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Ein geplantes Festival am denkmalgeschützten, ehemaligen Kieswerk Mächler an der Putzbrunner Straße und damit kurz an der Grenze zu Neuperlach erhitzt die Gemüter. Viele freuen sich auf DJs, Rapper und ein Public Viewing eines deutschen Fußball-WM-Spiels, aber Anwohner befürchten Lärm und liegengelassenen Müll.
Bis zu 20.000 Besucher könnten kommen. Derzeit wird das Gelände mit Baggern für das Festival fit gemacht. An allen drei Tagen soll um 23 Uhr Schluss sein. Eintrittskarten werden ab 63 Euro erhältlich sein.
Der Ort liegt in deutlicher Entfernung zu Wohnhäusern, ist so gesehen nicht schlecht gewählt. Allenfalls das kleine Wohnhaus kurz nach der Waldgrenze an der ehemaligen Kiesgrube Fritz Roth wäre nahe am Geschehen dran.
Ich freue mich auf das Festival. Endlich ist einmal was los bei uns. Drei Tage im Jahr sind auch für lärmempfindliche Menschen durchaus vertretbar, zumal der Betrieb ja nicht nachts stattfindet. Eine Großstadt sollte kein Friedhof sein.
Eine Genehmigung des Festivals steht allerdings noch aus.
Erwartet werden folgende Stars: Robin Schulz Gzuz, Mike Singer, Anna Grey, Cassö, Fourt, Toff, Nicole Frolov, Hilu, DJ Deevoe, Emily Rose, Kai$er, Theo JR und viele weitere.
Offizielle Website: https://www.heartbeatzfestival.de/
Welche Bereiche des Geländes wie genutzt werden sollen, zeigt diese Karte: https://www.heartbeatzfestival.de/infos

Bilderserie 25.04.2026











Auffällig ist der schlechte Zustand des denkmalgeschützten Baus. Dieser soll als Technikdenkmal erhalten bleiben. Aber wenn der Bau immer weiter verfällt, forciert auch offenbar durch Vandalen, wie die eingeworfenen Fensterscheiben zeigen, ist so ein Erhalt fraglich. Immerhin wurden zumindest einige Fenster nun durch Brettervorschläge gesichert:

Der Bayerischer Denkmal-Atlas weiß zum Gebäudes Folgendes:
Kiessieb- und Kiesquetschwerk, hohes, mehrteiliges Werksgebäude in Holzgerüst- und Betonmassivbauweise mit holzverschalten Aufbauten und Förderbändern, zweiteilige Siebanlage für Feucht- und Trockenkiesgewinnung, Silos über Durchfahrten, 1937, erweitert 1938 und 1954; mit technischer Ausstattung.
Der Kiesabbau im Wald wurde bereits 1976 eingestellt: Danach wurde im Kieswerk aber noch lange Zeit Kies veredelt und die sogenannte besonders hochwertige Sorte „Klostermischung“ angeboten.
