Ramponierte Barrierefreiheit am LAO – jetzt wird nachgebessert (Update 14.10.2017)

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LAO Rampe
Bild 1: Die viel zu steile Rampe (01.10.2017) © Thomas Irlbeck

Die Fußgängerbrücke zwischen dem LAO (Leben am Ostpark, im Volksmund wegen der vier an Sprungschanzen erinnernden Gebäudebestandteile auch als (Vier-)Schanzenhaus bekannt) und der Allianz-Versicherung hat eine wichtige Funktion. Sie stellt eine Verbindung her zwischen der Gegend um das Plett-Zentrum (Einkaufszentrum Life, Bürohaus Albert-Schweitzer-Straße, Quiddestraße (U-Bahn)) und der anderen Straßenseite der Ständlerstraße Richtung pep und Stadtteilbibliothek.

Flach ist nur bei Witzen schlecht!

Die Treppe mit integrierter Rampe zur Brücke wurde aber viel zu steil gebaut (Neuperlach.org berichtete), was zur massiven Kritik führte. Mit dem Rollstuhl ist sie unbezwingbar, aber es haben auch viele mit Kinderwagen und Fahrrad (schiebend, versteht sich) ihre Schwierigkeiten, speziell, wenn es nass und glatt ist. Manche haben Angst oder es fehlt ihnen einfach die Kraft. Denn gefühlt geht es da fast senkrecht rauf, tatsächlich sind es nicht mal 45 ° (100 %), was aber natürlich dennoch viel zu steil ist. Denn empfohlen sind für Rollstuhl-fähige Rampen maximal 6 % Steigung. Von Barrierefreiheit ist man hier also weit entfernt.

Schildbürgerstreich mit Warnschild

Die Rampe ist so gefährlich, dass sogar ein Warnschild angebracht wurde und eine mächtige Umlaufsperre, damit jeder schön abgebremst wird und da nicht versehentlich runterfährt. Ich kenne selbst Leute, die haben beim Runterschieben ihres Fahrrades die Kontrolle verloren, wodurch das Rad die Treppe runtergekracht ist. Unfälle, bei denen es nicht nur Sachschaden, sondern auch Verletzungen gibt, sind zumindest nicht auszuschließen.

Bauarbeiten laufen bereits

Nun aber wird hier nachgebessert und eine weit weniger steile Rampe nachgerüstet. Die Bauarbeiten laufen bereits. Da die neue Rampe quer zur bestehenden verläuft und damit das breite LAO-Grundstück ausreizt, wird sie weitaus weniger steil ausfallen. Warum nicht gleich, muss man sich fragen.

LAO Rampe
Bild 2: Schildbürgerstreich mit ausnahmsweise berechtigtem Schildern: Nicht ohne Grund wird hier gewarnt (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 3: Die Abhilfe naht. Die Rampe ist bereits im Bau. Da sie quer zur bestehenden Rampe angelegt wird, kann sie weit flacher verlaufen (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 4 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 5 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 6 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 7 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update (14.10.2017)

Es geht rasch voran. Die Geh- und Fahrbahnen der Rampe lassen sich bereits erahnen.

LAO Rampe
Bild 7 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 8 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 9 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 10 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck

Sonnenuhr, wo bist Du geblieben?

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Sonnenuhr 2010
Sonnenuhr am Plett-Zentrum (2010). Bild: Franco und Manuel aus Neuperlach

Um 1970 herum schuf der Bildhauer Blasius Gerg die Sonnenuhr am Plett-Zentrum. Als die Bauarbeiten am LAO („Leben am Ostpark“, umgangssprachlich auch als Vierschanzenhaus bekannt) begannen, hieß es, die Sonnenuhr werde zwar abgebaut, später aber leicht versetzt wieder aufgebaut. Doch daraus wurde nichts. Jetzt sind die Leser gefragt: Wer hat Erkenntnisse zum Verbleib der Sonnenuhr? Lagern die Steine noch irgendwo, sodass die Sonnenuhr prinzipiell irgendwann wieder aufgebaut werden könnte? Wer Erkenntnisse hat, der möge sich bitte melden.

Wer sich für das Thema Sonnenuhren interessiert, dem sei die Website Die Sonnenuhren Manufaktur von Dr. Dieter Birmann ans Herz gelegt.

Sonnenuhr 2013
Eines der letzten Bilder mit intakter Sonnenuhr (2013) © Thomas Irlbeck

Steilvorlage am LAO

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Die Brücke und die „steile Treppenanlage“ sind bereits seit dem 11.02 freigegeben. Daher ist das Ganze jetzt nicht mehr mehr wirklich neu, aber ich war noch nicht dazu gekommen, hier mal ein paar Fotos zu schießen. Trotz der enormen Steigung von gefühlten 100 Prozent steht nun die Verbindung zwischen Plett-Zentrum/LAO und Allianz/Richtung pep wieder. Mit einem Rollstuhl sollte man diese Verbindung meiden. Ebenso sollten alle, die Einschränkungen beim Laufen haben oder nicht schwindelfrei sind, lieber einen Umweg nehmen. Für Fahrradfahrer heißt es schieben!

Steile Treppenanlage am LAO
Bild 1: Das Gefahrenschild „steile Treppenanlage“ sagt schon viel aus (31.03.2016) © Thomas Irlbeck
Steile Treppenanlage am LAO
Bild 2 (31.03.2016) © Thomas Irlbeck
Steile Treppenanlage am LAO
Bild 3: Mächtige Umlaufsperre als Leitplanken in Gefahren-Wot-Weiß ausgeführt  (31.03.2016) © Thomas Irlbeck

Wann wird endlich die Brücke vom LAO Richtung pep freigegeben? (Update 12.02.2016)

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Eine Brücke schlagen
Umlaufsperre installiert, Brücke noch gesperrt (19.11.2015) © Thomas Irlbeck
Brückenbauer
Die Brücke während der LAO-Bauarbeiten (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Fast jeder Neuperlacher dürfte diese Brücke kennen. Sie führt über die Ständlerstraße und verbindet das Plett-Zentrum mit der Allianz. Damit stellt sie für Fußgänger und Radfahrer eine wichtige und gern genutzte Verbindung Richtung pep dar. Genauer muss man sagen „stellte“. Denn mit Baubeginn des LAO (Leben am Ostpark) im August 2013 wurde die Brücke gesperrt. Obwohl das LAO bereits im August dieses Jahres eröffnet wurde, wurde die Sperrung immer noch nicht aufgehoben. Das bedeutet für viele Anwohner und Besucher weiterhin Umwege, die eigentlich vermeidbar wären, wäre alles korrekt verlaufen.

Die Gründe für diesen Schildbürgerstreich sind banal. So war laut Münchner Merkur vereinbart worden, die Brücke nicht nur mit einer Treppe, sondern auch über eine Rampe anzuschließen. Tatsächlich wurde nur eine steile Treppe mit Kinderwagenspur errichtet. Für Rollstuhlfahrer ist die Benutzung wohl lebensgefährlich, ebenso für Radfahrer, die nicht absteigen. Doch selbst das Rad zu schieben, ist wegen der hohen Steigung alles andere als ein Spaß, wie der Autor im Selbstversuch feststellen musste.

Wer von der Allianz Richtung LAO will, könnte vor allem im Dunkeln die steile Treppe abstürzen, denn eine Umlaufsperre als Warnung und Bremsvorrichtung war auch nicht errichtet worden. Jetzt sollen Umlaufsperre und Rampe nachgerüstet sowie die Frage nach ausreichender Beleuchtung sowie Räum- und Winterdienst geklärt werden. Erst dann soll die Brücke freigegeben werden.

Eine Umlaufsperre wurde mittlerweile installiert, wie das Foto zeigt. Die Brücke ist aber mit Stand Donnerstag, den 19.11.2015, immer noch gesperrt.

Update 12.02.2016 – Überraschende Freigabe

Die Brücke ist seit dem 11.02.2016 freigegeben. An der Treppe wurde nichts verändert. Offenbar ist man der Meinung, dass die sehr auffällige Umlaufsperre (Foto oben) genug Sicherheit bietet. Ob eine weniger steile Rampe später nachgerüstet wird, ist nicht bekannt.

LAO (Leben am Ostpark) eröffnet

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LAO eröffnet
Das LAO gesehen vom wieder freigegebenen Fußwegsystem zwischen Quidde-Zentrum und Life (13.09.2015) © Thomas Irlbeck

Nachdem die ersten Bewohner bereits Mitte August gesichtet worden waren, wurde am 8. September nun das LAO offiziell freigegeben. Entsprechend sind an der LAO-Baustelle endlich die meisten Bauzäune verschwunden. Damit sind die meisten Verbindungen wieder frei. So kann das Neuperlacher Fußwegsystem zwischen dem Einkaufszentrum Life und dem Quidde-Zentrum wieder benutzt werden. Für die Bewohner am Plett-Zentrum entfallen lange Umwege.

LAO eröffnet
Der neue Fußweg ins Innere des LAO ist geräumig (13.09.2015) © Thomas Irlbeck
LAO eröffnet
Als Ersatz für die Sonnenuhr gibt es nun einen eingezäunten Spielplatz (13.09.2015) © Thomas Irlbeck

Die meisten Verbindungen sind wieder frei

Der Innenhof wirkt, obgleich er relativ klein ist, durchaus geräumig, hell und freundlich. Dies liegt an der abgeschrägten Form der Häuser, wodurch viel Licht in den Innenhof fällt, und an dem weißen Anstrich.

LAO eröffnet
Innenhof (13.09.2015) © Thomas Irlbeck
LAO eröffnet
Innenhof (13.09.2015) © Thomas Irlbeck
LAO eröffnet
Innenhof (13.09.2015) © Thomas Irlbeck
LAO eröffnet
Die Passage bietet Schutz vor Regen. Von den späteren Läden ist noch nicht viel zu sehen (13.09.2015) © Thomas Irlbeck
LAO eröffnet
Einer der Eingangsbereiche (13.09.2015) © Thomas Irlbeck
LAO eröffnet
Das LAO von der Rampe zur Fußgängerbrücke aus gesehen (13.09.2015) © Thomas Irlbeck

Anbindung der Fußgängerbrücke Richtung Allianz/pep

Die Fußgängerbrücke über die Ständlerstraße ist auf Höhe der Allianz noch gesperrt, aber die Brücke selbst kann bereits betreten werden. Leider ist die Treppe mit der integrierten Rampe zur Brücke rauf sehr steil ausgefallen. Mit einem Rollstuhl ist die Rampe kaum passierbar, ein Fahrrad oder Kinderwagen kann geschoben werden. Nur lebensmüde Fahrradfahrer werden sich hier fahrend bewegen. Es ist schade, dass man keine elegantere Lösung realisiert hat, zumal reichlich Platz gewesen wäre.

LAO eröffnet
Auf der Fußgängerbrücke. Deutlich zu sehen: die gläserne Lärmschutzwand zwischen den beiden Schanzen (13.09.2015) © Thomas Irlbeck
LAO eröffnet
Nicht so elegant: Die neue Rampe zur Fußgängerbrücke. Rollstuhlfahrer werden hier kaum passieren können und müssen den bisherigen Umweg zum pep in Kauf nehmen (13.09.2015) © Thomas Irlbeck

LAO: Im Rampenlicht

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Kurz vor der Fertigstellung präsentieren sich die Rampen des LAO (Leben am Ostpark) im herrlichen Sommerlicht. Mehr zum LAO: Auf Los geht‘s LAO

LAO im Rampenlicht
West-Fassade – von einer Parkanlage an der Plettstraße aus gesehen (04.08.2015) © Thomas Irlbeck
LAO im Rampenlicht
Hauptfassade (Nordfassade) mit Spielplatz statt Sonnenuhr (04.08.2015) © Thomas Irlbeck
LAO im Rampenlicht
Von der Ständlerstraße aus gesehen (04.08.2015) © Thomas Irlbeck
LAO im Rampenlicht
Dito (04.08.2015) © Thomas Irlbeck
LAO im Rampenlicht
Noch mal die Hauptfassade (04.08.2015) © Thomas Irlbeck
LAO im Rampenlicht
West-Fassade (04.08.2015) © Thomas Irlbeck
LAO im Rampenlicht
West-Fassade (04.08.2015) © Thomas Irlbeck
LAO im Rampenlicht
West-Fassade mit etwas Abstand (04.08.2015)

Weißer als weiß

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LAO ganz in Weiß
LAO ganz in Weiß (04.06.2015) © Thomas Irlbeck
LAO ganz in Weiß
Das Weiße Haus mit blauem Eingang (04.06.2015) © Thomas Irlbeck

Wie jeder weiß, ist „weiß“ bereits weiß, folglich gibt es kein weißer als weiß, auch wenn die Zubehörwerbung für „weiße Ware“ uns etwas anderes wissen lassen möchte. Aber für die Überschrift kann man ja mal aus der Werbung zitieren.

Nachdem nun ein beträchtlicher Teil des Gerüsts abgenommen wurde, kommt das LAO (Leben am Ostpark) immer mehr dem endgültigen Aussehen näher. „Ganz in Weiß“, ist das Motto! Auch der Spielplatz macht große Fortschritte.

Durchgang zum Life wieder frei

Erfreulich ist, dass nun endlich der Zugang zum Life wieder frei ist. Zwischen dem Life-Haupteingang und dem Parkplatz-Albert-Schweitzer-Straße (Höhe Döner-Restaurant im Bürogebäude) wurde der alte Verbindungsweg wieder freigegeben. Für Life-Einkäufer aus der Plettstraße bedeutet es, dass diese nicht mehr den ganzen Parkplatz bis zur Albert-Schweitzer-Straße vorlaufen müssen. Der Verbindungsweg Plettstraße (Kurve) zum Life ist aber noch dicht.

LAO Durchgang zum LiIfe wieder frei
Der Durchgang zum Life ist … (04.06.2015) © Thomas Irlbeck
LAO Durchgang zum Life wieder frei
… wieder frei (04.06.2015) © Thomas Irlbeck

Spielereien

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Spielplatz vor dem LAO
Spielplatz vor dem LAO (27.05.2015) © Thomas Irlbeck

Vor dem LAO, dort wo sich die Sonnenuhr befand, wird nun bereits der neue Spielplatz errichtet. Mehr zum Thema: Zeit für die Sonnenuhr am Plett-Zentrum wohl für immer abgelaufen

Das Weiße Haus

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LAO weiß
LAO (noch nicht ganz) in Weiß (10.05.2015) © Thomas Irlbeck

Das Weiße Haus. Nun ja, zumindest fast. Das LAO (Leben am Ostpark) hat nun zu einem großen Teil seinen weißen Anstrich erhalten. Ursprünglich sollte im Mai Eröffnung sein. Das wird wohl jetzt nicht mehr ganz klappen.

Die anderen beiden Fotos zeigen, dass zwischen den Parkplätzen des Einkaufszentrums Life und des Bürogebäudes an der Albert-Schweitzer-Straße nun etwas mehr Grün entsteht.

LAO Parkplätze Begrünung
Begrünung an der Albert-Schweitzer-Straße (10.05.2015) © Thomas Irlbeck
LAO Parkplätze Begrünung
Ein paar Bäume sorgen für mehr Grün (10.05.2015) © Thomas Irlbeck

Zum Vergleich ein Bild vom Februar dieses Jahres:

LAO verhüllt
Vergleichsbild Februar (01.02.2015) © Thomas Irlbeck

Zeit für die Sonnenuhr am Plett-Zentrum wohl für immer abgelaufen

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Sonnenuhr 2010
Sonnenuhr (2010). Bild: Franco und Manuel aus Neuperlach

Die Sonnenuhr am Plett-Zentrum wird nun wohl doch nicht wieder aufgebaut. Ursprünglich hieß es, die Sonnenuhr werde nach Beendigung der Bauarbeiten am LAO (Schanzenhaus) nur versetzt. Jetzt soll die Sonnenuhr auf dem neu gestalteten Vorplatz keinen Platz mehr finden. Ex-Bezirksausschuss-Chefin Marina Achhammer (SPD) ist empört und will nachhaken. Vielleicht hat die um 1970 vom Bildhauer Blasius Gerg geschaffene Sonnenuhr ja doch noch eine Zukunft.

Quelle: Hallo Ramerdorf/Perlach/Berg am Laim vom 22. April 2015, S. 3

Sonnenuhr 2013
Eines der letzten Bilder mit intakter Sonnenuhr (2013) © Thomas Irlbeck
LAO Modell
So soll es einmal rund um das LAO am Plett-Zentrum aussehen (Archivbild). Das LAO wird voraussichtlich im Frühsommer dieses Jahres fertiggestellt © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima

Nichts ist so, wie die Sonne scheint

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LAO im Abendrot
LAO im Abendrot (20.03.2015). Foto: Lesereinsendung

Nichts ist so, wie die Sonne scheint. Die Sonne thront über der LAO-Baustelle. Durch Lichtstreuung und astronomische Refraktion erscheint der Himmel nicht blau, sondern in Rot- und Gelbtönen. Wir können uns nur ein Bild davon machen. Das Produkt davon ist dieses Foto. Vielen Dank für die Einsendung!

Längst wurde der fast fertige Bau entkrant. Im Bild links sind jedoch bereits einige Kräne von der Großbaustelle neben dem Neuen Südfriedhof (Hochäckerstaße) zu erkennen.

Einpacken können!

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Die Redewendung „einpacken können“ bezeichnet eigentlich etwas Negatives. Sie ist aber hier wörtlich zu nehmen: Das LAO-Schanzenhaus hat eine wunderbare Verhüllung erhalten. Mehr zum LAO hier.

LAO verhüllt
Bild 1 (01.02.2015) © Thomas Irlbeck
LAO verhüllt
Bild 2 (01.02.2015) © Thomas Irlbeck
LAO verhüllt
Bild 3 (01.02.2015) © Thomas Irlbeck
LAO verhüllt
Bild 4 (01.02.2015) © Thomas Irlbeck

LAO im Adamskostüm

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Jetzt, wo das Laub weitestgehend gefallen ist, erscheint das LAO (Leben am Ostpark) auch von der Brücke an der Albert-Schweitzer-Straße aus in voller Pracht. Es ist gewissermaßen nackt. Wie gefällt euch das Schanzenhaus?

Im Mai sollen die ersten LAOianer einziehen. Mehr zum LAO: Auf Los geht‘s LAO

LAO Rohbau
LAO im Dezember (23.12.2014) © Thomas Irlbeck
LAO Rohbau
Näher dran am Rohbau (23.12.2014) © Thomas Irlbeck
LAO Rohbau
Und noch näher (23.12.2014) © Thomas Irlbeck

LAO: Das ist der Gipfel!

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Das LAO (Leben am Ostpark) macht große Fortschritt und hat nun an einer Stelle bis auf wenige Zentimeter die endgültige Höhe erreicht. Eben wurde Opas Schlafzimmerwand errichtet (siehe Fotos). Jetzt kommt noch der Deckel drauf. Dachaufbauten soll es keine geben. Mehr zum LAO: Auf Los geht‘s LAO

LAO
Bild 1: Das LAO mit dem Einkaufszentrum Life im Vordergrund (20.08.2014) © Thomas Irlbeck
LAO
Bild 2 (20.08.2014) © Thomas Irlbeck
LAO
Bild 3 (20.08.2014) © Thomas Irlbeck
LAO
Bild 4 (20.08.2014) © Thomas Irlbeck
LAO
Bild 5 (20.08.2014) © Thomas Irlbeck
LAO Modell
Bild 6: So soll es einmal aussehen (Archivbild) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima

Auf totem Gelände entsteht „Leben am Ostpark“ (LAO)

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LAO-Baustelle
Parkplatz Albert-Schweitzer-Straße (man beachte auch die Zelte), das Life, LAO-Baustelle – von allem etwas (14.09.2013) © Thomas Irlbeck

Auf dem LAO-Grundstück (Leben am Ostpark) neben dem Einkaufszentrum Life hat sich nun einiges getan. Es wurde schweres Gerät angeliefert. Bald wird der Erdaushub beginnen. Ein paar Bilder vom 14.09.2013.

Die Zelte auf dem Parkplatz haben mit der LAO-Baustelle übrigens nichts zu tun, außer dass noch mehr Gelände abgesperrt war als sonst. Hier feierte die Kinder- und Jugendarztpraxis Dr. Baukhage & Dr. Kramer ihr 20-jähriges Jubiläum.

LAO-Baustelle
Parkplatz Albert-Schweitzer-Straße, LAO-Baustelle, Vorplatz mit der Sonnenuhr (14.09.2013) © Thomas Irlbeck
LAO-Baustelle
LAO-Baustelle mit der Allianz und der gesperrten Fußgängerbrücke im Hintergrund (14.09.2013) © Thomas Irlbeck
LAO-Baustelle
LAO-Baustelle und das Life (14.09.2013) © Thomas Irlbeck
LAO-Baustelle
LAO-Baustelle. Erneut gibt es ein wenig „Allianz“ im Hintergrund (14.09.2013) © Thomas Irlbeck

Auf Los geht’s LAO

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LAO Modell
Bild 1: Das LAO mit der Haupteingangsseite. Blick Richtung Süd, quasi Richtung pep. Links unten: bestehender Vorplatz, der umgestaltet wird. Links oben: das Einkaufszentrum Life (angeschnitten). Rechts: bestehender Wohnblock Plettstraße 13-17. Rechts oben: bestehender Wohnblock Plettstraße 21-33 (angeschnitten) – (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima

Neuperlach bekommt Zuwachs (Neuperlach.org  berichtete), die Lücke des alten Plett-Zentrum wird mit dem LAO-Haus („Leben am Ostpark“) geschlossen. Die vier im Quadrat angeordneten Hausteile, die bis zum zweiten Stockwerk miteinander verbunden sind, erinnern an Sprungschanzen. Entsprechend ist die Form wohl absolut einmalig. 139 Eigentumswohnungen plus Flächen für Gewerbe (nutzbar für Läden, Praxen, Gastronomie, Kita etc.) entstehen. Über den Innenhof des LAO wird man zur bestehenden Fußgängerbrücke über die Ständlerstraße gelangen.

Gestern war eine Informationsveranstaltung am LAO-Grundstück. Man konnte sich über das Bauvorhaben informieren und Wohnungen reservieren. Trotz der großen Hitze fanden sich einige Interessenten ein, bevorzugt nahmen die Leute im Container Platz. Innen ist ein riesiges, mit viel Liebe gestaltetes Modell des LAO aufgebaut, das hier vorgestellt wird.

Sicherlich folgt das LAO nicht der Neuperlacher Tradition mit Flachdächern und großzügigen Freiflächen. Heute wird kein Platz mehr verschenkt, man nutzt die Grundstücksgröße weitergehend aus als in den 1970er-Jahren. Auf der Ostseite zum Einkaufszentrum Life wird es keinen Abstand geben, das Gebäude schließt nahtlos an. Auf der Nordseite mit dem Haupteingang hat man den alten Vorplatz mit der Sonnenuhr als Puffer. Dort findet sich die bestehende Wohnanlage Plettstraße 13-17. Der Vorplatz wird umgestaltet und erheblich mehr Grün bekommen. Auf der Westseite gibt es eine kleine Gartenanlage, an welcher der bestehende Wohnblock Plettstraße 21-33 angrenzt. Die Gartenanlage führt ums Eck auf die Südseite und schafft zur Ständlerstraße einen Abstand, der aber deutlich kleiner ausfällt als bei der genannten Wohnanlage.

LAO Modell
Bild 2: Rechts: Beginn der Brücke über die Ständlerstraße. Links unten: bestehender Wohnbaus Plettstraße 21-33 (angeschnitten). Links oben: bestehender Wohnblock Plettstraße 13-17 (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima

Dennoch werden die Bewohner des LAO nicht auf eine große Parkanlage verzichten müssen, wenn sie Erholung suchen. Denn vom LAO gelangt man in ca. fünf Fußminuten zum beliebten Ostpark. Man muss dazu nicht einmal eine Straße niveaugleich überqueren, denn es gibt die blaue Fußgängerbrücke über die Quiddestraße. Die U-Bahnstation Quiddestraße befindet sich auch in unmittelbarer Nähe, auch diese erreicht man ohne Überqueren einer Straße. Hoffentlich stellt der Verkehrslärm zur Ständlerstraße kein Problem dar. Die Fenster werden gut dämmen, aber diese will man ja nicht immer geschlossen haben. Das Modell zeigt eine gläserne Wand auf der Südseite, die auf der Hausschräge montiert ist (in Bild 2 zu sehen) und hier offenbar weitere Dämmung erzielen soll, ohne die Optik allzu sehr negativ zu beeinflussen.

Baubeginn

Laut Auskunft der verantwortlichen Firma Zima beginnt der Bau nun voraussichtlich Anfang September dieses Jahres.

LAO Modell
Bild 3: Links: unten: Block Plettstraße 13-17. Rechts unten: Block Plettstraße 21-33 (angeschnitten) – (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima
LAO Modell
Bild 4: Ähnliche Ansicht wie Bild 1 (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima
LAO Modell
Bild 5: Ähnliche Ansicht wie Bild 1 (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima
LAO Modell
Bild 6: Ähnliche Ansicht wie Bild 1 (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima
LAO Modell
Bild 7: Zoom: Haupteingangsseite des LAO. Bestehender Vorplatz. Rechts: Block Plettstraße 13-17 (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima
LAO Modell
Bild 8: Zoom. Links ist noch ein Stück des bestehenden Vorplatzes zu sehen (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima
LAO Modell
Bild 9: Unten: Einkaufszentrum Life (angeschnitten). Links verläuft die Ständlerstraße, die im Modell aber nicht zu sehen ist. Nur der Beginn der Fußgängerbrücke ist abgebildet (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima
LAO Container
Bild 10: Infocontainer auf dem Vorplatz (03.08.2013) © Thomas Irlbeck.

Ganz schön abgehoben – Neuperlach wartet auf das Vierschanzenhaus (Update 12.07.2013)

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Plett-Zentrum - vier Schanzen
Das geplante neue Gebäude als Ersatz für den Westflügel des Plett-Zentrum. Mit freundlicher Genehmigung von Paulus2. Visualisierung von Jürgen Engel Architekten

Wie berichtet, entsteht am Westflügel des ehemaligen Plett-Zentrum ein neuer Gebäudekomplex mit Kita, Läden, Arztpraxen und vielen, vielen Wohnungen. Genau werden es 144 Eigentumswohnungen sein. Die Form ist sicherlich außergewöhnlich, sie erinnert an vier Sprungschanzen, die im Quadrat angeordnet sind. Umgangssprachlich wird das Gebäude längst als Schanzenhaus oder – mit Anspielung an die Vierschanzentournee – als Vierschanzenhaus bezeichnet.

Die Projektentwicklungsfirma Zima, bei der man die Eigentumswohnungen reservieren kann, wirbt indes mit dem Begriff „LAO“, was schlicht und ergreifend „Leben am Ostpark“ bedeutet. Der nach wie vor negativ besetzte Begriff Neuperlach wird auf diese Weise vermieden. Auf der offiziellen Website Leben am Ostpark findet man den Begriff Neuperlach zumindest nicht an prominenter Stelle. Perlach ohne Neu taucht immerhin an einigen Stellen auf. Es ist einzusehen, dass ein Werbekonzept darauf ausgelegt ist, keine negativen Assoziationen zu wecken. Allerdings darf es schon als gewagt betrachtet werden, hier die unmittelbare Nähe zum Ostpark anzupreisen. Der Bau liegt direkt – getrennt durch einen Erdwall – an der Ständlerstraße, einer vierspurigen Autostraße mit Tempo 60 km/h. Der Ostpark ist in etwa fünf Fußminuten erreichbar. Doch vom Haus aus wird man ihn kaum sehen können. Zwar wird man die zulässige Bauhöhe von immerhin 25 Metern ganz oder nahezu ausschöpfen, denn der Bau wird acht Geschosse erhalten. Die bestehenden Häuser, die sich vor dem Ostpark befinden, sind ziemlich genau 25 Meter hoch und haben neun Geschosse. Daher wird man selbst von ganz oben kaum übers sie darübersehen können, vielleicht aber durch ein paar Lücken zwischen den Wohnanlagen einen Blick auf den Ostpark erhaschen oder generell zumindest die Gipfel der beiden Hügel erblicken können. Google Maps zeigt aber in der 3D-Ansicht, dass dafür wenig Spielraum vorhanden ist (der Ostpark ist dort oben in der Darstellung; die ungefähre Position des Vierschanzenhaus ist an der roten „A“-Markierung zu erkennen, genauer ein paar Meter rechts davon). Dafür wird man aber von oben einen schönen Blick auf die Alpen haben.

Vorplatz Plett-Zentrum
Am Vorplatz des Plett-Zentrum. Mit einem Minibagger geht es der Hecke an den Kragen (26.01.2013) © Thomas Irlbeck

Mein letzter Stand ist, dass es bereits im Frühjahr dieses Jahres losgehen könnte mit dem Bau. Bis jetzt ist noch nicht viel an Aktivitäten zu sehen. Allerdings wurde nun angefangen, die Hecken des Vorplatzes, an dem sich die Sonnenuhr befindet, zu entfernen. Der Platz soll umgestaltet werden und die Sonnenuhr dann um ein paar Meter versetzt wiederauferstehen. Interessant ist, dass die Zufahrt zum Vierschanzenhaus über die Albert-Schweitzer-Straße und nicht die Plettstraße erfolgen wird. Der Westflügel des Plett-Zentrum hatte dagegen eine Zufahrt von der Plettstraße – mit Parkplatz – aus und erhielt folgerichtig eine Adresse an selbiger. Die Adresse war Plettstraße 19. Möglicherweise bekommt das Vierschanzenhaus ja eine Adresse an der Albert-Schweitzer-Straße, denn meines Wissens kommt es bei der Adressvergabe darauf an, von wo aus die Zufahrt erfolgt. Auch gilt abzuwarten, wie nahe das Vierschanzenhaus an das Einkaufszentrum Life hingebaut wird. Gebäude mit unterschiedlichem Architekturstil entfalten nur dann ihre volle Wirkung, wenn sie auch einen angemessenen Abstand voneinander haben. Bilder sollte man ja auch nicht unmittelbar nebeneinander an die Wand hängen. Gerade, weil das Life nur zwei Geschosse hoch gewachsen ist, wäre ein weicher Übergang angemessen. Es ist allerdings zu befürchten, dass der Abstand gering ausfallen wird. Heute baut man wieder weit näher aneinander als noch im Neuperlach der 1960er- und 1970er-Jahre, es gibt nichts zu verschenken.

Vorplatz Plett-Zentrum
Eine Hecke ist bereits komplett verschwunden. Geht es nun bald los mit der Bebauung? (26.01.2013) © Thomas Irlbeck
Vorplatz Plett-Zentrum
Der Vorplatz Plett-Zentrum (Archivbild). Im August 2012 war die Wellt der Hecken noch in Ordnung

Kurz abgehoben – das Vierschanzenhaus im Flug angeschaut: Es entstehen vier Teilbauten, die bis zum 3. Geschoss miteinander verbunden und im Quadrat um einen Innenhof angeordnet sind. Neben Gewerbe sind 144 Eigentumswohnungen vorgesehen, sowohl Etagenwohnungen (mit 2 bis 4 Zimmern) als auch Penthousewohnungen. Zur Ausstattung gehören Fußbodenheizung, Echtholzparkett, 3-Scheiben-Isolierverglasung, bodentiefe Fenster, begrüntes Schrägdach, Terrassen (in den obersten beiden Stockwerken), Balkone (teilweise).

Update (31.01.2013)

Baubeginn soll nun Mitte 2013 sein, die Fertigstellung ist für Ende 2014 geplant.

Nicht kompatibel zu diesem Termin ist jedoch die Auskunft eines Bauarbeiters. Er sagte, die Bauarbeiten auf dem Hauptgrundstück würden nicht im Sommer, sondern bereits in etwa 4 Wochen beginnen. Lassen wir uns überraschen, wann es dann wirklich losgeht!

Update (06.02.2013)

Plett-Zentrum Container
Es wurde ein Container auf dem Vorplatz mit der Sonnenuhr aufgestellt (06.02.2013)
Plett-Zentrum Vierschanzenhaus
Die Werbetafel zeigt auch die Innenseite des Baus (06.02.2013) © Thomas Irlbeck

Update (12.07.2013)

LAO-Grundstück
Offenbar werden nun Pflanzen auf dem LAO-Grundstück entfernt. Vermutlich schon eine bauvorbereitende Maßnahme (12.07.2013) © Thomas Irlbeck

Heute habe ich ein Baufahrzeug auf dem Grundstück gesichtet. Der Bauarbeiter, mit dem ich sprach, wusste nicht, wann der eigentliche Bau beginnen wird. Nach meiner Interpretation könnte das aber eine bauvorbereitende Maßnahme sein.

Laut Metallbauer-Report soll es im September 2013 losgehen mit dem Bau.

Von Unwörtern und Wörtern des Jahres – Ich verstehe die Sprachen nicht, ich höre nur ihren Klang

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Streng genommen gibt es gar keine Unwörter, genauso wenig wie es keine Unkosten oder kein Unkraut gibt. Denn ein Unwort ist ja auch wiederum ein Wort. Auf einer anderen Ebene gesehen, ist Unwort selbst ein Unwort. Nichtsdestotrotz verfolge ich die Wahl zum Wort und Unwort des Jahres immer mit großem Interesse. Heute wurde von der Sprachkritischen Aktion das Unwort des Jahres 2012 bekanntgegeben. Gewonnen hat die schweizerisch-deutsche Wetterfee Jörg Kachelmann mit ihrer unfreiwilligen Einsendung Opfer-Abo.

Opfer-Abo – Unwort des Jahres 2012

Kachelmann sagte im Oktober 2012 in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL:

Das ist das Opfer-Abo, das Frauen haben. Frauen sind immer Opfer, selbst wenn sie Täterinnen wurden. Menschen können aber auch genuin böse sein, auch wenn sie weiblich sind.

Die Begründung der Jury:

Im Herbst 2012 sprach Jörg Kachelmann in mehreren Interviews (z.B. im Spiegel vom 8.10.2012) davon, dass Frauen in unserer Gesellschaft ein „Opfer-Abo“ hätten. Mit ihm könnten sie ihre Interessen in Form von Falschbeschuldigungen – unter anderem der Vergewaltigung – gegenüber Männern durchsetzen. Das Wort „Opfer-Abo“ stellt in diesem Zusammenhang Frauen pauschal und in inakzeptabler Weise unter den Verdacht, sexuelle Gewalt zu erfinden und somit selbst Täterinnen zu sein. Das hält die Jury angesichts des dramatischen Tatbestands, dass nur 5-8 % der von sexueller Gewalt betroffenen Frauen tatsächlich die Polizei einschalten und dass es dabei in nur bei 3-4 % der Fälle zu einer Anzeige und einem Gerichtsverfahren kommt, für sachlich grob unangemessen. Das Wort verstößt damit nicht zuletzt auch gegen die Menschenwürde der tatsächlichen Opfer. Die Jury urteilt damit in keiner Weise darüber, ob und inwiefern Einzelpersonen von Verleumdungen betroffen sein können und somit auch nicht über den Fall Kachelmann. Sie kritisiert vielmehr einen Wortgebrauch, der gängige Vorurteile in Bezug auf eine Vortäuschung von Vergewaltigungen oder eine Mitschuld der Frauen bestätigt. Ausdrücke dieser Art drohen letztlich den zivilgesellschaftlichen und juristischen Umgang mit sexueller Gewalt in bedenklicher Weise zu beeinflussen.

Quelle: Presseerklärung Unwort des Jahres

Jörg Kachelmann
Die schweizerisch-deutsche Wetterfee Jörg Kachelmann (2006). Foto: cgommel / Lizenz siehe: flickr

Die Begründung ist schlüssig, das Wort unterstellt wegen der belehrenden und diskriminierenden Pauschalisierung sowohl Gesellschaft als auch Justiz, einem gewaltigen Irrtum zu unterliegen. Es schwingt auch ein Rückblick in längst vergangene Zeiten mit, als die Emanzipationsbewegung der Frauen noch ganz am Anfang stand. Ferner wird in Zweifel gezogen, dass die Justiz bei der Aufarbeitung sexueller Gewalt angemessen und korrekt urteilen kann, da der Gesellschaft offenkundig in solchen Fragen ein Männer-Malus und Frauen-Bonus innewohnt.

Überrascht und auch irritiert hatte mich dagegen im Dezember letzten Jahres die Bekanntgabe das Wort des Jahres 2012 „Rettungsroutine“. Die Gesellschaft für deutsche Sprache prämierte ein Wort, das erst nach dieser Wahl eine nennenswerte Verbreitung fand. Zwar drückt das Wort in polemischer Weise hervorragend aus, dass die Rettung des Euro nicht mehr langfristig angelegt ist, sondern regelmäßig wiederholt werden muss, obgleich man mit Rettung eine eher einmalige oder zumindest nachhaltige Aktion assoziiert. Aber das Wort war zum Zeitpunkt der Wahl kaum bekannt. Immerhin wurden keine Leitlinien verletzt, denn laut den Kriterien ist eine häufige Verwendung des Wortes keine zwingende Voraussetzung.

Ein Börsen-Unwort des Jahres wurde heute auch von der Sprachkritischen Aktion in Kooperation mit der Börse Düsseldorf bekanntgegeben: freiwilliger Schuldenschnitt.

Was liegt da näher, als auch ein Neuperlach-(Un)Wort des Jahres ins Leben zu rufen?

„Bebauungsplan“ – mein Neuperlach-Unwort des Jahres 2012

Siegerentwurf Hanns-Seidel-Platz © Formfest – Daniel C. Wolf. Mit freundlicher Genehmigung von Spacial Solutions

Es gibt tatsächlich ein Wort, das für einigen Zorn bei Bürgern und Kommunalpolitikern sorgte und angemessen in der Presse verbreitet wurde: Bebauungsplan. Seit vier Jahrzehnten warten die Neuperlacher auf ihr Zentrum. Bereits in den 1970er-Jahren sollte die Bebauung abgeschlossen werden. Doch noch immer ist die Mitte Neuperlachs ein riesiger Parkplatz. 2010 wurde nach einem Ideenwettbewerb zur Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes ein Sieger gekürt und es sah so aus, dass es nun recht schnell losgehen könnte. Doch 2012 war man nicht viel weiter. Stadtteilpolitiker erfuhren, dass es keinen Bebauungsplan gebe. Auf Deutsch übersetzt bedeutet das, dass man ein Gericht zubereiten will, aber die Zutaten noch nicht einmal eingekauft sind, ja man sich noch nicht mal entschieden hat, welche Zutaten man genau braucht. Der Münchner Wochenanzeiger textete „Neuperlach – Herbe Enttäuschung“. Nun geht man davon aus, dass die Baumaschinen selbst bei der optimistischsten aller Annahmen frühestens Mitte 2017 anrücken werden.

„Schanzenhaus“ – mein Neuperlach-Wort des Jahres 2012

Plett-Zentrum - vier Schanzen
Das geplante neue Gebäude. Mit freundlicher Genehmigung von Paulus2. Visualisierung von Jürgen Engel Architekten

Ein weiteres Wort machte letztes Jahr von sich reden, aber in einer weit positiveren Weise. 2012 wurden neue Pläne für den Ersatz des ehemaligen Westflügels des Plett-Zentrum vorgestellt. Das Gebäude verblüfft durch seine spektakuläre Form, die an vier im Quadrat angeordneten Sprungschanzen erinnert. Schnell verbreitete sich der Begriff „(Vier-)Schanzenhaus“. Die lange Version „Vierschanzenhaus“ ist außerdem eine treffende Anspielung an die Vierschanzentournee. Etwas weitergedacht könnte man die vier Gebäudeflügel nach den einzelnen Austragungsorten der Vierschanzentournee benennen: Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen.

Der Ersatz für das Plett-Zentrum: das Vierschanzenhaus (Update: 21.09.2012)

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Rampe am Plett-Zentrum
Rampe am Plett-Zentrum (30.06.2012) © Thomas Irlbeck

Der Abriss des Plett-Zentrum wurde im Juli beendet. Danach hat man eine Rampe aus Kies zur Fußgängerbrücke über die Ständlerstraße errichtet. Die Brücke musste wegen der Abrissarbeiten gesperrt werden.

Am 11.07. wurde die Brücke wieder für die Allgemeinheit freigegeben. Die Brücke soll zumindest bis zum Beginn der Bauarbeiten am neuen Gebäude geöffnet bleiben. Die Brücke wurde von den Anwohnern und Besuchern vermisst, sie ist eine wichtige Verbindung zum Einkaufszentrum pep.

Der Entwurf für das neue Plett-Zentrum

Als Ersatz für das alte Gebäude wird ein ganz besonderer Bau kommen, der an vier Sprungschanzen erinnert (siehe Abbildung). Diese „Schanzen“ sind quadratisch um einen Innenhof angeordnet.

Plett-Zentrum - vier Schanzen
Das geplante neue Gebäude. Mit freundlicher Genehmigung von Paulus2. Visualisierung von Jürgen Engel Architekten

Die Schrägdächer sollen begrünt werden. Beim neuen Entwurf von KSP Jürgen Engel Architekten erinnert praktisch nichts mehr an den alten, nur bei der Gebäudehöhe wird man bei acht Geschossen bleiben. Auch an der Mischnutzung wird nicht gerüttelt: Unten sollen eine Kita, ein Café (im Innenhof), Läden etc. einziehen, die meisten Etagen sind für Wohnungen vorgesehen, die wegen der Wohnungsnot in München dringend gebraucht werden. Rund 150 Wohnungen sollen entstehen. In den zwei obersten Geschossen sind Dachterrassen eingelassen, die dem Schrägdach einen weiteren interessanten Akzent geben und das Wohnen dort weiter aufwerten dürften. Ferner verfügen die Wohnungen über eine Reihe von Balkonen. Die Form des Gebäudekomplexes wird mehr Licht in den Innenhof lassen. Immerhin gelangt trotz der umschließenden Form und der relativ großen Gebäudehöhe gleich aus vier Richtungen Tageslicht an den jeweils niedrigsten Stellen – quasi dem Schanzentisch auf Höhe des dritten Geschosses – in den Hof.

Kritisch kann man sehen, dass der Bau einen zu starken Kontrast zu den strengen 90-Grad-Winkeln der üblichen Neuperlacher Gebäude bildet. Dem kann man entgegensetzen, dass der Bau mit der wahrscheinlich einmaligen, unverwechselbaren Form ein Blickfang werden dürfte. Aber der Übergang zu dem zweigeschossigen Life ist jetzt ziemlich hart ausgefallen. Ursprünglich wollte man das Gebäude Richtung Westen in der Höhe ansteigen lassen, sodass ein annähernd fließender Übergang zum Life entsteht. Jetzt schließt das Haus aber mit voller Gebäudehöhe von rund 25 Metern an das Life an. Das „Vierschanzenhaus“ erreicht damit etwa die Höhe der umliegenden Wohnhäuser vom Typ N1 bis N5 mit seinen neun Geschossen. Nach meinem Geschmack ist die Form wirklich sehr interessant. Weiße Häuser mit den schmalen hohen Fenster sind derzeit voll im Trend, aber gleichzeitig ist diese Form auch schon ein wenig überstrapaziert.

Update 12.07.2012: Brücke nun offen wie ein Scheunentor

Brücke Plett-Zentrum Rampe
Auf der Brücke (12.07.2012) © Thomas Irlbeck
Brücke Plett-Zentrum Rampe
Auf der Rampe (12.07.2012) © Thomas Irlbeck
Brücke Plett-Zentrum Rampe
Die Rampe Richtung Süd, also Allianz/pep (12.07.2012) © Thomas Irlbeck
Brücke Plett-Zentrum Rampe
Die Rampe mit dem Life im Hintergrund (12.07.2012) © Thomas Irlbeck

Update 21.09.2012

Baubeginn soll „bei entsprechend schneller Genehmigung“ im Frühjahr 2013 sein, die Fertigstellung im Sommer 2014. Das berichtet die lokale Wochenzeitung „Hallo“, Ausgabe Ramersdorf-Perlach vom 20.09.2012, Seite 1. Der offizielle Name des Gebäudes könnte tatsächlich „Vierschanzenhaus“ lauten, in Anlehnung an die berühmte Vierschanzentournee.

Altes aus Neuperlach – spektakuläres Video mit historischen Bildern

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Peter Wahrendorff, der 2011 tragischerweise verstorben ist, hat Neuperlach in der Anfangszeit in einem äußerst bemerkenswerten Film festgehalten. Alles beginnt damit, dass der Flieger landet – die Wahrendorffs ziehen von Berlin nach München. Es gibt Bilder vom Bau der Häuser, von den Rohbauten, den ersten Jahren. Nach Neuperlach fährt die Trambahn, dem Ostpark fehlen noch der Ostparksee und der Michaeligarten, dafür düsen Flugzeuge mit ohrenbetäubendem Lärm über den Park, und auf der fast schon vergessenen Sommersprungschanze legte der Nachwuchs respektable Hüpfer hin. All das ist längst Vergangenheit, aber dieses Video holt diese zurück ins Jetzt.

Hinweis zum Bild

Das Video hat im linken Bereich einen Bildfehler, also bitte nicht wundern.

Danke!

Ein ganz besonderer Dank geht an die Kinder von Peter Wahrendorff, die mir die Genehmigung erteilt haben, dieses eigentlich private Video hier zu zeigen.

Neuperlach 1968 bis 1975, Teil 1 von 2

(Link: YouTube)

Inhalt: Die Berliner kommen – Rohbaubesichtigung Okt. 1968 – Der längste Block in Neuperlach, der Z-Block – Südseite Quiddestraße – Blick nach Altperlach – Die Zugspitze hinter St. Michael – Stadtblick nach München – Blick vom Dach im 8. Stock – Münchenblick – Unsere Wohnung Quiddestraße – Beim Ausmessen der Steckdosen usw. – Neuperlach 1975 (eher 1971/1972!?) – Blick ohne Wohnring – Rundgang über unsere Spielplätze – Unser Perlach Mobile (auch als Raumspindel „Space Churn“ bekannt, der Verfasser) – Die Ständlerstraße noch ganz leer

Neuperlach 1968 bis 1975, Teil 2 von 2

(Link: YouTube)

Inhalt: Die LVA in Neuperlach – Schulzentrum Nord –, Unser Ostpark: noch kahl! – Mit eigener Sprungschanze – Damals gab es noch Flugzeuge im Ostpark! – Michaeligarten: Wo bist du? – Das war Perlach damals!

Hinweis zur Musik

Als musikalische Untermalung waren ursprünglich Stücke von Bert Kaempfert zu hören. Sie sind authentisch für diese Zeit. Leider musste die Originalmusik entfernt werden, denn bei einem Test identifizierte YouTube Material von UMG. Da sich YouTube, die GEMA und UMG bis heute nicht auf eine Lizenzierung des Materials einigen konnten, verpasste YouTube dem Video eine Sperre für Deutschland. Das Video wäre daher nur mit Tricks in Deutschland zu sehen gewesen. Daher musste die Musik leider durch lizenzfreie Musik ersetzt werden. Als Notbehelf ist im Folgenden der Soundtrack aufgeführt. Wer will, kann damit die Originalmusik rekonstruieren und nebenher laufen lassen.

Soundtrack

1. Catalania Bert Kaempfert And His Orchestra 2:08
2. Wonderland By Night (Wunderland bei Nacht) Bert Kaempfert And His Orchestra 3:12
3. A Swingin‘ Safari Bert Kaempfert And His Orchestra 3:06
4. Danke Schoen Bert Kaempfert 2:40
5. Red Roses For A Blue Lady Bert Kaempfert And His Orchestra 2:20
6. Moon Over Naples (Spanish Eyes) Bert Kaempfert And His Orchestra 2:36
7. Remember When Bert Kaempfert And His Orchestra 2:59
8. Strangers In The Night Bert Kaempfert And His Orchestra 3:20
9. Mister Sandman Bert Kaempfert And His Orchestra 2:30
10. Something Bert Kaempfert And His Orchestra 2:42

Alle Titel sind auf dem Album „Colour Collection“ enthalten, das es bei Amazon als CD und als MP3-Download gibt.