benachbarten Stadtteil tatsächlich eine Burg? Neuperlach.org ging auf Spurensuche und entdeckte Erstaunliches.

Kunst oder künstlich? Bei Fritz Roth hat es sich ausgequetscht

Im alten Neuperlacher Quetschwerk Fritz Roth gibt es faszinierende Technikrelikte, die man in einer Art dauerhaften Freiluftausstellung besichtigen kann.

Voll abgedreht

2008 drehte „Der Alte“ im Marx-Zentrum eine neue Folge.

Pimp up my Wohnungstüre oder „Brände warten nicht bis zur Geisterstunde“

Nicht nur in den Neuperlacher Häusern gibt es ein in den oberen Stockwerken ein Problem. Das Problem zeigt sich mal wieder, wenn Wohnungstüren durch die neuen vorgeschriebenen Türen ausgetauscht werden.