Update: Heartbeatz-Festival weicht nach massiver Kritik nach Milbertshofen aus
Doch kein Festival am Kieswerk Mächler!
Das Heartbeatz-Festival zieht vom Münchner Osten in den Norden. Naturschützer und Anwohner hatten massiv gegen den ursprünglichen Standort protestiert.
Neuer Austragungsort in das Zwischennutzungsquartier Lucky Star, das seit August 2025 an der Moosacher Straße (nördlich des Oberwiesenfelds) existiert. Das Festival wird von drei auf zwei Tage gekürzt.
Quelle: tz


Ein geplantes Festival am denkmalgeschützten, ehemaligen Kieswerk Mächler an der Putzbrunner Straße 193 und damit kurz an der Grenze zu Neuperlach erhitzt die Gemüter. Viele freuen sich auf DJs, Rapper und ein Public Viewing eines deutschen Fußball-WM-Spiels, aber Anwohner befürchten Lärm und liegengelassenen Müll.
Bis zu 20.000 Besucher könnten kommen. Derzeit wird das Gelände mit Baggern für das Festival fit gemacht. An allen drei Tagen soll um 23 Uhr Schluss sein. Eintrittskarten sind sowohl für einzelne Tage (Freitag oder Sonntag: 69,90 Euro; Samstag: 79,90 Euro) als auch für das gesamte Festival erhältlich (129,90 Euro).
Der Ort liegt in deutlicher Entfernung zu Wohnhäusern, ist so gesehen nicht schlecht gewählt. Allenfalls das kleine Wohnhaus kurz nach der Waldgrenze an der ehemaligen Kiesgrube Fritz Roth wäre nahe am Geschehen dran.
Ich freue mich auf das Festival. Endlich ist einmal was los bei uns. Drei Tage im Jahr sind auch für lärmempfindliche Menschen durchaus vertretbar, zumal der Betrieb ja nicht nachts stattfindet. Eine Großstadt sollte kein Friedhof sein.
Eine Genehmigung des Festivals steht allerdings noch aus.
Erwartet werden folgende Stars: Robin Schulz Gzuz, Mike Singer, Anna Grey, Cassö, Fourt, Toff, Nicole Frolov, Hilu, DJ Deevoe, Emily Rose, Kai$er, Theo JR und viele weitere.
Als Sponsoren treten u.a. die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei, „Wir besiegen Blutkrebs“), die Deutsche Krebshilfe und die Johanniter auf.
Offizielle Website: https://www.heartbeatzfestival.de/
Welche Bereiche des Geländes wie genutzt werden sollen, zeigt diese Karte: https://www.heartbeatzfestival.de/infos

Bilderserie 25.04.2026











Auffällig ist der schlechte Zustand des denkmalgeschützten Baus. Dieser soll als Technikdenkmal erhalten bleiben. Aber wenn der Bau immer weiter verfällt, forciert auch offenbar durch Vandalen, wie die eingeworfenen Fensterscheiben zeigen, ist so ein Erhalt fraglich. Immerhin wurden zumindest einige Fenster nun durch Brettervorschläge gesichert:

Der Bayerischer Denkmal-Atlas weiß zum Gebäudes Folgendes:
Kiessieb- und Kiesquetschwerk, hohes, mehrteiliges Werksgebäude in Holzgerüst- und Betonmassivbauweise mit holzverschalten Aufbauten und Förderbändern, zweiteilige Siebanlage für Feucht- und Trockenkiesgewinnung, Silos über Durchfahrten, 1937, erweitert 1938 und 1954; mit technischer Ausstattung.<
Der Kiesabbau im Wald wurde bereits 1976 eingestellt: Danach wurde im Kieswerk aber noch lange Zeit Kies veredelt und die sogenannte besonders hochwertige Sorte „Klostermischung“ angeboten.

Bilderserie 12.03.2026
Bereits im März habe ich eine Fotoserie gemacht, die bislang unveröffentlicht blieb. Dabei zeige ich das Kieswerk zum Teil auch von einer nördlich gelegenen Stelle, die weniger gut zugänglich ist. Entsprechend sind solche Fotos eher rar.





















































